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Richard, thegray, Stefano S., Bastel Jan, Fulminictus, Karlfred, laase, Christian s, el3331, wolfgang dwuzet

Neuer Curtis

Startbeitrag von Bastel Jan am 24.03.2017 07:46

Hallo,

nachdem ich gestern meine neuen Lipos eingebaut habe und die erste Probefahrt des Jahres gemacht habe, ist nach ca. 2km der Curtis gestorben. Fahrschütze ziehen noch an. Es fährt nichts mehr.

Jetzt brauche ich einen neuen Curtis, doch da stellen sich für mich ein paar Fragen. Den Ursprünglichen Curtis scheint es so nicht mehr zu geben. Es gibt aber den 1204-5301 (den hat mein Kumpel) und den Nachfolger davon den 1204-5305. Der 5305 ist noch einfacher zu beschafffen.

So wie ich das sehe, sind beide Curits für 325A anstatt für 275A eingestellt. Das würde auch erklähren warm der EL vom meinem Kumpel ab geht wie eine Rakete und meiner nicht :D. Kann man so einen 325A Curtis ruihig nehmen wenn man die 100AH Winston Thundersky fährt?

Mein Kumpel hat sich den auf 36V einstellen lassen. Der Hesteller gibt aber an, dass er bei dieser Einstellung eine Spannung von 25-36V hat. Mit den voll aufgeladenen Limpos hab ich aber 12x3,8V = 45V bzw. auf normalen Level 12x3,5 = 42V. Demnach müsste ich den doch eigentlich auf 48V Programmieren lassen. Bei 48V hat der Curtis aber 33-48V. Das würde eigentlich passen. Mein Kumpel fährt auch mit den selben Akkus und hat in der Mail extra geschrieben, das er den auf 36V Programmiert haben will. Der drüfe also eigentlich gar nicht gehen. Was ist nun richtig? Kann es sein, dass die den von meinem Kumpel einfach vergessen haben zu programmieren?

Ebay Link

Antworten:

Schau einfach in die Anleitung wenn du Englisch kannst oder lade dir von Her­s‍teller die Deutsche Fassung falls zu finden.

Siehe Seite 18 - da siehst du den Haupt-Grund für die Spannungsangabe - Cut-Back denke mit dem Hintergrund das dies Teil aus dem Staplerbereich entspammt und die haben Bleianker und was soll man nicht machen Kein 100%DOD; keine überhohen Ströme ; keine Reichweiten Test
Pardon Kapazitättest oder respektive bei fast leeren Bleianker mit vollen Strom.

Und zu dem Zweck, ist diese Ein­s‍tellung zu sehen.

Sicher werden im µContoller des Kontroller noch weitere Parameter von der Spannungsvorgabe beeinflusst zumindest ist das meißt nur noch eine Software-Sache und die wird nur von dem internen Speicher begrenzt(nicht wie früher über unterzubringende Bauteilmenge) , umzusetzen - aber da habe ich nicht die Zeit jetzt durchzuackern weil das Dokument auf meinem Rechner echt zäh blättert.

Also wenn der der bei 36 nicht auch bei deiner Ladeendspannung sperrt OverVoltageProtection(hatten auch die alten (Festwert) Analogen), und wenn keine weiteren Parameter beeinflußt werden und somit das Teil arbeitet wie vorsehen ,kann man auch die kleinere Einstellungnehmen nehmen so das nicht die UnderVoltageProtection dir dann in Betrieb den Kontroller Reduziert bzw. abschaltet.

von thegray - am 24.03.2017 15:08
Danke für die Antwort. Ich bin zwar nicht überall durchgestiegen was du mir genau sagen wolltest aber ich denke ich hab verstanden was du sagen wolltest. Der Curtis wird wahrscheinlich kein OVP haben und daher ist es erstmal egal ob ich 36 oder 48V Einstellung nehme. Für die UVP wäre es interessanter, aber da greift ja ohnehin mein BMS. Den Strom stellt der Curtis bei niedrigerer Zellspannung wahrscheinlich einfach durch größere Pulse zur Verfügung, so das es da eh keine Rolle spielt. Ich glaube aber nicht, das der Curtis den Strom drosselt, wenn die Akkus schwächer werden.

von Bastel Jan - am 24.03.2017 17:43
Nur um es mal erwähnt zu haben, wie kommst Du zu dem Schluß dass dein Curt hin ist? Es gibt so viele Möglichkeiten am El warum es gerade nicht fährt. Angefangen bei der Hauptsicherung für den Fahrstromkreis, über parasitäre Spannungen an den Richtungseingängen des Curtis. Fehlende Freigabe Signale und so weiter. Nicht das Du am falschen Ende suchst.

von Richard - am 24.03.2017 18:36
Ja das stimmt wohl. Ich bin mir aber recht sicher, weil genau so bereits einer bei mir kaputt gegangen. Die Fahrschütze schalten. Alle Sicherheitskreise vom EL gehen eigentlich auf die Fahrschütze. Ich glaube es gibt noch was vom Hauptrelais was bei Zündung ein an geht, aber wenn das nicht geht, dann geht auch der Tacho nicht. Da meine Bleianker ende letzten Jahres kaputt gegangen sind, stand der EL über den Winter ohne Spannung. Das führt wohl des Öfteren zum Tot des Curtis. Der Curtis war schon "schon" 10 Jahre alt.

Ich bin mir sicher genug um einen neuen zu bestellen :D

von Bastel Jan - am 24.03.2017 18:56
Na dann....
...aber einen hab' ich noch.
Schonmal über nen Kelly nachgedacht? Den kann man selbst programieren. Heute so und morgen anders. mit ein wenig Trikkserei kann man sogar zwischen zwei Programmen umschalten.

von Richard - am 24.03.2017 19:26
Was möchtest du denn für den Curtis haben, wenn du den verkaufen willst? Und wie alt ist der? Bei mir sind in dem letzten Jahr 2 Curtis kaputt gegangen und bei meinem Kumpel auch einer vor 2 Jahren. Alle Curtis waren schon fast 10 Jahre alt. Ich denke, dass man die nach so einer Zeit wahrscheinlich eh abschreiben muss und einen so alten würde ich auch nicht mehr kaufen.

Wo gibt es informationen zu dem Kelly? Welcher ist das? Hast du Erfahrungen damit gemacht?

von Bastel Jan - am 27.03.2017 11:06
Ein' hab ich noch bezog sich auf noch eine Frage. Alte Säcke wie ich kennen das noch vom Hallervorden. Info über Kelly findest Du auf der Herstellerseite. Als Bezugsquelle in D empfehle ich jetzt mal ganz schamlos den Bastelwastrl24/Calb europe. Da war meiner her. War ein 48400. Habe ihn zwei Jahre gefahren und dann alles verkauft.

von Richard - am 27.03.2017 17:45
Hi Jan,
wenn Du zwei Curtisse gekillt hast, magst Du mir bestimmt einen davon günstig verkaufen, oder? ;-)
Ich würde versuchen, 4Q-Motorsteuerung, BMS und 1kW Ladegerät in EIN Gehäuse zu bauen. Vorteil: weniger und kurze Kabel, "schlanke" Elektrik, Gewicht, mehr Platz im El. Habe das vor 15 Jahren schonmal für einen Peugeot 205 gemacht, damals aber ein eigenes, nichtverripptes Gehäuse drumrum gebaut. Weil das zu heiß wurde, insb beim Laden, mußte ich einen extra Kühlkörper draußen dranschrauben. Denke, das Curtis Gehäuse wäre genau richtig.

Gern per PM.
Viele Grüße, Lars

von laase - am 28.03.2017 17:03
Hallo,
also zwei Curtisse zu killen ist schon eine Nummer. Sooo bröckelig sind die schließlich nicht und 10 Jahre erfahrungsgemäß noch unkritisch.

Ich würde erstmal suchen, woran es gelegen hat. Einen dritten zu killen, würde ich jedenfalls nicht riskieren.

In meinem El unseligen Angedenkens, bei dem so gut wie alles mindestens einmal defekt gewoden ist, hat der Cutis aus 1991 jedenfalls bis zum Ausbau 2012 (weil ein achter NiCd-Block ins El sollte) einwandfrei funktioniert, obwohl ich damit mit bis zu 50 Volt gefahren bin, allerdings max. 135 Amp.

Grüße

Lothar

von el3331 - am 28.03.2017 22:09
Hallo Liebe Community

Ich kann an dieser Stelle Bastler Jan trösten! Hatte letzte Woche mein EL BJ94 3006 nach umfangreicher Reparatur mit neuen Traktionsbatterien in Betrieb nehmen wollen und nach 4 m Fahrt stotterte der Motor und wars aus mit der Curtis Steuerung (getested nach euer Anleitung). Hatte noch ein zweites City-El zum auschlachten (BJ92) und diese Steuerung eingebaut. Kam 10 m weit bis zum Ausfall. Liebevolles Überprüfen aller Mikroschalter ergab kein Fehler. Erneutes Ab-/Anhängen der Batterie liess den Motor wieder drehen...bis zum ersten Anfahren. Dies mal fing der Curtis an zu rauchen und zahlreiche stark Korrodierten Bauteile kamen zum vorschein (hinterer Deckel löste sich).

Nun bin auch ich auf der Suche nach einer Steuerung.
Frage an Richard: War dein Kelly 48400 mit Rekuperation und wie hast du ihn mit dem Motor verkabelt? Ich habe noch den alten Thrige Titan. Laut Manual sind die Schütze weiter notwendig:

[kellycontroller.com]

Frage an Bastler Jan: Wo hat dein Kumpel den Curtis 1204-5301 gekauft? Wer hat in programmiert und läuft er mit dem alten Thrige Titan?

Frage an Iaase: Welche 4QD Steuerung betreibst du mit welchem Motor? Wäre das allenfalls auch noch eine Option für mich mit dem Thrige Motor?

Sorry für die vielen Fragen, aber bin als NICHT Elektrotechniker für jede Hilfe dankbar. Auch ziemlich verzweifelt nach doppeltem Steuerungsausfall.

von Stefano S. - am 05.04.2017 20:38
Ein Compoundmotor wie der TT taugt ohne zusätzliche Beschaltung nicht für eine Reku. Der 48400 hat auch keine. Schütze werden weiterhin benötigt. Da der Kelly mechanich nicht eins zu eins passt ist etwas Anpassarbeit notwendig. Ich hatte die Gelegenheit genutzt und alles in den Kofferraum gebaut. Abdeckung drüber und gut. Vor drei Jahren gab es da einiges zu im Forum. Auch mit Querverweisen auf noch ältere Beiträge. Beschaltung war wie Curtis In Seriennummer 3xxx, nur ohne den Mittelabgriff zwischen Anker und Reihenschluss. Nebenschluss ging mit über die Steuerung.

von Richard - am 06.04.2017 04:43
Geh mal in die Suche mit meinem Namen als autor, Kelly als betreff, jedes Alter, Forum elweb. Da findest Du das Zeug von vor zwei Jahren.

von Richard - am 06.04.2017 07:18
Hallo Richard

Vielen Dank für deine Antwort! Ich habe sorgfältig deine Einträge im Forum nachgelesen. Ich möchte entsprechend den Kelly einsetzen. Kannst du mir einen Händler empfehlen?

Beschaltung: Bei der originalen Beschaltung (siehe Zeichnung im Anhang) fällt somit der Anschluss A2 am Curtis ersatzlos weg. Bleibt die Compoundwicklung mit dem Speed-Widerstand am Dauer-Plus? Ich habe die Zeichnung selbst erstellt nach dem IST-Zustand.

Vielen Dank!
[attachment 2262 OriginalMotorschaltung.pdf]

von Stefano S. - am 06.04.2017 09:02
Hallo Stefano,
Deine Schaltung sieht erstmal richtig aus.
Die Compoundwicklung kann an Dauerplus bleiben, sie wird mit ihrem
Masseende erst durch den Curtis (M-) an Masse gelegt.
Wenn Du den Widerstand überbrückst, kurzschließt ( null Ohm) hast Du
etwas mehr Drehmoment und besseren Wirkungsgrad aber weniger Geschwindigkeit.
Wenn Du ihn weg läßt wird die Fuhre noch etwas schneller, weniger Drehmoment,
schlechterer Wirkungsgrad; aber Achtung: wenn der Riemen reißt, also im Leerlauf
rennt der Motor dann so schnell bis er auseinander fliegt !
Gruß K.-F.

von Karlfred - am 06.04.2017 10:36
Zitat
Karlfred
h etwas schneller, weniger Drehmoment,
schlechterer Wirkungsgrad; aber Achtung: wenn der Riemen reißt, also im Leerlauf
rennt der Motor dann so schnell bis er auseinander fliegt !
Gruß K.-F.


Also habe ich die Tage erst deutlich Wort zu gesagt - da muß man schon sehr Schmerzfrei sein. Und Sekunden lang auf dem Gaspedal stehen und sich über die einstellende Turbine im Kofferraum keine gedanken machen - vielmehr nach oben schauend nach dem Starfighter suchen der einen wohlmöglich grade auf den Kopf fallen mag:rolleyes:

Sei noch anzumerken das mech. Begabte und das ist doch eigentlich eine Voraussetzung zum El-fahren, auch einen 4Pol-Umbau ins Auge fassen können; Mehr drehzahl; drehmoment; Wirkungsgrad und als weitere Schritt mit entsprechenden Controller SEPEX den Kelly auch in Angebot hat und damit Q4-BEtrieb; keine Relais aber Reku!

von thegray - am 06.04.2017 13:36
Vielen Dank für eure Hinweise!

@Karlfred: werde mal die verschiedenen Varianten durchspielen. Aber erst mal gilt es mit einer funktionierenden Steuerung mehr als 10 Meter zu fahren;) Habe schon mit dem Gedanken einer Relay-Umschaltung nach Geschwindigkeitsstufen gespielt. Dies ist aber noch Zukunftsmusik.

@thegray: hast du Erfahrung mit Q4 Steuerungen? So wurde auch schon die 4QD verbaut (siehe elweb Rekuperation), aber es scheint auch gemäss techn. Support der Firma trickreich eine funktionierende Rekuperation hinzukriegen. Habe mir die SEPEX angeschaut, aber das Feld muss hier abgeschaltet werden für den Betrieb eines series wound motor:

[kellycontroller.com]

(Seite 3, unter 4.Functions) Dann wären diese Funktionen weg.

von Stefano S. - am 06.04.2017 14:39
Hallo Grauer,
keine Panik, darum gings hier gar nicht.
Die Frage war nur nach dem Speedwiderstand.
Ich habe versucht seine Wirkung zu beschreiben statt
nur zu sagen: "laß ruhig dran".
Jetzt kann er auch selbst einschätzen: was passiert wenn.
Gruß K.-F.

von Karlfred - am 06.04.2017 14:40
wie ich an anderer stelle erst kürzlich bemerkte,
kürzlic bergauf vollgas riemen gerissen, #
#keine drehzahlbegrenzung und doppelter speedwiderstand#
und der thrige lebt immernoch

und meine reaktionszeiten sind nicht mehr wie zu rennfahrerzeiten...

von wolfgang dwuzet - am 06.04.2017 15:58
Hast PN ( der gelbe Fleck oben rechts im Forenbild )

von Richard - am 07.04.2017 04:19

Re: Bürstenfeuer Mittelanschluß

ich hatte mal den thrige zum probelaufen unter Last in der Wohnung gehabt u habe 2 Varianten mit 24 V versucht
einmal mit curtis ( auch mit dem Mittelanschluß zw anker u Stator ) und einmal mit vorwiderstand zum anlaufen und ganz ohne Curtis .

Ohne curtis war das Bürstenfeuer eindeutig zu sehen mit curtis kaum... Weiß nicht ob da der mittelanschluß auch eine Rolle spielt ...

( nur weil einige überlegen auch andere Chopper ohne Mittelanschluß zu verbauen )
Ich sollte natürlich die 3. Version : mit Curtis u ohne Mittelanschluß testen hab ich damals aber nicht

von Christian s - am 07.04.2017 06:25
Zitat
Stefano S.
Vielen Dank für eure Hinweise!
Habe mir die SEPEX angeschaut, aber das Feld muß hier abgeschaltet werden für den Betrieb eines series wound motor:

[kellycontroller.com]

(Seite 3, unter 4.Functions) Dann wären diese Funktionen weg.


Tja - wer aufmerksam leist hat die Reihenfolge bemerkt.

erst
dann
und dann
4Feld
und dann Separater Anschluss (Meint natürlich 1. einer zusätzlich der dann das Feld vom Anker Trennbar macht - doch Logisch!) macht eben einen SEPEX drauß - Da wird nur abgeschaltet um die Stromrichtung des Staors zu änderen bei Rückwärts und Reku!:D

von thegray - am 07.04.2017 19:08
Hallo Stefano,
mein Beitrag bezog sich auf "eine 4Q Motorregelung" die ich in ein altes Curtisgehäuse einbauen will. Eine selbst entwickelte, zusammen mit Ladegerät und BMS. Für einen Perm Scheibenläufermotor.
Von den Motorsteuerungen der Firma 4QD halte ich nicht viel. Zumindest nicht von denen, die sie vor etwa 10 Jahren gebaut hat. Die 48V Variante hatte kaum Reserven hinsichtl Spannungsfestigkeit und ging im Betrieb mit einem Lynch sehr schnell kaputt. Was mich auch sehr störte war, daß man den Reku-Betrieb nicht stromgeregelt steuern konnte. Je nach Pedalstellung hat der ein bestimmtes Tastverhältnis auf die Mosfetbrücke gegeben (entspricht ca. Spannung) und der Motor mußte einfach damit leben. Wenn mal also fürs Bremsen vom Gas ging, hat der Regler den Motor ziemlich schnell annähernd kurzgeschlossen- verheerend für Kohlen, Kraftübertragung und durchrutschende Reifen!
Man konnte zwar eine verzögernde Rampe einstellen, aber auch die war nur ein schlechter Kompromiss: nicht jeder Verzögerungsvorgang dauert exakt x Sekunden bis zum Stillstand! So kam es in der Fahrpraxis dann entweder wieder zum Reifenradieren (Regler war "früher unten" als Motordrehzahl) oder zum "Nachschieben" (Fahrzeug stand schon schnell durch mechanische Bremse, Regler schob aber noch Strom in den Motor).
Alles in allem stark verbesserungsbedütftig also, die 4QD Motorregelung! Curtis ist zwar nur 1Q, dafür aber deutlich praxistauglicher und robuster.
Viele Grüße, Lars

von laase - am 08.04.2017 14:08
Hallo Iaase

Danke für deinen Beschrieb. 4QD verwies auf Anfrage auf einige Kunden, die 4QD bei Series Wound Motors anwenden, riet jedoch selbst davon ab. 4QD sei hauptsächlich für Permanent Magnet Motoren. Mit deiner Beschreibung und auf Hinweis von Richard habe ich mich für eine Kelly Steuerung entschieden. Richard teilte mir hierzu die folgeden Parameter für die Programmierung mit:

"Habe mein El letztes Jahr durch einen Kewet ersetzt, aber ich denke ich
bekomme das meiste noch zusammen. Die Fahrtrichtungserkennung habe ich
nicht angeschlossen und in der Software abgeschaltet. Die
Strombegrenzung vom El habe ich umgangen. Der Kelly kann das selber
besser. Ich weis nicht, was Du für eine Hauptsicherung drin hast. Meine
war die originale 125A. Mit dem Fahrstrom bin ich deshalb nicht über
100A Dauerstrom gegangen. Damit bin ich im Bergischen Land überal
hochgekommen mit TT und Riemen und habe auf Tour bis 75km geschaft mit
36V NiCd. Der Controller kann mehr, aber die 400A sind als Kurzzeitwert
zu verstehen. Steht auch so im Manual. Dort steht auch der Dauerwert.
Auf diesen beziehen sich die Prozentangaben für den eingestellten I max
in der Software. Weis den Wert nicht mehr, aber 25% sind eben nicht
400A*25%=100A sondern erheblich weniger. Hatte da so um 55% glaube ich.
Rampe war drei Sekunden, außer in der Zeit wo ich ohne Poti gefahren
bin. Das Gaspoti hatte ich als Dreidraht konfiguriert. Die Beschaltung
ist in den alten Threads bechrieben. Zweidraht wie original soll auch
gehen, habe ich aber nie probiert. Meine Richtungsschütze waren seit
jeher direkt auf Masse, also nicht auf eine Freigabe durch den
Controller angewiesen. Würde ich immer wieder so machen. Soweit, was
mir spontan einfällt. Sollte man aber öffentlich weiterspinnen, dann
haben alle was davon. Stell das hier ruhig mit ins Forum
Gruß Richard
"

Bin für jede Ergänzug dankbar!

PS.wäre deine selbstentwickelte Steuerung auch für den Thrige anwendbar?

@thegray: Ich bin leider elektrotechnisch zu wenig versiert für die Beschaltung. Habe lediglich die bisherige, originale Beschaltung verstanden (siehe mein Beitrag letzter Woche)

von Stefano S. - am 10.04.2017 06:37
4QD ist auch am Thrige kein Problem, wenn zumindest 1 Relais den Erregerstrom separat aktiviert. Von Reihenschaltungen mit Freilaufdioden rate ich ab. Damit habe ich meinen 4QD beim ersten Testlauf geschrottet.

Warum eigentlich Rekuperation?
Der Aufwand ist groß und der Nutzen (mehr Reichweite) sehr gering.
Warum nicht stattdessen die erzeugte Leistung in der Heizung verblasen?
Dann hat man eine konstante elektrische Bremse und schont die Bremsbeläge.
Solange der Erregerstrom fließt, erzeugt der Motor beim Rollen auch elektrische Leistung.
Das sollte nicht so schwierig sein. Oder sehe ich da was falsch?

Grüße,

Gregor

von Fulminictus - am 10.04.2017 11:57
Ich hatte zu Bleizeiten eine reku mit compoundstrom als erregerwicklung u direkt über Relais u dioden vom Anker in die Batterie ich konnte damit die mittlere 12 V Bleibatterie schon nachladen die bremswirkung war auch gerade richtig , betätigt über Taster am Scheibenwischerhebel ....

durch power cheqs wurde dann der strom nach u nach auf die anderen 2 Akkus umverteilt ..um 36 V zu laden war die Spannung zu gering , Ladestrom in die 12 V Batt war bis ca 40 A ... für 40 V Li müsste man wieder einen dcdc haben oder nur dann bremsen wenn man die zul Höchstgeschw überschreitet ....

zahlt sich nicht aus

von Christian s - am 11.04.2017 06:09
Mit einem Trafo könnte es gehen. Ein PWM-Treiber schaltet die vom Motor erzeugte Spannung auf die Primärspule deren anderes Ende an Masse liegt. Dadurch wird in der Sekundärspule eine Spannung größer der geforderten Ladespannung erzeugt. Über eine schnelle Diode fliesst die Energie dann in die angeschlossenen Akkus.
Über die Windungszahlen wird das richtige Transformationsverhältnis eingestellt. Die Querschnitte müssen zu den Stromstärken passen (Primär 40A). Eine Mikroprozessorsteuerung stellt die PWM Zeiten optimal ein, misst die Ströme und überwacht die Batteriespannung.
Bei voller Batterie darf die Rekuperation sich dann natürlich nicht aktivieren.

Wie gesagt: Viel Aufwand für wenig mehr Reichweite. Spulen für 40A wiegen auch ein paar Gramm..

Grüße,

Gregor

von Fulminictus - am 11.04.2017 09:05
Zitat
Stefano S.

@thegray: Ich bin leider elektrotechnisch zu wenig versiert für die Beschaltung. Habe lediglich die bisherige, originale Beschaltung ver­s‍tanden (siehe mein Beitrag letzter Woche)


Nun schau dier einfach die Freizugänglichen Quellen - zu Compond-Motoren an und dann im Vergleich Haupschluss-Motor und dann Sepex was einen Angl. Kurz-Bezeichnung für Separat oder Fremderregeten DC Motor darstellt.

Die Schritte sind eben das "nicht so Wirkungsvolle Feld" des Compond-Motor gegen eine "besseres zu tauschen" - also Compund gegen Serienfeld dann haste einen Hauptschluss-Thrige; der auch mit einem Normalen Stapler-Curtis oder vergleichbar läuft.

Ein Weitere Änderung ist das Feld vom Anker zu trenen und beides getrnet zu versorgen.
DAS ist dann SEPEX - für die Richtungsumkehr reicht es im Stator die Stromrichtung umzukehren - So machen das alle Franzosen klassicher Bauart da dort nur wenieg Ampere Flisen sind die Relais nicht so anspruchsvoll und weniger Leistung fällt dort ab wo letzteres eher marginal ist und nur ein kleiner Baustein ...

Der andere Vorteil das man die Stromstärke des Statorfeldes eben separat regeln kann - je nach dem ob Wirkungsgrad ; max. Drehmoment; Anfahrhilfe am Berg; oder Drehzahl bei weniger Verlusten gefragt ist. Tempomat und Drehzahlbegrenzung sind dann auch realisierbar - eigentlich eine Software Frage und in einem wirklich guten SEPEX Controller heute meines Erachtens Pflicht..

von thegray - am 11.04.2017 10:33
Inseofern richtig wenn - man einen original Thrige mit 0815 Curtis fährt.

Ansonsten ist die Reku in anderen Reglervarianten eigenlich nur einen interne Software Frage !

Und wenn man Fahrzeuge - mit Reku gefahren ist weiß man das das recht gut funktioniert.
Wer nur so föhrt das er meist "segelt" wird mit einer Reku weinger Nutzen haben.
In so Ecken wie Rhein-Mein sieht das aber anders aus - entweder Stadt oder Berge - viel Bremsen angesagt. Und wer ein schwers El hat und die Bremsen regelmäßig sauber macht .... kann da schon Unterschiede erkennen - und wer Viel fährt in einen in allen belangen optimierten EL der braucht irgendwann - neue Felgen von einem Hersteller den es nicht mehr gibt ....... da ist Fahren ohne Bremsen doppelt Sinnvoll!!!!

ALSO PRO REKU

Damit bin ich im letzten Sommer über Land in einem Renault Rapid Express und alten NICD´s 124Km gefahren - meist segelnd aber NIE bremsend nur rekuperierend.

von thegray - am 11.04.2017 10:43
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