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elweb
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
N-DEE, Friedhelm Hahn, JB Elektronikdesign, R.M, Sascha Meyer, Bernd Schlueter, Manuel., Michi_aus_GZ, Hobbyschrauber Mario, Jörg Nick-EL

Maximaler Ankerstrom bei Duplex

Startbeitrag von N-DEE am 28.07.2009 18:20

Hallo Leute,
Mir ist vor kurzem der Curtis kaputtgegangen und ich habe mir einen gebrauchten organisiert.
Jetzt ist mir aufgefallen dass beim Alten der Poti für den Ankerstrom auf rechtsausschlag (sprich maximum) stand.
Aufgefallen ist mir das erst jetzt da mit dem neuen Curtis die Beschleunigung viel schlechter und die Endgeschwindigkeit auch um ca. 10 km/h geringer ist.

Frage an die Runde: Bis wieviel Amp würdet ihr maximal gehen?

Antworten:

Hallo

Dann ists kein Wunder wenn der Curtis kaputt ging, du kannst nämlich mehr Strom einstellen als der Curtis auf Dauer verkraftet.

Gruß

Roman

von R.M - am 28.07.2009 18:53
Muss Roman beipflichten

Ich habe den mit Ni-cd Smt 5-100 36V einmal mit 125A gefahren.
War auch ganz net mit ner 70/14 übersetzung [5er] mehr anfahrmoment zu haben aber wirklich viel hat das net gebracht.[War ganz Spaßig aber hat nur am berg etwas gebracht.]

von Hobbyschrauber Mario - am 28.07.2009 18:58

Re: Maximaler Ankerstrom bei Duplex / Einstellung?

Ok - eine Klarstellung, habe gerade die Info bekommen dass der alte Curtis anscheinend so modifiziert war dass er die 300 aushalten sollte. Ich lass ihn ohnehin reparieren damit ich sofort wieder Ersatz habe wenn der neue eingeht.

Ich hab beim neuen den Ankerstrom-Poti nun zwischen 3/4 und Vollanschlag gestellt. Müssten ganz grob 275 Amp sein oder? Reicht das so?
Wie genau muss mann den einstellen? Oder soll ich lieber messen? Wie kann ich das messen?

lg,
Andy

von N-DEE - am 28.07.2009 19:14
Ich hab meinen Curtis auf 150 Ampere eingestellt. Die zieht der Thrige auch wirklich nur beim Anfahren.

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 28.07.2009 19:16
Moin Leute,

bitte gebt mit an, ob es sich hierbei um den Motorstrom oder den Batt.-Strom handelt.
Da die Mosfet's den Motorstrom "sehen", wäre diese Größe endscheidend.
Dafür braucht's aber einen Shunt in der Anker-Zuleitung.
Und ein Messinstrument, was den Effektivwert anzeigt.
Also besser kein Digital-Multimeter.
Sondern das gute alte Zappelmeter ;) .

Munter bleiben!

von Friedhelm Hahn - am 29.07.2009 05:35
Hm, ja stimmt, bei mir sind die 150 Amps natuerlich der Batteriestrom bzw. die durch das BMS angezeigten Ampere.
Mein durchaus dezidiertes Halbwissen schmeisst doch haeufig einfach Dinge zusammen..


Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 29.07.2009 06:53
Hätte mich auch gewundert - denn orginal sollte der Ankerstrom ja etwa bei 200 Ampere sein.
Mit 150 Amp ist das El dann doch schon eine etwas lahme Ente :-)

Ich meine hier die Potis direkt am Curtis - und welche Potistellung in etwa 275 Amp ergibt (Das sollte das Maximum sein ohne dass der Curtis schaden nimmt)

lg,
Andy

von N-DEE - am 29.07.2009 08:49
Hi Friedl,

Kannst du mir sagen wie ich den Ankerstrom messen kann?
Hab leider nur ein Multimeter zur Verfügung...

bzw von wo bis wo geht denn überhaupt der Einstellungsbereich des Potis?
Ich höre verschiedene Angaben. Im Wiki steht was von 300Amp bei Rechtsanschlag aber eigentlich sollten es ja 275 bei Rechtsanschlag sein... Dann wäre ich jetzt mit meiner Justage bei etwa bei 240 Amp Motorstrom

lg,
Andy

von N-DEE - am 29.07.2009 08:58
Sacht mal, wie fahrt ihr denn? 300 Amp???? Das El stellt sich dann wohl vorne hoch und zischt auf 2 Räder ab? Das ist ja der totale Wahnsinn. Ich bekomme beim Anfahren am Berg gerade mal 175 Ah hin und fühle mich schon recht cool dabei.


von Michi_aus_GZ - am 29.07.2009 16:04
Ähm nochmals - hier gehts um den Ankerstrom des Motorstellers (Curtis / Chopper / ...) und der ist ab Werk auf ca 200 Amp eingestellt! Das bitte jetzt nicht mit der Strombegrenzerplatine unterm Sitz verwechseln.

lg,
Andy

von N-DEE - am 29.07.2009 18:07
Zitat
Michi
Sacht mal, wie fahrt ihr denn? 300 Amp???? Das El stellt sich dann wohl vorne hoch und zischt auf 2 Räder ab?


Nöö, 300A am Thrige mit 13/76 zieht bei ca. 60V linksseitig einen ca. 10m langen schwarzen Streifen auf die Straße, viel mehr passiert da nicht.

von Jörg Nick-EL - am 29.07.2009 18:38
kein wunder, dass die reifen nach 5000km tot sind.

von Manuel. - am 29.07.2009 18:39
Hallo Andy,

die Stellungen der Curtis-Regler kenne ich nicht, war bislang nicht nötig ;) .
Zum Messen des Ankerstroms würde ich einen dicken Messshunt für Zeiger-Instrumente nehmen.
Dazu ein Dreheisen- oder besser Drehspulmesswerk.
Die sind aufeinander abgestimmt (soundsoviel mV pro x A).
Das Ganze in die Ankerzuleitung einschleifen.
Bei Reku Dreheisen verwenden (zeigt immer in die gleiche Richtung), oder Drehspul. umrüsten: [www.friedelhahn4.blogspot.com] .
Besser für den permanenten Gebrauch wäre aber das Messen des Batt.-Stroms, wenn man über den max. Motorstrom informiert ist.
Dann hätte man noch eine Erfassung der anderen Verbraucher, z.B. Heizung.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 29.07.2009 18:48
Hi Friedel,

erstma wie gehts Dir denn so und so, spannendes Projekt mit dem Diff. Respekt.
Aber ich verstehe Deine Antwort hier nicht ganz.

Zitat
bitte gebt mit an, ob es sich hierbei um den Motorstrom oder den Batt.-Strom handelt.
, eine absolut berechtigte Bitte, da Vertauschungsgefahr schon irgendwie besteht, da für die Meisten hier(inkl. mir) ja der Batteriestrom ausschlaggebend ist , wir aber hier den Motorstrom im Ankerkreis messen wollen. :spos:

Zitat
Dafür braucht's aber einen Shunt in der Anker-Zuleitung.
auch hier eine praktikable Meßmethode.:spos:

Zitat
Und ein Messinstrument, was den Effektivwert anzeigt. Also besser kein Digital-Multimeter. Sondern das gute alte Zappelmeter ;)


Und das versteh ich nicht. Die Ankerspannung ist eine PWM Spannung Der sogenannte RMS (Effektivwert) wird auch von einem digitalen Multimeter angezeigt. Was ist wenns ein true RMS Meßgerät ist? Warum ist das Zeigereiseninstrument hier sooooo viel besser? Wir messen ja lediglich einen Spannungsabfall(DC) an einem Shunt, mehr ist es doch nicht, das sollte für die Berechnung reichen, oder?Der Strom verursacht einen Spannungsabfall am Shunt, dieser ist proportional dem Strom im Meßbereich mit einer Genauigkeit mit 0,5%. Was soll man da mit einem DC - Multimeter in Digitalform denn so falsch messen?

Freue mich auf Erklärungen. Würd mich auch mal freuen Dich persönlich zu treffen. Machst Du Drehteile auch kommerziell? Hatte vielleicht Interesse.


Liebe Grüße

Jens



von JB Elektronikdesign - am 29.07.2009 20:20

True RMS? Das ist hier die Frage

Hallo Jens,

es ist ganz einfach so, dass die einfachen Multimeter, die hier wohl die allermeisten besitzen, nicht im entferntesten True RMS können.
Geräte mit True RMS der Einsteigerklasse (also noch halbwegs bezahlbar) zeigen die True RMS Messwerte nur in einem recht engen Frequenzgang an (z.B. 20 Hz bis 5 Khz).
Die Oberwellen bei unseren getakteten Fahrspannungen gehen aber durchaus höher.
Gerade die hochfrequenten Anteile sind sehr energiereich (vgl. Rechteckschwingungen).
Man könnte auf die Idee kommen, die Schwingungen mit Kondensatoren zu sieben, aber dann hätte man nur den Spitzen-Wert erfasst.
Für uns ist der Effektiv-Wert, der ja in Form von Wärme am Mosfet-Substrat des Curtis nagt, ausschlaggebend.
Nur sehr hochwertigen DMM's würde ich da über den Weg trauen.
Eine Gegenüberstellung mit z.B. Drehspulinstrumenten wäre allerdings interessant.
Noch besser wären Hitzdrahtinstrumente, aber so etwas baut wohl keiner mehr...
Ich bin kein Ingenieur, die genaue Erklärung könnte vielleicht der Bernd aus dem Hut zaubern, gell?

Treffen könnten wir uns gern mal, vielleicht beim Peter?
Die Dreherei habe ich nach 1978 (Lehrzeit-Ende) erst wieder mit dem Umbau des EL's begonnen.
Habe aber nur ein ganz einfaches Maschinchen ohne Zug- u. Leitspindel (Gewinde schneiden nicht möglich).
Bei Drehteilen mit geringem Zeitaufwand könnte ich unterstützen, leider ist z.Zt. Land unter, so dass das Diff.-Projekt auch etwas leidet.
Zu viele Baustellen...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 29.07.2009 22:58

Re: True RMS? Das ist hier die Frage

Hallo

Ob das Gerät was taugt sieht man an dem sogenannten Crestfaktor, für PWM gibts da ne Formel wie man den berechnet.

Wie kann ich hier Formeln reinstellen?


Gruß

Roman

von R.M - am 30.07.2009 17:17

Re: True RMS? Das ist hier die Frage

Ich muß schon sagen, daß ich echt verwirrt bin, denn der Spannungsabfall am Shunt ist doch proportional dem Strom, was soll man hier mit true RMS, bei der Spannungsmessung im Ankerkreis oder einer direkten Strommessung mit dem DMM ist TRMS interessant, aber doch nicht wenn ich den Spannungsabfall am Shunt messe, denn wie gesagt ist der Spannungsabfall ja dem Strom Proportional, d.h. selbst Peaks im Strom werden darüber sehr genau gemessen.

Darauf zielte meine Frage ja ab.


Liebe Grüße

Jens

von JB Elektronikdesign - am 30.07.2009 20:18

Re: True RMS? Das ist hier die Frage

Hallo

Die Stromanstiegsflanken sind extrem steil und liegen im mikrosekunden Bereich, der Spannungsabfall am Shunt wird also ähnlich sein, ich denke mal da sind die meißten Geräte überfordert.

Normalerweise sollte doch die Meßfrequenz mindestens das doppelte der Signalfrequenz betragen damit was vernünftiges rauskommt und das wären im Fall vom Curtis dann bei etwa 30 khz.

Ich kenne nur wenige Geräte die das schaffen, die meißten für den normalen Geldbeutel erschwinglichen Geräte machen bei wenigen kHz schon Feierabend.

Als Beispiel könnte man den Perm nehmen da wird der Batteriestrom ja bei blockiertem Motor auf etwa 40A begrenzt.

Wenn man nun davon ausgeht daß der maximale Motorstrom von 120A nicht überschritten wird dann beträgt die On-Zeit des PWM Signals etwa 1/3 der Taktzeit von 15 Mikrosekunden also etwa 5 und in der Zeit steigt der Strom ja schon auf Maximalwert.

Das ist eine fast unüberwindbare Hürde für die meißten Geräte.

Gruß

Roman

von R.M - am 30.07.2009 20:58

Re: True RMS? Das ist hier die Frage

Moin,

Jens, diese gemeinen "Nadelimpulse", die wie Roman bestätigte sich messtechnisch nur schwer erfassen lassen, gelangen völlig ungefiltert über den Shunt zum Millivolt-Eingang des Multimeters.
Ich hatte mir mal den Spaß gemacht, und sie einem Oszi sichtbar gemacht.
Allerdings in Verbindung mit dem Thrige: [www.friedelhahn6.blogspot.com] .
Hier kam ein Hochstrom-Shunt zum Einsatz.
Die Stromspitzen kann man wirklich nur noch als Nadeln bezeichnen...
Um die Effektiv-Wirkung (was der Wärmewirkung entspricht) anzuzeigen, kann man mit Kostengünstigen Mitteln nur Instrumente verwenden, denen die Signalform schnurz ist.
Bei einem Drehspuler hätte ich wegen der Induktivität der feinen Wicklung auch so meine Bedenken.
Roman, kannst Du das entkräften?
Ideal wäre, wie gesagt ein Hitzdrahtinstrument.
Ein Messdraht aus Konstantan (Material ändert seinen Widerstand bei Erwärmung nicht) dehnt sich bei Strom-Beaufschlagung proportional dem Wirkstrom aus.
Die Längenausdehnung wird auf ein Zeigerwerk übertragen.
In den 60ern gab's sowas mal in den Elektro-Baukästen ;) .

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 31.07.2009 07:24

Re: True RMS? Das ist hier die Frage

Also ich meine das kann man mit dem A/D Wandler eines µCs messen, der sollte schnell genug sein. EIn ATMEGA32 mit 16MHz getaktet sollte das vollbringen können. Wie man dies darstellt (auf Display) ist dann schon ein wenig mehr tricky, aber es sollte funzen.


Gruß

Jens

von JB Elektronikdesign - am 31.07.2009 10:06
Ich würde mal davon ausgehen, dass das Meßinstrument den arithmetischen Mittelwert messen soll, der wird exakt Euer ominöses RMS in aller wahrheit anzeigen. Wenn Spirenzchen macht, treibt Ihr ihm das mit einem R-C-Tiefpass aus, ist ja ne Spannungsmesssung am Shunt, also hochohmig.
Wenn Ihr natürlich davon ausgeht, dass der Motorstrom während der Ausschaltphase auf nahezu Null zurückgeht, könntet Ihr dem ganzen messtechnische Eskapaden andichten, was ich mir aber nur schwer vorstellen kann.
Der Strom, der durch das Mosfet fließt, ist fett wie der Motorstrom, aber, je nach Drehzahl und der Stellung Eurer Treter pausiert das Ding zwischendurch. also, will man die Mosfet nicht fett überlasten, ist zwar hoher Motorstrom erlaubt, aber nur bei geringerer Geschwindigkeit. mosfets haben lineare Durchlasswiderstände, also steigt die Verlustleistung mit dem Quadrat des Motorstroms, nimmt aber im Verhältnis Batteriestrom durch Motorstrom ab. So, nun rechnet mal schön. Ist sone Art Dreisatz. Ein größerer Satz tutets auch tun.
So viel sei verraten: Zur Verdopplung des Motorstroms gehört ein Viertel des neuen Motorstroms als Batteriestrom, wenn man auf gleiche Verlustleistung hinaus will. Nebenbei gibt es noch die Abschaltverluste, in der Zeit, in der das Gate freigeräumt wird. die werden nicht kleiner, wenn der Strom steigt.
Im steilen Gebirge gehört also bei gut gekühltem Thrige ein hoder Motor-, aber kleiner Batteriestrom.
Die ideale Form des Cityels ist dann das einer Schnecke. Schnecken sind in den Bergen sehr beliebt.

Es gibt aber Motormanipulationen, die alle Erwartungen zufrieden stellen können.
Sprich, hohes Drehmoment bei geringem Motorstrom und keinesfalls zu kleinem Batteriestrom.
Habe da was erwähnt bei TL140 oder wie das Ding heißt.

von Bernd Schlueter - am 31.07.2009 21:13
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