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Das Weltknotenforum
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vor 16 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 8 Monaten
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ForumLeser, Martin V, Kay S, steff, Gustav Grusel (keiner ist gruseliger)

Körper oder ewiges Bewusstsein?

Startbeitrag von ForumLeser am 11.11.2000 23:26

Geschrieben von ForumLeser am 12. November 2000 00:26:12:
Körper oder ewiges Bewusstsein?














Antworten:

Geschrieben von Kay S am 12. November 2000 13:02:40:
Als Antwort auf: Körper oder ewiges Bewusstsein? geschrieben von ForumLeser am 12. November 2000 00:26:12:
Guten Mittag ForumsLeser ( wer ist das nicht ?),
ein spritziger Dialog mit provokanten Thesen, den Du hierher gestellt hast.(Die Aufmachung hat mir besonders gut gefallen ! )

Hast Du einen Vorschlag, was nun damit anzufangen wäre? Verpieseln gilt nicht.

Konkret gefragt, bist Du der Meinung, dass Akreo und der Typ vom Aldebaran recht haben, mit ihrer Behauptung, dass Wahrnehmungen keine Hirnvorgänge seien und dass ihre Argumente und Gedankenexperimente i.w. korrekt ausgeführt sind?

Wenn ja, würdest Du ihre Thesen auch im "Weltknoten" verteidigen?

( Churchland scheint mir die einzige Person des Gesprächs zu sein, die nicht nur

im Bild, sondern auch im Wort zur Karrikatur wird. Vielleicht sollte später jemand ein gutes Wort für ihn einlegen. )
Viele Grüße

Kay
















von Kay S - am 12.11.2000 12:02
Geschrieben von ForumLeser am 12. November 2000 16:34:04:
Als Antwort auf: Re: Körper oder ewiges Bewusstsein? geschrieben von Kay S am 12. November 2000 13:02:40:
>Hast Du einen Vorschlag, was nun damit anzufangen wäre?
Ihr sollt damit nichts anfangen. Warum muss man immer etwas mit etwas angangen können? Kann man das nicht mal so im Raum stehen lassen? Einfach nur mal gelesen haben und wirken lassen. Nichts weiter.


>Konkret gefragt, bist Du der Meinung, dass Akreo und der Typ vom Aldebaran recht haben, mit ihrer

>Behauptung, dass Wahrnehmungen keine Hirnvorgänge seien und dass ihre Argumente und

>Gedankenexperimente i.w. korrekt ausgeführt sind? Wenn ja, würdest Du ihre Thesen auch im

>"Weltknoten" verteidigen?
Ich habe keine Meinung dazu. Warum soll man immer zu irgendetwas eine Meinung haben? Damit legt man sich nur auf etwas fest und das kann gar nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Gerade bei solchen Themen, die eine reine Glaubenssache sind. Denn kein Mensch, egal ob sie (oder soll ich sagen "Ihr Körper"?) Wissenschaftler, Philosophen oder Esoteriker sind, weiss es wirklich.

Ich könnte sagen ich stehe auf Churchlands Seite... dann würden viele Akreo's kommen und mir sagen, dass ich "falsch" liege und anders denken sollte. Ich könnte aber auch sagen "ja die Zwei Typen habens voll gerafft und das ist auch genau meine Meinung". Dann würden viele Churchland's kommen und mir sagen, ich liege "falsch" und es sei alles aus der Luft gegriffen. Wie auch immer, solange man eine Meinung (zu dem Thema) hat, solange gibt es Gegenmeinungen und es wird gefordert, seine Meinung zu "verteidigen". Aber wozu das alles? Ich weiss es nicht.


>Churchland scheint mir die einzige Person des Gesprächs zu sein, die nicht nur

>im Bild, sondern auch im Wort zur Karrikatur wird. Vielleicht sollte später jemand ein gutes Wort für ihn

>einlegen.
Wieso Im Bild? Dann doch eher noch der Moderator. Im Wort ja. Man erkennt, das der Text von einem Menschen gemacht wurde, der sich selbst mit Akreo bzw. Al van Debaran identifiziert. Denn Menschen, die sich mit Churchland identifizieren, würden nie so ein Thema in dieser Art darstellen. Und wenn doch, dann würden eher Akreo/AlvanDebaran als Karrikatur dastehen.


ForumLeser


















von ForumLeser - am 12.11.2000 15:34
Geschrieben von Martin V am 12. November 2000 17:10:18:
Als Antwort auf: Re: Körper oder ewiges Bewusstsein? geschrieben von ForumLeser am 12. November 2000 16:34:04:
Hi,





Ich habe keine Meinung dazu. Warum soll man immer zu irgendetwas eine Meinung haben? Damit legt man sich nur auf etwas fest und das kann gar nicht der Weisheit letzter Schluss sein.



Aber Du musst doch aus einer Intention heraus gehandelt haben, diesen Hyperlink in den Weltknoten zu setzen. Dass diese Intention "wertfrei" war, glaube ich nicht, denn es widerpricht dem Begriff der "Intention".



Gerade bei solchen Themen, die eine reine Glaubenssache sind. Denn kein Mensch, egal ob sie (oder soll ich sagen "Ihr Körper"?) Wissenschaftler, Philosophen oder Esoteriker sind, weiss es wirklich.



Stimme ich zu. Niemand weiss derzeit, was denn "Bewusstsein" ist. Nein, jeder weiss, was Bewusstsein ist. Jeder (ich vermute es) hat "es" ja und ist das ihm unmittelbarste Phänomen das möglich ist. Metzinger schrieb einmal, Bewusstein sei uns nah und fern zugleich.



Es stimmt schon. Aber wie ist es, keine Meinung zu haben? Das ist doch auch eine Meinung.
Kay:



Churchland scheint mir die einzige Person des Gesprächs zu sein, die nicht nur

im Bild, sondern auch im Wort zur Karrikatur wird. Vielleicht sollte später jemand ein gutes Wort für ihn einlegen.



Stimme ich auch zu. Ich denke, Churchland (aber auch seine Frau, deshalb spreche ich lieber über die "Churchlands") hat ganz interessante und alles andere als triviale Gegenargumente zu bieten, die in diesen Text natürlich nicht aufscheinen. Sozusagen ein Churchland, dem etwas von seinem IQ genommen wurde. Auf meiner "Qualia" Seite habe ich Churchlands Einwand gegen Searles Chinesisches Zimmer angerissen. Auch wenn es mir nicht so erscheint, als würde dieses Gegenargument wirken, zeigt es doch eine grosse Eleganz und zeugt von gutem logischen Denken.



Wieso Im Bild? Dann doch eher noch der Moderator. Im Wort ja. Man erkennt, das der Text von einem Menschen gemacht wurde, der sich selbst mit Akreo bzw. Al van Debaran identifiziert.



Unweigerlich.



Denn Menschen, die sich mit Churchland identifizieren, würden nie so ein Thema in dieser Art darstellen. Und wenn doch, dann würden eher Akreo/AlvanDebaran als Karrikatur dastehen.



Klar.
Akreo argumentiert nach meiner Meinung (auch wenn "Meinungen" nach Forumleser nichts gutes in sich tragen - aber ich setzte damit ja keinen absoluten Wahrheitsanspruch): Wenn ich meine Schädeldecke öffne, mich vor einen Spiegel stelle, dann sehe ich grob gesehen, mein Gehirn (es muss nicht das Gehirn sein, es genügt auch, sich einfach in den Spiegel zu sehen). Und diese "Wahrnehmung" "meines" Gehirns ist nicht mein Gehirn, sondern die "Wahrnehmung" "meines" Gehirns. Man kann also nicht aus sich selbst austreten. Man kann nicht wahrnehmen, ohne wahrzunehmen. Dann gäbe es nichts mehr wahrzunehmen. Aber hier sind wir nicht mehr bei "Qualia und co" sondern bei Kant sowie dem Konstruktivismus. Man substituiere einfach "Wahrnehmung" durch "Beobachtung", dann sind wir in den verschiedensten Disziplinen der gegenwärtigen Erkenntnistheorie.
Ich fragte einmal einen Prof. unter einer Neuropsychologischen Vorlesung, ob seine Wahrnehmung von mir in der ersten Reihe sitzend und direkt "vor ihm", derzeit seine neuronale Aktivität sei. Er antwortete mit: Ja. Dann fragte ich ihn, ob ich vor ihm sitze. Er antwortete mit: Ja. Dann fragte ich ihn, ob er wüsste, dass ich "vor ihm" sitze. Er antwortete mir: Weiss nicht.
Das Leib-Seele Problem, um einen alten ehrwürdigen Ausdruck zu verwenden hat sein Urproblem in der Spaltung Subjekt - Objekt. Das ist der Weltknoten Schopenhauers. Und der Titel dieses Forums.
PS Kay: Akreo scheint mir Neoschamanist zu sein ;)



MV
















von Martin V - am 12.11.2000 16:10
Geschrieben von ForumLeser am 12. November 2000 20:05:15:
Als Antwort auf: Re: Körper oder ewiges Bewusstsein? geschrieben von Martin V am 12. November 2000 17:10:18:
Hallo,
>Aber Du musst doch aus einer Intention heraus gehandelt haben, diesen Hyperlink in den Weltknoten zu setzen. Dass

>diese Intention "wertfrei" war, glaube ich nicht, denn es widerpricht dem Begriff der "Intention"
Da hast du Recht. Alles hat eine Ursache. Das ganze Leben ist eine einzige Kausalität. Und mein Beweggrund war, Information zu verbreiten. Andere Menschen zum Nachdenken zu bewegen. Nachdenken und die eigenen Schlussfolgerungen wirken lassen. Mehr nicht.


>Stimme ich zu. Niemand weiss derzeit, was denn "Bewusstsein" ist. Nein, jeder weiss, was Bewusstsein ist. Jeder (ich

>vermute es) hat "es" ja und ist das ihm unmittelbarste Phänomen das möglich ist. Metzinger schrieb einmal, Bewusstein

>sei uns nah und fern zugleich.
Kleiner Einspruch. Wissen ist nicht gleichzusetzen mit kennen. Wir kennen unser eigenes Bewusstsein, haben es aber nicht erkannt. Wir glauben zu wissen, dass wir eins haben, wissen aber nicht, was es ist und wie es funktioniert.


>Es stimmt schon. Aber wie ist es, keine Meinung zu haben? Das ist doch auch eine Meinung.
Heutzutage ist es leider so, dass man immer eine Meinung haben muss. Doch die ist nicht für mich, sondern immer für die anderen wichtig. Die Menschen denken in Schubladen. Jeder muss eine Meinung haben, damit er in eine der Schubladen der anderen gesteckt werden kann. Aber im Grunde interessiert keinem Menschen die Meinung eines anderen wirklich. Höchstens um sich selbt zu bestätigen bzw. den anderen neu zu kategorisieren.

Je mehr ich jetzt über das Wort "Meinung" nachdenke, desto weniger glaube ich zu wissen, was es eigentlich bedeutet.

Ich kann mir zu einem Thema Gedanken machen und die Schlussfolgerungen "preisgeben". Ist das dann eine Meinung? Wenn ja, dann habe ich eine, aber die kann dann von min. zu min. wechseln.


>Akreo argumentiert nach meiner Meinung (auch wenn "Meinungen" nach Forumleser nichts gutes in sich tragen - aber ich

>setzte damit ja keinen absoluten Wahrheitsanspruch):
1. Ich habe nie behauptet, dass Meinungen nichts gutes in sich tragen. Meinungen an sich sind weder Gut noch Böse. Jede eigene Meinung entsteht durch Logik/Kausalität. Was ist an Logik falsch? Erst wenn man versucht, seine Meinung anderen aufzudrängen oder überhaupt die geistige Meinung in der materiellen Welt zu manifestieren, entsteht das subjektve Gut/Böse (bei den anderen)

2. Du setzt keinen Wahrheitsanspruch, jedoch einen Besitzanspruch. Du schreibst: "Akreo argumentiert nach meiner Meinung". Schreib einfach, ihr seid beide durch logische Schlussfolgerungen auf das selbe Ergebnis gekommen.


ForumLeser
















von ForumLeser - am 12.11.2000 19:05
Geschrieben von Gustav Grusel (keiner ist gruseliger) am 12. November 2000 20:40:41:
Als Antwort auf: Körper oder ewiges Bewusstsein? geschrieben von ForumLeser am 12. November 2000 00:26:12:

Es gibt auch Körper ohne das geringste Bewusstsein !

Sowohl im Leben als im Tode.

(der am foto is so einer)


















von Gustav Grusel (keiner ist gruseliger) - am 12.11.2000 19:40
Geschrieben von Martin V am 13. November 2000 13:19:31:
Als Antwort auf: Re: Körper oder ewiges Bewusstsein? geschrieben von ForumLeser am 12. November 2000 20:05:15:
Hi,





Da hast du Recht. Alles hat eine Ursache. Das ganze Leben ist eine einzige Kausalität. Und mein Beweggrund war, Information zu verbreiten. Andere Menschen zum Nachdenken zu bewegen. Nachdenken und die eigenen Schlussfolgerungen wirken lassen. Mehr nicht.



d' accord



Kleiner Einspruch. Wissen ist nicht gleichzusetzen mit kennen. Wir kennen unser eigenes Bewusstsein, haben es aber nicht erkannt. Wir glauben zu wissen, dass wir eins haben, wissen aber nicht, was es ist und wie es funktioniert.



Demnach:
1. Wir kennen unser Bewusstsein

2. Wir glauben zu wissen, dass wir Bewusstsein haben
Schlussfolgerung?



Heutzutage ist es leider so, dass man immer eine Meinung haben muss. Doch die ist nicht für mich, sondern immer für die anderen wichtig. Die Menschen denken in Schubladen. Jeder muss eine Meinung haben, damit er in eine der Schubladen der anderen gesteckt werden kann. Aber im Grunde interessiert keinem Menschen die Meinung eines anderen wirklich. Höchstens um sich selbt zu bestätigen bzw. den anderen neu zu kategorisieren.



Trotzdem: Keine Meinung zu haben, ist auch eine Meinung. Und das trifft auf Dich zu. Oder man sagt ganz einfach, worüber man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen. Kennen wir ja, diesen Tracatat. Aber in Bezug zur Thematik "Bewusstsein" wisssen wir noch nicht, ob wir nicht darüber sprechen können. Also sollte man vorerst mal darüber reden.



Je mehr ich jetzt über das Wort "Meinung" nachdenke, desto weniger glaube ich zu wissen, was es eigentlich bedeutet.



Das ist in jeden Fall so. Wiederhole laut ein bestimmtes Wort sehr schnell 30 mal. Zum Beispiel "Geist". Plötzlich weiss man nicht mehr, was dieses Wort bedeuteten soll. Dies sei eine Analogie auf Dein geschriebenes.



Ich kann mir zu einem Thema Gedanken machen und die Schlussfolgerungen "preisgeben". Ist das dann eine Meinung? Wenn ja, dann habe ich eine, aber die kann dann von min. zu min. wechseln.



Jeder Mensch hat ein Überzeugungssystem. Auch wenn ein Mensch behauptet, er hätte keines, so ist sein Überzeugungssystem so, dass er keine Überzeugungen hätte. Das ist wiederum ein Überzeugungssystem.



1. Ich habe nie behauptet, dass Meinungen nichts gutes in sich tragen. Meinungen an sich sind weder Gut noch Böse. Jede eigene Meinung entsteht durch Logik/Kausalität. Was ist an Logik falsch? Erst wenn man versucht, seine Meinung anderen aufzudrängen oder überhaupt die geistige Meinung in der materiellen Welt zu manifestieren, entsteht das subjektve Gut/Böse (bei den anderen)



d'accord



2. Du setzt keinen Wahrheitsanspruch, jedoch einen Besitzanspruch. Du schreibst: "Akreo argumentiert nach meiner Meinung". Schreib einfach, ihr seid beide durch logische Schlussfolgerungen auf das selbe Ergebnis gekommen.



Nicht klar. Meinungen an sich sind nach Dir weder Gut noch Böse. Subjektive Meinungen aber, stempeln den Anderen automatisch ab. Mein-ungen aber kann nur vertreten, der eine eine Meinung hat. Und dies ist in jeden Fall an eine Person gebunden. Deshalb meine Meinung. Man kann dies relativieren, indem man schreibt "meiner Meinung nach" oder "ich denke dass x so ist" in Gegensatz zu "x ist so".



Grüsse,

MV
















von Martin V - am 13.11.2000 12:19
Geschrieben von Kay S am 13. November 2000 15:39:28:
Als Antwort auf: Re: Körper oder ewiges Bewusstsein? geschrieben von Martin V am 12. November 2000 17:10:18:
Hallo Martin,
freut mich, dass Du nicht zu zimperlich bist, eine Meinung zu haben :)

Ich finde das ganze hat etwas mit Anstellerei zu tun. Ich bin auch für keinen Kriegsschauplatz, bei dem das Blut spritzt und das Metall blitzt, aber bei Leuten, die Denkanstöße geben wollen und hernach wieder verschwinden, fühle ich mich wie ein vereinsamter Sokrates. Ich verstehe all diese zarten Jungs nicht, die keine Meinung mehr haben wollen. Es hat so lange gedauert, einmal wieder über ein großes, öffentliches, dialogisches Medium zu verfügen. Die Ansicht, dass Wahrheit sich vornehmlich dem stillen, kontemplativen Leser und Schreiber monologisch erschließt, hat unsere Kultur lange beherrscht. Das meiste aber, was geschrieben wird, verfault irgendwo in den Archiven. Da müht sich irgendeine arme Nuss Jahre lang ab und kein Hahn kräht danach. Warum auch? Das meiste ist ohnehin Redundanzmasse. Schön, wenn jemand in konzentrierer Form sagen kann, was er denkt und einen nicht hunderte von Seiten lang mit Altbekanntem zuschwafelt. Nur hervorragenden Stilisten verzeiht man dergleichen.
Zum Thema: ich würde mich dafür interssieren, wie man Komplexität beobachtet.

Was heißt es für einen Beobachter ein komplexes dynamisches System zu beobachten? Mir scheint, ein Beobachter kann dies nur, indem er Beobachterframes bildet, die auf einen Ausschnitt gerichtet sind und diese Beobachterframes dann integriert. Auf diese Weise entstehen Merkmalskarten.

Beobachterframes unterscheiden sich sowohl in Hinblick auf den Gehalt, den sie aufnehmen können, wie auch im Hinblick auf ihren maximalen Informationsgehalt.

Der Beobachterframe der klassischen Physik war z.B. einer der Teilchen messen konnte und eine unendlich hohe Kapazität besaß.

Kann es sein, dass wir zwar ein lokal konsistentes Weltbild haben, dass es jedoch Verständnissebenen gibt, die wir nicht auf konventionelle Weise framen können? Triviales Anschauungsbeisbiel: die gute alte Ameise, die auf einer Kugel lebt. Sie kann die Kugel kartieren, ihren Krümmungsradius bestimmen usw. aber sie muss dennoch keinerlei Vorstellung von der Kugel als einer Form besitzen, die ihr auch visuell, als eine Ganzheit erscheinen kann? Kann es aber sein, dass sie von der Kugel träumt?

Könnte dasselbe auch zutreffen, wenn wir komplexe Prozesse framen wollen?

Kann es sein, dass der Prozessframe, der die Hirnaktivität als Ganze abbildet von ganz anderer Art ist, als jene, die wir verwenden, wenn wir es lokal kartieren in I/O-Schemata? Könnte dasselbe auch für komlpexe Computerprogramme zutreffen? Ist es überhaupt verwunderlich, wenn wir uns das nicht vor-stellen können?
>PS Kay: Akreo scheint mir Neoschamanist zu sein ;)
Ja, Du hast recht, man sollte ihn verbrennen ;)
Viele Grüße

Kay


















von Kay S - am 13.11.2000 14:39
Geschrieben von ForumLeser am 13. November 2000 20:40:17:
Als Antwort auf: Re: Körper oder ewiges Bewusstsein? geschrieben von Martin V am 13. November 2000 13:19:31:
Ok, weiter zur nichstsagenden SchwätzerRunde :-) (ist nicht negativ gemeint)
>Demnach:

>1. Wir kennen unser Bewusstsein

>2. Wir glauben zu wissen, dass wir Bewusstsein haben

>Schlussfolgerung?
Wie ich schon sagte: Kennen ist nicht gleich wissen. (Meine Schlussfolgerung)


>Trotzdem: Keine Meinung zu haben, ist auch eine Meinung. Und das trifft auf Dich zu. Oder man sagt ganz einfach, worüber man nicht

>sprechen kann, darüber soll man schweigen. Kennen wir ja, diesen Tracatat. Aber in Bezug zur Thematik "Bewusstsein" wisssen wir

>noch nicht, ob wir nicht darüber sprechen können. Also sollte man vorerst mal darüber reden.
Ja, viel Reden, aber nichts sagen. Darüber zu sprechen bzw. zu versuchen zu einem absolutem Schluss zu kommen, ist irgendwie fractal. Man dreht sich immer im Kreis. Egal welche Richtung man einschlägt, man kommt immer auf einen Punkt zurück. Ich assoziere das gerade eben mit einer rekursiven Endlosschleife. Frag nicht warum.


>Jeder Mensch hat ein Überzeugungssystem. Auch wenn ein Mensch behauptet, er hätte keines, so ist sein Überzeugungssystem so,

>dass er keine Überzeugungen hätte. Das ist wiederum ein Überzeugungssystem
Schon klar. Auch wenn einer kein Glauben hat, dann ist es sein Glauben, dass er keinen hat. Das streite ich auch nicht ab. Nur wenn man von Überzeugung (=Meinung?) spricht, dann muss man etwas differenzieren. Überzeugt sein, heisst, sich etwas so einzureden, dass man daran glaubt (also unbewusst darauf zurückkommt). Nur wenn diese "überzeugt sein"-Grenze sehr niedrig ist, kommt es zu keiner Überzeugung in dem Sinne bzw. die Überzeugung ist nur sehr kurze Zeit vorhanden (so wie bei mir).

Auserdem ist es ein nat. Gesetz, dass nichts ewig bleibt, alles in einem Fluss ist. So bald man sich eine Meinung (Überzeugung) aufgebaut hat, ist sie statisch und bringt wiederstand mit sich. (bestes Bsp.ältere Menschen = sturrer, da festere (aber nicht gleich richtigere) Überzeugung)
ForumLeser
















von ForumLeser - am 13.11.2000 19:40
Geschrieben von steff am 17. November 2000 20:24:48:
Als Antwort auf: Re: Körper oder ewiges Bewusstsein? geschrieben von Gustav Grusel (keiner ist gruseliger) am 12. November 2000 20:40:41:
>Es gibt auch Körper ohne das geringste Bewusstsein !

>Sowohl im Leben als im Tode.

>(der am foto is so einer)
Stimme ich dir voll zu.
Meiner Meinung nach ist aber nicht wichtig, was Bewußtsein ist, sondern es ist einfach ne Tatsache, daß man Bewußtsein hat - und entgegen diesem "ehrenwerte Herr" am Foto soll man zusehen, daß man auch was daraus macht!!! Bewußtsein ist das, was den Menschen vom Tier unterscheidet - eigenständig denken können, planen, konstruieren, etc. - es ist aber auch ne große Verantwortung, damit richtig umzugehen (siehe die Geschichte des Menschen) - der Mensch hat nämlich ein großes Problem, er ist ein Egoist und dies kombiniert mit den Früchten des Bewußtseins ergibt im Endeffekt eine Selbstzerstörungsmaschine.
Ich mach mir weniger darüber Gedanken was Bewußtsein ist sondern viel mehr darüber, wie ich damit umgehe - zudem bin ich dem dankbar, der mir das Bewußtsein geschenkt hat - aber mehr sage ich darüber besser nicht, sonst könnt ein gewißer MV sehr böse auf mich werden, und das möcht ich doch nicht riskieren *grins.
Wer mehr über die Handhabung des Bewußtseins bzw. über dessen Herkunft wissen will, soll mal folgende Internet-Seiten besuchen:
www.against-the-flow.com

www.nightlight.de

www.get-alive.com
Do the right thing - go AGAINST THE FLOW!!!
Viele Grüße

Steff

















von steff - am 17.11.2000 19:24
Geschrieben von ForumLeser am 19. November 2000 23:24:55:
Als Antwort auf: Re: Körper oder ewiges Bewusstsein? geschrieben von steff am 17. November 2000 20:24:48:
>Bewußtsein ist das, was den Menschen vom Tier unterscheidet - eigenständig

>denken können, planen, konstruieren, etc.
Aha, du groser Meister. Tiere können nicht eigenständig handeln oder planen? Wo lebst du bitte schön? Tiere haben sehr wohl ein bewusstsein, auch wenn man es nicht auf die selbe Stufe eines Menschen stellen sollte. Der Mensch ist auch nur ein Tier.
>der Mensch hat nämlich ein großes Problem, er ist ein Egoist und dies

>kombiniert mit den Früchten des Bewußtseins ergibt im Endeffekt eine

>Selbstzerstörungsmaschine.
Wenn alle Menschen Egoisten sind, muss es ja ein natürlicher Zwang sein, ein Lebenserhaltungsprinzip. Und was ist daran ein Problem? Der Mensch zerstört sich selbst jedenfalls nicht von alleine. Da würde er ja wieder gegen den Egoisten in ihm ankämpfen.


>Ich mach mir weniger darüber Gedanken was Bewußtsein ist sondern viel mehr

>darüber, wie ich damit umgehe - zudem bin ich dem dankbar, der mir das

>Bewußtsein geschenkt hat - aber mehr sage ich darüber besser nicht ...
Ja, nur keine eigenen Gedanken machen. Nur Wundern. Ahmen und Ende
>Wer mehr über die Handhabung des Bewußtseins bzw. über dessen Herkunft wissen

>will, soll mal folgende Internet-Seiten besuchen:

>www.against-the-flow.com

>www.nightlight.de

>www.get-alive.com
Mach ich
ForumLeser
















von ForumLeser - am 19.11.2000 22:24
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