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elweb
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11
Erster Beitrag:
vor 5 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 5 Monaten, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
Christian s, inoculator, laase, wolfgang dwuzet, R.M

Handbremse bremst rückwärts besser als vorwärts

Startbeitrag von Christian s am 01.03.2017 07:59

Durch div Nachstellereien hat die Handbremse jetzt fast kein Spiel mehr.
Es fällt aber auf daß sie zB gegens Rückwärtsrollen am Berg und bei Rückwärtsfahrt wirklich super bremst , beim vorwärtsfaheren aber etwas fader.

komt das öfters vor ? wäre ja im Prinzip ja symmetrisch aufgebaut . Gibts ein Mikrophänomen an den Bremsbelägen wie bei den Fellen der Tourenski ?
wärs dann sinnvoll den hinteren Hinterbremsbacken li nach vorne re zu versetzen u umgekehrt ??

Antworten:

Ja, kann ich bestätigen. Ist bei mir auch so... wenn die Handbremse dann mal funktioniert ;-)

Das "Warum" habe ich bislang auch nicht so richtig klären können, es könnte aber mit mit dem Mirkoschleifbild der Beläge auf der Trommel zusammenhängen.
Da das Schleifbild immer nur in eine Richtung geht, können sich Mirkounebenheiten, wie kleine Keile, die alle in Fahrtrichtung zeigen gebildet haben.
Wenn die Bremse nun "Rückwärts" drückt, drücken die Beläge gegen diese Keile und die Reibung erhöht sich im Vergleich zur Vorwärtsrichtung.

Ist aber nur so eine meiner grauen Theorien ;-)

Gruss
Carsten

von inoculator - am 01.03.2017 08:10
nee jiungs,
das ist logisch,
welche bremse bremst beim vorwärtsen besser:confused:
die vordere, weil da die last draufdrückt
und wenn sich die fahrtrichtung rumdreht:eek:
die hintere weil :rolleyes: siehe oben

von wolfgang dwuzet - am 01.03.2017 08:16
Hi Wolle,
Wir reden hier nicht davon, daß die Reibung des Pneu auf dem Asphalt anders ist.
Bock das EL mal auf, ziehe die Handbremse so an, daß Du den Reifen so gerade noch vorwärts drehen kannst und versuche den Reifen einmal vorwärts und dann rückwärts zu drehen. Du wirst einen Unterschied feststellen.

Natürlich hast Du Recht, wenn wir vom Bremsen beim Fahren reden.
In der Regel nimmt das Vorderrad mehr Energie auf, als die Hinterräder.
Aber das wiederum sollte durch die Bremsdruckverteilung so geregelt sein, daß IMMER zuerst das Vorderrad blockiert, und nicht die Hinterräder.

Sonst: "MarryGoRound" ;-)

von inoculator - am 01.03.2017 09:05
genau Das Vorderrad lassen wir außen vor wie es sich gehört u bremsen nur mit der Handbremse .
Mein Vorschlag vorne re u hinten li zu tauchen bezieht sich auch NUR auf die Hinterräder ....
wenn die Keile wie es Carsten nennt mehr auf den Bremsbelägen als auf den Trommeln sind könnte das was nützen

von Christian s - am 01.03.2017 11:20
Naja, aber nur bis zum nächsten Bremsen während der Fahrt.
Die schleifen sich ja wieder in Fahrtrichtung ein, wenn Du normal bremst.

von inoculator - am 01.03.2017 12:53
ist die Frage ob dieser Effekt durch einmaliges Bremsen wieder auftritt oder sich über die Jahre entwickelt . warum ist er an neuen bremsbacken nicht nach dem ersten mal da ?

von Christian s - am 01.03.2017 13:08

Re: Mechanischer servobremseffekt beim rückwärts bremsen

Ich hab als Schüler in den 70 er jahren mal einen alten Band der Perlenreihe : DAS ELEKTROFAHRZEUG durchstudiert . Dort war eine Zeichnung über eine mechanische Servobremse drin, um die damals tonnenschweren elektrischen Paketwagen bremsen zu können: Ein kleiner Hilfsbremsbacken wurde durch die Pedalkraft an die Trommel gedrückt von der Trommel dann ein Stück mitbewegt , dadurch wurden über Hebel und Exzenter die Hauptbremsbacken angedrückt.

Ich hab mir dann gleich für das Fahrrad auch sowas gebaut: eine 2. bewegliche Vorderradgabel mit drauf befindlicher Bremse, die durch das Mitnehmen der Gabel beim Bremsen über Bowdenzüge die normalen Bremsen betätigte . ( ist gut gegangen außer bei Regen )

Womöglich kann beim El durch ausgenörgelte Bestandteile der Bremsbackenhalterungen oder ähliches unbeabsichtigt so ein mechanischer Servoeffekt zB b Rückwärtsbremsen entstehen?

von Christian s - am 01.03.2017 13:23
Hallo

Ihr habt Trommelbremsen da gibt es immer eine auflaufende und eine ablaufende Backe, logisch das da vorwärts und Rückwärts die Bremswirkung nicht gleich ist, das ist bei jeder Trommelbremse so.

Gruß

Roman

von R.M - am 01.03.2017 17:39
Hallo Roman ! das mußt Du genauer erklären !
beim vorwärtsbremsen drückts die vordere abwärts und die hintere aufwärts , beim Rückwärtsbremsen die hintere abwärts und die vordere aufwärts. Die sind ja symmetrisch gebaut . Wo ist da der Unterschied ?
Die Bremsbacken sind beide unten an den starken Bolzen gelagert . Den einen Bolzen reißts nach oben , den anderen drückts nach unten . Beim Rückwärtsfahren halt umgekerht aber nicht prinzipiell anders

von Christian s - am 01.03.2017 17:55
Ich würds ähnlich wie die Keile erklären: die Bremsbeläge haben plastisch verformbare Mikroborsten. Nach zig Vorwärtsbremsungen sind die eher "nach hinten gebürstet" und gehen MIT der Bremstrommel. Bei ein zwei drei Rückwärtsbremsungen stehen die aber GEGEN die Reibfläche der Bremstrommel und stemmen sich da förmlich rein. Nach noch viel häufigeren Rückwärtsbremsungen nacheinander dürfte der Effekt nachlassen.
Viele Grüße, Lars

von laase - am 02.03.2017 07:16
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