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Erster Beitrag:
vor 18 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 18 Jahren
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Martin V, Sailor

Wissenschaft und Denkgebäude

Startbeitrag von Sailor am 09.07.1999 10:59

Geschrieben von Sailor am 09. Juli 1999 at 12:59:34:
Einen schönen, sprachich logischen, Guten Morgen

an bernhard und Martin (admin, a-martin-v, martin v., martin voggenberger, arche ... wie denn nun eigentlich?!)

Mir gehts ähnlich wie Martin, ich brauche etwas Zeit, um mich zu belesen um auf diesem hohen Niveau keinen Unsinn zu erzählen. Allerdings bin ich auch mehr der Realist mit dem Bezug zur Praxis, Martin ich versuche nicht alles bis ins Unendliche (itterativ) zu abstrahieren. Ich mag es, wenn alle Denkmodelle ihre Entsprechungen auch in der Realität finden. Das war das, mit dem Absolutheitsanspruch!

Außerdem birgt die fortlaufende Abstraktion eine Gefahr in sich: Man kann sprachlich-logisch alles abstrahieren (oder auch verallgemeinern) und es damit auf eine höhere Ebene stellen. Bis zur Unendlichkeit jedoch ist das wie mit den "Spezialisten", die wissen anfangs wenig über viel, dann immer mehr über immer weniger, dann viel über wenig und in der unendlichen (logisch zwar exakten, aber realitätsfremden) Abstraktion dann ALLES über NICHTS!

Außerdem kommt mir hier die Sprache in ihrer analogen Seite etwas zu kurz weg.

Ich finde, das man das ändern müßte! Meine Äßerungen dazu nach besagtem Studium der einschlägigen Literatur. Da ich aber im Moment existenzielle Probleme wälze, wird das wohl noch eine gewisse Zeit auf sich warten lassen.
bernhard, Martin ich grüße Euch

Sailor - (unter vollen Segeln, auf allen Meeren) AHOI



















Antworten:

Re: Abstraktionen und Objekte

Geschrieben von Martin V am 13. Juli 1999 at 22:32:18:
Als Antwort auf: Wissenschaft und Denkgebäude geschrieben von Sailor am 09. Juli 1999 at 12:59:34:


Ahoi Sailor!
Gegeben ist ein Objekt.

Gegeben ist ein Beobachter.

Ein Beobachter beschreibt Objekte.

Ein Beobachter kann das Objekt nicht per se erfassen.

Ein Beobachter kann nur beschreiben.

Ein Beobachter muß die Beschreibung beschreiben, sonst bleibt die Beschreibung auf einer Ebene 1.Ordnung, die aber noch keinen Beobachter enstehen läßt.

Die Beschreibung der Beschreibung ist eine Abstraktion der Abstraktion 1. Ordnung, wobei diese nicht zu "sehen" ist (Heinz von Foerster).

Der Beobachter kann, wenn er Mathematiker oder Logiker ist, eine Abstraktion, ohne Bezug zum Objekt herstellen, jedenfalls seit Gödel wissen wir das.

Ein Mathematiker operiert auf der Ebene der Abstraktion 1. Ordnung, und der Beobachtung 2.Ordnung. Daraus ergibt sich eine Inkonsistenz. Diese wiederum ist der "nicht-Bezug" zum Objekt, der sich aber als WAHR herausstellt, aber nicht beweisbar, da er nicht-formal ist. Demnach ist nicht-formal der nicht-Bezug.

Der nicht-Bezug operiert also auf umwegen zum Objekt, die paradoxal sind.

Ein Metamathematiker stellt die natürliche Ordnung wieder her. Die Metamathematik hat aber den Ruf höchster Abstraktion, doch genau diese ist es, die wieder eine direkte Verbindung zum Objekt schafft, obwohl sie auf den ersten Blick nichts damit zu tun hat.
Ahoi, Sailor,

MV



















von Martin V - am 13.07.1999 20:32
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