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elweb
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26
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
el El, inoculator, Richard, thegray, laase, Sven Salbach, el3331

Radsturz?

Startbeitrag von el El am 25.05.2016 19:18

Nabend die Herren,
sagt mal, wie sollte es denn bei unseren Els mit dem Radsturz hinten sein? Bei mir siehts so aus: Es teht ein klein wenig X-Beinig da, würd sagen 1-2° oder so. Wenn ich ein Hinterrad umfasse und beherzt gegen schräg gegen die Achse drücke, es also kippen möchte, so geht das ein paar wenige mm. Also kein Spiel, aber das Rad samt Achse läßt sich verdrücken, zB vorne rein, hinten raus. Links wie rechts. Ist denn das so, wie es sein soll? Wird denn da nicht die Achse bei jeder Umdrehung durchgewalkt? Wenn ja, kein Wunder daß die Dinger mürbe werden. Wenn nein, wie Abhilfe schaffen?
Schönen Abend

Antworten:

Erinnerung kopfgeh vorstell -
Zitat
zB vorne rein, hinten raus. Links wie rechts.


Wenn du das verhindern im Sinne von vermindern willst brauchste die Konsolen nur gegen sehrdicke Bleche austauschen und "normal" verschrauben.

Würde aber nichts bis nicht messbar gegen Xbeinigkeit helfen.

Loch der Bleche exakt wie der Schaft - also kein mech. Spiel.

Als Maschinenschrauben brauchste welche bei den der Schaft nicht dünner ist als das Gewinde -
Wenn du keine hast oder bekommst ; Rundstahl nehmen Gewinde reinschneiden soviel wie Sackloch Tiefe.
Gewinde mit Sicherungslack und mit zwei gekonterten Muttern als Hilfsmittel im Sackloch eindrehen .

Lege aber je eine Unterlegscheibe mit reichlich Fett unter Schraubenkopf und Blech, sowie unter Blech und Bremskonsole.
Anmerk. Neue Konsolenbleche erst auf die eingedehten Bolzen der Ankerplatte aufsetzten und dann auf den Federn befestigen.



Zum Experiementieren ohne einen spezielle Schraube oder angefertigten Bolzen: Massiven Kupferleiter oder Messing in dem Durchmesser beigen wie an Raum zwischen Blechloch und Gewindelosen Schraubenschaft verbleibt.
Beim anziehen wird das Kupfer platt gedrückt und füllt den Hohlraum spielfrei aus.

von thegray - am 25.05.2016 20:21
Danke Oliver, sehr ausführlich! Also bringts nix und ist normal. Erklärt einiges.

von el El - am 25.05.2016 22:05
Bei einer durchgehenden Hintera hswell sind Sturz und Spur zwangsläufig immer 0.

von Richard - am 26.05.2016 06:00
Zitat
Richard
Bei einer durchgehenden Hintera hswell sind Sturz und Spur zwangsläufig immer 0.


BEim El aber nur wenn Achse unbelastet. Da du auch weißt das die ordentlich belastet alleine schon im Stand von der Statik - trifft das beschriebene zu beobachten schon zu.

von thegray - am 26.05.2016 09:18
Statisch ja, in Bewegung sieht das besser aus. Siehe Fahrradrad an einem Wellenende festhalten. Aber ganz weg ist der Sturz natürlich dann nicht. Das geht dann in der Tat i n Biegewechsellast. Fazit: Rasen schont die Achse ;-) .

von Richard - am 26.05.2016 09:38
"...Fazit: Rasen schont die Achse ;-) ...."

LOL

Das könnte dann auch die Erklärung sein, warum die Stahlachsen im Laufe der Zeit einen Schlag bekommen. Also nicht wegen dem Rasen, sondern wegen zu wenig fahren.

Abhilfe könnte dann ein System schaffen, was in der DTM zum Radwechsel verwendet wird: Druckluft drauf und EL im Stand über Zylinder anheben.

Nette Fantasie....

von inoculator - am 26.05.2016 09:56
So blöd ist das gar nicht: In Bewegung wird die Achse rundherum gleichmäßig verdrückt. Im Stand nur in eine Richtung. Das El zumindest bei längerer Nichtbenutzung (Tiefschneewinter) hochzuheben ist eine gute Idee glaub ich.

von el El - am 26.05.2016 10:11
war da nicht was mit Rissen im HEck..wenn das El unbelastet, also ohne Akkus länger rumsteht...

von Sven Salbach - am 26.05.2016 10:39
ja da war was. Also besser nur entlasten, nicht ganz vom Boden heben? Praktisch wär das so eine Art Hebel unter den Konsolen, dann bleicbt der Druck ja eigentlich gleich, nur nicht auf die Achse. Wenn das geschickt gebaut wird kann man das jede Nacht drunterstellen, Fuß drauf. Dann beiseite stellen.

von el El - am 26.05.2016 10:57
Anheben unter den Federn. Dort wo die Lagerböcke der Bremsankerplatte verschraubt sind. Räder entlastet. Rest wie immer.

von Richard - am 26.05.2016 12:06
Der Drehstrom-Holger hatte mal so eine Vorrichtung, welche er unter den Querstabi klemmte. Wenn er dann am langen Führungsstiel runterdrückte, wurde das EL hinten auf den Druckpunkten des Stabies angehoben und verriegelt.

So ähnlich, wie die Handführungen für Segler, die man unter den Schwanz hebt, um den Segler eng in die Halle führen zu können.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 26.05.2016 13:08
Hallo,
also, wenn derartige Klimmzüge erforderlich sind, um ein Fahrzeug fahrfähig zu halten - ich weiß ja nicht.
Im übrigen kann ich mir in Anbetracht des doch sehr kurzen äußeren Hebelarms im Vergleich zum inneren nicht vorstellen, dass dadurch der beschriebene Effekt hervorgerufen werden könnte, nicht einmal, wenn die Achse aus Federstahl wäre. Zumindest nicht in dem Maße, dass es sichtbar oder gar fühlbar wäre.
Da dürfte etwas anderes der Grund gewesen sein.
Bei meinem El unseligen Angedenkens war jedenfalls der Sturz immer 0, sowohl mit der alten Achse, ehe die gebrochen ist, als auch mit der neuen - und mein El hat ziemlich oft länger herumgestanden ..
Grüße

Lothar

von el3331 - am 26.05.2016 20:31
Einfach mal die Bauteile freimachen. Das Ergebnis erstaunt.


Bei angenommenen 150kg auf dem Heck (ohne Fahrer), komme ich auf etwa 32,5kg Standlast auf den Mittelpunkt der Wellenlänge (inkl. Thrige).
Beim Perm bleiben immer noch etwa 20kg.

Je nach Akkusatz muss man hier natürlich das reale Gewicht korrigieren.

Da die Stahlwelle nicht gehärtet ist, kann das Gitter durchaus über die Zeit nachgeben.

von inoculator - am 27.05.2016 06:06
ich glaube, es ist ganz gut, daß da hinten nicht alles bocksteif ist. und sich zusammen mit den blattfedern verwinden kann. Sonst würden die Konsolen lagersitze noch eher ausfallen

von laase - am 27.05.2016 06:35
Hi,

es geht ja weniger um die dynamischen Kräfte während der Fahrt. Das hat Richard ja sehr gut beschrieben, daß als Folge sich da alles richtig verhält: "Rasen hilft!" ;-)

Es geht mehr um die Standzeiten, wo eben nur einseitige Kräfte wirken.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 27.05.2016 07:06
Mahlzeit die Herren!
Nein, da paßt irgendwas nicht bei meinem El, das ist nicht normal. Jetzt scheint es mir, als könne ich die Hinterachse1-2mm hin und herschieben, rein und raus, beiderseits. Oder eben die Achse bleibt stehen und das El wackelt hin und her. Ich glaub, die Achse ist nicht anständig eingerichtet. Da muß sich was gelockert haben, war ja früher auch nicht so. Es ist als wären die Bremsankerplatten zu nah beisammen, als müßten die eine Muckenfut weiter nach außen. Wie richte ich das aus? Mit den Blattfedern? Am Korb, an den Konsolen? Mir sind da keine Langlöcher erinnerlich.

von el El - am 08.06.2016 11:27
Check die Radmuttern und die Distanzhülsen auf der Welle.

Wenn die Welle wandert, ist hier nicht richtig zusammengebaut.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 08.06.2016 11:41
Danke Carsten. Hm, die Radmuttern sind fest. Die Distanzhülsen? Wie check ich die? Die können ja nicht rausfallen, höchstens vergessen oder vertauscht worden sein. Aber wie komm ich drauf wenn was nicht so ist, wies sein soll?

von el El - am 08.06.2016 11:53
OK,

Wenn alles richtig angezogen ist, dann sollte es kein Spiel zwischen Welle, Räder und Ankerplatten geben.
Ebenso sollte die Motorkonsole nicht auf der Welle rutschen können.

Zunächst musst du schauen, wo exakt die Bewegung ist.
Aufbocken und an den Rädern ziehen und drücken und dabei schauen, was sich genau bewegt.

Wenn die Ankerplatte sich mitbewegt, dann sind eventuell die Dämpferkonsolen im Eimer.
Wenn Du die Distanzhülsen nicht richtig drin hat, müssten die Räder selber noch Spiel haben.

Bei mir fehlt aktuell einer der Sperringe für die Lager in den Ankerplatten.
Dadurch wandert die Welle mit den Lagern und den Rädern immer ein wenig nach rechts aus dem Ankersitz.

Gruss
Carsten

von inoculator - am 08.06.2016 12:03
Danke Carsten!
Ich werd das abklären, vor dem WE werd ichs aber wohl leider nicht schaffen. Ich werd aber darüber berichten, ev. hilfts ja mal jemand mit einem ähnlichen Problem.
lg Konstantin

von el El - am 08.06.2016 12:13
Check auch mal, ob die 2+2 Schrauben "Blattfedern an Batteriekorb" richtig fest sind. Da müssen 50Nm rauf!
Wenn nicht fest, hast Du eine ganz feine Parallelogrammverschiebung Achse ggü Fahrzeug. Nur durch den Gummi der Drehmomentstütze noch etwas gedämpft.
Einstellung der Hi-Achse lt Handbuch: Spalt li und re zwischen Federn und Battkorb muß bei Nennlast gleich sein.
Nochmal zu Achsmuttern:
Das mit den 100Nm da drauf ist aus eigener Erfahrung echt wichtig! Wenn nur einfach "fest", dann leiert Dir nicht nur die Verzahnung auf der Antriebsfelge und Welle aus, sondern die Konsolenlager (li+re) reiben sich nach und nach auf der Welle ein. So lange, bis Du hinten irgedwann ein Dauerknirschen hörst. Nebenbei: auch der Sturz erhöht sich dabei. ...
Viele Grüße, Lars

von laase - am 08.06.2016 17:01
:spos:

von el El - am 08.06.2016 17:36
So habe das eben erst zufällig die letzten Beiträge...
die Anderen haben ja alles bedacht.

Aber in jeden Fall nicht abgeklärt also wieder fest - nicht mehr Fahren!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!11

von thegray - am 09.06.2016 21:16
nein ich fahr eh nicht. Bis zum WE komm ich nicht raus und dann schau ich mir mal alles genau an. Ich hab hier auch ein Ersatzel, da kann ich jedes einzelne Teil vergleichen und wenn da irgendein Distanzring dünner oder dicker wäre dann hab ich den Fehler wohl hoffentlich gefunden. Oder es ist eben die Federnmontage.
Danke nochmal!

von el El - am 10.06.2016 05:13
Ha! Bin doch weggekommen. Also, es war der Distanzring zwischen rechtem äußerem Radlager und der Belchscheibe der Rutschkupplung. Der hat ganz einfach gefehlt. Das, und ein bissele Öl noch auf die Achse und das Ding klingt und fährt sich jetzt fast wieder wie der Riemen :)
Ja das Antriebsrad hat gegenüber einem neuwertigem jetzt? oder schon länger? ein ganz klein wenig Spiel. Ich hab jetzt mal ein anderes raufgetan und es mit dem alten gar nicht mehr probiert, kanns nicht sagen obs das auch war.
Ach ja: Das "neuwertige" hat zwar erst 8000km drauf samt Felge, aber es ist noch eins von den alten Contis, mit den 3 rundumlaufenden Streifen in der Mitte. Fährt sich trotz all der Brüchigkeit ruhiger als alles was ich bisher drauf hatte. Schade daß es die nicht mehr gibt.
Danke nochmal für Eure Tips!

von el El - am 10.06.2016 13:59
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