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inoculator, Bernd Schlueter, thegray, Christian s, Yardonn, Multimegatrucker, Helixuwe, el3331, Josef, Peter End.

Thrige Kohlenabnutzung

Startbeitrag von inoculator am 28.02.2013 17:44

Hallo Ihr zusammen,

am 10.02.2012 habe ich einen neuen Satz Kohlen verbaut.
20mm Material.

Bis zum 15.04.2012 bin ich dann noch mit abschaltbarem Compound gefahren.

Heute, 28.02.2013, nach etwa >10.000km, haben die Kohlen folgende Maße:

12:00 13,8mm
03:00 16,8mm
06:00 13,0mm
09:00 17,3mm

Der Kollektor ist sauber. Allerdings habe ich auf den beiden kurzen Kohlen beim Anfahren ein wenig Feuer -was sich durch ein feines Rubbeln beim Anfahren bemerkbar macht.
Die Kohlen auf 12 und 6 Uhr befeuern überigens das Ankerfeld, welches gegen den Compound drückt. Die Kohlen 3 und 9 Uhr gegen das Serienfeld.

Und jetzt bitte nochmal die Leute mit dem symetrischen Feld über alle 4 Pole nach Vorne und eine Erklärung dafür.

So, hier jetzt die Bilder (Draufklicken geht zum Großbild)

Neue Feder im Vergleich:


Schild mit ausgebauten Kohlen:


Und nun die 4 Kohlen:



Gruss

Carsten

Antworten:

Lieber Carsten,

das sieht ja erbärmlich aus. Warum sind die Federn so kläglich verformt und nach 10.000km so einen Verschleiß?
Ich gehöre nicht zu den Thrige-Spezis aber da stimmt etwas nicht.

Ich weiß jetzt nicht genau was die Vorbesitzer meines Lionel-Thrige für einen Aufwand getrieben hatten. Ich habe den Motor jedenfalls nie von innen zu Gesicht bekommen weil ich einfach nur damit gefahren bin.
Ich denke mal, dass der "Barcelona Thrige" niemals neue Kohlen bekommen hat und er ist bis zum Schluss funkenfrei gelaufen :spos: .
funkenfrei = "fast" verschleißfrei

Wenn in deinem Fall ein anderer Kohlenwerkstoff zur Anwendung gekommen sein sollte als es im "original Thrige" der Fall ist, würde ich über "Neue u. Originale" nachdenken.

Funken -> Wärme -> Widerstand -> Verschleiß -> Nix geht mehr :rolleyes:

Ach übrigens,- frag doch mal Thommes. Der hat vor langer Zeit den Barcelona-Thrige günstig bei mir abgegriffen.

Grüße vom Thrige-Laien
Johannes

von Multimegatrucker - am 28.02.2013 20:05

Feldunsymmetrie und Folgen

Einen großen Teil der Zeit ist die Hälfte des Ankers unbelastet und die Verluste sind viermal so hoch, als sie sein müssten.
Der Reinhold Schebler hat einen Thrige umgebaut auf zwei gleiche Serienfelder, mit gutem Erfolg. Das war noch nicht ideal, die Feldschwächung durch einen Paralleltransistor fehlte bei hohen Drehzahlen. heute gibt es Elektronik und diese einfache Aufgabe, das Feld zu symmetrieren und so weit zurückzuregeln, bis das Wirkungsgradoptimum erreicht ist, ist heute keine Zauberei mehr.
Aber keiner hats je mal in Angriff genommen, außer der Reinhold aus Wörth an der schönen blauen Wolga.
Wenn ich nur ein Cityel hätte. Heute war ich bei Citroen , sprich in Krefeld Peugot und habe mich mehr für den Zero interessiert, der dort auch offiziell 25.000 kostet. Mir zu viel und ich bin froh das meine Kiste wieder hoppelt. Die macht richtig Spaß im Stadtverkehr, nachdem ich einige Wochen der Tante Diesela Konkurrenz machen möchte. Immer, wenn ich an Dortmund vorbeisumme, muss ich an den verpassten Lakritzladen denken, den der Chris gar nicht so richtig zu schätzen mochte...

Also, gesucht ist Lakritz und ich würde gerne mal einen Thrige umbauen.
Dazu gehören aber zwei Motoren, am besten einen von einem Flachländer und einen vom einem Alpinisten (doppeltes Serienfeld). Der Flachländer ist etwas schneller, der Alpinist hat ein wenig stärker das Temperament eines Berners.
Zur Steuerung habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Drei vier Stufen der Feldregelung wären schon gut, eine stetige Steuerung über Kennfeld und Atmel wären luxoriös.
Reichweite dann: genau wie mit Pazifischen Wissenschaftlern, nur stärker und schneller.

An die Atmel-Programmierer würde ich dann herantreten, falls die mehr Erfahrung damit haben als ich. Wer lieber pict, der möge picen. Ich möchte nur zusehen, wie das ein gelernter Informatiker macht. Arduinen könnte ich theoretisch auch und der Erdmann Zehzweiplussen.
Was brauche ich? Ankerspannung und Motorstrom reichen als Eingangsgrößen für die Feldstromregelung.Zwei 8-bit-Worte sind mehr als genug. Ach, was, 2 mal vier bit reichen. Ausgabe; 8bit-Feldstrom bzw. tastverhältnis des PWM-Ausgangs. 256 Speicherzellen hat dann das kennfeld gerade. Super. Ich bin schon ganz begeistert.
Ach ja, eine Strombegrenzung, Temperaturbegrenzung ohne Sensor und eine Drehzahlbegrenzung gegen Riemenriss sind nicht zu vergessen, weil überaus einfach zu realisieren. Sollst Du mal sehen, wie lange dann die Kohlen halten! Kohlenfeuer? Wo denkst Du hin?

Wenn wir es genau machen wollen, brauchen wir einen Prüfstand. Einige haben schon einen...
Mal überlegen: HöhereAnkertemperatur macht eine niedrigere Ankerspannung, das bedeutet Feldstromerhöhung im Kennfeld, das passt doch! Gegen Überhitzung, wenn unsere Bayern, die mit dem Hut, auf Gamsjagd gehen.

Noch ne Überlegung, nur Messung von Anker und Feldspannung, das wäre eine verkettete Regelung mit Rückführung: auch die dürfte stabil sein. Dann könnte man auf das shunt verzichten.

von Bernd Schlueter - am 28.02.2013 20:33

Re: Feldunsymmetrie und Folgen

Hallo Bernd,

wenn ich denn mal in 100 Jahren den Schild von meinen Thrige wiederbekomme -ich fahre zur Zeit den Leihthrige von Idur; dann werde ich 3 Kombinationen probieren:

1. Alle 4 Pole Serienfeld
2. Alle 4 Pole Nebenschluss (Compound)
3. -und das ist mein Favorit: 7 Windungen Serienfeld + 240 Windungen Nebenschluss auf allen 4 Polen.

Regelelektronik kommt erstmal keine -ich habe hier noch einen SePex Kelly im Keller. Den könnte man im 2. Fall mal testen.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 28.02.2013 20:45

Re: Feldunsymmetrie und Folgen

Also, bei mir steht CityEl 3418 im Garten, und wird wohl nie wieder fahren.
Kein Controller, keine Haube, und die Lenkung klemmt auch.
Aber mit Thrige drin...

Würde den Thrige an Testwütige ausleihen, momentan hab ich 0 Bedarf dafür, und selber frühestesn in 4 Monaten Zeit zum Basteln, eher erst nächstes Jahr.

Das Thema asymetrie interessiert mich sehr, besonders seit ich im Januar den Compoundauschalter (geil wird die Kiste Schnell) eingebaut habe...

Also, verleihe Thrige gegen Erkenntnissgewinn als Leihgebühren...

Standort 40 km östlich von Bonn, krieg das Teil aber auch sicher in ein Packet....

von Yardonn - am 28.02.2013 21:19

Re: Feldunsymmetrie und Folgen

Zitat
Yardonn
Also, verleihe Thrige gegen Erkenntnissgewinn als Leihgebühren...


:spos: :spos: :spos:

Find ich gut :spos:.

Zitat
Yardonn
Standort 40 km östlich von Bonn


Ganz in unserer Nähe, Carsten :D.

Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 28.02.2013 21:44

Re: Feldunsymmetrie und Folgen

Hallo Carsten

Ich habe die letzten 4 jahre ca 40 000 km mit den Thrige gefahren und das ohne Probleme.
Jetzt sind 75 000km drauf und er läuft noch.
Ich weis nicht ob schon mal Kohlen von den Vorbesitzern gewechselt wurden.
Am 9 März wechsel ich trotztem den Thrige gegen den ME1003.
Gruß josef

von Josef - am 28.02.2013 22:03

Re: Feldunsymmetrie und Folgen

Ach so, Rückwärtsfahren: überhaupt kein Problem für den Flachländer. Einfach das Compoundfeld vier kleinen Transistoren als Doppelbrücke umschalten.

Zur Störsicherheit eines µPs: die nur zwei Eingänge können beliebig hochohmig abgesichert werden, die Ausgänge werden über Optokoppler abgesichert: in erster Linie der PWM-Ausgang für die Feldregelung, dann der Schutz gegen Riemenriss und Überstrom , der auf den Fahrpedaleingang wirkt. Noch was? Ja, die Verzögerung für die Umschaltung auf Rückwärtsfahrt, aber die sollten wir tatsächlich analog ausführen.

Carsten, ich teile Deine Abneigung gegen µPs an dieser Stelle.

Einige Fragen zu möglichen Verriegelingen, wenn die Relais fehlen, sind noch zu klären!



Vorüberlegungen abgeschlossen, es folgt das Ergebnis:
______________________________________________________________________________
Noch eine Idee: Eine einzige zusätzliche Zelle von 100 Ah und 2 oder 3,2 Volt kann die gesamte Versorgung des Serienfeldes übernehmen und entlastet die Fahrbatterien entsprechend. Auch die Reku und die Rückwärtsschaltung wird dann einfacher. Keine Relais mehr erforderlich (außer Hauptschütz und Sicherungen). Die nur eine Zusatzzelle belastet nicht den Curtis-Kontrolleur.
Ja, Carsten, ich habs, für beide Umbauten die im Prinzip gleiche , analoge und sichere Ansteuerung.
Strommmessung über das shunt und Messung der Ankerspannung, das sind dann die beiden Eingangsgrößen, die alles steuern. Operationsverstärker steuern alles. Einfach und sicher.

Du hast doch einen Lötkolben und so eine tolle Terrasse?

von Bernd Schlueter - am 28.02.2013 23:34

Re: Thrige Kohlenabnutzung evtl ReKu?

Moin zusammen,

These:
Der Verschleiß kommt doch durch das abgeschaltete Compoundfeld.

Ich habe bisher immer den Fall des Beschleunigens vordergründig betrachtet.
Was ich immer wieder übersehe, ist die Tatsache, daß im Bremsfall das Compoundfeld ausgeschaltet wird.
Im Generatorbetrieb wird aus der Serienschaltung von Anker und Feld eine Parallelschaltung.
2 Ankerpole haben einen Induktionspartner und 2 Pole stehen ohne da.
Also nicht nur, daß der Erregerimpuls hier ins Leere geht, sondern auch der Rückspeisestrom wird über den leeren Ankerpol ins Widerstandslose Nirwana geschickt.

So jedenfalls mein aktueller Gedanke, da ich ja 3/4 der Zeit mit vollem Compound gefahren bin.

Überigens, daß Angebot ist natürlich reizvoll, aber ich möchte vermeiden, daß bei meinen Experimenten Fremdhardware den Geist aufgibt. Leider habe ich immer noch keine Kohlenhalter oder ein fertiges Motorschild als Ersatzteil.
Hat jemand von Euch in meinem Bereich eine ordentliche Drehbank zu Hause stehen?!?

Gruss

Carsten
Gruss

Nachtrag: Durch den höheren Federdruck der neuen Federn, war die Fahrt heute Morgen ohne irgendwelches Bürstenfeuer.
Das Rubbeln beim Anfahren ist wieder weg.
Wenn die neuen Kohlen kommen, werde ich sehen, ob durch den höheren Druck auffällig mehr Abrieb entsteht.

von inoculator - am 01.03.2013 07:16

Re: Thrige Kohlenabnutzung evtl ReKu?

Zitat
inoculator
Überigens, daß Angebot ist natürlich reizvoll, aber ich möchte vermeiden, daß bei meinen Experimenten Fremdhardware den Geist aufgibt


Das Risiko ist mir bewust, und wird von mir bewust auch eingegangen.
Wir reden hier über einen 21 Jahre alten Thrige mit laut Tacho ca. 40.000 km auf dem Buckel, und es gibt keinerlei konkrete Pläne, den jemals wieder zu nutzen...
Der in meinem EL dürfet ca. 20.000 auf dem Buckel haben, also noch was halten.

Ich sehe es mal so, entweder verbessern wir die Thrige Ansteuerung oder Hardware (zumindestes so weit, das man die Leitung bei Abgeschaltetem Compound auch ohne Kohlenverbrennung bekommt....), oder langfristig wechsle ich eh den Motor (sieht dann wohl nach Mars aus...), dann sind beide Thrige nur noch Metallschrott...

Ist halt die Frage, ob es genug Thrige-Fahrer (mit verbesserungswünschen...) gibt, das sich das lohnt, da mal was vernünftige Wissensgrundlagen zu schaffen. Robust ist das teil ja schon, und bei der Reku würden viele sicherlich auch mit einer sub-perfekten Lösung leben können, wenn es halt nicht auf die Lebensdauer der Kohlen geht.

von Yardonn - am 01.03.2013 12:54

Re: Thrige Kohlenabnutzung evtl ReKu?

Ok,

dann würde ich demnächst mal eine kleine Tour nach Bonn machen.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 01.03.2013 13:25

Symmetrierung

Carsten hat die Windungen gezählt

Ich sehe überhaupt kein Problem darin, das Feld in jedem Fall symmetrisch zu gestalten. meine Überzeugung: Der Thrige ist dann besser als der Perm oder Mars. Im Moment fahrt Ihr mit einem Motor mit 140mOhm Kaltwiderstand, also 200mOhm warm. Nur in einem kleinen Bereich gemäßigter Fahrt ist die Anker- und Kohlenbelastung ausgeglichen, Kaltwiderstand 70 mOhm. Das 19te Jahrhundert ist längst vorbei. Compoundmotoren sind Anachronismen.
Es ist so einfach umzustricken, ohne umzuwickeln.
Mit den Windungszahlen von Carsten baue ich den Regler am Schreibtisch. Übrigens der Gleiche, der in der Sagembox verbaut ist, nur ohne µP.

Das einzige, was ich nicht weiß: der Curtis hat Realaisausgänge und damit auch Eingänge. Gibt es Konstellationen, die einen Einsatz als reinen Controller, ohne Fahrtrichtungsrelais, erschweren?
es könnte sein, dass eine Relaisabfallzeit gemessen wird. Wenn die nicht stimmt, schaltet der Curtis ab oder ähnliche Scherze.
ist so etwas bekannt?

Also, nochmal Carstens Vokszählung:
Compound zweimal 480 Windungen zu 0,7mm Durchmesser, zweimal 14 Windungen zu 15mm² sagt das starke Pferd zu den Serienwicklungen.

12 Ohm und 9,5 mOhm, wenn ich mich rechte erinnere. 3 Ampere Compound, bis 300 Ampere Serie. macht je Wicklung 1440AW dauernd bzw.4200AW für wenige Sekunden.
ersteres völlig ausreichend für die Ebene. Wenn man will, kann man auch die Compoundwicklungen für einige Sekunden parallelschalten, dann sinds 2880AW.

Verlustleistungen: 108 Watt bzw 432 W Compound

423 watt errechne ich für die Serienwicklung bei 300 Ampere, wenn sie parallel geschaltet sind.
Das starke Pferd sagt nein, dann wären es 1692 Watt, was ich nicht glaube.

Die Wicklungen passen also perfekt zueinander, nur, ich würde unbedingt die Feldwicklung getrennt von einer einzigen Lithiumzelle ansteuern wollen., oder zwei Nicads.
Vier hintereinandergeschaltete Serienwicklungen haben 40mOhm und benötigen, 300 Ampere entsprechend, 150 Ampere bei gehörig erhöhtem Anfahrmoment (alles voll erregt). Bei 100 Ampere düfte das gleiche Anfahrmoment wie sonst bei 300 Ampere vorliegen, worauf ich mich wegen Kettenrissgefahr beschränken würde. Sprich, 4 Volt Spannung wären dann erforderlich.
Sonst 2 Volt, bei 200 Ampere maximaler Strombelastung. Vier 1,4mOhm-Mosfets für insgesamt 20 Euro können das. Für die Compoundspulen gibt es keine Probleme, außer bei Steigungen jenseits von 30%.

von Bernd Schlueter - am 01.03.2013 16:20

Unterschiedliche Angaben

Das starke Pferd, Mr. Ed, sagt, die Compondwicklungen hätten 18 Ohm. Was stimmt denn nun?
Carsten, miss doch mal. Dann hätten wir schon ein Problem mit dem Motor nur mit Compoundspulen. Der wäre zu schwach und benötigte eine Zusatzbatterie oder einen Spannungswandler für den Kavalierstart und am steilen Berg.
Mit der Hintereinander- und Serienschaltung sind wohl auch Kraut und Rüben quer durcheinandergewürfelt. Carsten, sprich ein Machtwort!
36 Ohm glaube ich nicht, 18 Ohm sind mir zu viel, 9 Ohm parallel wären super. Watt denn nu?

von Bernd Schlueter - am 01.03.2013 17:10

Re: Feldunsymmetrie und Folgen

Zitat
Der Reinhold Schebler hat einen Thrige umgebaut auf zwei gleiche Serienfelder, mit gutem Erfolg. Das war noch nicht ideal, die Feldschwächung durch einen Paralleltransistor fehlte bei hohen Drehzahlen. heute gibt es Elektronik und diese einfache Aufgabe, das Feld zu symmetrieren und so weit zurückzuregeln, bis das Wirkungsgradoptimum erreicht ist, ist heute keine Zauberei mehr.

Leute ich hab doch den Schebeler an Bord!!!

Mit den schlechten Nicd habe ich auf Strecke im offnen Targa und Cabrio von Frankfurt in den Westerwald über 60Km Strecke geschaft.

Und mit den durchwachsenen 7Blöcken waren (Randvoll) knapp über (ups zensiert) drin und den Feldberg hoch noch 30km/h (also Weiskirchen >Feldberg Eier braten > Weiskrichen 100NN auf 820üNN) mit einer Akkuladung "locker". Und das leider ohne Reku ;-)

Also ich denke er einen Haupschlußmotor-Umbau macht ist sicher erstmal gut bedient alles andere ist dann ein weiterer Schritt.

ps.: Ein dürchgehen habe ich bei leerlaufenden Motor nicht bestätigen können - also man muß dann schon ein Berseker sein, denn man merkt doch den Traktionsverlust - einmal vom Gas und dann nochmal und die Turbine hören - und klar ist die Sache

von thegray - am 02.03.2013 15:02

Re: Feldunsymmetrie und Folgen

Ja, super, der Motor ist eigentlich so schon optimal. Die Feldschwächung, Reku, durchgehbremse und relaisfreie rückwärtsfahrt, also voller Vierqudrqntenbetrieb, ergeben sich aber erst nach elektronischer Feldregelung. Außer der hohen Geschwindigkeit erreichst Du aber auch so schon alles.
Falls Du unbedingt die zulässige höchstgeschwindigkeit erreichen willst, brauchst Du nur über einen hochstromfesten Schalter einen ca 10 Milliohm - eisendrahtstück parallel zum Feld zu schalten. ja, der draht, den Du schon zum Einzyklieren verwendest. wenn Du den Spulen 30 Ampere klaust, reicht das schon.
Beim originalen Äll wird zum Schluss das Compoundfeld zur Geschwindigkeitsdrosselung und zur Riemensicherung voll aufgedreht. Wie man auf solch eine Idee kommen kann?
Ihr wisst ja, ich will alle vier Spulen hintereinanderschalten, dann aber nicht mit dem vollen Strom beaufschlagen, maximal 150 Ampere. Dann geht es aber schon senkrecht .den Messeturm hoch.
Also, wer wissen will, was ein symmetrisches Feld ausmacht, Oliver fragen.

Dass überhaupt diese Unsymmetrie und hohe Verlustleistung auftritt, beweist, dass der magnetische rückschluss über das Eisengehäuse unvollständig ist. durch Umwickeln nit Eisenblech könnte man, bei Erniedrigung der Stromaufnahme, das Anfahrdrehmoment ebenfalls erheblich erhöhen. wichtig für schwerere Kisten.
wir bei den Graupner-Schiffsmodellmotoren genauso gemacht.

von Bernd Schlueter - am 02.03.2013 15:26

Re: Thrige Kohlenabnutzung evtl ReKu?

Zitat
inoculator
Moin zusammen,

These:
Der Verschleiß kommt doch durch das abgeschaltete Compoundfeld.

Ich habe bisher immer den Fall des Beschleunigens vordergründig betrachtet.
Was ich immer wieder übersehe, .....

Carsten
Gruss

Nachtrag: Durch den höheren Federdruck der neuen Federn, war die Fahrt heute Morgen ohne irgendwelches Bürstenfeuer.
Das Rubbeln beim Anfahren ist wieder weg.
Wenn die neuen Kohlen kommen, werde ich sehen, ob durch den höheren Druck auffällig mehr Abrieb entsteht.


Carsten was du übersiehst das wir wegen Kohlenverbrauch auf zwei Polen und immer stärker zuckenden Motor auch schon mal - und ich damals 2mal betont hatte gegen deinen Ausführungen insestierend, das ich den Schebler Hauptschluss-Motor habe ....

Somit fällt das eigentlich fast aus. (in bezug beim Scheblermotor)
Ich gehe von aus das es erlamende Federen sind in Verbindung das die Kohlenhalter verformt/zu eng sind - bzw. Thermisch oder Schmutz zueng werden. Dann verstärketes Kohlenfeuer zu verstärktem Verschleiß bis zu Vervormung des Halteres und "Ausglühen" der Feder geht - dann erst wird einem Alltagsfahrer das Zucken beim Beschleunigen mit 50-100% erst richtig auffallen.

Nach nachbau/umbau von anderen Federen und starkes auffeilen der Halter, so das deutlich Spiel ist - war bis zum Unfall kein zucken mehr angsagt.

von thegray - am 02.03.2013 15:27

Re: Feldunsymmetrie und Folgen

Zitat
Falls Du unbedingt die zulässige höchstgeschwindigkeit erreichen willst


Bernd ich werde dich nicht beleidigen wollen - mein Freund.
Aber unter Freunden würde ich dir jetzt ins Gesicht sagen : ...Tickst Du noch .....

ich denke eine 48V Nicd Kiste ohne Strombegrenzer geht um die 70 ( ich weis es nicht ich habe es nie Testen können) - und nach dem mit der Vorderachse ....und ich nicht der einzige war - denke ich.
So ohne eine komplette Neukonstuktion der Vordeachse - Feldschwächung für noch mehr Speed :rolleyes: herje Dauergeschwindigkeiten pah die meisten die einen achsbruch hatten egal ob Kronrohr oben oder unten oder den Achszapfen - frag die mal was wohl statt bei 30-40 mit 50-70 und evtl Kurvenfahrt gewesen wäre nicht mehr viel behaupte ih mal - also eher in Richtung Asche

Nein keine teuren Kosten/Folgeschäden - ich meine die andere

Asche - die in der Urne.

von thegray - am 02.03.2013 15:36

Re: Feldunsymmetrie und Folgen

Zitat
Messeturm hoch. Also, wer wissen will, was ein symmetrisches Feld ausmacht, Oliver fragen.


Ach zur Vollstandigkeit.

Beim Schebler-Thrige sind die 4-Feldspulen 2s2p > Anker verschaltet.

Und meine Fahrangeben sind mit einem Standard-Riemen gemacht.

von thegray - am 02.03.2013 15:44

Re: Feldunsymmetrie und Folgen

Klar, ich setze 4 Spulen hintereinander. Das gibt notfalls noch mehr Feld...
Anzugsstark ist Deine Kiste damit, und sparsam, auch bei höherer Geschwindigkeit, im Gegensatz zum originalen Verbau und die Kohlen halten auch optimal lange. Was aber sein kann, dass Du nicht die volle Geschwindigkeit erreichst. Ist das so, oder? Es klingt so, als wenn das Gegenteil der Fall wäre. Ich denke jetzt daran, wenn man beim originalen das Compoundfeld bei hoher Geschwindigkeit abschaltet. Dann wirst Du schnell, hast hohe Verluste und schnell abgenutzte Kohlen. Wenn Deine Kiste trotzdem schnell fährt, hast Du das optimale Fahrzeug.

von Bernd Schlueter - am 02.03.2013 20:08

Alternative zum Spulentausch

Wer keine Reku möchte, den Richtungswechsel weiter mit dem Relaisgeklacker vornehmen möchte, der kann auch über eine simple Compoundansteuerung über einen Transistor die Felder fast im ganzen Fahrbereich aneinander anpassen, was dann Fahreigenschaften genau wie bei Olivers Reinhold-Schebler-Motor ergibt. Als Verfeinerung könnte man noch eine leichte Krümmung in die Steuerkurve zur Effizienzoptimierung einbringen und eine Riemenabrisssicherung anbringen.
Dann würde ein simpler, von einem OP angesteuerter Mosfet die Amperwindungen von Feldwicklung und Compound auf immer die gleiche Größe bringen.
Ein Speedwiderstand würde dann einfach zur Feldwicklung parallel gelegt. Oliver ist aber, wie er sagt, mit Stromverbrauch und Höchstgeschwindigkeit auch ohne Feldschwächung vollauf zufrieden.
Also, ich meine, Ihr solltet den Oliver, so gut es geht,. löchern. Anschließend zum Bahnhof rollen, wo er dann zwischen lauter Emmentalern überhaupt nicht mehr auffällt.
Mir wäre die Umwickelei zu aufwendig, aber da hat schließlich jeder seine Prioritäten.
Ohne Compoundfeld fahren, ist jedenfalls der Unsymmetrie zuviel. Dann stimmen weder Polwendezeitpunkt, noch wird die zweite Hälfte des Ankers ausgelastet. Ein dickes Blech außen eng um das Gehäuse über die Pole wickeln, hilft übrigens auch schon. Auch, wenn man ganz ohne Compoundfeld fährt.

von Bernd Schlueter - am 04.03.2013 12:42

Re: Feldunsymmetrie und Folgen

ähmm....

84, Oliver, 84 sind es ;-)

:hot:

von inoculator - am 04.03.2013 12:44

Re: Thrige Kohlenabnutzung (neuer Fall)

Moin zusammen,

ich hatte am Wochenende einen neuen Fall von "Plasmafeuer" im Thrige bestätigt.
Während ich die Haupstromverkabelung eines ELs neu machte, wurde auch der Compound wieder voll aufgelegt.
Während der Debatte um Geschwindigkeit und Folgen der Compound reduktion, beschrieb ich die bekannten Folgen, und bekam plötzlich die Antwort:

"Ja, mir ist auch schon der Kohlenhalter abgefackelt. Der Motor ist seit über einem Jahr in Reparatur."

Naja, mal abgesehen von der Reparaturzeit, ist es schon erstaunlich, immer wieder die reine These der asyncronen Feldes auf diese spektakuläre Weise bestätigt zu bekommen.

Nicht daß ich jemanden damit nerven möchte, ich will nur mit dem Finger in einer Wunde bohren, die mir als "Humbug" entgegnet wurde.

Also Thirge Fahrer: Finger weg vom reduzierten Compound. Es mag eine Zeit gut gehen, aber wenn es zuschlägt, dann zerlegt es den Schild mit den Kohlenhaltern des Thrige. Und ich will nicht unerwähnt lassen, wie schwer es ist, an Ersatzteile zu kommen.

Ich warte mittlerweile auch über 2 Jahre auf meinen "neuen" Schild.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 24.06.2013 05:46

Re: Thrige Kohlenabnutzung (neuer Fall)

wenn man wirklich mit dem thrige schneller fahren will gibts dann ja doch die möglichkeit am Strombegrenzer zu arbeiten und /oder die Spannung zu erhöhen

von Christian s - am 24.06.2013 08:31

Re: Thrige Kohlenabnutzung (neuer Fall)

Hallo,

der Strombegrenzer hat nichts mit der Endgeschwindigkeit zu tun.
Die Spannung ist richtig. Je höher, desto flitz.

Beim Thrige muss man halt aufpassen, daß die Kohlen nicht dauerhaft über 40A/Kohle -oder 80A im Strang; belastet werden.
Bei Spannungserhöhung muss man darauf achten, daß die Drehzahl richtig gewählt wird -bis 12.000rpm kann er, wenn Lager in Ordnung sind und der Kollektor rund läuft.
Zu viel sollte man dem für 36V ausgelegten Thrige aber auch nicht zumuten.
72V nominal sollten IMHO die Obergrenze sein.

Der Thrige ist ein sehr guter Motor. Er wird halt in einigen Versionen des ELs kritisch an der Grenze betrieben. Und wenn dann noch der Besitzer "noch ein wenig tunen" will, ist es schnell vorbei.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 24.06.2013 11:08

Re: Thrige Kohlenabnutzung (neuer Fall)

Zitat
Christian s
wenn man wirklich mit dem thrige schneller fahren will gibts dann ja doch die möglichkeit am Strombegrenzer zu arbeiten und /oder die Spannung zu erhöhen


Hauptschlussmotor ->Compuntfeld Raus; zweites Feldpaar rein.
Im Stand mehr Drehmoment.
In Fahrt mehr Speed.
Weniger Strom - Mehr Wirkungsgrad.

Ist aber nur für die interessant die 50 und mehr eingetragen haben und großes Kennzeichen, denn das Speedkit wenn auch umschaltbar ist dann wirkungslos. Somit auch nicht einfach wieder zu (de)aktivieren.

von thegray - am 24.06.2013 16:59

Re: Thrige Kohlenabnutzung (neuer Fall)

Hallo Oliver,

ich habe 63km/h eingetragen.
Der Umbau des Motor"s hört sich ja recht einfach an!!

Wer macht sowas?

mfG
Peter

von Peter End. - am 24.06.2013 20:46

Re: Thrige Kohlenabnutzung (neuer Fall)

an meinem strombegrenzer Version 1 ? ist aber ein poti der sich auf die endgeschwindigkeit (Hastigkeit) auswirkt. ( siehe dänisches werkstattbuch ) Es kann jeder der vorsichtig mit dem Gasfuß ist dies auch bei ausgestecktem Strombegrenzer versuchen . wie schnell er mit vollem Compoundfeld wird. (wäre interessanter Feldversuch)

von Christian s - am 25.06.2013 08:39

Re: Thrige Kohlenabnutzung (neuer Fall)

Hallo,

ob Regler oder nicht auf der Strombegrenzung - zur Geschwindigkeitserhöhung taugt der nicht:
Die Serieneinstellung ist 90A. Die 90 A zieht der Motor bis gut zur Hälfte der Vmax. Danach sinkt der Strom wieder ab. D.h. die Höchstgeschwindigkeit wird deutlich unter dem Maximalstrom erreicht. Hochdrehen der Strombegrenzung nützt also nichts. Der Geschwindigkeitsregler auf der Strombegrenzerplatine dient allenfalls - in Grenzen - zur Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit.

Grüße

Lothar

von el3331 - am 25.06.2013 22:07
Also irgenwie verstehe ich das alles nicht nicht. Ich habe bei meinem originalen T. bei 50 km/h auf der Geraden eine Stromaufnahme von 30 -40 A. Beschleunigung von 0 auf 74 verzerrungsfrei und von 110 A auf 30 A(45 km/h) wieder auf 45 A.
Aber was ich auch nicht verstehe ist das nach dem ich 10tkm auf 46 Volt gefahren bin so mir nicht dir nichts auf einmal die 100A Sicherung durchschmorte. Also nicht durch einen Defekt sondern einfach durch kontinuierliche Überlastung und mechanische Beanspruchung, war gerade mal wieder nur mit 2 Rädern um die Kurve und hatte gerade wieder vollen Bodenkonntakt als die Leistung vom Motor ausblieb.
Nun aber das was mir nicht so ganz klar ist, warum fährt mein Kleines nach dem Umbau auf einen 10 Quadraht plötzlich schneller. Und bei gleichbleibenden Stromwerten ist auch die Beschleunigung so angestiegen das ich Angst um das Profil der Hinterrades habe, oder anders meine 70 und die knapp 50 kg an Batterien reichen nicht um die Kraft auf die Straße zu bringen. Bei Temperaturen oberhalb der 15 Grad schaffen meine 15 100erter Blöcke und dahinter alles Original bis auf die Sicherung nun Geschwindigkeiten von weit über 70 km/h. Das geht jetzt sogar soweit das ich einen LKW der mit 65 km/h unterwegs ist auch schon mal überhole.
Also was ist passiert durch den Außtausch auf den dicken "Sicherungsdraht"?
Gruß Uwe

von Helixuwe - am 26.06.2013 05:26

Re: Thrige Kohlenabnutzung (neuer Fall)

stimmt . u die kann ev rückgängig gemacht werden. Wennich da srichtig verstanden habe nimmt der eine strombegrenzerpoti einfach etwas vom gaspoti weg . . im prinzip so wie wenn man einen anschlag am Gaspedal hätte.

von Christian s - am 26.06.2013 09:02

SUB: Funktionsweise Strombegrenzer

Moin,

Der Strombegrenzer arbeitet mit einer PWM -ähnlich, wie der Curtis.

Dabei werden zwei Spannungen verglichen:

1. die Shuntspannung -also das Äquivalent zum Fahrstrom;
2. die Poti Spannung -also die Einstellung am Begrenzerpoti.

Solange (1) kleiner (2) ist, passiert gar nichts.
Sobald (1) größer (2) ist, beginnt die PWM zu arbeiten.

Ähnlich, wie beim Gasgeben, erhöht sich das PWM Verhältnis, je weiter die Differenz zwischen (1) und (2) ist.

Das PWM Signal steuert einen Transistor an, der einfach parallel zum Fahrpoti geschaltet ist.
Mit jedem Impuls schließt er das Fahrpoti kurz.

Da für das Fahrpoti gilt: 0Ohm = kein Gas und 5kOhm = Vollgas, wird also mit jedem Impuls des Begrenzers einmal 0Ohm = kein Gas getaktet.

Die Regelstrecke des Curtis ist gedämpft und so sieht es für das Gesamtsystem aus, als würde der Fahrer nur etwas "Gas" wegnehmen.

Beim Anschluss des Strombegrenzers sind 2 Dinge zu beachten:
Polung von Rot und Gelb (Fahrpoti) und
Polung Grau und Weiß (Shunt)
Ist eine oder beide vertauscht, funktioniert der Strombegrenzer nicht.
In beiden Fällen nimmt der Strombegrenzer keinen Schaden. Einfach wieder richtig anschließen, und alles ist gut.

Hope it helps

Carsten

von inoculator - am 26.06.2013 09:25
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