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Betty Bossi, maischter proper, Latteknaller, mazy, Mahatma, Mätzli, Tuborg, Faninho

Hitzfeld wird nicht Bundestrainer

Startbeitrag von Betty Bossi am 01.07.2004 11:49

Erschienen am: 01.07.2004

Hitzfeld wird nicht deutscher Bundestrainer


Frankfurt/Main. DPA/BaZ. Eine Woche nach dem Rücktritt von Rudi Völler als Teamchef der deutschen Nationalmannschaft hat Ottmar Hitzfeld das Bundestrainer-Angebot des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) abgelehnt. "Diese Entscheidung ist mir sehr, sehr schwer gefallen", heisst es in einer gemeinsamen Erklärung des 55-jährigen Fussball-Lehrers mit dem DFB.

"Aber ich bin derzeit nicht in der Verfassung, die nötig ist, der deutschen Nationalmannschaft bis zur WM 2006 weiter zu helfen - so, wie ich das unbedingt für nötig halte", sagte Hitzfeld. Er bedankte sich für das "mir entgegen gebrachte Vertrauen". Mit DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder "habe ich ein gutes Gespräch geführt, und wir hatten Einigkeit in allen wesentlichen Punkten erzielt".

Mayer-Vorfelder erklärte: "Ich bedauere die Entscheidung von Ottmar Hitzfeld, aber ich habe sie zu respektieren. Über die neue Situation und die Namen möglicher Kandidaten für das Bundestrainer-Amt wird im DFB-Präsidium am kommenden Montag zu beraten sein." Völler hatte einen Tag nach dem Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der Fussball-EM in Portugal erklärt: "Ich hatte das Gefühl, dass die Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land nur jemand machen kann, der unbefleckt ist und der einen gewissen Kredit hat."

DFB im Dilemma

Die Absage stürzt den DFB in ein Dilemma. Bereits am 18. August bestreitet die DFB-Auswahl ihr nächstes Länderspiel in Wien gegen Österreich. Vor einem grossen Problem steht auch Mayer-Vorfelder, der die Suche nach dem Völler-Nachfolger zunächst zur "Chefsache" erklärt hatte und mit seinem Vorgehen heftige Kritik im DFB auf sich gezogen hatte.


© 2004 National Zeitung und Basler Nachrichten AG

Antworten:

Das ist ja ein Ding für die deutsche Nationalmannschafft.

Viel Glück beim Suchen. ;-)



von Mahatma - am 01.07.2004 11:52
unglaublich:
BRAVO OTTMAR!!!
:spos: ok: :pos:



von maischter proper - am 01.07.2004 11:55
Ja, der Ottmar hat seine Klasse einmal mehr bewiesen!



von Mahatma - am 01.07.2004 11:57
Ein weiser Entscheid.

von Betty Bossi - am 01.07.2004 11:57
Erstaunlich



von Tuborg - am 01.07.2004 12:00
das isch für my die grösser überraschig, als wenn d grieche hüt zobe d tscheche würde schloh (was y für zimmli ussgschlosse halt).

freue duet my dä entscheid aber ungemein :D



von Latteknaller - am 01.07.2004 12:01
nimmt mich wunder, wie lange es noch geht, bis MV geht resp. gehen muss...



von maischter proper - am 01.07.2004 12:01
mini theorie (wunsch...):
är het abgseit, well dr CG in absehbarer zytt dr köbi ersetzt und är denne zem FCB kho will (vgl. interview auf film in post von grufty)



von maischter proper - am 01.07.2004 12:03
mit em hitzfäld als chrigel nochfolger chönnt y guet läbe.
ansunschte wärs mr lieber dr CG blybt in basel



von Latteknaller - am 01.07.2004 12:05
dämfall wird halt dr ottmar halt dr noochfolger vom köbi :D das gäbb stimmig äähne am rhy, was meinsch....



von maischter proper - am 01.07.2004 12:07
Maestro schrieb:

Zitat

dämfall wird halt dr ottmar halt dr noochfolger vom köbi :D
das gäbb stimmig äähne am rhy, was meinsch....

:D

und plötzlich würde sich doch no e paar basler für d nati interessiere.

wie wär das?:

- hitzfäld ab sofort bis nach wm 2006 zur nati
- 2006 tusch gross - hitzfäld



von Latteknaller - am 01.07.2004 12:14

Re: Hitzfeld (Reaktionen)

Reaktionen
„Spontan fällt mir auch keine Alternative ein“



01. Juli 2004

Werner Hackmann (Präsident Deutsche Fußball Liga): „Das ist bedauerlich und kommt für mich überraschend. Aber ich kann das nicht kommentieren, weil ich die näheren Umstände nicht kenne.“

Felix Magath (Trainer FC Bayern München): „Das wäre schlecht für uns, wenn er das nicht macht. Das überrascht mich jetzt auch. Es wäre aus meiner Sicht wunderbar gewesen, wenn er es gemacht hätte. Jetzt haben wir ein Problem.“

Wolfgang Holzhäuser (Sprecher der Geschäftsführung Bayer Leverkusen): „Die Absage ist für den DFB bedauerlich. Ich gehe davon aus, daß das Präsidium in Kürze einen adäquaten Nachfolger präsentiert. Rudi Völler ist ohnehin der Beste.“

Olaf Thon (Weltmeister von 1990): „Ich hätte ihn gern als Bundestrainer gesehen. Ein Ausländer sollte es eher nicht machen, da halte ich es mit Franz Beckenbauer. Für mich sollte es ein ehemaliger Nationalspieler machen. Auch der Christoph Daum könnte es sein.“

Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen): „Die Grundvoraussetzung für die Übernahme eines solchen Amtes ist, dass man unbedingt ja dazu sagt und voll dahinter steht. Es ist schade, dass der Kollege das Amt nicht übernimmt.“

Wolfgang Overath (Weltmeister von 1974): „Keine Ahnung, wer das jetzt machen soll. Kandidaten wären sicherlich Otto Rehhagel und Christoph Daum. Auch ein Franz Beckenbauer würde sich das jetzt sicher nicht mehr antun, obwohl er an jeder Position im DFB alles perfekt könnte.“

Dietmar Beiersdorfer (Sportchef HSV): „Diese Entscheidung überrascht mich. Damit konnte man nicht rechnen. Ich war davon ausgegangen, daß Ottmar Hitzfeld unser neuer Bundestrainer wird. Nun ist die Situation natürlich nicht ganz einfach. Man darf aber nicht in Hektik verfallen. Spontan fällt mir aber auch keine Alternative ein.“

Peter Pander (Manager VfL Wolfsburg): „Das ist sehr schade, Ottmar Hitzfeld war ein geeigneter Kandidat, jetzt ist die DFB-Spitze gefordert. Es werden Diskussionen losgehen, man muß Hitzfelds Entscheidung aber respektieren.“

Klaus Allofs (Sportdirektor Werder Bremen): „Das ist schon verwunderlich. Wenn man Gespräche aufnimmt, ist ja eigentlich eine gewisse Bereitschaft zu erkennen. Ich weiß nicht, warum sich Ottmar Hitzfeld gegen das Amt entschieden hat und kann mir kaum vorstellen, daß es an Dingen wie der Entlohnung gelegen hat. Nun wird es schwierig, jemanden zu finden, der die Erwartungen erfüllen kann.“

Rudi Assauer (Manager von Schalke 04): „Es ist schade, daß es Ottmar Hitzfeld nicht macht. Ich vertraue voll und ganz den Sachkenntnissen von DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Er wird schon den Richtigen finden.“

Harald Strutz (Präsident FSV Mainz 05 und Vizepräsident DFL): „Man hat die Absage von Ottmar Hitzfeld zu akzeptieren. Man muß auch offen für ausländische Trainer sein und neue Wege gehen. Da dürfen wir Deutsche uns nicht so zurückhalten, auch andere Länder verfahren so. Es gibt zum Beispiel einen Morten Olsen. Für eine Verpflichtung von Christoph Daum hätte ich allerdings überhaupt kein Verständnis.“

Heribert Bruchhagen (Vorstandsvorsitzender Eintracht Frankfurt): „Die Entscheidung von Hitzfeld hat mich in meiner Meinung bestätigt, daß viel mehr hätte getan werden müssen, um Rudi Völler zu halten. Wenn er von Profis wie Uli Hoeneß oder Rudi Assauer, die lange Erfahrung in dem Geschäft haben, abgeschirmt worden wäre, hätte er die Nacht
überstanden.“

Text: sid, dpa

von Betty Bossi - am 01.07.2004 12:24
super idee!! ich bin dabei! :-)

von Faninho - am 01.07.2004 12:37

Re: Job für Verrückte

Rund um den DFB Bundestrainer ....


---


[www.stern.de]

von Betty Bossi - am 01.07.2004 13:16
Der Ottmar kennt halt seine Pappenheimer. In zwei Jahren, falls er das praktisch Unmögliche nicht doch irgendie möglich machte, würde ihm doch niemand danken, dass er notfallmässig eingesprungen ist. Er würde sich bei einem Scheitern in der Vorrunde seinen INTERNTIONALEN RUF RUINIERT HABEN, FÜR DIE VERPENNTE ENTWICKLUNG DER JUNIOREN, WOFÜR ER NICHT VERANTWORTLICH IST.

Die Probleme des deutschen Nachwuchses sind offensichtlich noch eklatanter als die der Schweizer. Die haben die Entwicklung noch mehr verschlafen als wir, vor allem in der Offensivabteilung. Im Gegensatz zu den Schweizern haben sie aber keine hoffnungsvollen Legionäre in starken Ligen.

Die arme Sau, die dieses Himmelfahrtskommando WM 2006 für Deutschland übernehmen muss ist wahrlich nur wegen des Salärs zu beneiden und braucht eine verdammt dicke Haut.

Otmmar, komm lieber zum FCB! Wir wären auch ganz brav ;-)



von Mätzli - am 01.07.2004 14:13
Das Prob ist halt auch, dass nahezu alle vorherigen Bundestrainer (selbst ohne Trainerschein) es irgendwie rumpelmässig entweder zu nem Titel oder in irgendein Finale geschafft haben, und mit Ausnahme von Bundesberti die Truppe auch immer als Chaoshaufen übernommen haben....

Der Hitzfeld wäre jetzt der erste "richtige Trainer" (Ribbeck mal ausgenommen) gewesen und er hätte viel verlieren können. Hinzu kommt die Sache mit der Kohle! Wenn man 4 Mio Euro Jahresgehalt im Raum stehen - also doppelt so viel wie Rudi - hätte man auch beweisen müssen, dass man die doppelte Kohle wert ist....

gruss
mazy

von mazy - am 01.07.2004 18:21
mazy schrieb:

Zitat

Wenn man 4 Mio Euro Jahresgehalt im Raum stehen - also doppelt so viel wie Rudi - hätte man auch beweisen müssen, dass man die doppelte Kohle wert ist....

da stellt sich dann die frage: was ist doppelt so gut wie in der vorrunde rausfliegen? ;)



von Latteknaller - am 02.07.2004 06:55
denke eher, sich doppelt verrückt machen lassen müssen...

4 Mio. wären für ihn kein lohn gewesen, sondern eher schmerzensgelder!

das ist ein mann!



von maischter proper - am 02.07.2004 08:40
Michael Horeni (FAZ 2.7.) glaubt, dass Hitzfeld das sportliche Risiko zu groß war: ‘Bei der Frage um Ruhm und Ehre für das deutsche Fußball-Vaterland stand auch viel Geld und eigene Reputation auf dem Spiel. Hitzfeld hätte rund vier Millionen Euro pro Jahr erhalten, aber der 55 Jahre alte Fußball-Lehrer wog bei seiner Entscheidung auch ganz kühl die sportlichen Risiken mit den finanziellen Vorteilen ab - und da sprach einiges gegen eine Nationalmannschaft, die in den letzten zwei Jahren und bei der Europameisterschaft ihre Defizite immer wieder offenbarte. Hitzfeld faßte in den vergangenen Beratungstagen, wie zu hören ist, neben allen äußeren Belastungen, die der wichtigste Fußballjob des Landes gerade mit Blick auf die WM 2006 mit sich bringt, auch seine ganz persönlichen Erfolgschancen genau ins Auge. Und ob er mit einem Kader, dem der internationale Spitzenmaßstab buchstäblich einen Schritt voraus ist, tatsächlich die immer noch hohen Ziele in Deutschland würde erfüllen können, erschien ihm mehr als fraglich. Hitzfeld sollte in kürzester Zeit bis 2006 eine neue, deutlich verjüngte Nationalelf präsentieren, die wie die führenden Nationen endlich über Spielverhinderung und Spielverwaltung hinaus ihren erfolgreichen Weg findet. Aber junge Kräfte zu formen und zu fördern, das war nie die erste Kompetenz des Titelsammlers und Star-Dompteurs Hitzfeld. Dessen war sich der Meistertrainer aus München und Dortmund sehr wohl bewußt; ebenso wie der Tatsache, daß er in Deutschland zwar große Anerkennung genießt, ihm aber nicht die Herzen zufliegen. Ein Defizit, das Hitzfeld nicht unterschätzte in einem Amt, wo eben nicht nur das Geld, sondern auch die öffentliche Liebe zählt.’

Thomas Kistners (SZ 2.7.) Befremden über Hitzfelds Rückzieher: ‘Ob aber die Idee mit Ottmar Hitzfeld eine so gute war, lässt sich auch nicht mehr so klar beantworten. Uneingeschränktes Bedauern über dessen Absage wäre angebracht, hätte sich Hitzfeld bisher aus allen Völler-Nachfolgedebatten herausgehalten - vor allem aus denen, die schon vor der EM (unterm Eindruck der Niederlagen gegen Rumänien/Ungarn) angezettelt worden sind. Nun ist es aber so, dass sich Hitzfeld daran beteiligt hat, er hat selbst fabuliert über den ehrenwerte Bundestrainerjob, der ‘logische Folge’ seiner meisterhaften Trainertätigkeit in Dortmund und München sein könnte - und sich dafür sogar bei Völler entschuldigt: ein Missverständnis. Das bleibt ihm unbenommen, auch, dass er sich Stunden nach Völlers Rücktritt zum Thema Bundestrainer erklärt hatte - gegenüber den Medien, der DFB hatte da noch gar nicht nachgefragt. Nur schürt all dies das Befremden über Hitzfelds Rückzieher: Zu lang hatte er klar den Eindruck vermittelt, den Job zu wollen.’

Friedhard Teuffel (Tsp 2.7.) ist enttäuscht von Hitzfelds Entscheidung: ‘Bundestrainer, das sollte die logische Konsequenz aus seiner bisherigen Arbeit sein, aus seinen Erfolgen, aus seiner Persönlichkeit. So hatte sich Ottmar Hitzfeld noch vor einer Woche ausgedrückt, kurze Zeit nach dem Rücktritt Rudi Völlers als Teamchef der Fußball-Nationalmannschaft. Hitzfeld wollte seine Karriere mit dem Posten des Bundestrainers krönen, so wie Johannes Rau seine politische Laufbahn mit dem Amt des Bundespräsidenten gekrönt hatte. Doch Hitzfeld hat es sich anders überlegt. Der Lehrer für Mathematik aus Lörrach in Baden hat die Logik einfach außer Acht gelassen. Er hat seinen Karriereplan geändert und schon am Dienstag Gerhard Mayer-Vorfelder, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, telefonisch abgesagt. Mayer-Vorfelder habe noch versucht, den 55 Jahre alten Hitzfeld umzustimmen, anschließend hätten das auch noch Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge versucht, die Führungstroika des FC Bayern München. Auch Mayer-Vorfelders Angebot, gleich vier Jahre für den DFB zu arbeiten, lehnte Hitzfeld ab.’

von Betty Bossi - am 02.07.2004 12:39

@latti und maestro...

tja jetzt mal Butter bei die Fische!

Würdet ihr den Hitzfeld für 4 Mio Euro Jahresgehalt als schweizer Natitrainer nehmen, allein aufgrund seines Hinweises, dass er die Kohle bei Bayern auch verdienen würde...

..und was würdet ihr für die Kohle erwarten?? Dass sich die Schweiz für die nächste WM qualifiziert? Dass sie über die Vorrunde hinauskommt??

Ich gebe ehrlich zu, dass ich sowohl spieler- als auch trainermässig für erfolgsabhängige Verträge bin, auch bei so renommierten Trainern wie Hitzfeld!






von mazy - am 03.07.2004 17:12
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