EL, Tacho kaputt, Schütze klacken manchmal nicht, Kapa-Messer-Stecker

Startbeitrag von feliweb am 25.07.2014 17:39

Hallo el-Freunde,

mein CityEl fuhr eine Weile recht gut - es waren zwar einige defekte Bauelemente überbrückt - in den letzten Tagen hatte ich jedoch einige Probleme, mit Liegenbleiben ...

Die Zeit, in der es gut fuhr, fiel mir auf, dass bei schnellen Bergabfahrten die Schützrelais für die Vorwärtsfahrt regelmäßig ausgingen. Normal fuhr das EL dann wieder, wenn ich den Fahrtrichtungsschalter in die Neutralposition brachte und dann wieder nach vorne.

Einmal stellte ich während dieses Vorgehens aus Versehen den Rückwärtsgang ein, das gab ein scheußliches Geräusch, die Reifen blockierten, die Reibekupplung hat wahrscheinlich auch durchgedreht und ich bekam einen Riesenschreck. Das Auto fuhr danach wieder weiter, ich habe den Eindruck, dass es seitdem nicht mehr ganz so schnell fährt und dass die Beschleunigung nicht mehr so gut und sofort auf das Drücken des Gaspedals erfolgt. Das Beschleunigungsverhalten wirkt etwas lascher.

Bei einer Fahrt gestern morgen fiel mir ein, dass das Auto, nachdem ich am Tag davor zwischendurch rückwärts gefahren war, vorwärts wieder schneller fuhr. Das probierte ich auch - das Auto fuhr rückwärts und dann blieb es ... stehen. Kein Klacken der Schütze mehr beim Umschalten auf Vorwärtsfahrt. Mist.


Noch ein paar Fakten, die schon die ganze letzte Zeit so waren:

* Tacho funktioniert nicht (funktionierte noch nie, seitdem ich das EL gebraucht gekauft habe)
* Gaspedalschalter ist nicht ok (ich habe ihn kurzgeschlossen)
* Bremspedalschalter geht nicht (habe ihn offen geschaltet. Ist blöd, Bremsleuchten gehen nicht)

* Wenn die Schütze beim Schalten auf Vorwärts / Rückwärts nicht klacken mache ich folgendes:
+ Stecker J1 am Kapazitätsmesser herausziehen, wieder hineinstecken (manchmal fährt das Auto dann bei eingestecktem Schalter, eine Fahrt fuhr es auch bei ausgestecktem !! Schalter)
+ Auto immer wieder aus- und einschalten am Schlüsselschalter
+ Kontaktspray an Stecker mit den 6 Anschlüssen am Curtis und an J1 (am Kapazitätsmesser)

Zuletzt habe ich die PINs am Stecker J1 am Kapazitätsmesser überprüft (bin die Fehlersuchpläne von der Reparaturanleitung einmal durchgegangen). Diagnose:
1. Fehler am Kapazitätsmeser oder Schlüsselkreislauf
2. Fehler im 12V System
3. Fehler in der Hupe
4. Fehler in der Diodenplatine, RT-WS oder GE-RT-Leitung zur Diodenplatine oder Relais K5.

An der RT-WS-Leitung zum Sicherheitsrelais K5 lag Spannung 0 an. Am Stecker J1 sind die PINs 13 und 14 mit einem hineingestopften abisolierten Kabel verbunden. Das sollte eigentlich die Sicherheitsfunktion des Kapazitätsmesser auschalten!? Da trotzdem nichts ging, habe ich am Relais K5 die braune und die grüne Zuleitung mit einem Draht kurzgeschlossen - wollte simulieren, dass Relais K5 zu macht. Das war nicht so gut, die Sicherungen F2 und F9 sind durchgebrannt. Kann mir jemand sagen, warum das so nicht geht? ...
Nach dem Kauf von 2 neuen, baugleichen Sicherungen und Einsetzten von diesen, ...
klacken die Vorwärtsrelais wieder beim Schalten des Fahrtrichtungsschalter - yippieee!
Ich traue mich noch nicht, lange Strecken zu fahren.
Was ist denn nun kaputt am EL?
Über Hinweise würde ich mich freuen.

Grüße!
Felix

Antworten:

Ausbau der Schütze vordbereiten , zerlegen , prüfen, reinigen evtl. Kontakte tauschen.
Je nach Zustand und "vorarbeiten " nicht immer davon ausgehen das die Unterlagen stimmen.
Im original sind die Schütze Masse geschaltet . Also Versorgung..Schützspule....Curtis ....Masse.
Ein abfallen der Spulenspannung während voller Fahrt läst die S-Kontakte abbrennen.......also sofort kontolieren je nach Zustand und Belastung kann da noch mehr kaputt gehen bis zum Schmorbrand.
Um das danch zu verhindern, Spulen direkt über Zündung versorgen...Schalter ...Vorwiederstand...Spule..Masse.
Zum Staplerservice oder den hier beka ten Adressen und zwei neue Hauptsicherungen einsetze - versteckter Fehler möglich! !!!!

von thegray - am 26.07.2014 07:40
Hallo,

danke für die Antwort "thegray". An den Schützen liegts zur Zeit wahrscheinlich nicht, dass das Auto nicht fährt. Habe es heute ausprobiert. Gestern hatte ich nur gehört, dass die Schütze wieder klicken - die Vorwätsschütze - und wollte es heute von dem Ort abholen, wo ich es abgestellt hatte. Es fährt aber nicht.

Die Schütze klacken, wenn ich auf Vorwätsfahrt stelle. Das Auto fährt jedoch nicht an beim Drücken auf das Gaspedal. Die Sicherung F2 brennt immer wieder durch. Sobald ich den Zündschalter am Schloss 2 Positionen von der Neutralstellung nach rechts drehe (mit dem Zündschlüssel), brennt F2 durch. Von der Sicherung F2 gehen drei grüne Kabel ab. Wenn ich 2 von diesen mit der Sicherung verbinde, brennt die Sicherung nicht durch - das Auto fährt aber nicht an. Wenn ich die dritte mit der Sicherungsausgangsseite verbinde, brennt die Sicherung durch.

Hat jemand eine Ahnung, was defekt sein kann oder wo der Kurzschluss liegt?

Grüße,
Felix

von feliweb - am 26.07.2014 23:37
Zunächst einmal bitte die ungefæhre Seriennummer. Am besten als Signstur immer mitschleppen. Wenn es meinem Schaltplan entspricht: F3( 3...5A) ziehen und probieren. Das verhindert, das sich der Kappa einmischt. Entspricht etwa deinem Ziehen, Stecken,Ziehen....irgendwann läuft es.Scheinst aber eher einen unter #3000 zu haben. Dann wäre F2 eine 10A. Die grünen gehen zu Armaturenbrett, kennzeichenlicht und Strombegrenzer. Ziehe J8 von der Strombegrenzerplatine und versuche vorsichtig anzufahren.

von R - am 27.07.2014 07:38
...ist der Kappa nicht gebrückt ?
Wie war das (lange her)...

(gefährliches Halbwissen an)
durch brücken von 13+14 am Diagnosestecker kann man doch den kappa ausschalten
(gefährliches Halbwissen aus)

... lieber nochmal alles im Elweb nachlesen. Hab jetzt leider nicht die Zeit, das rauszusuchen....

von Andi aus Bad Essen - am 27.07.2014 07:43
Zitat
Andi aus Bad Essen

(gefährliches Halbwissen an)....


In der Tat, die Brücke ist am Anschlussstecker des Kappa. Sie schaltet auch nicht den Kappa ab, sondern lediglich die Möglichkeit, den Fahrstrom zu unterbrechen. Hat er aber vermutlich ohnehin nicht, weil es eine andere Serie ist. Die Empfehlung noch mal das Wiki zu befragen ist immer gut und Du hast ja auch das große Handbuch.

von R - am 27.07.2014 08:09
Kappa brücken im ELWIKI
[elweb.info]

Könnte es sein das bei den Umschalten vom Vorwärts inden Rückwärtsgang ,der Motor kurz als Generator gearbeitet hat ? Dadurch könnte eventuell
-das Rückwärtzschutz kleben (darum klackt es nicht mehr)
-die Surpressordioden auf der Relaisplatine oder der Tachoplatine ausgelöst haben (Überspannungsschutz)

Bei mir war mal ein Relais auf der Relaisplatine "durch"

In meiner alten Anleitung (S3xxxx/BJ1992) steht das F2 für die Heizung ist...
Scheint sich also etwas in laufe der Zeit geändert zu haben.

Bernd M
[attachment 747 sicherungen_2_BJ1992.jpg]

von Bernd_M - am 27.07.2014 10:13
Hallo alle,

da hab ich jetzt erst mal ein paar Sachen durchzuprobieren, danke! - nur schade, dass das EL ca. 9 km von hier aus entfernt steht :-( , muss ich erst hinfahren :-)
Die Seriennummer: 2381.

Grüße * *
Felix

von feliweb - am 27.07.2014 16:36
Hallo,

habe am E-Mobil herumgedoktert. Die Sicherung F2 brennt immer noch immer wieder durch. Ich habe den Stecker J8 unter dem Fahrsitz an der Strombegrenzerplatine ausgesteckt - Sicherung F2 brannte wieder durch. (Habe auch den Stecker von der Ladeeinheit abgenommen. Seit diesem Rumprobieren klackern alle 4 Relais-Schütze wieder!)

Nun wieder zum Problem: Sicherung F2 brennt durch. Sollte das EL auch ohne die Sicherung F2 fahren? In meinen Plänen zur EL-Verschaltung (elektronisch) ist nicht alles zu erkennen - oder ich gucke nicht an die richtigen Stellen ... Besonders die vollständige Seite 9 - oder fehlende Seite 10 (?) wäre interessant hat die jemand von euch. Guckt mal bei

[www.dropbox.com]

da sind die Schaltpläne, die ich habe (schaltplaene_elektrisch.pdf).

Also, mit den Schaltplänen komme ich zur Zeit alleine nicht weiter. Ich habe vor, am EL direkt die grünen Leitungen, die von F2 ausgehen zu verfolgen und zu gucken, ob da ein Kurzschluss erkennbar ist. Dann das Gaspedalpoti zu überprüfen. Und den Curtis.

Zur Zeit hoher Sicherungsverbrauch :-) :-( :-)
viele Grüße,
Felix

von feliweb - am 28.07.2014 06:13
Hallo

Wenn die Sicherung immer wieder durchfliegt auf der Relaisplatine wenn vorhanden die surpressordiode tauschen.

Auserdem wäre die Seriennummer des Els hilfreich

Gruß

Roman

von R.M - am 28.07.2014 08:58
Hallo alle,

so, die Suppressordiode habe ich gesucht, die Relaisplatine zuerst, die ist in meinem EL - soweit ich sehe - noch nicht eingebaut, es hat die Seriennummer 2381 (s. auch Signatur). Daraufhin hab ich die Gesamte Cockpitplatine (Tachoplatine) ausgeschraubt und ausgestöpselt --- und die Sicherung F2 brennt nicht mehr durch. Super. (War Tipp von Bernd_M).

Das Auto fährt aber trotzdem nicht. Habe das Gaspoti gecheckt, hat Wid. zwischen 0 und 5 kOhm, ok. Dann den Curtis am Auto angeschlossen geprüft. Zwischen B+ und B- angeschlossen leuchten 3 Halogenlampen. Wenn man B+ und M- nimmt, sind die Lampen aus und lassen sich nicht mit dem Gaspoti dimmen. -> Vermutlich ist der Curtis defekt.

Also Curtis ausgebaut, ist mein zweiter, um ihn zu Hause auszuprobieren. Beim letzten Checken mit 3 Halogenlampen ist mir aufgefallen, dass die Lampen beim hoch- und runterdimmen komisch flackern, auch wenn das Poti fest in einer Stellung eingestellt ist - ist das normal?


Soweit erst mal
schöne Grüße an alle in der EL-Welt,
Felix

von feliweb - am 29.07.2014 10:23
Hallo Felix,

wenn ich mich nicht irre, ist das gesuchte Teil bei den schwarzen Pfeil (Bild unten)

Link zum WIKI
[elweb.info]
[attachment 750 Tachoplatine_oben.JPG]

Zu prüfen ob die Rückwärts Schütze "kleben" sollte relativ einfach sein.
Wenn noch eine Verbindung besteht ,trennt der Cürts mit Recht die Masse für die Schütze
Ich schlage vor das Du die hochstromverbindungen mit den Durchgangsprüfer prüfst (Trennen beide Schütze alle Verbindungen zum Motor )
Info:die Schütze kann man zur Probe auch mechanisch schalten.

Bernd M

von Bernd_M - am 29.07.2014 20:15
Hallo,

habe den Curtis ausgebaut und zu Hause mit der Schaltung
[www.nadanet.de]
überprüft.
-> geht nicht mehr

Anschließend habe ich meinen alten, auch defekten Curtis
model: 1204X-4201 voltage: 24-36
serial: 64183 current: 275
aufgefräst nach der Anleitung

[elweb.info][]=curtis

Ein Hindernis waren die 6 Schrauben auf der Unterseite des Curtis, die sind auch in Vergussmasse eingelassen, die Vergussmasse muss man erst wegfräsen, dann kann man die Schrauben herausschrauben.

Und das sind die Ergebnisse:
[www.dropbox.com]
* Die Lötstellen sehen alle etwas korrodiert aus. Obs was bringt, die wieder nachzulöten?
* Außerdem habe ich an einer Stelle irgendwas abgefräst (links oben im Bild curtis_oben.png und vergrößert im Bild curtis_weggefraeste_stelle.png). Wahrscheinlich sind das nur Leiterbahnen laut Schaltbild
[elweb.info]
.

Nagut, werde mal ein paar Lötstellen nachlöten und sehen ob das was bewirkt.

Viele Grüße
einen schönen Sonntag !!!
Felix


P.S.: Kann man auch das Forum "elweb, Das Diskussionsforum zum Elektroleichtfahrzeug city el / mini el" insgesamt über Email abonnieren? Weiß nicht, obs wirklich sinnvoll ist, wollte gern über Email auf dem Laufenden bleiben.

von feliweb - am 03.08.2014 11:47
So,

nach dem Löten sieht das folgendermaßen aus (Bild curtis_nach_loeten.png):
[www.dropbox.com]

Hier oben im Bild (grüner Kringel) habe ich es geschafft, ein Kabel anzulöten. Hoffe, das entspricht der Verschaltung im Plan
[elweb.info]
.

Die anderen beiden Lötstellen (rote Kringel) sind gar keine richtigen Lötstellen geworden, das Lötzinn prallt nur so von der Oberfläche ab. Ich habe das Weiße, korrodierte mit Spiritus abgewischt - hat nichts genützt, ich habe dann etwas ZnCl2-Lösung darauf gegeben, einen Tropfen (damit kann man Gold löten) - hat nichts genützt. Dann hab ich aufgegeben. Sind halt zwei Lötkugeln oben auf den schlechten Lötstellen entstanden.

Der Curtis funktioniert immer noch nicht wieder.

Hat jemand einen Tipp?

Grüße,
Felix

von feliweb - am 03.08.2014 14:17
Hallo

Bei den Lötstellen hilft nur anschleifen, auserdem wenn schon mal offen alle Leistungstransistoren und dioden tauschen und die fehlenden steckplätze mitbestücken.

Dazu alle Elkos im Leistungsteil gegen 100V typen tauschen.

normalerweise erwischts die dioden und Transistoren als erste, oder halt die Bauteile in Steuerkreis bei defekten dioden an den Schützen.

Gruß

Roman

von R.M - am 03.08.2014 16:27
Hallo Freunde der Elektromobilität!

Im Urlaub hatte ich gerade etwas Zeit, den zweiten defekten Curtis zu öffnen.
Es ist ein
model: 1204X-4201 voltage: 24-36
serial: 66118 current: 275

Diesmal habe ich eine Flex genommen und nach dem Motto "quadratisch, praktisch, gut" gefräst.

[www.dropbox.com]

Und ich war nach 10 min fräsen fertig, im Vergleich zu ca. 2 h fräsen mit dem Dremel das vorige Mal. Kann ich nur empfehlen. Habe zunächst 5 mm tief gefräst (kreisförmige Markierung an Flexscheibe mit Folienstift) und dann nach Sicht. Sobald was Grünes unten im Frässchlitz zu erkennen ist, aufhören. Das ist der Schaumstoff, der unter der Vergussmasse nochmal die Elektronik schützt. Nur auf der "flachen" Seite des Curtis, dort wo er mit Schraugen montiert wird (also unten im Bild 10_curtis_quadratisch_aufgefraest), fehlt der Schaumstoff im Frässchlitz, dort stößt man beim Fräsen auf Metall - also nicht zu weit fräsen.

So, und das fand ich lose im der Curtis-Behälter, Link wie oben:
(11_curtis_fundstuecke)

Einige Dioden sind durchgebrannt und auch Transistoren.

Die Seitenplatinen sind in den Bildern
(12_curtis_seite_A_oben.png)
(13_curtis_seite_A_schraeg.png)
(14_curtis_seite_B_oben.png)
(15_curtis_seite_B_schraeg.png)

zu sehen. Da ist einiges Futsch, auch Widerstände.

Die Dioden habe ich alle mit einem Durchgangsprüfer mit Piep
(16_durchgangspruefer)
gecheckt, sind alle für beide Polaritäten durchgängig. Das heißt doch, dass alle Dioden kaputt sind? Ist der Check mit dem Mulitmeter ok? Die Dioden sehen z.T. von außen in Ordnung aus.

Jetzt will ich aus zwei kaputten Curtisen einen ganzen machen.
Kann ich denn die Dioden innen ganz weglassen und nur außen Dioden wie in
[elweb.info][]=curtis
unten beschrieben einsetzen?
Müsste ich dann die Lötstellen, an denen die Dioden sitzen, offen lassen - oder kurzschließen?

Viele Grüße,
Felix

von feliweb - am 16.08.2014 17:07
Hi Felix,
nein, Dioden weglassen und nur externe nehmen würde ich nicht empfehlen! Die in der anderen Anleitung vorgeschlagenen Dioden wären mir pers. zu langsam und bestenfalls als freilauf fürs Feld geeignet, nicht für den Ankerstrom!
Ich habe meinen mit Doppel-Schottkydioden 100V umgerüstet, war aber ein riesen Aufwand, weil die Kühlfahne neuerdings fast immer an der Kathode liegt und man die Dioden dann elektrisch isoliert vom Kühlprofil einbauen muß. Irgendwer hier scheint aber auch einen Diodentyp gefunden zu haben, der genug A und V hat und trotzdem schnell genug ist und die Kühlfahne an der Anode hat.
Wenn ich nochmal reparieren würde und keinen Tipp zu alternativen D hätte, würde ich die noch intakten alten D glatt wieder verbauen. ...
Die Lötstellen waren auch bei mir nervig, half nur Temperatur, Zeit und immer wieder neues Lötzinn. Bei mir war es der Elektrolyt von zwei geplatzten Elkos. Insofern kann ich auch empfehlen, die zu wechseln, zumal sie beim El dauerhaft unter Spannung stehen.
Viel Erfolg, Lars

von laase - am 16.08.2014 18:31
Hallo,

weiß jemand, wo man Ersatz-Freilaufdioden für den Curtis zur Zeit bekommt? Am besten mit Kühlfahne an der Anode - soweit ich das aus einer Antwort von Lars (laase) verstanden habe, der allerdings komischerweise bisher nicht im Thread ist (hab ich nur als Email bekommen).

Oder verkauft jemand einen gebrauchten Curtis - für um die 100€?

Grüße,
Felix

von feliweb - am 17.08.2014 11:45
Hallo,

der Beitrag von laase ist doch im Thread, nur nach oben verrutscht (16. August suchen). Da stimmt zur Zeit was nicht mit der zeitlichen Einordnung der Beiträge. Also, wer Interesse hat bitte oben gucken - mein voriger Beitrag (17. August) ist da auch gelandet.

Gruß,
Felix

von feliweb - am 17.08.2014 11:52
Habe heute meinen abgerauchten Curtis in mühevoller Arbeit neu bestückt und getestet. Spannung drauf, 60W Lampe als last und läuft. Eingebaut, vorsichtig Strom gegeben und Knalltrauma. Jetzt fahre ich wieder Fahrad, bis der Kelly da ist. :-(. Auch wenn 250€ viel Geld sind, werde ich künftig die Zeit lieber in die Pflege von nicht mehr so leicht beschaffbaren Teilen investieren. Klar habe ich irgend etwas falsch gemacht, denn natürlich kann man einen Curtis reparieren. Ich finde nur die Verhältnismäßigkeit nicht gegeben.

von R - am 17.08.2014 16:09
Hallo alle,

hier ein Bericht, ich habe einen meiner Curtisse repariert. (Zwecks Geldmangel, neue Motorsteuerung wär edler...)

Und zwar den "alten"
model: 1204X-4201 voltage: 24-36
serial: 64183 current: 275

Zunächst nach Ersatzfreilaufdioden gesucht. Ich habe die genommen:
GleichrichterdiodePressfit200 V 60 A, BYP60K2, Diotec, Configuration Single, Spitzensperrspannung 200V,
Freilaufdiode, Einpressdiode, Anode an Einpressung

Für die habe ich dann Löcher mit einem 13mm-Bohrer in die Seitenteile des Curtis-Innengehäuses gebohrt. Davor jedoch mit einem 3,5mm-Bohrer ganz an den Stellen, an denen die Dioden sitzen sollen ganz durchgebohrt. Dann mit dem 13mm-Bohrer solange gebohrt, bis das 3,5mm-Loch etwas kleiner wurde, also fast aber nicht ganz durchgebohrt. Da die Einpressdioden einen Durchmesser von 12,72 mm haben an der Einpressung, sitzen die nicht gut in den Löchern. Also habe ich Alu-Folienstückchen genommen und die Dioden auf die Alufolie-Stückchen in die Löcher gepresst. Ca. 10-12 Stück Alufolie-Stückchen brauchte ich pro Loch. Der Kontakt war danach gut da. Mit einem Mulitmeter gemessen hatten die Dioden Widerstände von 300 - 600 Ohm in Durchlassrichtung und "unendlich" in Sperrrichtung. Das ganze hab ich dann noch am Rand der Diodeneinpressung mit "Uhu endfest" fixiert. Mal sehen, obs hält, ob der Kontakt hält, ob die Kühlung ausreicht ...

Bilder davon könnt ihr in der dropbox sehen:
dropbox
17_einpressdioden_seiteA 18_einpressdioden_seiteB
19_einpressdioden_verdrahtet_seiteA 20_einpressdioden_verdrahtet_seiteB

Auf den Bildern sieht man, dass von den Einpressdioden nur ein (roter) Draht nach oben zur Platine geht. Der zweite Kontakt geht über den Alu-Körper, in den die Dioden eingepresst wurden. Der zweite Lötpunkt, an dem die ursprünglichen Dioden zusätzlich festgelötet worden waren, bleibt jeweils frei. Er ist mit keinen anderen elektronischen Bauelementen verbunden. Eine Ausnahme ist der zweite Lötpunkt der Diode D2, von dem gehen Leiterbahnen ab. Der muss mit dem Alu-Körper verbunden werden, was er mit der ursprünglichen Diode auch gewesen wäre. Daher das schwarze Kabel im Bild 19_einpressdioden_verdrahtet_seiteA.

So, oops, dann ging das Gehäuse für den Curtis nicht mehr zu, da die Einpressdioden so viel Platz verbrauchen, siehe 21_curtis_gehaeuse_geht_nicht_zu.png. Daher habe ich vom Curtisgehäuse das obenherum abgeflext, 22_curtis_montiert_an_rueckenlehne.jpg, und das Innenleben auf die zurückbleibende schwarze Platte wieder geschraubt und das ganze ins Auto montiert. Da ich den Curtis und die Schütze auf die Rücklehne des Fahrersitzes montiert habe, macht das hoffentlich nicht viel aus, da kommt nicht so viel Wasser dran.

Mehr von der Nähe betrachtet sehen Curtis und Schütze jetzt so aus:
23_curtis_und_schuetze.png

Und - der Curtis funktioniert - bisher. Sowohl mit 3 Halogenlampen getestet, als auch beim Testfahren, 1m rückwärts, 1m vorwärts :-)

Ich habe vor, noch 4 Einpressdioden außen zwischen M- Anschluss des Thrige und den B+ Anschluss des Curtis zu montieren, gemäß
Zusatzdioden außen

Eins geht noch nicht. Besser gesagt, 2, oder 4. Die Schütze. Daher habe ich die zwei Vorwärts-Schütze überbrückt.
Aber zu den Schützen womöglich ein neuer Thread ...

Schöne Grüße an alle
Felix

von feliweb - am 02.09.2014 19:11
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