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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb
Beiträge im Thema:
17
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
wolfgang dwuzet, el3331, Bernd Schlueter, inoculator, JürgenRu

schon wieder ne frage zum thema "compound"

Startbeitrag von wolfgang dwuzet am 17.07.2013 18:52

hallo,
aus gegebenem anlass hab ich ne dussel-frage zum thema compound

ich stellte heute beim herumprobierfahren (ich merkte das etwas nicht stimmt)
folgendes fest:
compound OHNE strom geschwindigkeit 62km
compound durch 16 ohm/50w wiederstand auch 62 km
und durch beide wiedersände also 32 ohm auch 63km

??????????????? ist meine compoundwicklung beim teufel ????????
wie kann ich das messen??? neue kohle sind seit knapp 1000 km drinn kanns also nicht sein
bye wolle

Antworten:

Hallo,

theoretisch könnte zwar die Compoundwicklung kaputt sein, praktisch kommt das geschilderte Verhalten eigentlich immer von Unterbrechungen in der Verdrahtung.
Wie ist die Compoundwicklung angeschlossen?
Wie Serie 3 - dann liegen alle Kabel auf dem Motor.
Oder wie Serie 2 - dann gibt es ein Relais vorn und ich glaube auch eine Sicherung. Diese brennt schon mal durch, auch das Relais hält nicht ewig und in dem Kabel vom Motor nach vorn oder dessen Anschlüssen gibt es Defektmöglichkeiten.

Grüße

Lothar

von el3331 - am 17.07.2013 21:11
Die Compoundwicklung hat etwa 2,8A an 50V also ~17,85Ohm.

An 36V sollten also etwa 2A fließen. Das kann Dein Multimeter. Teste es einfach mal, indem Du Fahrspannung auf den Compound E1 -> E2 legst.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 18.07.2013 07:47
Schon wieder ein anderer wert für den Compoundspulenwiderstand. Hier kann man sich aber auch auf gar nichts verlassen. jeder mist was anders. Da kann man ja nicht mehr Mist von Käse unterscheiden.
Ich käse den Mist lieber selber.

von Bernd Schlueter - am 18.07.2013 09:55
Also ich finde im Forum zwar viele Beiträge zum Widerstand der C-Wicklung, aber alle liegen in etwa bei 18Ohm.

Da wir wahrscheinlich alle mit Feld-Wald-und-Wiesen Thermometern unterwegs sind, ist ein Wert von 17 bis 19 Ohm tollerierbar, denke ich.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 18.07.2013 10:07
Auf jeden Fall gefällt mir das jetzt viel besser. Die beiden Compoundspulen liegen ja wohl hintereinander. Wenn man sie parallelschaltet, hätten wir bei 36 Volt also 8 Ampere, ca 2000AW.
8 Ampere auf 4,5 Ohm, macht ca 2290 Watt Verlust, ähnlich wie die Serienfeldspulen bei 200 Ampere, mit 200 Watt Verlust. Das geht aber auf keinen Fall für längere Zeit, weshalb die Compoundspulen am besten so angesteuert werden, dass sich die gleiche Amperewindungszahl wie für die Serienfeldspulen ergibt. da nun beim Anfahren voll bestromt wird, verliert man nichts an Anzugmoment. Sobald das Fahrzeug läuft, reduziert sich die Stromaufnahme. Zusätzlich eine Temperaturbegrenzung für die Compoundspule, ist einfach zu verwirklichen. Die Spule selbst ist Temperatursensor.
Keine Reku, ein Mosfet, ein OP, drei Widerstände und ein Kondensator. Fertig. keine weitere Berechnung, kein Kennfeld erforderlich, läuft.

von Bernd Schlueter - am 18.07.2013 11:42
Hallo Bernd,

ich habe an einem Thrige die Compound Spule separiert -also den E1/D1 Anschlüsse vereinzelt.

Bei dem Versuch, den Compound einfach über das Strompedal direkt zu befeuern, scheiterte ich an der Schaltung des Curtis, der seinen Dienst verweigerte.

Es scheint, als würde dieser irgend etwas von dem Compound Feld im Anker messen, was ihn dazu bewegt, lieber mal nichts zu machen.

Erst als ich den Compound wieder über die Taktung des Curtis laufen ließ, funktionierte es.

Ein Test, den Compound erst zu bestromen, wenn er Curtis angelaufen ist, war erfolgreich. Hier griff die o.b. Sicherung nicht mehr.

Gruß

Carsten

von inoculator - am 18.07.2013 11:52
Hallo LOTHAR
zu deiner frage:
Wie ist die Compoundwicklung angeschlossen?
Wie Serie 3 - es liegen alle Kabel auf dem Motor,
von compound E2 geht ein kabel durch eine (glaube 15A) sicherung direkt an batterien +
ABER das ist kein dickes kabel wie auf den bildern im elweb zu sehen
sonder nur etwa wie ein normalo stromkabel kann´s daran liegen??
von D2 und D1/E1 gehen je 1 dickes kabel zum curtis, ebenso wie von A1 A2
hier der link zu dem bild
[elweb.info]

von wolfgang dwuzet - am 18.07.2013 16:57
Hallo,

die Schaltung entspricht so dem Schaltbild. Daß das Kabel von E2 zur Sicherung nur ein dünnes ist, stimmt auch - sieht man auf dem Bild nicht, ist durch die dicken Kabel verdeckt. Der Strom über dieses Kabel ist vergleichsweise gering, 2-3 A.
In diese Leitung werden der/die Speedwiderstände eingebaut.
Die Sicherung hat 35A und sitzt mit auf der Motorsteuerungsplatine. Die sollte jedenfalls i.O.sein, sonst geht die ganze Bordelektrik - ausgenommen der Antrieb - nicht.
An E2 sollte also 36V (bei 36V-System) anliegen, natürlich ohne Speedwiderstand. Mit Speedwiderstand sollte eine Spannung von ungefähr halber Systemspannung zu messen sein, wenn der 16 Ohm ist. Ist die Spannung viel höher, dürfte wirklich etwas mit der Compoundwicklung sein oder deren Anschlüssen.
Die 16 Ohm sind übrigens für den Speedwiderstand viel zu wenig, das Originalteil von CityCom hat 47 Ohm. Ich bin zuletzt mit 94 Ohm gefahren. Das ergab bei mir rd. 53 km/h, mit 47 Ohm sehr knapp 50 km/h. Für 60 km/h braucht man offenen Compound - also nichts an E2 angeschlossen.

Grüße

Lothar

von el3331 - am 18.07.2013 20:52
Ich würde ca 25 Ohm als Speedwiderstand nehmen und wahlweise 0 bis drei Drähte eines 1,5 Meter langen , billigen Nymkabels 1,5mm² parallel zur Serienfeldspule schalten.
Nie ohne Speedwiderstand fahren. Dann hast Du acht Schaltmöglichkeiten und findest die besten , je nach Gelände, heraus.
Das NYM-Kabel wird ordentkich warm und darf keinesfalls aufgewickelt werdrn, sondern nuss frei und vom Luftstrom gekühlt verlegt werden. Auf keinen Fall direkt am Motor anschließen, dazu, wegen der Motorschwingungen, ein mindestes 6mm² starkes Litzenkabel verwenden.

von Bernd Schlueter - am 18.07.2013 21:42
Hallo Woflgang,

bei mir war mal das Kabel für die Coundwicklung im Motor von dem Stehbolzen abgerissen. Vom Vorbesitzer so gekauft. So was passiert, wenn man die Schrauben anzieht, ohne mit einem zweiten Schlüssel unten festzuhalten. Dabei dreht sich der Bolzen, bis das Kabel im Motor zu kurz wird und abreist. Man kann es reparieren. Mir ist das sogar gelungen, ohne den Motor auszubauen, aber es ist keine schöne Arbeit. Lüfterrad runter und Motor öffnen. Dann das Kabel mit einem Ringkabelschuh wieder am Bolzen festmachen - ein Spiegel und dünne Finger sind hilfreich. Dazu den Bolzen ausbauen, ein Loch reinbohren und ein kleines Gewinde reinschneiden. Du wirst deine Freude am Einbau haben, falls dies die Ursache bei dir ist.

Mess einfach mal den Widerstand von E2 nach D1/E1, am besten wenn die Anschlüsse ab sind. Und zur Sicherheit auch mal die Spannung zwischen den beiden Anschlüssen während der Fahrt messen (lange Messkabel mit großen Krokoklemmen für das Multimeter sind sehr hilfreich bei allen Cityel-Operationen). Kommt Spannung an, dann ist im Motor die Leitung ab. Kommt keine Spannung an und der Widerstand ist niedrig, dann fehlt von Außen die Energie.

Gruß
Jürgen

von JürgenRu - am 23.07.2013 15:10
hallo jürgen
habe gerade im stillatand gemessen,
der wiederstand ist irgendwas zwitschen 17 und 20 ohm,
fahrend werd ich noch messen...
danke erstmal für den tip
wole

von wolfgang dwuzet - am 23.07.2013 17:50
Hallo,

also 17 - 20 Ohm sieht schonmal gut aus; der (Gleichstrom-)Widerstand der Compoundwicklung soll sicherem Vernehmen nach 18 Ohm sein.

Grüße

Lothar

von el3331 - am 23.07.2013 19:09
hy lothar,
zum messen während der fahrt bin ich noch nicht gekommen,
ABER habe gestern folgendes festgestellt:
wenn ich beshleunige geht es gleichmäßig bis ziemlich genau 47km,
dann meinte ich einen leichten abfall des vortriebs zu bemerken,
faktisch so, als würde man das gas minimal zurücknehmen
tippe also doch wieder darauf, das die dünne leitung nich genügend durchläßt..
bye wolle

von wolfgang dwuzet - am 25.07.2013 04:22
Hallo,

umgekehrt ists richtig: je weniger die dünne Leitung durchlässt (oder je größer der Speedwiderstand ist), umso schneller wird der CityEl.

47 km/h ist im übrigen ziemlich i.O.; die Werkseinstellanweisung lautet 48 km/h (mit Speedwiderstand, ohne 39,8 km/h).

Grüße

Lothar

von el3331 - am 25.07.2013 19:18
hy lothar,
also wenn ich statt der dünnen litze ein richtig fettes kabel dranschraube, soll das elchen nur noch 47-48 km/h fahren?? hab ich das so richtig verstehste??
is mir prinzipiel egal aber wenns doch Zwecks poluzeilichen wünscheln) mal nötig ist die kiste zu drosseln, will ich ja wissen WIE...
bye wolle

von wolfgang dwuzet - am 26.07.2013 05:33
Hallo,

um ein 36-V-El zu drosseln, reicht das vorhandene dünne Kabel allemal aus: Der maximale Strom darüber beträgt rd. 2A.
Die werden erreicht ohne Speedwiderstand (oder mit überbrücktem Speedwiderstand) und ergeben rd. 40 km/h.
Mit Speedwiderstand - serienmäßig wie gesagt 47 Ohm - sind es noch rd. 0,5A bei Höchstgeschwindigkeit von knapp 50 km/h - mit Deinen Lithiums vielleicht 50+-

Wie ist Dein El zugelassen? Großes Nummernschild? Welche Höchstgeschwindigkeit ist eingetragen? Für serienmäßige 36-V-Els seit 1991 üblicherweise 50 km/h, es sei denn, Zulassung mit kleinem Nummernschild wäre beabsichtigt -.

Grüße

Lothar

.

von el3331 - am 26.07.2013 19:47
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