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elweb
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Erster Beitrag:
vor 6 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 4 Monaten
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R.M, wolfgang dwuzet, Sven Salbach, inoculator, Andi aus Bad Essen, Beaker, Multimegatrucker, thegray

Wer hat schon die Vorderrad-Einheit komplett getauscht??

Startbeitrag von wolfgang dwuzet am 02.04.2012 04:05

Hallo El-Gemeinde,
Wer unter euch hatte schonmal das Vergnügen die komplette Vorderradeinheit wechseln zu dürfen?? und könnte mir mit diversen Tips bezüglich der unkompliziertesten Vorgehensweise behilflich sein??
Denn da bei meiner sowohl Stoßdämpfer deff, Zahnkranz oben ausgeschlagen, Radlager naja, sind, und es mittlerweile Geräusch bei allem möglichem gibt....
Und ich ein Tauschteil bekommen hab, möcht ich in den nächsten Tagen an diese Aufgabe nicht ganz unvorbereitet rangehen.....
bye euer Wolle:(

Antworten:

spontan fallen mir jetzt nicht viele Probleme ein..
Wichtig ist nur den Knochen beim Zusammenbau unbedingt festzuschrauben wnn das EL auf dem Boden steht ansonsten stimmt die Grundstellung nicht..(also dieser kleine Alu Knochen mit zwei Buchsen darin)
Ansonsten eigentlich nur rein rauf runter raus...
Wobei Taushteil?
Ich würde das alte einfach neu lagern neuen Zahnkranz drauf fertig...dann hält das auch wieder lange..
Allerdings braucht man zum Abziehen vom unteren Domlager vermutlich ein Trenn abzieher..meins war damals zumindest so verkantet das ich es beim benachbarten Motoreninstandsetzer abziehen lies..

von Sven Salbach - am 02.04.2012 07:12
Und mit dem Abziehen haste dann auch mal ein Problem - wenn nicht gut läuft bim Zahnkranz/ Lager unten (bei mir war der notwendige Druck so groß ohne das sich was bewegte) das der gedehte Alustumpf (wo z.B. der Abzieher ansetzt oder eine Presse )für das obere Dohmlager auf 20mm Länge verformt auf wurde -> Tonne. (weil kein Lager mehr dreuf passt und ein zentrisches Abdrehen des Teils wegen der Größe und Bauform auch so eine Sache ist - weil ordentlich verlangt wird von dem der es kann und dann auch macht.

Und für das Verpressen brauchste auch ein langes Werkzeug hat auch nicht jeder sich die Möglichkeit das anzufertigen - wenn es beim Ab und Aufziehen/pressen Dumm läuft merkste erst später das der untere Blechteller sich dabei verzogen hat weil du keine "einfache" Möglichkeit hatest einen absolute plane kraftverteilenendes Auflager zu haben.


Ein/Ausbau - Hatte ja schon bekannter massen schon zweimal das zweifelhafte Vergnügen. Mache ich dir mit Lenkereinstellung in ~ einer Stunde.
Beim Schrauben ist es von Vorteil einen menschlichen Gegenhalter zu haben aber mit Geschick und Überlegung bekommste das auch alleine hin.
Schrauben schon bürsten und einen Tag vorher mehr mal schon Ölen macht das dann auch schon einfacher das die Restgewinde und Mutteren ja nicht nur " freibewittert sind sonderen sich auch die Feuchtigekeit dort schon hält.

Beim oder besser nach Einbau dickes M.Fett drauf als dauerhafter Rostschutz - machts beim nächsten mal einfacher :D

Denkdran das du evtl. dir DOT5 besorgts falls du noch solches im System hast - weil ich geh mal von aus das du die Ankerplatte mit wechselst.

von thegray - am 02.04.2012 13:51
Hallo Wolfgang,

zunächst einmal, keine Bange haben. Den Batteriekorb ausbauen ist schlimmer.
Bevor du die komplette Einheit ausbaust, solltest du deinen City el so hoch wie möglich aufbocken.
Lass die Hinterräder ruhig am Boden (Handbremse anziehen und Böcke hinter die Räder) und stelle das Fahrzeug nur vorne auf.
Trenne Lenksäule vom Kardangelenk, löse die drei (mit Blechsicherung gesicherten) Schrauben und nimm das Kegelrad raus. Schaue es dir an und begutachte es. (Genug Fett dran?)
Taschenlampe raus und einenen Blick ins Dunkle werfen und zwar in das Loch, wo normalerweise das "kleine" Kegelrad hinein geht. Wenn die Zähne unbeschädigt sind ists gut. (Gut fetten)
Jetzt bewegst du mit der Hand das Vorderrad (nach rechts und links) und spürst sofort, falls mit den Lagern etwas nicht stimmt. Läuft das geschmeidig, rund und ohne ruckeln, sind die Lager in Ordnung.

Wenns ruckeln sollte,- Vorderrad demontieren, Stoßdämpfer ab, die Schrauben oben am Dom lösen. Dazu eine lange Verlängerung in den Radkasten einführen (13er Nuss) und oben am Dom, mit einer kleinen Ratsche (13er) gegenhalten. Klappt auch prima alleine.
Die neue Ersatzlenkung in umgekehrter Richting einbauen und FEDDISCH.
Arbeitszeit 1 Mann 2 Stunden :cool:.

Viele Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 02.04.2012 16:07
Hallo

Ist halt immer eine Frage was man zur Verfügung hat, mit Gapelstapler oder Ameise gehts recht bequem und der Batteriekorb ist mittlerweile in 2h raus, die Übung machts.

Bin auch gerade dabei 2 Vorderachseinheiten zu überholen, die lager sind dabei wg 30t Presse das geringste Problem.

Gruß

Roman

von R.M - am 02.04.2012 19:55
Hallöchen, und danke für die erläuterungen,
austausch erfolgreich beendet
zum aufbocken, ich hab da einen hydraulikrangierheber und drei europaletten,
eine palette hingelegt, die beiden aufeinander dahinter dann raufgefahren mit brett, hochgebockt, passt
PS: die paletten sind so ausgeschnitten, das lediglich die bretter die für die räder benötigt werden stehenblieben. not macht erfinderisch
die ganze rep dauerte etwa 6 stunden (ZWEIMAL AUSBAU EINMAL EINBAU)
habe danach versucht die alte einheit zu zerlegen um sie wieder aufzupäpeln....
hab nach ein paaaaar stunden erstmal aufgegeben,....
wie mir oben bereits versprochen wurde, ich kam zu genau dem selben ergebniss.
das obere lager war kein großes problem, aber beim versuch das untere abzuwürgen äh verzeuhung abzuziehen, kam es auch zu einer verformung des alluteils, was ich gottseidank relativ schnell bemerkte, seitdem ruht das halbe teil in heizöl, ich hab da eigentlich ganz positive erfahrungen mit heizöl als lösemittel, aber nur wenns laaaange dauern darf...ich werde wohl mein glück in ein paar wochen nochmal versuchen

von wolfgang dwuzet - am 09.04.2012 14:58
Hallo

Das ganze Teil ist aus Alu und die Passungen sind sehr eng, ohne exakt zugeschnittene Gegenplatten kannst du den unteren Teil des Gehäuses nach der Demontage wegschmeisen.

Da der bei meinem Teil eh hinüber war hab ich nicht drauf aufgepasst, aber 3 t Druck bis das Zahnsegment abgeht und 5t bis untere Lager sich bewegt sind schon ne Hausnummer.

Das untere Lager war übrigens wegen Wassereinbruch defekt.

Schwinge hab ich auch gleich ausgebaut, war natürlich mit der Presse ein Klacks, das Spezialwerkzeug hilft wohl nur bei noch neuen Teilen.

Was erstaunlich war in die Passungen und die Schrauben war kein Wasser eingedrungen, da sieht alles jungfräulich aus.

Jetzt werden neue Lager besorgt und stützplatten für das unterteil gebaut, damit die nächst einheit besser zu demontieren geht.

Der ganze Zirkus hat 3h gedauert.

Gruß

Roman

von R.M - am 09.04.2012 21:14
Hallo Zusammen,

ich will keinen neuen Thread aufmachen, daher Recycle ich den hier mal.

Ich stehe momentan auch vor dem Problem, daß ich den Zahnkranz nicht runterbekommen.
Irgendwelche Tipps?

Einen "normalen" Abzieher kann ich da nicht ansetzen.
Warm machen hat auch nicht wirklich geholfen.

Gruss

Carsten
PS: Hat noch jemand Domhaube und Domteller in gutem Zustand auf Lager?
Ich glaube die sollte ich wegen Rost wohl beide tauschen.

von inoculator - am 31.03.2013 16:27
Hallo

Warmmachen genügt nicht die Welle muß ins kalte, der Ausdehnungskoffezient von alu ist größer als der von Stahl.

Gruß

Roman

von R.M - am 31.03.2013 18:56
also Laut Werkstatthandbuch legst Du den Teller auf einen festen Untergrund (zwischen die Backen im Schraubstock) und muss dann kraft auf das Kronrohr von oben ausüben..also eigentlich pressen,..im Keller bleibt ja nur der Schalg idealerweise mit dem Sandgefüllten Plastikhammer oder mit Eisenhammer, dannn aber mit Holzkloz dazwischen..
Roman bringt wärme kälte heir was?
Das Problem sit das das Kronrad eienerseits..aber anderseits..
Also wenn das Kronrohr kleiner wird geht das Kronrad nicht ab, weil die Schiene einklemmt..wird das das Kronrohr größer wird der Umfang des Rohr zu groß und klemmt..
Würde nur das Kronrad kleienr würde es am durchmesser des kronrohrs hapern..würde nur das Kronrad größer klemmt es wieder an der gelitscheiene.


Ich glaueb wichtig ist das beide teile exakt die gleiche Temperatur haben..und dann nur Gewallt..

von Sven Salbach - am 31.03.2013 19:02
Hallo

Das geht nur brauchst du dann einen neuen Boden für den Dom, das Teil sitzt verdammt fest, ich würde wenn es mal auseinander ist zwei Schlitze zum ansetzen eines Abziehers rein feilen.

Gruß

Roman

von R.M - am 31.03.2013 19:19
Habe dieselben Erfahrungen gemacht. Den Zahnkranz bringt man so leicht nicht ab, ich hab zwei Tage investiert...
Kälte hilft auf jeden Fall, ich hab das ganze Ding einige Stunden in die Tiefkühltruhe, das hat ein wenig geholfen.

Habe den Zahnkranz aber ohne bohren und Flexen trotzdem nicht runterbekommen.

Wie Roman schon sagt, zwei Schlitze seitlich reinmachen, damit man überhaupt irgendwie einen Abzieher ansetzen kann - war auch meine Idee.
Ich hab dann statt schlitzen Löcher gebohrt. Man sollte sich aber genau überlegen, ob man den Zahnkranzring wiederverwendet, wenn da zwei Löcher drin sind ...

Hier ein paar Impressionen:
Die Bilder könnt ihr gern kopieren, aber nicht sagen dass das von mir stammt!

[www.natur-reich.de]



Wie ihr sehen könnt hat das nicht wirklich funktioniert. Mein selbstgebauter "Abzieher" war viel zu instabil. Mit genügend stabilem Material wäre es aber gegangen.
Ich weiß nicht wie ich das gemacht habe aber am Ende hab ich den Zahnkranz auf diese Art doch runterbekommen. Gerade-so!
Hoffe das muss ich nie mehr wieder machen.

von Beaker - am 06.04.2013 16:33
Hallo

Man kann das Teil auch mit einer Presse rausdrücken, dabei geht aber meistens der Boden des Doms kaputt, ich habe mir eine passgenaue Unterlage gefertigt und hoffe jetzt daß zukünftig der Domboden ganz bleibt.

Gruß

Roman

von R.M - am 06.04.2013 18:01
Hallo,

gestern habe ich zusammen mit meinem Sohn und einem 3-Bein Abzieher auch das Lager abgezogen.

Allerdings musste ich mit brutaler Gewalt agieren, wie ja oben auch beschrieben.

Zunächst die Platte auf einen U-Ausschnitt einer festen Unterlage und dann mit dem 5kg Mottek "voll auf die 12". Zusammen mit ein wenig WD40 bewegte sich dann auch der Zahnkranz.
Der Deckel löst sich dabei vom Lager und dieses bleibt zunächst ungerührt an seinem Platz.
Mit einem dicken Meisel und Hammer kann man dieses nun soweit nach oben treiben, daß man mit einem Abzieher drunter kommt. Der Meisel wird dabei als Keil verwendet.

Letztlich ist es jedoch keine schöne Arbeit. Das sollte materialschonender gehen.

Naja... jetzt habe ich ein ganz anderes Problem:
Ich finde die Tüte mit den neuen Lagern nicht, die ich noch VOR dem Umzug gekauft hatte.

*Krise*

;-)

Carsten

von inoculator - am 06.04.2013 18:33
also wenn ich das hier so höre..
Bei meinem alten Teil konnte ich das flutschend aufschieben und unbziehen,..
Das gab nie Probleme oder irgendwelches Spiel oder kalcken n der Lenkung..
Auch beim jetzigen Einbau habe ich daher bereits as Kronrad nachgearbeitet!!
Mußte es aber dennoch mit etwas gewalt drauf treiben...werde bei dernächsten Demontage noch weiter nacharbeiten, damit es wieder so ist wie bei meinem alten Teil..
Wenn ich mir vorstelle diesen Zirkus jedesmal zu haben, wenn diese Routeinearbeit dran ist..nenene..So wie dasbei meinemwar,machte die Arbeit fast Spaß.
Daher mein Tipp nacharbeiten..
Nachgearbeitet müssen nur die innenseiten

von Sven Salbach - am 06.04.2013 19:43
Hallo

So oft muß man das Teil ja auch nicht auseinander nehmen, meines war bei 50000 km dran.

Nacharbeiten ist schön und gut aber ne Reibahle in der Größe hat nicht jeder und mit Schmirgel würde ich das nicht machen.

so wie ich es gerechnet habe müßte bei 80° Temperaturdifferenz das Teil auseinanderfallen wobei das Alu natürlich das kältere Teil sein muß.

Also entweder Trockeneis, fürs Alu ist das unschädlich, der Eisenteil sollte allerdings warm bleiben.

Oder halt das ganze ins Gefrierfach und das Eisenteil anwärmen.

Oder so wie ich eine vernünftige Presse verwenden , 5 bis 7t brauchts schon.

Gruß

Roman

von R.M - am 06.04.2013 20:26
Oh man, wenn ich das hier so lese...
Bei mir wird es die nächste Aktion sein.

:eek: :drink:

von Andi aus Bad Essen - am 14.12.2013 17:03
hy andy,
viel spaß dabei,
ich hab damals doch die komplette vorderradeinheit getauscht, dauerte knapp zwei stunden,
und das ausgebaute teil............
liegt noch immer im keller......
und wartet auf mich
aber dem teil geht´s wie meiner frau
>>>

von wolfgang dwuzet - am 14.12.2013 21:37
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