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elweb
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el El, laase, Sven Salbach, thegray, R.M, Rued, Christian s, EL-KO, Bernd Schlueter, Peter End., ... und 3 weitere

Warum wird mein Vorderrad so heiß?

Startbeitrag von el El am 21.08.2013 12:59

Hallo,
hab ein Problem: Mein Vorderrad wird heiß.. Die Lager sind ok, der Dorn in der Mitte ist auch fest. Was zum Kuckuck kann denn das noch sein? Ich weiß nicht wo ich anfangen soll :(
LG Konstantin

Die 50 interessantesten Antworten:

Was den Rad oder Trommel?

Ich gehe mal von letzteren aus - Dann gehen deinen Bremsschuhe nicht ganz oder nicht sofort vollständig zurück und reiben dann eben.

Wenn es nicht Lager sind dann gibt es nur das.

Oder deine Bremse hinten geht fast gegen null und nur Vorne bewerkstelligt Arbeit - mehr Arbeit mehr Wärme.
Wenn das ein "schleichender Prozeß" war dann drückt man unbewußt immer stärker bevor man nach langen merkt - da stimmt doch was nicht.

von thegray - am 21.08.2013 15:09
Hallo

Ich hab auch so ein Problemrad, kann machen was ich will sobald die Mutter angezogen ist wirds schwergängig, Lager sind schon getauscht bringt nichts.

Vermute mal da ist ein Lagersitz schief, anders kann ich mir es nicht erklären, da der Effekt mit einem anderen Rad nicht auftritt.


Gruß

Roman

von R.M - am 21.08.2013 17:35
Das Rad dreht aber zumindest hochgehoben normal, ein Vorderradlager ist sogar neu!
Rad oder Trommel? Die Bremstrommel im Rad, ja, die wird heiß. Die Bremsbeläge haben alle noch ca geschätzte 2-3mm drauf. Was kann man gegen steckende Bremsschuhe machen? Feder kürzen/ersetzen? Reinigen?
Danke für Eure Hilfe!

von el El - am 21.08.2013 19:28
Am besten sage ich gar nichts, denn ich kenne mich da nicht aus. Aber beim alten Miniel geht das Handbremsseil über das Rad, von Drahtfedern davon mehr schlecht als recht ferngehalten. Wenn der Bowdenzug auf dem Vorderrad schleift, wirds lebensgefährlich. Ich denke aber, dass diese alte Gefahr längst beseitigt ist?

von Bernd Schlueter - am 21.08.2013 19:44
Zitat
R.M
Hallo

Ich hab auch so ein Problemrad, kann machen was ich will sobald die Mutter angezogen ist wirds schwergängig, Lager sind schon getauscht bringt nichts.

Vermute mal da ist ein Lagersitz schief, anders kann ich mir es nicht erklären, da der Effekt mit einem anderen Rad nicht auftritt.


Gruß

Roman


d´accord :spos:

von thegray - am 21.08.2013 19:53
Das einzige was mir bei den Lagern aufgefallen ist war daß sie rellativ leicht reingingen. Nicht Spiel hatten, aber leicht reingingen. Ja aber das Bisserl solls sein?
Was nun? Ich möchte zuerst mal die Bremse kontrollieren/reparieren und wenns das nicht war na dann muß ich wohl zum Feinmechaniker den Lagersitz nachfräsen lassen und ein Lager in Übergröße nehmen (für den Preis einer Felge kriegt man ja ein Haus!)

Leute, bitte helft mir noch mit den Bremsschuhen, ja?
Danke und einen schönen Abend,
Konstantin

PS: Bernd, mein El hat die Handbremse schon hinten, das ist es nicht.

von el El - am 21.08.2013 20:00
Also das macht jeder auf eigene Gefahr - Wer sich das nicht zutraut bis zum Ende ordnungsgemäß Abzuwickeln weil er notfalls sich auch nicht die Blöße geben will einen Mechaniker zu Rufen - Finger Weg!

Also um alles auszuschließen:

Also wenn du die Möglichkeit hast - das El vorne möglichst hoch zu hängen damit nicht gleich das ganze teuere Siliziumflüssiggold beim Entnehmen der Kolben "raus rennt" auf nimmerwiedergebrauch.

Dann Feder raus (mit einer Rohrzange) Richtung Drehpunkt Bremsschu ziehen - in dem eine Backe sich am Gehäuse abzützt. Pling lose ist sie .

Für die Splinte Pardon Federringe nur (ich betone für die Meisten) mit einer entsprechenden Zange entferenen Ein ganzer Satz davon kostet beim Discounter 20 Euro.
Ansonste besteht die Gefahr das ein Grad zurückbleibt der die Bohrung im Bremsschuh beim Abziehen beschädigt. Klar kann man nach nacharbeiten..... mach das ein zwei mal und dann beschwere dich wegen Quietschender Bremse ...........

So Bremsbacke Runter damit die nicht von der Bremsflüssigkeit vollgesifft wird.

Nach dem du die Verhüterlie vom Bremszylinder abgezogen hast - kannst du die Kolben mit dem Finger rausholen.

Dichtung Optisch Prüfen beim kleinsten Anlaß Austauschen ; Laufbahn auf Ablagerung und Leichtgängigkeit prüfen. Vor allen Ablagerungen können hier eine Rolle spielen. (Nebenbei auch im HBZ.)

Dann alles Rückwärts...
Auf den Lagerstellen der Bremsnocke (Mini-EL) oder die einen gleichartigen Bremsverschleißversteller eingebaut haben; Auf den Bolzen die die Bremsschuhe aufnehmen mache ich immer einen Huch von zähem Kupferfett (Weil ich es noch habe ) Heute gibt es da andere Mittelchen in den Profiwerkstätten.

Ach ja Bremsflüssigkeit und entlüften ist noch angesagt.

Dann hast du alles ander Bremse unten getan, was ichduersiees tun kann..

von thegray - am 21.08.2013 20:14
1/2 Winkel-Grad auf 10cm Radius macht.....So jetzt Tangens und co macht ihr selber .....
schnell ist da einem Hauch von fast nichts im Drehpunkt (Ankathete Gegenkathete ) x?/10mm geworden und schon........

Zitat
rellativ leicht reingingen. Nicht Spiel hatten, aber leicht reingingen. Ja aber das Bisserl solls sein?

Also Nach Roman - ja schon möglich

von thegray - am 21.08.2013 20:20
Danke! Sag was für eine Dichtung ist denn da drinnen? Nicht daß ich dann dasteh und auf irgendein Spezialteil 14 Tage warten muß..
LG Konstantin

UUUnd wie war das noch, das rechte Hinterrad paßt Vorne, stimmt das? So könnte ich das mal versuchen den Lagersitz als Fehlerquelle auszuschließen :)

von el El - am 21.08.2013 20:32
Gut, jetzt wirds interessant, da hats mehr..
Das Vorderrad hat innen in der Trommel, dort wo die "Sonnenstrahlen" sind rellativ weit außen eine Furche eingeschliffen. Kippeffekt? Schleifen an den Bremsbacken? Ein Lager ist noch sehr gut, das andere NEU. Der "Dorn" also das Staberl wo alles draufsteckt, wackelt NICHT!
Hab das R hinterrad nach vorne gebaut. Die Lager sind hier ganz fest.
Das RAd macht in den Kurven ein Geräusch das ich immer als normal = immer hörbar erachtet hatte = ein Schleifen. Aber nur in den Kurven, nicht wie das alte Rad immer.
Auch diese Bremstrommel wird nach kurzer Fahrt (5km) heiß.


Ich muß was machen und zwar schnell, sonst ist das neue Vorderrad auch bald so beinander wie das alte.. Aber was?!?
Das alte Vorderrad verhält sich hinten sehr artig, dort scheint das nicht zu stören..
Hiiilfe, bitte!

LG Konstantin

von el El - am 22.08.2013 11:08
Eijaijai-

Hm - so das Rad vorne wird aufgrund seiner Aufhängung und der Art der Verwendung auch "Lagertechnisch" etwas anders belastet.

Zitat
Der "Dorn" also das Staberl wo alles draufsteckt, wackelt NICHT!


Wenn du schreibst der "Dorn" wackelt nicht - dann beziht sich das sicher auf eine Kraftwirkung die von Hand eingebracht wird.
Hätte nicht viel zu bedeuten denn - Wenn da ein Fehler drin ist:
A: dann kann der bei minimalen Spiel nur auftreten wenn eben die Kräfte (in Richtung größer als das was du aufbringen kannst) während der Fahrt wirken.
B: das Spiel noch so minimal ist das wenn du soviel Kraft aufbringst da Bewegung reinzubringen dieses minimale Spiel so aber Taktil nicht fühlen kannst. Also auch wenn es unwahrscheinlich nicht völlig unmöglich.

ERGO : Wenn Spiel dann nicht erkennbar?
Also eine Möglichkeit alles noch Komplizierter zu machen - das können auch andere nicht nur DU. ;-)



Zitat
Das RAd macht in den Kurven ein Geräusch das ich immer als normal = immer hörbar erachtet hatte = ein Schleifen. Aber nur in den Kurven, nicht wie das alte Rad immer.


Verdeutlicht mit dem Rad(lager)wechsel einen "statischen" (im Sinne bleibenden) Fehler vorne.
(Nur das der Weniger ist als mit dem alten Vorderrad :confused:Vielleicht haben die Lager oder Lagersitze halt doch schon etwas Spiel bloß halt nicht soviel wie das ursprüngliche Vorderrad.

These: Die Schlußfolgerung aus beiden Möglichkeiten, es ist nicht nur eine Sache die zu dem geschilderten Symptom führt?



Zitat
Schleifen an den Bremsbacken?

Wenn das der Fall ist dann wäre auch an dem Träger des Belag - also in dessen Aluminium seitlich Blanke stellen.
Frage ist das der Fall?

Dann blieb zu verifizieren:
auch mit dem neuen Rad;
oder/und ausschließlich in einer Kurve;
wenn ja welche Richtung und /oder auch bei Grade ausfahrt.

Nun jetzt wird die Frage logisch und richtig kommen, wie solle man das Feststellen wenn doch schon vorher blank gescheuert wurde.
Lösung: Schnell trocknenden Lack drauf machen; Fön draufhalten ......zusammenbauen eine gezielte Fahrbewegung nachschauen .......
usw.


Nebenbei und Bezug nehmend auf einen anderen vorherigen Beitrag von mir.
Frage : Bremsleistung hinten ? Wie hoch?
Weil Evtl. mehr als ein Fehler (neben evtl. kleinen Lager- oder Materialfehler) die vordere Bremse die Fuhre zum stehen bringt - alleine sie zum Glühen bringt.


Frage : Wird Vorne auch heiß wenn nicht gebremst wurde? ( Also flache wenig befahrene Landstr. suchen - Abkühlen lassen Dann kurz nach hinten setzten damit sich ein evtl. anhaftender Belag löst oder (ich Würde mit links anheben und mit rechts auf leichte Drehung testen.)



Ob es am "Dorn" liegt wirst du mit den beschränkten Mitteln wohl nur gut rausfinden wenn die Grauguss (Stahl)Schwinge tauschen tust - das ist aber auch nicht Trivial in 15min gemacht.

Im dem Zusammenhang mal ganz weit ausgeholt - wenn der "Dorn" angebrochen ist kann der Rest sich noch eine Zeitlang "Elastisch" verhalten und auch zu so einem Symthom führen - denke ich. Ist ein besonders schwarzes Szenario aber gebrochene Vorderachsen - soll auch schon vorgekommen sein:angry: (Km hin oder her,außer acht gelassen)

von thegray - am 22.08.2013 13:02
Hab jetzt leider nur 5min Zeit zwischen 2 Kunden gefunden, aber was ich schon sagen kann: Es sind nun auch auf dem Neuen Rad Schleifspuren und Schleifspuren auf der Bremsbacke, ganz oben. hab mit einem Rohr an der Achse? gerüttelt, die ist fest (jaja, soweit ich es sagen kann) aber die Scheibe, wo die Bremsen drausitzen, die wackelt. Das Licht dort war schlecht etc. sitzt dort auch noch ein Lager drinnen?
LG Konstantin

EDIT: Da müßte doch ein Sprengring drinnen sein?
[www.emobilshop.de]
Nr 87
Da ist bei mir nix! Nagut, wenn die Ankerplatte rumtanzt dann ist es ja auch kein Wunder wenn da was streift :(
Sollte das schon des Rätsels ganze Lösung sein?

von el El - am 22.08.2013 14:28
OK, 70km weiter, stand der Dinge:
Ich hab jetzt auf Teil 81 "Abstandring Vorderachse" eine 2mm Beilagscheibe draufgesteckt und das ganze zusammengeschraubt. Oho! Das Vorderrad ist auf einmal flüsterleise, kein Schleifgeräusch egal in welcher Position und der Lack auf den Bremsen ist auch noch drauf! Doch es geht weiter: Das El geht jetzt auf einmal schneller... Muß schon ganz schön geschliffen haben..
Ich mußte sogar, wie praktisch, eine Vollbremsung aus 40kmh machen, ein Mopedfahrer hat mich übersehen und ist mir aus einer Einfahrt auf die Straße raus: 3 deutliche Striche am Asphalt.

Sagt mal, kann man sowas eine - ahem - Reparatur nennen? Darf man das so lassen, mit der Beilagscheibe?
Schönen Abend und danke,
Konstantin

von el El - am 22.08.2013 18:57
Falls es vorne warm wird und das Lager locker ist, kann das auch von der Walkarbeit des Lagers in der Trommel kommen. Ein Versuch ist das Lager mit Loctite einzukleben, ein anderer den Lagersitz mit dem Körner zu erhöhen um das Spiel zu reduzieren beide Aktionen halten meisten nicht lange vor.

Ein guter Trick ist Fühlerlehrenband zwischen Lager und Felge einzulegen um das Spiel zu minimieren. Den Dreher würde ich weg lassen von der Felge, der Lagersitz hat schon wenig genug "Fleisch". Ich habe schon Felgen gesehen in denn dann nach solchen Aktionen der Lagersitz abgebrochen ist an der Stelle.

Ralf

von Ralf Wagner - am 22.08.2013 23:27
ob man das so lassen kann , weiß ich fachmännisch nicht hundert pro...
aber ich würde als Beilag scheibe kein normales Eisen nehmen, für denn fall das Zuviel locker ist, schleift und schrappet es dir auf die Achse rum und läuft sich da ein,
besser aus Messing Kupfer oder Alu das ist weicher als die Achse ...

von Horst Hobbie - am 23.08.2013 04:42
Horst, ich nehme an die Beilagscheibe ist sogar etwas dicker als der Sprengring der da normalerweise rein soll. Weil der eben nicht drinnenwar hatte es Spiel, wäre das möglich? Dann könnte ich mir den Sprengring besorgen und alles paßt wieder? Dummerweise spüre ich da in der Ankerplatte keine Nut wo der reinsoll :(

LG Konstantin

von el El - am 23.08.2013 05:46
Ha HA eben minimales Spiel und schon reiben die Beläge, Nur hat man an der falschen Stelle geschaut , nun gut im Nachhinein ist man Schlauer :spos:

Richtig Sauber machen - das wird mal schon sehen wo Früher mal der Ring war!

Äm und ja auch ich - wenn die Möglichkeit besteht das die Beilagscheiben aus legierten Stahl sind mit ihrer Innendurchmesser auf der Achse Reiben könnten?
Dann würde mir das nicht gefallen!

von thegray - am 23.08.2013 11:34
gray, ich glaub nicht das die Beilagscheibe irgendwo reiben kann, die Achse selber ist doch starr. Wozu da überhaupt dieses Lager drinnen ist und diese Platte mit den Bremsbacken nicht starr auf der Achse sitzt versteh ich nicht.Nach der Beilagscheibe kommt dieser originale Distanzring und dann das Radlager. Ich glaub da kann nichts reiben.
LG Konstantin

von el El - am 23.08.2013 12:07
Die bremskräfte stützen sich über den parallelogrammechanismus mit dem kleinen Hebel weiter oben an der radaufhängung ab... wenn man dies so macht muß auch ein lager her das sich beim einfedern etwas bewegt .. viel tuts ja nicht ..

von Christian s - am 26.08.2013 16:30
Moin Konstatin,
ich tippe mal auf Spiel im Vorderrad durch eine vielleicht nicht mehr originale Unterlegscheibe vor der Achsmutter? Die ist im Original doch recht dick. Sollte die mal schmaler ersetzt worden sein, könnte das Vorderrad/Felge beim fahren geringfügig durch Querkräfte verziehen. Das reicht dann, damit die Bremsbacken an den innenliegenden Kühlrippen schaben. Den Lagerfehler hielt ich erst für wahrscheinlicher (hatte ich auch mal-Fehlerdiagnose: Ein eher dumpfes Knacken "aus dem Vorderrad", was sich mit zunehmender Erwärmung lauter "meldet"). Sofern ein neues Lager zu leicht im Lagersitz eingepresst ist, fängt es an zu walken (wie Ralf ,weiter oben, schon erklärte).
Erstgenannter Fehler scheint ja auch mit der Zusatzscheibe behoben zu sein?
Viele Grüße
Enno

von Enno - am 27.08.2013 09:39

Vorderrad knackt und ist heiß, Bremse quietscht

Hi,
wollte ja schon einen neuen Fred aufmachen, haben dann aber diesen hier entdeckt. Paßt ganz gut, denke ich. Weiterhin denke ich, daß Konstantin damals einfach nur seine Feder falsch herum eingebaut hat und sie ihm deshalb in der Felge die Versteifungsrippen wegschliff. Ich habe das an der HA leider auch schon fertig bekommen und erst später gemerkt, daß die nicht symmetrisch ist ...

Aber nun zur Historie meines Mangels: altes Rad (Felge) hatte schon einen so lockeren Lagersitz, das lange nichts mehr knackte. Es eierte schon und hatte reichlich "Luft" nach allen Seiten. Als ich nur noch geradeaus und Rechtskurven fahren konnte (links fing eine "Bremsautomatik" an), flog es raus und ich baute mir ein hervorragendes Gebrauchtes mit (fingergeprüft) fest sitzenden Lagern und fast unbenutzter Bremstrommel ein. (dick + ohne jegliche Riefen)
Dazu auch neue Bremsbeläge, leider aber die ohne die extra Anschläge für die "ich-lass-euch-nicht-weiter-zurück-Dinger" in der Bremsankerplatte.
Obwohl das Lager in der Ankerplatte ordentlich Spiel hatte (ist das sehr schlimm?), baute ich so alles zusammen und fuhr erstmal eine ganze Weile (ca. 500km) munter und ohne Probleme.
Dann fing
1. die Vorderradbremse an zu quietschen. Ok dachte ich, die alte hat auch immer mal gequietscht, besonders bei jedem ersten Bremsen nach dem Losfahren. Mittlerweile quietscht die aber bei jedem Bremsvorgang, Ist etwas peinlich.
2. 200km später hörte ich erste Knackgeräusche von vorn. Später merkte ich, daß sie immer dann auftraten, wenn ich eine Weile im Großstadtverkehr unterwegs war. Mit viel Stop and Go. Jetzt knackt es schon nach 5km Fahrt vorn. Und das Knacken ist Rad-umlaufend. Hatte erst die Radmutter in Verdacht, die sitzt aber bombenfest.
3. Als das Knacken so laut wurde, daß ich es aus dem Stand heraus bis hoch zu 30km/h noch hören konnte, hielt ich an und faßte ans Vorderrad: Trommel sehr heiß. Keine 100°C aber wohl um die 80.

Jetzt frage ich mich, ob ich EINEN Fehler habe, der zu den Symptomen führte oder ob ich an mehreren Orten ran muß.

1. Warum quietscht die Bremse? Weil das Breitlager in der Ankerplatte hinüber ist? Oder ist das eher egal? Oder weil ich die falschen Bremskörper habe, die jedesmal viel zu weit zurückgeschoben werden und dann beim nä Mal einen langen Weg bis zur Trommel zurücklegen müssen?

2. Warum fing mein Lager (ich schätze mal, das es das ist? Was sonst?) an zu knacken? War das Lager doch nicht fest genug eingepresst? Oder wurde der Sitz locker, weil sich die Trommel zu stark erwärmt hat? Was mache ich dagegen? UHU Endfest hatte ich schonmal, hat beim alten Rad keine 10km gehalten; wahrsch nicht tempfest genug ...

3. Warum ist meine Trommel eigentlich so heiß, auch wenn ich gar nicht bremse? Weil sich die Katze in den Schwanz beißt (weils Lager sich umlaufend setzt) oder weil die Backen wegen dem Ankerplattenlager schon in der Trommel schleifen? Sind solche Fälle bekannt? Wenn ich meine Else vorn aufbocke und am Rad drehe, ist alles schleif-frei und läuft rund und unauffällig. Nur in den Lenkteilen bis einschl Ritzel ist ordentlich Spiel.

Wenn ich nochmal auseinanderbaue, wollte ich auf jeden Fall gleich das Ankerplattenlager mit machen. Daher noch nicht rangegangen. Brauche ich auch dringend neue Bremsbacken? Sollte ich die Radlager bei der Gelegenheit auch gleich mit einkleben? Womit? (außer Uhu Endfest und Schraubensicherung hochviskos?) Kommentare?

Viele Grüße, Lars

von laase - am 04.06.2016 20:22
Wohl zu lang. Ich fass' es nochmal zusammen:
was kommt zuerst, Bremse erhitzt sich und Lagersitz weitet sich - > Lager setzt sich unter Knacken
Oder Lagersitzt setzt sich OHNE das ein Bremsproblem vorliegt und erhitzt sich selbst durch die Walkarbeit noch zusätzlich?

Sind für vorn zwingend Bremsbacken mit Rückstellanschlägen erforderlich?

Was ganz genau bewirkt ein stark verschlissenes 3004 Ankerplattenlager?

Womit klebe ich ein nicht fest sitzendes Lager bei Temp bis zu 200°C am besten ein?

von laase - am 06.06.2016 06:08
Einkleben mit UHu Enfest je nach LAgespiel mit Eisenpulver oder Loctide dazu müßte ich Dir nachher die Nummer raussuchen
Nimmt sich bedies nicht, daher nimm Endfest und alles ist gut

von Sven Salbach - am 06.06.2016 07:13
Danke Sven, aber speziell dem Uhu Endfest traue ich es Nicht zu. So habe ich es beim alten Rad schonmal gemacht. Nach weniger als 10km klackte es wieder. Das hat es einfach "zerrieben".
Womit kann ich denn ggf füllen? Späne geht wohl noch nicht; woher bekomme ich feinsten Staub? Oder gleich zum Konkurrenzprodukt JB Weld greifen?
Das andere Problem: brauche ich zwingend andere Bremsbacken mit Anschlägen speziell für vorn?

von laase - am 06.06.2016 16:19
vertrau mir...wenn Du es richtig machst bis Du mit UHu Endfest auf der sicheren Seite, ich mußte noch keine Klebung am El zweimal machen...

Loctide 7471 evtl Activator 660 habe ich..
ISt im grunde nichts anderes nur SCHLECHTER!!
Einkomponentig..ebenfalls mit Eisenpulver gefüllt..

Eisenpulver bekommst Du bei ebay, ein kleines Döschen hält ewig!

Wenn Du ganz sicher gehen willst(mache ich immer beim El :-)) klebst Du das Lager mit UHU und Späne ein, fixierst das ganze (ich habe einen Stummel einer alten Hinterachse, damit kann ichd as dann sogar verschrauben) und erhitzt es mit einem Flammenwerfer :-) doer Heißluftföhn etc auch um die 100°-120°, aufpassen das Du nicht zu hoch mit der Temperatur kommst, das mögen die Lager dann nicht mehr...
Dann kannst Du das ganze 20 Minuten später wieder einbauen und bist glücklich.
JB Weld teste ich momentan an anderen Dingen, kann noch keine sichere Ausasage treffen, schlecht ist es jedenfalls nicht, habe mich aber vergriffen und das JB welt schnellhärtend gegriffen..
Nachteilig ist, ich glaube das kann man, nicht wie UHU endfest, innerhalb weniger Minuten auf die höchste Festigkeit durchhärten (das wissen viele nicht!! erst wenn Du er erhitzt erhält es die angegebenen 300NM oder KG die auf der PAckung stehen, anderfalls erreichst Du nur die Hälfte ! und ist dann nicht besser als jeder andere Epoxy..außer das Endfst Temperaturfester ist und sogar für Bremsbeläge genommen werden darf (sie auf der Seite von UHU)

von Sven Salbach - am 06.06.2016 17:39
Heute Nacht habe ich's mal geschafft, das Ganze aufzumachen: Radlager bei iO, kein Kratzen, keine Druckstellen, ordentlich befettet.
Sogar das 3004 Ankerplattenlager war (entgegen meinet letzten Bestandsaufnahme) vollkommen in Ordnung. Es wackelt nur der Innenring etwas auf dem Achsstummel, aber das geht ja weg, wenn die Radmutter angezogen wird.
Das Ankerplattenseitige Radlager kam bei ca. 80° raus; das andere ("linke") habe ich auch bei 120° noch nicht rausbekommen.
What the fu..... hell is da falsch? Ich kann nicht erkennen, warum knackt das vorn umlaufend beim Fahren?
Warum wird das extrem heiß?
Warum quietscht meine Bremse so abscheulich?
Ich kann keine Schleifspuren von Bremsirgendwas in/an der Felge erkennen, auch das Tragbild der Beläge ist tadellos.
Es fiel mir nur auf, das die jeweils inneren Dichtringe der Radlager nicht drin waren. Das Fett, wenn heiß, kann sich so einfach im ganzen Raum zwischen den Lagern verteilen und ist dann mitunter zu wenig in den Lagern selbst. War aber noch nicht bedrohlich und schien noch keine aauswirkung zu haben.
Müssen eigtl unbedingt C3 Lager rein?
Viele Grüße, Lars

von laase - am 09.06.2016 06:37
Nein, nicht unbedingt C3.(Leichtlauf)
Also d wenn Du keine Spuren an den Rippen der Felge hast, müssen es die Lager sein eigentlich bzw der Lagersitz..

Das furchtbare Geräuscht der BRemsn kannst Du nur versuche durch erneutes anschleifen der Beläge und des Trommel wegzubekommen.
Es bilden sich sogenannte Rattermarken, also Muster, wie bei eienr Schlaplatte...und dann macht es das Geräusch immer...
Du musst danach unbedijngt aufpassen das es dieses Geräusch nicht mehr gibt durch hräteres oder weicheres Bremsen!! und sofort aufhören wenn es anfängt und wieder sanft bremsn..
Dann ist es irgendwann weg.. oder eine neue Felge ;-)

Und ob es von den Lagern oder der bremse kommt ist ja einfach festzustellen..wenige Meter fahren,...entweder ist die Felge in der Mitte oder Außen heiß...

von Sven Salbach - am 09.06.2016 07:07
Hallo Lars,

das quitschen hatte ich auch. Obwohl ich die Beläge auch geschmirgelt hatte.
Habe mir dann neue besorgt und beim Umbau bemerkt, dass an der Ankerplatte ein Bolzen auf dem die Bremsbacken gesteckt werden locker war. nachdem ich diesen wieder fest angezogen und gesichert hatte war das Geräusch komplett weg. jetzt habe ich einen Satz neue Bremsbeläge da liegen.

mfG
Peter

von Peter End. - am 09.06.2016 11:05
" ... Sofort aufhören, wenn es wieder kommt. ..." das mache ich schon automatisch ;-)
Ihr habt Recht, ich werde mal versuchen, abzuschleifen und auch die "auflaufend vordere" Kante des einen Belags so abzurunden, daß der Trommelstahl eher eine Fläche "findet", als eine scharfe Kante, wo die Fläche dahinter gar keinen Kontakt mehr hat.
Backenlagerstifte kann ich tatsächlich auf Wackligkeit prüfen.
Hoffentlich tun es zwei neue Lager gegen das selbstverstärkende Hitze-Knack-Problem.
Danke Euch, Lars

von laase - am 09.06.2016 16:33
Den ausgedödelten Lagersitz habe ich in den Griff bekommen, indem ich einen Stahlring gedreht und innen drüber gepresst habe. Alles andere hilft nur kurz, da um das Lager herum einfach zu wenig Material ist und es sich immer wieder weitet.

von Rued - am 11.06.2016 09:16
Hallo Rüdiger, Hallo Sven,
eure Posts habe ich leider nicht mehr gelesen; ich lag da schon unterm "Kandidaten".
Das mit dem Stahlring merke ich mir aber fürs nä Mal, wenn die jetzige "Lösung" nicht lange hält. Aber erst mal sehen. ... Und wie hast Du das dann genau gemacht mit dem Ring? Ich nehme mal an, der hatte nicht unter 1mm Wandstärke?! Hast Du die Felge dann dort auf Ring -0,1mm ausgedreht und den Ring brutalst in den dann noch dünneren Alu-Hals reingezimmert? Fängt dann bei der noch weiter verringerten Hals-Wandstärke nicht einfach die Einheit "Lager+1mmRing" an, bei Hitze im Hals zu wackeln?

von laase - am 11.06.2016 22:04
Ich schildere jetzt einfach mal, was ich heute und insgesamt in der Angelegenheit gemacht habe. Vielleicht interessierts den Einen oder Anderen ja bei späterer Suche nach dem Thema mal:

- 1x Lager 6004 Außenring entfetten und außen leicht mit 120er anschleifen, damit später der Kleber dort besser angreifen kann (später kam mir noch die Idee, mit Dremel, dünner Flexscheibe o.ä. 2 bis 3 Rillen außen einzuschleifen, habs aber nicht umgesetzt)

- 2 Stück 6004 2RS (oder RSH, wie sie jetzt heißen) und 1 Stück 3004 in die Kühltruhe legen

- El ist an Hi-Achse doppelt gegen Wegrollen gesichert. (Holz 4-Kant Stücke o.ä.) Steht bei mir vorne (rechts außen) auf auf einem hohen Holzklotz

- 2x Felgenlager 6004 RS C3 raus: das am Hals kam nach Warmmachen auf ca. 80°C und paar Schlägen über Schrauzi o.ä. auf den Innenring von der anderen Seite her heraus. Das Radmutterseitig sitzende ist deutlich fester. Brauchte über 120°C und einen "Lager-Innenabzieher". Mit dem hätte man natürlich auch ohne Hitze ziehen können, Temp schont aber Lagersitz und Werkzeug (war bei diesem Lager und dem 3004 schon am Limit).

- Reifen ist auf dem Rad und Luft ist bereits drauf.

- 1x Ankerplattenlager raus: Ankerplatte baumelte mit komplettem Backensatz noch an der Hydraulikleitung; machte die Arbeit nicht gerade einfach, aber Hydraulik trennen, entlüften oder gar neu befüllen erschien mir noch schwieriger. Sicherungsring mit SichRiZange raus. Restwand säubern. Gezielt wenig Kriechöl ran (aber nicht über Bremsteile!). Bei ordentlich Beleuchtung den Innenabzieher anbringen und, abgestützt auf einem schmalen Ring des Sitzes, noch zwischen der Ringfeder der Backen, nach massig Hitzezugabe (Heißfön) das 3004 rausziehen. Ich brauchte mind 4 Versuche; zog stets den Abzieher durch den Innenring, da nachts nicht genug Licht und auch sonst alles Ka... . Erst am nä Tag den Abzieher genau angeschaut, Haken optimal befeilt und im Lagerinnenring ausgerichtet und beim Ziehen ständig geschaut, was passiert.

- abgezogenes 3004 war zwar trotz 25J und nach dem Abziehen über Innenring noch top i.O., aber ich brauchte für später ein Druckstück. Daher wurde es auf dem Schleifbock so lange außen abgeschliffen, bis es leicht in den Ankerplattensitz fiel

- Nebenschauplatz. Geschaut, was immer so schmerzlich knallt, wenn ich durch ein Loch fahre: Übergroße Unterlegscheiben (Wandscheiben), die das untere Gummiauge des Federbeins "mittig halten" schlagen bei impulsartiger Krafteinwirkung bis zum Boden des Dämpfergehäuses durch. U-Scheiben dort einseitig 3mm gekürzt. Mal sehen, ob das reicht. Evtl muß unten ein festeres Gummiauge rein.
- Wenn Schmiernippel für Schwinge vorhanden, sollte man jetzt nachfetten.
- wenn Bremse quietschte, die Beläge mit 60er bis 120er überschleifen. Insbesondere die "abgestreckte hart auflaufende Kante" etwas wegnehmen/abrunden (beim Blick auf Backen auf der fertig montierten Ankerplatte die bei ca. "11 Uhr"), um Oszillation zu vermeiden. Beläge mit Bremsenreiniger säubern.

- Distanzstück zwischen den beiden 6004 (und auch das zwischen Ankerplatte und Rad) anschauen, auch mit festgestelltem Meßschieber: wenn Enden nicht exakt parallel, dann vorsichtig befeilen (bei mir Grate und eingelaufene Stellen), bis wieder gleichmäßig durch den festgestellten Meßschieber "durchsaugt". Wenn nämlich "keilig" verbaut, dann später evtl. Probleme mit verspannten Lagerinnenringen und/oder Ausweichbewegungen des/der Lager. Bei mir war das Rad-innere Distanzstück ganz deutlich eingelaufen + Grat gebildet. Li Re Unterschied ca. 0,1mm.

- 3x Lagersitze alle gründlich mit Bremsenreiniger reinigen (ggf mit Reinger auf Lappen). Auch den Sitz-Grund, damit die Lager später sauber bis "Anschlag" können. Alte 6004er waren leider nach innen hin offen, so daß das Fett da natürlich überall drin war. Am Hals-Sitz daher ganz besonders gründlich entfetten.

- Zuerst das radmutterseitige Lager ins Rad rein: abgeschliffenes 3004er als Druckstück und einen 500g Stahlhammer zurechtlegen. (Gummihammer war bei mir lächerlich) Sitz mit Heißpistole warm machen, zum Gefrierschrank rennen, das 6004er ohne Beschliff greifen (und bitte nicht, wie mir leider 1x passiert, das neue 3004er), zurück zum Rad und einwerfen. Schön wärs. Real so weit wie möglich einstecken und dann sofort mit aufgelegtem Druckstück und gezielten Schlägen an die jeweils richtige Stelle des Außenrings das 6004er "reinzimmern". Nur am Druckstück und auch dort nur am Außenring schlagen, damit niemalsnie ein Schlag auf den Innenring geht. Ende (Anschlag unten) klingt deutlich anders als Rutschbereich. Ein paar Sicherheitsschläge ringsrum schaden nicht.

- weil man jetzt in Übung ist, das schwerste Lager einziehen, das 3004er in die Ankerplatte. Zunächst (Einziehwerkzeug!) eine lange 12mm Schraube (oder sagt man da generell schon Bolzen?) mit 19mm 6-Kantkopf, eine wirklich dicke und große 12mm U-Scheibe (liegt später über der Radaufhängseitigen Öffnung der Ankerplatte), eine 30mm Nuß (oder anderes vom Durchmesser her passendes Druckstück), das abgeschliffene 3004er als primäres Druckstück, eine weitere U-Scheibe (überdeckt den Vierkant an der 30er Nuß) und eine 12mm Mutter mit 19mm 6-Kantkopf zurechtlegen. Und natürlich zwei 19er Ringschlüs. Bolzen und großdicke Scheibe können schon von hinten in die baumelnde Ankerplatte eingehängt werden. Wiederum Sitz ordentlich warm machen (nur von "hinten", d.h. nicht die Bremsteile!). Zum Gefrierschrank rennen, das 3004er ohne Beschliff greifen, zurück zur Ankerplatte. Dort zuerst das neue 3004er, dann das alte als Druckstück, dann die 30er Nuß, dann die kleinere U-Scheibe und dann die Mutter auffädeln. Schnell arbeiten, wenn möglich, schont den Sitz. Mutter anziehen und den ganzen Trum immer wieder auf "Linie" bringen. Ggf zwischendurch wieder kurz lösen dafür. Wenn Bolzengewinde zu Ende und Lager noch nicht komplett drin, war es zu kurz. ;-) Dann schnell ein altes 6004er greifen und auch noch auffädeln. Lager bis Anschlag einziehen. Erhöhte Kraft kündet vom Ende. Keine Angst, Nuß drückt immer auf den Außenring und auch nur auf den des alten 3004ers. So kann wirklich nichts Schlimmes passieren. So, daß war der schwerste Teil. Ankerplatte wieder einbauen (ist ja nur die eine Mutter am Reaktionsarm) und Distanzstück Platte-Rad auf den Achsstummel. Ggf. noch Entlüftung des Radbremszylinders prüfen: Entlüfter mit 8er Maul 1/2 U lösen; muß gleich zu tropfen anfangen. (Auche ohne irgendwelchen Druck auf Bremse!) Ein paar Tropfen mit Tuch auffangen, dann wieder zudrehen und Staubkappe drauf.

- letzes 6004er am Hals der Felgennabe einsetzen. Hier wird Sitz beschrieben, der noch keine "Wurfpassung" hat, wo sich das Lager aber bei Hitze schon beginnt zu setzen. Zuvor nochmal entfetten (Bremsreiniger auf sauberem Lappen). Lagerkleber Loctite 648 bereitstellen. (Sorry Sven, habe diesmal doch dazu gegriffen, da ich das Uhu Endfest bei meinem anderen Rad als zu instabil erlebt habe). Rad auf saubere Unterlage auf den ebenen Boden legen. Distanzstück auf den Innenring des schon drin sitzenden Lagers stellen. (Wichtig ;-) Lagerkleber (hat etwa Zähigkeit wie zimmerwarmes Bratöl) auf die Kante des Lagersitzes träufeln, damit später Kante und Sitzfläche benetzt sind. Runterlaufende Tropfen wieder nach oben ziehen, bis alles "grün" ist. Nicht bis zum anderen Lager runterlaufen lassen. Nicht erhitzen. Zum Gefrierschrank rennen, das letzte 6004er MIT Beschliff greifen, zurück zum Rad und einwerfen. Hier klappte das bei mir sofort. Wenn nicht, freuen (Sitz ist dann besser als meiner) und mit altem 3004er als Druckstück und paar Schlägen auf den Außenring das Lager bis zum Distanzstück setzen. Überschüssigen Lagerkleber von Rand+Lageraußenring abwischen.

- fertiges Rad sofort danach einsetzen: Prüfen, ob Distanzstück Ankerplatte-Rad auf der Achse sitzt. Rad rauf. U-Scheibe und Mutter locker rauf. Leichtgängigkeit der Lagerung prüfen und merken. Wenns irgendwo schleift, das abstellen (darf nicht!). Voranzug mit 24er Ring. Geeignetes Holzstück vom Brennholzstapel greifen, oben überm Rad einklemmen. DrehmomSchlü auf 100Nm einstellen, 24er Nuß drauf. Mutter anziehen. Erneut Leichtgängigkeit prüfen. Muß genauso leichtgängig sein, wie vorher. Sonst war ein Distanzstück "keilig" oder ein Lager schief drin.
Rad sofort und in nächsten paar Stunden immer mal wieder drehen, damit sich der vom SItz runtergeschobene Lagerkleber schön überall dünn verteilt und nicht als Pfütze irgendwo Probleme macht.

Nächsten Tag noch mal durchdrehen und runter vom Vornbock. Losfahren und lächeln.

von laase - am 12.06.2016 00:03
Wow, mächtig gute Arbeit! Ich weiß gar nicht mehr wie ich das damals dann gelöst hatte, hab ich wirklich nur eine weitere dünne Scheibe reingetan? Hab ich das Ankerplattenlager gewechselt? Seit 3 Jahren ist Ruhe da vorne, das ist eigentlich schon wieder viel zu lang für ein El.

von el El - am 12.06.2016 05:20
Hallo

Aufpassen wenn du den Reaktionsarm gelöst hast, der muß entweder mit Abstandswerkzeug oder bei 75 kg last auf dem Fahrersitz wieder angezogen werden sonst ist das Gummilager schnell defekt.


Gruß

Roman

von R.M - am 12.06.2016 09:28
Hallo Roman,
ist eh schon defekt bei mir; Gummi ist nicht mehr mit Metall verbunden. Hat sich sozusagen alles "vereinzelt".

Fazit heute (30km nach Reparatur): Vorderrad knackt nicht mehr und wird nur noch handwarm. Bremse quietscht nicht. Aber warten wir es mal ab ...
Viele Grüße, Lars

von laase - am 12.06.2016 20:05
heute ganz deutlich den Unterschied gemerkt:
19km Landstrasse, dann 19km Stadt mit viel Stop&Go: Vorderradnabe extrem heiß (hinten nur lauwarm); keine Knackgeräusche.
19km Stadt mit viel Stop&Go, dann 19km Landstrasse: Vorderradnabe nicht mal handwarm.

Also:
1. Nabe wird jetzt nur noch vom Bremsen warm, nicht (mehr?) vom Lager-Walken.
2. Wahrscheinlich stimmt meine Bremsverteilung nicht; müßte mehr nach hinten geben
3. (Noch) hält der Lagerkleber.

von laase - am 13.06.2016 23:11
Hi Rüdiger,
wollte Dir schon antworten, weil ich mir das in den letzten Tagen auch so zusammen gereimt habe.
Was für eine Stärke hat Dein RIng und wie hoch ist er? 3mm und 20mm?
Hast Du die Felge dafür auf der Drehbank gehabt? Oder ist das dort eben und "zylindrisch genug"?
Zum Aufziehen des STahlring auf welche Temp gebracht?
Ich glaube, ich möchte das zusätzlich auch noch haben. Läuft zwar gerade gut bei mir, aber wer weiß wie lange der Lagerkleber die Temp aushält. Wenn der Sitz erstmal hinüber ist, kann man die Felge eigentlich vergessen. Und neue Felgen gibts auch nicht mehr wie Sand am Meer ...

von laase - am 14.06.2016 21:57
An der Felge habe ich nichts gemacht, glaube ich, ist lange her, hält super seit sieben Jahren. Ich such mal ein Foto raus. Ich habe den Ring innen angeschrägt, damit er besser draufgeht und mit ner Presse einfach aufgepresst, macht jede gute Werkstatt für ein bisschen Kaffeekasse.

von Rued - am 18.06.2016 13:40
Ich bin nach wir vor für kleben. Gerade bei einem lem geht es darun gewicht zu sparen wo immer es geht erst recht bei den ungeferderten massen. Und es braucht nichts angefertigt zu werden. Alles was dafür erforderlich ist hat man im haus..ok bis auf uhu endfest...und dem eisenpulver natürlich haha

von Sven Salbach - am 18.06.2016 13:45

Bremse quitscht

Hallo Leute, ich hab so ein ähnliches Problem, hab ja am Wochenende eine Vorderradeinheit Repariert, da Lager ausgeschlagen, was ich jedoch nicht gemacht habe waren die LAger Der Bremse und des Rades,
Die Bremse geht ziemlich Locker auf die EInheit rauf und Wackelt auch ein wenig das Rad geht da schon wesentlich stränger rauf aber jetzt auch nicht so dolle.
Wenn ich die Beiden mit der Radmutter Fixiere ist alles Bombenfest, da wackelt nix.

Jetzt Hatte ich das Problem das vorher beim ersten mal Bremsen alles recht Laut quitschte (ist um 4:30 Uhr in der Früh nicth gerade angenehm) also hab ich mir wenn schon alles ausgebaut Schleifpapier genommen die Backen angeraut und die Kanten angeschliffen, das gin für ca 5-6 Bremsvorgänge Gut, jetzt quitschen sie aber beim langsamen Bremsen wieder häftig
Also wenn ich jetzt von 50 runterbremse fangen sie erst bei 5-10 km/h an zu quitschen.

Knacken tut nix soweit ich das gehört habe, auf die Temperatur muss ich schauen. Da mein EL mit NiCDs jetzt 2 Monate Gestanden ist muss ich eh die Akkus wieder Wecken und Fahre jetzt mal Täglich den Akku Leer da Schaue ich dann nach der Temperatur

von EL-KO - am 24.06.2016 05:16

Re: Bremse quitscht

Hallo Rüdiger,
will ja jetzt nicht mit: "und, die Fotos?" kommen. War ja jetzt, wo das El gut läuft, auch eine Weile nicht im Forum.
Aber interessieren würde mich das natürlich trotzdem. ... ;-)
Wie dick hast Du den Ring gemacht?

@ ElKo: meine Bremse quietscht leider auch wieder. Sowohl bei niedriger Geschw, als auch bei Vmax. Kommt bei mir eher auf den Bremsdruck an; quietscht vor allem bei geringem Druck aufs Pedal.

von laase - am 24.06.2016 19:42

Re: Bremse quitscht

gut, kenne ich so mit kupferpaste an PKW Bremssätteln. (zwischen Kolben und Bremsbelagträger)
Aber hast Du mit Keramikpaste WIRKLICH schonmal eine stark quietschende El-Bremse dauerhaft in eine nicht quietschende verwandelt?

von laase - am 24.06.2016 21:12

Re: Bremse quitscht

So sieht das dann aus, der Ring musste dann aber etwas dünner, weil er am Radbremszylinder schliff. Frag mich nicht mehr nach der genauen Dicke, kann ich nachreichen wenn ich das Rad mal wieder ab habe...
[attachment 1915 IMG_2888.JPG]

von Rued - am 27.06.2016 08:38

Re: Bremse quitscht

Hallo Rüdiger,
ok, sieht so aus, als wenn er zwar dünner als der Aluhals, aber doch deutlich dicker als der Lager-Außenring ist. Höhe entspricht wohl in etwa der des Lagers?!

Finde ich eine prima Idee! Sollte man wahrscheinlich schon beim ersten Anzeichen von Knacken und Knarzen machen, damit das Spiel nicht zu groß wird und man am Ende doch noch einen Streifen Fühlerblattlehre oä. zum Lager geben muß.

Höhe ausmessen geht wahrscheinlich auch an einer alten Ankerplatte mit Wellenstummel durchs Lager. Aber erstmal haben. Also doch aufschrauben ...

Danke nochmal für die Anregung!

von laase - am 30.06.2016 18:55

Re: Bremse quitscht

So, es ist wieder soweit. Mein Vorderrad bremst selbständig, nicht beim Geradeauslauf, vor allem meim leichten linkseinschlag, aber auch rechts etwas. Rubbelig spürt sich das an. Mir reichts, die ganze Vordergabel fliegt raus, ich hab ja noch 2 gute hier liegen (man sammelt ja gern, bitte nicht messy sagen!) und dann kriegt die mal "auf dem Tisch" ein Service. Gibts beim Aus einbau irgendwas spezielles zu beachten? Ankerplatte ab, Kreuzgelenk und dann die 8 Schrauben am Dom? Dann dann fällt sie mir eh schon entgegen? Noch was?

von el El - am 02.09.2016 14:34

Re: Bremse quitscht

na es kann ja nur Radlager oder Bremsankerplattenlakger sein..Radlager mit UHU Entfest einkleben und auf 100° mit Heißluftföhn erhitzen..
falls der LAgersitz vom bremsankerplattenlager ausgeschlagen ist...evtl mit Loctide LAgerkleber versuchen bevor man zu Uhu Endfest greift..

von Sven Salbach - am 02.09.2016 14:39

Re: Bremse quitscht

Sven, danke, ich mir geht jetzt eigentlich um den Umbau der ganzen Gabel, da muß jetzt eine andere rein, um die Reparatur der bisher verbauten muß ich mich später kümmern.

Zitat
el El
Gibts beim Aus und Einbau irgendwas spezielles zu beachten? Ankerplatte ab, Kreuzgelenk und dann die 8 Schrauben am Dom? Dann dann fällt sie mir eh schon entgegen? Noch was?


Paßt das soweit?

von el El - am 02.09.2016 15:07

Re: Bremse quitscht

Hallo

lange Verlängerung für die Ratsche so ca. 50cm dann gehts einfacher, und vorher alles mit WD 40 einsprühen..

Wenn du zukünftig deine Ruhe mit Rost an den Schrauben haben willst dann Plastikhütchen drauf mit Fett Füllung.

Gruß

Roman

von R.M - am 02.09.2016 17:29

Re: Bremse quitscht

Fallen einem dann nicht ständig die Schrauben entgegen wenn man es alleine montiert?
Wie setzt Du dann die Unterlegscheiben und die Mutter auf?
Bzw wie Fixierst Du die schrauben?
Einige halten ja so, durch Loctide Reste, andere aber nicht..
Mit den Muttern von unten ist das ganze sehr einfach, da man super mit den Gripzangen Arbeiten kann

von Sven Salbach - am 05.09.2016 07:20

Re: Bremse quitscht

ist schon 2 jahre her kann mich nicht mehr genau erinnern ... ich glaub ich hab die muttern oben gegen den rand der verstärkung mit irgendwas festgeklemmt u dann v unten vorsichtig die schrauben angesetzt . später dann mit ringschlüssel oder Gripzange gehalten ich glaub es hat keiner helfen müssen. Es kann aber keine große Affäre gewesen sein sonst würd ich mich noch daran erinnern. ..

da ich das neue Smiles Federbein eingebaut habe musste lt Einbauanleitung soweiso eine Schraube umgedreht werden da hab ich mir gedacht warum nicht die anderen auch .

von Christian s - am 05.09.2016 10:51
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