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elweb
Beiträge im Thema:
19
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
laase, inoculator, Hobbyschrauber Mario, Bernd Schlueter, el3331, Bernd Schlüter

Höchstspannung Curtis 1204

Startbeitrag von laase am 18.06.2013 08:11

Liebe elektrische Zeitgenossen,
wegen eines Zweiradprojekts mit vorhandenem Curtis 1204 ("48V 275A") und Perm PMG132 frage ich mich, wieviel Spannung der Curtis maximal verträgt.
Ihr wisst das doch sicherlich sofort ?! ;-)

In einem ersten Ansatz habe ich ein einstellbares Netzgerät (max 100V 300mA) rangehängt und ab 57V aufwärts langsam und vorsichtig die Stromaufnahme auf Abweichungen von einem linearen Verhalten kontrolliert. Bei 57V waren es ca. 260mA; bei 70V setzte das Netzgerät (thermisch) aus, da 310mA überschritten wurden. Von daher würde ich 70V als "Mindestobergrenze" ansehen. Könnt ihr da zustimmen? Was sind für Elkos, MOSFETs, Surpressordioden drin; kann der 48V Curtis auch über 75V?

Danke, Lars

Antworten:

Vertragen sollte er bis 80V -wenn es ein GK Umbau ist.
Ansonsten müssten 60V Elkos drin sein.
Aber im Stillstand bis 65V sollte kein Problem sein (Ladeschlusspannung)

von inoculator - am 18.06.2013 09:52
nee, ist kein Umbau. Alles orig.
Warum kann der nicht höher als 60V? Nasse Bleier werden doch "von Haus aus" schon bis zu 16V je Block geladen?!
War das nicht der 36V Curtis, der (ohne evtl. Surpressordiode) wegen Mosfets und Elkos nur bis 55/60V konnte?
Zumindest 48V DCDC Wandler haben oft einen zulässigen Eingangsbereich bis 72V oder gar 75V.

von laase - am 18.06.2013 10:04
Curtis 1204-4 | 275A 2min /125A konstant (Unterspannung bei 21 Volt)


Es kann sein das die Elko,s nur bis 63 Volt ausgelegt sind, was wiederum dann das aller äußerste wäre.

Zu verbauten Supressordioden kann ich nur wenig sagen, aber ich Vermute das mit einer minimalen Duchbruchspannung von ca.60V zu rechnen ist.
( es kann auch sein das die schon wesentlich früher reagieren)

Deswegen würde ich die Grenze bei ca. 57 Volt Betriebsspannung ansetzten.

wiederum kann ich nur wenig zur Ladespannung sagen.

von Hobbyschrauber Mario - am 18.06.2013 10:22
hm... wenn Du das alles weißt, wieso fragst Du dann??

Blei mit 16V zu versorgen -"von hause aus"; empfinde ich als "obsoleszens by manual"

Allerings kann es ja sein, daß meine Erweiterung mit dem Hinweis auf "Umbau" etwas irritierend platziert war.
Auch ein "orginal" 48V Curtis sollte die 80V halten können.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 18.06.2013 10:38
Danke Euch!
Ich sehe schon, die Fraktion der "ca. 60V"-Befürworter ist groß.
63V Elkos hieße dann maximal 17 LFP-Zellen mit Ladeschlußspannung 3,6V.
Höchste Nenn-Betriebsspannung wäre dann 54,4V.

Dann bleibe ich doch bei meinen 16 Zellen und dem ganzen vorhandenen 48V Equipment. Die eine Zelle mehr lohnt dann auch nicht. Zumindest wirtschaftlich nicht. 20 Zellen oder so wären natürlich schon interessant gewesen ...

von laase - am 18.06.2013 10:51
Oh, Entschuldigung Carsten,
unsere Beiträge haben sich überschnitten!
Nein, ich weiß einiges zu Elektronik, aber leider zu wenig vom Curtis speziell. Will den auch nicht auffräsen und nachschauen. Alles andere waren nur meine Überlegungen und eben kein sicherer Stand ...
Kennst Du jemanden, der einen originalen 48V-Curtis und Perm PMG132 mit mehr als 60V betreibt oder betrieben hat?

von laase - am 18.06.2013 10:57
Ich
;-)

Einen 1205-R 48V

[elweb.info]

Der macht sogar bis 87V Overvoltage. Allerdings ein ReKu. Daher weiß ich nicht, ob der eventuell wegen der ReKu höher dimensioniert ist.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 18.06.2013 12:33
Hi Carsten,
hätte ich mir ja eigentlich gleich denken können ;-)
Dann werde ich mich vorerst mit der Geschwindigkeit von 48V zufriedengeben und später dann, wenn mir das mal zu langweilig wird, auf einen anderen Curtis umbauen. Oder den Curtis umbauen.

@Gesetzeshüter und Mitleser: keine Angst, ich spreche hier von einer Kettenübersetzung von 10 zu 58; es bleibt also alles noch langsam genug ;-)

Viele Grüße, Lars

von laase - am 19.06.2013 00:50
Was soll der Unsinn? Unter Belastung gelten ganz andere Regeln. Transistoren vertragen oft ohne Stromfluss 300 Volt, sterben unter Belastung aber sofort bei 100Volt. Bei Elkos ist schon die Nennspannung zu viel. Auf dem Curtis steht, wieviel er bei der angezielten Sterberate verträgt. Jedes Volt mehr erhöht die Ausfallwahrscheinlichkeit entsprechend.
Wer raucht, fällt auch nicht sofort tot um, aber verkürzt im Mittel seine Lebenszeit gehörig.
Rauchen im Zittiäll sollte eh verboten werden.

von Bernd Schlueter - am 19.06.2013 09:03
Wo finde ich jetzt den konstruktiven Inhalt deines Beitrages, Bernd?

Ich nehme mal an, Deine Aussage basiert auf den fundierten Messprotokollen der Ausfälle von 42V Umbauten der 36V EL's ?
[elweb.info]

*KOpfschüttel*

von inoculator - am 19.06.2013 09:21
@lasse

5,8 :1 beim Perm ?

Viel Drehmoment für einen Perm !

ca. 108 Nm am Rad ist ein ordentliches Drehmoment bei 100A !

Das dürfte jedenfalls die Batterien etwas schonen, wenn du dann noch mit 48-60 Volt unterwegs bist.

Ab einen Drehmoment von ca. 60 Nm kann das Hinterrad bei Regen sehr schnell durchdrehen.

Meine Lösung

Bei mir hat sich das nach dem Einbau der Vulkulankupplung fast komplett gelegt.

von Hobbyschrauber Mario - am 19.06.2013 12:14
Hallo Mario,
ist nicht fürs El, hatte ich ganz oben geschrieben: ein Zweiradprojekt. Dafür ist es fast schon wieder zu wenig, wenn man bedenkt, mit wieviel Nm eine moderne Enduro im 1. Gang den Sand umgraben kann. Aber macht trotzdem Spaß! ;-)
Es geht hier eher wieder um das alte Lied: Brauchen E-Motoren ein Schaltgetriebe? - Nein, Schaltgetriebe braucht man bei E-Motoren nicht- könnte man aber- und hätte dann neben Nach- auch Vorteile. .. (was ja prinzipiell auch fürs El zutrifft, nur fällt das dort kaum häufiger als an der Ampel auf)
Momentan kann man mit dem Hobel schön langsam fahren, aber eben schlecht schneller. Mit festen 3:1 könnte ich schön schnell fahren aber schlecht langsam (so, wie es beim El ist). Da langsam Fahren momentan wichtiger erscheint, etwas mehr "Reserve" bei Vmax aber auch nicht übel wäre, dachte ich natürlich an das Hochsetzen der Spannung.
Wenns denn aber gleich neben neuem Ladegerä und mehr Zellen auch noch neuen Curtis bedeutet, so vertage ich das angesichts der abklingenden Saison auf später.
Viele Grüße, Lars

von laase - am 21.06.2013 20:49
Wobei der Strom bei sehr langer Übersetzung auch immer hoch schnellt.

Ich würde dir zu 58:13 raten also 4,4615:1 .

ich denke es ist bei 48 Volt ein guter Kompromiss.

Sollten es, aber 60 Volt werden wird es ein wenig interessanter mit der Übersetzung.

Wenn ich mich nicht irre, sollte man mit den Übersetzung gemütlich Landstraße fahren können. :D

Tipp:

Beim testen Sollte eine flache Stromanstiegsrampe genutzt werden.

Viel Drehmoment von unten raus kann auch Nebenwirkungen haben z.B. ein Abhebendes Vorderrad :hot:

von Hobbyschrauber Mario - am 21.06.2013 22:46
Zu den statischen Spannungsmessungen: Die Transistoren halten statisch vermutlich auch 150 Volt aus, im Betrieb schlagen sie sofort durch. Das kommt Dich zu teuer, wenn du an die 63-Volt-Grenze der Elkos gehst. Es sind genug Erfahrungsberichte im Forum.

von Bernd Schlueter - am 22.06.2013 20:54
Hallo,

- ohne Gewähr -
ich meine mich zu erinnern, die Spezifikation des 1204 wäre 36 - 72 V. Damit sollten in der Spitze mind. 84 V möglich sein. (z.B. 72 V NiCd = Leerlaufspannung bei vollgeladenen Akkus 84 V.)

Grüße

Lothar

von el3331 - am 22.06.2013 22:01
Hallo Lothar,
sorry für meine späte Antwort; bin gerade auf längerer Urlaubsreise. Hast Du vielleicht eine Quelle für die 36-72V ? Ich habe so was nämlich nirgends gefunden.
Danke und viele Grüße, Lars

von laase - am 07.07.2013 20:37
Schau mal auf die Kondensatoren. Merke: die Nennspannung sollte im Betrieb deutlich unterschritten werden. Es gibt allerdings den Curtis für höhere Spannungen. Der heißt nur anders. Mit dem Umbau von Gero geht es allerdings. Der hat sogar eine Preisliste.
Gero ist da flexibel. warum sollte er auch schlechtere Mosfets in das 1204 einbauen, wenn er bessere Halbleiter und bessere Kondensatoren hat?. Ich frage mich nur, warum niemand etwas am Thrige ändern will. Der hat sooo große Reserven! Vor allem, was den Wirkungsgrad angeht. Reku dann obendrein.

von Bernd Schlüter - am 08.07.2013 15:19
Hallo,

ich habe nochmal überlegt und auch etwas gesucht, aber eine Quelle für die Höchstspannung habe ich nicht gefunden. Es kann auch sein, dass eine Verwechslung bei mir oder der damaligen Quelle vorlag, ist auch bereits mehrere Jahre her:
Es gibt den 1204 für 24-36, 36-48 und 60-72 Volt, offensichtlich aber nicht für den gesamten Bereich gleichzeitig. Es gibt eine Überspannungsabschaltung, aber wann die erfolgt, steht nirgends.
Mein alter 36-V-Curtis schaltete bei mehr als 49,2 V ab, analog dürfte der 48-V-Curtis bei ca. 65 V abschalten. Kaputt gehen wird bei Überschreitung so bald nichts, immerhin beträgt die Ladespannung bei der Wartungsladung für 48-V-NiCd-Systeme bis zu 72 V. Nur fahren geht nicht.

Aktuelle Manuals und Datasheets (englisch) gibt es bei Curtis - curtisinstruments.com -, eine ältere Version (auch englisch) habe ich bei bineco.dk/ellert/ gefunden.

Grüße

Lothar

von el3331 - am 08.07.2013 20:30
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