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Informationen zum Thema:
Forum:
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN BREMERHAVEN
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ingos Meinung, Ulf Eversberg, Sascha@BMI, Hans-Joachim Müller-Hanssen, Michael Frost

Merkwürdig !

Startbeitrag von Michael Frost am 24.01.2002 17:34

Letzte Woche starb Hilde Adolf bei einer Geschwindigkeit von vermutlich 160 Stundenkilometern auf der Autobahn. Seitdem trauern die Menschen in Bremen und Bremerhaven. Und auf der Autobahn zwischen den Städten fahren die Trauernden weiterhin 160.

Wie weit reicht eigentlich menschlicher Verstand ?

Antworten:


Wahrscheinlich bis 120 km/h oder hoechstens 140 km/h unter der Bedingung, dass man ausgeschlafen ist und nicht zuviel privaten oder beruflichen Stress hat.
Mich wundert es, dass nur so wenig passiert!


Hans-Joachim

von Hans-Joachim Müller-Hanssen - am 30.01.2002 11:02
Was sollen mir die Beitraege in diesem hoch politischen Diskursfaden nur sagen?
Zuwenig Tote auf der A27?

von Sascha@BMI - am 07.09.2009 14:23
Sehr altes Thema...

ich persönlich fahre meist 100-130 km/h, möchte aber die Freiheit haben auch 220 km/h fahren zu dürfen wo ich es für angebracht halte.

Die meisten Verkehrstoten gibt es übrigens in Städten und gefolgt davon auf Landstraßen.

In Städten darf man nur 30-50 km/h fahren. Folgerung: mit Tempo 120 in der Stadt würde weniger passieren??? Blödsinn! Aber auch kein Freibrief komplett Tempo 30 einzuführen da tödliche Unfälle im Auto bei dieser Geschwindigkeit beginnen.

Die Wenigsten Verkehrstoten haben die Bundesländer Hamburg, Berlin, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Wundert nicht, da Hamburg nur aus einer Großstadt und zwei Inseln besteht, Berlin nur aus einer Großstadt und Bremen aus zwei Großstädten. NRW ebenfalls fast nur aus Großstädten und Autobahnen. Die meisten Verkehrstoten gibt es in Meck-Pom, dort gibt es nur wenige Autobahnen und viele Landstraßen.

Ein sicherer Verkehrsstrom wird nicht durch dauerhafte Geschwindigkeitbegrenzungen erzeugt sondern durch flexible Regelungen und überschaubare Verkehrslenkungen. Der neue Autobahnzubringer Mitte gehört nur bedingt in diese Gruppe.

von Ingos Meinung - am 08.12.2009 09:51
Geschwindigkeitsbegrenzungen haben nicht nur ihre Rechtfertigung im Unfallgeschehen, sie haben auch was zu tun mit Lärmvermeidung, Umweltschutz und Verkehrsflussoptimierung.

von Ulf Eversberg - am 09.12.2009 08:04
Der Verkehrsfluss wird beispielsweise auf der A1 zwischen Bremen und Osnabrück nicht verbessert, weil dort generell außerhalb der variablen Verkehrslenkungsanlagen von 6-20 Uhr 120 km/h sind, sondern lediglich unterbunden.

Lärm wird nicht durch die Reduzierung von 20 km/h bei über 100 km/h gravierend gemindert.

Der "Umweltschaden" hängt vom Fahrzeug und dem Verkehrsfluss ab. Wobei viele Fahrzeuge natürlich im Fernverkehr bis etwa 120-140 km/h weitaus weniger verbrauchen als bei 180 km/h und mehr.



von Ingos Meinung - am 09.12.2009 09:47
Verkehrsfluss bedeutet nicht: einige fahren so schnell sie mögen und der Rest bleibt auf LKW-Tempo.
Der Luftwiderstand wächst überproportional mit steigender Geschwindigkeit: Lärm wird größer, Verbrauch wird höher. Je größer die Tempounterschiede der PKWs um so häufiger kommt es zu stop and go bzw. zu Staus. Wo das Optimum wäre kann ich nicht sagen, muss sich aber an denen orientieren die am langsamsten fahren.

von Ulf Eversberg - am 09.12.2009 10:37
Ich glaub wir liegen nicht sooooooo weit auseinander, allerdings ist die Wahrnehmung von Lärm immer relativ. In Dezibel gemessen sind 3dB kaum wahrnehmbar.

Stop and Go durch große Tempounterschiede sind sicherlich nicht völlig vermeidbar, doch tragen auch langsame Fahrzeuge (LKW, Oma im PKW, Autokran, etc.) dazu bei. Denn es wirken sich 80 km/h zu 120 km/h wesentlich höher aus als 180 km/h zu 220 km/h. Sicherlich wäre daher der weitere Ausbau der Autobahnen auf 6 Fahrspuren sinnvoll in Zusammenhang mit Mindestgeschwindigkeiten. Überhaupt sind es eher Mindestgeschwindigkeiten die den VErkehr flüssiger gestalten als Höchstgeschwindigkeiten.

Wichtig bei den Umweltbelastungen aus Verbrauch und Lautstärke ist die Reduzierung an Fahrzeug und Trasse durch neue Produkte und deren Förderung, nicht durch Verbote.

Am allerwichtigsen sind jedoch umsichtige Fahrer.

PS ein Gespräch bringt mehr als diese Schreibselei bei der man sich nicht gut austauschen kann.

von Ingos Meinung - am 09.12.2009 13:04
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