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vor 13 Jahren, 5 Monaten
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vor 13 Jahren, 5 Monaten
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atzge, Kopfschüttler, Rotblau, Don Daniel, Mätzli, Walti usm Wallis

FCB in kleinen Schrittchen - 1:1 gegen FCZ (BaZ)

Startbeitrag von atzge am 25.04.2004 20:19





Boris Smiljanic erzielt gegen den FCZ das 1:1. Foto Keystone

Basel. Si/BaZ. Die Basler Meisterparty hat noch nicht stattgefunden. YB verzögerte das Fest mit einem 5:1 am Samstag gegen Wil, und der FCB erreichte im Wissen, die Meisterschaft erst am nächsten Sonntag mit einem Sieg in Thun auch rechnerisch entscheiden zu können, zu Hause nur ein 1:1 gegen den FCZ.

FCB stärker, aber mit Punktverlust




Die entblössten Hinterteile (Unterschiede sind kaum auszumachen...) der Zürcher Anhänger hatten zu Beginn des Klassikers in Basel vorab beim Gastgeber Spuren hinterlassen. Artur Petrosjan nutzte die Unentschlossenheit des Gastgebers, liess mit einem feinen Haken Chipperfield ins Leere gleiten und traf abgeklärt zum 1:0 (22.). Ohne Verzögerung folgte die Reaktion. Smiljanic, der kurz vorher Petrosjan in fahrlässig brutaler Weise in die Beine gegrätscht war und wohl nur in den Augen von Schiedsrichter Rogalla nicht vom Feld gehörte, traf per Kopf in der 27. Minute erstmals für den FCB und zum 1:1.

Gewiss, die Gäste waren nach dem Ausgleich mit bedeutend mehr Druck und Wucht konfrontiert, und der designierte Meister prägte das Duell der Erzrivalen mehrheitlich. Den erst dritten Basler Punktverlust im 16. Heimspiel provozierten die nach vier Spielen ohne Sieg erstmals wieder mit Iulian Filipescu und Franco Di Jorio angetretenen Stadtzürcher gleichwohl. Sie beklagten in der Startphase gar einen Pfostenschuss Gygax'. Grund zur Klage verspürte hinterher auch Christian Gross: «Ich wünschte, die Schiedsrichter würden mehr Courage beweisen». Er spielte auf zwei, drei umstrittene Szenen in der Zürcher Abwehrzone an.

FC Basel - Zürich 1:1 (1:1)
St.-Jakob-Park. - 27'804 Zuschauer (ausverkauft). - SR Rogalla. - Tore: 22. Petrosjan 0:1. 27. Smiljanic 1:1.
Basel: Zuberbühler; Philipp Degen, Zwyssig, Smiljanic, Atouba; Huggel, Cantaluppi, Chipperfield; Delgado; Gimenez, Rossi (69. Guerrero).
Zürich: Taini; Nef, Filipescu, Matic, Dal Santo; Chihab, Schneider; Gygax, Petrosjan, Di Jorio (71. Cesar); Muff (30. Yasar).
Bemerkungen: FCB ohne Ergic (rekonvaleszent), Rapo, Quennoz und Murat Yakin (alle verletzt), FCZ ohne Abdi, Buess, Bastida, Stanic (alle verletzt) und Keita (gesperrt). 15. Zuberbühler lenkt Schuss von Gygax an den Pfosten. 30. Muff mit Leistenbeschwerden ausgeschieden. Verwarnungen: 13. Gygax (Foul, gegen GC gesperrt), 38. Filipescu (Foul), 45. Matic (Foul), 60. Philipp Degen (Foul), 78. Nef (Foul).

Antworten:

1:1 im Klassiker (Blick)









FCZ-Keeper Taini rettet gegen Basels Delgado.
FOTO: KEYSTONE


BASEL – Basel und Zürich trennten sich in einem unterhaltsamen Klassiker 1:1. Vor allem der FCB hätte durchaus mehr als dieses Remis erreichen können.

Die Zürcher, bei denen sich die zuletzt schmerzlich vermissten Filipescu und Di Jorio zurückmeldeten, gingen nach 22 Minuten überraschend in Führung. Petrosyan schloss einen sehenswerten Angriff überlegt ab.
Nicht weniger schön anzusehen war der Basler Ausgleich. Smiljanic schraubte sich nach einer Cantaluppi-Ecke am höchsten in die Luft und köpfte über den sonst starken Taini hinweg ins FCZ-Gehäuse ein (25.).

Beide Mannschaften hätten die Partie durchaus für sich entscheiden können. Einem weiteren Treffer war Gygax am nächsten – doch Zuberbühler vermochte einen Schuss des Neo-Nationalspielers an den Pfosten zu lenken (15.).

Auch für strittige Szenen war gesorgt: Schiri Rogalla übersah sowohl ein Handspiel Yasars im Strafraum als auch ein rotwürdiges Brutalo-Tackling von Basels Smiljanic. Bitter für den FCZ: Gygax ist nach seiner fünften Verwarnung am nächsten Sonntag im Derby gegen GC gesperrt.



von atzge - am 25.04.2004 20:22

FCZ: Sieg verpasst, Punkt gewonnen (Tagi)




Traf für Basel: Boris Smiljanic (links, gegen Cesar De Sousa).


Der FC Zürich führte im St.-Jakob-Park 1:0 und kam zu einem 1:1, weil er solid verteidigte und der FC Basel enttäuschte.

Überblick Super League

Von Ueli Kägi, Basel

Und dann hätte der FC Zürich dieses Spiel sogar noch gewinnen können. Er kam in dieser 88. Minute zu seiner ersten Möglichkeit der zweiten Halbzeit. Zu was für einer! Schneider konnte frei stehend und nur wenige Meter vor Zuberbühler zum Schuss ansetzen, aber er schlug den Ball weit über das Tor. Wenige Augenblicke später spielte sich die Mannschaft wieder durch den Basler Strafraum. Diesmal kam Cesar zum Abschluss. Und wie wenig der Stadtklub auch aus dieser Möglichkeit machte, war bemerkenswert. Der Brasilianer spitzelte unbeholfen am Tor vorbei.

Ein Erfolg des FCZ nach vier Spielen mit nur zwei Punkten hätte die Partie auf den Kopf gestellt. Dem FCB hingegen war dieses 1:1 zu wenig. Dem einheimischen Publikum blieb die Enttäuschung, Trainer Christian Gross der grosse Ärger. Nicht in erster Linie auf Grund der Leistung seiner Mannschaft. Sondern vor allem wegen des Schiedsrichters. René Rogalla hatte dem FCB einst in St. Gallen ein korrektes Siegtor Kreuzers nicht anerkannt. Seither hat Gross zu ihm ein schwieriges Verhältnis - zurückhaltend ausgedrückt. Er fühlte sich auch gestern benachteiligt.

Gross’ Ärger über den Schiedsrichter
Rogalla hatte gestern Nachmittag einige unglückliche Entscheidungen getroffen, war selten konsequent und entschied insgesamt wohl häufiger gegen den FC Basel: Vor allem übersah er ein penaltywürdiges Foul an Chipperfield. Aber Rogalla hatte kurz vor dem Basler Ausgleich auch eine hässliche Grätsche von Smiljanic gegen Petrosyan nicht bestraft, die den Platzverweis hätte bedeuten können. Und immerhin war Smiljanic wenig später der einzige Basler Torschütze an diesem Nachmittag. Deshalb war die Kritik von Gross letztlich schwer nachvollziehbar.

Der FC Basel hätte das Spiel auch mit diesen Entscheidungen des Schiedsrichter gewinnen können, gewinnen müssen. Er spielte zwar nicht zum ersten Mal in diesen Tagen ohne die Kraft und Sicherheit des vergangenen Herbstes. Aber er war in der zweiten Halbzeit dennoch deutlich überlegen, kam zu Chancen, vergab Chancen. Durch Gimenez (56. und 74.), ebenfalls zweimal Delgado und Rossi. Deshalb kritisierte Gross dann doch noch sein Personal: «Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, aber uns fehlten auf den letzten 25 Metern Entschlossenheit und körperliches Durchsetzungsvermögen.»

Favre: Zufrieden unzufrieden
Neben ihm sass FCZ-Trainer Lucien Favre. Er war zufrieden mit dem Resultat, weil es in Basel nicht einfach sei, zu Punkten zu kommen. Er war aber nicht ganz glücklich mit der Leistung seines Teams: «Wir hätten es besser machen können, aber wir leisteten und zu viele Fehler im Spielaufbau.»

Gut war der FC Zürich in den Match gestartet. Er hatte die Idee, mitzuspielen. Er profitierte davon, dass Di Jorio wieder dabei war, und kam früh zu Möglichkeiten. Basels Goalie Zuberbühler wehrte Gygax’ Schuss an den Pfosten (15.). In der 22. Minute und nach einem wunderbaren Angriff über Nef, Muff und Torschütze Petrosyan führte der FCZ 1:0.

Der Fehler des Stadtklubs
Der Stadtklub musste aber kurz danach den Ausgleich hinnehmen, weil der ebenfalls nach einer Verletzung zurückgekehrte Abwehrchef Filipescu den Basler Smiljanic zum Kopfball ansetzen liess. Und es war der Fehler der Zürcher, dass sie sich nach der ausgeglichenen ersten Halbzeit weit zurückzogen, Basel dominieren liessen. Immerhin aber verteidigte der FCZ bis zuletzt solid genug, um nicht bestraft zu werden.



von atzge - am 25.04.2004 20:25

Blutauffrischung erforderlich

Soweit, so gut. Wir werden nächsten Sonntag (oder bereits Samstag?) Meister. Nur ist das absolut kein Grund zurückzulehnen.

Diese Mannschaft scheint nicht fähig zu sein, mental den riesigen Vorsprung in positive Energie umzusetzen. Sie wird eher dadurch blockiert. Nicht dass man sich nicht Mühe gäbe, im Gegenteil, aber die Luft ist draussen. In den Heimspielen wird das spielerische Übergewicht nicht in Tore umgemünzt, auswärts sieht der FCB aus wie ein Mittelklasseteam. Bezeichnend dafür auch die Standardsituationen, wo der FCB im Vergleich zum Herbst ein Schatten seiner selbst bleibt.

Ich hoffe sehr, dass die Sommerpause die Köpfe wieder freimacht, und dass auf den entscheidenden Schlüsselpositionen namhafte Verstärkungen den Konkurrenzkampf beleben.

ANSONSTEN BLEIBT DIE CL EIN TRAUM, UND DIE NÄCHSTE MEISTERSCHAFT WIRD AN DIE KONKURRENZ GEHEN, WAS ZUSCHAUERMÄSSIG SEINE AUSWIRKUNG HÄTTE. (NEGATIVSPIRALE).

Von daher wird die Meisterfeier nächsten Sonntag nicht so überschäumend werden, weil man das allenthalben irgendwie spürt.



von Mätzli - am 26.04.2004 06:25

Re: Blutauffrischung erforderlich

Gross hat im Anschluss auf SAT1 von 3-5 Neuzuzügen gesprochen.
Duruz werde den FCB verlassen und Tum liege ein Vetragsangebot vor, dass er annehmen kann oder nicht....

so des Meisters Worte



von Don Daniel - am 26.04.2004 08:10

Re: Blutauffrischung erforderlich

Auch der nächste Meistertitel wird in Basel bleiben.

Aber CL ...
Ohje, so bleibt das ein Traum.

Aber da passiert noch was im Transferbereich; ich glaube fest daran.



von Walti usm Wallis - am 26.04.2004 18:43

Re: Blutauffrischung erforderlich

All die FCB-Erfolge der letzten 3 Jahren waren auf gute Transfers zurückzuführen, und nicht durch das Fördern von vorhandenen Spielern, denn dazu müsste man einen Trainer haben, der dies kann.

Ich denke, dass es 2 bis 3 gute Transfers braucht, um den FCB auf dem Niveau von 2003 zu halten. Nur, der Trainer spricht von 3 bis 5 Transfers. Er weiss also selber, dass er nicht in der Lage ist, mit den im Moment vorhandenen Spielern weiterzukommen.



von Rotblau - am 26.04.2004 19:47

Re: Blutauffrischung erforderlich

Wenn me alli Abgäng zellt (au die wo no kömme...) isch s'Kader z'glai und es sinn mit Sicherhait z'weenig Jungi umme, wo scho berait sinn, zum die Luggene z'fülle.

Es sei denn, me will nümm vorne mitspiile. Das würd villicht em rotblau gfalle, dr FCB ka sich das aber gar nidd laischte...! :rolleyes:



von Kopfschüttler - am 27.04.2004 06:55
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