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elweb
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bergler49, thegray, wchriss, el El, wolfgang dwuzet, Richard, Rued, Hotzi-47

City El am Berg?

Startbeitrag von bergler49 am 13.10.2016 17:53

Hallo,

ich lese schon einige Zeit mit. Ich überlege mir einen gebrauchten City El zuzulegen.
Vermutlich kommt man NICHT mit Blei Akkus den Berg hoch.
Ich wohne im Schwarzwald und da ist es wenig eben.
Welche Steigungen / Höhenunterschiede kann man bewältigen? Mit welcher Ausrüstung?
Etwas Ahnung habe ich mit Lithiumakkus (Habe einen Alleweder für den Schwarzwald hergerichtet, so dass 60km und 1000Höhenmeter kein Problem sind. Das Fahrzeug wiegt halt nun ca. 60kg und keine 200kg +x. Und ich kann / muss mittreten)
Was kann man erwarten mit welchen Akkus / welchem Motor....

Bin gespannt auf Antworten von erfahrenen El Nutzern.

bergler49

Antworten:

Generell hilft da nur Li - Technik mit Spannungserhöhung und, wenns sein muss, ne kürzere Übersetzung, mit günstiger Alt - Technik wirst du keinen Erfolg haben. Ich würde eher den Thrige nehmen, der ist nicht so empfindlich. Der alte Curtis wirds auch nicht lange mitmachen, aber da gibts ja auch neuen Ersatz. Kurz, es wird weder einfach noch günstig, aber der Winter wird lang und man braucht ein Projekt :hot: Wenn du schon länger mitliest, hast du ja schon gemerkt das so ein EL immer ein wenig Zuwendung verlangt :D

von Rued - am 14.10.2016 09:15
Genau Thrige geht - F4 muß richtig drehend verbaut werden und und zur Sicherheit eine extra Belüftung - denn wird der Scheibenläufer mal unbemerkt überwarm ist er trotz aller Effektivität gegenüber dem Thrige - Schrott und Ersatz richtig teuer.
In einen 45 der nei dem TüV vorgeführt wird - kann man sich überlegen auch ganz andere Motoren zu verbauen aber wir sind in Deutschland da ist alles verboten was nicht ausdrücklich erlaubt.

NICD oder LIXX NIEEEEE Bleianker

Regler - nun neben Alterung bestimmter Bauteile die durch regelmässige Belastung bei möassiger Lüftung beschleunigt ist . Ist der Curtis eher Konservativ ausgelegt hat aber meines erachtens im Drecksloch nicht zu suchen genauso ein Lixx-BMS.
Wenn der Curtis funktioniert und trocken sowie zwangsgekühlt wird . dann ist das eins der Letztens Dinge di ich ......Ausser man baut mit Segen eines Prüfers einen Drehstromantrieb ein.

Ach Ja die Untersetzung des Thrige ist mit Riemen höher als mit dem F4, auch vorteilhaft wenn man nicht ein komplett anders "Getriebe" konzipiert - zum Krakseln.

TT mit Vierfeld auslegung!

ACH ja - Thrige mit Nicd und Vierfeld also kein Compund mehr .......Westerwald und Taunus machbar!

von thegray - am 14.10.2016 09:43
Ich kenne da ja nur die Gutach - und Kinzigtal rund um Hornberg und die Anstiege links und rechts davon oder nach Gutach rauf. Da brauchts in jedem Fall nen TT mit 48V und einer kürzeren Übersetzung oder der Strom reist sofort die 150A Marke.

von Richard - am 14.10.2016 10:48
Kurz meine eigenen Erfahrungen aus uralten Erinnerungen:

Altes Mini-El Serie 1 mit dem blauen Motor schaffte bei mir bis 10 Prozent Steigung. Fährt in der Ebene sehr sparsam, ist aber nix für Berge. Ich bin mit sowas zwei Jahre oder so zur Arbeit gefahren, 25 km hin und 25 km zurück. Ebene war kein Problem, Berg ging nicht.

MiniEl ab Seriennummer 2000 mit Thrige Titan geht ganz gut die Berge hoch, aber langsam und mit viel Strom zum Beispiel mein Hausberg, also meine 800 m und 13% nach Hause. Langsam heißt so um die 20 km/h und mit vollem Strom, also rund 120A aus dem Akku. Ich denke mal, dass viel mehr als die 13% Steigung keinen Spass mehr machen oder gar nicht mehr gehen beim Thrige mit Blei Akkus. Da braucht man dann andere Akkus und noch ein paar Tricks hinsichtlich Beschaltung und mechanischer Übersetzung.

Da seinerzeit die Kabel recht warm wurden - was ja auch zusätzliche Verluste bedeutet - hatte ich spätere dickere Kabel installiert, genauer 25 qmm. Ich berichte hier von einer 36 Volt Bleiakkus!.

Berge gehen schon, aber nicht für längere Zeit bzw. längere Strecken, dann saugt der Motor schon die Akkus leer. Aber immerhin ist mein Sohn mit diesem CityEl 1993 oder so von Lauterbach nach Braunlage/Harz hochgekommen, rund 8 km und immer gut mit 8 bis 10 % bergauf - sozusagen an der Strombebegrenzung hängend. Ich bin die Tour mit einem anderen E-Fahrzeug mitgefahren, kenne daher die Strecke. Oben konnte man dann recht bald nachladen....Ach so: bei diesem später auf 45 km/h und Versicherungskennzeichen umgezwungenen CityEl spreche ich hier noch von uralten Blei-Erfahrungen. Mit NiCd gehts zwar besser, mit Lithium aber noch besser, schon wegen weniger Gewicht. Nutzlast, also mein Lebendgewicht sind 95 kg z.Z. Jedes kg weniger, sei es an Lebendgewicht oder Akkugewicht, macht sich durch spürbar muntere Fahrweise bemerkbar.

Gruss aus der fränkischen Schweiz, Roland
City El Bj 1990, SN 2129, mit Plexiglashaube, 2 Schiebefenstern und 80 Watt Solardach, aber lange nicht genutzt

von Hotzi-47 - am 14.10.2016 15:24
Dank an alle die Erfahrungen mit dem El berichten.
Es scheint so, dass es kein Vergnügen ist längere Steigungen mit dem El zu meistern.
Da ich aber nun mal am Berg wohne werde ich wohl etwas Abstand nehmen von meinem Ansinnen.

Mit meinem Velomobil, das ja wesentlich leichter ist als ein El komme ich eigentlich gut am Berg zurecht.
Steigungen bis 14%, auch längere sind kein Problem und die Reichweite mit 60km bei 1000hm reichen mir absolut.
Es ist halt ein Aleweder 5 und als solcher doch recht eng.
Aber der Vorteil ist halt, dass das Fahrzeug was Haltbarkeit und Ausstattung anbelangt unübertroffen ist.
Die Alukarosserie hält ewig und Fahrradkomponeneten bekommt man problemlos.
Alles andere: Antriebskomponenten, Akkus, Steuerung, Dach, .... mache ich selbst und bin somit absolut autark.

Nachdem ich mir mal einen 20 Jahre alten El angeschaut habe bin ich doch erschrocken über die vielen Risse am Dach, am Dom .... und habe mich gefragt ob das verwendete Material für die Karosserie das richtige ist für ein Fahrzeug, das man länger fahren will!

Liebe Grüße:
bergler49

von bergler49 - am 15.10.2016 08:42
hy bergler,
die noch älteren el sind meißtens rißloser....
meines 1987 erste serie,
zwei minimalrisse links und rechts unten wo die haube schließt,
nix am dom, kleinigkeiten unter 2cm länge und 2mm breite,
nur zwei schöne risse, nach nem unfall, die mußten glasgefasert werden...

von wolfgang dwuzet - am 15.10.2016 18:08
Doch so was ist schon möglich,
allerdings nur mit einem größerem Umbau, so wie ich das gerade vor habe.
El aus 2008 mit gedrehtem Perm-Motor, 64V Nennspannung Übersetzung 75/15 bis 75/13 wird sich zeigen, 4-Q-Controller mit Reku ist natürlich Pflicht.
Gruß
Christian

von wchriss - am 16.10.2016 07:59
ich fahre hier in den Alpen täglich ANSTÄNDIGE Steigungen mit dem Thrige El. 15 100Ah Winstons schaffen das locker, allerdings hält das der Riemen nicht aus, der längt sich auf extremen Steigungen. Für normale Berge mit so 10% Steigung reicht aber auch der. Jetzt mit Kette ist mir noch kein Berg untergekommen der nicht schaffbar war.

von el El - am 16.10.2016 08:18
Naj Ja das El ist das Fahrzeug bei dem du alles Machen kannst und nicht Strampeln mußt!

Ist halt die Frage deiner Prämisse (n) und deren Proritäten.

Und das Was der Alleweder schafft, schafft auch ein EL nur mit mehr Energie und damit bequemer.
Ist halt klar wenn du mit Payload 400Kg den Berg hoch schleifst dann brauchts dafür Power.


Eine Weltreise würde ich wenn nur die zwei zur Auswahl sind tendenziell dann doch mit dem Alleweder machen.

von thegray - am 16.10.2016 15:28
Ja,

das Mittreten beim Aleweder ist etwas, das ich eigentlich schätze.
Man tut etwas körperlich und das tut mir gut.
Wenn ich es bequem haben will nehme ich den Verbrenner.

Was mir am El nicht so gefällt ist die vielfältige Abhängigkeit.
Wenn ich etwas grundsätzlich umbauen will muss das dem TÜV gefallen.
Ein Drehstrommotor würde mir gefallen z.B.

Es gibt immer wieder Probleme mit diesem Fahrzeug wo man auf Originalteile und Infos wie Probleme zu lösen sind angewiesen ist.
Nun, hier wird einem schon gut geholfen, wofür man nicht genug dankbar sein kann!!

Beim Aleweder ist die Möglichkeit für mich Probleme selbst zu lösen ungleich größer.
Das gefällt mir besonders.
Ich kann auch von der Strasse herunter und auf den Gehweg ausweichen wenn dieser übersichtlich genug ist.

von bergler49 - am 17.10.2016 11:48
Nur das eine zumindest bem alten Modell - in dem Aluteil müchte ich nicht sitzen wenn einer.

Also mir kann man erzählen was man will - ich hatte mal einen Seiten-Crash ein Golf ist mit 55 in mich rein. Einmal einen Frontalen Offset ich 30-40 - der andere über zwei durchgezogen Linen herübergezogen mit 50 auf mich zu und beim Aufprall auf die Beifahrerseite - der Lieferwagen eine finanzieller Totalschaden.

Nun das El brauchte eine sehr große Dose Sekundenkleber ; neue Scheiben ; Vorderrad und viel Arbeit.

Ich neben einer Prellung und kleine Zerrung - nichts. Leider!

von thegray - am 17.10.2016 14:39
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