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elweb
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 9 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Sven Salbach, Abenson, thegray, Berlingo-98, Andi aus Bad Essen, R.M

Wer kann mein Ladegerät für Agm Akkus einstellen?

Startbeitrag von Abenson am 19.02.2017 20:50

Hallo
Ich habe in meinem El jetzt 3 AGM Akkus statt dder Bleiakkus.
Benutze zur Zeit 3 Einzellader und würde gerne das originale Ladegerät benutzen.
Das müsste aber aufnAGM Akkus eingestellt werden wie ich gelesen habe.
Oder ist das mit den Einzelladern ohnehin besser?
Danke für die Antworten....

Antworten:

Hallo Abendson,

Die AGM sind ja auch Bleiakkus. Nur dass das Elektrolyt darin nicht flüssig ist, sondern Gelfrömig. Dazu kommen dann diese Matten, die das M bei AGM ausmachen.

Generell würde ich Dir empfehlen, die gleich wieder zu verkaufen und auf ein anderes Akkusystem umzurüsten.
Die AGM werden nach ca. 3000 - 4000km drastisch an Reichweite verlieren und nach 5000 - 6000km die Grätsche machen und die 600,-€ sind weg.
Zum Vergleich:
Meine damals gebrauchten LiFePo4 sind bei mir jetzt schon seit 30000 km drin, haben vorher einen Citroen Saxo 2 Jahre mit Strom versorgt und haben noch 90% ihrer Anfangsleistung.

Wenn Du bei der Entscheidung bleiben willst, gilt folgendes:
Die wichtigste Frage bei, Laden des Bleiakkusystems ist, wie behalte ich die Akkus ausbalanciert (Spannungsgleich) und was tut ihnen gut. Hoher Strom tut ihnen gut.
Das eingebaute Ladegerät hat vermutlich mehr Dampf als die Einzellader. das tut den Akkus gut und ist besser als die kleinen Einzellader (ich vermute du hast da die 4/8A IVT Lader ?) Der Bordlader könnte bis zu 23A leisten.

Aber: Der Bordlader läd die Akkus in Reihenschaltung. Das bedeutet, er bekommt nicht mit, wenn einer deiner Akkus aus der Reihe tanzt... und das werden sie irgendwann tun, mit Sicherheit. Dann würdest Du einen Akku immer wieder überladen und auskochen. Das Ende deiner Akkus ist dann absehbar. Du solltest also entweder mit dem Bordlader + Einzelladern vorladen... dann hast Du sogar richtig feine Ladeleistung von bis zu 30A. Du solltest dann aber den Bordlader, sobald ein Akku die 14,5V erreicht hat abschalten und den Rest von den Einzelladern erledigen lassen. So hast Du immer schön ausgeglichene Akkus und eine lange Lebensdauer.

Bitte vermeide unbedingt Reichweitentests.
Bei Temperaturen von unter 10° solltest Du nicht weiter als 15 Km fahren.
(Ausser Du hast eine Akkuheizung eingebaut)
Erst bei Temperaturen von über 20° sind Reichweiten von 40km problemlos und 50km in Ausnahmefällen und deutlicher Zurücknahme der Fahrdynamik mal machbar.

Hier im Forum fährt kaum noch jemand Bleiakkus oder AGM.
Wir müssen da schon richtig nochmal nachgrübeln... wie war das noch damals... ach ja...
:D

von Andi aus Bad Essen - am 19.02.2017 21:22
Hi
Ich habe 3 Ctek Ladegeräte mit 10A angeschlossen.
Habe jetzt jedes Jahr 3 Bleiakkus/Traktionsbatterien mit 125ah gekauft und die sind immer ruck zuck platt weil ich die vermutlich zu leer gefahren habe.
Die AGM Battwrien mit 80 ah kosten mich nichts und bekomme ich immer wieder.
Deshalb wollte ich jetzt diese fahren und nicht mehr so leer fahren.

von Abenson - am 19.02.2017 21:34
Besorge dir - 3 Einzelspannungsanzeigen für unter 5Euro/Stk.
Dann sieht man welcher wann und wie Anfänger zu schwächeln.
Evtl. hat noch jemand Ausgleichsmodule rumliegen.
Nachladen wann immer es geht - im Sommer kann ich mir auch gut Vorstellen Stützladung beim langen Parken durch PV-Module die Im Kofferaum liegen und mit Vorrichtung am Dach oder Seitlich ja nach dem wie Firmenparkplatz ist ( falls man keine Steckdose bekommt - Firma kann auf Abrechnung verzichten ohne Steuergesetzte zu brechen - neuerdings -> neue Bagatellgrenze und Verordnung zur Förderung.)

Hochstromfahrten meiden.
eher eine Kurze Untersetzung wenn man mit Kette fährt.

von thegray - am 19.02.2017 21:44
Hallo

Besser immer 2 parallel also 6 Stk.

Einzelspannungsanzeige ist Pflicht und ein hoher Ladestrom auch so um die 50A mindestens.

Was du unbedingt vermeiden solltest ist gasen, also nie mehr 14,27 V je 12V Block und Temperaturkompensation ist auch Vorraussetzung.

Wenn du die Akkus umsonst bekommst ist das ok solange du mit der Reichweite aus kommst.

Ich hatte auch gebrauchte AGM Reinblei Akkus drinnen die locker 6000km gehalten haben allerdings mit 48V und Perm waren so um die 50km Reichweite drinnen.

Gruß

Roman

von R.M - am 19.02.2017 22:52
Es kommt auf das EL an ob es Sinn macht..
Ich hatte 3x100Ah bei meinen beim Kauf dabei, die 6 Monate tiefentladen wahren..hatte alle 0V als ich es gekauft hatte, und hatten 4434km auf der Uhr..
Ich habe die dann noch weitere fast 9000km gefahren!!!
Bei einem F4 mit Perm im Flachland geht das!
Dort ist mit einer Lebenserwartung von 12-15000km zur rechnen(Flachland, schonende Fahrweise)
Bei Thrige kannst Du Blei vergessen..5000-7000km maximal..das rechnet sich nicht mal für Kurzstreckenfahrer

von Sven Salbach - am 20.02.2017 07:12
Also kostenlose AGM Akkus taugen natürlich gut für ein EL, wenn:

a) die Ladeschlussspannung auf max. 14,1 Volt oder auch 14,3 V oder so eingestellt ist. Ist etwas temperaturabhängig, schau Dir die Kennlinien Deiner Akkus genau an. Gasdichte AGM Akkus dürfen nie überladen werden. Dann versuchen sie über das Überdruckventil zu gasen und leiden schrecklich - möglicherweise bis zur Unbrauchbarkeit. Also gilt: Ladeschlussspannung nie überschreiten. Das heißt: Ladegerät entsprechend einstellen. Das war ja wohl die eigentliche Frage.

b) Du mit Kurzstrecke zurecht kommst. 20, 30 oder auch 40 km sollten drin sein. Spannung überwachen, nie tiefentladen. Ein 12 V Bleiakku ist bei Leerlaufspannung von 12 V bereits total entladen. Also sofort wieder aufladen, aber nochmal: nie überladen.

c) Du das tust, was eigentlich fast allen Akkus gut tut: Kein Stress, von den Grenzen oben und unten wegbleiben. Ich würde bei Blei immer 30 % der rechnerischen Kapazität drin lassen.

d) und Du alle Jahre oder so, je nach km Fahrleistung, kostenfrei andere Akkus bekommst und den Aus- und Einbau nicht scheust, dann gibts nix besseres und günstigeres.

e) und bei nennenswerten Standpausen die Akkus abklemmen, damit die kleinen Ströme von 100 oder mehr mA den Akkus nicht leersaugen.

Ich hab noch immer uralte Hawker Blei-Vlies in meinem EL, natürlich mit Hauptschalter zum Trennen (ETA Sicherungsautomat 80V 125A). Muss mal testen, ob die noch was taugen. Die Akkus sind im Winter immer abgeschaltet und verlieren in 6 Monaten nur wenige % an Ladung. Fürs Fahren in der Ebene, wie von Sven beschrieben, sind sie ganz brauchbar. Für meine Einsatz eher problematisch, da die letzten 800 m zu meinem Haus bis 13% Steigung haben. Steigung, nicht Gefälle. Und wie andere vor mir schon geschrieben haben: Wenn die Akkus durch zu kleine Ladeströme schwach werden, also "einschlafen", hilft eine gelegentliche Ladung mit hohen Strömen. 80 A zum Beispiel wären gut. Ist alles vor vielen Jahren hier beschrieben. Kugelhaufen-Modell von Prof. Winsel (damals bei Varta) beschreibt die Notwendigkeit der Hochstromladung.

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 20.02.2017 10:13
Das alleine geht so nicht.
Es ist wichtig sie hochzuladen, deshalb hat der Thiesen HF LAder gut funktioniert, der ging oft auf 15V
Ansonsten neigen die Zlelen sur Sulfation.
Klar kann das dann wiederum durch Schnelladugn oder Desulfatierern reduziert werden..einfach ist es aber gleich diese Desulfatierungsphase in die LAdung einzubauen und es spart Schnellader und Desulfatierer :-)

von Sven Salbach - am 20.02.2017 10:23
Dann erst mal vielen Dankfür die vielen Antworten.
Ich probiere es dann mal so wie es jetzt ist mit den 80 Ah Agm und den Ctek Ladegeräten.
Mir scheint das die Batterien im Moment sogar ständig besser werden,klingt komisch,ist aber so ;-)
Versuche die grossen Bleibomber nochmal hin zu bekommen.
Ärgert mich das ich 2 Sätze so platt gemacht habe denn die haben echt Geld gekostet.
Habe die halt total leer gefahren,hatte halt am Anfang das Gefühl ich könnte damit einmal um die Welt fahren....
Lehrgeld bezahlt,und werde jetzt mehr auf meine Akkus achten.....
Gruß Andre

von Abenson - am 21.02.2017 05:35
ja sie sollten immer etwas besser werden.
Aber beim Anfahren immer sachte!! auch wenn es Spaß macht..
In Akkus ist auch nichts anders als bei allen anderen Verschleissteilen!
Wie gesagt, beim alten Motor max 7000km.
Du kannst also FEST!! mit diesem MAXIMAL Wert rechnen bei Thrige, dann sind 300 ZYklen erreicht und die Akkus nahezu am Ende..außer Du brauchst immer nur 5km Reichweite, dann geht es natürlich noch
Die aktuellen Blei Akkus wiegen aber nicht mehr 32Kg sondner nur noch 30 oder 30,5 und haben so nur noch 250 Zyklen also eher max. 6000km oder so.

von Sven Salbach - am 21.02.2017 05:44
Die Gesamt Spannunganzeige ist Mist!

Dein Limit ist wenn du m mal, tendenziell in Richtung Leer fahren mußt.
Ist DEIN Limit die Gesundheit DEINER Akkus DEINER Fahrweise - und da hilft dier nur jeden Akku im Auge zu haben - und Das schwächste Glied der Kette gibt das Limit - die Spannungen der besseren verschleiern das und zum Ende hin röcht sich das denn die die Überfahren wird merkt sich das!

von thegray - am 21.02.2017 10:24
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