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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
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wolfram_f4, thegray, R, Christian s, R.M, Willi44, laase

BMS: Zellen werden nicht mehr erkannt

Startbeitrag von wolfram_f4 am 02.09.2015 09:27

Hallo,


Das Bus-Kabel habe ich sicherheitshalber schon neu gemacht, da es am Durchgang zum Motorraum etwas gequetscht war, und ich einen Kabelbruch oder gar Kurzschluss befürchtet hatte.
Aber viell. hat sich das System dadurch nun auch soz. "aufgehängt"? :confused:
Ansonsten scheint alles i.O. zu sein. Auch die zuletzt verbrauchten Ah werden noch angezeigt, und das Menü ist komplett bedienbar. Nur sind halt keine Zellen/Module "mehr da".

Antworten:

Nun ich kenn das System nicht, aber laß mich mal Raten:
Die Anzeige der Altdaten ist nicht verwunderlich da von dem MC vollbracht werde dürfte der in der Anzeige selbst steckt.
Weiter klappt die Kommunikation zu den "Slave" nicht.
Daher keine Aktuellen Daten und daher keine Neuanmeldung.

Da du das mit dem Kabel schon abgeschekt hast und auf der anderen Seite mir ebensowenig bekannt was für ein Bus-Protokoll da realisiert worden ist.

Stelle ich mal die Vermuthung an das ein Modul defekt oder "im Wald" steht und zwar derart das es den Bus-Zuqwatscht oder ihn einfach richtig "runterzieht".

Klemm mal alle Module ab und fang mit einem einzelnen an - wenn das schon nicht klappt dann ein anderes. Spätestens muß bei einem einwandfreien Kabel und Anzeige Modul eine Kommunikation/Anmeldung klappen wenn richtig gemacht. - dann kannste dich sukzessive vortasten eins nach dem anderen.

von thegray - am 02.09.2015 11:58
Hi Olli,

zur Worterklärung kurz: "BMS-Light" heisst, dass Mainboard/Display identisch zu dem CC-Lithium-BMS sind, allerdings die Einzelmodule keine Balancer-Funktion haben.
Im Grund also eine Spannungs,- und Stromüberwachung, aber (und das ist das Wichtige!) mit Ah-Zähler.

Zitat

Weiter klappt die Kommunikation zu den "Slave" nicht.


Eindeutig.

Zitat

Stelle ich mal die Vermuthung an das ein Modul defekt oder "im Wald" steht und zwar derart das es den Bus-Zuqwatscht oder ihn einfach richtig "runterzieht".


Leider nicht. Ich habe jetzt jedes Modul einzeln als Zelle 1 anzumelden versucht. Nix. :(
Auch das Strommessmodul, welches ja nicht händisch angemeldet werden muss, ist (für's Mainboard) weg.
Hab mir auch letzte Nacht (gähn) noch sicherheitshalber einen "Trockenaufbau" auf der Werkbank gemacht. Ergebnis: :sneg:

Ich fürchte also, das Kommunikationsproblem geht ganz eindeutig vom "Master"-Board aus.

Leider ist das System schon 5 Jahre alt, und es gibt bei GK keine Ersatzteile mehr, so dass ich nun wohl gleich das komplette Nachfolge-System neu kaufen muss ... welches (für meine Zwecke) aber leider auch noch schlechter ist, und gerade auch nicht lieferbar ist ... :(

Eigentlich brauche ich nur einen vernünftigen Ah-Zähler, damit ich nach 13 Wochen Arbeit nun endlich mal austesten kann, was die ganze Bastelei gebracht hat.
Daohne kann ich gerade nicht mal die Akkus voll aufladen :sneg:
... manchmal kommt man an den Punkt, ob man nicht langsam besser mal zum Vorschlaghammer greifen sollte ... :(

von wolfram_f4 - am 02.09.2015 14:59
Hallo

Wenn die Module der neuen Zellen schon adressiert waren kann es sein daß du doppelte Zellennummern hast , also alles raus und bei 1 wieder anfangen mit neu adressieren wie in der Anleitung beschrieben.

Neue und alte Module haben unterschiedliche Anschlußbelegungen, bei den neuen sind sie symetrisch so daß es egal ist wie rum der Stecker rein kommt bei den alten nicht.

Gruß

Roman

von R.M - am 02.09.2015 17:51
Hallo Roman,

vielen Dank für die Tips.
Allerdings:
Zitat

Ich habe jetzt jedes Modul einzeln als Zelle 1 anzumelden versucht. Nix. :(


Und die Busstecker haben alle eine Nase, so dass man sie eigentlich nicht (höchstens mit roher Gewalt) verpolen könnte.

Anleitung habe ich, wie gesagt, leider nicht, glaube aber inzw. auch nicht, dass die noch weiterhelfen könnte.
Trotzdem: Wenn einer eine Anleitung für mich hätte, würde ich mich sehr freuen!!!!


Muss jetzt sehen, dass ich schnellstmöglich an einen Ah-Zähler ran komme, damit ich wenigstens fahren kann.
Hätte da viell. jemand eine Idee?


Sowas müsste man für DC (und mind. 120 A ... notfalls würde ich aber auch vorübergehend mit 100A-Begrenzung fahren) bekommen: [www.ebay.de]

Das Teil geht sogar bis 150A (hoffe mal, dass es 63V noch mitmacht), aber man kann ja schlecht das Batteriekabel 2x durchs ganze EL verlegen, und ich kann mir nicht vorstellen, dass man den wohl im inneren befindlichen Shunt so einfach extrahiert bekommt. Auch scheint es Wh statt Ah anzuzeigen: [www.ebay.de]

von wolfram_f4 - am 02.09.2015 19:34
Hallo


Kann ich dir schicken! schau mal in dein Postfach

Gruß

Roman

von R.M - am 02.09.2015 21:35
Zitat
wolfram_f4

Muss jetzt sehen, dass ich schnellstmöglich an einen Ah-Zähler ran komme, damit ich wenigstens fahren kann.
Hätte da viell. jemand eine Idee?




Äm wir Reden Von Nicd!
Von MR oder MRE?
Ja->Wie so brauchst du zum Fahren einen AH-Zähler -> zwingend?
Zum Vergleich Ok aber zum eigentlichen Fahrzeug nutzen:rolleyes:

Wenn du nicht das gleiche Messsystem hast ist bei geringen Differenzen der Optimierung die Meßtoleranz der beiden Unterschiedlichen Meß-Systeme sicher genauso groß, also wenig Aussage kräftig.

Wenn du deine Blöcke nicht Stressen willst brauchst du eigentlich nur zwei DMM mit dem du je Vier Blöcke in Reihenschaltung vergleichst. Sobald während der Fahrt ein VierBlock deutlich abweicht siehst du das mindestens eine Zelle in der Umpolung ist - also langsam eine Ladehalt her muß - und Gut.

Nach ein paar Tagen weist du doch genau was du mit einer Ladung erreichen kannst und die restlichen schönen Tage nutzen.

Dann kannste dich immer noch um Reparatur; Ersatz kümmern. WENN GK nichts mehr Liefern kann/will und ein TEIL des Knowhow doch eh in der Firmware liegt - könnte man ja mal anfragen ein Teil der Pläne/Bauteildaten freizugeben für DIY-Rep.

zitat berichtigt; weiss

von thegray - am 03.09.2015 09:43
Zitat

Ja->Wie so brauchst du zum Fahren einen AH-Zähler -> zwingend?


Ganz einfach: Auf meinen Standard-Strecken von 40 bis gut 45 km ist es mit 50 Ah NiCad beim Thrige situationabhängig (Akkuzustand, Antrieb, Witterung etc.) manchmal schon echt eng, und die Anzeige des Verbrauchten mein Hauptanhaltspunkt, ob ich dann (oft auch spät abends) noch nach Hause komme bzw. besser die letzten Kilometer sehr piano fahre. Wenn ich es an der Spannung merke, ist es näml. oft schon zu spät, und ich komme den letzten Berg nicht mehr hoch.
Deshalb ja Umbau auf Kette etc.

Und da ich nach den ganzen Umbauten (und gerade mal zwei Testfahrten) nicht mal sicher sagen bin, ob ich durch die 13:70-Übersetzung nicht schlimmstenfalls sogar mehr verbrauche (die Akkukapazität nach langem Stillstand, Wartung noch nicht abschätzbar ist, etc.), spare ich mir solche Strecken lieber mit diesem Fahrzeug.
Was ich in 8 Jahren an City-EL den Berg hoch geschoben habe, reicht imho für ein Leben!!! Hugh!!!! :)

BTW: Um mal das Positive hervorzuheben: Die Akkus lieben es offenbar, dass ich sie regelmässig leer fahre.
Hier bilde ich mir sogar einen Unterschied zum F4 ein, der (bei gleichen Akkus) aufgrund des geringeren Verbauchs nur sehr viel selten leer gefahren wird (auch wenn die Restladung dann tw. anschliessend vom DCDC weggezogen wird)

Also: Brauche dringend einen Ah-Zähler!!!!
... und würde mich über diesbzgl. Tips seeehr freuen! :)

von wolfram_f4 - am 03.09.2015 11:29
tja als Quick and Di... Lösung wäre da Victron BMV zu nennen oder ähnliches?
Wenn du was besserer hättest wäre das Victron auch in überschaubarer Zeit auch wieder verkaufbar , denke ich.
Oder frag mal den MMT der hat glaube ich noch eins rumliegen das er nicht benutzt.

von thegray - am 03.09.2015 15:46
Hallo

Ich hab den drinnen [www.esomatic.eu] und der funktioniert super, gibt noch eine Version wo du einen Mittelabgriff bei den Zellen hast und die beiden Spannungen vergleichen kannst.

Einziger Nachteil für mich ist daß die Beleuchtung nicht mit dem Licht gekoppelt werden kann.


Gruß

Roman

von R.M - am 03.09.2015 15:49

Re: Kappamesser

Blöder Vorschlag ? : den alten kappamesser verwenden . den gibts ev gratis . de rmißt verbrauchte Ahs ich verwende ihn trotz meiner winstons .. er zählt seine pünktchen schön abwärts ich weiß daß er nach ca 30 km öfters aufwärtsgehender Route immer beim gleichen Wirtshaus sein letztes Pünktchen verlöschen lässt . dann weiß ich aus Erfahrung daß die winstons noch genug Reserve haben. die ich auch ohne weitere pünktchen einschätzen kann Die spannung bricht da natürlich noch kaum meßbar ein
Geht aber nur wenn man mit ca 40 V fährt und die originalladekonfiguration fährt ODER ihm bei vollen akkus über den Diagnosestecker das Voll signal gibt.

von Christian s - am 03.09.2015 17:09

Re: Kappamesser

Habe ich auch so. Geht sehr gut. Habe für die 100 Ah Säfte einfach noch einen Spannungsteiler an den Shunt gebaut, damit er nur die Hälfte sieht. Brauchst Du natürlich nicht.

EDIT zum Laden bis 30A kann man dann auch den Ladeshunt auf der Mitte anbohren und dort anklemmen. Analog zum Teiler am Entladeshunt stimmt es dann wieder.

von R - am 03.09.2015 18:00

Nun ja .....Re: Kappamesser

gelegentlich handhabe ich ja Sachen nach dem Motto:
Einfälle statt Abfälle.

Unter dem Punkt betrachtet - kann ich so stehen lassen.

von thegray - am 03.09.2015 18:07
Hallo Hartmut,
könnte mir vorstellen, daß die Treiberstufe auf der Masterplatine was abbekommen hat, als Dein Kabel gequets ht wurde?!
Außerdem: hast Du die alten Module auch wirklich am Master gelöscht vor dem Neuanlernen? Kann mich dunkel erinnern, daß bei der Lithiumversion das Strommodul und das Schaltmodul eine feste Adresse haben, während die Zellmodule frei anlernbar sind.
Der Master sendet im Normalbetrieb in wiederkehrenden längeren Sequenzen Aufforderungen zum Datensenden an alle ihm bekannten Zellmodule. Es gibt genau eine Sendeleitung, eine Empfangsleitung und eine Sende-Empfangs-Masse. Die Signale muß man gut auf zB einem Oszi sehen können. Wenn die nicht mehr da sind, vermutet der Master entweder keine Module mehr am Bus, es gibt einen Kurzschluß/Unterbrechung oder es ist eben der Treiber (Transistor oder Mosfet) durch.
Ah-Zähler: für billig auf die Schnelle würde ich mir ein sog "Wattmeter" bei Ebay holen. Das Original kommt von Turnigy, die Kopien gehen aber. m.E. auch, wenn man keine Anforderungen an Präz stellt. Nicht die im Alu-Gehäuse nehmen! Nur die gerundeten Kunststoffgehäuse.
130A oder 150A ist Wurscht; intern ist immer der gleiche sehr kleine Shunt drin. Dauerstrom würde ich bei 40..50A sehen; 130 ist eher Kurzpeakspitzenstrom zu Dienstbeginn. Ich würde den Zähler kurz nach dem Gehäuse mit dicken Leitungen (Silikon 10qmm+ oder doppelt) versehen, die so lang sind, daß das Gerät knapp oberhalb des Motordeckels angebracht wrrden kann. Keinesfalls bis nach vorne! Auch Shunt rauslegen würde ich nicht empfehlen.
Das Dingens geht bis genau 60V. Drüber würde ich nicht gehen, bei 65 ist mir mal eins abgeraucht. Evtl geht Versorgungsleiterbahn auftrennen und Vorwiderstand auf der Platine einschleifen, habe ich nicht probiert.
Viele Grüße, Lars

von laase - am 03.09.2015 19:48
Die Dinger sind eben wegen den 60V nur für Lixx-Fahrer interessant.

von thegray - am 03.09.2015 19:57
Hallo Lars @all,

danke für diesen spannenden Beitrag!
Ich denke, genau so, wie Du es beschrieben hast, ist der Fehler entstanden, als ich am eingeklemmte Buskabel dann bei der Installation "rumwackelt" habe :(
Das sind dann die kleinen Flüchtigkeitsfehler, die passieren, wenn man beim Batteriekorb-Einbau einen ganzen Tag gewerkelt hat, und während es schon dunkel wird, noch eben schnell den Kabelwust in einen Kanal packen will (hatte immer Sorge,beim Akku-Kästen rein- und raus den im Akkukorb verlaufenden Kabelstrang zu beschädigen): Dann klemmt man ausgerechnet das empfindlichste Kabel ein :(

Ich habe heute den ganzen Schisselameng zu einem Bekannten nach Gütersloh geschickt, der das System damals massgeblich mitentwickelt hat.
Leider hat er extrem um die Ohren, so dass ich mich wohl in Geduld üben muss.

So ein Wattmeter hätte ich heute fast schon bestellt, und wenn es offiziell 150 A kann, und ich eh meist mit Begrenzung 120 A fahre, wäre ich davon ausgegangen, dass es ausreicht.
Dass die aber bei 65V schon hochgehen, hätte ich ja nicht gedacht :eek:
Ich hätte gedacht, dass es, wie ein Multimeter, dann ggf. beim Laden nicht mehr anzeigt. Damit hätte ich leben können, da selbst bei 51V NiCad fürs Fahren 60V reichen würden. Aber beim Laden wird es dann blöd :rolleyes:
Wenn man den Shunt nicht rauslegen (oder ggf. sogar einen anderen anschliessen) kann, gibt das nat. keinen Sinn. Um ein Display im Kofferraum während der Fahrt ablesen zu können, müsste man wohl erstmal ein Fass Latexmilch trinken, oder das EL-Innere rundum verspiegeln ;)


Zitat

Einfälle statt Abfälle.


Finde ich gut! :spos:
Nur hatte ich im Perm nie einen Kapa, und habe ihn beim Thrige nach 2 Lade- und Fahrversuchen (und ein paar mal öfter blöd gucken) damals (incl. Ladeshunt/Kabel) rausgerupft, da immer nur gesagt wurde, die Dinger seien eh völlig ungenau, und würden nur Probleme verursachen.

Nach allem, was ich mitbekommen habe, zählt der ja eben nicht nur die Ah, sondern rechnet auch viele Faktoren, die nur auf Bleiakkus (Peukert etc.) zutreffen, mit rein, wird vermutlich auch Probleme mit Ladespannungen über 60V haben und schaltet das EL irgendwann kmpl. ab (wenn man mit NiCads noch die letzten Meter bis vor die Haustür schleichen könnte).
Auch hatte ich mir die Kapaanzeige damals längst zur Stromanzeige (mit bunten LEDs :rolleyes: ) umgebaut ... o.k., könnte man mit Umschalter lösen.

Trotzdem: Interessante und wirklich ungewöhnliche Idee :spos: ... müsste ich mal sacken lassen ...
... wäre viell. die Frage, ob man den Kapa so modifizieren könnte, dass er sich ausschliesslich auf Messen und Anzeigen beschränkt, wirklich nur unabhängig von sonstigen Faktoren das Eingeladene und den Verbrauch anzeigt, und dafür ggf. ausschliesslich über den Hauptshunt läuft ... sorry, laut gedacht :rolleyes:

Aber der von Roman oben verlinkte Ah-Zähler sieht imho auf den ersten Blick sehr gut aus :spos:
Den muss ich mir gleich mal genauer anschauen.

Aber erstmal ein gaaaaanz dickes Dankeschön für die vielen interessanten Ideen und Infos!!! :cheers:

Auch freut mich, dass es zu Lithium-Zeiten hier offenbar doch noch einige NiCad-Fahrer gibt! :spos:

von wolfram_f4 - am 03.09.2015 21:27
mein kappa schaltet ewig nicht mehr ab hab ihn nach ralf wagners city /mini el seiten gebrückt.

Abschalten würde bei mir nur die Unterspannungsabschaltung des Salbach -BMS . dieses zeigt aber nicht verbrauchten Strom an.

Funktionieren tut der Kappa trotzdem genauso nur schaltet er nicht mehr aus. präzise ahs zählen tut er sicher nicht aber er rechnet nach verbrauchtem Strom wasbei lithium natürlich gutist da anfangs ja die Spannung überhaupt nicht abfällt. ist natürlich so daß man ja km zählen könnte was aber bei bergen nicht stimmt, auch die heizung würde beim km zählen nicht berücksichtigt mir ist der Kappa eben lieber.

von Christian s - am 04.09.2015 06:19

Kapamesser als Ah-Zähler

O.k. .... ich habe mir das auch nochmal im Elwiki angeschaut.

Wenn man den Kapamesser "brückt", also aus dem Steuerkreislauf heraus nimmt, dient er nur noch als reine Anzeige, mischt sich also soz. nicht mehr ein.

Ansonsten scheint er ja i.S. Verbrauch tatsächlich ein Ah-Zähler zu sein, der aber insbes. durch zwei (für Bleiakkus gedachte) Faktoren das Ergebnis verfälscht:
1. Akkutemperatur
2. Höhe Fahrstrom (Peukert-Effekt)

Gibt es noch weitere?????

Den Einfluss der Akkutemp. können man ja ganz leicht weg bekommen, indem man anstelle des Fühlers einen Festwiderstand anklemmt.

Aber wie bekommt man den Herrn Peukert, der ja wirklich nur für Blei einen Sinn macht, da raus?????

Wenn ich im Elwiki lese

Zitat

Wenn alle LED's leuchten, dann stehen ca.

50 Amperestunden bei einem Entladestrom von 0-75Ampere zu Verfügung.
45 Amperestunden bei einem Entladestrom von 75-100Ampere
38 Amperestunden bei einem Entladestrom von 100-125 Ampere


macht der eine Abweichung bis ca. 25% aus :(
Wenn ich mir vorstelle, meine Uhr hätte nur eine Genauigkeit von 75%, würde ich mich vermutlich lieber am Sonnenstand orientieren ;););)

Und ich schätze mal, diesen "Fehler" (für Lithium, NiCad) kann man wohl auch nicht so einfach umgehen, oder???????

von wolfram_f4 - am 04.09.2015 12:40
Hallo Wolfram,

ich habe die ganze Zeit in der ich mit den"Fliegerzellen" unterwegs war einen Turnigy (20,-) benutzt.
Shunt war rausgelegt nach der Anleitung von Kjeld. Beim Laden war das Teil abgeschaltet und beim Fahren hat die höhere Spannung nichts gemacht.
Frag mal den Watson, der fährt "mein" EL jetzt. evtl. hab ich auch noch die Bilder von der Anleitung.
Zum Reichweite abschätzen hat das Teil immer getaugt, war sogar genau genug um festzustellen ob der Reifendruck zu niedrig war ;-)

von Willi44 - am 04.09.2015 13:02

Re: Kapamesser als Ah-Zähler

Wie geschrieben, habe ich die Shuntspannung runtergeteilt. Dann liegst Du immer bei 0-75A im linearen Bereich und wenn Du mehr als 150 echte A ziehst, dann hat er recht, wenn er sie mit einem Malus belegt. Zählt dann natürlich von 100Ah gesamt. Heist für dich nach 6 Punkten ist Ende.

von R - am 04.09.2015 13:12
Hallo Willi,

hab den Thread von Kjeld gefunden. :)
Leider sind die Bilder nicht mehr da :(
Solltest Du sie noch haben, wäre es cool, wenn Du sie mir gelegentlich zumailen könntest. Aber keinen Stress!

Zitat

beim Fahren hat die höhere Spannung nichts gemacht


Bist Du denn mit >60V losgefahren, und hat es mehr als 60V angezeigt??

Und noch zwei Fragen:
Hast Du den (offenbar etwas unterdimensionierten) Original-Shunt verwendet oder kennst Du den Wert, so dass man sich einen "ordentlichen" Shunt besorgen bzw. ggf. sogar einfach den CityEL-Fahrstromshunt nutzen kann?
Stimmt es, dass die Geräte ständig zw. Wh und Ah-Anzeige hin- und her schalten, und man das nicht unterbinden kann?

von wolfram_f4 - am 05.09.2015 05:43

Re: Kapamesser als Ah-Zähler

Hallo Richard,

da hast Du den Kapa ja wirklich geschickt überlistet. :spos::spos::spos:

Zitat

Heist für dich nach 6 Punkten ist Ende


Das ist nat. die Krux: Das wären dann 8,3Ah pro LED. Das ist doch schon recht grob, wenn es auf das Ende zugeht.
Bei meiner Strecke bedeuten diese 400Wh auf dem Rückweg (bis auf den "Hausberg" rollen in der Ebene) die letzten 8-10 km ... bei Schleichfahrt ggf. mehr.
Bei 4 Ah pro LED (also alle 12) hingegen, könnte ich damit wohl was anfangen.
Im Gegenteil würde ich, so möglich, sogar eher auf 3 Ah pro LED justieren, und auf den Anzeige-Bereich, won die Akkus noch rappelvoll sind, verzichten.

Was für ein Signal wird eigentl. vom Kapa zum LED-Display übertragen?
Im Schaltplan steht was von 20mA.
Bedeutet das 20mA für eine LED und 240mA für 12 LED?
Könnte man das bei o.g. Teilung (am Shunt) ggf. wieder auf 12 LED "hochrechnen"?

Schöner wäre natürlich, wenn man direkt am Kapa was ändern könnte, dass z.B. auch Leute mit z.B. 40/60/80Ah Kapazität ihn ohne "Peukert-Korrektur" und die Anzeige über den kompletten-Bereich nutzen könnten.
Ich nehme an, die Dinger sind programmiert?! Wäre ja schick, wenn man sie einfach umprogrammieren könnte ... :rolleyes:

von wolfram_f4 - am 05.09.2015 05:47

Re: Kapamesser als Ah-Zähler

Die Anzeige wird tatsächlich mit einem Signal 0..20mA angesteuert. Verwende ich für die Spannungsanzeige. Du könntest also den Stromausgang mit einem Widerstand belasten. Dann erhältst Du einen Spannungsausgang. Dahinter kommt ein OP als Spannungsfolger geschaltet. Wenn Du den Eingangswiderstand des Stromeingangs der Anzeige kennst, kannst Du mit einem entsprechenden Widerstandspaar aus Querwiderstand am Eingang und Längswiderstand am Ausgang jede gewünschte Spreizung realisieren.
Einfacher geht es, wenn Du an den Kappaausgang ein Drehspulinstrument mit Vorwiderstand anschließt. Wenn Du den etwas zu klein wählst, dann spreitzt du den Angezeigten Bereich im unteren Teil.

von R - am 05.09.2015 07:42

Re: Kapamesser als Ah-Zähler

hallo Richard !
was mich bei Deinen shuntumbauten interessiert : das stromhauptshunt wird doch auch für den Strombegrenzer verwendet. wenn Du den halbierst bekommt doch dann auch der Strombegrenzer nur die Hälfte mit.

hast Du den einfach nachjustiert oder fährst Du sowieso ohne ?

von Christian s - am 05.09.2015 08:52

Re: Kapamesser als Ah-Zähler

Ich fahre Kelly. Da ist ein programierbarer Begrenzer enthalten. Aber Du hast recht, bei anderen wär das ein Problem. Habe ich mangels Notwendigkeit nicht bedacht.

von R - am 05.09.2015 09:25

Re: Kapamesser als Ah-Zähler

Hallo,

wenn ich den Beitrag von Dieter Werner

Zitat

Beim Anlegen von 0 V bis 2 V am Messeingang der Instrumententafel leuchten nacheinander alle 12 LEDs


richtig interpretiere, sind die im Schaltplan angegebenen 20 mA die Konstantstrombegrenzung, während die Dioden über eine Spannung von 167 mV pro LED angesteuert werden.

Könnte man damit nicht ggf. einfach eine eigene Bargraph-Anzeige, angepasst für die gewünschten Auflösung und Kapazität, bauen???
Wenn ich es richtig verstehe, könnte man mit dieser Schaltung schon mal 15 (125mV pro LED scheint leider das Minimum zu sein) Kapazitäts-LEDs ansteuern.

Wenn nur (@Christian: Danke für die Kritik! Ich kann auf die Strombegrenzer-Platine nämlich nicht verzichten) diese ärgerliche "Peukert-Korrektur" nicht im Kapa wäre :angry:

von wolfram_f4 - am 06.09.2015 09:31

Re: Kelly

Genau ! ich erinnere mich glaub ich , daß Dir dein frisch reparierter Curtis abgeraucht ist.? als wir uns im winter über curtisrep unterhielten. mein im winter reparierter der alle diodenplätze u fet plätze ausgefüllt bekommen hat ist jetzt ca ein Monat gutgegangen , wurde fast nie warm , bekam aber jetzt solche geschwindigkeitsschwankungen u aussetzer daß ich ihn einstweilen durch einen von Konstantin ersetzt habe . vielleicht ists ja nur eine amateurlötung oder so....

Du brauchst also gar keinen Begrenzer.

Naja Ich glaube aber den Strombegrenzer kann man recht weit runterverstellen . womöglich würde das fürs geänderte shunt sogar passen.

von Christian s - am 06.09.2015 12:46

Re: Kapamesser als Ah-Zähler

Hallo,

wenn ich den Beitrag von Dieter Werner

Zitat

Beim Anlegen von 0 V bis 2 V am Messeingang der Instrumententafel leuchten nacheinander alle 12 LEDs


richtig interpretiere, sind die im Schaltplan angegebenen 20 mA nur die Konstantstrombegrenzung, während die Dioden über eine Spannung von 167 mV pro LED angesteuert werden.

Könnte man damit nicht eine eigene Bargraph-Anzeige in der gewünschten Auflösung und für die gewünschte Kapazität bauen.
Wenn ich es richtig verstehe, könnte man mit dieser Schaltung zumind. schon mal 15 (125mV pro LED scheint leider das Minimum zu sein) Kapazitäts-LEDs ansteuern : (http://www.netzmafia.de/skripten/hardware/LM3914/)

Wenn nur (@Christian: Danke für den Hinweis! Ich kann auf die Strombegrenzer-Platine nämlich nicht verzichten) diese ärgerliche "Peukert-Korrektur" nicht im Kapa wäre, fände ich es direkt witzig. sowas noch zusätzlich zum Ah-Zähler einzubauen :)

von wolfram_f4 - am 06.09.2015 23:45
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