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Passivhausnetz Forum
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
HALLERDACH, Frank Biermann

Form der Dachdämmung

Startbeitrag von Frank Biermann am 20.01.2010 18:21

Hallo zusammen,

ich habe für mein, sich im Bau befindliches Passivhau zwei Varianten für die Dämmung des Satteldachs vorgschlagen bekommen (Auf- und Zwischensparrendämmung).

1. Die Dachflächen jeweils bis zu den Kehlbalken und dann weiter auf dem Boden in Dachspitz.
Vorteil:Man kann güstigen Dämmstoff auf dem Boden in Dachspitz ausrollen und von unten OSB-Platten nehmen. Kleinere Außenfläche und Raumvolumen als 2.
Nachteil: Mögl. Wärmebrücken in durchlaufenden Sparren

2. Die Dachflächen von der Fußpfette durchgehend bis zum First.
Vorteil: Die Holzkonstruktion ist fast vollständig gegen Kälte und Hitze geschützt und die Isolierung ist durchgehend verlegt, dadurch keine Wärmebrücken.
Nachteil: Etwas größere Außenfläche und Raumvolumen. Höhere Kosten für mehr Aufdachdämmung. Aufwändigere Verlegung der Dampfbremsfolie innen.

Fallen euch noch gewichtige Argumente eine, die für oder gegen eine der Möglichkeiten sprechen?

Gruß
Frank

Antworten:

Leider finde ich Ihren Beitrag erst heute - dennoch für Sie und jeden Interessierten:

Beide Lösungen sind nicht zu empfehlen, weil beide Lösungen Wärmebrücken bilden und erhebliche Probleme bereiten bei der Ausbildung der Luftdichtebene an Pfette, Kehlbalken und Dachüberstand, Traufe usw.

Immer "ragen" die im Innern des Hauses im warmen Bereich beheizten Sparren nach draußen und bilden dort - bei Thermografie sichtbar - rote Finger. Ebenso ergeben sich erhebliche Zusatzkosten für den weiteren Ausbau innen mit Unterkonstruktionen, mit Folien und Zusatzdäömmung (reduziert Wärmebrücken) usw.

So wird Dämmung unwirtschaftlich allein aufgrund der extrem hohen Lohnkosten und erforderlichen Zusatzleitungen.

Deutlich einfacher und besser und zugleich kostenreduziert ist die Variante 3.
Grunddämmung im Gefach und dazu Vollflächendämmung innen, unter dem Bauholz.
Damit werden Wärmebrücken vermieden, die Sparrenköpfe bilden keine Durchstoßpunkite und stören damit NICHT die Luftdichtebene.

Es gibt fertige Dämm-Verbund - Systemplatten, die innen zugleich die erforderlichen sd-Werte und die Luftdichtebene und ebenso auch die Unterkonstruktion mit Zusatzdämmung ersetzen.
Sie erzielen alle U-Werte bis < 0,10 oder mit Systemträger sogar bis < 0,06.

Der Clou:
Sogar die Gipskarton-Schalung und damit der fertige Innenausbau ist enthalten.
So werden Arerbeitsschritte und die üblichen Fehlerquellen vermieden und Teit und Kosten und Risiko eingespart..

Diese Variante kann nach Belieben bis zum First oder auch in der obersten Decke geführt werden. So kann entweder das große Volumen oder auch die reduzierte Ausbaufläche realisiert werden.
Wichtig: Der Einbau ist extrem vereinfacht bei garantiertem Ergebnis.

Bei Fragen finden Sie mich (oder das System "COMPACT" unter meinem Namen. Google sei Dank .

von HALLERDACH - am 13.10.2014 14:28
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