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vor 3 Jahren, 1 Monat
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vor 2 Jahren, 12 Monaten
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Mein erster CityEl

Startbeitrag von Neueinsteiger am 04.05.2015 04:52

Hallo Zusammen.

Bin seit gestern Besitzer eines CityEl´s und Neueinsteiger in der Elektrofahrzeug-Szene 
Komme aus Österreich und habe ihn mir aus Deutschland reingeholt.
Auf unseren Straßen wäre mir noch nie so eine CityEl begegnet, daher freue ich mich wenn ich endlich loslegen kann.
Allerdings muss ich dazu erst noch bei uns zur Landesregierung für eine Einzelgenehmigung.
Mein El ist rot und in der geschlossenen Ausführung mit Ausstelldach. Optisch ein Traum 

Hätte aber auch gleich ein paar Fragen.
Mein El ist zwar schon eine älteres Baujahr, hat aber von 2 Jahren neue LiFePo Akkus bekommen.
Meine Frage ist, wie lade ich diese richtig?
1. Wenn ich den El längere Zeit stehen habe – soll/muss ich dann die Batterien abklemmen?
2. Im Alltagsbetrieb – schadet es wenn ich das Auto täglich nach der Arbeit über Nacht an der Steckdose hängen habe?

Weiters suche ich auch noch einen originalen Fahrersitz!!
Werde dazu aber noch einen separaten Beitrag stellen.

Die 50 interessantesten Antworten:

Willkommen, Dosiger!
Zu welcher LR mußt Du? Der für elektrofahrzeuge zuständige Herr in OÖ ist sehr nett und hilfsbereit, ich wünsch Dir daß Du zu dem mußt.

zu1 Abklemmen ist gut, aber dann auch wieder RICHTIG anklemmen: ins Forum reinlesen.
zu2 Welches Ladegerät, bms, celllog ect ist verbaut? Einfach einstecken und "dranlassen" kann deine Zellen schn beim ersten Mal rösten..

Sitz hab ich, müßt nachschauen, welcher solls denn sein? Da gabs unterschiedliche.

von el El - am 04.05.2015 05:03
Hallo!

Danke für die raschen Antworten - spitze! :)

@el EL: also auch ein Landsmann? Von wo bist du wenn ich fragen darf?
Ich hab Ende Mai einen Termin bei der LR Stelle in Amstetten!
Konnte mich leider noch nicht mit dem tatsächlichen Prüfer in Verbindung setzten da es in Amstetten keine Fixen Prüfer mehr gibt, sondern die ständig wechseln!
Hast du deinen CityEl also auch Einzelgenehmigen lassen? Gab es irgendwelche Probleme?

Welches Ladegerät verbaut ist, kann ich aus dem Stehgreif nicht beantworten - hab ein Fotos angehängt... vll erkennt ihr es :)

Bzgl. Sitz bin ich nicht wählerisch. Brauch nur einen originalen für die Landesregierung!

lg
[attachment 1319 Batterieraum.JPG]

von Neueinsteiger - am 04.05.2015 05:56
...okay, also eine Selbstbaulösung. Da ist etwas Sichtkontrolle beim Laden und Fahren angesagt.
Hast Du vorne im Cockpit irgendwelche Überwachungstools ?
Cellogs ?
Spannungsmonitor ?
BMS ?
Den kleinen Käbelchen auf den Akkus nach zu urteilen, hast Du eine drin, oder ?
mach mal ein Foto von deinem Cockpit.
Und dann noch ein Foto von der Elektronik unter deinem Sitz.

Du hast da hinten drin erst einmal den Akku bestehend aus 3 Blöcken mit je 4 Einzelzellen.
Jede der 12 Einzelzellen sollte überwacht werden und darf nicht unter 2,5V und sollte nicht unter 3.0V fallen und sollte nach oben hin nicht über 3,7 und darf nicht über 4V steigen.
Das könnte ein sogenanntes BMS (Bateriemanagementsystem) machen, das wäre dann das Sorglospacket, oder wie in deinem Fall ein Balancersystem mit Sichtkontrolle des Fahrers.

Die Platinen, die auf die einzelnen Zellen aufgeschraubt sind, sind die Balancer, die dafür sorgen sollen, dass die Einzelzelle in ihrer oberen Spannungsgrenze überwacht wird (nicht in der unteren !!!). In der Regel sollte das Ladeende damit vor Überspannung der Zellen überwacht sein.
Das lässt darauf schließen, dass DU die Akkus im Normalbetrieb (tägliches Fahren - Laden - Fahren - Laden) nach jeder Fahrt angeklemmt lassen kannst.
Lieber Akkus immer voll haben. als einmal zuwenig nach längerer Fahrt.

Die Unterspannung, also das Entladeende, das bei Dir nach ca. 50Km erreicht sein dürfte, sollte dir angezeigt sein. Du solltest mitbekommen, wenn auch nur eine Zelle (!!!) unter 2,5V sinkt.
Die Gesamtspannung zählt da nicht. Beispiel. Wenn eine Zelle schneller leer ist als die anderen, (das kommt selten, aber manchmal doch schon mal vor) dann liegt die Gesamtspannung am Entladeende vielleicht bei 36V (eigentlich 12 x 3,0 V) es kann aber auch sein dass es 1 x 2,0V und 11 x 3,1V sind. Dann wäre die Gesamtspannung mit 36V noch okay, aber eine Zelle verabschiedet sich gerade für immer...


Und dann noch ein Kleiner Tip für das Laden nach längerer Standzeit:
Nach längerer Standzeit, Urlaub etc. (>1 Woche) solltest Du zum Ladeende beobachten, ob die Balancer es noch schaffen, gegen die Lader zu arbeiten.
Du musst Dir das so vorstellen: Der Lader möchte Strom in die Akkus bekommen bis die Spannung zum Ladeende oben angekommen ist. Ist der Akku aber voll => Spannung steigt über die Ladeendspannung hinaus und schädigt den Akku. Und das ist am Ladeende eine Frage von Sekunden.
Der Lader kennt die Einzelspannungen nicht und läd solange, bis die Gesamtspannung das Ladeende bestimmt. Bei Dir sind das 3 Lader, die also drei mal die Gesamtspannung der 4er Blocks beladen. Das ist schon mal ganz gut. Die Gsamtspannungen liegen zum Ladeende irgendwo bei 4 x 3,6V- 3,8V also zwischen 14,4 - 15,2V je Block, je nachdem, wie es bei Dir eingestellt ist. Nehmen wir mal an, es sind 3,6V je Zelle, also 14,4. Dann macht der Lader bei 14,4V mit der Ladung Schluss.
Bei längerer Standzeit kommt es vor, dass eine Zelle schneller voll wird als die anderen.
Dann hängen die anderen noch bei 3,4V fest und der eine ist schon bei 4V => Gesamtspannung 14,2 V. Der Lader merkt das nicht, weil er sich an der Gesamtspannung orientiert und läd munter weiter. Das kann dann die einzelne Zelle schädigen.
nach dem Urlaub also Laden mit Deckel offen und schauen, ob eine LED schon sehr früh angeht und ob die Spannung dieser Zelle unter 4 V bleibt.

... ich hoffe, das war jetzt nich zu verwirend.

Grundsätzlich gilt:
Bei den ersten Ladungen zum Ladeende erst einmal mit offener Klappe beobachten, wie es läuft.
und: Keine Reiweitentests ohne Überwachungstools !!!

von Andi aus Bad Essen - am 04.05.2015 07:04
Hallo Andi.

Danke für deine sehr ausführliche Antwort.
Du hast recht, es wurde etwas herumgebastelt bei dem CityEl.
Aber ich habe hier Vertrauen in den Vorbesitzer - ich denke er wusst was er da machte!

Mehr Bilder habe ich aktuell leider nicht.
Aber ich hab vorne am Armaturenbrett drei Anzeigen für die Gesamtspannung der drei Batterieblöcke und hinten (neben der Kopfstütze verbaut) hab ich noch zwei Displays (ich denke das sind BMS) welche mir die Spannungen der einzelnen 12 Zellen anzeigen!
Das sollt also passen hoffe ich :)

Danke jedenfalls nochmals für deine Infos.
Aber dennoch eine Frage:
Ich muss den CityEl nun bis Ende Mai stehen lassen bis zum Termin auf der Landesregierung.
Soll ich bei solangen Standzeiten (+3 Wochen) die Batterien abklemmen oder in ständig an der Dose hängen lassen?

lg

von Neueinsteiger - am 04.05.2015 07:29
... hmmmm, auch das kommt auf deine Konfiguration an.

Wenn deine Anzeigegeräte ihren Strom aus einzelnen Akkus beziehen, ist dranlassen besser, weil die Anzeigegeräte den Akkublock dann aus dem Gleichgewicht (Balancing) bringen.
Dranlassen aber nur, WENN (!) Deine Lader regelmäßig nachladen.
(ICh habe das auch schon mal mit einer zeitschaltuhr geregelt, die 1 mal am Tag 60 Min. die Lader laufen ließ.)

Tun sie das nicht, ist Abklemmen besser, dann aber - wie gesagt - nur kontrolliert wieder aufladen und richtig wieder dranklemmen !!. D.h. nicht einfach nur dranklemmen. Dann knallt's.
Sondern vorher zwischen Polklemme und Pol einen Lastwiderstand zwischenhalten. Da geht auch ein Lötkolben. Man hört dann, wie die Elektronikteile des ELs sich aufladen. Dann SOFORT, also innerhalb einer Sekunde, die Polkelemme bzw. den Kabelschuh auf den Pol halten und nicht mehr lösen und den dann fest schrauben.

Wenn Du sagst, Du hast neben der Kopfstütze zwei Displays, dann vermute ich da Cellogs.#
Sehen die so aus ?
[attachment 1321 Foto-1462OriginalAuflsung.jpg]

Das wäre dann kein SorglosBMS, sondern ein BMS mit Sichtkontrolle.
Die Dinger piepsen, wenn ein eine Zelle die selbsteingestellte Schwelle (bei mir ist das 2,9V - 3,9V) über oder unterschreitet. Gut wäre es, wenn die gut Sichtbar wären während der Fahrt. Dann bekommt man nicht erst beim Piepsen mit, wenn man die Unterschwelle unterschreitet, sondern schon vorher.

Beim Laden sollte man hin und wieder einen Blick draufwerfen und zum Ladeende dabei bleiben.
Sollte dann eine Zelle nach oben ausreißen, musst Du diese von Hand ausbremsen.
Ich nehme dazu einfach einen Selbstgebauten Lastwiderstand aus 2 Halogenbirnchen aus dem KFZ Bereich, denn die aufgeschraibten Lastwiderstände auf den Akkus schaffen das nicht, wenn der Lader noch voll unterwegs ist, die anderen Akkus auf Ladeendspannung zu bringen. Einfach die Birne mit Krokoklemmen auf den Akku klemmen und die Spannung damit wieder runterziehen, bis alle Akkus angeglichen sind.

von Andi aus Bad Essen - am 04.05.2015 08:22
Ha, wusste ich es doch :-)

Dann hast Du kein BMS, sondern nur Balancer mit Monitor.
BMS wäre ein System, das sowohl balancieren kann, als auch in den Lade und Entladeprozess eingreift, wenn die Akkus Unter- oder Überspannung aufweisen.

Dein System kann zwar Balancieren, aber es kann bei Gefahr für die Zellen nur warnen, nicht aber abschalten.

Zu den Cellogs:

Die Cellogs haben zwar Schaltausgänge
(wäre die Frage, ob ich den 19,-€ Teilen aus dem Hobbybereich meine teuren Akkus so ganz anvertrauen würde) .
Aber Frag mal deinen Vorbesitzer, ob die Schaltausgänge an den Cellogs den Lader ansteuern.
Tun sie es, dann bleiben die Zellen unbalanciert nach einem Ladevorgang mit einer Ausbrecherzelle.
Tun sie es nicht, dann balancieren die Zellen, aber die Gefahr von Überspüannung einer Zelle bleibt bestehen.
Bei Unterspannung musst Du selbst aufpassen und unbedingt mit wenig Strom fahren und die Fahrt an der nächsten Haltemöglichkeit abbrechen, wenn die Cellogs piepsen, nicht so nach dem Motto "ach es sind ja nur noch 2 km bis nach Hause"... das können teure 2 km werden.

von Andi aus Bad Essen - am 04.05.2015 11:27
... und Du solltest wissen, dass die Cellogs eben permanent Strom ziehen, und zwar nur aus den ersten beiden Akkus, an denen sie angeklemmt sind.
Das bedeutet, bei längerer Standzeit (>Woche) werden Akkus 1 - 3 und 9 - 12 permanent entladen und die anderen bleiben wie sie sind.

Die Folge: Dysbalance.

Daher: Unterbrich das je rote Kabel an den Cellogs mit je einem Schalter und mach sie abschaltbar oder zeih einfach den Stecker raus.

von Andi aus Bad Essen - am 04.05.2015 11:37
Hallo nochmal,
wir haben ja schon einiges besprochen.
Wichtig wäre es jetzt zu wissen, was da für ladegeräte verbaut sind. Die Celllogs können, mit einem kleinen Selbsthalterelais am Alarmausgang bestückt, Lader zuverlässig ab- oder auf Balancerstrom umschalten. Aber nur, wenn die Lader das können..
Ich befürchte, daß die 3 Lader gar nicht mit einem Celllogrelais oder sonst einer Schutzeinrichtung verbunden sind. Das abzuklären können wir Dir nicht abnehmen. Detailiertere Bilder der Anschlüsse an den Ladern, den Celllogs und an den Batterien würden helfen.

von el El - am 04.05.2015 11:40
Hallo
ich war der Vorbesitzer von dem City. Die 3 Ladegeräte sind von Fleischmann auf 14,5 V eingestellt worden. Sie schalten automatisch bei dieser Spannung den Ladevorgang ab.

Ich habe in meinem Fundus eine Platine gefunden wo ich nicht weiß wofür diese ist . 21804141ih.jpg [up.picr.de]

vielleicht kann das mir jemand sagen
Grüße vom Jukemax


link repariert; weiss

von Kategu - am 04.05.2015 12:01

Re: Mein erster CityEl - Konfiguration

...ah okay, dann waren Deine Akkus ja schon mal längeres Gesprächsthema :-)
[67183441.foren.mysnip.de]

Aber dann muss man dem neuen doch fairerweise sagen, dass der BMS Selbstbau kein Profiselbstbau ist.
Was mich wundert, ist, dass Fleischmann die Akkus damals einfach so verbaut hatte ohne Balancer und ohne Einzelzellen-Überwachung. :hot:
Eigentlich habe ich die Oberfrankener als kompetent und sachverständig in Erinnerung :confused:

Dann bleibt also festzuhalten:
12 TS 90AH Akkus mit 2,1A Balancern an Thrige => Reichweite 40 - 50 Km
3 x Einzellader mit 15A und 14,5V nicht durch BMS angesteuert => 6 Stunden Ladezeit, keine externe Um- oder Abschaltung
2 x Junsi Cellog als Monitoren ohne Schaltung => FRAGE: Welche Schwellenwerte für den Alarm sind eingestellt ?

Mit dieser Configuration fahre ich auch seit 32.000 Km.
Sichtkontrolle und ggf. Handbalancing ist nötig, aber es funktioniert recht gut.

Du brauchst in jedem Fall einen
1. Widerstand (bsp. Halogenbirne 12V) , um ggf. nach längerer Standzeit zum Ladeende einen Akku mit Überspannung von Hand auszugleichen
2. Ein 3,9 V Netzteil, wie z. Bsp. das Meanwell PSAIG 3,3V 6A G3 (Man kann die Spannung bis auf 3,9V hochdrehen), um ggf. einen "gefallenen" Akku einzeln wieder hochzuladen.

ICh habe noch eines gemacht, ich habe alle Balancer von den Akkus abgeschraubt, und habe sie in einen Holzkasten sichtbar unter die Rückenlehne verfrachtet, damit ich mitbekomme, wenn mal einer Blödsinn macht. (Z.Bsp. ging bei mir mal bei einem Balancer die LED nicht aus. Das hat mir fast den Akku zerstört)
[attachment 1322 Foto-1504.jpg]

von Andi aus Bad Essen - am 04.05.2015 12:51
Zitat
Hallo Andi kann mich nicht erinnern dass meine Akkus hier ein Thema waren. Das bezog sich nur auf Blei Akkus. Fleischmann hat meine Ladegeräte auf die Lipos abgestimmt daher erübrichtigte sich eigentlich die Junsi Überwachung welche ich soweit ich mich erinnere auf Deine Anweisung eingebaut habe. Grüße vom Jukemax


.... ääähm, ohne Dir zu Nahe treten zu wollen, aber hier wäre eine kleine Gedächtnisstütze :-)
[67183441.foren.mysnip.de]

Soweit ich lesen kann, hat Fleischmann zwar die Ladeendspannung durchaus richtig eingestellt.
Aber das Balancing und die Überwachung war sich selbst überlassen. Und das ging ja auch deutlich daneben.
Du beschreibst ja gleich zu Beginn dieses Treads die enorme Dysbalance Deiner Akkus.
Zitat
Ein Akku zeigt bei Endladung 13,64 V der 2 te 13,77 V und der 3te 13,16 V an.

Sie wären Dir beihnahe in Dutt gegangen ohne die Balancer... (und haben hoffentlich bei der Prozedur keinen Schaden genommen)

Oder sehe ich das falsch ?

von Andi aus Bad Essen - am 04.05.2015 17:58
... ah okay, das bringt meine "Fleischmannwelt" wieder in Ordnung. :-)
Hat mich ehrlich gesagt auch wirklich gewundert, was der sich für nen Kopf darum gemacht hat, dass ich die NiCds, die in dem El drin sind, dass ich bei ihm gekauft hatte, nicht falsch behandle. Da hätte mich gewundert, wenn der 1. diese Blöcke einbaut und 2. kein BMS dazubaut und das dann einfach verkauft... aber somit ist alles geklärt.

von Andi aus Bad Essen - am 04.05.2015 18:46
MMN würd ich diese Lader rauswerfen und durch einen HP Lader ersetzen. 15A, naja. Celllogs hast Du ja schon, da brauchts dann nur noch Selbsthalterelais, eine Diode und der Lader schaltet selbständig auf Balancerstrom um. Also, wenn man halbwegs löten kann wär das eine gute Lösung und der Kofferraum ist dann auch leer. Wenn Du die Lader behalten willst würd ich das aber auf keinen Fall zu lange unbeaufsichtigt machen. Ein Babyphon bei den piepsenden Celllogs reicht, und dann aber sofort hinsprinten. Balancieren kannst Du damit aber nicht. Dazu würdest Du noch ein kleines Ladegerät mit 1A brauchen. Ob Du damit glücklich wirst?

von el El - am 04.05.2015 19:05

Re: Mein erster CityEl - noch ein wichtiger Nachtrag zum Lader !

...ah richtig, das hatte ich vergessen:
Wichtiger Hinweis von Konstantin !!!

Deine Lader sind nicht zum Balancieren geeignet !

Mein Lader (ein Thiesen HF Lader) schaltet bei einer Spannung von 3,5 pro Zelle von 22A auf 1,5A um. Damit können die Balancer, die ja nur 2,1A verbraten können, auch fertig werden.
Würde der lader mit 15A weiterladen, müssten die vollen Akkus immer noch 12,9A aufnehmen können. Können sie aber nicht => Bummmmmmmsss

Deine Lader können das Umschalten nicht. Die geben bis zum Schluss volle Last.
Solange alle Akkus gleich sind und damit gleichzeitig oben ankommen, wird das gehen.
Und das ist ja auch 2 Jahre gut gegangen bei Deinem Vorgänger.
Wenn Du aber Urlaub machst und längere Standzeiten planst, oder wenn die Akkus älter werden, werden die Akkus Differenzen aufweisen, allein schon durch die Versorgungsspannung der Junsis.
Die Gefahr, dass dann einer bei 12A früher hochjagt und dann die 4V in Sekundenschnelle übersteigt ist bei deinen Ladern zu groß !!!

Daher muss man sagen: Deine Lader müssen raus, sonst fährst Du mit einer Lotteriegurke durch die Gegend, die - gerade wenn Du mal eine längere Zeit ohne Fahren einplanst - hochgehen wird.

Such mal nach einem Thiesen HF Lader und lass ihn Dir bei Fleischmann richtig einstellen:
Richtig einstellen hieße bei Dir: 22Ampere Ladestrom bis 42 Volt und dann 1,5A Balancerstrom bis 43,6 Volt Ladeendspannung.
Mit dieser Einstellung + deinen Balancern und den Junsis kannste mit deinem EL alt werden.

So wie es jetzt ist, wird es Dir nach der Standzeit oder nach dem nächsten Urlaub bei unbeobachteter Ladung hoch gehen, definitiv !

CU
Andi

von Andi aus Bad Essen - am 04.05.2015 19:17
So...hab wiedermal Zeit, also Hallo :)

Okay, hab nun die ganzen Beiträge...auch die älteren zu meinem CityEl gelesen.
Denke ich bin nun auf aktuellem Stand :spos:

Bzgl. einem anderem Ladegerät wäre ich nicht abgeneigt da die aktuell verbauten doch sehr sperrig sind und eben nicht balancen können.
Würde ich den CityEl damit dann quasi auch unbeobachtet an der Steckdose hängen lassen?

Was kostet so ein Ding neu? (werde über google nicht fündig :confused: )
Und muss man dass zb von Fleischmann programmiern lassen oder kann man das selbst auch auf die richtigen Werte einstellen?

So ein kleines Ladegerät zum laden von einzelenen Zellen per Hand hab ich vom Verkäufer mitbekommen!

lg Matthias

von Neueinsteiger - am 06.05.2015 05:04
Hallo Matthias,
mein vorschlag, wenn Du löten kannst:

hp Lader

Kostet 160€ und kann wenn Du ein Celllog mit einem kleinen Halterelais und einer Diode bestückst den Ladestrom automatisch bei erreichen der Ladeendspannung von 57A auf Balancerspannung umschalten. Du kannst alle gewünschten Spannungen und Ströme einstellen. Bei mir passen 3 davon auf den Batteriekasten zwischen Fahrer und Rücksitzlehne. Wenn man den Balancerstrom auf 1A beschränkt könnte man das theoretisch für immer unbeobachtet angesteckt lassen, praktisch löst man das mit einer Zeitschaltuhr um 3€.

Das ist wohl immer noch die günstigste Lösung in dieser Leistungsklasse, und erprobt. Wenn Du am 17. Zeit hast nach Linz zur Etour zu kommen kannst Du Dir das gerne bei meinem einmal anschauen.

von el El - am 06.05.2015 05:57

Re: Mein erster CityEl - HP oder HF Thiesen

... ich würde den vor 2008 Serienmäßigen HF Lader von Thiesen nehmen.
Der passt unter den Sitz und kann in 2 Stufen laden.
Ein BMS hast Du ja nicht, was Roman voraussetzt.

Wenn Du den HF so einstellen lässt, dass er bis 42V mit 22A vorläd und danach mit 1A bis 43,6V weiterläd, können die Balancer damit gut fertig werden.
Das tägliche Laden ist dann ohne Sichtkontrolle problemlos.

Nach längerer Standzeit würde ich ohne BMS nur mit Balancern dennoch nicht ganz unbeaufsichtigt laden lassen. Wenn Du die Cellogs abschaltbar machst, sollte aber auch das gehen.
Die Cellogs ziehen wie gesagt Strom aus nur 6 von 12 Akkus und bringen damit ein Ungleichgewicht bei längerer Standzeit (der strom ist gering, deshalb wirkt es sich noch nicht bei 3-4 Tagen aus... aber bei mehr als 7 Tagen habe ich schon mal ordentlich balancieren müssen. Da ist es ratsam, mit offenem Deckel und Sichtkontrolle zu laden.)
Oder eben eine Zeitschaltuhr so einstellen, dass in längerer Abwesenheit 1 x am Tag 1 Stunde geladen würde. Das ist für die Akkus nicht so schön, aber für die Balancer entspannter.

Ruf mal bei Fleischmann an, ob die da nicht noch einen HF Lader rumfliegen haben. Preislich dürfte der auch so um die 200,-€ liegen

Wenn Du löten kannst, ist der HP Lader (den ich nicht kenne. den aber viele nutzen) besser, da er wohl deutlich schneller laden kann mit bis zu 60A. Aber ob der auch 2 stufen kann, weiß ich nicht... wird wohl gleich jemand schreiben :-)

von Andi aus Bad Essen - am 06.05.2015 06:31
Hallo.

@Konstantin:
Am löten ansich sollte es nicht scheitern....prämisse hierbei wäre nur eine idiotensichere anleitung :D
könntest du mir einmal fotos zukommen lassen wie das bei dir aussieht?
am 17ten hab ich leider keine zeit, ist schon verplant :(


@Andi:
Würde ich von dem HF-Lader wiederrum drei Stück benötigen oder könnte einer meine drei blöcke laden?
Und noch eine blöde frage: warum schreibst du "..Wenn Du den HF so einstellen lässt, dass er bis 42V mit 22A vorläd und danach mit 1A bis 43,6V weiterläd"? meine gesamtspannung beträgt ja nur 36V (3x12V) oder versteh i da gerade etwas falsch?!

Danke auf alle Fälle!
Schon langsam denke ich meine Kiste zu verstehen ;)

von Neueinsteiger - am 06.05.2015 09:00
weißt Du überhaupt mit wie viel Ampere Deine jetzigen Lader bis an die Ladeschlußspannung ranladen? Vielleicht ists ja doch schon wenig und langsam genug um zu balancen.. frag den Vorbesitzer Kategu doch noch. Und schau nach während dem Ladevorgang . man siehts den Balancern doch wohl an wenn sie tätig sind.

Ich sage halt immer : unnötige Investitionen vermeiden bevor man weiß ob man selbst überhaupt für ein El geeignet ist..( frage nie ob das El für Dich geeignet ist sondern ob Du für das El geeignet bist ) das kann man oft nach ein bis 2 Jahren sagen.

Klar : wenn ein Lader die Akkus durch Überladen tötet muß er sofort raus .

Ich lade gern mit unter 1000 Watt weil mehr verträgt mein Solarwechselrichter nicht.

von Christian s - am 06.05.2015 10:59
Das hat Kategu in einem vorigen Tread mal geschrieben.
Die Lader machen 15A, ohne Kenntnis, ob sie in 2 stufen laden.

Zur Ladeschlusspannung.
36V ist die Nennspannung deines ELs das wären 3 x 12 V Nennspannung.
Zum Laden muss die Spannung aber höher sein, als die Nennspannung.
Der Strom fließt immer in die Richtung, wo die niedrigere Spannung anliegt.
Deshalb legt man an einen Akku mit 12 V auch 14,4V an. Dann fließt solange Strom, bis der Akku selbst auch die 14,4 erreicht hat.
Würde man eine höhere Spannung anlegen, würde weiter Strom fließen. Da der Akku aber nichts mehr aufnehmen kann, muss die fließende Energie anders "verbraucht" werden, z. bsp. in fürm von Wärme und später in Hitze und dann Zischschschsch ... Bummms

Wenn Du nun einen HF Lader einbaust, dann lädst Du alle 3 Blöcke mit einer Spannung, also nicht mehr mit 14,4 sondern mit 3 x 14,4V, also 43,2V
Damit aber die Balancer dagegen ankommen, sollte der Lader nur bis 42V mit 22 A oder mehr laden und ab dann mit 1A weitermachen, bis die 43,2 erreicht sind.

Deshalb also ein HF Lader für alle drei Akkus. Allein deiner Rückfrage entnehme ich, dass Du Dir dabei auf jeden Fall sachkundige Hilfe suchen solltest.
Ich habe bei meinen ersten Reperaturen immer eine Fachwerstatt konsultiert und habe den Mann bei der Arbeit zugesehen und habe ihn dabei gelöchert mit Fragen.
Später habe ich Leute hier aus dem Forum gehabt, die mir via Skype Schritt für Schritt bei Fehlersuchen geholfen haben und sogar "ferngesteuert" Fehler repariert haben.
Und wenn ich mal gar nicht weiterwusste, dann habe ich das EL auch schon mal in einen Pferdeanhänger geschoben und bin damit zu Forumsmitgliedern gefahren, die sich auskannten.
Man lernt dabei nette Leute kennen.
Das schöne am EL Fahren und Basteln ist ja: Du bist nicht allein :cheers:

CU
Andi

von Andi aus Bad Essen - am 06.05.2015 11:54
Hallo

Das geht solange gut bis mal eine Zelle oder ein Balancer Ärger macht.

Und nicht verschweigen sollte man auch daß man auch noch ein Netzteil braucht das ein wenig höher in der Spannung geht wenn die Zellen etwas ungleichmäsig sind um sie wieder anzugleichen.


Ich würde die Lader lassen und dafür in ein BMS investieren.


Gruß

Roman

von R.M - am 06.05.2015 17:48
Ich glaub wir sollten es ihm nicht zu kompliziert machen..
Entweder bms oder eben nicht. Richtig, ohne bms kann ein defekter balancer eine Zelle in den Tod reißen. Doch um den Preis eines bms gehen sich ein paar neue Zellen aus ;)

Ein tauglicher Lader muß MMn her, Cellogs und balancer hat er schon! Dann halten sich die Investitionen in Grenzen. Wenn Du die derzeitigen Lader in der Bucht verklopfst kostets Dir fast gar nichts.

von el El - am 06.05.2015 19:28
Servus Leute,

Mann ihr macht da wieder n Fass auf........

Da sind Verbräter drauf, 2 Zelllogs die rumpiepen wenn was nicht stimmt und die Lader sind modifizierte Bleilader mit mehreren Stufen.

Die Lader schalten eh bei 80 Prozent runter und machen mit kleinem Strom weiter in U/I verfahren , also sollte das normalerweise schon allein mit den verbräter Patinen gutgehen.

Selbst bei fest eingestellten Schaltnetzgeräten ist der Spannungsunterschied bei 14.5 Begerenzung am ende so gering dass da nicht mehr viel Strom fliessen kann und die Verbräter damit klarkommen.

@ Neueinsteiger: Nimm dir mal die Zeit den Ladevorgang mit nem Amperemeter anzuschauen ein Block reicht un das verhalten der Lader abzuschätzen. Sollte wie ich erwate der Ladestrom ab ner gewissen Spannung ( ca.13,5V/4ZellenBlock) auf unter 2A runtergehen weisst du was Sache ist und bist sicher.

Beste Grüsse Gerd.

von Strohmer - am 06.05.2015 21:55
naja..aber eben genau diese falsche Sicherheit.....
Als gerade so ok. .. würde ich es bezeichnen wenn zumindest der Lader automatisch abgeschaltet werden könnte..vom piepsen hat man ja nichts wenn man nicht daneben steht..
Und der rest jist eben die falsche Sicherheit..solange die Zellen habwegs in Balance sind, denkt man..och alles wird gut...wie bereits hier erwähnt..nach längerer Standzeit aber..oder irgendwelchen anderen Gründen..wird der drift womöglich größer..und dann funktioniert da eben nicht mehr so schon..und schon erwisch es immer wieder mal Zellen...
Wenn die Zellogs also zumindest so eschaltet werden da die eingreifen könnten..dann würde ich zähneknirschend sagen..naja,,,,ok..wird schon....anders ist es halt von der regelmäßigen Kontrolle und Erfahrung des Betreibers abhängig ob es gutgeht oder nicht..

von Sven Salbach - am 07.05.2015 06:15
Und wenn er den Wagen mal länger als eine Woche stehen lässt, mit Cellogs angeschaltet, ist eine Dysbalance vorprogrammiert.
Außerdem hat Klaus im anderen Abschiedstread geschrieben, dass die Lader auf 14,4V volle lotte (also 15A) laden und dann in "Erhaltungsmodus" gehen (UI Kennlinie von Blei)
Das bedeutet, dass die LiFePo4 ständig auf 13,8V pro Block also 3,45V gehalten werden.
Sooo doll ist das auch nicht.

Ich würde die Lader austauschen.
Ich weiß gar nicht wie Klaus das gemacht hatte, wenn er länger mal weg war.
Hat er die Cellogs ausgeschaltet ?
Hat er die Balancer die Unwucht wegbraten lassen ?
Es scheint ja 2 Jahre gut gegangen zu sein...

Ansonsten, wenn man nicht völlig verpennt ist, kann man mit dem System Balancer / Cellogs / 2 stufen Lader und ein wenig Handbalancingwerkzeug gut arbeiten...
Nach wie vor würde ich also zu einem Laderwechsel raten...

von Andi aus Bad Essen - am 07.05.2015 07:41
Hallo wiedermal.

Hab jetzt einmal bei Fleischmann angefragt.
Hätten einen geeigneten Thiesen HF Lader, kostet jedoch fertig programmiert 620€ + Versand.
Will ich mir momentan ehrlich gesagt nicht leisten wollen.

Würde gerne wie vorgeschlagen auch direkt bei Thiesen anfragen.
Kann mir jemand die genaue Firmenbezeichnung geben? Finde mehrere Thiesen Elektro Firmen in Deutschland! Danke!


Noch eine Frage bzgl. dem Abschlaten der Cellogs.
Habt ihr hierzu die +Kabeln der einzelenen Zellen gebündelt an einem Ein/Ausschalter gehängt, richtig?

lg Matthias aus Ö

von Neueinsteiger - am 11.05.2015 09:03
Zitat
Neueinsteiger
Noch eine Frage bzgl. dem Abschlaten der Cellogs.
Habt ihr hierzu die +Kabeln der einzelenen Zellen gebündelt an einem Ein/Ausschalter gehängt, richtig?

lg Matthias aus Ö


Gar nichts schalt ich ab, wird ja eh regelmäßig balanciert, mein El wird jeden/jeden 2. Tag "leer". Wenn das El wirklich mal länger als eine Woche stehen sollte steck ich einfach die Stecker an den Celllllogs aus.

von el El - am 11.05.2015 14:09
...Habe nun gestern bei allen drei Batterieblöcken den Minuspol abgehängt.
Muss ja immer noch auf den Termin auf der Landesregierung warten, also steht er sicher noch 2 Wochen.

Zudem habe ich gestern eine defekte Zelle getauscht. hierfür hat mir der vorbesitzter bereits ersatz besorgt.
Als ich die kaputte zelle ausgebaut habe sah jedoch das sein zellennachbar bereits etwas deformiert aussah :confused:
ich hoffe man erkennt es auf den Bildern, das Kunststoffgehäuse ist leicht gewölbt!
Hat die Zelle evtl. auch schon mal bereits schaden genommen??
von der Spannung her liegen nun alle 4 Zellen im Block zwischen 3,2 - 3,3V.
Wie kann ich testen ob die zellen auch noch wirklich gut sind?


und noch eine Frage:
hab ja beim kauf auch so ein kleines ladegerät mitgekommen zum händischen balancieren.
nun steht auf dem teil bei output 3,3V bzw. 3.0A ....meine Balancer gehen ja jedoch nur bis 2,1A.
Somit könnte ich mit dem netzteil auch wiederrum meine Zellen überladen, oder?

danke und grüße aus Ö
Matthias
[attachment 1331 IMG_1675.JPG]
[attachment 1332 IMG_1676.JPG]
[attachment 1333 IMG_1677.JPG]

von Neueinsteiger - am 12.05.2015 04:43
na so wie die aussieht, hat sie jedenfalls ordentlich ein mitbekommen..
Da Du aj eine Einzelspannungsüberwachung hast..einfach versuchen..aber BEOBACHTEN!!
Sammel erstmal erfahungen mit den Akkus, bevor Du nachher gleich die neuen Zellen beschädigst, das ist dann wirklich ägerlich.
So vermurkst wie es aber scheint, solltest Du auf JEDEN FALL die Alarmausgänge der Cellogs nutzen! um das LAdegerät abschalten zu können! Dann kann nicht viel pasieren..ohne sehe ich egrade jetzt als Neuling..das Du viel schlechte Erfahungen sammeln würdest

von Sven Salbach - am 12.05.2015 06:41
Einfach laden????
Wenn sie schon beim Anladen auf 4 V steigt ???
Ich vermute, die sogenannte Ersatzzelle ist bereits Ausschuss gewesen.
Du musst dahin kommen, dass alle Zellen auf ein gleiches Niveau von 3,6 V zum Ladeschluss kommen.
Entweder durch einzelnes Vollladen wie Elel es beschrieben hat mit einem Einzellader (das ist dadurch, dass Du 3 Einzelblocklader hast allerdings nur bei den 4er Blöcken nötig, die aus der Reihe tanzen.) Wenn die anderen 4er Blöcke sich normal verhalten (gleichmäßiges Hochladen bis 3,6V) kannst Du die ignorieren und lassen wie sie sind.
Die andere Möglichkeit, eine Gleichmäßigkeit zu erreichen wäre: Ausbauen des auffälligen 4er Blocks und alle 4 parrallelschalten und dann gemeinsam mit 3,8V (also dem von ELel beschriebenem Einzellader oder einem 3,8V Meanwelllader) wieder hochladen.
Aber durch das Aus und wieder Eibauen kann man so viele Fehler machen, das würde ich nicht ohne Vorkenntnisse empfehlen... Allein schon das unsachgemäße wieder einbauen der Balancer kann sie zerstören und damit erreichen, dass auch der Akku durch den defekten Balancer zerstört wird. Hast Du je,manden in Deiner Näher, der Dich beraten klann ?

von Andi aus Bad Essen - am 13.05.2015 06:53
Hallo Andi.
Danke für dein Feedback!

Aus der reihe tanzen tut nur der eine 4rer Block in welchem ich auch die Zelle getauscht habe.
Das mit dem Ausbauen und parallelschalten werd ich glaube ich ausprobieren.
Wenn ich dann aber meinen kleinen 3.0A/3.3V Meanwellader anhänge wird das sicher entsprechend lage dauern bis alle auf die 3,6V sind, richtig?

Gibt es denn beim ab/anschrauben der Balancer etwas besonderes zu beachten?

In der Nähe hab ich glaube ich keinen Mitstreiter...leider!

von Neueinsteiger - am 13.05.2015 08:52
das riskante ist das bklemmen oder anklemmen des Els..hierbei gehen Anfängern eigentlich IMMEr Platinen kaputt.aber auch efahrenden Hasen passiert es ruck zuck..daher ist es sinnvol am minus und pluspol eine Gwindestange einzusetzen..so das Du erst die Balancer auf dem Akku verschraubst und erst dann!! das El darauf anklemmst...
Wenn Du nämlich beim Anklemen nur ganz kurz einen Wackelkontakt verursacht..fließt die komplette Spannung des gesammten Akkupacks durch die kleine Platine die eigentlich nur für 4 V auselegt ist...
Danach leuchtet dann nix mehr...weil dann LED und Transistor gestorben sind

von Sven Salbach - am 13.05.2015 09:14
... wenn der Meanwell nur 3,3 V hergibt, kann er die Akkus nicht auf 3,6V laden. Strom fließt immer von höherer Spannung zu der niedrigeren. Also: Der MEanwell muss auf mindestens 3,6, besser 3,8 V eingestellt sein. und Richtig, das Ladnen mit 3A kann lange dauern. Bedenke, 4 parallel geschaltete 100AH Akkus haben zusammen 400AH. Wenn sie erst ganz leer wären, dann brauchst Du 400 / 3 Stunden zum Laden. Da werden sie Tagelang bei 3,34 Volt stecken bleiben. Wenn Du sie vorher in Reihe soweit anladen kannst, bis der erste nach oben ausbüchst, also über 3,7V steigt, (unter Beobachtung dürfen es sogar 4V sein, aber dann nur im ständigen Dabeibleiben) dann hast Du schon eine Menge Zeit gewonnen. Danach dann alle parralel schalten und warten bis sie zusammen 3,7V oder haben. Auf dieser Spannung hältst Du sie dann noch einige Zeit (ob eine Stunde lang oder mehr, musst Du Sven fragen, der kennt sich besser aus. Es sollte jedenfalls kein Strom mehr fließen, weil alle Akkus dann satt sind) Wenn Du danach wieder fährst und beobachte die Akkus währedn der Fahrt. , Wenn ein Akku am Ende deutlich früher unter 3V kommt als die anderen, dann ist der hinüber bzw. in seiner Kapazität deutlich geschwächt und alle anderen müssten sich an diesen Akku orientieren. Denn wie gesagt, wenn in Reihe nur einer während der Fahrt unter 2,8V fällt, ist die Fahrt für alle zuende. Sonst wird es immer schlimmer.

von Andi aus Bad Essen - am 13.05.2015 10:47
DIFF bedeutet, daß die Zellenspannungen über einem programmierten Wert auseinanderdriften. Weil sind nicht balanciert sind, ober weil sie im A sind. Hast du sie denn jetzt schon mit dem Einzellader balanciert?

Günstige Zellen? Günstig sind die jetzt leider nicht, hab sie vor ca 2,5 Jahren um rund 20% günstiger bekommen als sie jetzt kosten, der Renminbi ist mit dem Dollar und nicht mit dem Euro gekoppelt :(

von el El - am 13.05.2015 20:02
Hallo Konstantin.

Okay aber wird DIFF immer an zwei Zellen angezeigt?
Bei ist es der Fall das er bei der "neuen" Zelle Diff anzeigt und variierend auch bei einer anderen, vermeindlich guten zelle aus dem gleichen Block.
Das mid dem Einzellader hab ich jetzt noch nicht ausprobiert. Werd ich aber morgen machen!
Also den defekten Block ausbauen und in Serie an den Meanwelllader anschließen!

ok war vielleicht falsch formuliert...meinte halt wo sie am GÜNSTIGSTEN zu haben sind ;)
das günstigste was ich bisher gefunden habe war bei nothnagel-marine.de um 154€ das Stück + Versand :sneg:

lg Matthias

von Neueinsteiger - am 13.05.2015 21:25
Hallo Wiedermal.

Hatte am Wochende etwas zeit mich mit meinem El zu beschäftigen..(und hab dabei auch gleich mein kleines Ladegerät zerstört :D aber ersatz ist bereits unterwegs...)

Hätte aber wiedermal ein paar fragen.
1. ich hab seitlich auf der Abdeckung der Handbremse einen Kippschalter und ein Stellrad verbaut. Die Kabeln dazu führen zu der Elektronik unterm Sitz. (Bild ist etwas unscharf!)
Ist das orignial oder wurde das nachträglich eingebaut? und was genau ist der Zweck...der Vorbesitzter meinte man könne damit die Fahrleistung beeinflussen!

2. wo sitz den bitte der Wischwasserbehälter? :confused:
hätte versucht den Schlauch zu verfolgen, der mündet jedoch irgendwann in ein rohr profil und ich konnte bislang nicht herausfinden wo der wieder rauskommt.
[attachment 1353 IMG_17221.jpg]
[attachment 1354 IMG_17201.jpg]

von Neueinsteiger - am 18.05.2015 04:52
der Wischwasserbwhälter..sollte...hinten im Motorraum liegen also wenn Du hinter dem EL steht links..musst dazu halt die Motorabdeckung entfernen.

Der Schalter schaltet die Compundwicklung...such mal im Forum nach Speedschalter oder Compundschalter da steht das erklärt..ist etwas ausführlicher / Umfangwreicher damit man es nachvollziehen kann...
MIT Widerstand ist das EL schneller...wi e gesagt..damit man das versteht musst Du besser mal nach suchen :-)

von Sven Salbach - am 18.05.2015 06:05
Wenn ich das richtig sehe, geht das Stellrad an die Strombegrenzerplatine.
Du kannst damit den Strom runterregeln. Das verhindert, dass Du beim Gasgeben zuviel Strom gibst. Dadurch gewinnst Du Reichweite und schonst das System.
Im umgekehrten Sinn kannst Du natürlich die vollen 200A auf das System geben. Damals von CityEl gedacht waren 120A bis 150A. Ohne Begrenzerplatine bzw. voll offen kannst Du im Bedarfsfall mal schnell den Berg rauf fahren. Aber sei Dir bewusst, dass das System dabei leidet. Es sollen sich dabei Leute schon die Motorwelle abgedreht haben.
Auf die Endgeschwindigkeit wirkt sich das nicht aus nur auf den Anschub.

Für die Endgeschwindigkeit könnte der Kippschalter sein.
Der schaltet vermutlich den Compoundwiderstand am Motor ab.
Damit fährst Du ca. 5 Km/h schneller.
Aber du verbrauchst auch mehr Kohlen und könntest, bei unachtsamer Verwendung, den Motor verbrennen. Das soll ja schon mal jemandem passiert sein :hot: :D

Gruß
Andi

von Andi aus Bad Essen - am 18.05.2015 06:11
Zitat
Andi aus Bad Essen
Ohne Begrenzerplatine bzw. voll offen kannst Du im Bedarfsfall mal schnell den Berg rauf fahren. Aber sei Dir bewusst, dass das System dabei leidet. Es sollen sich dabei Leute schon die Motorwelle abgedreht haben.
Auf die Endgeschwindigkeit wirkt sich das nicht aus nur auf den Anschub.

Gruß
Andi


Doch schon, im 3. Gang (Gegencompound) wirkt sich das sehr wohl auf die Endgeschwindigkeit aus. Aber das ist eher theoretisch, denn dann frißt so ein El gut und gern 10kwh/100km. Bei 50-60 überland bin ich irgendwo um die 5.

von el El - am 18.05.2015 11:10
Hab gestern nachgesehen.
Der Wasserbehälter ist nicht mehr verbaut.

Werde hier wohl improvisieren müssen und mir selbst einen Behälter basteln, da ich auf die schnelle keinen Ersatz mehr bekommen werde (Termin auf der Landesregierung am 26.05.)

Wieviel Schlauchanschlüsse hat der Behälter?
Auf dem Foto von Emobilshop.de hat der scheinbar 2?

[attachment 1365 Wasserbehlter.JPG]

von Neueinsteiger - am 19.05.2015 07:02
Kein Mensch auf der Landesregierung hatte sich für meine Scheibenwaschanlage interessiert. Weiters wurde nicht geprüft: Scheibenwischer, Gebläse, Hupe, Gurte, Stoßdämpfer, BMS oder Celllogs, Motornummer (haben wir sowas?) Sitze incl. Kindersitz, diverse verbaute selbstgebastelte Zusatzelektronik, Ladegeräte (nicht mitnehmen, dann wird das El neu gewogen und durch das geringere Gewicht des Li erhältst Du einen höhere Zuladung!). Bremsprobe beim Fahren, Geschwindigkeitsmessung durch vollgas und Laserpistole. Es wurde keine Probefahrt gemacht, nur zugeschaut. Schau daß alle Lichter gehen, nicht lachen, plötzlich waren meine beiden Bremslichter tot, bei der Abfahrt gingen sie noch..

von el El - am 19.05.2015 08:03
Hallo Zusammen.

Hatte heute den Termin auf der Landesregierung.
Alles lief glatt und es gab keine probleme :spos:
Werde wohl nächste woche mein gefährt anmelden und das taferl bekommen!

werde mir jetzt aber wohl noch eine weitere TS Zelle bestellen, dann sollten meine spannungswerte hoffentlich alle passen!

Wollte nur mal danke sagen an alle die mir in den letzten wochen weitergeholfen haben :cheers: :cheers: :cheers:

lg matthias

von Neueinsteiger - am 26.05.2015 15:16
lol, oder man geht dort zum Amt, packt sich den Beamten am Kragen fragt ob er was an der Murmel hat und zwingt ihn das so wie es ist mit den Papieren aus Deutschland zu akzeptieren!
Lächerlich teilweise diese Bürokratie, da muss man dann leider manchmal härter durchgreifen wenn man da so ein Esel vor sich sitzen hat...
Ging mir damals bei der Führerscheinstelle so..mein Fahrlehrer hatte noch was zu erledigen, ich also rein wo er mich hingeschickt hat..nach einiger Wartezeit kam ich dann drann und wurde auch gleich wieder rausgeschickt, weil ich dazu in einen anderen Raum bzw etage mußte..gerade als ich rauskam kam mir min Fahrlehrer entgegen und fragte ob alles fertig ist..nachdem ich es ihm dann geschildert hatte , meinte er nur, warte mal mein junge, riss dort die Tür auf fragte ob die noch alle Tassen im Schrank haben seine Steuergelder etc pp..möchte nicht alles wieder geben haha
Daraufhin konnte ich weider reingehen und hatte innerhalb von 10 Minuten oder so meinen Führerschein...

von Sven Salbach - am 27.05.2015 19:19
Hallo wiedermal.

Habe nun meinen El seit in paar tagen im alltagsbetrieb im einsatz.
Im großen und ganzen bin ich zufrieden mit meinem Gerät.
Fahrleistungen haben meine Erwartungen erfüllt....Steigungen meistert sie sogar besser als gedacht!
Nur wenn die kleine an der Steckdose nuggelt fühl ich mich noch nicht ganz wohl sie auch wirklich unbeobachtet zu lassen....muss mir erst noch ein babyphon besorgen!

Aber eine Frage...Andi schrieb oben.
"Ich nehme dazu einfach einen Selbstgebauten Lastwiderstand aus 2 Halogenbirnchen aus dem KFZ Bereich, denn die aufgeschraibten Lastwiderstände auf den Akkus schaffen das nicht, wenn der Lader noch voll unterwegs ist, die anderen Akkus auf Ladeendspannung zu bringen"
Sowas würde ich mir selbst gerne bauen da ich mittlerweile die erfahrung gemacht habe dass einzelne zellen ab 3,4V schneller nach oben schießen

...kann mir dazu jemand mehr infos geben?
Ich hätte mir jetzt einfach 3-4 halgoenbirnen (ich glaub mit 2,7V..E10 Fassung) besorgt und parallel geschalten ..und diese dann mit krokoklemmen während dem laden an die zelle gehängt die schneller nach oben ausreisst......wär das so ok? Zur info...lade meine 3 Blöcke (4 zellen) mit je einem 15A ladegerät.

lg Matthias

von Neueinsteiger - am 15.06.2015 16:26
Hi Matthias,

die Sache mit dem "unbeobachtet" ist tatsächlich Kopfsache.
Ja, es hat in der Vergangenheit Totalverluste durch Akkubrände gegeben.

Da hat auch schon die ein oder andere Garage ihre Lebzeit beendet.

Das Problem bei den LIs ist der Alkohol in den Seperatoren und das eigenreaktive Lithium selber.
Einmal durchgezündet kannst Du nur noch beim hoffentlich kontrollierten abbrennen zuschauen.

Du kannst also nur die Ursachen für ein Versagen einer Zelle bekämpfen und versuchen im Fehlerfalle so früh wie möglich eingreifen zu können.

Die wahrscheinlich einfachste Möglichkeit ist ein Rauchmelder für 10€.
Den über die Akkus in den Überrollbügel montiert, wirst Du wenigstens bei auftretendem Qualm gewarnt.
Die nächste Stufe wäre ein "Gaswarner", der bei ausgasendem Ethanol anschlägt. Die bekommst Du aber nicht mehr für "nen kleinen Lappen" ;-)

Die Ursachen teilen sich in 3 Ausgangszustände auf:
1. Zellenschluss durch internen Defekt
Da kannst Du nichts dran machen. Das passiert auch NC-Fahrern, daß eine Zelle mal durchschlägt. OK, bei NC hast Du dann "nur" einen kleinen "old Faithfull" im Heck und musst anschließend das Kalium vom Amaturenbrett wischen und fährst weiter.
2. Überschlag durch Überladen
Das kannst Du nur durch sensible Elektronik und konservatives Ladeverhalten kompensieren.
Lieber die Zellen etwas größer kaufen und dafür nicht an die Ladeschlusspannung pumpen. Ein kleiners Zyklenfenster verlängert das Leben der Zelle exponentiell.
3. Externer Fehler
Das kann sein, daß ein Balancer durchgeht, als einfachstes Beispiel. Wo viele Komponenten für das Management benötigt werden, kann auch viel kaputt gehen. Reduziere auf das maximal Notwendige und berücksichtige immer Themen wie "Bauteilabwärme" und "Schwerentflammbarkeit"
Einen Balancer auf einen Baumarktteppich zu legen, ist dabei mal ein einfaches Negativbeispiel.

Das beantwortet zwar nicht Deine Frage nach den Widerständen, aber vieleicht regt es an der ein oder anderen Stelle zum Nachdenken an....

Gruss
Carsten

von inoculator - am 16.06.2015 06:54
Hallo Carsten,

meine Güte was erzählst Du denn da. Es geht hier um 12 normale LiFe(Y)PO4 Blöcke!

Dieser Typ von Akku ist im Vergleich zu anderer Li-Technik sehr sicher. Die Hitze reicht hier bei Defekt oder Überladung einfach nicht für einen Brand aus: Das Plastik würde schmelzen - mehr passiert nicht. Es muss schon was leicht Entzündliches im Akkukasten verbaut worden sein, damit mehr passiert.

Zu 1:
Üblich ist wohl, das ein defekter Block sich aufbläht. Sven bitte korrigieren wenn ich falsch liege.

Zu 2:
Bei LiFePO4 steigt am Ende der Ladung die Spannung überproportional an (zügig von z.B. 3.4V auf 3.6V). Man darf auch laut Hersteller bis fast 4V laden - jedoch bekommt man praktisch kaum noch Kapazität. Solange die Blöcke beieinander liegen reicht es, wenn das Ladegerät bei 43.2V keinen oder nur noch sehr geringen Strom liefert. Die Balancer sorgen dafür, das die Zellen nicht auseinander driften.
Hat man jedoch einen gedrifteten oder neu zusammen gestellten Satz Akkus, so ist etwas mehr Umsicht nötig.

Zu 3:
Ja zu komplexe Technik provoziert auch Fehler. Robuste Balancer-Module möglichst separat (nicht auf den Blöcken) und Unter- (Fahrt) + Überspannungswarner ist sinnvoll. Zum Verdrahten Silikon-Kabel verwenden (hält Hitze besser aus).

---

Hallo Matthias,

der von Dir beschriebene Zustand (Akku-Block A bereits voll, andere noch leer) ist definitiv kein üblicher Betriebszustand. Nach nun 140 Ladungen habe ich immer noch 1A beieinander liegende Blöcke...
Statt mit größeren Lasten herum zu hantieren, würde ich die leereren Blöcke lieber separat nachladen (z.B. 3.6V Netzteil). Sind alle Blöcke voll, funktioniert normalerweise auch das Balancing wenn die Ladespannung (rund 43.2V je nach Balancer-Einschaltspannung) korrekt eingestellt ist.

MfG
Jan

von Schrauber601 - am 18.06.2015 11:18
Hallo Jan.

Danke für deinen Input....vor allem das mit der Brandgefahr hat mir etwas unmut verschafft, also danke!

Bzgl. dem Laden...
Ein 3,6V Netzteil habe ich ja....hab mir aber auch noch folgendes 1.1A Netzteil gekauft:
[www.pollin.de]

Jetzt werde ich kommende Woche über nicht zuhause sein. Da wäre es doch möglich das ich meine akkus einfach mehrere Tage an dem Netzteil ranhänge ohne das ich gefahr laufe das eine Zelle überladen wird - da das netzteil ja nur mit 1.1A läd...sehe ich das richtig?

Einzig sorgen dabei macht mir das ich mir fast sicher bin das mindestens 2, wenn nicht mehr Balancer nicht mehr arbeiten (weil bei Spannungen über 3,6V die rote LED nicht angeht).....wäre dass dann ein Problem??

lg Matthias

von Neueinsteiger - am 19.06.2015 04:51
Zitat
Schrauber601
meine Güte was erzählst Du denn da. Es geht hier um 12 normale LiFe(Y)PO4 Blöcke!


hmm... ich lese "LI" also Lithium.....
Aber relativieren wir mal ein wenig:

1. Es fahren mittlerweile tausende Fahrzeuge rum, von denen alle LI-Zellen unterschiedlichster Art benutzen, ohne daß sie jeden Morgen abbrennen.

Also immer die Relation betrachten.

Jetzt kommt das kleine entscheidende "ABER":
Wir reden nicht von einem Tesla, sondern von einem EL.

Natürlich kann ich auch eine Atombombe in ein Containment stecken, daß der Detonation stand hält. Es ändert aber nichts an den chemischen Eigenschaften der Bombe.

Nun ist ein Lithium Akku keine Atombombe -verwenden wir eigendlich Lithium-7 ;-)
und das Containment kann aus einem einfachen Kunststoffbehälter bestehen.
Ist dieser so ausgelegt, daß kein Gas austreten kann -sei es durch Risse oder schlechte Verschraubungen/Ventile; so kann man das als gute Sicherung betrachten.
Was passiert, wenn Doch Gas austritt, durfte Johannes (MulitMegaTrucker) erleben, als er mal ein Feuerzeug an eine aufgebogene Verschraubung seiner Lithiumzellen hielt.... Ethan (-ol) brennt gut und sehr schnell (Knallgaseffekt)

Ob man sich nun mit einem Rauchmelder oder anderen Dingen dahingehend absichern möchte, ist dann wieder "Kopfsache".
Ich rezitiere:
"....die Sache mit dem "unbeobachtet" ist tatsächlich Kopfsache...."

Es kann nicht schlecht sein, wenn man sich über mögliche Konsequenzen im Vorfeld klar wird. Danach kann jeder dann für sich entscheiden, wie er damit umgeht.

Und ansonsten zitiere ich Peter (HolloOtto):
"...wenn ein Balancer nicht richtig funktioniert, dann grillst Du den Akku! ...."

Da kann der Akku noch so toll sein, er hat einfach recht!

Matthias, Du solltest über diese "Worst-Case-Szenarien" nicht in Panik geraten. Dazu gibt es keinen Grund. Du sollst nur wissen, was möglich ist.

gruss
Carsten

von inoculator - am 19.06.2015 06:22
Zitat
Einzig sorgen dabei macht mir das ich mir fast sicher bin das mindestens 2, wenn nicht mehr Balancer nicht mehr arbeiten (weil bei Spannungen über 3,6V die rote LED nicht angeht).....wäre dass dann ein Problem??

Wenn alle Akkus gleichzeitig oben ankommen und der Lader unterhalb der Ladeschlussspannung bleibt, ist das kein PRoblem. Allerdings auch nicht gut, die Akkus solange auf dem hohen Spannngsneveau zu halten.
(Halbwissen an) Wenn die Akkus voll sind, sollten sie auf eine Ruhespannung von 3,3 V abfallen können. Das soll die LEbenserwartung der Akkus wohl erhöhen bzw. mindern, wenn man es nicht beachtet (Halbwissen aus)

Wenn die Akkus nicht balanciert sind und zwei Balancer nicht sicher funktionieren, würde ich nicht unbeaufsichtigt laden lassen. Denn dann sind 1,1 A immer noch 1,1A.

von Andi aus Bad Essen - am 19.06.2015 08:49
ich muß mich meinen vorschreibern anschließen,
das mit dem "unbeaufsichtigt" schlag dir mal (nimm nen tennisschläger) gaaaanz weit aus dem kopf,
ich blieb beim ersten mal etwa 36 stunden wach bei den akkus, um am schluß doch beinahe mist zu bauen, weil die blase drückte, :hot:
in den 5 minuten ist ein block um 0,8 volt nach oben gegangen (0,3 über ladeschluß)
also beim ersten balanzieren
auf jeden fall nich unbeaufsichtigt lassen!!!
bye wolle
PS: der eine block ist seither mein schlechtester, als erster voll als erster leer,
was aber wiederum dazu führte, das meine überwachung explizit auf diesen block gerichtet ist

von wolfgang dwuzet - am 20.06.2015 14:00
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