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elweb
Beiträge im Thema:
16
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
andreas Andreas, Bernd Schlueter, Friedhelm Hahn, R.M

Scheibenwischer-Motor

Startbeitrag von Friedhelm Hahn am 09.05.2009 20:23

Moin,

hat schon mal jemand den Wischermotor gegen eine 12V-Version getauscht?
Hat der im EL eine besondere Baugröße oder passt etwas aus dem PKW-Bereich, z.B. Heckwischer?

Ich muss den 36V Kreis vorn irgend wie auf niedrige Leistungswerte bekommen, da bei den 72V Akkus nicht mehr anschließbar.
Ein oder mehrere kleine Step-Up Wandler sollen die 36V aus 12V zur Verfügung stellen.
Nur der Wischer würde eine recht hohe Leistung erfordern, daher die Frage.
Alternativ könnte man das Kombiinstrument auch auf 12V umbauen, das meiste auf der Platine läuft eh' schon damit.

Gruß

Antworten:

Hallo

Das Instrument umzubauen ist einfach, in die 36V Leitung zum Instrumentenbrett eine Zenerdiode mit 36 V einbauen, du hast dann weiterhin eine Spannungsanzeige must allerdings die angezeigten Werte verdoppeln, ist bei der 48V Version genauso gemacht, da ist die Diode häufig afu die Platine gelötet.

Der Scheibenwischer scheint eine ganz normale Baugröße zu haben, du wirst allerdings einen großen DCDC brauchen der Motor zieht ganz ordentlich Strom, ich würde einen eigenen DCDC vorsehen damit im Überlastfall nicht das ganze El steht.

Eventuell mußt du noch den Bremswiderstand auf der Relaisplatine umbauen.

Die DC DC Wandler sollten bei der Spannung aber galvanisch getrennt sein.

Heizung ist ein anderes Thema entweder direkt über Wechselrichter mit 220V oder die 150W 12V Module von Conrad hintereinander schalten.

Ansteuerung würde ich stufenlos über PWM machen wenn ich mit DC arbeiten würde.

Gruß

Roman

von R.M - am 09.05.2009 20:46
Hallo Roman,

wenn ich die 72V Akkuspannung mit einer Zehnerdiode ans Kombi-Instrument führe, ist's vorbei mit der galavnischen Trennung, oder?
12V- u. 36V Kreis haben meines Wissens gemeinsame Masse.
Deswegen der ganze Zirkus...

Einen galvanisch getrennten DC/DC für 90V habe ich schon.
Er liefert 25A bei 13,5V.
Sollte reichen.
Ich wollte eine Puffer-Batterie dazu schalten.
Dann gibt's auch keinen Aufwand mit dem Warnblinker, wenn der Hauptakku abgeschaltet wird.
Als Heizung sollte eigentlich der Original-Heizer her halten, ich würde beide Wicklungen in Reihe schalten.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 09.05.2009 21:18
Hallo

Müste man mal schauen wie die36 V am Instrumentenbrett verschaltet sind, da sind diverse Optokoppler drauf.

Einfachste Lösung wäre natürlich ein 36V DCDC der den Orginal 36 V Kreis bis auf die Heizung versorgt.

Die DCDC Wandler die hier mal angeboten wurden wären geeignet, man bräuchte 3 Stk um die 12V 12A Module zu bekommen.

Davon gehen 6 Stk in einen Wandler, wären also 36V und 24 A das sollte genügen.

Die Dinger sind zwar recht groß, passen aber unter Umständen noch irgendwie an den Angelrahmen.

So habs jedenfalls ich vorgesehen, die Lithiums sind jetzt da, 40AH Blöcke jeweils 3 parallel und davon 4Stk hintereinander in Reihe mit den 48V Nicd, sollte eigentlich funktionieren.

Gruß

Roman

von R.M - am 09.05.2009 21:53

Wandler für Scheibenwischer-Motor

Für den Wischer genügt eigentlich ein ziemlich ungehobelter Wandler. 72 Volt gegen 12 Volt, da hätte ich eine Reihe Ferritrafos, die das können. Glättung? Überflüssig. Macht der Curtis auch nicht. Gegentaktgleichrichtung. Leistung pro Trafo: 300 Watt. Größe des Trafos ca 3X3X3cm. 4 Mosfets, zwei Dioden plus Steuerrechteck, Strombegrenzung.
Halt! Es geht noch erheblich einfacher: Eine Vollbrücke 72 Volt, zwei 12 Voltwicklungen hintereinander, Vollweggleichrichter. Notfalls selbsterregt.

von Bernd Schlueter - am 10.05.2009 09:39
Hallo Friedhelm
Für so etwas reicht doch Flugregler aus dem Modellbau und ein Empfänger-Emulator mit einem Poti zur Steuerung der Spannung. Oder eben ein einfacher MOSFET 100V, eine Diode, damit der Strom weiterfliessen kann. Tastverhältnis 50%, dann werden aus 72V 36V. Wenn man einen NE555 nimmt und ein Poti kann man das Tastverhältnis einstellen und die Wischgeschwindigkeit einstellen, Intervall würde mit einem NE556 (2 mal NE555) gehen wiederum einstellbar über ein Poti. Siehe hier: [www.kreatives-chaos.com]
Leistungstreiber : International Rectifier z.B IRL530NS [www.irf.com]
bei [www.elektronikdiscount.com] für 1,36¤
als Lowside einsetzen, Zenerdiode für die Gate Ansteuerung, Vorwiderstand an den Ausgang des NE555. Der NE555 wird aus 12V versorgt.
Die Bauteile sollten unter 10¤ kosten.
Wenn Du möchtest mach ich Dir eine Simulation, bauen mußt Du selbst.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 10.05.2009 18:06
Hallo

So ein Scheibenwischer zieht ganz gut Strom, bis zu 12A sind keine Seltenheit, von daher braucht man schon etwas Leistungselektronik die auch abgesichert werden muß z.B. beim Blockieren des Motors.

Gruß

Roman

von R.M - am 10.05.2009 18:22
Hallo Roman
Wie groß ist der Innenwiderstand des Original Wischermotors? Ich nehme mal an, der Blockierstrom bzw. Anlaufstrom beträgt 12A. Dann wäre der Innenwiderstand bei 3 Ohm. Kennst Du auch die Induktivität?
Nachteil der Einfachstschaltung: Tastverhältnis ist immer größer 50%. Muß man invertieren. Oder 2 mal NE555 zur PWM Erzeugung.
Strombegrenzung? Wieviel Ampere?
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 10.05.2009 18:56
Hallo
Nehmen wir einfach einen stärkeren MOSFET? IRF1310 mit 0,036 Ohm, kostet bei Conrad 2,71¤.
Sicherung oder PTC in den Motorstromkreis?
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 10.05.2009 19:04
Quatsch, natürlich NTC, wird also leitend bei erhöhter Temperatur. Bin aber kein Freund solcher Bauteile. Also Einschalten, auf Originalspannung bringen und gut ists.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 10.05.2009 19:08
Entschuldigung, wir sind beim Cityel, nicht beim Kewet. Wie komme ich bloß auf 12 Volt?
Genau, wie Andreas sagt, natürlich. Nix Trafo und Brücke. Völlig überflüssig. Frequenz darf ruhig hoch liegen, so, dass der Hund nicht bellt und den Fahrer beißt.



von Bernd Schlueter - am 10.05.2009 21:41
Wirklich sehr nett, was Ihr da für mich ausgedacht habt.
Sollte funktionieren.
Prio 1 ist für mich die Einhaltung der galvanischen Trennung und die Berührungssicherheit.
Da man im EL schlecht mit einem Schutzleiter arbeiten kann, müssen die elektrischen Bauteile am "Hochvoltkreis" vollisoliert sein, die Anschlüsse nur mit Werkzeug erreichbar.
Streng genommen ist das beim Wischer nicht möglich, weil man über Wischerblatt / -arm mit der Motor-Masse Kontakt hat.

Grübel-grübel...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 11.05.2009 05:49
Die Motormasse sollte da bleiben, wo sie ist. Geschaltete 72 Volt haben beim Berühren die gleiche Wirkung wie 36 Volt. Wenn Du aber partout galvanisch trennen willst, dann musst Du solch einen kleinen Ferrittrafo einsetzen.
Ist der Scheibenwischer die einzige Stelle, wo Masse berührt werden kann? Oder kann man die Verbindung zum Gehäuse lösen?
Schutzleiter mit FI für Gleichstrom sind aber sehr ungewöhnlich und aufwendiger zu bauen.
Eine unzuverlässige Masseverbindung, wie beim Kewet, kann allerdings sehr wohl Schaden anrichten.

von Bernd Schlueter - am 11.05.2009 10:51
Hallo Friedel
Du hast recht, man sollte nicht 72V durchs Fahrzeug führen, die Durchschnittspannung sind zwar nur 36V, aber die 72V würden trotzdem voll durchs Fahrzeug verlaufen, wenn man einen Lowside-Fet einsetzt. Ich sehe in Deiner Signatur aber, daß Du die 48V immer am laufen hast. Kannst Du daran nicht die Nebenaggregate wie Heizung, Lüftung, Scheibenwischer, DCDC ganz einfach weiterbetreiben? Würde einen Haufen Arbeit und Geld sparen. Die 72V gäbe es dann nur hinten im Motorraum.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 11.05.2009 17:14

Scheibenwischer-Motor

Ach was, einfach die 36 Volt hinten erzeugen, der Unterschied liegt nur darin, dass hinten auch eine kleine Drossel und ein kleiner Kondensator zusätzlich angebracht werden. Dann werden sowohl radiostörende Hochfrequenzanteile gesperrt, wie auch der Wechselspannungsanteil mit den 72 Volt Spitze. Natürlich ist eine Sicherung genügender Löschbogenlänge für Gleichstrom einbauen. Das muss bei jeder Art Verbraucher sein. Also nicht die kleinen Radiosicherungen für Wechselstrom. hochfrequenter PWMstromist wie Gleichstrom zu behandeln.Die passende Drossel gibt es in jedem kaputten Computernetzteil, die rund bewickelten Ringkerndrosseln, alle Wicklungen hintereinander fertig. Kondensator: 1000 µF oder weniger.
So, jetzt gibt es aber keine Bedenken mehr.
Ist ohnehin eine Unsitte, die eisenbehaftete Motorinduktivität als Filter zu benutzen, erzeugt nur Verluste.
Eine Strombegrenzung bauen wir gleich auch noch ein. Schaltplanentwurf per Fax?
Womit steuern wir die Brücke an? Trafo oder stiefelfallenartig?

Ich glaube, so etwas wird öfter benötigt, sollten wir gleich in Serie bauen.

Halt, ein Nachteil: zwei Steuerleitungen niedriger Spannung müssen auch nach hinten, um die Wischergeschwindigkeit und die Wischintervalle einstellen zu können. oder hinten ein Wandler, für 36 Volt, vorne ein zweiter, für weitere Spannungsverringerung und Intervallschaltung.


von Bernd Schlueter - am 12.05.2009 02:34

Re: Scheibenwischer-Motor

Sorry Jungs, ich lese das erst jetzt, bin im Urlaub (Allgäu).
Meine Signatur ist Schnee von gestern, seit ich die 600 Monozellen gehimmelt habe :rolleyes: .
Zum Glück liegen noch einige Ersatzblöcke im Keller, so dass der Batterieraum wieder fast voll wird.
Diesmal aber mit 72V Systemspannung, weil auch ein Perm rein soll.
Damit das EL nicht zu schnell wird, erhält es eine kürzere Übersetzung.
Die Steuerung übernimmt ein entsprechender Kelly mit Reku und neuen 80V-Schützen.
Die Strombelastung verringert sich dadurch, der Perm wird sich "wohl" fühlen.
Die 72V wollte ich in jedem Fall galvanisch von den Niederspannungskreisen trennen, wenn's sein muss, mit mehreren DC/DC's.

Nächst Woche geht's mit dem Diff. weiter, wird langsam Zeit, wenn das EL dieses Jahr noch fahren soll... :cheers:

Gruß vom Hopfensee


von Friedhelm Hahn - am 20.05.2009 18:56
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