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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
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Bernd Schlueter, Hobbyschrauber Mario, Bernd_M, R.M, Bernd Schlüter

Verbundliches (Compoundmotoren)

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 15.07.2013 12:56

Cityelbesitzer sind historisch orientierte Personen. Sie lieben die Steinzeit und je mehr Steine, desto lieber. Es soll noch andere Exemplare von dieser Sorte geben.
Also, sie sind nicht davon abzubringen, ihren Motor im ursprünglichen, angebetenen Zustand zu erhalten, statt ihn umzuwickeln und was Modernes daraus zu machen.
Aber Babies brauchen eben ihren Schnuller und die Steinzeitmenschen ihren Compound.
Einen Vorteil haben die Dinger ja, sie halten den eingebauten Bordcomputer des Fahrers fit. Will der seine Kohlen schonen und effizient fahren, muss er nämlich pausenlos und an jedem Hügel und an der Ampel nachdenken, ob er nun das Compoundfeld einschalten soll und wieviel Gas er geben darf.

Immerhin, das kann man auch automatisieren, mit einem Geschwindigkeitsmesser, der schaltet, wenn es sinnvoll ist.


Soviel schonmal für alle Zeiten:
Das Compoundfeld ganz ausschalten, ist das Dümmste, was man machen kann. ungleich abgenützte Kohlen, weniger Reichweite und eine höhere Stromrechnung sind die Quittung.


Nein, für solche Späße ist auch der Anker nicht gewickelt, der will einfach vier gleiche Felder.

Jetzt für die Rennfahrer unter Euch, und das betrifft schließlich alle von Euch:

Vernünftig fahren , auch schnell, geht auch mit dem Compoundmotor. Nur, wer schneller will als erlaubt, der schalte auf keinen Fall das Compoundfeld ab und setze den (Verlangsamungs-) Speedwiderstand wieder ein, der MUSS bleiben. Dafür schwäche er moderat (!!) das Serienfeld, indem er einen Serienwiderstand von 20 bis minimal 5 Milliohm parallel schaltet, also an D1 und D2. Den bitte automatisch ausschaltent, spätestens, wenn 40km/h unterschritten sind, oder ein Berg Euch begrüßt. Ich verlasse mich da gar nicht auf Euch und möchte keine qualmenden Motoren und heißblütige Curtisanen sehen.
20 Milliohm. Wie? Über einen knallroten, blinkenden Schalter direkt vor Euch abschaltbar. 5 Meter billiges Nymkabel 3X1,5mm² aus dem Baumarkt, alle drei Leiter parallelgeschaltet. Je kürzer das Kabel, desto schneller. Aber wenn Ihr übertreibt, tun sich gewaltige Jagdgründe auf, wo die Kurtisane dem Thrige Gute Nacht sagt.

Damit Ihr Euren eingebauten Computer benutzen müsst und nicht vor lauter Nichtstun einschlaft.
Empfohlen sei aber auch hier der Geist aus der Flasche, der automatische Bottelimp, der bei unter 40km/h automatisch ausschaltet.
Ab 65km/h dürft Ihr auf die Autobahn, obwohl heutzutage dort 95km/h unverzichtbar sind.
Auch das geht mit Compound, aber das möchte ich dann auch in den Papieren stehen haben.

Hier ein entsprechend aufgerüstetes Cityel:


Die Änderung der Fahrrichtung dient nur der Stabilität (A1 und A2 vertauscht).

Fortsetzung folgt, wenn die ersten Messergebnisse vorliegen samt Empfehlungstabelle für Schaltpunkte zum Erreichen des besten Wirkungsgrads und für höhere Geschwindigkeiten.
Außerdem Hinweise darauf, was man nicht darf.
Was Ihr Euch auf jeden Fall schonmal zulegen sollt, ist ein genau anzeigendes Batteriestromamperemeter. Schließlich brauche ich Eure Messergebnisse.

Antworten:

Hallo Bernd,
ich habe mal eine Frage.....
Was würde eigentlich passieren wenn ich in den 4 Feldspulen und frecher weise ,dort zum Beispiel 10mm Bohrungen einbringe und diese mit Hochleistungsmagnete bestücke ?
A) Super Idee :das Anfahrdrehmoment steigt und das "Durchdrehen" des Motors wird zuverlässig unterbunden.
B)ganz schlechte Idee :Durch die Unterbrechung/Veränderunf des Magnettischen Flussen wird der Motorkennlinie in jeden Fall schlechter
C) ganz oder gar nicht: Entweder den ganzen Pol tauschen oder lieber sein lassen
D) weiß ich auch nicht !

Bernd M

von Bernd_M - am 15.07.2013 17:42
Auf jeden Fall A), denn Du verstärkst in jedem Fall das Feld, das bei von Spulen erregten Motoren eh nie zu groß ist. Aber bohren solltest du nicht, sondern die Pole abtragen und in gleicher Stärke Neodymmagnete aufkleben. Die Feldwicklungen kannst Du dann nach Belieben zur Feldverstärkung und Abschwächung benutzen.

5mm Neodymmagnetbelag erzeugen eine magnetische Erregung= Feldstärke nach neuerer Nomenklatur von ca 4000 Amperewindungen pro Pol. Eine von 1,5 Ampere durchflossene Compoundspule 750 Amperewindungen. Eine von 100 Ampere durchflossene Feldspule 1400Amperewindungen. Mit anderen Worten, die Magnete wären so stark, dass Du gar nicht mit den Spulen regeln könntest. Bei 2mm ginge es begrenzt. Auf jeden Fall die ganze Polfläche dicht belegen. Die Befestigung ist wegen Wärmespannungen etwas problematisch. Es gibt allerdings auch schwächere Neodymmagnete, die auch bei 3 bis 5mm passend wären. leider erhöhen die Magnete auch entsprechend ihrer Dicke den Luftspalt, sodass die Regelmöglichkeit durch die Spulen stark eingeschränkt wird. Grund: die relative Permeabilitätskonstante µr beträgt ca. 1,05.
Du erhältst im Wesentlichen einen Permanentmagnetmotor, der bei hohen Drehzahlen relativ hohe Wirbelstromverluste aufweist, aber im unteren Drehzahlbereich ganz hervorragend ist.
Lynch und Perm haben extrem feine Bleche eingebaut, damit sich die Wirbelstromverluste im oberen Drehzahlbereich in Grenzen halten.

Hmm, noch mal nachgedacht:
Die Lösungen mit vier gleichen Spulen sind insgesamt besser. Aber in den Bergen ist obige Lösung nicht zu schlagen. Außerdem wird oberhalb einer relativ geringen Geschwindigkeit heftig rekuperiert. Zwangsweise.

von Bernd Schlueter - am 15.07.2013 22:12
Hallo Bernd,
so ein "Neodymbelag" ist wirtschaftlich nicht machbar !
Die Oberfläche müßte ja annähernd die gleiche Krümmung aufweisen wie die original Metallteile.
Das würde eine Einzelanfertigung bedeuten !
Solange man nicht auf "Katalogware" zurückgreifen kann ,braucht man in der Richtung nicht weiterüberlegen.

Bernd M

von Bernd_M - am 17.07.2013 20:49
Die 2mm dünnen Magnete gibt es, die brauchen auch nicht breit zu sein, 5mm reichen, dann spielt die fehlende Krümmung keine Rolle. Gut kleben müsste man sie können, und da habe ich meine befürchtungen, obwohl mir die Drei Emmer in Neuss versprochen haben, dass das mit ihrem dreiemmigen Kleber überhaupt kein Problem sei. Nun gut, die pappen schon aufgrund ihrer Magnetkräfte ganz schön. Eher würde ich Löcher in die Magnete bohren wollen, um sie zusätzlich zur dreiemmigen Klebung noch festzunieten.
Soll ich mal ausrechnen, wie hoch die Abweichung der Polkrümmung zu den Magnetebenen ist?
Bittesehr, bei 10cm Ankerdurchmesser und 5 mm Magnetbreite sind es 0,06mm,

Insgesamt ist derTthrige aber so üppig dimensioniert, dass ein Permanentmagnetbelag kaum lohnt.
Wichtiger wäre, die Felder anzugleichen. Dafür gibt es noch ein anders verfahren, das sich sogar als das beste herausstellen könnte: es wird über ein RC-Glied die an den Serienfeldspulen abfallende Spannung geglättet und auf das 480/14 fache verstärkt und auf die Compoundspule gegeben.
Zum Anfahren hat man dann das normale, starke Serienfeld, die Compundspulen, sind , entgegen der Originalschaltung, voll mit den 36 oder 48 Volt versorgt. Mehr ist ja auch nicht möglich.
Irgendwann sind die Felder dann gleich und bleiben es, wie es einem idealen Motor auf Thrige-Basis entspricht. Mit wachsender Geschwindigkeit wird die Feldschwächung immer stärker, bis die Schallgeschwindigkeit von 80km/h überschritten ist. Der Wirkungsgrad steigt, wie bei der reinholdinischen Scheblerkiste.
In der Originalschaltung wird zum Anfahren das Compoundfeld , welch ein Frevel, nicht unerheblich reduziert und bei hoher Geschwindigkeit, welch verkehrte Welt, voll zugebuttert.

Nachteil des Umbaus: die Schützumschaltung des Ankers muss bleiben. Reku schwierig zu verwirklichen, Tutet aber auch gehen tun. Mit Zusatzdiode und Zusatzbatteriezelle. Eines der beiden Relais wird bei der Einfach-Reku nicht bestromt. Das andere darf während der Reku nicht abfallen.

Es könnte allerdings dann passieren, dass Du aus dem Steinzeit-Klupp ausgeschlossen wirst.
Stoun äitsch klapp in moderner dänglischer Pronaunziation.

von Bernd Schlüter - am 18.07.2013 02:09
Hallo Bernd,
alles zusammengenommen,kann ich dann ja mein Motor lassen wie er ist (4 Feldspulen ohne Steuerung).

Bernd M

von Bernd_M - am 18.07.2013 17:44
Auf jeden Fall. Du kommst die steilsten Berge damit hoch und verbrauchst in jedem Bereich optimal wenig. Solltest du einmal etwas mehr Geschwindigkeit wünschen, schaltest Du einfach einen Speedwiderstand nicht in Serie, wie beim Compound, sondern parallel zu den Serienfeldspulen. Auch dann werden alle Felder gleichmäßig geschwächt.
Ich denke, du hast so verschaltet: zwei parallele Paare in Reihe. Optimal, sonst alles so lassen, wie es ist, Originalschaltung. Hast Du eine andere Schaltung, ist das Zufügen einer Rückschlagschutzdiode sinnvoll, wie sie in der originalen Schaltung, von den meisten unbemerkt, werkelt.

Ich selbst würde das Feld mit einem eigenen Spannungswandler mit maximal 4 Volt versorgen und dazu alle vier Wicklungen in Reihe schalten. Dann hätte ich die beste Möglichkeit, alles mit einer relativ einfachen Elektronik zu regeln, die allerdings auch gegen Fehlschaltungen beim Versagen einzelner Elemente gesichert werden muss. Auch die Reku und der Fahrrichtungswechsel ohne die dicken Schütze wären dabei...ist schon mehr Aufwand an energiearmer Elektronik, was für mich nicht zählt. Auch ein Zweiquadrantenregler aus dem Modellbau leistet das Gewünschte samt reku nund kostet vielleicht 15 Euro plus zwei bis vier Akkuzellen minderen. Energiegehalts.
Ich werde mic mal umsehen. Das wäre die perfekte Lösung für alle.


Bei normaler Fahrt würden die Feldspulen um die 25 Ampere verbrauchen, bei dann 1 Volt. Also wirklich nicht viel, da lohnen sich Permanentmagnete überhaupt nicht. Auch Deine Feldspulen benötigen die gleiche, geringe Leistung.

Nein, wenn ich es überlege, bleibe bei deinen vier Serienspulen und ergänze sie mit drei abschaltbaren Parallelwiderständen: einfach zwei einadrige billige Nymkabel von je drei Meter Länge , deren gleichfarbene Drähte Du parallel schaltest und in vier Stufen parallel zur Feldspule legst .Dann hast Du alle Möglichkeiten und findest schnell die Perfekte Stellung.

von Bernd Schlueter - am 18.07.2013 21:33

Re: Nur Compound Spannung steigern ? (Compoundmotoren)

Mal eine Graue Theorie :

Kann man nicht aus Einfachheit einen alte Batterie Zwischen E2 und B+ mit einer Sicherung einhängen ?

Sollte zumindest das Drehzahlband erweitern und bei zurückhaltender Fahrweise Sparsamer sein.

Praktisch an Anker und Reihenschlussfeld 36V und nur am Compound 42 / 48V

So die graue Theorie

von Hobbyschrauber Mario - am 29.07.2013 16:52
Da ist überhaupt nichts grau dran. Genau das propagiere ich immer wieder, alleine schon, um eine gute Reku zu erhalten. In ein vernünftiges Cityel gehört eine Fahrbatterie und eine einzige Zelle Blei oder Lithium, oder zwei Zellen Nicad, die nur die halbe Kapazität der Fahrbatterie haben brauchen. Damit kann man voll und ganz das Feld betreiben, Der Feldstrom sollte linear vom Motorstrom gesteuert werden, um bei greingerer Motorstromstärke, oder , noch besser, abhängig von der Geschwindigkeit , bei höherer Drehzahl überproportional abzusinken.
Damit man dabei nicht aus Versehen die 100km/h überschreitet, muss eine völlig getrennte Abregelung bei der Höchstgeschwindigkeit eingebaut werden, damit ich nicht meckere, wenn ich mich mal als TÜFFmann verkleide.
Herr Nestmeyer warf zu diesem Zweck jahrzehntelang den Compoundanker. Welch eine Energieverschwendung!
Zum Glück hat er am Perm keinen gefunden.

von Bernd Schlueter - am 29.07.2013 21:37
So grau scheint die Theorie also doch nicht :rolleyes:

Bernd ich meine zu Test Zwecken würde ich das gern mal im Alltag Testen.

Sprich: 2x 17,5 Innerorts wenige oder 18 km fast komplett Bundesstraße.

Reicht das wohl eine alten 12 Ah (5h) Gel-Bleiblock ohne sicherung in Reihe zu schalten ?

Ich meine das so:

B+ -> A1 -> A2 -> D2 -> E1/D1 -> M- -> B-
| |
|> - | BleiGel | + E2 --|

Dann würde ich das ganze Per Shunt überwachen.

Plugin 10mm² Kabel ( Mini-El 1987 :D) zwischen Batterie/n und Wicklung :D

( und das alte 3A Ladegerät würde ich halt mit zum laden nutzen )

Recycling ist doch was feines :cool:

Und falls der Umbau gefallen findet kommt eine Sicherung Prompt noch dazu !

von Hobbyschrauber Mario - am 30.07.2013 16:39
Das ist zitiälllateinisch und muss ich mir erst einmnal auf zitronisch übersetzen.
elwiki, hilf!
Es gibt bessere Pläne
Ist zwar nicht ganz der Plan, den ich suchte, aber könnte helfen.

Ich dachte eher an B+ A1 A2 M- , wobei die beiden Anschlüsse der Feldwicklung D1 und D2 am Curtis kurzgeschlossen werden, um alle Dioden mitzubenutzen. Die Feldwicklung wird dann völlig getrennt vom Zusatzakku SICHER!!! versorgt. Geregelt, damit nichts durchbrennt.

Muss noch mal genauer studieren, muss jetzt weg!

von Bernd Schlueter - am 31.07.2013 12:54
ich verstehe schon was du meinst leider ist der Thrige so gebaut, dass an D1 auch E1 angeschlossen ist.

Wären beide Separat könnte man eine Menge mehr mit dem Motor machen. :-(

oder besser gesagt könnte ich die Batterie einfach anschließen ohne das was passiert :rolleyes:

von Hobbyschrauber Mario - am 31.07.2013 15:23
Hallo

Den Anschluß kann man auch getrennt raus führen.

Gruß

Roman

von R.M - am 31.07.2013 20:03
Dessen bin ich mir bewusst Roman !

Nun hat der Motor frische Lager und Kohlen und Läuft.

Deswegen kommt so etwas Erstmal nicht in frage.

In das EL habe ich mehr zeit Arbeit und mühe investiert als in jedes andere Fahrzeug aus Jahr gesehen.

Natürlich hat es auch dementsprechend Kilometer gesehen :D

von Hobbyschrauber Mario - am 31.07.2013 21:15
Jetzt habe ich einen ellenlangen Text geschrieben, den ich Euch nicht zumuten kann. Gelöscht.
Kürzer gesagt: ich bevorzuge vier gleiche Spulen. Wer in der Ebene fährt, sollte mit vier Compoundspulen zufrieden sein. Keine Zusatzbatterie, meiner Meinung nach genug Anzugsmoment und Steigfähigkeit, einfach zu bauende Steuerung. Allerdings vorzugsweise bei 48 Volt.

Vier Serienfeldspulen bringen mehr Anfahrdrehmoment und Steigfähigkeit, Reku ist komplizierter, benötigt Rückschlagdioden, die Relais und die Zusatzbatterie.

Das alles später.

Also, der Motoraus- und Umbau soll nicht sein. Das geht auch, aber entweder ein Kompromiss oder komplizierter.

Ziele:
1. das Statorfeld soll möglichst ausgeglichen sein, also möglichst gleiches Serien, wie Compoundfeld
2. volles Compoundfeld beim Anfahren
3. Reku mit Zusatzbatterie

das sind drei verschiedene Punkte, die getrennt angegeangen werden.
Das Einfachste ist Punkt 2: Die Änderung: 2 Dioden einfügen: aus altem Computernetzteil zwei Doppeldioden parallel schalten oder sonstige ausreichend schnelle Dioden, die 5 Ampere tragen können. Eine Diode parallel zur Compoundwicklung. E2 über die zweite Diode und schaltbaren Speedwiderstand an + bzw an die alte Anschlussstelle, falls da noch ein Relais sitzt.

Bei Kürtens gar nichts machen, da ist schon das volle Compoundfeld.

zu 1. gefällt mir gar nicht, da in der Originalschaltung das Compoundfeld falsch und sonst von Hand geschaltet wird, dann müsste man, statt das Compoundfeld bei schnellerer Fahrt ganz abzuschalten, das Serienfeld besser mit einem Parallelwiderstand aus drei Meter dreiadriger NYM 1,5mm²-Leitung schwächen , um mit dem im Kopf eingeschalteten Computer ein möglichst ausgeglichenes Feld zu bekommen.
Da gehören eigentlich zwei Transistoren mit entsprechend beschaltetem Operationsverstärker dran, der Motorstrom und irgendwie die Drehzahl auswertet. Dafür muss ich am Objekt testen. Also, schaltet erst einmal von Hand, das ist dann ein Kompromiss. Wichtig! Der Parallelwiderstand am Serienfeld muss bei Langsamfahrt unbedingt ausgeschaltet sein!!

Reku: in diesem Fall unbedingt eine fette Rückschlagdiode gegen Zerstörung des Curtis und der Relais und dann erst eine fette Batteriezelle, die über ein ebenso fettes Relais gegen den dann umgekehrt fließenden Rekustrom und nun auch Spulenstrom ankämpfen kann. Wenn 200 Ampere fließen, beträgt der Rekustrom ziemlich genau die Hälfte, also 100 Ampere.
Die 200 Ampere fließen ausschließlich durch die Zusatzbatterie und die Zuleitungen.
Wenn 50 Ampere Reku (immer bei voller Fahrbatteriespannung) genügen, für den reichen eben 100 Ampere aus der Zusatzbatterie. Deren Energie wandert teilweise während der Reku in die Fahrbatterie! Geregelt wird der Rekustrom über den Zuleitungswiderstand!!! da dicke schalter teuer sind, kann man mit vielen kleineren mehrere Zuleitungsdrähte parallel schalten.Ich rechne Euch die abmessungen aus.
Aber, wehe ich erwische jemanden, der mir hoch und heilig verspricht, seine Relais würden nicht abfallen und das geschieht dann eben doch beim Bremsen! Da muss eine Rückschlagdiode rein.
es sind schon genug Controller alleine schon vom Compoundfeld getötet worden, von Schaltern ganz zu schweigen.

Die voll elektronische Lösung bedeutet schon Aufwand und ich würde vorschlagen, diese zuerst mit vier Compoundspulen zu entwickeln und dann für alle anderen Fälle, unveränderter Motor und vier Serienfeldspulen anzuwenden. Die Schaltung ist die gleiche, bis auf die Leistungstransistoren, die die Leistung von bis zu 100 Watt verbraten.

Ist die eigentlich einfache Schaltung einmal gebaut, ist die Vertausendfachung kein Problem.

Übrigens , die Drehzahlinformation bekommt man aus Motorstrom und mittlerer Motorspannung.
Mit einem Arduino oder ein sonstiges eingebettetes Programm kann man eine Vielzahl von Autorelais über die Ausgänge schalten, die dann den eigenen Grips schonen.
Statt Operationsverstärker und Transistoren.

Zeitgemäße Fahrzeuge haben auch da Schaltregler fürs Feld, ohne Verluste, aber wir wollen schließlich nicht übertreiben.


Ihr merkt schon, ich wäre gerne beim Umbau dabei. Punkt 2 kann jeder angehen und berichten.

von Bernd Schlueter - am 01.08.2013 08:14

Neukonzept für alle

Irgendwie scheue ich davor zurück, für alle drei Konzepte getrennt verschiedene Lösungen anzubieten.
Da sich viele scheuen, den Motor aus- und umzubauen, ist die Ansteuerung der originalen Motorschaltung, der ich ja gerne aus dem Weg gehe, zwar die komplizierteste, aber für die meisten am besten zu verwirklichende. Es bedeutet nur ein einziges Mal einen elektronischen Aufwand.
Der darf dann auch ruhig etwas höher sein. Die Schaltung kann man dann ja vervielfachen.

So: eine einfache elektronische Schaltung, die Strom und mittlere Motorspannung auswertet, ist in jedem Fall gleich für alle Anwendungsfälle und sorgt für möglichst gleiche Bestromung aller vier Spulen.
Störend am Thrige ist die etwas zu schwache Compoundwicklung, was sich aber nur beim Anfahren bemerkbar macht und vor allem die niederohmige Feldwicklung, die besonders bei der Reku den Aufwand einer zusätzlichen, starken Akkuzelle erfordert.
Jetzt sage ich mir, wenn man schon elektronisch regelt, kann man auch diese Hilfsspannung elektronisch erzeugen, wie dies bei modernen Motoren der Fall ist, also mit einem Wandler mit 1 Volt Ausgang. Dann ist auch keine Leistung mehr zu verbraten.
dann hätten wir eine stetig regelbare Reku, ein stärkeres Anzugsmoment beim Anfahren und am Berg, ab 10km/ vier gleichstarke Statorpole mit maximalem Wirkungsgrad des Motors.
Hinzu kommt eine getrennte Geschwindigkeitsbegrenzung, die auf den Curtis wirkt. Die ist in jedem Fall erforderlich, denn alle Anschlusskonzepte haben eine nach oben offene Drehzahl und Geschwindigkeit, da die Ansteuerung einem reinen Hauptschlussmotor mit optimiertem Feld entspricht.

Wie vorgehen?
Ich suche für meinen Bekannten in Göttingen ein Cityel, das er einmal probefahren kann. Wenn ihm das zusagt, würde ich es bei mir umbauen und die oben genannten Verbesserungen einbauen, die sich dann vervielfältigen lassen.

Also, gesucht:
Ein Cityelfahrer in der Umgebung von Göttingen (Bovenden), der meinem Bekannten einmal ein Cityel vorführen kann
Nicht zum Verkauf, nur, um einen neuen Fahrer für die Gemeinde zu gewinnen.
Wenn es gefällt, könnte ich eines auch hier in der Gegend kaufen und umgebaut überführen.
Die Ansteuerung wird gleich vervielfältigt und ist dann auch nachbestellbar.
Wie gesagt: Zusatz zur originalen Cityelansteuerung ohne jede Motoränderung.
Ein weiterer Vorteil: sollte ein Fehler auftreten, wird die gesamte Steuerung über einen Stecker einfach abgenommen und E2 wieder direkt an + gesteckt. Dann haben wir wieder das alte Cityel.
d'accord?

Ihr könnt Euch schonmal Gedanken machen, wie wir die Einfachreku ansteuern. Von Hand? Mit Drehpoti? Oder auch über die Pedale? Das Drehpoti von Hand hat den Vorteil, dass man gefühlvoll und stetig die Maximalgeschwindigkeit und Bremsstärke mit einem einzigen Drehknopf begrenzen kann. Dazu kommt die Möglichkeit, über die stärkere Felderregung das Klettervermögen zu erhöhen.
Lange Energievernichtungskabel, die EMUV abstrahlen (elektromagnetische Unverträglichkeit), gibt es dann nicht mehr.

Dann solltet Ihr Euch noch eine Knarre zulegen!

Wie war das mit der Vulkalanscheibe am rechten Hinterrad? Ich denke, so etwas braucht man ohnehin, wenn es sich bewährt hat.

...statt Kalaschnikow!

Mit dem Cityel verbunden wäre eine 1 bis 2kW-Solaranlage auf dem Garagendach in Göttingen,
verbunden mit einer Ladestation, wahrscheinlich nur Schuko. Welches Einspeisegerät ist zu empfehlen? Im Sommer würde dann ein Großteil der Brauchwasserbereitung per Wärmepumpe darüber laufen.

von Bernd Schlueter - am 02.08.2013 07:46
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