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Forum:
elweb
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
andreas Andreas, salonmonteur, Bernd Schlueter, Sven Salbach, R.M

drehmoment

Startbeitrag von salonmonteur am 13.07.2009 04:25

moin.

ich wollte heute abend meine neuen dämpfungskonsolen montieren.
weiß jemand, mit welchem drehmoment die schrauben in das aluminium gezogen werden dürfen?

mit bestem gruß, thomas

Antworten:

Hallo
Bei M8 etwa 22Nm, bei M10 etwa 40Nm (keine Garantie). Öl auf die gesamte Schraube. Nach den ersten Schlaglöchern nachziehen. Nach 100km nochmals kontrollieren.
Wenn Schrauben sich lösen z.B. mit Nordlock oder Loctite sichern.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 14.07.2009 21:40
ich würde kein Öl, sodnern gleich Loctide nehmen!!
Und seeeehr vorsichtig festziehen!! die reißen bei fast jedem aus, bei Nachziehen, habe ich gehört....
ICh meine sogar nur 15nm in Erinnerung zu haben

von Sven Salbach - am 17.07.2009 15:18
Hallo

Am besten gleich Helicoil reinmachen dann ist Ruh für immer. für die paar Schrauben lohnt sich allerdings die Anschaffung des Werkzeugs nicht, daher am besten mal in einem Metallbaubetrieb nachfragen ob die das Werkzueg haben und nur die Einsätze kaufen.

Wenn jemand noch kaputte rumliegen hat der soll sich mal bei mir melden, ich bin gerade dabei ein Reparaturverfahren zu entwickeln, und dafür brauch ich ein paar um zu schauen was am besten hält.

Gruß

Roman

von R.M - am 17.07.2009 16:30
Hallo
Wichtig scheint mir , daß die Schrauben ohne Verspannung eingesetzt und angezogen werden. Ich habe deshalb bei der letzten Montage die kleinen M6 Schrauben des Stoßdämpferbleches gelockert und auch von der Bremsankerplatte entlastet. Mindestens 13 Gewindegänge im Alu zähle ich bei einem alten Teil, in M10. Ob die Originalschrauben zu kurz sind? Denn eigentlich sollte die Tiefe von 13 Gängen locker ausreichen, um mit 40Nm anzuziehen. Habe ich bei meinem Fahrwerksumbau zumindest an der einen Schraube eingestellt (bei der anderen komme ich mit dem Drehmomentschlüssel nicht mehr dran). Ich prüfe das Drehmoment aller Schrauben jährlich, indem ich den Schlüssel auf Nennmoment stelle und einmal knacken lasse.
15Nm erscheint mir sehr grenzwertig, die Vorspannkraft beträgt gerade mal 8kN, das sind etwa 800kg pro Schraube. Wenn man auf einem Hinterrad fährt und dann ein Schlagloch kommt, wirkt eine seitliche Kraft, durch die die Zugkraft auf die Schraube verdoppelt wird und gleichzeitig Scherkräfte wirken. Es müßten so schätzungsweise 1800kg (300kg x 3fache Last durch Beschleunigung x 2fache Last durch Hebelwirkung) werden, theoretisch verteilt auf 2 Schrauben. Die Verbindung Blattfeder-Alukonsole muß aber außerdem noch Scherkräfte aufnehmen, die in ähnlicher Größenordnung liegen. Wenn ein Reibungskoeffizient von 0,3 erreicht wird, muß die Vorspannkraft also etwa 3 mal so hoch sein. Das muß sich ja lockern, bei 15Nm.

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 17.07.2009 19:53
Hallo
Ich setze gleich noch einen drauf: Ich habe es ausprobiert: Gebrauchtes Teil, leicht verdreckt, mit MOS2 Sprühöl behandelte Schraube M10 25mm lang 8.8 erst einmal eingedreht mit 10Nm (weniger geht nicht) ohne die Blattfeder. Wieder raus, Blattfeder ohne Scheiben aufgelegt, wieder eingedreht, dann das Drehmoment von 15Nm beginnend in 5 Nm Schritten erhöht, bei jedem Nachziehen hat sich die Schraube gedreht. Bei 50Nm habe ich aufgehört. Schraube wieder raus, das Alugewinde sieht wunderbar aus.
Irgendwas macht ihr falsch. Die Angabe 40Nm für M10 war schon richtig.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 17.07.2009 19:58
n'abend männer.

also die konsolen sind drin.
angezogen habe ich die m10 mit 40nm und die m6 mit knapp 20nm.
mehr drehmoment habe ich mir nicht getraut...
morgen kommen meine zusatzanzeigen rein. mal sehen, ob es funktioniert.


gruß aus dem harz, thomas

von salonmonteur - am 17.07.2009 20:13
Mist Alu. Habe heuer -zig Eisenschrauben aus Alu gedreht. Aus einem 17 Jahre alten Gefährt, das auch Spritzwasser ausgesetzt war. Drehen sich wunderbar mit Gewalt, das Gewinde aber gleich mit. Sprich, festgerostet und ganz Stücke herausgedreht. Alu macht Spaß.

Neue Erkenntnis:
Festgerostet kann man gar nicht sagen. Das Alu verhindert Rost an den Eisenschrauben, das Alu war festoxidiert. Die alten Schrauben sitzen jetzt, sauber gebürstet, wieder in neuer Bohrung im alten Alu.
Lösen werden die sich also anscheinend freiwillig nicht.

von Bernd Schlueter - am 17.07.2009 21:56
Tja Bernd, das hätte vielleicht noch gehalten!

von andreas Andreas - am 18.07.2009 22:19
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