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elweb
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Erster Beitrag:
vor 3 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren
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wolfram_f4, Christian s, inoculator, Rued, laase, R.M, Peter End., weiss

Spezifikation Lager Bremsankerplatten

Startbeitrag von wolfram_f4 am 14.06.2015 14:16

Hallo,

wenn man erstmal anfängt, das CityEL auseinander zu nehmen, kommt man zu keinem Ende ... da ist immer das Eine oder Andere, was man im aktuellen Zustand so gar nicht erst wieder zusammenbauen mag ... :rp:

Und da ich dringend an den Batteriekorb und dafür die Achse ausbauen muss, will ich mir direkt schon mal die passenden Lager besorgen.
Iwie finde ich die Angaben zu den Lagern (im Elwiki und hier im Forum) aber etwas verwirrend, weshalb ich nochmal nachfragen will, bevor ich mir die falschen hole.

Es geht also um die Lager in den Bremsankerplatten!

Wenn ich es richtig verstehe, ist
1. vorne: 1 Schrägkugellager 42/20*16 mm, Typ 3004-2RS
2. hinten: jew. 2 (also insges. 4 Stk.) Rillenkugellager 42/20*12 mm, Typ 6004-2RS

Ist das korrekt?
Und wie ist es mit der Lagerluft?
Iwo habe ich gelesen, dass von erhöhter Luf (C3) gesprochen wurde.
Entspricht das den Originallagern?
Wenn nicht, wäre das empfehlenswert?
Wenn ja, vorne und hinten C3?

Ach, und da fällt mir gerade noch ein:
In der Reparaturanleitung werden die Ankerplatten mit sog. Spannwerkzeugen auf die Achse gedrückt.
Ich denke, so ein Werkzeug kann man sich aus einer alten Radmutter und einem Stahlrohr selber machen.
Da ich draussen (ohne Dach) am EL schrauben muss, würde ich sowas gerne schon vorbereiten.
Deshalb die Frage, ob jemand zufällig weiss, wie lang (Gesamtlänge) dieses Spannwerkzeug sein sollte.

Antworten:

Hallo Wolfram (Hartmut)

von der Debatte über Lagerluft habe ich mich anfänglich auch mal infizieren lassen.
Ich habe sogar mit 16004 Lagern rumexperimentiert.

[67183441.foren.mysnip.de]

Am Ende bin ich bei den billigen 6004er von Kugellager-Express (o.Ä.) gelandet.

[www.kugellager-express.de]

Weder konnte ich bis heute einen messbaren Unterschied erfahren, zwischen "hochwertigen" Lagern und vermeintlicher "Billigware", noch hat sich in der Haltbarkeit irgendetwas getan, was einen BWL Studenten hinterm Kamin vorlocken könnte.

Das einzige, was ich mittlerweile mir angewöhnt habe, ist, daß ich die Kappe zwischen den Lagern in der Ankerplatte herausnehme und nach dem Einpressen des Ersten kräftig Fett nachdrücke, und dann das Zweite drauf presse.


Gruss
Carsten

von inoculator - am 15.06.2015 09:44
Hi Carsten,
vielen Dank!!! Das hilft mir gleich dreifach weiter! :hot:

Zitat

Weder konnte ich bis heute einen messbaren Unterschied erfahren, zwischen "hochwertigen" Lagern und vermeintlicher "Billigware", noch hat sich in der Haltbarkeit irgendetwas getan, was einen BWL Studenten hinterm Kamin vorlocken könnte.

Klar, der BWL-Student lernt ja auch mühsam, was ein Markenprodukt ist, und wird sie mit diesem Wissen dann tunlichst zu meiden suchen ;)

Da ich mich mit Lagern etc. nicht auskenne, hätte ich hier vermutl. doch zu einem Markenprodukt gegriffen. Deshalb bin ich Dir sehr dankbar für den Tip und Deine Erfahrungen mit Kugellagerexpress! :cheers:
Durch das ständige Teile-Kaufen liegt die Ökobilanz meines EL vermutl. eh schon hinter dem 3x soviel verbrauchenen E-Saxo (der auch sogar noch 1 Jahr älter ist) ... Arbeit nat. nicht mitgerechnet :(
Hab also gerade direkt bestellt! :spos:

von wolfram_f4 - am 15.06.2015 12:20
ich habe mit einem von oben eingebohrten schmiernippel zwischen den Lagern experimentiert . ist etwas wenig Platz dort ...... habe dann bemerkt daß dann das Fett aus den Gewindelöchern für die Befestigung an den silentklötzen quillt wenn die Schraube nicht drin ist. diese Bohrungen führen offensichtlich auch zwischen die Lager. Man könnte also mit einem Schlauch der in dieses M8 Gewinde passt auch Fett zwischen die beiden Lager bringen.

ich habe die Lager kapselungen alle bis auf das zur Bremstrommel entfernt also am Innenlager beide und am außenlager nur die innere ) und ein stück Rennrad-Fahrradschlauch über die Achse gesteckt daß der kreisförmige Spalt zwischen Achse und Bremsankerplatte nur ganz winzig ist. Durch diese drückt sich dann das überschüssige Fett heraus und bildet einen schönen Wulst


zum vorderbremsankerplattenlager : Sven salbach hat statt dem teuren Doppellager zwei halb so breite billiglager übereinender eingebaut u ist mit denen offensichtlich schon länger zufrieden.

von Christian s - am 16.06.2015 07:32
Hi Christian,

Zitat

habe dann bemerkt daß dann das Fett aus den Gewindelöchern für die Befestigung an den silentklötzen quillt wenn die Schraube nicht drin ist. diese Bohrungen führen offensichtlich auch zwischen die Lager. Man könnte also mit einem Schlauch der in dieses M8 Gewinde passt auch Fett zwischen die beiden Lager bringen.


Die Idee, dann die beiden Lager dann zumind. zur Innenseite zu öffnen und in dem ja rel. dichtem Hohlraum dazwischen eine dicke Fettpackung einzubringen, gefällt mir :spos:
Deine Methode, das innere Lager sogar kmpl. zu öffnen, und dann zum Motorraum quasi mit einem Fahrradschlauch zu dichten, kann ich mir, ohne das vor mir zu sehen, gerade nur schwer vorstellen. Das muss ich mir, wenn ich endlich loslegen kann, dann mal direkt am EL anschauen.

Zitat

zum vorderbremsankerplattenlager : Sven salbach hat statt dem teuren Doppellager zwei halb so breite billiglager übereinender eingebaut u ist mit denen offensichtlich schon länger zufrieden.


Also bei dem oben von Carsten empfohlenen Shop kostet das Schrägkugellager für die Vorderradkonsole auch nur 8 EUR (http://www.kugellager-express.de/schraegkugellager-3004-2rs-20x42x16-mm.html).
Bei dieser Idee hätte ich allerdings auch wirklich theoretische Bedenken:
1. bei zwei kleinen Rillenlagern auf dieselbe Breite dürfte man, aufgrund von mehr Käfig weniger tatsächliche Lagerfläche haben ... aber das ist ggf. auch mehr theoretisch
2. Schrägkugellager sollen ja insbes. auch seitliche Kräfte aufnehmen, die bei der CityEL-Lenkung ja auf jeden Fall auftreten, und ich wüsste nicht, wie zwei Rillenlager diesen Job erledigen sollen?
Vielleicht ist Sven ein vorsichiger Kurvenfahrer und er hat leichtere Akkus, aber wenn ich sehe, wie mich meine NiCads hier um manche sauerländliche Kurve schieben, habe ich ein gutes Gefühl für die seitlichen Kräfte, die auf das Vorderrad wirken, und fühle mich wohler mit einem Lager, das auch dafür ausgelegt ist.

Grds. liebe ich dieses Forum ja auch eben genau wegen solcher innovativen Ideen! :spos:
... aber in diesem Fall passe ich mal ;)

von wolfram_f4 - am 16.06.2015 09:50
Hallo hartmut ! deswegen hab ich mir auch das alte Lager behalten und gut gefettet Da es sich ja nie dreht kommt es natürlich nur auf exakte führung und nicht auf makellose Lauffläche an.


Das kleine Stück Fahrradschlauch im Bereich der Achse wo sie im ankerplattenlager verschwindet . über die Achse gefädelt dient nur dazu die Achse an dieser Stelle etwas dicker zu machen, daß der Spalt zur Hülse der Ankerplatte kleiner wird. . Es fällt auch nicht soviel dreck rein. den fettkragen putze ich gelegentlich weg u drücke von innen neues Fett rein.

von Christian s - am 16.06.2015 10:57
Hallo

Ich würde besser Markenlager verwenden bevor ich mir die Achse kaputt mach lieber ein paar € mehr ausgeben,

Wenn schon einseitig offen dann doch besser gleich solche Lager verwenden.

Aber mir erschließt sich nicht warum die offen sein sollten, bis jetzt haben die geschlossenen auch gehalten, bis auf eines wo die Dichtung durch einen Stein beschädigt wurde.

Aber alle 50000km ein neues Lager ist doch wohl auch nicht die Welt.


Gruß

Roman

von R.M - am 16.06.2015 18:20
Hallo Roman,

ich verwende schon seit Jahren Markenlager von SKF. Wenn man die seitliche Kunststoffdichtung abnimmt und dann sieht wie wenig Fett sich im Innern des Lagers befindet denke ich schon, dass da etwas mehr davon auch nicht schadet.

Also ich öffne alle meine Lager vor dem Einbau und befülle erst mal richtig. Allredings drücke ich die Abdichtung danach wieder drauf.

mfG
Peter

von Peter End. - am 16.06.2015 19:43
Zitat
Peter End.
Hallo Roman,

ich verwende schon seit Jahren Markenlager von SKF. Wenn man die seitliche Kunststoffdichtung abnimmt und dann sieht wie wenig Fett sich im Innern des Lagers befindet denke ich schon, dass da etwas mehr davon auch nicht schadet.

Also ich öffne alle meine Lager vor dem Einbau und befülle erst mal richtig. Allredings drücke ich die Abdichtung danach wieder drauf.

mfG
Peter

hallo peter :-)
sowas, was du machst, nennt man überschmierung!
die ist genau so schädlich wie zu wenig fett im lager!
bei beiden zuständen erwärmt sich das lager übermäßig.

von weiss - am 17.06.2015 05:40
Hallo,

Zitat

sowas, was du machst, nennt man überschmierung!
die ist genau so schädlich wie zu wenig fett im lager!
bei beiden zuständen erwärmt sich das lager übermäßig.


das erinnert mich daran, dass ich früher mal bei meinen Inlinern die Lager kmpl. vom Fett befreit und sie lediglich mit ein paar Tröpfchen Öl gefahren habe. Nat. waren sie lauter, und mir war klar, dass es auf die Lebensdauer geht, aber man konnte den Unterschied im Leichtlauf im Gegensatz zu einer Fettpackung deutlich merken.
Das Kernproblem ohne Fett war aber, dass viel leichter Schmutz eindrang, und man sie daher öfter reinigen musste.
Seither habe ich auch die Tendenz, bei Lagern, die ich nicht dauernd warten möchte (bei den Inlinern war das ja kein Aufwand und Teil des Hobbys) auch lieber etwas mehr Fett reinzugeben.
Nach meinem Verständnis hängt die optimale Fettmenge eines Lagers vom Einsatzzweck ab ... und in der Produktion wird da halt vermutl. ein Mittelwert eingebracht.
Deshalb werde ich den CityEL-Lagern vermutl. auch etwas Zusatz-Fett geben.

Aber danke, Werner, für den wichtigen Hinweis, dass es eben auch ein Zuviel gibt!!! :spos:

von wolfram_f4 - am 17.06.2015 11:10
Das ist der Grund, warum ich die Kappen zwischen den Lagern weg lasse.
Damit gebe ich dem Lager die Möglichkeit, bei Erwärmung überschüssiges Fett in den Freiraum zu drücken, ohne daß es verloren geht.

Gruss
Carsten

von inoculator - am 17.06.2015 11:54
ich lasse bei 2rs lagern die finger von den dichtscheiben.
Bzgl haltbarkeit konnte ich jetzt bei Raddemontage nach 2J Betrieb von Billiglagern feststellen, daß diese zwar nicht "ausschlugen" oder sonstwie merklich verschlissen, aber das Fett schob sich eben sichtbar nach und nach aus dem Dichtspalt raus. Ich mache da aber jetzt noch nichts; erst wenn ich spiel oder geräusche feststelle. Mrine Achse habe ich damals so bearbeiten lassen, daß sie eine um eine stufe festere passung an allen kritischen lagerstellen hat. Ich denke, daß sich diese lagerinnenringe nie wieder relativ zur achse bewegen werden.
fettaustritt: vermutlich wäre mir das mit unverbastelten markenlagern nicht passiert.
viele grüsse, lars

von laase - am 21.06.2015 07:42
Bei allen japanischen Motorrädern laufen die Radlager innen offen und die Japaner sind ja für langlebige und durchdachte Kontruktionen bekannt, ganz im Gegensatz zu unseren dänischen Hobbykonstrukteuren ;-)

von Rued - am 21.06.2015 15:05
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