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elweb
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13
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Neueinsteiger, hallootto, thegray, laase, Andi aus Bad Essen, H.Hobbie, Christian s, Karlfred

Schwache Zelle

Startbeitrag von Neueinsteiger am 09.05.2016 09:34

Hallo zusammen.

Kurze Frage:
Fahre meinen CityEl mit 3 Blöcken á 4 Stück 3,2V 90Ah Li-Ion Zellen.
Die Zellen weisen leider seit jeher eine schwankende Disbalance auf.

Momentan ist es so dass eine Zelle unter Last ständig auf 2,7V (Bergauf sogar 2,6V) runter fällt.
Habe diese Problemzelle auch schon mehrfach mit meinem kleinen Ladegerät voll aufgeladen, bringt jedoch nichts.
Nun die Frage: kann ich so weiterfahrne bis die Zelle komplett den Geist aufgibt oder laufe ich Gefahr das ich dadurch die "Nachbarnzellen" auch schädige?

Antworten:

Zitat
Neueinsteiger
Hallo zusammen.

Kurze Frage:
Nun die Frage: kann ich so weiterfahrne bis die Zelle komplett den Geist aufgibt oder laufe ich Gefahr das ich dadurch die "Nachbarnzellen" auch schädige?


Nun du arbeitest Eigenverantwortlich - wenn du dir die Frage schon stellst beinhaltet das eigentlich auch schon in Folge die richtige Schlußfolgerung!

Die Lixx-Mannen hier brauchen aber schon mehr Info´s zu dem Pack;Ladetechnik evtl. BMs oder Pseudo-BMS Lösung!

von thegray - am 09.05.2016 13:45
BMS hab ich keins, legendlich balancer-module an jeder Zelle.
Geladen wird jeder Block einzeln mit je einem 15A Ladegerät.

ich weiß, eigentlich sollte man meinen die schwache zelle austauschen und gut ists.
nur habe ich seitdem ich meinen el fahre bereits 3 mal gemacht - sprich eine einzelne Zelle getauscht weil diese flöten ging!

ps.: findet jemand gebrauch für so halb-kaputte Li-Ion Zellen? :confused:

von Neueinsteiger - am 10.05.2016 04:26
Hallo "Neueinsteiger",

erstens, es wäre einmal schön, wenn man wüsste wie dein Name ist.

Alles was dein Problem lösen könnte, wurde hier bereits diskutiert, und könnte nachgelesen werden.

Aber ich will es einmal kurz zusammenfassen.

1) Balancer können weder ein Überladen, noch Unterspannung einzelner Zellen verhindern.
2) Das Laden einzelner "Blöcke" kann kein Überladen einzelner Zellen verhindern. Ist im Gegenteil sogar schwieriger zu kontrollieren, da man alle drei Lader einzeln abschalten muss. Sonst ist ein Block voll, und ein anderer überladen. Oder einer sogar noch gar nicht voll.
3) Bei mir würden beim ersten defekten Akku bereits alle Signallampen angehen, und ich würde mich fragen wie ich mein Kapital schützen kann. Vier kaputte Akkus in einem Jahr geht gar nicht.
4) Die Einzelspannung der Zellen muss sowohl beim Laden, als auch beim Fahren überwacht werden. Zur Not mit einem einfachen Monitor wie einem Chargery BM16 oder ähnlich.

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 10.05.2016 05:20
Hallo Peter.

Ich bin nicht neu und habe mich in ausführlicherer form bereits vorgestellt (könnte nachgelesen werden.)

danke für deine zusammenfassung, jedoch finde ich darin keine antwort auf meine frage.
die risiken/probleme meiner ladesituation sind mir bewusst.
(was ich oben noch vergessen habe zu erwähnen ist dass ich auch die kleinen spannungmonitore habe um die einzelspannungen zu überwachen.)

interessant wäre es für mich zu wissen ob ich durch das betrieben einer zelle am unteren grenzbereich noch weitere zellen schädige oder nicht.
denn dann werde ich bestmöglich weiterfahren und erst dann eine neue zelle einbauen wenn die schwache zelle endgültig das zeitliche gesegnet hat.

lg matthias

von Neueinsteiger - am 10.05.2016 06:27
es mag das System nicht wenn dort eine Fehlerquelle ist, also tauschen, alles andere macht kein Sinn.
mit einem Vierzylinder auf drei Pötten fahren geht auch aber...
auch auf Reserve mit 1 Liter Benzin kannst du fahren, aber wie weit kommst du damit ?
so alt können die Zellen ja fast nicht sein das du 4 im Jahr kaputt hast...
lass mal einen anderen erfahren Cityel Fahrer drauf gucken, sonst wird es am ende zu teuer und wir haben ein El Fahrer weniger....
entweder bei dir, oder sich wo treffen...

von H.Hobbie - am 10.05.2016 07:00
Hallo Matthias,

hast ja recht.
Ich glaube, dass wird dir niemand mit gutem Gewissen beantworten können. Aber vielleicht hift dir meine folgende Antwort.
Ich habe in meinem KEWET nun mittlerweile 24 Zellen. Eine dieser Zellen spielt immer den Ausreißer. Ob nun beim Laden, oder beim Fahren. Beim Fahren ist es z.B. immer schon meine Zelle Nr. 13 gewesen. Das ist ganz angenehm, denn das ist für mich ein Indikator, den ich in den vielen 10TKm mittlerweile gut einschätzen kann. Beim Laden ist auch diese Zelle als erste voll. Andere "schwache" Zellen sind aber nicht so sehr weit weg. Es ist also beinahe immer eine gewisse Toleranz vorhanden, und auch nicht problematisch, wenn es im Rahmen bleibt.
Mir hat auch immer geholfen, dass ich die entnommenen Ah sehen kann. Damit in Kombination mit den Spannungen, z.B. beim Beschleunigen ist eine Beurteilung ganz gut zu bewerkstelligen. So habe ich z.B. festgestellt, dass im Winter durchaus Einzelspannungen von 2,7V bei der Beschleunigung üblich sind, selbst kurz nach dem Laden, und das obwohl andere Zellen noch bei 3,1V sind. Das hat sich nun relativiert, seit dem ich im "neuen" KEWET eine Akku-Heizung habe.
Was ich aber nie feststellen konnte, ist eine Beeinflussung der anderen Zellen von der schwachen. Zumindest so lange diese nicht "abrauchen" sollte das auch nicht geschehen.
Wenn Du schon Balancer hast, wie balancierst Du deine Zellen denn. Die Ladegeräte liefern ja mit 15A viel zu viel, oder geht der Ladestrom zum Ladeende auf den Balancerstrom zurück. Und wie lange wird balanciert?
Du schreibst von "kleinen Spannungsmonitoren". Wenn das Cellogs sind, dann könnte da auch dein Problem liegen, denn die ziehen dir ggf. einzelne Zellen runter. Ich hatte eine solche Lösung eine Zeitlang auch in meinem KEWET für die Zellen 17-24 eingebaut, und sechs dieser Zellen musste ich immer wieder manuell nachladen, weil selbst das normale Balancing den Verlust (Eigenverbrauch) nicht ausgleichen konnte.

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 10.05.2016 07:25

Re: Zellverbinder

Ich bin kein Akkuspezialist aber überprüfe mal die Zellverbinder . manchmal schauts nur aus als ob eine Zelle bei hohem strom schwach wird und es ist nur der höhere Widerstand eines schlechten Zellverbinders.

von Christian s - am 10.05.2016 16:09
Hallo versteckter Neueinsteiger,
Du kannst so weiterfahren bis Deine schwächelnde Zelle nicht mehr mag
ohne Nachbarn zu schädigen; denen ist das völlig egal.
Schädigen würdest Du erst dadurch, daß Du bei mangelnder Überwachung
andere Zellen überlädst oder zu tief entlädst.
Solange Du dies wie beschrieben im Griff hast ist alles in Ordnung.
Eine direkte Beeinflussung einer Zelle durch irgendwelche Nachbarn gibt es nicht.
Gruß K.-F.

von Karlfred - am 11.05.2016 05:40
Hier mal meine Erfahrungswerte mit Balancern und Cellogs nach 30.000 km mit diesem System.

Die Cellogs ziehen nur bei nicht täglichem Gebrauch runter.
Läd man täglich oder auch nur alle 2-3 Tage ist der Stromverbrauch der Dinger zu vernachlässigen. Das kann jeder Balancer ausgleichen, zumindest die 2,1A Balancer zum draufschrauben.

Solange die obere Schwelle von täglich 3,7V oder im Ausnahmefall 4,1V durch deinen Akku nicht überschritten wird, kannst Du damit fahren.

Die Sache mit den 3 guten + 1 schlechten Pötten im Verbrenner ist ein schlechter Vergleich.
Die 3+1 Pötte im Verbrenner sind ja von Anfang an im Ungleichgewicht, so dass der Motor nicht rund läuft => Lagerschaden, Ölverbrennung u.ä.
Solange der geschädigte Akku noch mit verminderter Kapazität im grünen Spannungbereich zwischen 2,9 - 3,7 V arbeitet, kannst du das Gesamtpacket fahren.

Die Nachbarzellen bzw. sich selbst schädigt er dann, wenn er beim Laden die obere Spannnungsgrenze zu anderen Zeiten erreicht als die anderen. Dann treibt er die Nachbarzellen in die Höhe bzw. bricht selbst ständig nach oben aus..
Ist er aber gleichzeitig voll nur früher leer, ist alles okay.

Allerdings sind regelmäßig 2,6 V nicht gut.
Ich fahre im Sommer immer auf 2,9V runter und im Winter auf 2,8V

Gruß
Andi

von Andi aus Bad Essen - am 11.05.2016 06:20
Hallo Zusammen.

Danke für das zahlreiche Feedback, hilft mir bei der Einschätzung miener Situation :spos:

lg

von Neueinsteiger - am 11.05.2016 10:56
Zitat
Neuein­s‍teiger

nur habe ich seitdem ich meinen el fahre bereits 3 mal gemacht - sprich eine einzelne Zelle getauscht weil diese flöten ging!

ps.: findet jemand gebrauch für so halb-kaputte Li-Ion Zellen? :confused:


Sorry wenn man das mal so kommen läßt.

Aber der verschlägst mir doch fast die Sprache - Pardon- die Tastatur - hat ein Problem zum Xmal und Stellt schon die Frage aber will sich nicht hinterfragen ob es darn liegt wie es "liegt".

von thegray - am 11.05.2016 14:21
Hallo Matthias,
hätte zu meinen Vorrednern noch zu ergänzen, daß eine gewisse Gefahr (Lecken, Bersten, Spontankurzschluß etc) darin besteht, eine stark bzw tief entladene Zelle gleich "von unten an" mit hohem Strom zu laden.
Ich würde auch nie unter 2,8V gehen. Wenn ich aber wüßte, daß eine Zelle da oder noch tiefer unten war, würde ich sie von da an konservativ mit max 0.1C laden. Außerdem würde ich versuchen einen Spannungsplot beim Laden zu machen um zu beurteilen, ob sich die Zelle oberhalb von 3.45V normal verhält.
Temperaturüberwachung der Zelle ist auch eine gute Idee. (Alarm bei >40°C)
Ansonsten kannst Du Dir ja vll auch eine Schaltung bauen, die bei

von laase - am 11.05.2016 14:57
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