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Das Weltknotenforum
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 18 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 18 Jahren
Beteiligte Autoren:
Martin V, A-Martin V, bernhard

antwort auf martin

Startbeitrag von bernhard am 02.07.1999 15:16

Geschrieben von bernhard am 02. Juli 1999 at 17:16:13:
hi martin und sailor,
ich fang jetzt mal mit meinem text eine neue reihe an, damit wir mit der ganzen antworterei nicht zuweit nach rechts rutschen (war das verständlich?).
ich möchte in der kürze der zeit nicht auf deine antworten eingehen, martin, nur einen gedanken möchte ich hier loswerden. er beteiligt sich nicht unmittelbar am vorangegangenen disput, sondern befindet sich in einer meta-ebene dazu.
in meiner ganzen studienzeit (die mehr oder weniger immer noch andauert) habe ich eines gelernt: dass man fast jede meinung überzeugend begründen kann. man kann immer (wohlklingende) belegstellen finden, es findet sich oft plausibilität auch in konträren meinungen, die verschiedenen denkschulen (vgl. l. fleck: die entstehung einer wissenschaftlichen tatsache, suhrkamp. ähnlich t. kuhn) bauen geschlossene denkgebäude, die zweifellos etwas attraktives, aber auch etwas dogmatisches haben. fleck illustriert das sehr schön mit der einführung der elefen in den kreis der wissenschaftler. es ist im prinzip eine indoktrination, die über lehrbücher etc. stattfindet.
deshalb ist meine forderung für den wissenschaftlichen diskurs:

größtmögliche offenheit für andere meinungen und die bereitschaft seine eigene position ständig zu überdenken und ggf. zu revidieren. damit verbunden ist auch die forderung, sich durch ein empathisches hineinversetzen in des anderen situation größtmögliche anstrengungen zu unternehmen, dessen position zu verstehen.

wie habermas es ausdrückt: es zählt nur der zwanglose zwang des besseren arguments.

(darum auch der angriff gegen schließende argumentationen)
(vielleicht etwas rudimentär und fragmentarisch, dieses posting, ich hoffe ihr konntet etwas damit anfangen.)
nur eines: als analog wollte ich die sprache verstanden wissen, die eben voll ist von "rauschen", ungenauigkeiten, redundanzen, missverständnissen.

digital wäre dann eher dein ideal, martin, zu nennen (vgl. L.W. I): verzerrungsfrei, exakt usw.
schönes wochenende

bernhard















Antworten:

Re: Wissenschaft, Dogmatik, Diskurs und emphatisches Wissen..

Geschrieben von A-Martin V am 02. Juli 1999 at 18:57:21:
Als Antwort auf: antwort auf martin geschrieben von bernhard am 02. Juli 1999 at 17:16:13:
>hi martin und sailor,

>ich fang jetzt mal mit meinem text eine neue reihe an, damit wir mit der ganzen antworterei nicht zuweit nach rechts rutschen (war das verständlich?).

>ich möchte in der kürze der zeit nicht auf deine antworten eingehen, martin, nur einen gedanken möchte ich hier loswerden. er beteiligt sich nicht unmittelbar am vorangegangenen disput, sondern befindet sich in einer meta-ebene dazu.

>in meiner ganzen studienzeit (die mehr oder weniger immer noch andauert) habe ich eines gelernt: dass man fast jede meinung überzeugend begründen kann. man kann immer (wohlklingende) belegstellen finden, es findet sich oft plausibilität auch in konträren meinungen, die verschiedenen denkschulen (vgl. l. fleck: die entstehung einer wissenschaftlichen tatsache, suhrkamp. ähnlich t. kuhn) bauen geschlossene denkgebäude, die zweifellos etwas attraktives, aber auch etwas dogmatisches haben. fleck illustriert das sehr schön mit der einführung der elefen in den kreis der wissenschaftler. es ist im prinzip eine indoktrination, die über lehrbücher etc. stattfindet.

>deshalb ist meine forderung für den wissenschaftlichen diskurs:

>größtmögliche offenheit für andere meinungen und die bereitschaft seine eigene position ständig zu überdenken und ggf. zu revidieren. damit verbunden ist auch die forderung, sich durch ein empathisches hineinversetzen in des anderen situation größtmögliche anstrengungen zu unternehmen, dessen position zu verstehen.

>wie habermas es ausdrückt: es zählt nur der zwanglose zwang des besseren arguments.

>(darum auch der angriff gegen schließende argumentationen)

>(vielleicht etwas rudimentär und fragmentarisch, dieses posting, ich hoffe ihr konntet etwas damit anfangen.)

>nur eines: als analog wollte ich die sprache verstanden wissen, die eben voll ist von "rauschen", ungenauigkeiten, redundanzen, missverständnissen.

>digital wäre dann eher dein ideal, martin, zu nennen (vgl. L.W. I): verzerrungsfrei, exakt usw.

>schönes wochenende

>bernhard

--------------------------------------------------------------------------------
Hi Bernhard,
interessanter Text! Ich möchte morgen darauf antworten (hoffe auch Sailor),

liebe Grüße,
Martin


















von A-Martin V - am 02.07.1999 16:57

Re: Wissenschaft und Denkgebäude

Geschrieben von Martin V am 06. Juli 1999 at 19:53:53:
Als Antwort auf: Re: Wissenschaft, Dogmatik, Diskurs und emphatisches Wissen.. geschrieben von A-Martin V am 02. Juli 1999 at 18:57:21:
>>hi martin und sailor,

>>ich fang jetzt mal mit meinem text eine neue reihe an, damit wir mit der ganzen antworterei nicht zuweit nach rechts rutschen (war das verständlich?).

>>ich möchte in der kürze der zeit nicht auf deine antworten eingehen, martin, nur einen gedanken möchte ich hier loswerden. er beteiligt sich nicht unmittelbar am vorangegangenen disput, sondern befindet sich in einer meta-ebene dazu.

>>in meiner ganzen studienzeit (die mehr oder weniger immer noch andauert) habe ich eines gelernt: dass man fast jede meinung überzeugend begründen kann. man kann immer (wohlklingende) belegstellen finden, es findet sich oft plausibilität auch in konträren meinungen, die verschiedenen denkschulen (vgl. l. fleck: die entstehung einer wissenschaftlichen tatsache, suhrkamp. ähnlich t. kuhn) bauen geschlossene denkgebäude, die zweifellos etwas attraktives, aber auch etwas dogmatisches haben. fleck illustriert das sehr schön mit der einführung der elefen in den kreis der wissenschaftler. es ist im prinzip eine indoktrination, die über lehrbücher etc. stattfindet.

>>deshalb ist meine forderung für den wissenschaftlichen diskurs:

>>größtmögliche offenheit für andere meinungen und die bereitschaft seine eigene position ständig zu überdenken und ggf. zu revidieren. damit verbunden ist auch die forderung, sich durch ein empathisches hineinversetzen in des anderen situation größtmögliche anstrengungen zu unternehmen, dessen position zu verstehen.

>>wie habermas es ausdrückt: es zählt nur der zwanglose zwang des besseren arguments.

>>(darum auch der angriff gegen schließende argumentationen)

>>(vielleicht etwas rudimentär und fragmentarisch, dieses posting, ich hoffe ihr konntet etwas damit anfangen.)

>>nur eines: als analog wollte ich die sprache verstanden wissen, die eben voll ist von "rauschen", ungenauigkeiten, redundanzen, missverständnissen.

>>digital wäre dann eher dein ideal, martin, zu nennen (vgl. L.W. I): verzerrungsfrei, exakt usw.

>>schönes wochenende

>>bernhard

>--------------------------------------------------------------------------------

>Hi Bernhard,

>interessanter Text! Ich möchte morgen darauf antworten (hoffe auch Sailor),

>liebe Grüße,

>Martin

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Hi Bernhard!

Dein posting ist wirklich nicht schnell zu beantworten.

Ich will einen comment schreiben, wenn ich die nötige Ruhe dazu habe!

Hoffe, morgen habe ich diese.
liebe Grüße,

MV



















von Martin V - am 06.07.1999 17:53
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