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vor 12 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
ErichW, Sabine (hinky), Der Hofnarr, Christian, sherita, keepi, Nita, jochen bantz, Mitglied eines Bundesverbands

Wir tun was! Wer hilft mit?

Startbeitrag von Mitglied eines Bundesverbands am 21.08.2005 14:12

Hallo zusammen.

Ja, meine Frage oben ist ernst gemeint, denn wenn ich so überlege, wieviele ADHS-Betroffene es in Deutschland gibt und wieviele davon in einem Bundesverband engagiert sind, werde ich doch sehr nachdenklich.

Wir haben in Deutschland derzeit 82,5 Mio. Einwohner. Gehen wir davon aus, daß ca. 5% davon ADHS-betroffen sind, so wären das (abgerundet) etwa 4 Millionen ADHSler. Eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Betroffenen und auch Nicht-Betroffenen fordern tagtäglich, daß die Verbände sich doch für die Belange der ADler einsetzen sollen.

Ich habe mir dann auch schon das ein oder andere Mal die Frage erlaubt, in welchen Verband der Fordernde sich engagiert und habe die Antwort bekommen: "In gar keinem." Die Anzahl der Begründungen, weshalb derjenige sich nun gerade jetzt nicht in der Lage ist, einem Verband beizutreten, war beeindruckend...auf den ersten Blick.

Wenn man aber genau überlegt, so ist es meiner Ansicht nach beschämend, daß ein Land, in dem ca. 4 Millionen ADHSler leben, sich nur eine kleine Anzahl, nämlich knapp 5000 (in % sind das lächerliche 0,12) für die Belange der Betroffenen einsetzt. Der Rest fordert nur, ohne selbst einen Beitrag leisten zu wollen.

Was will ich eigentlich mit diesem Posting erreichen? Ich will all diejenigen, die der Meinung sind, daß die Verbände etwas tun sollten, auffordern, einem Verband beizutreten. Je mehr Mitglieder die Verbände haben, desto schlagkräftiger sind sie.

Aber die Verbände brauchen nicht nur zahlende Mitglieder, sie brauchen auch Leute, die sich ehrenamtlich engagieren, die einen Teil ihrer Freizeit in den Diest der ADHS-Selbsthilfe stellen.

Wenn Sie also das nächste Mal hören, daß jemand die Verbände auffordert, etwas zu tun, fragen sie ihn, ob er auch selbst bereit ist, etwas zu tun.

Ach ja: Sind Sie auch bereit, etwas zu tun? Ja? Dann treten Sie einem Verband bei. Es gibt 3 davon: Suchen Sie sich einfach einen aus.

www.adsev.de
www.bv-ah.de
www.bv-auek.de

Liebe Grüße
Ein Mitglied und Freund der BVs

Sollte der Webmaster der Meinung sein, daß ich mich hier im Ton vergriffen habe, so bitte ich um Entschuldigung.

Antworten:

Nur 5000 Mitglieder in den BVs, das überrascht mich jetzt doch ein wenig. Ich hatte mit mehr gerechnet.

Meine Antwort, warum ich mit den Bundesverbänden bislang so meine Schwierigkeiten hatte, steht (schon viel zu lange) hier: http://www.ads-journal.de. Es ist nur ein spontan entstandenes Essay, aber es widerspiegelt immer noch meine heutige Meinung.

Ich würde wohl gerne mit BVs zusammenarbeiten, aber, wie man so sagt, auf Augenhöhe. Und viel wichtiger als die BVs wäre mir, die 'frei fluktuierende' ADSler-Szene in eine gemeinsame 'Bewegung' integriert zu sehen. Aber das würde, und da bleibe ich bei meiner seinerzeitigen Einschätzung, eine gewisse Relativierung der Bedeutung der BVs bedeuten. Und ich bezweifle einfach, dass die BVs das akzeptieren könnten.

Wer es gerne mal praktisch durchdenken möchte, gehe z.B. einfach mal zu Addwildcat oder zu Tokol. Was da an Initiative und Engagement versammelt ist (und es sind nur zwei Adressen von vielen) kann sich m.E. an den BVs durchaus messen lassen. Ich bezweifle allerdings, dass kreative Köpfe dieser Art zu den BVs kompatibel sind.

FG Erich

PS Ich tu übrigens auch was ;-)

von ErichW - am 22.08.2005 15:21
Zitat

PS Ich tu übrigens auch was

Darf ich fragen, in welchem Verband?

Lieber Erich, ich habe dein Essay gelesen und ich kann nur sagen, wenn die Bundesverbände (es sind tatsächlich 3, die bundesweit Selbsthilfegruppen unterstützen) wenig Mitglieder haben, dann hat ihre Stimme auch wenig Gewicht.

Du lobst Tokol und Wildcat, die außerhalb der Verbände ihre eigene Initiative durchziehen. Ich will mal dagegenhalten mit Dagmar, die mir ihren Frankfurter Grupen und ihren Webseiten als Mitglied des BV-AH noch erheblich mehr erreicht hat. Es ist also gut möglich, im Rahmen eines Verbandes zu wirken und mitzuwirken. Wildcat oder Jochen müssten nur einem der Verbände beitreten.

Kontinuität ist auch in der Selbsthilfearbeit ein wichtiger Faktor, und daran fehlt es neu entstandenen Initiativen natürlicherweise erstmal. Daher kann ich die Zurückhaltung der Verbände verstehen, denn Strohfeuer schaden dem Image. Ich will jetzt nicht aufzählen, wieviele Initiativen ich in den letzten 10 Jahren habe kommen und wieder verschwinden sehen, aber es waren etliche.

Und man darf auch nicht übersehen, dass die Bundesverbände nicht in erster Linie eine Webpräsenz unterstützen sondern ein Netz von Selbsthilfegruppen vor Ort, denn auch heute hat noch nicht jeder einen Computer. Die Arbeit der Bundesverbände besteht in der Fortbildung der Gruppenleiter, in der Starthilfe bei neugegründeten Gruppen, in der praktischen Unterstützung beim Einfordern der Krankenkassengelder, die den Gruppen per Gesetz zustehen, aber dennoch gerne "gespart" werden. Dazu kommt, wenn noch Zeit ist, die politische Arbeit, Pressekontakte und die Lobbyarbeit. Tun Wildcat und Tokol das auch alles?

Am Geld kann es doch eigentlich nicht liegen, so teuer ist doch der Mitgliedsbeitrag nicht (3-4 Euro im Monat). Und die Mitglieder bekommen dafür doch auch etwas (aktuelle Publikationen).

Was meinst du eigentlich mit Zusammenarbeit "auf Augenhöhe"?

Mir ist bekannt, dass die meisten ADHSler Alpha-Tiere sind und es ihnen schwer fällt, sich in ein System einzuordnen. Viele sind wohl geborene Einzelkämpfer. Gut, aber dann soll sich niemand von denen hinstellen und von der Verbänden etwas fordern, wenn er nicht bereit ist, mindestens mit seiner Mitgliedschaft dort mitzuwirken.

Das meint Sabine

von Sabine (hinky) - am 22.08.2005 17:42
Hallo Sabine,

ich tu was, aber ohne Verband. Und ich vermisse nichts dabei ;-).

Wenn ich ein überzeugtes Verbandsmitglied wäre, würde ich mich allerdings fragen, warum die Verbände ganz offensichtlich für so wenige Betroffene attraktiv sind.

Für mich (eigentlich müsste ich besser von uns sprechen, denn das ist ja nicht meine alleinige Entscheidung) ist das relativ einfach zu beantworten. Ich versuche das mal vorsichtig und allgemein auszudrücken.

1. Die Kontakte zu und Informationen über die BVs bzw. ihre Mitglieder waren, bis auf eine Ausnahme, nicht sehr einladend.

2. Die BVs vertreten nicht meine Interessen, ich finde mein 'Weltbild' dort nicht repräsentiert. Ich denke, dass ist auch der Grund, warum sich von 'unseren' Erwachsenen niemand für die Verbände interessiert.

Was auch immer mir sonst noch einfällt, ich komme immer wieder auf die gleichen Punkte zurück, die ich auch schon in meinem Essay angesprochen habe. Die BVs repräsentieren einfach nicht mehr den 'Mainstream'. Ich bin dort nicht 'zuhause'.

Mehr kann ich dir leider im Moment nicht dazu sagen. Dsa Thema ist ebenso wichtig wie schwierig. Und da ich mich mit dem Schreiben etwas schwer tue, bitte ich dich, dies einfach als Meinungsäußerung stehen zu lassen.

FG Erich

von ErichW - am 23.08.2005 10:08
Hallo zusammen,

also ich tu auch was, und ich bin auch seit Juli Mitglied im BVAÜK.
Aber ich muß es direkt dazu sagen : Eigentlich gegen meine „innerere Überzeugung“. Hauptbeweggrund der Mitgliedschaft war einfach die Tatsache, das es aus rein praktischen Erwägungen nicht sinnvoll erscheint, eine SHG zu gründen und zu betreiben, ohne die „Rückendeckung“ eines BV zu haben.
So gibt der BV z.B. wertvolle Tipps und Hilfen, um sich zu finanzieren, gibt Antwort auf rechtliche oder behördliche Fragen, vermittelt Referenten, usw. Somit ist er als eine Art übergeordneter Informationsstelle „unverzichtbar“. So weit, so gut.

Mein „Problem“ ist jedoch die z.T. mangelnde Transparenz und die unstrukturiert und paradox anmutende Organisation des BVs. So bin ich z.B. mit meiner (noch in Gründung befindlichen) SHG zwar als örtlicher „Repräsentant“ des BV geführt, die SHG selbst ist jedoch nicht Teil des BV und kann so auch nicht von den Vorteilen eines „eingetragenen Vereins“ profitieren. Hierzu müsste ich dann mit meiner SHG einen eigenen Verein gründen. Wie gesagt – für mich ein wenig paradox...

Hinzu kommen meine Vorbehalte gegenüber der ganzen „Vereinsmeierei“ :
Es scheint mir ein „typisch deutsches“ Phänomen zu sein, sobald sich drei oder vier Leute mit gleichen Interessen oder Bedürfnissen treffen, wird mehr oder weniger sofort ein Verein, ein Club oder ein Verband gegründet. Nicht das ich dieses grundsätzlich ablehnen würde, was mich daran stört ist mehr die Tatsache, das man sich vorher nicht genügend informiert hat : Gibt es so etwas eventuell schon, wenn ja - wie werden dort meine Interessen vertreten, was macht der Verein generell, wie stellt er sich dar, etc. pp.
Und selbst wenn diese Fragen geklärt sind, wird das Rad dann immer wieder neu erfunden, weil man der Meinung ist, nur „sein“ Verein kann das alles leisten was man erwartet und einfordern möchte und sowieso ist der neue Verein dann ja auch viiieeelll besser und schöner und generell und überhaupt...

Wenn Sabine sinngemäß schreibt, der „ADSler als solcher“ wäre eher als Einzelkämpfer oder Alpha-Tier bekannt so ist das richtig und erklärt auch – zumindest teilweise - den im Eingangsposting kritisierten Zustand. Auch ich kämpfe lieber für mich allein, „als mit den Wölfen zu heulen“.
Nur : Wenn es bei den „Normalos“ schon nicht viel anders abläuft (s.o.) – Warum sollte es bei uns ADSlern dann besser sein. Hinzu kommt ggf. auch noch eine mehr oder weniger große Hemmschwelle sich einer Gruppe anzuschließen und offen "seine ADS" zu bekennen, die erstmal überwunden werden muß.

Die Rechnung, die das „Mitglied eines BVs“ in seinem Posting aufmacht, ist doch auch nur ein theoretischer Wert. Interessanter wäre die Frage, wie hoch ist die Zahl der diagnostizierten ADHS-Patienten und wie viele oder besser - wie wenige sind in einem BV oder auch nur in einer SHG mehr oder weniger organisiert ?

Immerhin gibt es seitens der einzelnen BVs die Bestrebung miteinander zu fusionieren. Nach dem was man so liest und hört, soll es schon in kommenden Jahr soweit sein. Es sind wohl nur noch einige Detailfragen zu klären. Aber auch hier hört man auch nicht nur positive Stimmen aus den Vorständen der einzelnen BVs. Man munkelt sogar, man könne sich eben nicht auf die gemeinsam zu vertretenden Zielrichtungen einigen...

Wie dem auch immer sei, ich meine, die Arbeit der BVs kann gar nicht genügend herausstellen und gewürdigt werden. Wobei es gar nicht mal so sehr die BVs als Gesamtheit sind, die die eigentliche Arbeit leisten. Es sind die vielen kleinen Gruppen oder auch Einzelpersonen, welche direkt und vor Ort – quasi am Patienten selbst – die Arbeit leisten. Hier wird aufgeklärt und geholfen. Sei es in Form einer SHG oder in Form von direkter, konkreter Hilfe im individuellen Einzelfall. Und das ist es, was meiner Meinung nach für den einzelnen Betroffenen von wesentlich höherem Interesse sein dürfte, als die Lobbyarbeit eines noch so großen und „mächtigen“ BVs.

Im Übrigen meine ich festgestellt zu haben, daß die BVs sich einer breiteren Öffentlichkeit immer nur dann präsentieren, wenn mal wieder irgend ein TV-Magazin negativ über ADHS berichtet. Was dann folgt, sind sehr schnell abgebrannte Strohfeuer und „gemeinsame Erklärungen“. Eine kontinuerliche, wahrnehmbare Öffentlichkeitsarbeit findet nur gering bis gar nicht statt. Hier sind Organisationen wie z.B. „Das Blaue Kreuz“ oder Stiftungen wie die von Frau Kohl für ZNS-geschädigte Menschen wesentlich präsenter und haben einen größeren Bekanntheitsgrad. Die BVs findet eigentlich nur der interessierte Betroffene durch eine entsprechende Suche im WWW.
Woher soll man also wissen, daß es sie gibt ? Hier sind die BVs eigentlich selber schuld, das sie sowenig Mitglieder haben...

In diesem Sinne, liebe Grüße an Alle.

Der Hofnarr



von Der Hofnarr - am 26.08.2005 14:31

@Erich

Schöner Artikel Erich, nur eines sollte m.E. korrigiert werden. Nur halte ich es für ein Gerücht das die BVs ADHS-Kenntnisse in die (um ein Beispiel zu nennen) Schulen gebracht haben.

Meine schlechten und guten (

von Christian - am 27.08.2005 13:41
Ich habe jetzt lange überlegt ob ich darauf antworten soll. Ich mache es jetzt trotzdem. Vorsausgeschickt sei, das es nicht speziell gegen dich (hinky) und schon gar nicht ein feldzug gegen die ADHS-Verbände sein soll. Es sind nur einige Richtigstellungen und Gedanken zu diesem Thread.


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Darf ich fragen warum sozial-engagierte Menschen immer gleich in einem Verein tätig sein müssen? Ich bin in keinem Verein Tätig, aber meine Arbeit kann sich trotzdem sehen lassen. Ich will mich nicht selbst loben, aber ein Verein geht nicht mit zum Jugendamt, Schule, Kiga, Soz.-Amt wenn alles „in Flammen“ steht. Ich – ohne Verein – schon.

Ein Verein mit wenig Mitgliedern hat wenig Gewicht? Sei mir bitte nicht böse, aber die drei großen ADHS-Verbände sind da selbst Schuld. Ich möchte meinen, das sie längst die Kriterien erfüllen, um freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu werden. Und die müssen gehört werden (ich erinnere daran, als der BV AH sich aufgeregt hat, als der §35a SGB8 geändert wurde, als freier Träger hätte er was ausrichten können – die Frage ist ob er eigentlich wirklich will .....). Allerdings bedeutet dies natürlich, das der Verein nicht nur meckert, sondern adäquate Lösungen anbietet und tatsächlich Familien und Kinder unterstützt. Das dürfte auch das Kriterium sein, was die drei nicht vorweisen können. Selbst Schuld kann ich da nur sagen. Denn das Kapital ist dafür da, lässt sich leicht hochrechnen was die verbände haben müssen.

Und Informationen verteile ich kostenlos über das Internet – zu jeder Tages und Nachtzeit. Du meinst also „heute hat noch nicht jeder einen PC“? hinky, das Internet ist mittlerweile zu der Informationsquelle Nr. 1 geworden. Jeder hat heutzutage einen PC mit Internetanschluss, oder kennt mindestens 2 Menschen wo er das haben kann, wenn er will.
Um also an Informationen zu gelangen, muss ich in keinem Verein sein. Und, das sei angemerkt, beantwortet der Verein Fragen – insbesondere speziellen Fragen – mit dem Verweis, man möge dieses oder jenes Buch kaufen. Diese (noch?) gängige Praxis hat keine Zukunft. Hier bereichert sich ein Verein an dem eh schon zahlenden Mitglied.

Entschuldige, aber Dagmar ist mit den paar Usern ein einziger Witz im Verhältnis zu dem was Wildcat
auf die Beine gestellt hat.
Und dabei sei bemerkt, das die Verbände selbst jeder neuen Institution an den Karren fahren. Sie gehen sogar soweit, das sie echt pissig werden, wenn mal eine SHG sich nicht den Verbänden anschließen will. Und noch ekliger werden sie, wenn dann auch noch einer ins Spiel kommt, der die passende Domain reserviert und der Gruppe einen Webauftritt ermöglicht (ihr merkt es, ein Beispiel aus der Praxis – ich habe das erlebt und kanns natürlich beweisen).
Und Tokol? Vor 9 Monaten habe auch ich gesagt „Der lebt net lang.“ Heute ist das aber schon ein e.V. Ein Irrtum meinerseits also. Und ich darf mit ruhigem Gewissen behaupten, das ich neben anderen einer der größten Kritiker war. Aber der Erfolg Tokols ist nicht zu leugnen. Und da tut sich weit mehr und interessanteres als bei Dagmar.
Und Dagmars Seiten? Sorry, aber die Artikel sind Steinalt und überall steht das gleiche drin. Vergleiche mal ihren Informationsgehalt mit den meinigen ........ und dann sei ehrlich zu dir selbst. Von der Informationsflut in Cats und Tokols Foren könnte das höchstens getoppt werden .......... aber sicher net annähernd von Dagmar. So engaggiert sie auch sein mag, aber ........ sorry. Anbei sei erwähnt, das Cat das wohl mit Sicherheit größte ADHS-Selbsthilfe-Forum ist, bei der keine juristische Person dahinter steht. Das muss erst mal einer nachmachen – aber BVs können so was nicht akzeptieren L
Hinky, du sagst die Verbände wollen Kontinuität sehen ....... Cat gibt’s schon 4 Jahre, mich ca. ebenso lang *nachrechne*. Und mal ehrlich, wenn Cat Mitglied im BV wird, dann ist Cat eines von X-Mitgliedern. Aber die Seite von ihr gehört deshalb nicht zwangsläufig zum BV. Sie kam so weit ohne den BV – sehr viel weiter als mit. Sorry, aber das ist so (gleiches gilt dummerweise auch für mich).

Lobbyarbeit? Politisch involviert? Da lacht nicht nur der Hühnerstall, da lacht der Hühnerhof. Wenn der BV so engagiert ist auf dieser Ebene, warum kriegt das keiner mit? Oder hat der BV sich schon in der Bürokratie verloren?
Ich finde der BV ist sehr realitätsfremd, denn nur weil eine Frau Caspers-Merk gerafft hat was Sache ist, hilft das dem 9-Jährigen Tobias nicht bei dem Streß mit einem inkompetenten Lehrer. Aber Cat (oder ich) greifen den Lehrer und Tobias geht wieder gern zur Schule. Der BV hat vergessen wie schön es ist, ein Kind wieder lachen zu sehen. Und es wird Zeit das er sich an seine Anfänge und Wurzeln besinnt. Und er muss seine Satzung lesen, besonders den Part, in dem der Zweck des Verbands beschrieben wird.

Die Verbände unterstützen die Gruppen vor Ort? Bitte wo? Und womit? Und ich kenne ziemlich viele Gruppen in Bayern und Schleswig-Holstein. Durch Schulungen der Gruppenleitungen? Meinst Du vielleicht das? Aber das meinst Du wohl eher nicht, weil die Leitungen ja zahlen müssen das sie kommen können. Informationen kriegste keine – höchstens beim AÜK durch deren Verbandszeitschrift „die Akzente“ (der eine oder andere kennt die bestimmt) – wo ist also die Unterstützung in der Praxis?

Beispiel:
Eine Gruppe wollte sich als Regionalgruppe dem BV A-H anschließen. Dazu hätten sie min. 10 Mitglieder in der Gruppe gebraucht. 10x35,-¤=350,-¤ Mitgliedskosten (Du rechnest mit, ja?) Die haben aber keine Raummiete, weil das die Stadt zahlt ....... Kopierkosten haben die auch net, weil auch das zahlt die Stadt. Eine Bürokraft oder Telefondienst brauchen die net, das macht die Stadt ....... und wer es braucht kann zeitweise das Büro in Anspruch nehmen – einschließlich Telefon und Internet. Bücher? Bücher werden untereinander verliehen – nicht alles muss man kaufen.
Kurz: Die haben keine Kosten und keinen echten Aufwand .......... und nur damit man sich SHG des BV „X“ nennen darf, sollen die min. 350,-¤ im Jahr abdrücken? Das is ja wohl ein schlechter Witz.
Beispiel Ende

Und weil wir gerade beim Geld sind. 3-4,-¤ sind nicht zuviel? Also ich sag mal so: Ich habe eine 40,-h Woche und kann meine laufenden Kosten damit nicht decken – und ich verdiene schon gut. Da braucht es noch viele Euronen auf anderen Wegen. Z.B. durch das austragen von Zeitungen. Oder Internetwerbung. Sei mir net bös, aber 35,-¤ sind 3Tage für den Sprit zur Arbeit und zurück. Mir ist das zu teuer – als Vereinsmitgliedsbeitrag. Und jetzt frag mal eine Familie die von Hartz 4 leben soll, die werden dir was husten. Die rechnen dir dann vor, wie viele Lebensmittel sie dafür kaufen können.

Und aktuelle Publikationen? Meinst Du das Jahrbuch des BV? Sorry, darüber kann ich nur lachen. Oder meinst Du das kleine Buch was am Jahresanfang kommt? Sorry, aber so richtig brauchen tut das keiner. Mal abgesehen das man immer mal wieder blödsinn darin findet. Ich erinnere an die Sache mit der Ausbildungshilfe.

Die „engere Zusammenarbeit auf Augenhöhe“ ist eine freundliche Umschreibung dafür, das andere Vereine (z.B. der von Erich) nicht von „oben herab“ behandelt werden wollen. Es beschreibt den Unmut über den Umgang des BV zu anderen – übrigens nicht weniger engagierten - Menschen.
Und verwechsel bitte „Einordenen“ oder „Unterordnen“ nicht mit „Unterdrückung“ oder „Arrogantes Verhalten anderen gegenüber“.


Fazit:

Der BV ist ein Klotz am Bein eines jeden wirklich engagierten Menschen, der sich um die Thematik ADHS bemüht. Oder kannst Du mir erklären, warum nur die Aussetzigen den „Popo“ hochkriegen?
Jeder der mit dem BV keinen Erfolg hatte, der hat sich vom BV verabschiedet. Sicher aus unterschiedlichen Gründen, fakt ist das sie weg sind – und Erfolge vorweisen können.
Nehmen wir mal an der BV hätte Cat oder mich – demnächst Tokol – rechtzeitig ins Boot geholt. Wo wir dann stehen würden?

Überlege: Alle drei sind engagiert, keiner gehört zum BV – aber alle drei bewegen etwas,
- das jeder sehen kann,
- das jeder benutzen kann wenn er will,
- das absolut kostenlos ist,
- das einen weit höheren Qualitätsstandard aufweist
- das in Sachen Informtions- und Austauschgehalt kaum zu überbieten ist (jedenfalls net vom BV)
- das zu jeder Tages und Nachtzeit erreichbar ist und nicht erst in 4 Wochen oder auf Seite 245 in einem kurzen unverständlichen Absatz erwähnt wird
- und weder Cat noch ich schmeißen mit fremden Geld um uns herum (die Tokol-Situation kenne ich nicht)
- .........

Der BV hats eben vergeigt. Und genau das ist sehr unverständlich für mich. Denn der BV hat viele SHG-Leitungen, die sehr engagiert sind. Nur dürfen die ja nichts ohne Zustimmung des Vorstandes machen, also machen sie es auf eigene Faust – sind im Verband aber nur persönlich erfolgreich. Und der BV guggt blöd aus der Wäsche. SZ

Ihr wollt mehr Mitglieder, aber ihr werdet den Bedürfnissen der Mitglieder nicht gerecht. Ein „Nicht“-Mitglied wie Erich (oder andere) dürfen durchaus Forderungen stellen, denn das sind die Bedingungen, damit er Mitglied werden würde (wenn das dann vom Einzelnen überhaupt noch gewollt ist). Was ist eine Mitgliedschaft bei einem Verein Wert, wenn der verein den Popo nicht hochbekommt und den Anforderungen seiner Mitglieder nicht gerecht wird?
Stellt sich jetzt die Frage warum 3.000 Menschen dem BV angehören? Hm, dafür kann es mehrere Gründe geben wie z.B.:
- nur die Mitgliedschaft berechtigt zur Teilnahme an den SHGs (

von Christian - am 28.08.2005 16:19
Zitat

Wenn man aber genau überlegt, so ist es meiner Ansicht nach beschämend, daß ein Land, in dem ca. 4 Millionen ADHSler leben, sich nur eine kleine Anzahl, nämlich knapp 5000 (in % sind das lächerliche 0,12) für die Belange der Betroffenen einsetzt. Der Rest fordert nur, ohne selbst einen Beitrag leisten zu wollen.

Was will ich eigentlich mit diesem Posting erreichen? Ich will all diejenigen, die der Meinung sind, daß die Verbände etwas tun sollten, auffordern, einem Verband beizutreten. Je mehr Mitglieder die Verbände haben, desto schlagkräftiger sind sie.


Hm, ich bin seit ca. 5 Jahren Mitglied beim BV, aus dem Grund, den Du nanntest. Nur ein Problem hab ich schon damit, ich weiß immer noch nicht was der BV überhaupt tut? Gut es gibt Jahrbücher aus denen hervorgeht was die einzelnen SH-Gruppen getan haben, nur was genau tut den der BV?

Wo genau setzt er sich denn ein? Gut für die Verantwortlichen der SH-Gruppen scheint es da vergünstigungen zu geben, man kann sich Bücher ausleihen ect. man bekommt bei Veranstaltungen vergünstigungen (Mitglieder zahlen oft 1-2 Euro weniger Eintritt), nur wo genau fängt der BV an was zu tun? Wenn Du also werben willst, dann wäre es schon gut, wenn Du erklärst was genau der BV tut.

Grüße Nita

von Nita - am 28.08.2005 18:18
Also mir wäre es ehrlich gesagt auch etwas wenig Information wenn ich als Mitglied lediglich einal im JAhr ein nettes Büchlecih "gratis" bekommen würde.

Ich kann lediglich von einem Besuch einer der Gruppe des Bundesverbandes reden. JA das Treffen fand vor etlichen JAhren in Stadt statt in der derselbe gegründet wurde. Von -meinem Ermessen nach- kompetenter Hilfe im sammeln von Informationen konnt so garnicht die Rede sein!

Da kamen wir als verunsicherte Eltern eines KIndes mit ADHS- Diagnose und standen vor Fragen wie:
Was ist Ritalin?
sollen wir es dem KInd geben?
Gibt es Alternativen?
usw. usw. usw.

Wir sahen und konfrontiert mit einer Horde "Vollprofis" die schlaue Bücher zeigten und über Fachtagungen fachsimpelten. Alles Eltern -meist Muttis- von ADHS- Kiddis!!!! Alle mords wortgewand und megaschlau und bewandert in dem Bereich.
Da muß ich doch nicht erst berichten wie es uns damit ging.

Ok wir probierten es noch ein zweites und ein drittes MAl. Wir sind weißgott nicht auf den Mund gefallen aber konnten offensichtlich mit unseren anliegen nicht landen! Also sammelten wir uns unsere Infos eben in Eigenarbeit über Bücher und Internet sowie dem Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern.

Hey der Bundesverband sollte da doch evtl. mal den angeschlossenen Gruppen die Bedürfnisse von "Neueltern" erschließen anstatt schnellstmöglichst hordenweise profilneurotische Hausfrauen auf Schulungen und Fachtagungen zu schicken damit alle Neuankömmlinge in Gruppen auch ja verunsichert werden!!!

Obig beschrieben Erfahrungen sind in keiner weise ein Einzelfall, wie wir in den letzten JAhren oft von anderen Eltern zu hören bekamen. Das ich, als ADHS-Erwachsene da in keiner weise geneigt bin mich einem Verband zu vermitgliedern versteht sich wohl von selber. Meine besten Infos und reichlich Erfahrungsaustausch fand ich ber wildcat´s Forum. Das erscheint mir doch deutlich effeltiver denn hier kann man voneinander profitiern und jeder kann seinen Teil im Kleinen beitragen!

von keepi - am 28.08.2005 23:09
Nita schrieb:

Zitat

Hm, ich bin seit ca. 5 Jahren Mitglied beim BV, aus dem
Grund, den Du nanntest. Nur ein Problem hab ich schon damit,
ich weiß immer noch nicht was der BV überhaupt tut? Gut es
gibt Jahrbücher aus denen hervorgeht was die einzelnen
SH-Gruppen getan haben, nur was genau tut den der BV?

Wo genau setzt er sich denn ein? Gut für die Verantwortlichen
der SH-Gruppen scheint es da vergünstigungen zu geben, man
kann sich Bücher ausleihen ect. man bekommt bei
Veranstaltungen vergünstigungen (Mitglieder zahlen oft 1-2
Euro weniger Eintritt), nur wo genau fängt der BV an was zu
tun?




Hallo Nita.

Nehmen wir mal an, daß Du Mitglied im BV AH bist und deren aktuelles Jahrbuch meinst. Das Buch hat 189 Seiten.
Dort finde ich knapp 40 Seiten Berichte über die SH-gruppen.
Ein weiterer Teil im Buch handelt von der Arbeit des BV AH, noch ein Teil widmet sich der Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und noch ein weiterer Teil berichtet über die Verschmelzung.

Des weiteren werden Veranstaltungen organisiert:
z.B der Kongress in Böblingen,
die Mitgliederversammlung und das gleichzeitig stattfindende Symposium

Nicht zu vergessen: Diese ganze Arbeit (inclusive Erstellung des Jahrbuches und des Fachbuches) wird auf ehrenamtlicher Basis verrichtet.

Also ich schlage einfach mal vor, Du liest dir das GANZE Jahrbuch durch und nicht nur ein Viertel.

Viele Grüße



PS: Alle aktiven Mitglieder der Verbände bezahlen ganz regulär ihren Mitgliedesbeitrag, damit sie diese ehrenamtliche Arbeit überhaupt tun dürfen. Jede einzelne Minute, die sie dafür aufwenden, ist Freizeit.

von Mitglied eines Bundesverbands - am 29.08.2005 08:10
Wenn ich das recht sehe, dann sind hier die meisten unzufrieden mit dem/den Bundesverbänden, mit welchen genau eigentlich? Niemand differenziert das anscheinend. Es ist offenbar auch niemand bereit, den festgestellten Missständen abzuhelfen, außer der Hofnarr. Nun, dann verdient im Grunde auch niemand von den anderen die Hilfe der Bundesverbände. Ich hoffe nur, ihr seid im Notfall so fair und schimpft dann nicht darüber, dass niemand etwas für die Betroffenen tut.

Es tut mir leid um die betroffenen Kinder, denn die hätten es verdient, dass sich ihre Eltern zusammentun und etwas bewegen für ihren Nachwuchs.



von Sabine (hinky) - am 29.08.2005 12:40
Hallo Sabine,

ich bin jetzt ein wenig erschrocken über deine Reaktion, denn ich empfinde sie nicht als konstruktiv und angemessen. Es ist eigentlich genau diese Art Verhalten, das mich mit der Ausnahme vom AÜK manchmal ziemlich angewidert vom Kontakt zu den sog. Bundesverbänden abhält.

...Wenn ich das recht sehe, dann sind hier die meisten unzufrieden mit dem/den Bundesverbänden, mit welchen genau eigentlich?...

Das ist wohl mit meiner obigen Bemerkung geklärt.

...Es ist offenbar auch niemand bereit, den festgestellten Missständen abzuhelfen, außer der Hofnarr...

Wie soll sowas denn funktionieren? Zuerst einmal müsste ich Mitglied in einem Verein werden, den ich möglicherweise mit einiger Skepsis betrachte. Ich werde jedoch sonstwas tun, ganz bestimmt aber mich nicht mit (nach meinem Empfinden!!!) doch eher autoritären und ideologisch festgelegten Mittelstandseltern herumärgern. Ich bin sogar davon überzeugt, dass es nicht möglich und nicht einmal sinnvoll ist, die BVs zu 'reformieren'. Es sind Schöpfungen einer Gruppe von Leuten, die da ihr Herzblut investiert haben (unterstelle ich mal), quasi Familienbetriebe. Es ist schon schwierig große Firmen umzugestalten, bei Familienbetrieben ist das nahezu aussichtslos.

Weiterhin bin ich nicht davon überzeugt, dass dies wirklich notwendig ist, denn auf ihre Weise sind doch die gegenwärtigen BVs durchaus nützlich. Wirkliche menschliche Größe und auch Glaubwürdigkeit würden die BVs allerdings zeigen, wenn sie anerkennen würden, dass sie nur noch ein Segment der Betroffenen repräsentieren, und dass sich ihre Position und ihr Anspruch von daher automatisch relativiert.

Übrigens halte ich auch die Probleme, die bislang in der Zusammenarbeit und auch beim Zusammenschluss der etablierten BVs aufgetreten sind, für deutliche Indizien, dass meine Einschätzung richtig ist. Wenn es wirklich um die Sache ginge, gäbe es längst eine funktionierende Interessenvertretung.

Hiermit komme ich zu einem weiteren Punkt. Die BVs haben bislang noch nicht den Wandel zum Dienstleistungsgedanken vollziehen können. Wenn die BVs dies könnten, dann würden sie nicht beleidigt reagieren, weil ihre 'Kinder' nicht zu ihnen kommen wollen (wir wollen doch nur euer Bestes), sondern sie würde sich überlegen, wie können wir mehr Menschen erreichen, was brauche die eigentlich, womit können wir ihnen nützlich sein? Professionalsierung wäre angesagt. Das allerdings kollidiert durchaus mit dem ehrenamtlichen Verständnis.

...Nun, dann verdient im Grunde auch niemand von den anderen die Hilfe der Bundesverbände...

Das empfinde ich als schlimme Reaktion. So reagieren beleidigte Mütter. Wenn du nicht lieb zu deiner Mutter bist, dann helfe ich dir nicht, wenn es dir mal schlecht geht, dann liebe ich dich nicht mehr.

Es ist allerdings noch ein zweites Problem in dieser Reaktion. Sie unterstellt, dass in der Regel die Menschen die BVs brauchen. Und da merke ich, dass ich das als Unverschämtheit empfinde, die mich ziemlich wütend macht. Sowohl bei uns als auch einem sehr rührigen Verein in etwas entfernter Nachbarschaft wurde alles ohne BVs auf die Beine gestellt. Wir haben keine BVs gebraucht und wir werden auch künftig keine brauchen. Aber es ist wieder diese Haltung: wir Schlauen hier oben und ihr armen, dummen Hilfebedürftigen da unten.

...Ich hoffe nur, ihr seid im Notfall so fair und schimpft dann nicht darüber, dass niemand etwas für die Betroffenen tut...

Angesichts der Fakten ist das einfach eine Kränkung.

...Es tut mir leid um die betroffenen Kinder, denn die hätten es verdient, dass sich ihre Eltern zusammentun und etwas bewegen für ihren Nachwuchs...

Einmal ist das wieder diese Haltung, die ich einfach als arrogant empfinde, als ob nur durch die Organisation in den BVs sich etwas tun ließe, und als ob nur BV-Mitglieder etwas tun würden.

Und das zweite Problem ist, dass bei uns z.B. bereits ein relativ reales Zahlenverhältnis zwischen Eltern und selbst betroffenen Erwachsenen erreicht ist, d.h. praktisch, dass die SHG für Erwachsenen wesentlich größer als die Eltern SHG ist. Die klassischen BVs haben von daher nichts mit unseren Lebensproblemen zu tun. Es gibt nicht ohne Grund Kinderpsychologen und "Erwachsenenpsychologen". Beides zusammen geht vermutlich nicht.

Liebe Sabine, ich hoffe, du bist in der Lage, meinen Text mit einer gewissen Nüchternheit zu lesen. Für mich selber will ich nämlich nicht die Schlussfolgerung ziehen, typisch BV (wahrscheinlich BV-AH), und damit die Sache abhaken.

Freundliche Grüße

Erich

von ErichW - am 29.08.2005 15:20
Gut nehmen wir mal an das ich im BV AV bin, hab mir auch extra mal das Jahrbuch nochmal geben lassen. Irgendwie finde ich troztdem ziemlich wenig, was der BV AV tut.

Ich muß aber ehrlich sagen das ich z.B.: nicht wusste das ich als Mitglied nun auch noch zu den Konkressen usw. gehen soll, hab eigentlich mit meinen ADS Kindern schon genug so zu tun und werde sicherlich nicht ständig von einem Vortrag zum nächsten Reisen.

Zitat

Werden Sie Mitglied und sie erhalten Zugang zu vielen Leistungen

So wirbt dieser Verein, nur auf den Zugang und die vielen Leistungen warte ich immer noch. Es kann doch nicht nur dieses Jahrbuch sein?

Gruß Nita

von Nita - am 30.08.2005 06:44
Wie bitte?

Ich habe dem BV A-H e.V. ein (kostenloses und werbefreies) webbasiertes Intranet angeboten, um die gemeinsame Kooperation, Kommunikation und Aufgabenverteilung besser planen zu können ........ wurde abgelehnt – und nicht gerade freundlich.

Ich habe vor einigen Monaten den BV A-H e.V. gefragt, ob ich im Namen des BV A-H e.V. eine Erwachsenen-SHG in München ins Leben rufen soll ......... wurde abgelehnt – und nicht gerade freundlich.

Wie oft habe ich gerade dem BV AH e.V. die Hand gereicht? Und was bekam ich jedes Mal zurück? Ich sags mal so: Schön war es nicht.

Vor 3 Jahren habe ich einige Male Kontakt mit dem AÜK gehabt, inzwischen aus Erfahrungsgründen nicht mehr.

Der einzige Verein dem ich vielleicht beitreten würde, wäre der ADS e.V. Ich hatte mehrmals mit denen Kontakt, und über den ersten möchte ich jetzt berichten: Ich hatte lediglich das Buch vom Felix Dietz (kennen sicher einige) gelesen und habe dann nach weiteren Infos gesucht. Als ich beim ADS e.V. anrief, hatte ich ein sehr langes und interessantes Gespräch. Und eine Woche später kam ein sehr dicker DIN A4 Umschlag zu mir mit jede Menge Infos. Und übrigens kostenlos ohne Mitgliedschaft o.ä.
Später, als ich in Schleswig-Holstein wohnte, wurde ich gefragt ob ich mitarbeiten will, bei einer Veranstaltung. Habe ich gemacht. Kostete mich zwar ein ganzen tag – aber es war Klasse. Und ich würde es wieder machen.

Aber wie ich Eingangs schon sagte, es gibt Menschen mit guten und schlechten Erfahrungen bei der gleichen Sache ..........

Ihr wollt was tun? Benennt es erstmal, erstellt ein Konzept, und dann mal sehen ob das realisierbar ist. Einfach "Mitglied werden" und Kohle abdrücken für nichts? Wer kann sich das heute noch leisten?

Es sind genügend engagierte da ........ man müsste sie nur akzeptieren.


Christian

von Christian - am 30.08.2005 16:25
Hallo Sabine,

dem kann (muß) ich mich voll und ganz anschließen !
( Und das nicht nur, weil Du mich hier so lobend erwähnst... ;-) )

Auch wenn ich mir weiterhin wünsche, die BVs würden ihr "Tun" ein wenig mehr in die Öffentlichkeit tragen...

Gruß, der Hofnarr



von Der Hofnarr - am 30.08.2005 17:39
Hallo Christian,

Zitat

Ihr wollt was tun? Benennt es erstmal, erstellt ein Konzept, und dann mal sehen ob das realisierbar ist.


aber genau hier scheint doch der "Hase im Pfeffer" zu liegen...

Meiner Meinung nach krankt es doch gerade an einem "Zuviel" ( und dieses scheint mir symptomatisch für unsere Gesellschaft zu sein ) :
Zuviele Konzepte von zuvielen "Besserwissern" die zwar zu Allem was zu sagen haben, zu Allem im Stande sind, aber letztlich - wenn man sie denn fragt oder bittet, die eine oder andere Aufgabe zu übernehmen - abwinken und absagen...

Was die Realisierung von Konzepten betrifft, so mag dieses in kleineren Organisationen noch relativ schnell umsetzbar sein, wenn alle Entscheidungsträger schnell zur Hand oder vor Ort sein können. Je größer aber eine Organisation ist, um so komplizierter wird die Sache. Denn hier geht es um Kompetenzen, um Zuständigkeiten, um organisatorische Strukturen und nicht zuletzt auch um Geld.
Möglicherweise kommen sogar noch Faktoren wie "Macht" oder "Profilierung" dazu.

Aus meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten in anderen Organisationen, in denen ich ähnliche Negativ-Erfahrungen sammeln konnte wie Du, habe ich nach einigem Frust und "vergebener Liebesmüh" folgendes gelernt:
1. Geduld zu haben und zu zeigen zahlt sich aus.
2. Veränderungen brauchen Zeit (s.o.) und lassen sich nicht mit der "Brechstange" erzwingen.

Beide Erkenntnisse waren für mich als ADSler mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Impulssteuerung kaum zu ertragen...
Mittlerweile kann ich aber damit umgehen und schmeiß die Klamotten nicht gleich wieder mit den Worten "dann macht doch euren Schxxxx alleine !" hin.

Dies nur so als kleiner Zwischenruf...

Gruß, der Hofnarr



von Der Hofnarr - am 30.08.2005 18:13
Zitat

Wie soll sowas denn funktionieren? Zuerst einmal müsste ich Mitglied in einem Verein werden, den ich möglicherweise mit einiger Skepsis betrachte. Ich werde jedoch sonstwas tun, ganz bestimmt aber mich nicht mit (nach meinem Empfinden!!!) doch eher autoritären und ideologisch festgelegten Mittelstandseltern herumärgern


Hallo Erich,

und genau hier liegt das Problem :
Es wird gemeckert und kritisiert und jeder hat tausend Ideen, was und wie und warum man was besser machen könnte, sollte, müßte - aber wirklich tun will es dann keiner !
Weil, dann müßte man ja seine bequeme Haltung aufgeben, selber mal den Hintern hoch kriegen, u.U. vielleicht sogar mal selber mit anpacken.
Diese "Was-kann-ich-dagegen-schon-tun"-Mentalität geht mir ganz mächtig auf den Zeiger ! Sie ist unfair, gedankenlos und in keinster Weise geeignet um Veränderungen - in egal welchem Bereich - herbeizuführen.

Wen Du mit "autoritären und ideologisch festgelegten Mittelstandseltern" meinen könntest, kann ich nur mutmaßen. Aber ich bin nicht der Meinung, das dieser Ausdruck für die Mitglieder eines BVs angemessen oder angebracht wäre...

Zitat

Wirkliche menschliche Größe und auch Glaubwürdigkeit würden die BVs allerdings zeigen, wenn sie anerkennen würden, dass sie nur noch ein Segment der Betroffenen repräsentieren, und dass sich ihre Position und ihr Anspruch von daher automatisch relativiert.


Auch dieses ist eine direkte Folge der bereits genannten und kritisierten Einstellung.

Zitat

Die BVs haben bislang noch nicht den Wandel zum Dienstleistungsgedanken vollziehen können. Wenn die BVs dies könnten, dann (...) würde sich überlegen, wie können wir mehr Menschen erreichen, was brauche die eigentlich, womit können wir ihnen nützlich sein? Professionalsierung wäre angesagt. Das allerdings kollidiert durchaus mit dem ehrenamtlichen Verständnis.

In diesem Punkt könnte ich Dir zustimmen, wenn da nicht der Nachsatz wäre...
Wieso würde die Proffessionalisierung mit dem Veständnis des Ehrenamtes kollidieren ? Sehr viele Menschen bringen ihre durchaus professionell zu bezeichnenden Sach- und Fachkenntnisse ein und arbeiten so ehrenamtlich in einem BV. Ist "professionell" für Dich nur gleichbedeutend mit "gegen Bezahlung arbeitend" oder "beruflicher Tätigkeit" ?

Zitat

Wir haben keine BVs gebraucht und wir werden auch künftig keine brauchen. Aber es ist wieder diese Haltung: wir Schlauen hier oben und ihr armen, dummen Hilfebedürftigen da unten.

Es ist schön, wenn Du bzw. Ihr auf die Angebote eines BVs verzichten könnt oder wollt. Aber für viele Betroffene, sind die BVs eine wichtige und oft auch die erste Anlaufstelle bei der Suche nach Infos und / oder nach SHGs. Die BVs werden sicher niemanden "zwingen" bei ihnen Mitglied zu werden, der Rat und Hilfe sucht. (Im Gegensatz zu manch anderen sog. Hilfsangeboten aus anderen Bereichen...)
Ich für meinen Teil kann nur sagen : Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, den BV z.B. in Fragen zu "meiner" in Gründung befindlichen SHG, um Ratschläge, Hilfe und Unterstützung bitten zu können. Auch wenn ich nicht mit Allem und Jedem, was und wie der BV es tut einverstanden sein mag. Und ich habe auch nicht das Gefühl, der BV würde mich in irgendeiner Weise bevormunden - wie ich den letzten Teil deines obigen Satzes deuten könnte.
Klar könnte ich auch auf den BV verzichten. Die SHG würde ich wohl auch ohne ihn auf die Beine stellen können. Aber so hätte ich z.B. nicht erfahren, daß man Gelder für eine SHG bei den Krankenkassen bekommen kann, ich hätte keine Referenten für eine Infoveranstaltung, usw. usw.

Sicher ist nicht alles optimal in den BVs. Sicher gibt es - wie überall - vieles was man dort anders und besser machen könnte. Und genau darum, bin ich - auch gegen meine Vorbehalte und meine Skepsis - in den BV eingetreten. Mit meinen kleinen, bescheidenen Möglichkeiten will ich es zumindest versuchen, etwas zu verändern. Ob es mir gelingt, weiß ich nicht. Aber ich habe es dann zumindest schon einmal versucht...

In diesem Sinne grüßt Dich und Euch,

der Hofnarr



von Der Hofnarr - am 30.08.2005 19:31
Hallo,

...Es wird gemeckert und kritisiert und jeder hat tausend Ideen, was und wie und warum man was besser machen könnte, sollte, müßte - aber wirklich tun will es dann keiner !
Weil, dann müßte man ja seine bequeme Haltung aufgeben, selber mal den Hintern hoch kriegen, u.U. vielleicht sogar mal selber mit anpacken.
Diese "Was-kann-ich-dagegen-schon-tun"-Mentalität geht mir ganz mächtig auf den Zeiger ! Sie ist unfair, gedankenlos und in keinster Weise geeignet um Veränderungen - in egal welchem Bereich - herbeizuführen...

Ok, aber was geht mich das an? Bin ich einer, der so handelt? Anscheinend schon, denn das wird mir ja nun nicht zum ersten Mal um die Ohren gehauen. Leider erkenne ich mich in diesem Bild nicht wieder, noch - und das ist entscheidender - lässt es sich durch die Realität bestätigen.

Mein Eindruck hat sich dagegen leider wieder bestätigt. Es wird nicht wirklich ein Dialog gewünscht. Für mich ist das Thema damit erledigt.

FG Erich

von ErichW - am 30.08.2005 20:31
Zitat

Ok, aber was geht mich das an? Bin ich einer, der so handelt? Anscheinend schon, denn das wird mir ja nun nicht zum ersten Mal um die Ohren gehauen. Leider erkenne ich mich in diesem Bild nicht wieder, noch - und das ist entscheidender - lässt es sich durch die Realität bestätigen.

Mein Eindruck hat sich dagegen leider wieder bestätigt. Es wird nicht wirklich ein Dialog gewünscht. Für mich ist das Thema damit erledigt.


Hallo Erich,

ich finde es schade wenn Du so denkst.
Anscheinend bist Du sehr von den BVs enttäuscht worden und Dein Idealismus - der für mich zwischen Deinen Zeilen sehr deutlich hervortritt - ist möglicherweise dort nicht in der für Dich ausreichenden Art und Weise gewürdigt worden...
Bedauerlicher empfinde ich jedoch Deinen Vorwurf es sei kein Dialog gewünscht. Zumal Du mit keinem Wort auf die anderen Punkte meines Postings eingehst...
Da drängt sich mir die Frage auf, wer denn da wohl "beleidigt" reagiert und keinen Dialog wünscht ?

Wie gesagt, schade eigentlich...

Der Hofnarr

von Der Hofnarr - am 30.08.2005 21:26
Hi sabine,

mal unabhängig von deinem letzten Posting, welches mir vollkommen die nase hochgeht, habe ich keinesfalls ein problem damit den Verband zu benennen von dem ich schrieb.

Es ist der BV-AH e.V.

und wenn Du am Ende genau in diesem vertreten sein solltest würde ich raten, bei den Zusammenkünften mal nur hinzusehen und hinzuhören. MAl die Position -Ich bin neu hier und habe keinen PLan- einehmen. Solltest Du dann andere als die von mir beschriebenen Erfahrungen machen GRATULATION! Dann scheint Deine Gruppe ja tatsächlich eine der -meiner ansicht nach- gut funktionierenden zu sein die noch an der Basis arbeiten und verstehen können.

von keepi - am 31.08.2005 21:00
PS: Alle aktiven Mitglieder der Verbände bezahlen ganz regulär ihren Mitgliedesbeitrag, damit sie diese ehrenamtliche Arbeit überhaupt tun dürfen. Jede einzelne Minute, die sie dafür aufwenden, ist Freizeit.

Ich denke schon eine weile über diesen Abschnitt nach!
Sorry aber das finde ich dabei nur noch zum lachen.
Erst zahlen um dann überhaupt ehrenamtlich etwas tun zu dürfen????
UFFFFFFF

Ich glaub ich geh mal aufs Arbeitsamt und frag wo ich meinen Beitrag bezahlen kann um dann irgendwo unentgeldlich etwas tun zu dürfen! :-)

Was bleibt einem da noch außer das ganze ins Lächerliche zu ziehen??
Sowas hab ich ja noch nie gehört!!

kopfschüttelnde Grüße
keepi

von keepi - am 31.08.2005 21:05
keepi schrieb:

Zitat

Erst zahlen um dann überhaupt ehrenamtlich etwas tun zu
dürfen????


MdBV hätte das "dürfen" vielleicht eher in Anführungszeichen setzen sollen.

Ich habe aber die Ironie, die hinter diesem Satz steht, von alleine begriffen. Dir muß man es wohl ausfühlich erklären...

von sherita - am 01.09.2005 06:58
ErichW schrieb:

Zitat

Aber es ist wieder diese Haltung: wir
Schlauen hier oben und ihr armen, dummen Hilfebedürftigen da
unten.


Immer dieselbe Leier.

Zitat

Ich werde jedoch sonstwas tun,
ganz bestimmt aber mich nicht mit (nach meinem Empfinden!!!)
doch eher autoritären und ideologisch festgelegten
Mittelstandseltern herumärgern.


Und ausgerechnet Du bezeichnest die Bundesverbände als überheblich.



von sherita - am 01.09.2005 09:33
Hallo Sherita,

du hast Recht, die Bemerkung mit den Mittelstandseltern war unklug. Das kommt eben davon, wenn einem die Emotionen durchgehen. Aber vielleicht gewährst du mir ja mildernde Umstände. Das war nämlich so. Als wir seinerzeit anfingen, Symposien zu organisieren und eine SHG zu gründen, da war wohl der erste bewusste Kontakt zu BVs die freundliche Warnung netter Menschen, aus BVs (um es ganz allgemein zu halten) würde gegen unsere Veranstaltung gestänkert. Ich wollte es zuerst nicht glauben, weil es mir absurd vorkam, dass jemand aus Neid und Missgunst das Engagement anderer Leute zugunsten der ADS-Sache behindern wollte. Aber leider war das wohl kein Gerücht. Und es war leider nicht der letzte negative Eindruck.

Übrigens bin ich tatsächlich felsenfest davon überzeugt, dass die Probleme der BVs eine ganz starke soziologische Komponente haben.

Nun aber wirklich Schluss. Diese Sache war für mich sehr lehrreich. Leider komme ich manchmal nicht gegen mein Naturell an. In Wirklichkeit will ich das natürlich auch gar nicht ;-).

FG Erich

von ErichW - am 01.09.2005 11:31
Hallo Erich.

Natürlich machen wir ADler manchmal unbedachte Bemerkungen, deshalb...Schwamm drüber:-)

Was mich trotzdem sehr nachdenklich stimmt: Du und Christian werft den Bundesverbänden vor, daß sie gegen Euch stänkern würden und merkt nicht, daß ihr selbst nichts anderes tut.

Ich habe mir nun den gesamten Thread mehrfach durchgelesen und dieser Eindruck hat sich immer mehr verfestigt.

Kennst Du den Kindersatz: "Wer´s sagt, ist es selber." ?
Ich könnte ihn ein klein wenig modifizieren und sagen: "Wer´s sagt, tut es selber."

Nichts für Ungut.;-)


Viele Grüße
sherita



von sherita - am 01.09.2005 12:02
Aber Sherita,

zumindest was mich angeht (Christians Geschichte kenne ich nur soweit er dies hier erwähnt hat) bitte ich dich, doch genau zu lesen. Bevor ich mich das erste Mal überhaupt öffentlich zu BVs geäußert habe, sind schon einige Jährchen nach dem erwähnten üblen Erstkontakt ins Land gegangen. Insofern wäre das schlimmstenfalls ein Revanchefoul. Da kann man aber mal sehen, wie nachtragend ich bin ;-).

FG Erich

von ErichW - am 01.09.2005 12:27
Ich frag' mich gerade, was du machen würdest, wenn ich mich als Gruppenleiterin im BV-AH outen würde. Aber sei beruhigt, DAS bin ich nicht.
Hier in unserer Gegend habe ich jedenfalls nur kompetente Gruppen gefunden, sowohl vom BV-AH als auch vom BV AÜK.
Ich höre mir auch gerne zum x-ten Mal an, wie Fachmann oder Fachfrau XY ADHS sieht. Aber wenn es nur bei seichtem Blabla bleiben würde, dann würde ich den SHGs den Rücken zudrehen. EIn gewisse Qualiltät muss schon sein!

Sabine

von Sabine (hinky) - am 01.09.2005 14:00
Hallo Hofnarr,

Zitat

1. Geduld zu haben und zu zeigen zahlt sich aus.

Geduld haben und zeigen ist etwas anderes, als die Zusammenarbeit grundsätzlich abzulehnen.



Zitat

2. Veränderungen brauchen Zeit (s.o.) und lassen sich nicht mit der "Brechstange" erzwingen.

Nein, mit der Brechstange nicht. Aber ist Dir mal aufgefallen, das der BV A-H e.V. (von den anderen kann ich da nichts sagen, weil ich da zu wenig weiß) sich nur rühert, wenn er öffentlich erwähnt wird - z.B. in einem Forum.

Zitat

Was die Realisierung von Konzepten betrifft, so mag dieses in kleineren Organisationen noch relativ schnell umsetzbar sein, wenn alle Entscheidungsträger schnell zur Hand oder vor Ort sein können. Je größer aber eine Organisation ist, um so komplizierter wird die Sache. Denn hier geht es um Kompetenzen, um Zuständigkeiten, um organisatorische Strukturen und nicht zuletzt auch um Geld.

Die Kompetenzen der verbandsführer stelle ich nicht frage - sondern ich frage, warum diese Kompetenz nicht eingesetzt wird.
Und was die Kommunikation angeht, da war das angebot da. Wie gesagt, wurde unfein abgelehnt.
Und wenn es um Zuständigkeiten und Organisation geht ........ da müssen alle Verbände noch sehr viel lernen.
Geld hat der BV durch die Mitgliedbeiträge mehr als genug. Und wären sie freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe, hätten sie noch mehr.


Zitat

wenn man sie denn fragt oder bittet, die eine oder andere Aufgabe zu übernehmen - abwinken und absagen...

Ich führte bis vor ca. 7 Monaten eine Bundesweite SHG-Liste - ca. 500Gruppen. Sie war stets aktuell und wurde immer wieder überarbeitet - von mir. Haste schon 800Leutz durchtelefoniert? Dann weiste was das für Arbeit ist.
Im januar 2005 war es (wenn ich nicht irre), als ich die Flyer des BV AH haben wollte, zur Abgleichung damit keiner durch Lücken schlüpft. Haben die abgelehnt. Ich bot denen an, sie können bei der fertigstellung eine Kopie haben (in Papier oder Word-Form) - abgelehnt. Beim durchtelöefonieren findet man viele wirklich engagierte leute, die auch vieles vorzeigen können (von diversen Konzepten und Ergebnissen habe ich mir Kopien schicken lassen)
Es geht nicht darum das es an Leuten fehlt, sondern es geht darum, ob die engagierten leute ihr Potential freigeben dürfen.

Zitat

und schmeiß die Klamotten nicht gleich wieder mit den Worten "dann macht doch euren Schxxxx alleine !" hin.

Habe ich nicht gemacht. Das habe ich erst im januar diesen jahres gemacht, als der BV mir mal wieder blöd kam (s.o. SHG-Liste) Negative Erfahrungen mit dem BV AH e.V.? ich könnte darüber ein Buch schreiben.
Aber das lässt mich inzwischen ziemlich kalt. Die murksen vor sich - ich murkse vor mir hin - zusammenarbeit ist nicht erwünscht.

Allerdings gucke ich gerne zu und höre mir gerne an was es denn so neues von der "Front" zu berichten gibt. ;-)


Christian

von Christian - am 02.09.2005 15:15
Hast du mal auf die Webseiten des BV-AH geschaut?
http://www.bv-ah.de/Index.html

Zitat

Es sind noch Plätze frei im Jägerlager; 300 ¤ Zuschuss für Mitglieder des BV-AH.

Das ist fast der halbe Preis billiger. Da hättest du auf einen Schlag etwa 8 Jahresbeiträge auf einmal gespart.



von Sabine (hinky) - am 13.09.2005 08:58
Supi, dann kann ich ja nun 900 Euro sparen, da ich 3 Kids hab. Nur wer sponsert mir dann noch die 1500 Euro, die es dann immer noch kostet?

Nun überleg ich doch ob der BV-AH, doch eher was für reichere Familien ist?

Gruß Nita

von Nita - am 18.09.2005 19:29
hallo an alle diskutierenden,

da der verein tokol e.v. hier ertwähnt wurde, möchte ich mich dazu ganz kurz äussern...

hellowell sagte einmal: das wissen über adhs ist unlängst in den köpfen der betroffnen, es wird zeit dass es niedergeschrieben wird!

ich denke die lebensechten erfahrungen im umgang mit adhs, haben adlser selber, sowohl betroffene als auch die eltern die mit ihren kindern umgehen lernen müssen. bei den verbände überwiegt meiner ansicht nach, die medizinischen und wissenschaftlichen sicht über adhs.

hinzu kommt für mich, dass die regeln der verbände oft nicht mit den interessen betroffener übereintrifft. z.b. lässt der bv-ah keinerlei "laien" auf symposien zu, es sind nur fachleute zugelassen, was meiner ansicht nach eine zu einseitige berichterstattung ist. allein aus diesen grün den wird sich der tokol e.v. definitiv keinem verband in der derzeitigen konstellation anschließen.

der tokol e.v. wurde in den letzten 3 monaten von allen verbänden "überprüft" und zwar in der form dass wir von ortsansässigen shg's zu einem gespräch eingeladen wurden und von den gruppenleitern selber zugegeben wurde, dass sie auf uns angesetzt wurden...

ein schelm wer arges dabei denkt...

lieben gruß
jochen bantz


von jochen bantz - am 05.01.2006 10:54
Zitat

z.b. lässt der bv-ah keinerlei "laien" auf symposien zu, es sind nur fachleute zugelassen,


Soweit ich weiß, kann jeder, ohne Nachweis einer Qualifikation, ein Symposium des BV-AH besuchen.



von Sabine (hinky) - am 05.01.2006 16:48
sicher als besucher, da gebe ich dir natürlich recht aber warum dürfen betroffene adsler ohne zulassung als fachmann dort keine reden halten? und wenn nur in ganz wenigen ausnahmen...

das meinte ich mit der aussage von hellowell, das wissen ist in den köpfen der betroffenen, nicht in den der fachleute oder wissenschaftler, die betroffenen müssen damit leben, die ärzte und wissenschaftler, müssen es nur studieren und in statistiken packen...

- justmy2cent

jochen

von jochen bantz - am 06.01.2006 00:18
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