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elweb
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Christian/Lochen, Hobbyschrauber Mario, el3331, Christian s, Mühlen-Kiste, Friedhelm Hahn

Blinker reparieren

Startbeitrag von Christian/Lochen am 17.06.2009 17:17

hola!

Dues ja schnell und täglich mit dem roten El durch's schoene Land Oberoesterreich/Salzburg.
Heut ist mir plötzlich der Blinker nach rechts eingegangen, d. h. links geht, recht nimma.

Ursache scheint der Blinkhebel an der Lenksäule zu sein - hab dort zwei lockere weiße Teile gesehen und eine kleine Feder ist rausgefallen - meine Frage:

da ist eine Schutzmanschette mit einer Schraube - kein Problem, doch dann sind da VOR dem Blinkerhebel noch die Hebel für Licht und Scheibenwischanlage. Wie bekomm ich diese am besten ab?

Schätze ich müßte nur die herausgesprungenen Teile wieder reinfuzeln dann dürfte es wieder normal gehen ...

Ach ja - und such immer noch jemanden, der mir sagen kann, für welchen Belastungsbereich ein 'Zugschalter' ausgelegt sein muß, wenn das EL 36 V hat und ich damit die Spannung drosseln/erhöhen möchte - das Teil ist durch Spritzwasser fest geworden.

grazie a tutti,

Christian

Antworten:

Hallo

Soweit ich den Lenkstock kenne lässt der sich nicht zerlegen.
Laut Handbuch wird er ausgetauscht.
Hängt wohl mit der Funktionssicherheit zusammen.

Michael

von Mühlen-Kiste - am 17.06.2009 22:58
Hallo!

Der Händler in meiner näherer Umgebung (65 k's) einfach meinte, man müsse da vom Lenkrad her ran, also zuerst dieses ab - dann wäre als nächstes der Blinkerschalter da - aber es sei nicht ganz ohne. Hat jemand von Euch Basteltipps - mir geht's darum, daß ich die Teile dann auch wieder richtig zusammenbekomm - denn ansonsten fährt der EL ja soooo brav und mich täglich 27 k's h & r in die Arbeit ...

@Schutzschalter zur Spannungsregelung:
hab ja so ein Teil eingebaut um zwischen Flach- und Hügelland die Spannung rauf- und runterzuschalten, doch ist dieser Schalter jetzt festgegangen; ein Freund der auch einen EL hat und mir schon beim Basteln geholfen hat (kaputte Streifensicherung getauscht) meinte, wenn man den Schalter nicht mehr bewegen kann (das eigentliche Problem) kann man auch die Belastung bzw. Spannungen die dort anliegen nicht messen ... hat irgendwer eine Idee wie ich da weiterkomm; angeblich kostet der Schalter irgendwas zwischen ein paar wenigen und 20,-- ¤ und wenn er funktioniert ist das schon eine feine Sache, eine Art 'Gangschaltung' quasi

Lg,

Christian

von Christian/Lochen - am 18.06.2009 12:24
Hallo,

Lenkstockschalter lassen sich auch an anderen Autos meist nicht reparieren; wenn da bereits Teile abgefallen sind, kann man davon ausgehen, dass etwas abgebrochen ist, was man mit vertretbarem Aufwand nicht wieder dauerhaft befestigen kann.
Also Austausch, und der ist m.E. Werkstattsache, da es dabei etliche Fallen und Klippen gibt.

Zunächst muss das Lenkrad ab, und zwar mit Nabe (vorher Nabendeckel mit Hupenknopf abhebeln) - trennen muss man die Teile nicht. Die Nabe sitzt bombenfest auf der Lenksäule - muss auch so sein. Zentrale Mutter mit Scheibe entfernen, dann braucht man einen Dreiarm-Abzieher. Diesen keinesfalls am Lenkrad ansetzen, nur an der Nabe, ausserdem so, dass das Gewinde der Lenksäule nicht gequetscht wird. Es geht sehr schwer - Achtung, die Nabe löst sich mit einem Ruck.
Ist die Nabe ab, die Schelle der Lenkstockschalterbefestigung etwas lösen, dann könnte man den Schalter abnehmen, wenn er nicht mit drei Multisteckern mit dem Bordnetz verbunden wäre. Also Batteriekabel abnehmen, Multistecker suchen und abziehen. Sie passen nicht durch den Lenkspindelausschnitt, man muss das Armaturenbrett auf der rechten Seite lösen.
Wenn der Schalter draussen ist, kann man die Schutzkappe abnehmen - eine Schraube an der Unterseite.

Einbau umgekehrt, dazu merken, wie die Kabel verlegt waren; Multistecker mit Vaseline einfetten, wenn alles fertig ist, Kabel wieder mit Kabelbinder befestigen (bei ganz geöffneter Haube), dabei darauf achten, dass nichts geknickt oder gezerrt wird.
Den Schalter so befestigen, dass die Hebel waagerecht stehen.
Die Kontaktschleifbahnen mit Vaseline einfetten.
Die Nabe so aufsetzen, dass der Stift der Blinkerrückstellung in das enstsprechende Loch in der Unterseite der Nabe greift, gleichzeitig muss das Lenkrad gerade stehen, wenn das Vorderrad geradeaus fährt. Also zunächst nur locker befestigen und vorsichtige Probefahrt. Steht das Lenkrad nicht gerade, kann man Lenkrad und Nabe trennen - viele kleine Inbusschrauben. Dann Vorderrad geradeaus stellen, den Stift der Blinkerrückstellung nach unten (wenn die Haube zu ist) stellen und Nabe aufsetzen. Dann Lenkrad so befestigen, dass es gerade steht. Wenn das nicht ganz klappt, kann man die Nabe evtl. ein oder zwei Zähne versetzen. Wenn alles passt, Lenkradnabe festschrauben, 20 Nm. Schließlich Hupenknopf aufsetzen - passt nicht in jeder Stellung wegen des Steckers des Hupenkabels.

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen - viel Erfolg, oder doch lieber zum Händler ?

Zum "Spannungsumschalter" vermute ich mal, dass es ein "Speedschalter" ist, der entweder (legal) den Speedwiderstand überbrückt (Höchstgeschwindigkeit nur 40 km/h statt 50), oder (illegal) ganz abschaltet (Höchstgeschwindigkeit an die 60 km/h).
Auf jeden Fall scheint es nach Deiner Beschreibung ein einfacher Ein/Aus-Schalter zu sein, den kann man einfach ersetzen - es sollte aber einer der besseren Sorte sein, Schalter aus dem Kfz-Zubehör verschmoren früher oder später. Ich habe einen aus dem Bootszubehör, der für 20 Amp. gedacht ist. Spannung ist (m.E.) unkritisch, ich würde auch einen 12-V-Schalter nehmen, obwohl mehr als 12 V anliegen- aber nicht mehr als 36 -, von Impulsspitzen mal abgesehen.

Sollte der Schalter eine andere Funktion gehabt haben, hilft nur, die Kabel zu verfolgen, serienmässig ist er jedenfalls nicht.

Grüsse

Lothar


von el3331 - am 18.06.2009 21:55
Servus Lothar!

Vielen Dank für Deine ausführliche, detailierte Beschreibung in Sachen Blinker ... verdammt, da seh' ich mich vorerst nicht drüber aus - werde wohl einmal in der hiesigen KFZ-Werkstätte danach fragen, ob die sich das (zu welchen Kosten?!?!) zutrauen würden.

Danke auch für Deine Angaben in Sachen Zugschalter - bin da wirklich schon im Kreis gelaufen, ohne recht voran zukommen - nun wird ein Schalter mit Belastungsbereich von 20 Ampere bzw. 12 - 36 Volt bestellt den ich - glaub ich - einfach auch selber tauschen kann. Gedacht ist dieser für die zweite (illegale ) Variante den Geschwindigkeitswiderstand zu überbrücken denn damit geht der Topspeed in der Ebene problemlos auf an die 60 km/h!

Lg aus dem grau-in-grauem Salzburg/Südoberösterreich,

Christian

von Christian/Lochen - am 19.06.2009 05:30
Moin Christian,

klar, erst mal versucht man zu reparieren.
Ich schließe mich aber auch der Meinung an, dass das in diesem Fall wohl aussichtslos ist.
Selbst wenn es gelingt, kann es in Bälde wieder ausfallen, vielleicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
Der Aufwand steht einem Neupreis von ¤ 75,- gegenüber.
Dafür bekommt man neue Kontakte und neue Mechanik, das ist doch auch was ;)...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 19.06.2009 05:54
Soweit ich weiß kann man die meisten Lenkstockschalter weider reparieren ohne das man viel machen muss.

[
Meistens sind Lenkstockschalter zweiteilig und lassen sich teilen und dann bestellt man beim Händler einfach den defekten teil nach und baut das nachher wieder zusammen.

Also soweit ich das erkennen kann dürfte der im EL auch zweiteilig sein.
]

von Hobbyschrauber Mario - am 20.06.2009 19:26
Hallo,

im CC-Ersatzteilkatalog ist es jedenfalls nur ein Teil.

Grüsse

Lothar

von el3331 - am 20.06.2009 19:47
Klar sonst könnte die Firmen wie Audi/VW [CC] kein Geld mehr an den teilen verdienen.
[Es steht bei audi und VW auch als ein teil drin aber man kann sie bei verschiedenen Händlern einzelt bestellen (die teile kommen so wie so vom gleichen Förderband).]

Mann/Frau darf nicht immer glauben was die Industrie einen weiß machen möchte !
(Die wollen auch nur Geld Verdienen.)

von Hobbyschrauber Mario - am 20.06.2009 22:02
ich habe das lenkrad mit einem selbst gebastelten abzieher aus buchenholzklötzen und spindel ganz gut runtergebracht

von Christian s - am 21.06.2009 14:39
Hab das Teil jetzt via emobilshop.de bestellt á 75,-- + Versand; lt. denen gibt es das ganze nur im Set; hab vom netten Händler meines Vertrauens Kopien aus dem Handbuch bekommen, wie Hupendose und Lenkrad ab- und wieder aufmontiert werden bzw. man die Elektrik abstecken soll - mal schauen ob ich das zusammenbekomm' ...

saludos,

Christian

von Christian/Lochen - am 22.06.2009 05:59
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