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elweb
Beiträge im Thema:
16
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, el3331, R.M, Sven Salbach, d!rk, Bernd_M

Perm-Experten gefragt - extreme Anfahrschwäche

Startbeitrag von el3331 am 01.07.2013 19:47

Hallo,

seit kurzem habe ich 48 V im El, trotzdem komme ich an der Ampel nicht vom Fleck; besonders kritisch ist der Versuch, am Berg - z.B. Parkhausrampe - anzufahren: im Parkhaus unseres Einakufszentrums steht die Ausfahrtschranke am oberen Ende der Rampe. Dahin komme ich locker mit etwas Anlauf; danach brauche ich nur eine El-Länge zu überstehen, dann wirds eben. Für diese 2,70 m brauche ich fast 30 sec.
Ich habe dabei mal auf das Amperemeter gesehen: gerade mal 40 A. Das bleibt auch so, solange die Geschwindigkeit unter Fußgängertempo ist. Erst ab ca. 10 km/h steigt der Strom und ist erst bei ca. 25 km/h bei Vollstrom (120A).
Ist dies Verhalten Eigenschaft des Perm oder ist da irgendwo was verstellt? Wenn ja, was dürfte man max. einstellen? (Ich habe die Strombegrenzung Serie 4; Dampfrad ist nicht angeschlossen.)

Grüße

Lothar

Antworten:

Hallo

Ist so, dagegern hilft nur kürzere Übersetzung und höhere Spannung wenn die Endgeschwindigkeit gleich bleiben soll.

Was zu probieren wäre ist ein anderer Controller bzw. eine zusätzliche Induktivität.

Gruß

Roman

von R.M - am 01.07.2013 20:16
Was nimmt man als Zusatz-Induktivität, Roman? Die Bochumer hatten zwei Luftspulen in ihrer Rappelkiste liegen. So ein knappes Kilo Kupfer, schätze ich.

von Bernd Schlueter - am 01.07.2013 21:15
Hi

warum ist das so beim Perm (Scheibenläufer)?
Beim Thrige (Compoundmotor) ist das nicht so?

Bin gerade selbst zu faul zum Denken...

Gruß

von d!rk - am 02.07.2013 11:01
Nur Vermutung, Roman weiß es besser: Der Perm hat eine für das Curtis-controller eine zu geringe Eigeninduktivität. Das liegt an der zu niedrigen Taktfrequenz des Steinzeit-Curtis.
Der Strom steigt bei niedriger Drehzahl zu schnell an, sodass dieser in die Strombegrenzung kommt und nicht die volle Millisekunde Taktzeit anliegt. Der Thrige mit seinen massiven Eisenmassen glättet die Stromimpulse dank Eigeninduktivität. Fährt das Cityel schneller, steigt die Taktfrequenz, die unerwünschte Erscheinung verschwindet.
Autoschlosser sind Faulpelze und sparen gerne die erforderliche PWM-Wandlerdrossel und vertrauen darauf, dass die schon im Motor steckt. Denkste, reicht nicht immer.
Das Curtis ist ein PWM-Wandler.

Zeitgemäße Hersteller mit höherer Taktfrequenz

von Bernd Schlueter - am 02.07.2013 11:50
Hallo

Richtig der Strom steigt so schnell daß der Curtis in die Begrenzung geht, der Batteriestrom sagt aber nichts über den Motorstrom. die 40A Batteriestrom entsprechen also bis zu 200A Motorstrom.

Das Drehmoment ist also vorhanden, nur mit der Drehzahl happerts etwas.

Gruß

Roman

von R.M - am 02.07.2013 16:30
hallo,

was mich wundert: den Umbau habe ich nach einem über eine Woche dauernden Test mit einem Händler-El machen lassen. Das lief mit 16x100 AH Lithium und gleicher Übersetzung, natürlich mit BMS und Strombegrenzung nur durch dieses. Damit hatte ich eigentlich keine Probleme beim Anfahren, nach ganz kurzem Zögern gings sofort voll zur Sache - am Berg habe ich allerdings nicht getestet. Eingestellter Maximalstrom war 130 A.
Natürlich sind die NiCds schwerer, aber das sollte eigentlich nicht der Grund sein.

Grüße

Lothar

von el3331 - am 02.07.2013 19:56
Nein, das hat keinen Einfluss. Vielleicht taktet der Curtis vom Händler schneller?
Wenn Du vorher 36 Volt hattest, hatte der Perm etwas mehr Durchzugskraft, nur bei langsamer Fahrt. Ich vermute, ein Curtis tickt anders, ob er einstellbar ist, weiß ich nicht.

Erklärung: das Ein- und Ausschalten des Curtis geschieht jetzt mit 48 Volt, knallhart. Das entspricht aber einer Wechselspannung von 12 Volt, die Magnete und eisenjoch des perm nicht durchdringt. Sozusagen kurzschluss, der Strombegrenzer schaltet gnadenlos ab, obwohl der Durchschnittsstrom nur 40 Ampere beträgt.

Abhilfe: Eine Drossel aus einem alten Transformator, der ein paar Windungen fetten K. das glättet den Strom und Spitzenstrom wird gleich Durchschnittsstrom.Kupferdraht verpasst bekommt

Bisher war die schädliche Wechselspannung niedriger, weil Deine Batterien in die Knie gingen.
Die Trafospule glättet ein wenig, auch der unvermeidliche, schädliche Spulenwiderstand hilft mit, den Spitzenstrom abzubauen. Also, einen Netztrfo abwickeln und mit fetten, parallelen Kupferwindungen versehen, das hilft. in Reihe zum Perm, natürlich. Auch die Kohlen werden so geschont. Der Herr Nestmeier hatte davon offensichtlich keine Ahnung. Seine Berater auch nicht.
Deswegen brauchst du nicht unbedingt einen Kelly oder 4QD, aber die Reku für relativ wenig Geld ist schon was Feines. Der Kelly ist auf den perm zugeschnitten. Ich schätze mal, 25 bis 30 kHz Schaltfrequenz, beim Curtis fängts bei 1,5 kHz an. Schon den Thrige ärgert das.
Aber die Spule tuts auch. Trafokern: aus dem hohlen Bauch, für 30 Watt und mehr??
Im Profil stehen zwei Kontaktmöglichkeiten. Rechne ich dann aus. 12 Volt, die Taktfrequenz müsste ich einifgermaßen wissen. 1,5kHz?? Welcher maximale Dauerstom fließt durch den Perm?
150 Ampere oder 200? 5 bis 10 Windungen?
Ja, verstehe ich, dass Du die Welt nicht mehr verstandst...

Mit den angenommenen Daten müsste auch ein eng gewickelter Spulenknubbel aus 5 Meter Kupferdraht von mindestens 20 mm² Querschnitt reichen, besser mehrere Drähte parallel, 2 mal 10 oder so...Also, Luftspule. Hat dann 5 mOhm Verlustwiderstand. Besser doppelter Drahtquerschnitt.

von Bernd Schlueter - am 03.07.2013 15:19
Hallo,

also der Unterschied im Verhalten des Händlerfahrzeuges zu meinem ist eindeutig vorhanden, dieses verhielt sich völlig normal: zügiges Anfahren mit gefühlt maximaler Leistung, meins dagegen sehr zögerliches Anfahren und das ganze gefühlt besser mit wenig "Gas" als mit Vollstoff. Alles besonders störend bei ganz vollen Akkus, je leerer, desto weniger fällts auf.

Das Händlerfahrzeug ist garantiert 100% serienmäßig ohne irgendwelche Umbauten; mein Curtis ist ein von Gero modifizierter.

Wenn ich das Curtis-Manual richtig verstehe, taktet der mit 15 khz konstant, daran lässt sich nichts einstellen, nur bei Annäherung an die thermische Leistungsgrenze taktet er herunter.

Grüße

Lothar

von el3331 - am 08.07.2013 21:34
Hallo

Stell doch einfach mal die Anfahrrampe steiler ein, vielleicht liegts daran.

Gruß

Roman

von R.M - am 08.07.2013 22:01
15kHz, ja, das reicht. Dann hat der Gero vermutlich die Rampe mit dem Poti auf langsam gestellt?
Irgendwo ist beschrieben, wo man genau einstellt.

von Bernd Schlueter - am 09.07.2013 18:26
Hallo,

ich hätte eher gedacht, dass ich die Rampe auf langsamer stellen müsste - wenn der Curtis in die Begrenzung läuft.
Ich habe heute nochmal intensiv darauf geachtet: Wenn ich mit ganz wenig "Gas"anfahre, beschleunigt er besser und ich kann sehr viel früher auf volle Leistung gehen. Fahre ich von Anfang an mit voller Leistung los, bleibt er ziemlich lange zäh, erst bei über 40 km/h gibt es praktisch einen Ruck und es geht zügig weiter.

Grüße

Lothar

von el3331 - am 09.07.2013 19:24
Ich bin eigentlich nicht gefragt (kein Perm-Fahrer)
Aber hast schon mal die Strombegrenzerplatine abgezogen um zu prüfen wie der Perm sich dann ohne verhält ?
Leicht durchzuführen ..... kurzzeitig ohne negativen Auswirkungen..... schließt zumindest eine Fehlerquelle aus.

Roman meint wahrscheinlich dies ,mit "Rampe" einstellen.
[elweb.info]

Bernd M

von Bernd_M - am 09.07.2013 21:53
Ja, gute Idee. Das mit dem Ruck und zügigern Beschleunigen beim langsamen Gasgeben ist nicht normal. Da ist was über den Jordan, wenn nicht sogar über Euphrat und Tigris.

von Bernd Schlueter - am 11.07.2013 21:20
hast Du jeamanden it einem osziloskop in Deiner Gegend?

von Sven Salbach - am 12.07.2013 06:00
verwerf das wieder :-)
Hate zu spät mitgelesen...
R.M. Antwort passt wohl schon

von Sven Salbach - am 12.07.2013 10:16
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