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31
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Michael, R.M, Sven Salbach, thegray, Schrauber601, Jan-EL, Ben-EL, Bernd Schlueter, Holomino

Boardcomputer via Raspberry Pi

Startbeitrag von Michael am 03.01.2013 09:04

Hallo,

als Grundlage für einen "echten" Boardcomputer mit einem echten Betriebssystem (Linux) scheint mir der Raspberry PI gut geeignet zu sein.

Dieser benötigt bei 5 Volt lediglich 3,5 Watt Leistung. Kostet nur 40€ (ohne Drumherum), hat einen HDMI / S-Video Ausgang und USB-Eingänge (Tatstur/Maus/etc) u.v.m. Passiv gekühlt. Besonders ist, daß der RasPi 16 Ein-oder Ausgänge (GPIO) besitzt über welche er (wie auch immer) Meßwerte auswerten kann. Per S-Video könnte man einen CAR-TFT ansteuern. Die Möglichkeiten sind sehr weitreichend, wenn man sie zu nutzen verstünde :rp:

Auf der Ebene Elektronik, Meßwerterfassung und diese dem RasPi zugänglich zu machen, kenne ich mich nicht sonderlich aus; eher auf Computer-und Betriebssystem-Ebene. Als preiswerte Basis scheint der RasPi haber ideal zu sein. Die GPIO sind via diverser Programmiersprachen zugänglich; ich per Linux Shell. Empfehlen wird wohl die Sprache Python.

Eine konkrete Umsetzung wäre:
[wolframpc.blogspot.de]

Via wlan könnte man dann auch von Ferne Daten abfragen oder den CityEl fernsteuern :-)

Kaufen:
- [www.vesalia.de]

Linksammlung:

- [www.raspberrypi.org]
- [projects.drogon.net]
- [raspi.tv]
- [de.wikipedia.org]
- [www.themagpi.com]

Grüße
michael

Antworten:

Hallo

Für das was du an Rechenleistung brauchst kannst du fast alles nehmen.

Wo es kritisch wird sind die Meßeingänge, ohne galvanische Trennung kommst du um eine hohe Auflösung nicht herum bei höheren Spannungen.

Der Controller ist leider nicht das Teil das ds Gerät verteuert sondern der analoge Teil den du für die Meßwerterfassung brauchst.

So als Beispiel, mit dem Atmel kann ich ein Spannung bis 12V mit 0,01V Auflösung messen,
Ist die Spannung 60V sind nur noch 0,1V Auflösung möglich.

Und ohne galvanische Trennung sind mit vertretbarem Aufwand bei Einzelspannungsmessung der Akkus nur Diffferenzmessungen der Akkus gegen Masse möglich.


Gruß

Roman

von R.M - am 03.01.2013 10:25
Damit kannst du ja mittels stick oder Wlan zum android auch unterwegs surfen. 20 Euro für die Raspelbeere in den USA ist schon wild. Für Spannungsmessungen noch ein paar Tinies dran, was kostet die Welt? Ja, die Würfel sind gefallen, Linux muss her. Im androiden tablet haust oft der gleiche Prozessor.
Nur, wie bekomme ich meinen HD-Bildschirm am Armaturenbrett befestigt? Vielleicht flachgelegt. Dann könnte man den Bildscirm per Reflexion an der Windschutzscheibe in die Landschaft einspiegeln. Rote Ampeln und Opelfahrer dann einfach per Maus wegklicken...taucht ein Elektroauto auf, natürlich anklicken.

von Bernd Schlueter - am 03.01.2013 14:33
super währe hier eien Zusammenarbeit..mein neues bis zu 16 Zellen BMS kommt in kürze..natürlich Quelloffen wie immer bei mir...
Dann müßte jemand sich nur auf die Ausgabe und Anzeigen konzentrieren die Daten würden von meinem Sytem via RC5 bzw RS 232 kommen.
Fahre seit fast 7 monaten doer so mit meinem Fädeldrahttestsystem :-)

von Sven Salbach - am 03.01.2013 17:38
als problematischer sehe ich aber, das ich ein richtiges Display als eher ungeeignet betrachte...
Mich persönlich würde ein leuchtendes Display sehr stören!..
Ein Text LCD ist schon gar nicht so verkehrt

von Sven Salbach - am 03.01.2013 17:43
Ist die Frage, ob und wie weit sich solche 7" Car-TFTs abdunkeln lassen. Wenn die sich so nennen, sollten man das meinen. LCDs lassen sich auch via den GPIO ansteuern. Für die vielen Daten würde ein LCD aber wohl schon bischen eng. Könnte man autom. durchblättern lassen oder via Schalter weiterblättern.

Google meint, RasPi und RS232 wäre möglich:

[www.savagehomeautomation.com]

Dann müßte man die Daten von der Schnittstelle wie auch immer abfragen und auf ein Display schreiben. Direct auf ein LCD zu schreiben scheint einfacher. Wenn man es auf S-Video ausgibt, bräuchte man da eine wie auch immer geartet GUI, welche die Daten optisch aufbereitet. Mit Python und Kenntnisse darüber sollte das machbar sein. Via spartanischem CLI sollten aber Text-Daten auch schöner darstellbar sein. Bzw. der Font der Console wird entsprechen groß eingestellt.

Ohne ein Gerät, welches die Daten per USB oder RS232 ausgibt scheint das wohl eher minder machbar zu sein.

Nach dem gebrauchten CityEl + Drummherum gibt es bei mir erst mal ein wenig Ausgabensperre."Mein" RasPi ist fürs Kind schon verbaut. Wollte mich mit ihr nicht anlegen :-) Wobei der RasPi für kleinere Experimente noch zugänglich wäre.

von Michael - am 03.01.2013 18:38
haben ewige Lieferzeiten..wenn Du einen haben willst mein Techniker hat überraschend einem bekommen, den er nun gar nicht mehr benötigt...falls Du also einen haben willst;-)

von Sven Salbach - am 03.01.2013 18:49
Via [www.vesalia.de] dauert es keine Monate bis der kommt - wie bei RS etc. Die lieferten innerhalb einer Woche. Die 40€ sollen es nicht ausmachen. Der Beitrags-Start war eher als Gedanken-Anstoß gedacht, da ich bisher nur einen CityEl-Computer für 300€ ausgemacht hatte.

Zu diesem würde man noch den RS232 Adapter bestellen und den BMS haben müssen und den BMS wie auch immer an den Akkus anschalten (oder wo auch immer) Da ich mit meinen CityEl nächste Woche produktiv zur Arbeit fahren will, wollte ich da erst mal keine Experimente mit anstellen. Bin zufrieden, wenn ich hin und wieder zurück komme.
Nachdem ich das Forum gelesen habe, was wohl nicht repräsentativ alle CityEls widerspiegelt (hoffe ich mal), muß man wohl immer mit einem Ausfall (bischen übertrieben) rechnen.

Wenn das CityEl nun mal paar Woche fährt und vertrauenswürdig wäre, dann würde ich damit Experimente anstellen.

von Michael - am 03.01.2013 19:09
Hallo,
bei mir läuft der als Medien-/Videoplayer mit HDMI zum Fernseher :spos:
Gruß Ben

von Ben-EL - am 03.01.2013 20:14
@Sven RC5 da hatte ich aus anderen Gründen schon Gedanken dran.;)

So nun vor kurzem hatte ich den Raspi noch Abgelehnt (Bernd du erinnerst dich) weil der aber nun auch mit 512Speicher geben soll, genug für vieles hat.

Damit wären auch Standard-GUI Anwendungen nutzbar.

Was ich aber nachteilig finde:
1. Ist die Sache das nicht wenigstens ein 0815-VGA existiert - damit hätte man soviel "Bastel"-Möglichkeiten; hätte grade mit kleinen und alten sonst nicht mehr in Gebrauch befindlichen VGA-Monitoren, den die Auswahl an kleinen HDMI ist gering und für so Sachen/Größe schon mal garnicht. Aber selbst wenn, unangemessen teuer sein würde.
FBAS / Composite Chinch ok für Fernseher.
Ansonsten braucht man sowas
[www.amazon.de]

Zusammen genauso teuer wie ein Netbook oder ein Android-Tablet.

2. Für Programmierer (der ich nicht bin) ist die Sache das es keine offene Quellen für den G-Trieber gibt. Solange der Hersteller eine aktive Entwicklung ....(aber so wie ich das mit bekommen habe - was keine besondere Aussagekraft haben sollte) hapert da offensichtlich.

Wäre sicher eine bessere Entscheidung gewesen, da was anderes zu nehmen. Damals beim Start dieses Projektes Raspi war die höhere Prämisse einen Halbleiter-Lieferanten der überhaupt bereit war in dieses Linux-Projekt mit einzusteigen. Open-Source hat in der Vergangenheit soviel bewegt -Aber es liegt wohl in der Größe von eben auch Etablierten Firmen sich sowas zu verweigern.
Nach dem Erfolg des Raspi - könnte ich mir denken das da der eine oder andere offener sein würde, wer weiß was in 2Jahren in der Pipeline steckt. Vileicht dann auch mit offnen Grafik und VGA


ERGO ich neige derzeit :
für Bordcomputer-Lösungen mit "großen" Display man ein fach besser beraten ist gleich ein Standard µC mit Anbindung gebrauchtes Andro-Tablet oder Smartphone.
Nur hat man dann wieder zwei Systeme die gepflegt und abgestimmt werden müßen.

von thegray - am 03.01.2013 22:54
Ist wohl so, daß der CHIP des RasPi das mit den analogen VGA-Signalen nicht kann. Ist aber sicherlich bischen kontraproduktiv. VGA ist aber eine Technik von vor xx Jahren. Stirbt wie PS/2 aus. War von der Qualität auch oft ein Problem.

Die meisten werden den Grafikkarten-Treiber nicht benötigen. Sonst müßten sie ein eigenes OS dafür schreiben. Man setzt hier eine Schicht höher an nutzt die Grafik des OS einfach mit. Google sagt:
[www.raspberrypi.org] wäre nun wohl open source.

von Michael - am 04.01.2013 06:21
Jemand hat damit auch einend Daten-Logger für seine Solar-Anlage gebastelt.

[www.briandorey.com]

von Michael - am 11.06.2013 07:53
Hallo Michael!

Was soll denn der Boardcomputer überhaupt können?

Nach kurzer Recherche fallen mir schon mehrere Dinge ins Auge:

- Der Raspberry hat keine RTC onboard, kann also ohne Peripherieplatine z.B. keine Uhrzeit verwalten.
- 700 mA nur für den Prozessor finde ich für diese Anwendung happig.
- Über den Temperaturbereich streiten sich die Gelehrten im Netz wohl noch. Einige meinen, wegen eines Bausteines auf dem Board kann man das Gerät nur bis 0° herunter betreiben. Bei der A-Version weiß es keiner so recht.

Wie gesagt, ich habe nur kurz geschaut. Aber wenn Du als Anspruch "nur" das Monitoring von Messwerten nebst Übertragung zum PC ins Auge fasst, scheint mir der Raspberry wie Bazookas auf Kolibris zu richten.

Vielleicht wäre es eine Lösung, ein BMS mit serieller Schnittstelle einen Serial-To-Bluetooth-Wandler (z.B. BTM-222) zu verpassen und die Datenansicht/-speicherung mit einer Handy-App zu realisieren. Dann hätte man die Musikbox und das Navi auch gleich im Bedienelement integriert.

Ansonsten gibt es immer noch die berühmt-berüchtigte Controller-Lösung mit Grafik-Display (z.B. DOG XL-Serie bei Reichelt.de) und proprietärem Speicher oder SD-Karte mit Übertragungsmöglichkeit zum Rechner.
Hatte ich doch unter Link

In diesem Sinne

Gruß Horst

von Holomino - am 11.06.2013 18:26
Hallo Horst,

im letzten Beitrag war ja nur ein Link, wie jemand ein RasPi an seine Solar-Anlage angekoppelt hat. Also nicht so sehr das Thema RasPi als Board-Computer. Daß er keine Hardware-Uhr hat, ist in der Tat ein bischen Mist. Im El hat man nicht unbedingt einen NTP-Server dabei :-)

Ist halt ein "echter PC" - klein geschrumpft - mit den üblichen ca 40.000 Debian-Paketen anbei.

In noch minimalistischer Nicht-PC-Hardware scheint es aber wohl bereits genug brauchbares bez. BMS etc. zu geben.
Eine fertige AllInOne CAR-PC-Software für den RasPi habe ich noch nicht gesehen. Persönlich brauche ich das auch nicht - geht ja eher um - "was so geht".

Gruß
Michael

von Michael - am 11.06.2013 18:53
Ein Bordcomputer steht auf meinen Wunschzettel seit einiger zeit ziemlich weit oben.
Ich hab mir verschiedene Sachen angeschaut. Der Raspberry Pi wäre einfach mit
nen schönen Display auszurüsten gewesen. Aber die Meßeingänge hätte man ran basteln
müßen. Nächste überlegung war etwas auf Arduino Basis. Meßeingänge satt, Rechenleistung
locker ausreichend, kleiner Bildschirm auch möglich. Also grundsätzlich erstmal alles im
grünen Bereich. Kosten grob geschätzt etwa 150 € für die Hardware ohne Einzelspannungs-
messung. Und dann die Programmierung ...

Vor zwei Wochen habe ich dann den Bordcomputer von Fleischmann bestellt :)

Als Ersatz gibts ein selbstprogrammiertes BMS :cool:

bis denne
Jan

von Jan-EL - am 11.06.2013 22:53

Re: Hausautomation via Raspberry Pi

Hausautomationslösungen sind wohl urig teuer. Um dem RasPi noch zu ehren hier kommen zu lassen und falls es jemanden interessiert habe ich bischen geschaut und siehe da, via einem RFXtrx433 USB 433.92MHz Transceiver den man an den RasPi stöpselt und dann z.B. via Domoticz verschieden 433 MHz Sende/Empfänger verwalten könnte. Ist halt Funk ... der RFXtrx433 kann wohl einige Protokolle diverser Hersteller verstehen. Auch zu anderen kostenfreien Hausautomationslösungen ist diese USB-Funke kompatibel. Für Menschen die tatsächlich noch keinen RasPi haben sollten, bietet z.B. der deutsche Distributor von RFXtrx433 auch ein AllInOne Lösung an.

Billiger bekommt man so was wohl nicht gebaut. Ob ich es anschaffen werden - weiß ich nicht. Vielleicht könnte man damit beim Nachbar auch das Licht etc regeln.

von Michael - am 29.09.2013 06:31
Liebe Mitbastler,

ganz zu allererst geht es doch um die Frage, was soll ein Bordcomputer (BC) denn leisten? Welche Anzeigen und Funktionen sind wichtig zu realisieren?

Ich gehe z.B. davon aus, das bei den meisten Fahrern eine "Tankanzeige" - also der Füllstand des Akkus - die wichtigste Anzeige darstellt. Ebenso fehlt dem CityEL eine Uhr und Luft-Temperaturanzeige.
Schon bei der Funktion "Restreichweite" gibt es viele Meinungen von "was soll der Unfug" bis "must have". Zweifelsohne ist es möglich von einfachen Schätz-Alogrithmen bis hin zu Tageszeit-Fahrprofil Datenbank-Lösungen alles zu implementieren...

Als Komfort-Funktion kann ich mir auch vorstellen, das Blei-Fahrer rechtzeitig gewarnt werden, wenn eine Batterie in nächster Zeit schlappt macht. NC und LiFePO4 Nutzer dürften meist ein BMS einsetzen.

---

Wieso wird eigentlich immer der RaspPI zuallererst als Pattform genannt? Bekanntheit, Verbreitung / Nutzung bei Bastlern? Jedenfalls stellt dieser hervorragende Lerncomputer keine brauchbare "automotive" Lösung dar. Die Gründe:
- Mechanik: Die Platine passt gut in ein Snap-In Plastikgehäuse, Buchsen an allen Seiten. Für die Montage auf einem Träger-Board nicht wirklich geeignet.
- Stromversorgung: Es wird ein leistungsfähiger, robuster 12V->5V Regler benötigt. Aus der IDLE Verbrauch ist recht hoch.
- Display: Bei früheren (meinem Modell) ist die LVDS Buchse für den Direktanschluss eines Displays noch nicht bestückt -> SMD Lötkenntnisse nötig. Alternative VGA existiert nicht - nur HDMI (Composite Video out ist eine Notlösung).


Eine gute Kombination aus Display und Rechner stellen Billig-7" Tablets dar. Eine brauchbare Schnittstelle ist in Form von Bluetooth oder USB (host mode) vorhanden. Trennt man nun Messwerterfassung (Speicherung) und Anzeige, so landet man oft bei eine Lösung, wo die Darstellung / Auswertung in Form einer Android-App umgesetzt und die Erfassung mittels µC implementiert ist.
Da ich sehr genau abschätzen kann, wie viel Arbeit die Realisierung auch unter Verwendung fertiger Komponenten (digitaler Shunt, ...) benötigt, habe ich mir in dem Bereich keine weiteren Gedanken gemacht und mir gleich ein fertiges hochpreisiges Gerät gegönnt.

Nur beim BMS konnte ich keiner bisherigen Lösung etwas abgewinnen - daher setze ich hier auch ein Eigenbau-Board für LiFePo4 mit 16 2.4A Balancern (3.64V), Unterspannungs-Ausgang (2.60V), einfacher Logik und 2 Junsi CellLog 8S (Lade-Überwachung).

Für alle, die ernsthaft einen BC oder eine Instrumententafel neu entwickeln, empfehle ich erst einmal eine Funktions- und Design-Diskussion zu starten. So lässt sich herausfinden, was gefragt ist. Nur ein Einzelstück für den Eigengebrauch zu bauen, wäre doch zu schade.


Beste Grüße,
Jan

von Schrauber601 - am 30.09.2013 13:29
Hallo

Nenn mir doch mal eine Adroid App die gängige Datenerafssungsmodule auslesen und die Werte umrechnen und darstellen kann.

Für mich ist Android bis jetzt ein nettes Spielzeug ohne realen Nutzen auser Emails lesen.

Gruß

Roman

von R.M - am 30.09.2013 16:16
Der Reiz - oder auch nicht - ist, daß es ein echtes Betriebssystem hat, was man von Android etc. nicht behaupten kann. Somit hat man alle möglichen Programmiersprachen schon dabei und kann aus 35.000 Programme und Tools wählen. Ergonomisch gibt es aber wohl bessere und kompaktere Lösungen. Daß es keinen RTC onboard hat ist bischen übel. Per OBD2 kann man auch einen USB-Adpter hinfrickeln.

Ich hatte das Thema nur wieder aufgegriffen, da mir die 433Mhz-Ansteuerung per 100€ USB-Funkadapter über den Weg gegangen ist und ich keine neuen Beitrag deswegen starten wollte. Die Funk-Steckdosen schalten wohl nur bis 1000 Watt und ohne RTC wäre das auch wohl eher gefährlich, sein E-Auto damit gesteuert aufladen zu wollen - bzw. Empfangsprobleme ... :-)

Zitat
Nenn mir doch mal eine Adroid App die gängige Datenerafssungsmodule auslesen und die Werte umrechnen und darstellen kann.
Per einem - OBD II Bluetooth Adapter- geht so was z.B.:
[play.google.com]

So eine OBD Schnittstelle ist schon recht hübsch. Ich glaube mein CityEl hat so was nicht :-)

von Michael - am 30.09.2013 17:47
Hallo

Ich meinte Datenerfassungssysteme nicht Spielkram wie OBD als z.B. so was [www.bmcm.de].

Also Systeme die digitalisieren können was möglich wäre z.B analog zu obd Wandler.

Gruß

Roman

von R.M - am 30.09.2013 18:26
Zitat
R.M
Hallo

Ich meinte Datenerfassungssysteme nicht Spielkram wie OBD als z.B. so was [www.bmcm.de].

Also Systeme die digitalisieren können was möglich wäre z.B analog zu obd Wandler.

Gruß

Roman


Ja JA - Roman muß immer gleich mit der großen Keule kommen!:joke: HAu den Lukas ähm Michel..

von thegray - am 30.09.2013 20:15
Hallo

Ist leider nicht die große Keule sondern die billigste Lösung.

Wenn man bei 12 bit genug Auflösung für Lithiumzellen will dann muß man mit Potenzialtrennung arbeiten die auch wieder geld kostet.

Entweder zuerst wandeln und dann die digitale Seite isolieren, hat den nachteil daß man entweder die Spannung von der zu messenden Zelle abgreifen oder mit einem DCDC für jede Zelle arbeiten muß.

Oder halt über Isolationsverstärker und dann direkt auf die Wandlereingänge. Kostet jedesmal ca. 10€ je Kanal.

Den Strom kann man über den shunt ohne zusätzliche Verstärkung auch nicht fein genug auflösen.

Also bleiben nur 16 bit Wandler übrig oder zusätzliche Hardware.

Für 8 Nicds gehts ohne galvanische Trennung mit 0,1V Auflösung.

Also beim Selbstbau geht meiner Meinung nach nichts unter 300€ wenn man was vernünftiges will.

Billigstes Modul das ich kenne ist ein 16 kanal 12 bit (11bit +Vorzeichen) für kapp 100€, dazu dann ein Miniitx Board für 50€ und ein Display, hier kann dann wieder ein Android Tablet herhalten.

Oder besser noch ein richtiges Display füs Auto mit entsprechender Helligkeit.

Der ganze OBD Kram darf während des Fahrens ja gar nicht angeschlossen werden und ist bei den alten Fahrzeugen ja gar nicht vorhanden.

Wers probieren will ich habe eine Profilab Lizenz und kann Exe Files machen.

Also Demo Version benutzen und Bildschirmfoto machen dann kann ich das ganze umsetzen wenns nicht zu viele werden.

8 Spannungen mit 0,1V Auflösung sind Kinderkram und dafür brauchts nur einen Atmel.

Gruß

Roman

von R.M - am 30.09.2013 20:40
Nun Ja das sollte schon bestenfalls ein gesplittetes System sein.

Aber Egal was man macht man hat nur wenige "Nachahmer", darüber muß man sich im klaren sein.

Für den Einen ist es zu Aufwendig für das was er nutzt.
Für den anderen zu Teuer - als das man an möglichen Wünschen erfüllt sieht.
Dann gibt es die die die s nicht umsetzten können.
Oder die die es glauben zu können und doch scheitern und in der Natur der meisten - den Fehler nur bei anderen suchen.
Wenn die Hardware funz - die Software Probleme macht und wenn das eine Gemeinschaftsarbeit wird sich dann schnell auch mal entzweit - Folge Projekt gescheitert incl. aller Nachahmer die selber nicht die Kompetenz besitzen.


Ein gesplitestes System Arbeitet auf der reinen Hardwareebne - Aufbereitung und Erfassung evtl. nuch Rudimentäre Steuerungsfunktionen mit Fallback und Sicherheitsfunktion.

LaderTimer; Zellspannung; Strom; Tacho; grobe AH; Über/Unterspanungskontrolle; Strombegrenzer; Speedlimiter/cruisecontroll.

Das ganze bekommt Register damit man die Werte ändern kann - Dann noch ein Rudimentäres Protokoll um mit einer Anwendung auf einem Anderen System zu Kommunizieren.
Dieses würde mit einem der vielen µ-Controller Lösungen umsetzbar sein und deren fehlerfreie Programmierung noch überschaubar. Und damit einen Rudimentäre Sicherheit gegeben Wäre.
Man könnte wegen der Techneichen Einfachheit sogar einzelne Funktionen wie z.B. Tacho oder Stommessung als einzelne Projekt-Lösung Modulartig auslagern.
Und die gelungenen dann auf einen Prozessor zusammen fassen. Speicher und Rechenleistung haben die größeren mehr als genug - selbst unter Arduino-Technik. Das kommt dann mit einen kleinen zweizeiligen LCD- Anzeige aus.

Auf der anderen Seite wäre dann die eigentliche Datenverarbeitung auf einen billigen Tablet oder Telefon das dann als Hauptanzeige vorne eingesteckt wird.

Dort gibt es dann Liste der Ladestationen; OSM-Karten mit GPS und Tachoeinbindung; Technisches Handbuch; Ladeprotokolle; Verbrauchsstatistiken.... Automatische Vorschläge für Ladestationen auf Fahrweise angepasst........usw.

DENN das als eigene Lösung umzsetzten ist zu Teuer - Billig Tablets oder alte Notebook-Technik sind incl. Display für Furz und Feuerstein für unter 100 zu bekommen da fängt ein zusammengesteltes Modulsystem mit Arm-Risk Kern und Linux-OS oder eine vollständige Raspi erst an....... und leuft dann noch nicht mal (also derzeit nicht Stabil) dazu ist der G-Treiber im Raspi noch nicht mal Opensource technik......mal von der bescheuert Entscheidung wegen 3 Euro auf eine VGA zu verzichten ! Selbst einen "Einchiper" wie den Propeller kannste einen VGA ansteuern lassen wenn Grafikleistung vergessen wird!
Pah - Composite - das machen sogar Dinger wie ein 2Euro Atmel und wenns ein Euro mehr sein darf dann schaft der sogar einfache Linendiagrame in ein Paar Farben.

AM ENDE fehlt hier aber die KRITISCHE MASSE das sowas zum Selbstläufer wird - das muß es dann schon sowas vom Absatz und auch Nutzung in der Größenordnung eines Twizy sein ......denn da versichere ich - wird es nicht mehr lange dauern bis man einen alternativ-Markt für Akkusysteme bekommt......

von thegray - am 30.09.2013 20:53
Zitat
R.M
Hallo

Ist leider nicht die große Keule sondern die billigste Lösung.

Wenn man bei 12 bit genug Auflösung
Gruß

Roman


Roman wir kennen uns doch gut genug das das nicht so ernst zu verstehen war - Keule eben in Richtung was du aufzeigst .......ich bin doch voll bei dir! (siehe mein Post parallel zu deinem)

von thegray - am 30.09.2013 20:58
Aso - in so eine Richtung soll es gehen.

Zitat
Roman
dazu dann ein Miniitx Board für 50€

Für dieses USB-AD16f gibt es Treiber für alle möglichen x86 Betriebssysteme. Wenn man sich da was mit NextView etc. zusammenklickt , dann dürfte das ggf einfacher werden, als irgendein Gewurschtel per phyton / php etc. Handlich wird das dann nicht so sehr werden.

von Michael - am 01.10.2013 04:52
Hallo

Genau das meine ich aber nextview ist recht schlecht geeignet da es ein reines Darstellungsprogramm ohne Rechenmöglichkeit ist.

Das Board mit Gehäuse passt unters Instrumentenbrett im EL und für die Signalkonditionierung reicht bis jetzt eine halbe Europakarte.

Profi LAB dagegen bietet in der Expert Version dagegen alle möglichen analogen und digitalen Bausteine für Rechen und Zähloperationen inklusive Frontplatte. Preise sind ähnlich. Das interessante daran ist daß man gleich ein BMS mit designen kann da auch digitale Aus- und Eingänge vorhanden sind

Blöde ist nur daß man in der Demo Version nichts speichern kann.

Dazu kommt als Vorteil daß das Programm nicht auf dem Rechner auf dem später die fertige Version laufen soll sein muß.

Für die Adroid tablets gibts eine App womit man das Teil zum Monitor degradieren kann über WLAN ist dann auch im Haus oder in der Kneipe zu sehen was das Fahrzeug gerade tut beim Laden.

An sowas bin ich gerade dran wer mit 10mV Auflösung zufrieden ist kommt mit 12 bit aus wenn man nicht über 60V ist

Gruß

Roman

von R.M - am 01.10.2013 09:28
Hallo Leute,

wenn ich zwischen den Zeilen lese, dann besteht offenbar der Wunsch, die Zellenspannungen zu überwachen und während der Fahrt darzustellen (?).
Vielleicht bin ich etwas altmodisch, aber ich bin voll zufrieden mit Gesamt-Spannung, Stromaufnahme und Akku-Füllstand. Ich kann mir einfach nicht vorstellen - einmal abgesehen von der Ablenkung - warum man während der Fahrt z.B. 16 Spannungen im Blick behalten soll...

Um Probleme zu erkennen, reicht doch auch eine Aufzeichnung (Log) und bei akuten Fällen ein (akustischer) Alarm und/oder eine Unterbrechung des GAS-Schalters. Genau das leisten spott-billige CellLog 8S zusammen mit Optos (Alarm-Ausgänge) und einfacher Logik. Praktisch alle anderen Bastellösungen werden teurer und leisten weniger.

Möchte man einen BC mit Reichweiten-Schätzung und Lade-Steuerung, so benötigt man nur folgende Werte:
- Akkuspannung
- Strom (Fahren / Laden / Rek -> beide Richtungen)
- (statisch, gerechnet) Kapazität
- (opt) Temperatur Akku
Neben der Darstellung (Display) im Cockpit bzw. Remote würde ein gut ausgestatteter BC auch steuern können:
- 230V 3600VA Schaltsteckdose (Funk oder 12V SSR-Relais) für externes Ladegerät
- 12V Relais / Steuerspannung für internes Ladegerät (Meanwell oder HP NT)
- Piezo Summer (Alarm)
- Alarmmeldung per Funk

Echter Luxus wäre eine Steuerung des Laders (Strom).

Ein Board, das einen (analogen) Shunt messen, bis 72V Spannung erfassen und alles "aufbereiten" kann, das es via Bluetooth o.Ä. auf ein Anzeigegerät übermittelt wird, ist doch bereits ein überschaubareres Projekt. Ausgänge zum Steuern sollte so ein µC Board auch bieten.

Als Anzeige kann, wer möchte, ja immer noch einen RaspPI + Display betreiben... Das Argument: "Android taugt nix, da keine fertigen Apps" ist aus meiner Sicht völlig gegenstandslos. Ein Software-Projekt wird es auf jedem Zielsystem: Man kommt nicht drum herum. Ob ich nun eine der vielen Sprachen, die auf dem Standard RaspPI Image installiert sind nutze oder mich mit Java und Android SDK beschäftige ist doch vergleichbar.

Ach ja: Für präzises Messen und Wandeln ist nicht nur die Auflösung des AD-Wandlers entscheidend, sondern auch die (Tiefpass- / Verstärkerschaltung davor). Ebenso ist es bei derart "langsamen" Signalen üblich, ein x faches Oversampling zu betreiben, was ebenfalls die Genauigkeit erhöht und Störeinflüsse reduziert.

Beste Grüße,
Jan

von Schrauber601 - am 01.10.2013 10:43
Hallo

Wenn Bordcomputer dann alles auf einmal mit vernünftigen Bildschirm

Messen bis 72V und einer Auflösung die für Lithium ausreicht ist nicht mehr trivial, da steigen die meisten Microcontroller aus da die Wandler zu wenig Auflösung haben.

Was relativ einfach geht ist eine Auflösung von 100mV

Strommessung ist so ne Sache, entweder Verstärker und Integrationsglied oder ein ein Hallgeber der vernünftige Spannungen raus gibt.

Anzeigen aller Spannungen ist ja nicht nötig aber messen und wenn eine Zelle Ärger macht Alarm geben schon.

Was relativ einfach geht ist eine Auflösung von 100mV

Klar soll das Teil den Lader steuern können ist für mich kein Luxus sondern unbedingte Vorraussetzung für alles was sich BMS nennt.


Aber egal wie mans macht der analoge Teil entscheidet und der ist nicht ganz einfach.


Gruß

Roman

von R.M - am 01.10.2013 13:01
Hallo Roman,

warum sollte die Auflösung der meisten µC Deiner Meinung nicht reichen?

Ein Beispiel: 10bit SigmaDelta ADC (+/- 1LSB genau) "08/15" Peripherie
- Auflösung 1024 Schritte ergibt bei 72V max 0,0703V pro Bit.
- Der Wandler kann (Beispiel) eine Wandlung pro 50µs (ok ist auch schon "low")
möchte man alle 20ms (50mal/s) einen neuen Wert haben, so sind problemlos 32 Einzelmessungen realisierbar. Aus dem theoretischen Gewinn von 5bit bleiben in der Praxis rund 2bit Genauigkeitsgewinn übrig. Die Auflösung steigt auf 4096 Schritte (17,6mV pro Bit).

Gleichspannungen recht genau messen ist TRIVIAL für die meisten µC. Durch ein paar Tricks auf der Analogseite oder einen diskret aufgebauten S/D Wandler erreicht man sehr hohe Genauigkeiten. Dazu bedarf es keinen 24bit Präzisions-ADC (wobei im DC nahen Bereich gar nicht mal teuer).

Schaue Dir nur mal als Beispiel die 30,- Junsi CellLog 8S an: Verglichen mit dem kalibrierten HP Tisch-Multimeter sind die Dinger verdammt genau - das hätte ich so nicht erwartet.

LG
Jan

von Schrauber601 - am 02.10.2013 11:35
er meint vermutlich mit einfachen Hobby Boardmittelerfahrungen.
Also z.B. mit dem von ihm genannten A/D Wandler und dann ohne Multiplexer

von Sven Salbach - am 02.10.2013 11:47
Hallo

Du must immer die Gesamtspannung zugrunde legen für die Genauigkeit auf eine Zelle runter rechnen, sieht man in deiner Rechnung recht gut da sind 70mv für 1 Bit, für Lithium definitiv zu ungenau. und für Strommessung gar nicht brauchbar da 50mV bei 150A

Die fertigen ICs für BMS haben Genauigkeiten von 14 bis 24 bit und das kommt nicht von ungefähr.
Microcontroller mit 16 bit AD Wandler gibt es zwar aber sind nicht die billigsten, 10 oder 12bit ist Standart

Und nicht vergessen ein Bit ist für das Vorzeichen reserviert und das letzte ist ungenau, von 10 bit bleiben also für die Messung gerade mal 8 übrig. von daher 12 bit ist Minimum und 16bit ist wünschenswert.

Deshalb würde ich bei Lithium entweder Potenzialtrennung verwenden und einzelne Wandler oder Trennung auf der Analogseite und Trennverstärker wenn ich keine Wandler mit 16 bit hätte.

Gruß

Roman

von R.M - am 02.10.2013 17:39
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