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atzge

«Ein Lastwagen voller Schweizer Franken» BaZ 27.3.04

Startbeitrag von atzge am 27.03.2004 00:58



«Ein Lastwagen voller Schweizer Franken»

Der FC Basel spielt am Sonntag in der 26. Runde der Super League beim FC Wil (14.30 Uhr). Mit einem weiteren Sieg rückt der zehnte Meistertitel in der Vereinsgeschichte drei Punkte näher. Im Hintergrund laufen die Zukunftsplanungen - dazu die Transferchefin Gigi Oeri.

Basel. Während der FC Basel wieder zielstrebiger als auch schon seinem zehnten Meistertitel der Club-Geschichte entgegensteuert, laufen hinter den Kulissen die Planungen für die Zukunft. Die Verhandlungen für den FCB führt in erster Linie die Transferchefin und Vize-Präsidentin Gigi Oeri. Sie bezieht Stellung zu sieben Stichworten.


Die Meisterfeier


«Sie findet - hoffentlich - am 22. Mai auf dem Barfüsserplatz statt. Wie alle Fussballer sind auch wir beim FC Basel abergläubisch, aber angesichts der Umstände haben wir natürlich Vorbereitungen getroffen, damit der Barfi nicht wieder von einem Beachvolleyball-Turnier besetzt ist. Wären wir vor einem Jahr Meister geworden, wir hätten tatsächlich nicht auf dem Barfi feiern können. Jetzt haben wir den Platz für unseren Termin provisorisch reserviert. Wenn wir Meister werden, dann wird es sicher nicht mehr so sein wie im 2002, als wir 22 Jahre auf den Titel hatten warten müssen. Aber der Barfi wird voll sein, davon bin ich überzeugt. Und wir werden uns etwas Neues einfallen lassen, damit eine Meisternacht 2004 allen in Erinnerung bleiben wird.»


Der August


«Der August besteht primär aus zwei Tagen - dem 11. und dem 25. Dann spielen wir die Qualifikation für die nächste Champions-League-Saison. Diese Champions League muss unser Ziel sein, in sie haben wir schon jede Menge Zeit, Geld und Arbeit investiert. Unser Signal ist, dass wir europäisch mitspielen wollen - und das beinhaltet mehr als zwei Qualifikationsspiele für die Champions League. Schaffen wir die Qualifikation nicht, wird die Luft etwas dünner für uns, was nicht heisst, dass wir am 26. August Konkurs anmelden müssen.»


Die Verstärkungen


«Neue Spieler sind absolut notwendig im Hinblick auf die Qualifikationsspiele. Ich bin auch guten Mutes, dass wir bis Sommer zwei gute Neue verpflichtet haben werden. Das Geld, das wir für Hakan Yakin und Marco Streller erhalten haben, wird wieder in die Mannschaft investiert, wobei ich anmerken will, dass ich dieses Geld auch in die beiden Spieler selbst investiert hätte. Beide hatten entsprechende Angebote von mir. Aber beide wollten ja nicht in Basel bleiben. Ob es mehr als zwei Neue werden, das müssen wir schauen. Wenn morgen einer wie Zidane anklopft und verspricht, dass er uns grossartig weiterhilft, dann werden wir das natürlich prüfen. Wir haben für die Transfers, die über die Dimension der Yakin- und Streller-Einnahmen (geschätzte sieben Millionen Franken; Red.) hinausgehen, noch einen Freiraum von ein, zwei Millionen Franken - nicht aber in der Höhe von 40 oder 50 Millionen.»


Die Politik


«Wir sind daran, unser Scouting-System zu verbessern. Ruedi Zbinden ist ein ausgewiesener Südamerika-Spezialist. Nun aber, nach der Anpassung des Reglementes an die bilateralen Verträge mit der EU, sollten wir uns vermehrt auch dem europäischen Markt zuwenden. Wir planen deshalb, neue Beobachter zu engagieren, die für uns bei Bedarf gewisse Regionen nach neuen Spielern unter die Lupe nehmen; am besten sind dies Leute vor Ort, welche die entsprechenden Märkte schon kennen. Die Politik wird so aussehen, dass wir weiterhin «fertige» Spieler verpflichten werden, so wie wir jetzt die Abgänge Strellers und Yakins kompensieren wollen. Ausserdem planen wir weiterhin auch, junge Talente wie etwa Matias Emilio Delgado nach Basel zu holen - und natürlich vergessen wir auch unsere eigenen Jungen nicht. Die letzten Jahre mit Streller und den Degens haben gezeigt, dass wir mit unserer Ausbildung auf dem richtigen Weg sind. Es ist auch ein Erfolg für unser Konzept, wenn Nachwuchsspieler des FCB beim FC Thun den Sprung in die Super League schaffen wie jetzt etwa Sehid Sinani.»


Die Abgänge


«Vom heutigen Kader hat nur Hervé Tum noch keinen Vertrag für die kommende Saison; die Verhandlungen mit ihm laufen weiter, wobei es noch keine Anfrage für ihn gibt - so wie generell noch kein Club sich nach einem unserer Spieler informiert hat. Gerüchte wird es viele geben, aber es ist nicht vorgesehen, dass wir einen der wichtigen Spieler im Sommer verkaufen werden. Ob sie nun Atouba oder Chipperfield heissen - sie werden bleiben. Natürlich kann einer mit einem Lastwagen voller Schweizer Franken kommen: Aber dann muss es ein 40-Tönner mit Anhänger sein.»


Das Sponsoring


«Es wird Wechsel geben in unserem Sponsoring. Aber noch ist nichts spruchreif. Offen ist vor allem, wer neuer Hauptsponsor wird. Drei, vier Kandidaten für unsere Brust sind noch im Rennen, andere wie Toyota sind mittlerweile ausgestiegen. Eine Entscheidung steht kurz bevor; auch weil wir die neuen Trikots in Auftrag geben müssen. Der neue Heimdress wird geringfügige Änderungen erfahren, die Auswärtsleibchen werden schwarz - so wie ich mir das eigentlich immer gewünscht habe. Die heutigen finde ich weder schön noch haben sie einen Bezug zu Basel. Die neuen Leibchen werden sicher nicht körperanliegend sein, das finde ich schrecklich.»


Der Trainer


«Wir haben ein sehr gutes Trainerduo, und Christian Gross wie auch Fritz Schmid haben einen Vertrag bis 2006. Wenn sie bis dahin keine goldenen Löffel klauen, dann werde ich sie bestimmt nicht entlassen. Ich würde sagen, die Zusammenarbeit läuft rund in Basel, und Gross betont mir gegenüber immer, wie wohl er sich hier fühlt. Ich kenne die Gerüchte aus der Bundesliga, und ich weiss, dass Borussia Dortmund seit Monaten einen neuen Trainer sucht. Da ist es doch logisch, dass der Name Christian Gross fällt. Wer in Deutschland einen neuen Trainer sucht und nicht an Christian Gross denkt, der macht etwas falsch. Aber wir planen hier in Basel zusammen die nächste Saison, ja wir planen zumindest bis Juni 2006. Bis dann laufen die Verträge, doch wir werden rechtzeitig schauen, wie es weitergeht - mit mir, mit Gross, mit allen.»

Aufzeichnung Michael Martin

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