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Martin V, bernhard, Sven, Zettel, Honky, Christoph

kleine sophisterei (nicht auf meinem mist gewachsen)

Startbeitrag von bernhard am 01.07.1999 15:40

Geschrieben von bernhard am 01. Juli 1999 at 17:40:55:
"man kann sagen, dass der urknall niemals (zu keiner zeit) und nirgendwo (an keinem ort) stattgefunden hat."
nett, oder?















Antworten:

Re: Was, wenn gar nichts exisiert- was sehen wir dann ?

Geschrieben von Christoph am 03. Juli 1999 at 01:11:22:
Als Antwort auf: kleine sophisterei (nicht auf meinem mist gewachsen) geschrieben von bernhard am 01. Juli 1999 at 17:40:55:
>"man kann sagen, dass der urknall niemals (zu keiner zeit) und nirgendwo (an keinem ort) stattgefunden hat."

>nett, oder?
Ja!

Aber wie kann aus nichts etwas enstehen? Und wenn die Enstehung "niemals"(das impliziert dies ja) stattgefunden hat( auch eine interessante Idee), wo sind wir dann alle gerade, jetzt und in jedem Augenblick unseres "Lebens"?


















von Christoph - am 02.07.1999 23:11

Re: Was, wenn gar nichts exisiert- was sehen wir dann ?

Geschrieben von bernhard am 05. Juli 1999 at 09:42:26:
Als Antwort auf: Re: Was, wenn gar nichts exisiert- was sehen wir dann ? geschrieben von Christoph am 03. Juli 1999 at 01:11:22:
>Aber wie kann aus nichts etwas enstehen? Und wenn die Enstehung "niemals"(das impliziert dies ja) stattgefunden hat( auch eine interessante Idee), wo sind wir dann alle gerade, jetzt und in jedem Augenblick unseres "Lebens"?
ich denke du solltest das (wie generell alles von sophisten) nicht so ernst nehmen.

der dahintestehende gedanke ist einfach der, dass aus der singularität mit dem urknall zeit und raum erst entstanden sind, vorher eben keine zeit (darum niemals) und kein raum (darum nirgendwo) existiert hat.

ich weiß, dass es durch diese erklärung noch schwerer ist, das ganze zu vertehen. was war außen um die singularität herum? was war vor dem urknall (womit wieder eine zeitlich aussage hineingeschmuggelt wäre) usw.
man schützt sich am besten durch simples hinnehmen und durch die weigerung weiterzudenken. wenn du in einer der jetztigen lauen und sternklaren nächte zum himmel blickst und die sterne zählst, äh siehst, dann denk dir: das weltall ist so und so groß, es hat eine grenze und ist trotzdem unendlich.

was ist außerhalb von dieser grenze?

vergiss es und trink noch eine pulle wein, dann wird plötzlich alles ganz leicht ...



















von bernhard - am 05.07.1999 07:42

Re: Was, wenn gar nichts exisiert- was sehen wir dann ?

Geschrieben von Honky am 06. Juli 1999 at 16:41:00:
Als Antwort auf: Re: Was, wenn gar nichts exisiert- was sehen wir dann ? geschrieben von bernhard am 05. Juli 1999 at 09:42:26:
Ein schoenes Bild zum Verstaendnis

der Singularitaet zum "Zeitpunkt" des

Urknalls (wenn es einem Menschen

ueberhaupt moeglich ist), ist die Frage:

Was ist noerdlich des Nordpols?

(Ich glaube das ist von Stephen Hawkings.)

















von Honky - am 06.07.1999 14:41

Re: Quantenkosmologie, Akausalität und Zeitpunkt der Schöpfung..

Geschrieben von Martin V am 06. Juli 1999 at 18:42:50:
Als Antwort auf: Re: Was, wenn gar nichts exisiert- was sehen wir dann ? geschrieben von Honky am 06. Juli 1999 at 16:41:00:
Was war vor dem Urknall impliziert Zeit.

Wir dürfen dieses Konstrukt aber nicht so selbstverständlich hinnehmen.

Ähnlich wie Spencer Browns Laws of Form, dürfte es sich auf physikalischer Ebene abgespielt haben. Es gibt einige Experimente die zeigen, daß das Akausale Prinzip im Universum eine bedeutende Rolle spielt; und zwar niht nur bei Phänomenen unterhalb der Plankschen Grenze.
Angenommen wir verfolgen ein Photon zum Zeitpunkt= Q

Dieses Photon hat eine lange Reise durch das Universum vor sich.

Nach vielen Lichtjahren gelangt Q in die Gravitation einer Galaxie.

Q verhält sich nun angenommen so, daß aus dem Teilchen Q die Wellenfunktion Q wird. Q geht beide Wege als Superposition um die Galaxie. Nach weiteren Lichtjahren trifft es auf die Erde. Ein Wissenschaftler will dieses Photon "einfangen". Er hat eine Meßapperatur vor sich, und hat 2 Möglichkeiten:
(A)Er mißt nicht den Einfall des Photons, ob es entweder oder, von Punkt A in sein Gerät einfällt, oder von Punkt B, sondern seine Streuung. Er wird auf seiner Photoplatte eine Interferrenz sehen, daß heißt, eine Überlagerung von Wellen. Dies bedeutet, das Photon ist in der Vergangenheit BEIDE Wege um die Galaxie gegangen; als komplexe Superposition. Der Wissenschaftler hat an Q nichts verändert.
(B)Der Wissenshaftler mißt den genauen Einfall(Punkt A oder Punkt B) von Q.

In diesem Fall wird er mit einer 50:50 Wahrscheinlichkeit entweder messen, daß Q von Punkt A oder B kommt. Das heißt dann, daß unser Q durch eine Messung in der Gegenwart, den Weg des Photons vor vielen Milliarden Jahren immer noch beeinflussen kann!
Das war ein Gedankenexperiment, das im kleinen Rahmen von Archibald Wheeler mit Erfolg durchgeführt wurde.
Somit denke ich, daß die Frage nach dem DAVOR unsere jetzige Gegenwart sowie die Zukunft betrifft.
Man kann dies auf das starke anthrophische Prinzip ausdehnen.

Demnach enstand das Universum, sich vorerst im "Quantenschaum" von vielen möglichen Universen befindend , durch unsere jetzige Beobachtung, Messung und Existenz.
Haben wir die universelle Quantenwellenfunktion(Quantenkosmologie) kollabieren lassen? Ist "Bewußtsein" ein rekursiver Prozess, damit sich das Universum laufend aktualisieren kann?
Grüße, Admin

















von Martin V - am 06.07.1999 16:42

Re: nicht aktualisiert, erschafft

Geschrieben von Sven am 07. Juli 1999 at 16:01:44:
Als Antwort auf: Re: Quantenkosmologie, Akausalität und Zeitpunkt der Schöpfung.. geschrieben von Martin V am 06. Juli 1999 at 18:42:50:
>Ist "Bewußtsein" ein rekursiver Prozess, damit sich das Universum laufend aktualisieren kann?
Vielleicht sollte man das Pferd mal anders herum aufzäumen. Nicht das Universum erschafft Bewußtsein, um sich selbst zu aktalisieren / beobachten /erkennen. Sondern das Bewußtsein erschafft das Universum, um sich selbst darin zu erkennen.

Der Unterschied? -->



Zwei Menschen sehen das gleiche Universum von zwei verschiedenen Standpunkten aus.
oder
Zwei Menschen sehen vom gleichen Standpunkt zwei verschiedene Universen.
Außerdem könnte man endlich dieses ewige unnötige Abgleichen mit der "Wirklichkeit" lassen. Denn die Wirklichkeit ist nur unser Wunsch, der wahr wird.
Bevor ich zuviel schreibe - wenn Interesse besteht, kann ich ja das Ganze etwas genauer ausführen. Wird dann aber sehr esoterisch. Aber auch eine nette Quantenspielerei. Nur mit der Logik hab ich´s nicht so ;-)
Grüße von Sven




















von Sven - am 07.07.1999 14:01

Re: Quantenkosmologie, Akausalität und Zeitpunkt der Schöpfung..

Geschrieben von Zettel am 07. Juli 1999 at 16:55:12:
Als Antwort auf: Re: Quantenkosmologie, Akausalität und Zeitpunkt der Schöpfung.. geschrieben von Martin V am 06. Juli 1999 at 18:42:50:
>Was war vor dem Urknall impliziert Zeit.

>Wir dürfen dieses Konstrukt aber nicht so selbstverständlich hinnehmen.

>Ähnlich wie Spencer Browns Laws of Form, dürfte es sich auf physikalischer Ebene abgespielt haben. Es gibt einige Experimente die zeigen, daß das Akausale Prinzip im Universum eine bedeutende Rolle spielt; und zwar niht nur bei Phänomenen unterhalb der Plankschen Grenze.

>Angenommen wir verfolgen ein Photon zum Zeitpunkt= Q

>Dieses Photon hat eine lange Reise durch das Universum vor sich.

>Nach vielen Lichtjahren gelangt Q in die Gravitation einer Galaxie.

>Q verhält sich nun angenommen so, daß aus dem Teilchen Q die Wellenfunktion Q wird. Q geht beide Wege als Superposition um die Galaxie. Nach weiteren Lichtjahren trifft es auf die Erde. Ein Wissenschaftler will dieses Photon "einfangen". Er hat eine Meßapperatur vor sich, und hat 2 Möglichkeiten:

>(A)Er mißt nicht den Einfall des Photons, ob es entweder oder, von Punkt A in sein Gerät einfällt, oder von Punkt B, sondern seine Streuung. Er wird auf seiner Photoplatte eine Interferrenz sehen, daß heißt, eine Überlagerung von Wellen. Dies bedeutet, das Photon ist in der Vergangenheit BEIDE Wege um die Galaxie gegangen; als komplexe Superposition. Der Wissenschaftler hat an Q nichts verändert.

>(B)Der Wissenshaftler mißt den genauen Einfall(Punkt A oder Punkt B) von Q.

>In diesem Fall wird er mit einer 50:50 Wahrscheinlichkeit entweder messen, daß Q von Punkt A oder B kommt. Das heißt dann, daß unser Q durch eine Messung in der Gegenwart, den Weg des Photons vor vielen Milliarden Jahren immer noch beeinflussen kann!

>Das war ein Gedankenexperiment, das im kleinen Rahmen von Archibald Wheeler mit Erfolg durchgeführt wurde.

>Somit denke ich, daß die Frage nach dem DAVOR unsere jetzige Gegenwart sowie die Zukunft betrifft.
Sowohl die Welle als auch das Teilchen sind räumliche Gebilde, natürlich mathematisch präzisiert. Sie *müssen* es sein, weil unser Gehirn mit der Anschauungsform des Raums (wie auch derjenigen der Zeit) arbeiten *muss*. (Der sehr kluge Colin McGinn hat diese Einsicht Kants kürzlich wieder in die Bewußtseinsdiskussion eingeführt). Der Sachverhalt ist nun der, daß, je nach Meßoperation, mal das eine und mal das andere räumliche Modell paßt. Da es uns die Eigenschaften unseres Erkenntnisapparats nicht erlauben, beide in ein übergeordnetes Modell zu integrieren, behelfen wir uns mit der Vorstellung einer Superposition, die im (durch den?) Meßvorgang reduziert wird. Das gilt natürlich auch "rückwirkend", d.h. für die Vorstellung, die wir uns vom bisherigen Schicksal des Teilchens machen.
Daß in der **realen** Welt unsere Meßoperation in die Vergangenheit hineinwirkt, scheint mir daraus nicht zu folgen.


>Man kann dies auf das starke anthrophische Prinzip ausdehnen.

>Demnach enstand das Universum, sich vorerst im "Quantenschaum" von vielen möglichen Universen befindend , durch unsere jetzige Beobachtung, Messung und Existenz.

>Haben wir die universelle Quantenwellenfunktion(Quantenkosmologie) kollabieren lassen? Ist "Bewußtsein" ein rekursiver Prozess, damit sich das Universum laufend aktualisieren kann?
Das ist, in meiner Sicht, eben die Gefahr des argumentum ad ignorantiam (oder ex ignoratione, je nachdem), und der Pferdefuss an der Idee der OR: Aus einer Beschränkung unseres Bewußtseins zaubert dieses Argument seine universelle Bedeutung hervor, und das starke anthropische Prinzip rückt, ja sehr zur Freude des Papstes, den Menschen wieder in den Mittelpunkt der Schöpfung.
Wenn ich Freude an Adorno'schen Sprachkunststücken hätte, würde ich sagen: Aus einer epistemischen Not wird eine ontologische Tugend gemacht.
Besser ein Beispiel: Als ich vier war, wohnten wir in einem Dorf mit einer langen Dorfstraße. Beim Herabspazieren waren bestimmte Häuser auf der linken Straßenseite, die laut Auskunft meiner Großmutter beim Zurückmarschieren auf der rechten sein sollten! Ich habe ihr das nicht geglaubt, sondern war der festen Überzeugung, dass sie mich belog: Präoperationale Kinder tendieren dazu, Relationen, die sich aus ihrer eigenen Perspektive ergeben, für Eigenschaften der Dinge zu halten. Just das ist m.E. der Fall, wenn jetzt Theoretiker wie Penrose die Kopenhagener Interpretation durch das Konzept der OR ersetzen.
Gruss
Zettel




















von Zettel - am 07.07.1999 14:55

Re: Quantenkosmologie, Akausalität und Zeitpunkt der Schöpfung..

Geschrieben von Martin V am 08. Juli 1999 at 14:52:31:
Als Antwort auf: Re: Quantenkosmologie, Akausalität und Zeitpunkt der Schöpfung.. geschrieben von Zettel am 07. Juli 1999 at 16:55:12:
Hi Zettel, hier ein kurzer comment:
Sowohl die Welle als auch das Teilchen sind räumliche Gebilde, natürlich mathematisch präzisiert. Sie *müssen* es sein, weil unser Gehirn mit der Anschauungsform des Raums (wie auch derjenigen der Zeit) arbeiten *muss*. (Der sehr kluge Colin McGinn hat diese Einsicht Kants kürzlich wieder in die Bewußtseinsdiskussion eingeführt).
comment: Zweifelst Du an den Prinzipien von Teilchen und Welle, oder steht dies im Kontext zu Deiner oft angesprochenen epistemischen Blindheit des Gehirns?
Der Sachverhalt ist nun der, daß, je nach Meßoperation, mal das eine und mal das andere räumliche Modell paßt. Da es uns die Eigenschaften unseres Erkenntnisapparats nicht erlauben, beide in ein übergeordnetes Modell zu integrieren, behelfen wir uns mit der Vorstellung einer Superposition, die im (durch den?) Meßvorgang reduziert wird. Das gilt natürlich auch "rückwirkend", d.h. für die Vorstellung, die wir uns vom bisherigen Schicksal des Teilchens machen.
comment:Wenn es uns nicht gelingt, beide scheinbar verschiedenen Raummodelle zusammenzuführen, erfinden wir das Superpositionsprinzip, wobei dieses genau in einem Raum-Formalismus beschrieben wird, der sich von den beiden anderen Räumen unterscheidet. Da wir nicht verstehen, was dies zu bedeuten hat, aber damit gut rechnen können, geben wir uns damit zufrieden. Doch ist gerade für mich die Superposition ein logisches Ding; logischer als jede Zweiwertigkeit.

Siehe dazu die "Einführung" auf meiner Page; es werden dazu weitere Seiten folgen.


Daß in der **realen** Welt unsere Meßoperation in die Vergangenheit hineinwirkt, scheint mir daraus nicht zu folgen.
comment:Stimmt, da es meiner Meinung ein Universum gibt, daß nicht-Universum gemeint; indem diese Relativitätsverletzung stattfinden könnte. Ein Ding ist perfekte Ko-operation.



Starkes Antrophisches Prinzip:



Das ist, in meiner Sicht, eben die Gefahr des argumentum ad ignorantiam (oder ex ignoratione, je nachdem), und der Pferdefuss an der Idee der OR: Aus einer Beschränkung unseres Bewußtseins zaubert dieses Argument seine universelle Bedeutung hervor, und das starke anthropische Prinzip rückt, ja sehr zur Freude des Papstes, den Menschen wieder in den Mittelpunkt der Schöpfung.
comment: Niemand weiß, wie weit das Bewußtsein beschränkt ist. Wenn man Bewußtsein(obwohl ich dieses Wort nicht unbedingt mag) mit dem Gehirn gleichstellt(Identitätstheorie), also mit der Rechenleistung unseres neuralen Netzwerkes, kann man ruhig über Grenzen sprechen, und diese Grenzen dazu verwenden, uns in den Mittelpunkt zu stellen. Nur muß dem nicht so sein, und wenn dem nicht so ist, zaubern wir auch nichts hervor.



Wenn ich Freude an Adorno'schen Sprachkunststücken hätte, würde ich sagen: Aus einer epistemischen Not wird eine ontologische Tugend gemacht.

Besser ein Beispiel: Als ich vier war, wohnten wir in einem Dorf mit einer langen Dorfstraße. Beim Herabspazieren waren bestimmte Häuser auf der linken Straßenseite, die laut Auskunft meiner Großmutter beim Zurückmarschieren auf der rechten sein sollten! Ich habe ihr das nicht geglaubt, sondern war der festen Überzeugung, dass sie mich belog: Präoperationale Kinder tendieren dazu, Relationen, die sich aus ihrer eigenen Perspektive ergeben, für Eigenschaften der Dinge zu halten. Just das ist m.E. der Fall, wenn jetzt Theoretiker wie Penrose die Kopenhagener Interpretation durch das Konzept der OR ersetzen.
comment: Also diese Geschichte gefällt mir!

Ich habe mir als Kind dieselbe Frage gestellt, und diese mit 9 Jahren mein links-rechts-Problem. Fährt ein Zug von Punkt A nach Punkt B und stehe ich auf der Seite des fahrenden Zuges, fährt z.b. der Zug von A-->B in Richtung rechts.

Stehe ich auf der anderen Seite, fährt der Zug aber nach links, trotzdem von Punkt A---->B. Ich dachte weiter und schlußfolgerte, daß auch Punkt A und B abhängig von meinem Standpunkt eine Richtungszuweisung erhielten. Ich erkannte, daß ich entweder links-rechts als komplementär ansehen müßte, wenn ich keine Richtung deute, als Relativ wenn ich die Richtung konkret deuten möchte, oder daß unsere menschlichen Konventionen, was wo und wie ist, nur Worte sind. Man erkenne auch in dieser kindlichen Überlegung Ansätze zur Quantentheorie :o)
Nun, Einstein tendierte wie ein Präoperationales Kind (Piaget?)dazu, "Relationen aus der eigenen Perspektive" für Eigenschaften der Welt zu halten(Inertialsystem).
Liebe Gruße,

MV


















von Martin V - am 08.07.1999 12:52

Re: Quantenkosmologie, Akausalität und Zeitpunkt der Schöpfung..

Geschrieben von bernhard am 08. Juli 1999 at 15:46:11:
Als Antwort auf: Re: Quantenkosmologie, Akausalität und Zeitpunkt der Schöpfung.. geschrieben von Martin V am 08. Juli 1999 at 14:52:31:
>comment: Niemand weiß, wie weit das Bewußtsein beschränkt ist. Wenn man Bewußtsein(obwohl ich dieses Wort nicht unbedingt mag) mit dem Gehirn gleichstellt(Identitätstheorie), also mit der Rechenleistung unseres neuralen Netzwerkes, kann man ruhig über Grenzen sprechen, und diese Grenzen dazu verwenden, uns in den Mittelpunkt zu stellen. Nur muß dem nicht so sein, und wenn dem nicht so ist, zaubern wir auch nichts hervor.
einer meiner lehrer sagte immer, das bewusstsein ist größer als das universum. wir können das universum denken, es ist also in unserem bewusstsein. wenn etwas in etwas anderem ist, dann muss das letztere wohl größer als das erstere sein. also ist das bewusstsein größer als das universum

(das erinnerst mich an dragan und alder: mein handy ist stärker als dein fax. du kannst es hier hören: [www.mundstuhl.de])
wie mache ich hier eigentlich einen hyperlink?


















von bernhard - am 08.07.1999 13:46

Re: Quantenkosmologie, Akausalität und Zeitpunkt der Schöpfung..

Geschrieben von Martin V am 08. Juli 1999 at 16:37:14:
Als Antwort auf: Re: Quantenkosmologie, Akausalität und Zeitpunkt der Schöpfung.. geschrieben von bernhard am 08. Juli 1999 at 15:46:11:
einer meiner lehrer sagte immer, das bewusstsein ist größer als das universum. wir können das universum denken, es ist also in unserem bewusstsein. wenn etwas in etwas anderem ist, dann muss das letztere wohl größer als das erstere sein. also ist das bewusstsein größer als das universum

(das erinnerst mich an dragan und alder: mein handy ist stärker als dein fax. du kannst es hier hören: [www.mundstuhl.de])

wie mache ich hier eigentlich einen hyperlink?
Hi bernhard!
Ich habe zu Deiner schönen Überlegung mal nen kleinen Text geschrieben; hat natürlich keinen wissenschaftlichen Anspruch, drückt aber ähnliches aus:
"Doch sehe ich in die Sterne, richte meinen Blick auf, dann bin ich voller Ehrfurcht und Dankbarkeit für das Wunder, das sich vor mir ausbreitet, das Wunder, es sehen zu können, das Wunder, wie mein Blick weit entfernte Gestirne irgendwie berühren kann, das Wunder ist, WO diese Berührung sich ereignet,das Wunder ist, daß ich es nicht weiß. Und wenn ich die Sterne berühren kann, warum dann auch nicht das Geheimniss in mir? "Ich" sucht.."
Ist das Universum in unserem Bewußtsein, oder unser Bewußtsein im Universum?

Gibt es einen Unterschied?


Den Hyperlink: *a href="[...."*Name] des links*/a*



Die Sternchen durch Reihenfolge der Klammern ersetzen.

Dein Link:
Dragan und Alder
cheers,MV



















von Martin V - am 08.07.1999 14:37

Re: Wie Bewußtsein das Universum erschafft

Geschrieben von Sven am 09. Juli 1999 at 11:37:59:
Als Antwort auf: Re: Hi Sven-völlig überrascht! geschrieben von Martin V am 08. Juli 1999 at 14:04:50:
Achtung, jetzt wird´s eso!

Laßt uns das Ganze einmal von der anderen Seite her betrachten:
Ein Bewußtsein existiert, in welcher Form auch immer. Das sei unser Axiom.

Es ist allein - nichts worauf es sich beziehen kann, nichts was es betrachten kann, nichts worüber es bewußt sein kann.

Womit es sich langweilt. Oder träumt. Oder sich einfach vorstellt, was sein könnte. Oder was auch immer.

Nun, das Bewußtsein hat eine "physikalische" Form. Um uns das Gedankenspiel zu erleichter, können wir diese "Gestalt" Energie nennen. Oder, noch einschränkender, eine -Quanten- Welle. Bei jedem Gedanken, bei jeder Bewußtwerdung, verändern sich Teile dieser Wellenfunktion -nona-. Je mehr Interesse das Bewußtsein an einem Gedanken hat, desto mehr Energie erhalten diese speziellen Unterbereiche der Gesamt-Wellenfunktion, desto stabiler werden sie. Desto autarker werden sie. Desto mehr sind sie in sich geschlossen, laufen von alleine. (ein bekannter Prozeß des wirklichen Lebens. Hier bekommen einmal angestoßene Systeme auch eine Stabilität und Eigendynamik - sowohl physikalisch als auch psychologisch)

Stabile, selbst bestimmende Wellen, die ohne "Zutun" von außen ablaufen, aber von außen initiiert wurde. Man mag dies "Urknall nennen". Die stabile Wellenfunktion mag man "Universum" nennen. Ich möchte micht jetzt nicht näher damit abmühen, Den "Unterschied" Materie/Energie/Wellenfunktion zu erklären und so aufzuheben. Mir scheint jeder hier im Forum hat die nötigen Grundkenntnisse der Quantenphysik. Das Materie nur sehr dichte/Starke/stabile Wellenfunktionen ist, dürfte jedem klar sein.
So hat das Bewußtsein das Universum aus sich selbst heraus erschaffen. Oder besser gesagt, das Bewußtsein ist das Universum. Aber das Universum (bzw. eine Unzahl von Universen) ist auch abgetrennt vom Gesamt-Bewußtsein. Und hier liegt die Chance des Bewußtsein, sich selbst zu erkennen. Es untersucht seine eigene Kreation und erkennt sein eigenes Wirken und so sein Sein.

Und dazu schickt es Teile von sich in das Universum. Lauter kleine Bewußtseins. Die die "Materie" bevölkern. Sie kennenlernen, erlernen, begreifen. Und so sich selber. Ob die Bewußtseins von außen in die Universen eingeschickt wurden, oder Reste des Gesamtbewußtsein sind, die beider Materiewerdung der Anfangsschwingung übrigblieben, darüber bin ich mir nicht ganz schlüssig. Für mich klingt letzteres besser.
Mir scheint, so gesehen ist die Abgrenzung Materie und Bewußtsein hinfällig. Was interesssante Möglichkeiten öffnet.

Inkarnation: nicht das seltsame Bestehenbleiben eines durch Materie (Gehirn) geschaffenen Bewußtseins, sondern das beständige Weiterlernen des Bewußtseins.

Gehirn: der Träger des Bewußtseins, irgendwann zu irgendeinem Zweck. Wer sagt, nur Gehirn kann Bewußtsein tragen? Wie geht das? Indem das Bewußtsein die Gehirnmaterie beeinflußt.

Thelepathie, das ganze Eso und Psi Zeug: Bewußtseinswellen, die miteinander und mit dem Gesamt-Bewußtsein interagieren.

Beeinflussung der Materie durch das Bewußtsein:

Auch die kleinen Bewußtseins interagieren mit den stabilen Schwingungen der Materie. Aber da sie sehr viel schwächer sind, haben sie nur viel geringeren Einfluß. So erkennen wir das nur in Bereichen, die nur geringe Energie haben - Licht zum Beispiel, das wir zur Welle oder zum Teilchen werden lassen können. Oder vielleicht noch zu was anderm, wenn unser Bewußtsein es will?

Wenn sich viele Bewußtseins sich zusammenschließen, kann ihr gemeinsamer Wunsch die Materie stärker beeinflussen? Ich denke ja. Querverweis auf morphische Felder und Rupert Sheldrake. Querverweis auf Magie und Materie.
Ich denke, jedes kleine Bewußtsein macht sich sein Universum, so wie es dieses braucht. Es gibt auch ein gemeinsames Universum, das vom Gesamt-Bewußtsein geschaffen und von allen kleinen Bewußtseins gemeinsam genutzt wird.
Ist das Gesamt-Bewußtsein Gott? Keine Ahnung. Klingt recht danach. Aber sicherlich kein banaler auf-dem-Thron-sitzt-Gott.
Wozu das Ganze? Aus Spaß an der Freude?
Naja, soweit sogut.

Liebe Grüße von Sven.
PS: An alle Gödel-Fans. Scientific Americaa hat in der Juni Ausgabe einen netten Würdigungs- und biographischen Artikel über Gödel. Verfasser ist John W. Dawson, Jr. Mir gefällt vor allem der Hinweis, das Gödel seine Unvollständigkeits-Theorie als Wiedergutmachung an die Intuition in der Mathematik aufgefaßt hat.
Blessed be. (Den Gruß mag ich)



















von Sven - am 09.07.1999 09:37

Re: Wie Bewußtsein das Universum erschafft

Geschrieben von Martin V am 09. Juli 1999 at 12:56:48:
Als Antwort auf: Re: Wie Bewußtsein das Universum erschafft geschrieben von Sven am 09. Juli 1999 at 11:37:59:
Hi Sven!

Habe Deinen comment nach oben versetzt, da einige threads aktuell sind, und immer weiter nach unten rutschen.

Ich hab Deine Mail erhalten, und schreibe Dir heut Abend zurück, auch ein comment wird folgen.

Machs gut derweilen und liebe Grüße,

Martin!

















von Martin V - am 09.07.1999 10:56

danke für die antwort auf meine blöde frage ...

Geschrieben von bernhard am 09. Juli 1999 at 16:04:13:
Als Antwort auf: Re: Quantenkosmologie, Akausalität und Zeitpunkt der Schöpfung.. geschrieben von Martin V am 08. Juli 1999 at 16:37:14:
hi martin: merci für deine antwort bzgl. des hyperlinks.

ich hätte mir ja eigentlich nur ein posting mit hyperlink anschauen müssen, um herauszufinden wie es geht.

ich hatte aber wohl die leise hoffnung, dass man es nicht "zu fuß" machen muss, sondern mittels klick auf einen button. tja ...
hier als test der link auf meine frage
Blöde Frage
schönes wochenende
bernhard



















von bernhard - am 09.07.1999 14:04
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