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elweb
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vor 4 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
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Flecker EL, R.M, Fulminictus, wolfgang dwuzet, H.Hobbie, Karlfred, el3331, laase, Peter End., Geppi, Richard

City EL lädt nicht, fährt aber

Startbeitrag von Flecker EL am 02.04.2017 18:25

Guten Abend zusammen,

nach einiger Suche in eurem tollen Forum habe ich leider keinen passenden Thread für mein Problem gefunden.

Problem:
Seit ein paar Tagen kann ich mein City EL nicht mehr mit neuem Strom versorgen. Beim einstecken des Netzsteckers in das Ladegerät springt zwar die BMS Anzeige an, allerdings zeigt sie mir nach dem "Bootvorgang" nur den aktuellen Status an. Normalerweise wird mir dort ein Ladestrom von ca. +15A angezeigt. Auch die Lüfter springen nicht mehr wie gewohnt beim laden an.

Ich habe 15 Zellen LiOn verbaut. Jede Zelle zeigt derzeit eine Spannung zwischen 3,2V und 3,3 V an.

Ich bin leider nicht sonderlich versiert im Bereich Elektronik. Anbei mal noch ein paar Fotos von der Platine unter meinem Sitz.

Ich hoffe, jemand von euch hat eine Idee.

Vielen Dank im Voraus.

Viele Grüße
Jochen
[attachment 2254 DSC_0908.JPG]
[attachment 2255 DSC_0909.JPG]
[attachment 2256 DSC_0910.JPG]

Die 50 interessantesten Antworten:

leider kann ich dir zu deinem lader und dessen möglichkeiten keinen rat geben da ich andere benutze (da kommen sicher noch versiertere zum zuge)
ABER bei 3,2V würd ich deffinitiv möglichst nicht mehr fahren um die akkus zu schonen
bye wolle

von wolfgang dwuzet - am 02.04.2017 19:40
Hallo
@wolle, ich weiß zwar nicht, was Du für Akkus verbaut hast; bei meinem AX sind 3.3V jedenfalls fast die Leerlaufspannung nach Vollladung. Obere Abschaltspannung ist 3.5V, untere m.W. 2,5V (habe ich noch nie ausprobiert, für mich ist bei 2,8V Schluss).
Mit 3,2 V kann man noch ziemlich weit fahren (eine alternative Lademöglichkeit sollte man aber doch haben).

Wie das BMS verschaltet ist, weiß ich nun nicht; grundsätzlich sollte es ein Relais geben, das vom BMS angesteuert wird und über einen entsprechenden Kontakt am Lader diesen aktiv oder Standby schalten kann. Meanwell kenne ich nicht, der Anschluss sollte sich aber finden lasssen. Im Gegensatz zu dem Hochspannungsanschluss (zum Netzkabel) oder den Ladekabeln (zu den Akkus) dürfte daran ein eher dünner Draht sein. Daran dann nachmessen, ob sich da etwas tut beim Einschalten. U.U. findet sich auch eine Möglichkeit, den Lader zumindest provisorisch unabhängig vom BMS zu starten, dann natürlich nur unter ausreichender Aufsicht. So kann man zunächst weiter fahren.

Grüße

Lothar

von el3331 - am 02.04.2017 20:56
Hallo

Wenn kein Fehler angezeigt wird ist entweder die Ansteuerung, das Relais oder der Lader defekt

von R.M - am 02.04.2017 21:15
Hi Ihr,
Das Netzteil hat einen Schalteingang (Remote + / -)
Die beiden rechten Anschlüsse (auf Deinem Bild) sind der Netzeingang: (N und L)
Liegen dazwischen 220V wenn es laden soll ?
Wo der Schalteingang ist weiß ich nicht, die Pins sollten
bezeichnet sein mit ( RC+ und RC- ).
Die Spannung dazwischen sollte sein 4V bis 10V wenn es ausgeschaltet ist
und 0V bis 0,8V zum Einschalten.
Gruß K.-F.

von Karlfred - am 03.04.2017 06:48
Die Schaltnetzteile ziehen einen ziemlich hohen EInschaltstrom. Je nach "Güte" Deiner vorgelagerten Netzverkabelung können da schonmal kurzzeitig 30-40A fließen. Das kann eine Sicherung auslösen (geräteintern!) oder ein Relais verschmoren lassen.
Wenn der Lader netzseitig über ein Relais geschaltet ist kannst Du ja schauen (hören), ob dieses "Klick" macht. Wenn ja, dann messen, ob das Relais auch brav die Netzspannung zum Gerät durchschaltet. Am besten immer erst die Kabel anklemmen und dann den STecker in die Dose, sonst rutschtst Du evtl irgendwo ab und der Schaden wird noch größer.
Viele Grüße, Lars

von laase - am 03.04.2017 20:56
Guten Morgen,

ich bin begeistert, wie schnell und zahlreich hier die Hinweise kommen. Vielen Dank! Ich werde in den nächsten Tagen mit einem Bekannten (Elektriker) mal eure Hinweise ausprobieren, denn ich habe wie gesagt leider in diesem Bereich keine Ahnung :-(
Ich melde mich dann mit den Ergebnissen.

VG
Jochen

von Flecker EL - am 04.04.2017 05:12
Hi,
die Schaltnetzteile haben eine active PFC;
da ist nix mehr mit hohem Einschaltstrom heutzutage.
Gruß K.-F.

von Karlfred - am 04.04.2017 08:01
Was ich schon mal sagen kann, ist dass ein Relais schaltet wenn ich den Netzstecker einstecke. Es gehen allerdings keine Lüfter an (war vorher so). Heute Abend mehr...

von Flecker EL - am 04.04.2017 11:48
Ist das ein originales Ladegerät?
Das rechte ist ein Festspannungs 48V 480W Schaltnetzteil (Meanwell SP-480-48) mit einer Zusatzelektronik.

Liefert das Netzteil zwischen V+, V- 48V?
Wenn ja, dann ist das Netzteil OK.

Dann würde ich dem Pfad der Energie (dicke Leitungen) vom Netzteil über die Platinen zum Akku folgen. Dort kann ein Defekt liegen (Kabelbruch, Relais verbrannt, Lötkontakt gebrochen, Transistor durchgebrannt).

Die obere Platine ist augenscheinlich ein Tiefsatzsteller (Abwärtswandler) mit Stromregelung als Ladegerät.

Die untere Platine ist vermutlich die Spannungsversorgung.
Wenn Du die Elektronik nicht wiederbeleben kannst, das Netzteil aber in Ordnung ist, dann kannst Du die Platinen gegen einen Tiefsatzsteller (== Step Down Converter) mit Strombegrenzung (== Constant Current) tauschen.
Diese Module gibt es recht günstig in der Bucht:
DP50V5A 0-50V 0-5A
oder mit etwas mehr Leistung:
Power Supply CC/CV 0-60V 0-15A 900W

Achte darauf die Ladeschlussspannung richtig einzustellen (ohne Batterien testen)!
Achte auch darauf unterhalb 11A zu bleiben um das Netzteil nicht zu schrotten!

Was ich gerade nicht weis, ist ob diese Module ihre Einstellungen beim Ausschalten behalten. Da hilft eine Anfrage beim Verkäufer.

Grüße,

Gregor

von Fulminictus - am 06.04.2017 09:57
Hallo

Oben DCDC unten Steuerung des Ladegeräts durch das BMS, Ansteuerung des Relais und Relais selbst checken.

Gruß

Roman

von R.M - am 06.04.2017 18:46
Zitat
Fulminictus
I
Dann würde ich dem Pfad der Energie (dicke Leitungen) vom Netzteil über die Platinen zum Akku folgen. Dort kann ein Defekt liegen (Kabelbruch, Relais verbrannt, Lötkontakt gebrochen, Transistor durchgebrannt)
Grüße,


und unbedingt genau suchen,
hatte mal den fall, das ein kabelschuh (mit schlumschlauch ummantelt) GEBROCHEN war,
voltmeter drauf, ja hat durchgang, aber wenn gas geben nix viel strom durch die bruchstelle, die nur so zusammenhing
ALSO alles was geschrumft ist, mal bewegen!!!
bye wolle

von wolfgang dwuzet - am 07.04.2017 07:08
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Hilfe. Ich habe gerade mal wie beschrieben gemessen ob beim Netzteil 48V zwischen + und - anliegen. Da dies der Fall ist, werde ich mich morgen mal den dicken Kabeln bis zur Batterie folgen. Ich werde von meiner Suche berichten.
Irgendwie traut sich hier in der Nähe niemand an die Technik ran. Meine Autowerkstatt hat mir was von einer notwendigen Hochspannungsqualifikation erzählt, die sie braucht um an meinem Cityel arbeiten zu dürfen?!?
Wohnt nicht zufällig jemand von euch Profis im Großraum Siegen ;-)

LG
Jochen

von Flecker EL - am 07.04.2017 22:29
Hallo,
für Arbeiten am CityEl ist keine Hochspannungsqualifikation notwendig.
Die dort verwendeten Spannungen von 36 bzw 48 V fallen noch unter Kleinspannung. (Die Grenze ist 60 V).
Unabhängig davon würde ich jemanden, der diese Grenzen nicht kennt, nicht an ein El heranlassen, denn vermutlich kennt er dann auch anderes wichtiges nicht.

Grüße

Lothar

von el3331 - am 08.04.2017 21:34
hy lothar,
was du geschrieben hast
stimmt :rolleyes:
aber nur "im prinzip":confused:
denn die fahcwerkstatt muß eine "hochspannungsquakifikation"
haben, damit sie überhaupt an elektrofahrzeugen schrauben darf,
das kommt aber ausnahmsweisel mal nich von die politiger,
Ausbildung zur Elektrofachkraft (EFKffT) für festgelegte Tätigkeiten
(nach DGUV 200-0005/BGI 8686).
sonst kriegt der betrieb ärscher mit der berufsgenossenschaft
bye wolle
dessen junior so ne wochenendausbildung hinter sich hat,
weil er einen abschleppwagen fährt:eek:

von wolfgang dwuzet - am 09.04.2017 05:34
Hallo,

bei mir war die Ursache für so ein Verhalten (Nichtladen) ein gelockertes Buskabel vom BMS (das später deshalb sogar ganz ausgefallen ist). Ich habe vorne und hinten alles mehrfach geprüft, nix. Aber unterm Sitz gibt es auch noch mindestens eine Steckverbindung. Die war's bei mir. Das Buskabel ist das dünne, breite Flachkabel mit gefühlt 8 Litzen. Im Batterieraum ist direkt am Ausgang des Kabelkanals bei mir auch noch so ein Stecker (mit Klebeband dick umwickelt), vielleicht ist auch der der Übeltäter.

Viel Glück bei der Suche.

von Geppi - am 09.04.2017 15:18
Hallo,
also meines Wissens bezieht sich DGUV 200-0005 ausdrücklich nur auf Fahrzeuge, die über dem Kleinspannungsbereich liegen.
Wer an Krankenfahrstühlen, vielen Gabelstaplern und eben CityEls schraubt, bleibt damit außen vor. Das gleiche dürfte auch auf die kommenden Verbrenner mit 48 V Bordnetz zutreffen. Die Industrie weiß sicher, warum sie nicht 60 V gewählt hat.

Was übrigens die "Hochspannungsqualifikation" angeht, müsste die ja neben dem Abschleppwagenfahrer z.B. auch der Mitarbeiter der Waschanlage haben, durch die ich mit meinem AX gelegentlich fahre.
Bei nächster Gelegenheit werde ich ihn mal fragen.

Grüße
Lothar

von el3331 - am 09.04.2017 19:08
Hallo

Na da offiziell die Hochspannung bei 60 KV beginnt wirds langsam lachhaft. Richtig wäre Niederspannung die bis 1,5 KV geht. Im El gibts Schutzkleinspannung.


Gruß

Roman

von R.M - am 09.04.2017 19:53
Ach herrjeh, bisher konnten die Schrauber den Elektrokram im Auto noch halbwegs ignorieren. Jetzt kommen plötzlich welche in die Werkstatt ganz ohne Explosionsmotor und Abgasrohr!
Ein City El mit seinem Gleichstrommotor ist noch vergleichsweise harmlos im Vergleich zu einem modernen PKW mit Asynchronmotor. Mir schwant schreckliches für den Werkstattbereich in Deutschland..

Beim El empfehle ich: Sich weiterbilden und Spaß haben an einfacher (= verständlich, selbst reparierbar, günstig) Technik die einen weiterbringt! :-)

Nur meine 5 Cents,

Gregor

von Fulminictus - am 10.04.2017 10:33
Guten Abend zusammen,

ich beginne langsam ein ganz kleines bisschen von meinen EL zu verstehen ;-), auch wenn mir die ganzen Elemente auf diesen Platinen wirklich ein Rätsel sind.
Ich habe jetzt mal eure Tipps befolgt und bin den Stromkabeln gefolgt. Wie gesagt, dass Ladegerät hat zwischen + und - 48V. Mit einem Voltmeter habe ich bei der Durchgangsprüfung des +-Kabels Kontakt über die Platine, über alle Bateriepole, bis hin zu mir rätselhaften schwarzen Kästchen (siehe Bild 2) ein forwährendes Piepsen hören dürfen.
Auf der Platine piepst mein Voltmeter bei den länglichen schwarzen Teilen nur auf einer Seite (siehe Bild 1).
Dann habe ich den Tipp von Geppi befolgt und das Buskabel von der Steuereinheit oben rechts am Armaturenbrett, über alle Batterieplatinen bis zum Ende für jede Ader auf Durchgängigkeit überprüft. Da passt alles. Ich habe zudem fast alle zugängigen Steckverbindungen mal gelöst und wieder aufgesteckt. Leider alles ohne Erfolg.
Mir fiel jetzt ein, dass der EL ja auch nicht lädt, wenn die Zündung eingeschaltet ist. Kann es sein, dass irgendeine Steuereinheit "denkt" ich hätte den Zündschlüssel stecken?
Außerdem hatte ich unmittelbar vor auftreten des Problems eine neue Pufferbatterie eingebaut. Aber daran kann es doch eigentlich nicht liegen, oder?

Tut mir leid, wenn ich mich hier ziemlich Ahnungslos präsentiere. Vlt. bin ich das ganze etwas zu blauäugig angegangen.

LG
Jochen
[attachment 2271 Bild2.jpg]
[attachment 2272 Bild1.jpg]

von Flecker EL - am 10.04.2017 19:09
Moin Jochen,

die schwarzen Kästchen sind die berüchtigten Schütze. Das sind Starkstromrelais, welche die Fahrspannung vorwärts oder rückwärts auf den Motor schalten. Die rechts (im Bild) weglaufenden Kabel gehen zum Motor. Links ist der Curtis Motorcontroller angeflanscht. Die Kreuzmimik mit den Kupferschienen ist eine sogenannte Kreuzschaltung (daher der Name). Wenn Du im El aufs "Gas" trittst, dann hörst Du die Schütze klacken. Wenn Du nichts hörst, dann fährt das El nicht. Mit dem Laden hat das aber gar nichts zu tun.

Mein El hatte schon keinen Untersitzlader mehr als ich es gekauft habe. Viele hatten wohl Stress mit dem Untersitzlader und haben sich Standard KFZ Ladegeräte hinter den Sitz montiert. Die kann man dann einfach selbst tauschen. Dafür bräuchtest Du z.B. sowas: (eBay: KFZ Ladegerät 12V 15A)

Und so sieht das dann aus: (Thread Montagesockel für Ladegeräte)

Grüße,

Gregor

von Fulminictus - am 11.04.2017 08:43
Guten Abend zusammen,

es gibt neue Erkenntnisse bei meinem Problem.
Als ich die Spannung am Ladegerät gemessen habe zeigt mir das Voltmeter ja 48V an. Was ich nicht bedacht habe, dass ich die Kabel die zur Batterie führen vorher abklemmen sollte. Somit waren die gemessenen 48V leider nur die Spannung der Batterien.
Ich habe die Kabel eben abgeklemmt und jetzt kommt zwischen + und - beim Ladegerät nichts mehr.
Wenn ich zwischen den beiden Kabeln messe, habe ich ohne Netzstecker ca. 10V und eingestecktem Stecker die bekannten 48V.
Am einfachsten wäre jetzt wahrscheinlich ein neues Ladegerät zu kaufen, oder? Kostet ca. 160,-€ :-(.
Wir würde das mit dem von Gregor verlinkten Einzelladegerät denn funktionieren? Muss ich dass dann immer einzeln anklemmen? In dem verlinkten Thread wurden ja sogar 3 Ladegeräte verbaut. Dann läge ich ja sogar bei mehr als 240,-€.
Tendiere zu neuem Untersitzlader wenn aus eurer Sicht nichts gravierendes dagegen spricht.
Entschuldigt bitte die unnötige Zeit die ihr aufgewendet habt. Ich habe aber trotzdem viel über mein EL gelernt :-)

Danke!

VG
Jochen

von Flecker EL - am 11.04.2017 18:15
nicht das es so was einfaches ist, also z.B die sicherung in der kalt Geräte Steckdose vorne wo man am Unter sitz Lader die 230 v einsteckt ?

[67183441.foren.mysnip.de]

von H.Hobbie - am 12.04.2017 03:40
Würde bei einer defekten Sicherung denn beim einstecken des Netzsteckers das Relais schalten und das Display angehen? Ich werde das aber heute Abend prüfen. Danke! Gruß Jochen

von Flecker EL - am 12.04.2017 08:01
Natürlich kannst Du auch mit einem 12V Ladegerät laden. Das musst Du aber dann dreimal machen.
Ja, drei neue Ladegeräte kosten so 240,- €. Das ist erstmal ein Happen.
Die Idee ist einfach: Anstatt einer Speziallösung die Ottonormaluser nicht reparieren kann, werden einfach 0815 KFZ-Ladegeräte verwendet. Die kann jeder installieren und betreiben.
Bei Bleibatterien bekommt einfach jede Batterie ein Ladegerät. Am besten werden die originalen Batterieklemmen durch Schraubösen ersetzt und fest an die Batteriepole geschraubt. Die Ladegeräte kann man auf der Sitzrückseite festschrauben.
Dann kommt noch eine Dreifachsteckdose in den Kofferraum (Doppelseitiges Klebeband, Kabelbinder, ...). Fertig ist die eigene Ladetechnik.
Wenn dann mal ein Ladegerät abraucht: Neu kaufen und tauschen.
Das kann jeder!

Apropos 3 Ladegeräte: Es gibt aus dem eBike Bereich 36V Einzellader. Wenn so ein Ladegerät die richtige Ladeschlussspannung zwischen 13,8 und 14,4 V einhält (also max. 42V), kann man auch damit laden. Allerdings schaffen die Dinger nur 2 A (nicht verwechseln mit Ah!). Dann brauchst Du 16 Stunden um die Akkus voll zu kriegen. Von Desulfatierung und 7-Stufen IUoU Automatik verstehen diese Lader natürlich nichts.
Im KFZ Bereich werden 100Ah Autobatterien geladen. Sowas hat Dein Blei-El auch.
Ich lade damit übrigens 12x LiFeYPo 100Ah (von Sebastian;)). Das ist kompatibel.

Zurück zu Deinem Problem: Ja wenn da gar keine 48V aus dem Netzteil kommen, dann ist es defekt! Das gibt es günstiger als drei Ladegeräte.
Aber die Frage ist: Warum ist es defekt?
Ist Feuchtigkeit/ Dreck eingedrungen und hat Korrosion verursacht? => Austauschen
Sind Bauteile losgerüttelt worden? => Reparieren oder Austauschen
Wurde das Netzteil überlastet weil es einen Kurzschluss im Ladekontroller gab? => Erst Fehlersuche, dann Reparieren und evtl. Austauschen!

Dein Fehler ist bestimmt zu finden. Die Sache ist die: Mit der oben beschriebenen Methode wärst Du schon längst wieder auf der Straße. Auch in Zukunft könntest Du die Technik schneller wieder in Gang setzen.

Grüße,

Gregor

von Fulminictus - am 12.04.2017 13:03
Es wird Zeit für das lange Wochenende.. Meine Akkus sind von Sven, nicht von Sebastian! (Welcher Sebastian?) :cheers:

von Fulminictus - am 12.04.2017 13:07
Ich habe die Sicherung kontrolliert. War auch in Ordnung. Am der Ladegerät habe ich leichte Korrussionsspuren entdeckt, und zwar in der Nähe des Stromeingangs. Ich werde mir jetzt mal eine neues Ladegerät besorgen und mir über die Feuchtigkeit Gedanken machen. Habe hier im Forum auch schon einen Thread dazu gefunden. Für die Einzellader habe ich glaube ich zu wenig Ahnung von der Materie.
Ich werde mal von dem Ergebnis berichten.
Gruß Jochen
[attachment 2277 tmp_25405-DSC_0923-1024x5761402913500.JPG]
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von Flecker EL - am 12.04.2017 22:20
Die Überlegung ist einfach folgende: Du kaufst ein neues Netzteil für 160,- € und baust es ein. Sollte der Fehler nicht im Netzteil, sondern in der angeschlossenen Ladeelektronik sein, dann geht auch das neue Netzteil kaputt.

Wenn Du drei Einzellader einsetzt, dann funktioniert das auf jeden Fall.
Was soll daran kompliziert sein? Ein Lader an eine Batterie. Wie beim Verbrenner KFZ auch.
Zu dem Thema gibt es hier im elweb soviele Threads, dass vielleicht eines der älteren Mitglieder einen passenden kennt? Der Ansatz ist so simpel, dass vermutlich niemand seinen Umbau dokumentiert hat.

Es gibt noch einen riesen Vorteil von Einzelladern bei Bleibatterien: Jede Batterie wird immer optimal voll geladen. Das ist bei Deiner aktuellen Technik nicht der Fall.

In diesen Threads wird das Thema nur am Rande angerissen (nach Einzellader suchen):
[67183441.foren.mysnip.de]
[67183441.foren.mysnip.de]
[elweb.info][]=einzellader
[www.solarmobil.net]


Grüße,

Gregor

von Fulminictus - am 13.04.2017 08:51
Vielen Dank Gregor. Ich habe halt 15 Lithium Zellen im Kofferraum verbaut und fragte mich ob ich die dann alle einzeln anklemmen muss. Und dann fände ich Stecker on Untetsitzlader stecken unkomplizierter.
Mit der vorherigen Fehlersuche hast du natürlich vollkommen Recht. Ich tippe bei mir auf Feuchtigkeit wg. der Korrosion am Gerät. Ich habe aber auch keine Ahnung wie ich das weiter eingrenzen sollte.
Danke die Threads und den Süchtig. Werde ich lesen und berücksichtigen.
Gruß Jochen

von Flecker EL - am 13.04.2017 09:36
Horst, ja du hast Recht.
im allererstem Bild kann man es ja sehr gut erkennen.
Jochen, kein Mensch lädt 15 Zellen mit 3 Einzelladern. Jede Zelle braucht mindestens 3,6V um einigermaßen voll zu werden. Da müsste ein Einzellader ja auf 18 Volt oder sogar noch höher einstellbar sein.
Also Bleiladegeräte sind für dich absolut unsinnig.
Hast du keinen erfahrenen Elektriker in der Nähe der einfach mal am Meanwell-Lader feststellen kann ob er überhaupt eingangsseitig 230V bekommt wenn du laden willst?
Ehrlich gesagt, wenn du die schwarzen Kästchen bis vor kurzem nicht identifizieren konntest wirst du den Fehler nie finden und irgendwann das Fahrzeug frustriert in die Tonne stopfen. Also hole dir Hilfe!
(Sorry, aber ich denke so deutlich musste ich jetzt mal sein)


mfG
Peter

von Peter End. - am 13.04.2017 15:54
Hallo

Der wurde bei Lithium Els manchmal ab Werk eingebaut auch im 2er Pack

Gruß

Roman

von R.M - am 13.04.2017 20:01
Hallo zusammen,

ich dachte der wäre original, da er schon verbaut war als ich mein EL gekauft habe.
Ich wohne im PLZ-Bereich 57 und würde mich freuen, wenn man den virtuellen Kontakt auch mal offline herstellen könnte. Unabhängig von diesem Problem...

LG und frohe Ostern!
Jochen

von Flecker EL - am 13.04.2017 21:30
Hallo Jochen,
der erste Stolperstein ist schon mal daß Du Deine email adresse versteckt hast.
Meine PLZ: 58566; würdest Du Deine auch noch genauer verraten?
Gruß K.-F.

von Karlfred - am 14.04.2017 09:33
[www.google.com]

von H.Hobbie - am 14.04.2017 10:05
Hallo

Zumindest bei dem Lader kann ich dir weiter helfen, die Dinger gehen gerne mal kaputt weil sie in der Strombegrenzung betrieben werden.

Ersatz gibts da [www.elpro.org]

Gruß

Roman

von R.M - am 14.04.2017 11:38
Irgendwie habe ich total verpasst, das Dein El nicht mehr mit Bleibatterien sondern mit Lithium Ionen Batterien unterwegs ist.

Lithium Ionen Akkus haben andere Zellspannungen und sind zu den KFZ Ladegeräten nicht kompatibel. Allerdings sind Li-Ionen Zellen nur über 0°C einsetzbar.

Bist Du sicher, dass Du keine LiFePo/LiFeYPo Batterien hast?

Grüße,

Gregor

von Fulminictus - am 14.04.2017 14:47
Hallo Gregor,

ich hatte den Begriff Lithium Ionen eher als Oberbegriff genutzt. Du hast natürlich Recht. Es sind LiFeYPo-Zellen: Meine Akkuzellen...
Den Lader habe ich wie gesagt schon bestellt, allerdings leider zu einem höheren Preis als bei Romans Link :-(
Meiner Signatur habe ich mal meinen Wohnort beigefügt.

LG
Jochen

von Flecker EL - am 14.04.2017 16:01
Hallo Jochen,
auf dem zweiten Bild kann man links eine Buchse mit sechs Pins bezeichnet sehen;
sieht aus als wäre dort nichts angeschlossen.
Der obere und der untere mittlere Pin muß miteinander verbunden sein, damit das Gerät startet.
Das kann aber auch im Gerät gemacht worden sein. Wenn Du ein Ohmmeter (Multimeter) hast,
könntest Du das nachmessen wenn der Netzstecker raus ist.
Wenn Du weitere Hilfe brauchst sag Bescheid; wir wohnen nur eine gute halbe Stunde auseinander.
Wenn nötig könnte ich dann auch dein Gerät mal mitnehmen und gucken ob es reparierbar ist.
Ansonsten viel Erfolg
Gruß Karlfred

von Karlfred - am 16.04.2017 10:00
Hallo

Das ist ein Großhändler mit Nettopreis.

Gruß

Roman

von R.M - am 16.04.2017 17:20
Hallo Karlfred,

ich habe die mittleren Pins mal nachgmessen, und da besteht tatsächlich keine Verbindung. Allerdings habe ich aus der Buchse nie etwas ausgesteckt, so dass ich glaube, dass sich dort nichts geändert hat.
Ich bin jetzt erstmal noch eine Woche im Urlaub und dann noch auf Fortbildung. Nach meiner Rückkehr werde ich mal das neue Ladegerät einbauen und berichten.
Vielleicht lässt sich ja auch unabhängig von der Funktionsfähigkeit meines Fahrzeugs mal ein Treffen realisieren.

VG
Jochen

von Flecker EL - am 17.04.2017 09:45
Hallo zusammen,

nach längerer Pause hatte ich endlich wieder Gelegenheit mit neuem Mut an meinen kleinen Flitzer zu gehen. Leider hat das neue Ladegerät nicht den erhofften Erfolg gebracht, dahar habe ich nochmal alle Überlegungen auf Null gestellt und von vorne angefangen.

1. Ich habe mein altes Ladegerät ausgebaut und einfach mal ganz alleine an den Strom angeschlossen. Und siehe da - der Lüfter springt an, und am Ende kommen 48V raus. Sogar noch etwas mehr, das könnte ich an einem kleinen Einstellrad aber genau auf 48V runterregeln.
2. Also bin ich dem Stromverlauf im EL nochmal von ganz vorne gefolgt und habe festgestellt, dass zwar 230V in die BMS-Ladesteuerung (BMS-Ladesteuerung) reingehen (grüne Kreise auf Fotos), aber auf den Pins die zum Ladegerät fürhen leider kein Strom mehr anliegt (rote Kreise). Das Hauptsteuergerät (Hauptsteuergerät)springt nach wie vor an und begrüßt mich freundlich, und auch das Relais im Kofferraum schaltet beim einstecken des Netzsteckers.



Mein neuer Plan wäre jetzt eine BMS-Ladesteuerung zu bestellen und es damit zu probieren. Ist das sehr außergewöhlich dass dieses Bauteil kaputt geht, oder kommt das durchaus mal vor?

Für weitere Anregungen bin ich natürlich immer dankbar...

LG
Jochen

[attachment 2298 DSC_1015.JPG]
[attachment 2299 DSC_1018.JPG]

von Flecker EL - am 03.05.2017 16:20
54.75 V, das sollte deine Ladeschlussspanng sein...
48 Volt ist die Nennspannung
da kann der Lader nicht laden.....

15 Zellen x 3,2 Volt =48 V
15 Zellen x 3,65 V pro Zelle = 54,75 V

von H.Hobbie - am 03.05.2017 16:49
Alles klar, dann brauche ich ja nicht runterregeln. Das Problem ist allerdings, dass erst gar kein Strom am Ladegerät ankommt.
LG Jochen

von Flecker EL - am 03.05.2017 16:52
Hallo

Gibt das BMS ne Fehlermeldung aus, ansonsten erst mal prüfen ob das Relais auch angesteuert wird.


Gruß

Roman

von R.M - am 03.05.2017 19:30
Hallo Jochen,

durch die Ladesteuerung fließt die Energie in die Akkus.
Dadurch erwärmen sich die Bauteile und altern.
Natürlich verursacht das Gerappel beim Fahren auch mal gerissene Leiterbahnen oder gebrochene Lötstellen. Da sich nur wenig Bauteile auf der Platine befinden, würde ich vorschlagen die Platine auszubauen und mit einem Lötkolben alle Lötstellen auf der Unterseite nachzulöten. Danach sieht man weiter.

Elektrolytkondensatoren (die großen schwarzen zylindrischen Bauteile) altern. Das tun sie besonders schnell, wenn sie große Rippelströme erhalten, wie z.B. in dem stromgesteuerten Tiefsetzsteller, wie ihn Deine Ladeschaltung darstellt. Wenn genügend (zuviel) Elektrolyt aus den Kondensator verdampft ist, sinkt seine Kapazität soweit daß die Schaltung nicht mehr funktioniert. Bei alten Geräten tausche ich die Kondensatoren generell. Die nötige Kapazität (uF) und Spannung (V) sind auf den Teilen aufgedruckt.
Ersatz bekommst Du z.B. bei Reichelt.de. Du darfst gerne Elkos mit größeren Werten einbauen.


Grüße,

Gregor

von Fulminictus - am 04.05.2017 12:26
Hallo Jochen,
Du bist doch schon ganz nah dran: wenn VOR dem Relais Spannung anliegt, aber HINTER dem Relais nicht mehr, wird entweder
- das Relais nicht angesteuert oder
- die Leiterbahnen oder Lötstellen sind defekt oder
- das Relais ist defekt
Das sollte doch nun auch ohne neues BMS Steuerteil zu lokalisieren sein?! (Ich tippe ja auf Letzteres)
Viele Grüße und viel Erfolg, Lars

von laase - am 09.05.2017 18:54
Hallo zusammen,

es ehrt mich, wenn ihr mir soviel zutraut, aber ich habe nichtmal einen Lötkolben ;-) (gut, da würde ich schon drankommen :-)).
Die Platine hatte ich auch schon ausgebaut und geschaut, ob eine Lötstelle locker ist, das war aber nicht der Fall.
Die Steuereinheit wirft übrigens keinen Fehler aus, wobei ich nicht weiß, wie ich prüfen sollte ob das Relais auch angesteuert wird.
Ich finde das ganze Projekt sehr spannend und habe bereits einiges gelernt (z.B. das Wort "Elektrolytkondensator") und lerne bestimmt noch weiter. Vielleicht bestelle ich mir die Bauteile auch mal und gebe mich mal ans löten. Im besten Fall habe ich dann ein funktionierendes Ersatzteil.
Ich habe nämllich mittlerweile eine neue Ladesteuerung hier liegen.
Frage: Kann ich die jetzt einfach einbauen und hoffen, oder muss ich irgendwie die Akkus neu "anlernen" (habe ich als Funktion im Hauptsteuergerät gelesen)?
Ich hoffe wirklich, ich befinde mich endlich auf der Zielgeraden. Mein EL würde gerne das gute Wetter nutzen.

LG
Jochen

von Flecker EL - am 10.05.2017 05:16
hy jochen,
zur relais-prüfung,
hast du ein multimeter??
das relais hat normalerweise 4 kontakte,
2 sind für die relaisfunktion (ansteuerung)
2 sind für den schaltvorgang, (wenn relais anzieht = durchgang, wenn relais aus = kein durchgang)
die beiden für die ansteuerung haben wenn du mit dem multi draufhällst, irgendeinen Ohm durchgang, (weil ja der strom durch die spule fließt) die beiden andern NICHT
wenn du soweit bist, die ansteuerung identifiziert zu haben,
kannst du an diese kontakte mal eine spannug anlegen und hören ob es klickt...
dann sehen wir weiter
bye wolle
der am anfang auch erst lernen mußte was
strom spannug watt und volt mit ampere zu tun haben:rolleyes:

von wolfgang dwuzet - am 10.05.2017 11:03
ES FUNKTIONIERT WIEDER!!!!

Nach dem Einbau der neuen Ladesteuerung hängt mein EL gerade am Strom und lädt seine Akkus wieder auf. Die größte Baustelle ist geschlossen.
Jetzt kann ich mich als nächstes auf die Suche nach dem Grund der sehr lauten Knack-/Klackgeräusche insbesondere bei Kurvenfahrten machen. Dazu habe ich aber auch schon ein paar hilfreiche Threads gefunden die ich jetzt mal genauer durcharbeiten werde.

Vielen Dank euch allen für die zahl- und hilfreichen Hinweise, Tipps, Ermunterungen...

Ihr seid spitze!

LG
Jochen

von Flecker EL - am 10.05.2017 17:33
Hallo

Wenn du die defekte Ladesteuerung noch hast ich wäre interessiert.

Gruß

Roman

von R.M - am 10.05.2017 19:53
Hi Wolle,
er muß die Spannung aber richtigrum auf die Relaisspule geben, solange das Relais auf der Platine sitzt. Sonst Freilaufdiode und evtl noch mehr kaputt ...
Für Jochen: neben dem Relais muß sich eine Diode befinden. Diese überbrückt die Relaisspule bzw die "Ansteuerung", wie Wolle es nannte. Bei der Ohmmessung mit dem Multimeter stört die nicht. Du solltest dort irgendwas zwischen 80 und 300 Ohm messen. Dann ist die Spule in Ordnung. Wenn Du für die Funktionsprüfung des Relais nun Spannung anlegen willst, dann mußt Du zuerst wissen, wieviel (steht auf dem Relais, ich schätze mal 12V) und wie rum. An die Kathode der Diode (da ist bei runden Plastikgehäusen ein weißer Ring am Ende zu sehen) kommt Plus, an die andere Seite (da sind nur Zahlen oder Schrift) kommt Minus. Verwende bei 12V Relais am besten keine Autobatterie, Ladegerät o.ä., sondern eine frische 9V Batterie. Das reicht und "schont" den Rest, falls doch mal was schiefgeht.
Wenn es klickt beim Anschließen, ist das schonmal gut. Miß dann mal während des klickens die andere beiden Kontakte auf Durchgang ("Piepen"). Wenn es beim Anlegen des 9V blocks klickt und dann hinten dein Multimeter piept, ist das Relais wahrscheinlich in Ordnung. Wenn nicht, hast Du den Schuldigen.
Viele Grüße, Lars

von laase - am 10.05.2017 20:37
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