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elweb
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
R.M, thegray, inoculator, Hobbyschrauber Mario, Sascha Meyer, Georg Brendebach, Jörg Nick-EL

Von Haifischzähnen und Nubbeln

Startbeitrag von inoculator am 26.07.2009 10:34

Hallo Zusammen.

Zum ersten Mal habe ich meine Duplexkette länger als 3000km gefahren.
Dabei habe ich immer wieder die Längung gemessen.
Ausgegangen von 43 Gliedern konnte ich feststellen, daß die Kette sich auf den ersten 500km etwa 2% längt.
Danach über die folgenden 2500km noch einmal etwa 3%.
Nach diesen insgesamt 5% kommt es dann zu Überdehnung. Nach nunmehr 5000km hat die Kette mehr als 7% Längung entwickelt.
Erstaunlicherweise passierte dabei etwas mit den Zähnen meines Abtriebsritzels, was ich nicht erwartet hätte. Es bilden sich Haifischzähne in Abtriebsrichtung aus.
Also die Spitze des Zahnes wird in Drehrichtung geformt, so daß die Rolle der Kette beim VOrtrieb in einer Art Löffel liegt. Das hat dann den Effekt, daß die Rolle nicht sauber freigegeben wird und ein wenig hakt.
Dieses Haken hat dann wieder zur Folge, daß es beim Anfahren ein wenig ruckelt und die Kette im unteren Drehzahlbereich sehr laut ist.

Anders also, wie beim Fahren mit zu lockerer Kette, wo die Zahnspitzen abgerundet werden, wirkt die Kraft einer zwar richtig gespannten aber halt überlängten Kette auf das Ritzel wie ein Schmiedehammer, der die Spitzen leicht verbiegt.

Ich nehme an, daß die Spitzen sich mit der neuen Kette nach ein paar km wieder glätten, daher tausche ich das Ritzel jetzt mal nicht -auch um genau das feststellen oder halt dementieren zu können.

Der Experimentierkasten bleibt also weiter geöffnet.

Gruss

Carsten

Antworten:

Lass das mal - sonst hatste gleich das nächste Einschreiben wegen Lärmbelästigung von deinen so zugetannen Mitbewohner/n.

Nee wirklich das ist rausgeschmissenes Geld und Arbeit. In Zweiradkreisen ist es aus guten Grund eine viel belegete Weisheit dann gleich einen kompl. Satz neu zu verbauen.
Bin zwar kein Kettenspezialist aber da wird die Duplexkette keinen Faden abbeissen.

von thegray - am 26.07.2009 11:09
Zitat
Carsten
Zum ersten Mal habe ich meine Duplexkette länger als 3000km gefahren



Nur 3000 km?

Ich habe im Frühling auf 13/76 Duplex umgerüstet und nun etwas über 3000km damit gefahren.
Da sich die Kette auf der ersten 500km (laut Peters Aussage) etwas setzen sollte wurde sie mit annähernd null Durchhang montiert.
Dieses „Setzen“ hat sich bis heute nicht eingestellt, obwohl sie mit Thrige und 18 Zellen LiFePo4 (60V) ordentlich gefordert wird.
Sie läuft allerdings im geschlossenem Kasten mit einem intelligenten Öler (Signatur) unter ähnlichen Bedingungen wie im Ölbad.
Ich bin gespannt wie weit ich nun noch damit fahren kann, die Geräuschkulisse ist jedenfalls „sehr weich“ … ich werde das im Auge behalten!

Gruß Jörg


von Jörg Nick-EL - am 26.07.2009 11:09
Hallo Carsten,

ein El ist selbstverständlich nicht mit mit einer Industriemaschine zu vergleichen:joke:

Aaaaaber: Wenn die Zähne des Ritzels schon verbogen sind, dann sind sie schon weit über das tolerierbare Maß hinaus verschlissen und bei uns in der Firma war das ein deutlicher Hinweis auf mangelhafte Wartung.
Hier auf die Selbstheilungskräfte zu vertrauen veranlaßt mich doch, dazu das Stammtischforum oder ein Esoterikform deiner Wahl zu empfehlen.

Im Ernst: So ein kaputtes Ritzel verdient keine neue Kette und umgekehrt auch nicht:-)

Gruß Georg

von Georg Brendebach - am 26.07.2009 11:16
Geölt - nicht verwundelich
Bei Bikern halten die so geölent Kettensätze - nach Faustformel doppelt so lang.

Und früher gab es kleine Zweiräder mit Vollkappselung der Kette die sollen bis 50000 und an den sechsstelligen Bereich gehalten haben.

von thegray - am 26.07.2009 11:38
Hallo

Muß ich mich anschließen, 3000km das ist fehlende Wartung oder falscher Einbau. Auch wenn man bei der Wartung nicht übetreibt dann sollten so 10000 bis 15000 km drinnen sein.

Daß man das komplette System also Kette, Ritzel, Kettenrad auswechseln soll wird zwar oft gesagt, aber Beim El ist der Aufwand das Kettenrad zu tauschen recht hoch.

Bei mir ist momentan das 3 te Ritzel, die 3te Kette und das erste Kettenrad drinnen bei etwa 27000 km Fahrleistung nach dem 48V Umbau und außer alle paar 100 km mal Kettenspray und ab und zu mal nachspannen sieht die Kette nichts.


Gruß

Roman





von R.M - am 26.07.2009 11:42
Das Kettenrad läuft aus Zahnsicht seltener um somit auch seltener im Austausch - wie beim Bike - Pflege vorausgesetzt.

von thegray - am 26.07.2009 11:54
Hallo Gemeinde,

in der Tat ist ein geschlossener Kettenkasten mit einem automatischen Öler natürlich der Haltbarkeit einer Kette zuträglich.

Jedoch glaube ich nicht, daß es die Längung der Kette verhindert. Es verhindert die Reibung und den Verschleiß am Ritzel, macht die Kette leiser und läßt sie nicht so schnell warmlaufen.

Aber der Zugkraft des täglichen Anfahrens am Berg kann das auch nichts entgegensetzen.

Ich eier jedenfalls nicht mit 2.5kW am Thrige durch die Berge. Nö, ich verlange viel vom Material.
Naja, daß ich das Ritzel jetzt laufen lasse, ist vieleicht wirklich "etwas" übertriebene Experimentierfreude, aber "so-What?", Watt solls.

Ich fand an dieser Stelle halt nur bemerkenswert, daß der Zahn am Ritzel sie eigendlich entgegen der Kraftlinie verformt.

Mal sehen, was sonst no so kommt ;-)

Gruss

Carsten

von inoculator - am 26.07.2009 17:45
Tach,
ich hab jetzt mit meiner Simplexkette knapp 15 000 Kilometer gefahren. Geschont wurde die Kette dabei eher nicht. Nun wollte ich wechseln, ist aber noch nicht notwendig. Die Kette laeuft einwandfrei, zugegebenermassen im geschlossenen Kettenkasten. Und mit immer ordentlich Spruehfett. Einmal in der Woche wird da nachgesprueht, also so etwa alle 300 Kilometer.

Bei meiner Elvira und bei der damaligen CC-Duplexkette hatte ich aber auch die von Carsten beschriebene Laengung erlebt. Nix falscher Einbau oder unzureichende Pflege bzw. Wartung, sondern schlicht und einfach Schrott. Die Perm-Kettenspanner waren nach kurzer Zeit am Anschlag und sogar verbogen und die Kette immer noch durchhaengend.

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 26.07.2009 17:50
Hallo

Die Längung der Kette kommt nicht durch Längung der Glieder zustande sondern dadurch daß sich die Bolzen in den Hülsen ausreiben, von daher ist es schon empfehlenswert vernünftig zu ölen und zwar mit einem Fett das nicht durch die Fliehkraft wegfliegt.

Kette saubermachen kann da kontraproduktiv sein da damit Partikel in die Gelenke kommen können.

Gruß

Roman

von R.M - am 26.07.2009 17:50
Hallo

Der Unterschied zwischen der CC und anderen Ketten ist gleich null, hab jetzt schon die von CC eine von SKF und eine von Mädler drauf gehabt, mehr als 15000 sind nicht drinnen, dann sind sowohl Ritzel als auch Kette hinüber, eine guter Anhalt zum Wechseln ist wenn sich die Kette nicht mehr sauber ins Kettenrad legt. Eine gescheite preiswerte Lösung für einen F4 Kettenkasten hab ich noch nicht gefunden.


Der Verstellbereich ist beim F4 recht kurz, ich bau da immer noch ein Halbglied ein am Anfang das ich bei entsprechender Längung wieder rausnehme, so hab ich einen größeren Verstellbereich.

Gruß

Roman

von R.M - am 26.07.2009 17:57
Die gute alte Vaseline dürfte da wunder wirken !
10Tkm ohne mit dem Haifisch bekanschaft zu machen.

von Hobbyschrauber Mario - am 26.07.2009 17:57
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