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wolfram_f4, Sven Salbach, thegray, Christian s, R, Horst Hobbie, R.M, el El, wotan,der ältere

48V-Curtis (od. ggf. Reparateur) gesucht

Startbeitrag von wolfram_f4 am 10.06.2015 21:14

Hallöle,

wie im anderen Thread beschrieben, hatte ich mir einen gebrauchten 48V-Curtis gekauft, von dem sich aber nun leider definitiv heraus gestellt hat, dass er platt ist. :(
Gero macht ja leider keine Curtis-Reparaturen mehr, und Carsten hat auch gerade keine Zeit, und ich möchte nach der ganzen Arbeit jetzt auch nicht wieder auf 36V zurück bauen oder bis zum Winter ein Steh-EL, also muss wohl leider ein neuer her. :(

Kann mir jemand einen Tipp geben, wo man einen (gerne nicht zu teuren - hab ja gerade eben schon über 200 EUR dafür ausgegeben) 48V-Curtis herbekommt?

Oder gibt es ggf. inzw. neue Leute, die einen Curtis reparieren können?

Antworten:

[elektro-auto.org]
nachfragen

[www.elektroautomobile.de]
anfragen


[www.emobilshop.de]
hat vielleicht gebrauchte ?

von Horst Hobbie - am 11.06.2015 03:00
Bei den Preisen würde ich dringend empfehlen, mal über Alternativen nachzudenken. Es gibt ja auch noch ein paar andere Controllerhersteller. Die gebrauchten Curtisse sind hier ja immer wieder Thema. Viel Geld für 50km. Der Umbau bei mir z.B. auf Kelly war nicht sonderlich schwierig. Der Controller hat ~250€ gekostet. Hatjetzt 8000 runter.

von R - am 11.06.2015 04:01
der Kelly kostet aber leider auch um 350 mit Versand und so...man sollte den mit 400A nehmen, der orignale Curtis hat 325..nur das diese Angaben stimmen, Kelly ist da immer etwas optimistisch auch was die Lebensdauer angeht...daher bei Kelly immer eine Nummer großer wählen

von Sven Salbach - am 11.06.2015 08:33
Also ein auch hier im Forum aktiver Händler hat den 48400 für 249€ gelistet.

von R - am 11.06.2015 10:05
wie ich schon unten geschrieben habe kann man es auch selbst versuchen . ist die Frage ob der Aufwand das ergebnis rechtfertigt . sie meine Threads v Jänner heuer dioden für curtis u Fets f Curtis Laase u Richard wissen da recht gut Bescheid

von Christian s - am 11.06.2015 10:15
ah ok, na dann passt es doch, ist der auch wirklich neu? Oder abgelagert ;.)

von Sven Salbach - am 11.06.2015 10:56
Hallo Leutz,

danke Euch für die vielen, vielen guten Tips!!!! :cheers:

Ich habe mal gegoogel: Einen neuen Curtis bekommt man tw. auch schon für 400 EUR:
Mittnacht ... sind die ggf. bekannt?
Litrade ... ups ... dat is ja der Sven :eek:
@Sven: Wieso ist Dein Curtis nicht für den Perm geeignet? ... das wäre mir nämlich sehr wichtig (Kompabilität) :(

Alternativ
1. Reparatur für 180,- bei Fleischmann
2. Kelly von Peter Jürgens für 250,-
3. eigener Reparaturversuch

Also wenn ich da selber ran gehe, sind die Chancen wahrsch. sehr gering, und das wäre dann eher was für den Winter, sich da rein zu arbeiten, und ich müsste mir eh erstmal einen neuen zulegen.

Den Kelly fände ich schon sehr interessant. Allerdings scheint mir das auch nicht so einfach, und ich müsste mich da auch erstmal rein arbeiten.
Hat viell. schon mal jemand den Umbau Curtis->Kelly dokumentiert? Im elwiki habe ich da leider nichts zu gefunden.
Der Kelly 48400 hat auch, wie mir scheint, auch noch keine Rekufunktion (beim Perm)?!

von wolfram_f4 - am 11.06.2015 23:53
Zitat
wolfram_f4
Den Kelly fände ich schon sehr interessant. Allerdings scheint mir das auch nicht so einfach, und ich müsste mich da auch erstmal rein arbeiten.
Hat viell. schon mal jemand den Umbau Curtis->Kelly dokumentiert? Im elwiki habe ich da leider nichts zu gefunden.
Der Kelly 48400 hat auch, wie mir scheint, auch noch keine Rekufunktion (beim Perm)?!

Es ist nicht so schwer. Die Hauptunterschiede sind, dass der Kelly lieber mit einem dreidrahtpoti läuft, keinen zweiten Freilaufanschluss hat und die Lage der Anschlüsse mechanisch nicht ganz identisch ist.
Bei den Lösungen fange ich mal hinten an.
Ich habe die Gelegenheit genutzt und gleich alles aus dem Loch geholt und in den Kofferraum gepackt dann ist das egal. Da könnte man jetzt lange drüber diskutieren oder es lassen.
Den Zweiten Freilauf braucht es nicht.
Wegen der Dreidrahtkonfig brauchst Du eine zusätzliche Leitung zum Poti. Die umgeht dann auch die Begrenzerplatine und alle, die sich sonst noch einmischen wollen. Strombegrenzung, Anfahrrampe u.s.w. sind beim Kelly über eine Software konfigurierbar.
Eine Reku hat der einfache 48400 nicht. da musst Du schon höher greifen. Ansonsten geht er natürlich am Perm, denn für permanent erregte Motoren ist er eigentlich gemacht.
Qualitativ soll der Kelly dem Curtis unterlegen sein, sagt man mir immer wieder. Ich kann da nach einem Jahr noch nichts zu sagen. Bin auch nicht der Hochstrom und Speedfahrer. Was ich sehr liebe ist, dass man über die LED Codes immer weis, was los ist, wenn mal nichts los ist. Habe ich zwar nur einmal gebraucht, als mein Poti lose war und beim einschalten auf halbe Kraft vorraus stand, aber da war das Gold wert.
Wenn Du noch Fragen hast ruf an.

von R - am 12.06.2015 04:35
Hallo Richard,

vielen Dank für die Infos zum Kelly!

Zitat

Qualitativ soll der Kelly dem Curtis unterlegen sein

Das ist allerdings ein Punkt, den ich so im Hinterkopf habe.
Da ich oben auf einem Berg wohne, und das EL schon einige Male mit letzten Kräften hier hoch schieben musste, ist meine (zumind. offizielle) Hauptintention beim Basteln eigentlich, zuverlässig meine Standard-40-45 km-Strecken hinzubekommen.
Auch habe ich hier ein Perm- und ein Thrige-EL, und wollte beide ähnlich aufbauen, damit auch mal untereinander getauscht werden kann (z.B. als mir kürzlich ein Lader hochgegangen ist).
Bin mit dem Thema zwar noch nicht durch, aber eigentl. sollte ich schon deshalb beim Curtis bleiben.

Auch musste ich gerade, wo hinten alles raus ist, feststellen, dass man Thrige-Batteriekorb, der schon von Anfang an grenzwertig war, wohl inzw. reif fürs Alteisen ist (vermutl. mehr Lack als Eisen ;-))
Gibt also genug zu tun ....

von wolfram_f4 - am 13.06.2015 10:18

Demontage Curtis

Hallo,

so ... ich habe mir nun mal den defekten Curtis vorgenommen, und die Testschaltung aufgebaut.
Leider macht er immer noch keinen Mucks, und selbst auf den Poti-Anschlüssen liegt keine Spannung an.
Allerdings laden sich die Kondensatoren der Enstufe scheinbar auf, da das Netzteil lange nach Netztrennung noch Spannung anzeigt.

Da ich also offenbar nichts mehr kaputt machen kann, habe ich dann mal angefangen, den Curtis zu öffnen.
Der Deckel ist demontiert, und die 8 Schrauben (6 unten und die 2 seitlichen) sind raus.

2 Tipps bräuche ich aber nun noch von den erfahrenen "Curtis-Demontierern":

1. Ich hatte gelesen, dass sich unter den 6 Schrauben an der Unterseite noch Kunststoff-Distanzhülsen befinden sollen. Wenn ich nicht völlig blind bin, gibt es da bei meinem Curtis keine Kunststoffhülsen. Kann es sein, dass unsere Curtisanen diese nicht haben?

2. Das Innenleben ist so noch nicht aus dem Gehäuse rauszuziehen :(
Ist das noch iwie eingeklebt?
Ist es richtig, da jetzt wirklich Gewalt anzuwenden, um das Innenleben aus dem Gehäuse raus zu bekommen?????
Oder gibt es noch andere Befestigungspunkte?
Muss ggf. der Deckel, wo sich die Seriennr. befindet, vorher auch noch ab?

Ich weiss, kaputt isser eh. Aber viell. lässt sich ja da doch was machen, und das will ich mir jetzt nicht durch sinnlose Gewaltanwendung verhunzen, und würde mich über Tips daher sehr freuen.

von wolfram_f4 - am 03.08.2015 21:05

Re: Demontage Curtis

Puh ist schon spät und eine deftige Ärgerbeschwerdeschreiben an Alditak hinter mir - kurz bin selber ausgebrannt.

Hm wenn ich das so lese - Stichwort geklebt, mal nachgefragt :
DIE Vergußmasse auf der Kontaktseite "frei gefräst" ?
Wenn die noch Kontakt zur Außenwand hat, kannste sehr viel ziehen;):joke:

von thegray - am 03.08.2015 21:29

Re: Demontage Curtis

Zitat

DIE Vergußmasse auf der Kontaktseite "frei gefräst" ?


Hi Oliver,

sorry für die blöde Frage: Welches ist die "Kontaktseite"?
Der Deckel auf der Seite, wo die Anschlusskontakte sind, ist ab, und ich kann in den Curtis hineinschauen und sehe dort keine Verklebung o.ä. mehr.
Allerdings habe ich den Deckel, wo die Seriennr. drauf ist, noch nicht ab.
Der scheint ja auch mit Silikon abgedichtet.
Hält der nun das Ganze noch?
Ich habe nur noch nie gehört, dass beide "Deckel" runter müssen :confused:

von wolfram_f4 - am 03.08.2015 21:39

Re: Demontage Curtis

OK dann ist das obsolet - schon richtig die Seite wo die Anschlüße liegen.
Ist also passiert.

Öhm - grade überfragt den letzten habe ich vor 2JAhren aufgemacht und in der Hand gehabt.
Aber deiner Beschreibung nach bin ich unsicher aber geneigt zu sagen die unten dann - hm mal überlegen - Das T-Förmige Teil das die Fets und die Dioden aufnimmt. Das Teil liegt auf einer Isolier-Platte zum Gehäuse. An der Leitungsplatine hängen seitlich die beiden Logikbords. - hm ob die noch Fixiert waren - :confused: ich hab einen Hänger!

Weißte was ich fahre gleich mal nach Hause bin nicht weit weg - da hab ich noch vom Multimegatrucker das Dioxin und PCB verseuchte "sublimierte" Teil liegen - schreibe am Mittag.

PS.: Rüttle mal Klappert es deutlich - such dir jetzt schon einen Neuen!

pps. ACH ja noch eins wenn der schon mal offen war und der der es machte gut meinete - hat der auf der Iso-Platte Wärmeleitpaste ausgetragen (wollte ich auch machen habe es aber sein lassen) wenn das nur ein wenig ausschwitzt oder erhärtet - dann kann es zu dem Problem kommen die "Haftkraft" , auf Scherung dazu auf der Fläche kann Unglaublich enorm sein !

von thegray - am 04.08.2015 08:21

Re: Demontage Curtis

Hallo Oliver,

eines vorweg: Als der Curtis (3 km Betrieb nach Einbau) seinen Geist aufgegeben hat, hat nix geknallt, nix gemüffelt, und klappern tut auch nix.
Seit der Deckel ab ist, kann ich ja auch schon etwas rein schauen: Was ich sehen kann, sieht aus wie neu, und da riecht auch nix, als wäre da ein Bauteil hochgegangen.
Geöffnet war der auch noch nie. Alles imho noch original.

Ich habe auch wenig Hoffnung, den Fehler zu finden, da ich aber immer unserer Wegwerfgesellschaft, wo nichts mehr repariert und lieber noch ganz oben auf den Müllberg gepackt wird, kritisiere, muss ich es wenigstens probieren, bevor ich einen neuen kaufe.

Aber ich habe (zumind. einen Punkt) rausgefunden, warum das Innenleben noch nicht raus will: In den 6 Schraublöchern an der Unterseite sitzen tatsächlich noch Kunststoffhülsen, die offenbar den Kontakt der Schrauben mit dem Gehäuse verhindern sollen. Ich hatte mir das vorher nur ganz anders vorgestellt.

Aber es ist archäologische Feinarbeit, diese Kunststoffnippel in der Vergussmasse freizulegen. Es lässt sich optisch kaum erkennen, wo die Vergussmasse aufhört, und dieser Nippel beginnt. Ich habe keine Ahnung, ob und wie ich diese Nippel da heile raus bekommen soll. Den ersten habe ich schon direkt versaut, und fürchte, dass ich auch andere schon direkt beim freifräsen der Schrauben beschädigt habe. :(

Schön wäre es, wenn man die Nippel einfach nachkaufen könnte (wüsste nur nicht wo): Dann könnte man die Löcher ganz einfach aufbohren und gut.

von wolfram_f4 - am 04.08.2015 09:19

Re: Demontage Curtis

Zitat
Ich habe auch wenig Hoffnung, den Fehler zu finden, da ich aber immer unserer Wegwerfgesellschaft, wo nichts mehr repariert und lieber noch ganz oben auf den Müllberg gepackt wird, kritisiere, muss ich es wenigstens probieren, bevor ich einen neuen kaufe.


:cheers:


Oder du Böser - kein Konsummensch - nix Wirtschaft fördern - auf das es deinen Arbeitsplatz als nächstes erwischt - ab in die Ecke und Schäme dich - du EGOMANE:joke:



...den Nippel durch die Lasche ziehen.......

von thegray - am 04.08.2015 11:16

Re: Demontage Curtis

Zitat

nix Wirtschaft fördern - auf das es deinen Arbeitsplatz als nächstes erwischt


Hmmm ... meinst Du nicht, dass in Reparatur generell weit mehr menschliche Arbeitskraft verborgen läge als in grösstenteils maschineller Massenproduktion?
Deshalb schaffe ich das in dieser Hinsicht leider nicht mit dem Schämen. :rolleyes:

Dass die Welt sich seit 1950 verändert hat und eine boomende Wirtschaft längst kein Garant mehr für Lebensqualität ist, haben nur viele Menschen leider noch nicht mitbekommen.
Eine Wirtschaft, deren Fortexistenz nur noch durch ständiges Kaufen und Wegwerfen gesichert werden kann, muss eh schwerstens krank sein ... und ich versuche nur mein Möglichstes, mich da nicht anzustecken :rolleyes:
Iwie hast Du also recht mit böse und egoistisch ;) :cheers:

BTW: Wir hier mit unseren steinalten Elektro-Spar-Fahrzeugen sind doch DIE personifizierten Wirtschaftsschädlinge ...
Auch dafür verneige ich mich vor Euch!

Zurück zum Thema:
Zitat

...den Nippel durch die Lasche ziehen.......


Hab die blöde Lasche leider nicht gefunden :(
Aber die Nippel sind (einmal verstanden) raus und der Curtis jetzt frei gelegt.
Aber meine Hoffnung, dort ein defektes Bauteil zu finden, hat sich erstmal nicht erfüllt.
Optisch wirkt alles einwandfrei, die grossen Kondensatoren scheinen o.k. (per Ohmmeter) und die dicken Dioden an A2 offenbar auch.
Damit bin ich mit dem mir bis dato bekannten "Troubleshooting" leider fürs Erste auch schon durch.

von wolfram_f4 - am 04.08.2015 23:23

Re: Demontage Curtis

such in meinem alten thread dioden für curtis u fets für curtis .... das ist ganz schöne bastelarbeit

von Christian s - am 05.08.2015 08:13

Curtis abdichten

Sooooo ...

mein "neuer" 48V-Curtis scheint nun wundersamerweise (dickes Danke an Wotan!!! :cheers:) wieder zu funktionieren :hot:
Test im Fahrzeug steht aber noch aus.
Auch überlege ich, ob ich nicht doch besser in nächster Zeit noch die 63V-Kondensatoren austauschen soll, da ich ja tw. bis 66V lade.

Aber auch wenn ich ihn erstmal nur provisorisch einbaue, muss ich ihn ja abdichten, und überlege, dafür einfach Sanitär-Silikon zu verwenden, das ich hier rumstehen habe.
Mein alter 36V-Curtis (k.A., wer den damals repariert/umgebaut hat) ist offenbar mit Silikon abgedichtet, und der hat mir nie Probleme gemacht.

Jetzt gibt es Stimmen, die meinen, Silikon wäre bedingt leitfähig (was nat. beim Verkleben des Anschluss-Terminals eine Katastrophe wäre).
Hab jetzt eine Weile gegoogelt mit dem Ergebnis, dass das wohl nicht der Fall ist. :confused:

Allerdings enthält Sanitär-Silikon ja m.W. Essigsäure.
Bei dem, was ich hier liegen habe, steht zwar nichts davon drauf, aber ich finde, es riecht danach.
Meint Ihr, das würde die (m.W. verzinnten?) Kontakte des Curtis angreifen?

Zum langfristigen Vergiessen frage ich mich aber, ob PU-Kleber (Montagekleber) da nicht ein geeignetere Material wäre?
Was meint Ihr?

von wolfram_f4 - am 08.08.2015 10:22

Re: Curtis abdichten

das damft in den Curtis.in Verbindung mit

von Sven Salbach - am 08.08.2015 10:25

Re: Curtis abdichten

Zitat
Sven Salbach
das damft in den Curtis.in Verbindung mit 70Grad Klimaofen.

Gruß OJ

* Hat MMT nicht nach meiner Empfehlung gemacht! Monate später war 1x der (was war das noch) der Benning defekt und dann nochmals (auch gegen meine Empfehlung, nicht am Modellbau BMS gemacht ) auch dieses defekt was eine oder zwei Co-Lixx gekillt hat. Beide der geschilderten Sachlage nach Kondesfeuchte ......


von thegray - am 08.08.2015 13:20

Re: Curtis abdichten

Hallo Sven, hallo Oliver,

i do gerade only understand Bahnhof :confused:

Allerdings habe ich mich auch schon gefragt, ob in einem bei 25° und gefühlter Luftfeuchte von 200% versiegelten Curtis die Bauteile dann nicht im Winter im wahrsten Sinn des Worts "baden gehen" ... und ob man ihn viell. besser gar nicht 100% dicht machen sollte (die Kontaktseite ist ja durch die Abdeckung gegen Spritzwasser geschützt)????
Man hört ja immer wieder von Leuten, die im Winter Probleme mit dem Curtis wg. Feuchtigkeit im Inneren haben.

Mir kam eben der Gedanke, auf die 7 Kontakte vor dem Aufkleben des Deckels etwas Schrumpfschlauch aufzuschrumfen.
Dann bräuchte man sich
1. keine Gedanken machen, ob evtl. Essigsäure aus dem Silikon die Pole angreift, da der Übergang ja durch den Schrumpfschlauch "isoliert" wäre, und
2. könnte im Inneren erwärmte feuchte Luft zwischen Schrumpfschlauch und den Polen ggf. noch raus kommen.
Hinter der Abdeckung würde ich es ja als unwahrscheinlich betrachten, dass dadurch wirklich Feuchtigkeit in den Curtis eindringen könnte, oder?

Zu fantastisch gedacht??? :rolleyes:

von wolfram_f4 - am 08.08.2015 14:02

Re: Curtis abdichten

Zitat
wolfram_f4


Zu fantastisch gedacht??? :rolleyes:


ein hab ich noch!
mit synt Öl füllen, dann verschließen, auf 3 Seiten lange Kühlrippen drauf.
Na?

von el El - am 08.08.2015 14:09

Re: Curtis abdichten

Für sowas gibt es Membraneinsätze a la Goretex, welche Feuchtigkeit nur in eine Richtung (am Besten heraus) lassen.
woti

von wotan,der ältere - am 08.08.2015 14:18

Re: Curtis abdichten

Also als Übergangslösung wäre das Einwickeln in eine Regenjacke wohl praktikabler als noch zusätzliche Kühlrippen zu montieren ;)

Aber mal ohne Sch*:
Da der Curtis durch eine "wundersame Fügung" nun tatsächlich zu funktionieren scheint, soll das EL jetzt nach 9 Wochen erstmal schnellstmöglich provisorisch auf die Strasse, insbes. um die ganzen Umbauten zu testen ... und sei es auch nur erstmal für 14 Tage.

Diesbzgl. hatte ich o.g. (weniger in Bezug auf die Feuchtigkeit als mehr, um erstmal eine provisorische Abdichtung vornehmen zu können) Idee mit Schrumpfschlauch und Silikon tatsächlich voll ernst gemeint.
Silikon habe ich hier, und bekomme es dann auch einfacher wieder raus, als wenn ich erst mal irgendwo (Frage ist ja auch eh, was überhaupt das geeignete Material ist :confused: ) Vergussmasse bestelle, eine Woche auf Anlieferung warte, und es dann in 14 Tagen erneut mühsam rausprökeln darf.

Auch lebt dieses Forum ja davon, dass man über Alternativlösungen (billiger und/oder besser) spricht ... wir haben ja alle schon am eigenen Leib erlebt, dass im Orginal nicht alles optimal ist ... und beim Curtis scheint dies doch gelegentlich Feuchtigkeit im Original-Verguß zu sein.
Warum sollte man ihn also hermetisch versiegeln? Spritzwasserfest reicht doch aus, oder?

@Oliver
Zitat

Hat MMT nicht nach meiner Empfehlung gemacht!


Was war Deine Empfehlung i.S. Kondensfeuchte??

von wolfram_f4 - am 08.08.2015 21:51

Re: Curtis abdichten

Dann schmier die kanten miz vaseline ein und dann einmal mit frischhaltefolie umwickeln

von Sven Salbach - am 08.08.2015 22:47

Re: Curtis abdichten

und wo soll dann die wärme hin abgeführt werden ???

von Horst Hobbie - am 09.08.2015 01:39

Re: Curtis abdichten

Na eine lage frifrischhaltefolie die anliegt bringt jetzt nicht wirklich was dämmtechnisch..und original ist der curtis erheblich besser gedämmt mit der normalen abdeckung

von Sven Salbach - am 09.08.2015 11:48

Re: Curtis abdichten

Hallo zusammen,

ich suche immer noch nach der geeigneten Dicht-/Klebemasse für den Curtis (also nicht nur für provisorisch).

Habe nochmal etwas gegoogelt gestartpaged:

Silikon scheint das geeignete Material (Elastizität, Klebekraft, Isolation) zu sein .... die Frage ist nur welches? :confused:
Allgemein findet man im Internet dazu, dass z.B. Aquarium-Silikon ungünstig ist, da es Essig-vernetzend ist und somit Metall angreift, während Bau-Silikone angeblich basisch sind.
Andererseits heisst es, dass Sanitär-Silikone Essig als Fungizid enhalten. Dann können sie ja wohl nicht basisch sein :confused:
Gibt es denn einen Unterschied Bau-Silikon und Sanitär-Silikon???
Ich habe hier zwei Silikon-Kartuschen unterschiedlicher Hersteller liegen, aber wie auch bei vielen Produktbeschreibungen im Web, findet sich dazu leider keine Angabe.

In einem Elektoniker-Forum habe ich folgendes gefunden:
Zitat

essigvernetzendes Silikon ist ein hervorrageneder Isolator selbst im noch nicht ausgehärteten Zustand.
Es eignet sich deshalb auch sehr gut dazu, hochspannungsführende Bereiche auf Platinen zu versiegeln.
Blanke Metalloberflächen werden zwar leicht angegriffen, aber das ist nicht weiter schlimm.


Klingt, als wäre Silikon tatsächlich das geeignete Material ... :confused:

Was gibt es für Alternativen?

Acryl ist wohl völlig ungeeignet, da es
1. nicht dauerhaft feuchtigkeitsresistent ist
2. nicht wirklich elastisch

PU (z.B. Montagekleber) könnte eine Alternative sein:
Wasserfest und nicht leitfähig, aber Monatgekleber wird m.W. relativ hart, und haftet schlecht auf nichtsaugenden Untergründen (Metall, Kunststoff) ... ich würde Undichtigkeit befürchten.

Sikaflex z.B. bleibt elastischer, und klebt auch auf Metall, Kunststoff sehr gut.
Ggf. also ein geeignete Material.
Allerdings klebt das Zeug, wenn ich mich recht entsinne, wirklich bombig, und macht das erneute Öffnen des Curtis dann ggf. zu einer echten Herausforderung ... deshalb tendiere ich eigentl. immer noch Richtung Silikon ...

Womit habt Ihr eigentlich Eure Curtussen versiegelt?????

von wolfram_f4 - am 09.08.2015 13:06

Re: Curtis abdichten

NEIN
Kein Essig Silikon!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Da sieht man mal wieder das nicht alles im Netz - gut ist.

Sani-Silikone sind mit Chemie Schimmelresistenter gemacht. Wer behauptet das Essigsäure in so einer Anwendung gegen Schimmel - der Versteht garnichts und hat mit Schimmel noch nie ein Wort gesprochen!

Essigsäure verteilt sich überall hin in so einer Anwendung und das über länger.

WIE ich schon geschrien habe - es muß Inhaltlich drauf stehen NEUTRALLVERNETZEND (heergot oder wir er zu schreiben pflegt sackelzement ) ODER für NATURSTEIN (zur NOT).
Auch steht gelegentlich Oxim-Vernetzend was das gleiche wie Neutrall bedeutet.
BEkommt man auf nachfrage wenn man nicht lesen will in jeden wirklich gut bestücken Fach- oder Baumarkt.

NEIN Bausilikone können auch Essigvernetzend sein - sind aber nicht (unbedingt) Schimmelresistent ausgerüsstet.

NEIN die PU-Montagekleber von denn ich immer Rede sind eben - für NICHT saugende Untergründe - kleben gut; bei geringer Schrumpfung; sind gegen die meisten Chemikalien resistent auch höhere Temp. aber sehr viel zäher als Sani-Sili.

Was jetzt nicht versehen - zusammenbauen ; alles mit Iso-Lack einsprühen; offenlassen ; und auf die andere Seite der Schottwand im Kofferraum setzten - später noch einen Lüfer auf der freien Stirnseite anbringen und über Zündung versorgen. (z.B. [www.conrad.de])

Mein Gott zur Not einen Klarlack auf Acrylbasis (kein ALKYD) den du noch rumstehen hast.

Hefftiger ist PU-Lack (z.B. Parkettlack ist häufig aus PU habe ich mal einen Eimer gehabt - Platine nein kein Curtis Versenkt und Tauchlackiert ) technisch noch besser aber Dickfüssiger und was damit verklebt hast das bleibt auch bei 100 Grad . (achtung Poties) (Zweimal mit Anschlusskabel und danach kannste das im Wassereimer bei 100V versenken)


Zitat
@Oliver Zitat Hat MMT nicht nach meiner Empfehlung gemacht! Was war Deine Empfehlung i.S. Kondensfeuchte??


Frage beantwortet sich selbst - denke ich . oder wir leben auf zwei unterschiedlichen Planeten.:joke: na eben Lackieren - Benning zog Warme Luft, keine große Abwärme mehr im Lader oder wurde sogar abgeschaltet - was haste dann , Morgens "Tau" x 300V.......; Modellbau BMS im EL-Innenraum - aber Trocken ist eben nicht Trocken genug also nicht in einem EV und einem wie dem EL erst recht nicht , mit der Zeit "Zog" das Instrument Feuchtigkeit -> Fehlfunktion die nach 2-3 Monaten zur Entladung von 180Ah Cobalt- Zellen führte -> Defekt.

von thegray - am 09.08.2015 14:10

Re: Curtis abdichten

Habe hier noch eine dose rumliegen....ansonsten bei reichelt vergussmasse eingeben
[www.reichelt.de]

von Sven Salbach - am 09.08.2015 14:11

Re: Curtis abdichten

[www.reichelt.de]

Kann ich Dir für 10€ verkaufen, habe wie gesagt noch eine PAckung hier,d a ich meinen Curtis damals dann doch verkauft hatte...

von Sven Salbach - am 09.08.2015 14:31

Re: Curtis abdichten

Hallo


Nimm einfach Vergussmasse für Elektronikbauteile, das ist 2 Komponenten PU und so ist der Curtis auch im Orginal vergossen.

Das sind kleine Tütchen in denen Harz und Härter im richtigen Mischungverhältnis drinnen sind nur durch einen Clip getrennt.


Gruß

Roman

von R.M - am 09.08.2015 14:39

Re: Curtis abdichten

es gibt auch andere Kartuschen die in die Silikon spritze passen für den Bootsbau zum Abdichten v Fugen f Teakdecks die sind auf anderer Basis ohne Essig ich weiß nicht wie die heißen .


ich hab mal vor jahren eien curtis abgedichtet. um die Gaspotistecker die originale vergußmasse belassen , den rest aus teilen zusammengesetzt u mit santtärsilikon !! abgedichtet hat einige Jahre gehalten dann waren die dioden hin Korrosionsschäden die man sieht hab ich nicht festgestellt.

von Christian s - am 10.08.2015 06:05

Re: Curtis abdichten

Es gibt keine Garantie daß austretende Essig nicht doch vor allen wenn mal Wasser zu kommt.

Also die im Bootsbau verwenden eigentlicher gerne PU Material - einer der Namen dort ist Sikaflex.
Wer das schon mal in Pardon an den Händen hatte - der weiß warum die die damit Arbeiten wochenlang mit schwarzen Händen rumlaufen.

von thegray - am 10.08.2015 08:06

Re: Curtis abdichten

Wow ... da ist man mal 24 Std.nicht da, und dann gleich so viele gute Infos :spos:
Ich danke Euch!!! :cheers:

Ich fange mit meinen Überlegungen mal direkt unten an: Sikaflex kenne ich vom Wohnmobilbau. Mit dem Zeug werden die die Hochdächer auf die Bullys geklebt, und es klebt dermassen, dass es allgemein heisst, dass zusätzliche Verschraubung eigentlich Makkulatur ist. Und die Hochdächer sind ja (z.B. Windwiderstand) auch ganz schöner Belastung ausgesetzt.
Und egal, ob Monatgekleber oder Bauschaum, habe ich immer die Erfahrung gemacht, dass PU fürchterlich klebt, und man schnell alles verhunzen kann.

Da man, um den Deckel vom Curtis zu besfestigen, aber keine grosse Klebekraft braucht, sondern es vielmehr um Abdichtung geht, halte ich Silikon daher für das geeignetere Material:
Da kann man perfekt dosieren (Spritze ist praktisch), muss nix anmischen (wenn man die benöigte Menge nur grob abschätzen kann), und kann dann vergleichsweise ohne Zeitdruck arbeiten, und zumind. ich weiss, dass ich damit auch ein sauberes Ergebnis hinbekomme.
Und letztlich gehe ich davon aus, dass ein mit Silikon verklebter Curtis auch leichter wieder zu öffnen sein wird, und bei Silikon kann ich Reste auch meist anderweitig aufbrauchen, während sie bei Spezial-Zeuchs dann wieder auf dem Müll landen würden :sneg:

Ich war also heute Mittag schnell im Baumarkt ... und im riesigen Regal voll Silikon u.ä. war nicht ein einziges Silikon, wo etwas von "neutralvernetzend" drauf stand.
Ein Silikon, von dem der Verkäufer meinte, es wäre ohne Essig, basierte auf "Alkoxy" ... aber keiner wusste, was das nun wieder ist :(
Hab jetzt erstmal ein Dach&Wand-Bausilikon mitgenommen, bei dem zumind. "neutraler, dauerelastischer ...Fugendichtstoff ... auf Silikonbasis" drauf stand, und soll morgen die Bestätigung bekommen, ob "neutral" wirklich "neutralvernetzend" bedeutet.

@Oliver
Vielen Dank für Deine wirklich ausführlichen Erläuterungen!!!
Aber ich finde auch Christians Erfahrungsbericht zum Sanitärsilikon sehr aufschlussreich, da er bestätigt, was ich anderswo gelesen habe, dass das Essig zwar suboptimal, aber nicht wirklich tragisch ist ... zumal der Curtis ja nach innen durch die Schaumstoffeinlage grob abgedichtet ist und das Essig damit hauptsächlich über den Luftkontakt nach aussen ablüften dürfte, und das Silikon sonst ja lediglich Kontakt zum Alu-Gehäuse, Kunststoffdeckel und den Kontaktsteckern bekommt.
Aber mit etwas Glück habe ich ja jetzt ein essig-freies Silikon da. :)

Ausserdem habe ich noch eine zweite dünne Schaumstoffplatte rundum 3-4 mm kleiner ausgeschnitten, so dass, ausser am Rand, eh nur eine hauchdünne Schicht Silikon drauf kommt.
Das reduziert nochmal das Risiko eventueller Ausgasungen in den Innenraum, und sollte ein späteres Öffnen sehr erleichtern.

@Sven
Trotzdem vielen Dank für Dein freundliches Angebot!!!

Zitat

Also die im Bootsbau verwenden eigentlicher gerne PU Material - einer der Namen dort ist Sikaflex.
Wer das schon mal in Pardon an den Händen hatte - der weiß warum die die damit Arbeiten wochenlang mit schwarzen Händen rumlaufen.

Geht ganz gut mit der obersten Hautschicht wieder runter ... ohne nicht!!! :rolleyes:
Mit regelmässig Handcreme geht's schneller.

von wolfram_f4 - am 10.08.2015 21:32
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