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elweb
Beiträge im Thema:
15
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Yardonn, Wolfgang Siebert, hk12, inoculator, Bernd Schlueter, Tomfe, Lothar J

Curtis-Controller und Zuverlässigkeit

Startbeitrag von Yardonn am 03.07.2009 08:09

Nachdem bei meinem "neuen" CityEl (Bj 92) nach nur wenigen km beim Anfahren der Curtis aufgegeben hat (nur ein leises Geräusch und keinen Saft am Motor mehr...), bin ich gestern nach unter 100 km schon wieder liegen geblieben.
Gleicher Effekt, leises Geräusch beim versuch an zu fahren und keinerlei Motorreaktion mehr.
Eine Frage zwischen drin, wie kann ich am einfachsten Feststellen, ob es tatsächlich der Curtis ist? Alles Andere scheint zu funktionieren, und alle Sicherungen sind auch noch ganz.

Der Curtis wurde von meinem CityEl-Stützpunkt zur Reperatur verschickt und dabei gleich auf 48 V aufgrüstet. Garantie ist natürlich gegeben, das ist hier nicht das Thema.

Ich musste direkt an die Warnung von Herr Jürgens denken, "wie lange so ein reparierte Curtis hält...".
Und das wo meiner nicht wirklich arbeiten muste. 100 A Batteriestrom bei 38,4 V sind nun wirklich nicht die Welt. Und vor dem Ausfall war die Strecke nur hügelig, nur relativ wenig Vollgasanteil.
Da stellt sich mir die Frage, wie zuverlässig so ein Curtis noch ist.
Da er noch dazu in der Standarteinbauweise sehr bescheiden zu wechseln ist, verlange ich unbedingte Zuverlässigkeit von so einem wichtigen Teil.
Wie viel Ärger machen die alten Curtis-Controller?
Hab ich jetzt nur viel Pech gehabt, oder braucht man eigentlich einen ReserveController im Bordwerkzeug (und natürlich einen anderen Anbringungsort, so das man ihn in ein paar Minuten wechseln kann...)?
Lässt sich das Problem mit dem 300¤ Kelly-Controller oder einem anderen Bezahlbaren Teil lösen (ich brauch Zuverlässigkeit....)?

Antworten:

Hi,

also beim 17 Jahre alten Fahrzeug das Thema zuverlässigkeit auch nur anzureissen,
ist doch wohl etwas daneben ( gelinde gesagt).
So ein neues Fahrzeug ( mit neuem Curtis ) halte ich schon für sehr
zuverlässig (El), wenn man beizeiten die Verschleissteile wechselt.
Ich hätte auch bei einem 17 Jahre alten Curtis keine Reparatuversuche gestartet,
sondern mir einen neuen gekauft !

Gruß Tom.

von Tomfe - am 03.07.2009 08:16
Kontrolier mal dein vorwärts Schütz. Alte Schutze oxidieren nach kurzer Standzeit. Dann brutzelt es en wenig und des El steht. Aber es sollte noch rückwärts fahren

von Lothar J - am 03.07.2009 08:31
Mist, wenn das angeblich defekte Curtis "repariert" wurde, obwohl es voll in Ordnung war.
Gibt es nicht auswechselbare Kontakte für die Schütze?

von Bernd Schlueter - am 03.07.2009 09:18
So ein neuer Curtis ist aber auch sehr Teuer (mein Angebot lag bei 600¤).
Das ist einfach zu viel für einen nicht programmierbaren Controller ohne Rekuperation (sehr bergig hier).

Außerdem erwarte ich natürlich (bin ich naiv?) das man bei einer Reperatur das Alter des Teiles brücksichtigt und alles austauscht, was zu alt ist...

Und ein neuer Curtis währe für mein Projekt das Ende gewesen, ich hab ein Buget-Limit von meiner Haushaltsführung...
Aber wenn es sich als einigermassen taugliches Fahrzeug erweißt, dann kann ich auch was Geld investieren.
Dazu muss es aber erst mal fahren und den TÜV-Segen bekommen (momentan Rote Nummer...).
Es ist für mich auch nicht schlimm, wenn das EL mal länger nicht läuft (2.t-Fahrzeug), aber wenn ich damit Losfahre will ich nicht dauernd meine Frau anrufen müssen, um vom Diesel-Stinker schmachvoll nach Hause geschleppt zu werden....

von Yardonn - am 03.07.2009 10:12
Natürlich hab ich auch Rückwärts getestet...
Beide Schütze klacken, aber nicht tut sich, ob vorwärts oder rückwärts.
Da das CityEl nach der Curtisreperatur ohne Änderung an den Schützen wieder gelaufen ist und außerdem was im gehäuse lose drin war (wahrscheinlich ein geplatzter FET...), kann es als sicher Gelten, das der Curtis platt war.
Nur kann es halt ja noch ein paar andere Quelen (wenn auch unwahrscheinlich geben) für solches Verhalten geben, z.B, das Gaspoti,...
Bin relativ neu in der CityEl-technik, so viele Tricks kenne ich noch nicht...

von Yardonn - am 03.07.2009 10:18
Moin,
mir ist bisher noch kein Curtis abgeraucht. In meinem Lieblings-EL (BJ um 1991) lief ein Curtis bis zum Umbau auf 4QD (dieses Jahr). Beim Zweit-EL seit 1997 bis jetzt.
LG Wolfgang


von Wolfgang Siebert - am 06.07.2009 23:22
Hallo Yardonn,

wie weit ist das gediegen?
Wenn Du keinen Stützpunkt hast, der Dir die Wartungsarbeiten und Fehlersuchen abnimmt, wirst Du nicht umhinkommen, das Wartungshandbuch zu Rate zu ziehe und einige Erfahrungen zum Austausch von Ladungsträgern zu machen.

Das erwähnte Fahrpoti muss im Leerlauf ~5V anliegen haben und beim Gasgeben gegen 0V gehen -oder war es umgekehrt... ich kann mir das nicht merken.

Manchmal hilf auch ein wenig Contact-Spray in den roten Verbindungsstecker am Curtis.

Da Du von einem "älteren" EL sprichst, nehme ich mal an, daß Du keine weitere Elektronik an Bord hast, die in den Fahrkreis eingreift -BMS zum Beispiel.

Viel Erfolg.

Carsten

von inoculator - am 07.07.2009 06:12
Da wirklich gute am alten CityEl ist die wenige Elektronik, die wirklich wichtig ist...
Außer dem Sicherheitskreis ist bei mir wohl nur der Strombegrenzer (kann ich ja austecken und hab ich auch getestet...) und das Gaspedal außer Curtis und Motor zum Vortrieb wichtig.
Batterien sind komplett ohne BMS, und dank Modularem Aufbau (9 5 Ah Blöcke parralel, 3 würden schon genug Strom liefern..) trotz eigenbau sehr ausfallsicher. Selbst wenn mir die Hälte der Steckverbinder durchbrennt, fährt das CityEl nach 5 min wieder...

Leider (oder zum Glück hat das CityEl bei mir momentan keine hohe Priorität.
Um es anders zu sagen, ich hab noch einige Dringende Dinge, bei dennen es um wesentlich mehr Geld geht, und mein Alleweder fährt zuverlässig...
Deshalb ist schon der Ausbau des Curtis für mich momentan ein echtes Problem...
Mein CityEL Stützpunkt (KVT Börner in Hennef) ist generell langsam in Reaktionen auf Emails und hat sich (fast wie erwartet) auf meine Email noch nicht geantwortet. Sobald ich zeit habe mich intensiv zu kümmern, krieg ich da alles hin, aber so nebenbei funktioniert sehr schlecht....

Aber die ganze Situation ist sich am ändern. Eines unserer Autos wird ersatzlos gestrichen, und damit wandert das CityEL vom 3.t Fahrzeug zum 2. Fahrzeug.
Vom "just for fun" Bastelprojekt zum eingeplanten Fahrzeug mit einem akzeptablen Buget für Investionen.... Auch wenn ich nur wenige KM fahren konnte, hat das CityEl dabei doch so sehr überzeug, das ich es (trotz des zu hohen Stromberbrauches von fast 5 kWh/100 km) als Miniauto für die nächsten Jahre öfters mal fahren will.
Auch wenn ich auf der Reperatur des Curtis bestehen werden, werde ich ihn wahrscheinlich nicht mehr viel fahren, Kelly und Stollreku oder (wenn das funktioniert, weiß nicht ob der für den TT past) direkt der Kelly mit Reku...
Aber das kostet mich haltein paar Stunden beim Umbau, die ich wohl erst in ein paar Monaten habe...

von Yardonn - am 07.07.2009 06:54
Du hast nach dem Umbau nicht zufällig einen reserve-Curtis rumliegen, den du mir leihen kannst, oder?
Wäre schon praktisch, wenn ich den Curtis direkt tauschen könnte, dann wäre ich auch sicher, das es der Curtis ist, bevor ich den Händler nerve...
Aber wie gesagt, so wichtig ist das CityEl nicht...

von Yardonn - am 07.07.2009 07:08
Hab ich schon, doch weiß ich noch nicht, welchen...

Im Reserve-EL ist ein 36V-Curtis drin. Ein 48V-Curtis liegt hier rum. Das Reserve-EL wollte ich auf 42V aufbohren, doch habe ich Einzellader und keiner hier konnte mir einen Lader für die zusätzlichen 6V empfehlen.

Ergo: Das Reserve-EL wird auf 48V umgebaut... => Der 48V-Curtis ist dann verplant... => einen 36V-Curtis willst Du bestimmt nicht! ...

LG Wolfgang

von Wolfgang Siebert - am 07.07.2009 09:59
Hallo,

36V Curtis geht bei 38,4V NiCD.

@ Yardonn: wo bist Du beheimatet wenn Du Börner als Händler hast ?!

Gruß
Horst

von hk12 - am 07.07.2009 10:58
Klar, der 36V Curtis wird ja für 42 V Blei als geeigent angegeben.

Bei NiCd würde ich nicht auf 42 V Systemspannung gehen, da die vollgeladen doch eine stärkere Spannungsüberhöhung (gegenüber Nominalspannung) als Blei aufweisen. Schon Jetzt liefern meine Batterien die ersten Ah bei 40-42 V auch unter Last.
Ist mir nah genung an der Grenze für einen "36V" Controller, obwohl sicherlich weit genug von "fahrlässige" entfernt.

Die 48 V brauche ich nur für eine 63 km/h Zulassung, und ob oder wann ich das mache, steht in den Sternen. Mit 20 km zur nächsten Autobahn/Schnellstraße und einer effektiven Reichweite von 30 km ist der Nutzen einer solchen Zulassung äußerst gering.... Erst mal dominieren natürlich die unschlagbaren Fixkosten einer 45 km/h Lösung.
Wenn die Kiste irgendwann 100 km Reichweite hat (Lithium kommt in irgendeiner Form, Frage ist nur wann und wieviel...), dann sieht das anders aus.

@Horst:
Lokation: Gemeinde Much, aber an der Grenze zur Gemeinde Ruppichteoth



von Yardonn - am 07.07.2009 12:44
Doch, diesen Curtis könnte ich gerade genau gebrauchen (auch leihweise...)
hab dir 2 mails geschrieben, aber die Arbeitsadresse wird wohl gerade nicht gelesen, oder?

von Yardonn - am 10.07.2009 07:16

Re: Curtis-Controller und Zuverlässigkeit- doch kein Curtis-Problem

Manchmal weiß man nicht, ob man sich freuen soll, das das CityEl wieder läuft, oder sich ärgern soll, weil man so dumm ist....
Mein CityEl läauft wieder.
Und es war nicht der Curtis, sondern nur die Schrauben für die Hochstromverbinder!
Ich weiß jetzt nicht, ob ich zu blöd bin, die vernünftig an zu ziehen, oder ob die sich so gelockert haben...
Egal, in Zukunft doppelte Muttern drauf, und ab un zu mal nachschauen.
Es war schon recht witzig, nachdem mein CityEl ja keine Motorbewegung mehr machte, hab ich es ne Woche rumstehen lassen (keine Hohe Priorotät...). Dann hab ich es noch mal gestestet, und der Motor lief an.
Also rein gesetzt, und los gefahren. Der Motor klang was "abghackt", und nach einem halben Meter war schon wieder Ende. Aber ich sah am Curtis Funken fliegen, so wie es aussah von den Steuerleitungen...
Heute hab ich dann mal nachgeschaut, und mit den Steuerleitungen war natürlich alles in Ordnung. Aber genau da drunter ist ja eine der Schmelzsicherungen festgeschraubt, und diese Verbindung war so lose, das das eine Ende der Sicherung frei hing...
Und um das raus zu finden hab ich 2 Wochen gebraucht....
Wenn ich bedenke, das ich direkt vor meiner Autowerkstatt liegen geblieben bin, dann ärgere ich mich richtig. 2 13er Schlüssel hätte ich da schnell bekommen....
Naja, man lernt dazu.....

von Yardonn - am 14.07.2009 19:03
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