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der-Drugstore
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Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Sabine (hinky), Wenzel, Sabine Henke-Werner

Nochmal zu Parkinson und Ritalin

Startbeitrag von Sabine Henke-Werner am 16.03.2002 16:25

Ich habe da ein paar ganz interessante Links zu diesem Thema gefunden (leider alle in Englisch) - man könnte fast auf die Idee kommen, dass da wer irgendwo irgendwas abgekupfert hat:

Methylphenidate ( Ritalin ), Depression and Parkinson's disease (Von 1989!!!)

Bitte auch den Links auf dieser Seite folgen!

Antworten:

Hallo Sabine,

ich bin mir nicht sicher, wie ich diese Webseiten beurteilen soll. Recherche ergab, dass alle Domains der gleichen Person in Großbritannien gehören.

Zum Inhalt des Links: ich meine hier zu lesen, dass es um Parkinson zum einen, Depressionen zum anderen geht, und man vier Versuchsgruppen mit jeweils etwas mehr als 10 Personen zusammengestellt hat, jede mit einer anderen Kombination von beiden Erkrankungen. Die Reaktion auf intravenöse Gaben von Methylphenidat wurde getestet (placebo-konrolliert, doppelblind). Parkinsonpatienten mit schweren Depressionen hatten eine starke euphorische Reaktion, im Gegensatz zu den anderen drei Gruppen. Euphorie durch Stimulanzien hängt von den Dopamin-Synapsen ab, die man im limbischen System vermutet. Schlussfolgerung: Defekte dieses Systems haben Parkinsonpatienten zu Depressionen disponiert. (Übersetzung frei Hand ohne Wörterbuch und erst recht ohne Gewähr)
Parkinson ist mometan noch ein Thema, das mich recht wenig berührt. Hüther wäre wahrscheinlich nicht sehr erfreut darüber.

Aber die weiterführenden Links sind interessanter.
http://www.biopsychiatry.com/adhd.htm - Wirkung von MPh, Pemolin und anderen Medikamenten bei erwachsenen ADHSlern
http://www.biopsychiatry.com/methcomp.htm - Vergleich von Kokain und MPh, interessantes Ergebnis: beide werden sehr schnell aufgenommen, aber MPH wird wesentlich langsamer abgebaut. Sie schreiben leider nicht, wie die Stimulanzien zugeführt wurden, außerdem wurde nur eine von 11 Personen mit Kokain behandelt. Das wäre bestenfalls ein hinweisendes Ergebnis, aber nicht abgesichert (ähnlich wie die 5 Ratten).
Die anderen Links gucke ich mir später an.

Liebe Grüße,
Sabine

von Sabine (hinky) - am 16.03.2002 20:57
pD9E3D16A.dip.t-dialin.net

Internet: h t t p : / / w w w . b a r b a r a - s i m o n s o h n . d e

E-Mail: b a s i m @ b a r b a r a - s i m o n s o h n .d e

Achtung! Wichtiger Rundbrief für alle AFA-Algen-Interessierten!

Ab heute darf Dr. Stollhoff im Internet nicht mehr behaupten, die AFA-Algen seien gefährlich für die Leber und das Gehirn, bei Strafandrohung von DM 25.000,- . Einer der AFA-Algen-Anbieter hat dies vor Gericht bewirkt. Sie werden also nichts „Afa-algen-feindliches“ mehr von Dr. Stollhoff in der Öffentlichkeit finden! Zur Erinnerung: Dr. Stollhof gehört zur Praxis Lagenstein und ist bundesweit als ritalinfreundlich bekannt. Sie gibt Vorträge an Hamburger Schulen.

Wer den „Stern“-Artikel gelesen hat: Die Anbieter bemühen sich, eine Gegendarstellung zu erwirken. Die AFA-Alge wurde als gesundheitsgefährlich dargestellt, was jeder Grundlage entbehrt. Die AFA-Alge produziert überhaupt keine Toxine und ist wahrscheinlich das gesündeste Lebensmittel der Welt!

Ein toller Buchtipp: „Es geht auch ohne Ritalin“ von Judyth Reichenberg-Ullman und Robert Ullman, Michaels-Verlag. Dr. Chapman, USA: „ Bevor Sie Ihrem Kind Stimulanzien geben, lesen Sie dieses Buch.“ Der erste Teil beschreibt die Nebenwirkungen von Ritalin. Der zweite geht auf die Möglichkeiten der Klassischen Homöopathie ein, Kindern individuell zu helfen, mit beeindruckenden Fallbeispielen. Wenn man dieses Buch liest, fragt man sich, wie man so phantasielos sein kann, Kindern Ritalin zu verschreiben. Was ist daran individuell? Was ist daran ursächlich? Was ist daran ganzheitlich? Und es gibt noch nicht einmal positive Langzeitwirkungen!Jedes Kind ist einzigartig!


Hier ein Zitat aus dem Buch, von einem Schüler der Columbia High School in Littleton, Colorado:


Urheberrechtsverletzung


Herzliche Grüße, Ihre Barbara Simonsohn

Diese Zeilen gingen an alle Naturkostläden in Deutschland. Keiner wurde, wie der Text vorgibt, vorher angerufen:

WARNUNG VOR AFA-ALGEN

Die blau-grünen AFA-Algen können zu hepato- und neurotoxischen Schädigungen führen.

Seit einigen Monaten wird als alternative Therapie für chronische Erkrankungen wie ADHS der Verzehr von AFA-Algen angepriesen. Es gibt keine Studie, die eine Wirksamkeit dieser "Therapie" belegt. Eine günstige Wirkung ist auch rational nicht zu erwarten.
Hingegen ist jetzt eine Warnung des kanadischen Gesundheitsministeriums über mögliche Schädigungen veröffentlicht worden (http://www.hc-sc.gc.ca/ehp/ehd/catalogue/general/iyh/algea.htm):
Die aus den kanadischen Seen gewonnenen AFA-Algen gehören zu den Cyanobakterien, die das Toxin Mikrocystin bilden. Dieses akkumuliert in der Leber und im Nervensystem und wirkt hepato- und neurotoxisch. Vor allen für Kinder können lebensbedrohliche Situationen entstehen. Das Mikrocystotoxin konnte an Hand von Stichprobenuntersuchungen im Labor der Universität von Alberta in diversen Produkten der Blau-grünen Alge in toxischer Dosis isoliert werden.
Das kanadische Gesundheitsministerium empfiehlt daher, den Nahrungszusatz "AFA-Algen" zu meiden. Die unerwünschten Wirkungen reichen von gastrointestinalen Symptomen (Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe), Ikterus und Apathie bis hin zum Leberausfallkoma. Die neurogenen Schäden äußern sich in einer Polyneuropathie.

In ihrem Buch "Heilkraft der AFA-Algen" schreibt Frau Simonsohn: "Als Nebenwirkungen können Blähungen, Durchfall und Übelkeit auftreten. Dies ist ein Zeichen von der reinigenden Wirkung der AFA-Alge, der Königin der Wildpflanzen, die in ihrer Heilkraft der Muttermilch entspricht". Frau Simonsohn hat sichtlich nicht begriffen, was eine Alge ist, nämlich ein Zwischenstadium zwischen prokaryontem und eukaryontem Zustand. Und sie deutet die Anzeichen einer Hepatotoxizität als eine positive purgative Wirkung der AFA-Alge. Auch ist die Analogie zur Muttermilch weder vom biophysikalischen und vom biochemischen Standpunkt aus haltbar.
Wir raten, sich der Empfehlung des kanadischen Gesundheitsministeriums anzuschließen und die AFA- Alge vom Speisezettel zu streichen, auch im Hinblick auf ihre Unwirksamkeit, was die ADHS- Therapie betrifft.

Dr. med. K. Stollhoff
Neuropädiaterin
Arbeitsgemeinschaft ADHS


E-mail: kontakt@AG-ADHS.de


Urheberrechtsverletzung


Aktuelle Informationen

Unsere Verbandszeitschrift "die AKZENTE", Nr. 53, ist erschienen!
"die AKZENTE" vermittelt fortlaufend Hintergrundwissen, gibt Erfahrungen weiter, regt zur Diskussion an und verfolgt hartnäckig die Ursachensuche.
Aus dem Mitteilungsblatt eines Selbsthilfeverbandes hat sich über die Jahre eine gestandene Zeitschrift entwickelt.

Warnung!
Als angebliche gesunde Alternative zur Medikation bei ADD wird z.Z. auch in Deutschland die BLUEGREEN Uralge (AFA) angeboten.

Mit geradezu marktschreierischen Werbeversprechen suggerieren die Anbieter, dass es sich bei den angebotenen Algenprodukten um nebenwirkungsfreie, völlig ungefährliche, aber trotzdem gleichwertige Alternativen zur Medikation handle.

Tatsächlich ist aber bereits seit Jahren bekannt, dass derartige Produkte oft mit Giftstoffen belastet sind, die leberschädigend sind und deren gesundheitsschädliche Auswirkungen besonders bei kleinen Kindern fatal sein können.


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Urheberrechtsverletzung


von Wenzel - am 18.03.2002 00:09
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