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Red Blue Devils Poeten Forum
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vor 14 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 1 Monat
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atzge, Betty Bossi, Mahatma

Fussball-News(BaZ)

Startbeitrag von atzge am 13.07.2004 14:19





Gimenez: Verhandlungen


itz. Christian Gimenez, der Stürmer des FC Basel, verhandelt Ende dieser Woche ebenso über eine Verlängerung seines Vertrages wie Verteidiger Philipp Degen. Die beiden Spieler sind bis 2005 an den FCB gebunden.


Ryf und Tami zum SFV


Si. Der Trainerstab des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) ist nach Markus Freis Wechsel zu GC wieder komplett. Der Zentralvorstand hat den 13fachen Ex-Internationalen Claude Ryf und den ehemaligen Lugano-Trainer Pierluigi Tami verpflichtet. Damit sind neu sechs statt wie bisher fünf Nachwuchstrainer für den SFV hauptamtlich im Einsatz, was einerseits eine umfassendere Zusammenarbeit mit den Vereinen, anderseits aber auch die Betreuung jedes der sechs Junioren-Nationalteams (U16 bis U21) durch einen Nachwuchstrainer ermöglicht. Ryf wird die Vereine auf der Stufe U16 und U18 unterstützen und das Nationalteam U18 betreuen. Tami arbeitet in der Grundausbildung und mit dem Team U16.


Concordia-Test abgesagt


BaZ. Das für heute vorgesehene Testspiel des FC Concordia gegen den SC Zofingen ist abgesagt worden.


Thun: Prominente Gegner


Si. Falls der FC Thun im UI-Cup gegen den Bundesligisten Hamburger SV die dritte Runde überstehen würde, träfen die Berner Oberländer auf einen weiteren prominenten Gegner. In den Halbfinals wartet der Sieger aus der Partie zwischen Villarreal (Sp) und Spartak Moskau.


UI-Cup


3. Runde (Hinspiele 17./18. Juli/Rückspiele 24. Juli): Thun-Hamburg, Zlin (Tsch)-Atletico Madrid, Nantes-Cork City (Irl), Genk (Be)-Borussia Dortmund, Schinnik Jaroslawl (Russ)-Leiria (Por), Schalke 04-Vardar Skopje (Maz), Slovan Liberec (Tsch)-Roda Kerkrade (Ho), Lille (Fr)-Dynamo Minsk (WRuss), Slaven Belupo (Kro)-Spartak Trnava (Slk), Tampere United (Fi)-OFK Belgrad, Villarreal (Sp)-Spartak Moskau, Vetra Vilnius (Lit)-Esbjerg (Dä).


Busse für «Stinkefinger»


Si. Nach der 1:4-Schlappe im UI-Cup gegen den FC Thun lagen beim Bundesligisten VfL Wolfsburg die Nerven blank. Der slowakische Mittelfeldspieler Miroslav Karhan zeigte den mitgereisten Fans nach Spielschluss den Mittelfinger und erhielt dafür von seinem Verein eine Busse in unbekannter Höhe aufgebrummt.


Wer kommt, wer geht?


Transfers im In- und Ausland


Sion. Stürmer Léonard Thurre (26) wechselt von Servette Genf zum Challenge-League-Club Sion. Der Schweizer Internationale, der wegen einer im Vorbereitungslager erlittenen Wadenverletzung nicht an der EM teilnehmen konnte, unterschrieb bei den Wallisern einen Vertrag über drei Jahre.
Wil. Cupsieger Wil hat den vom FC Schaffhausen umworbenen ghanaischen Stürmer Felix Mordeku (29) für zwei weitere Jahre binden können. Die St. Galler haben überdies Ramon Egli, den Sohn des Ex-Internationalen Andy Egli, für eine Saison verpflichtet. Bis Mittwoch werden auch die Zusagen von André Wiederkehr (Neuchâtel Xamax), Stephan Oberli (St. Gallen) und des Kroaten Goran Ivelj (NL Cibalia) erwartet.
Besiktas Istanbul. Der norwegische Internationale John Carew (24) wurde vom spanischen Meister Valencia zu Besiktas Istanbul transferiert. Der türkische Erstligist bot gemäss Valencia die beste Offerte an; über die Transfersumme wurde allerdings Stillschweigen bewahrt.
Birmingham City. Der 48fache dänische Internationale Jesper Grönkjaer (26) wechselt für eine Ablösesumme von 3,3 Millionen Euro und für zwei Jahre von Chelsea zu Birmingham.


Pérez bleibt Präsident


Si. Florentino Pérez bleibt bis 2008 Präsident von Real Madrid. Der 57-jährige Bauunternehmer, der Stars wie Figo, Ronaldo, Zidane und Beckham zu den «Königlichen» geholt hatte, erhielt in der Präsidentenwahl 94,25 Prozent der Stimmen.


Mehr Geld für Rehhagel


Si. Nach dem Gewinn des EM-Titels hat der griechische Fussballverband das Gehalt von Nationalcoach Otto Rehhagel deutlich erhöht. «Rehakles» soll für die nächsten zwei Jahre insgesamt 2,4 Millionen Euro erhalten. Bislang betrug das Jahresgehalt des Deutschen 700 000 Euro.

Antworten:

Frankreich mit Domenech





Paris. Si. Raymond Domenech ist neuer Nationaltrainer Frankreichs. Der bisherige U21-Coach übernimmt mit einem Vierjahresvertrag die Nachfolge des zu Tottenham ziehenden Jacques Santini. Er erhielt den Vorzug gegenüber Laurent Blanc und Jean Tigana.


Domenech betreute seit 1993 die U21-Nationalmannschaft Frankreichs und kennt somit den grossen Teil der Internationalen aus der Juniorenzeit. 1994 und 1996 erreichte er jeweils die EM-Halbfinals, 2002 in der Schweiz führte er die «Bleuets» bis in den EM-Final, der gegen Tschechien im Penaltyschiessen verloren ging. Vor 1993 war er in Lyon und Mulhouse als Trainer tätig, mehrheitlich in der zweiten Liga.
Dass sich Domenech, der bereits 2002 als Nationaltrainer im Gespräch war, gegen die populäreren Laurent Blanc und Jean Tigana durchsetzte, hat er wohl in erster Linie Aimé Jacquet zu verdanken. Der Weltmeister-Trainer von 1998 setzte sich stark für den gebürtigen Lyoner ein, was die Wahl von Verbandspräsident Claude Simonet zumindest beeinflusste. Domenech wird einen Vertrag unterzeichnen, der an gewisse Leistungen gebunden ist.
Jean Tigana und Laurent Blanc, die bis vor Jacquets Plädoyer für Domenech am Samstag an einer Verbandssitzung noch als klare Favoriten gegolten hatten, genossen innerhalb des Verbands nicht genug Rückhalt. Gegen Blanc, Welt- sowie Europameister, sprach seine nicht vorhandene Trainererfahrung. Tigana, der 1984 Europameister wurde und Teil des legendären Mittelfelds um Michel Platini war, wurde zum Verhängnis, dass er mit vielen Exponenten rund um die Nationalmannschaft verkracht ist.



von atzge - am 13.07.2004 14:19

Viele Tore, wenig Glanz





Lima. DPA. Nach Titelverteidiger Kolumbien ist Fussball-Weltmeister Brasilien als zweites Team in die Viertelfinals der «Copa America» eingezogen. Doch trotz des am Ende klaren 4:1 (1:0)-Erfolges über Costa Rica war am Sonntag in Lima nur der Nationaltrainer mit der Leistung seiner B-Mannschaft einverstanden. «Unsere Stürmer können jedes Spiel aus dem Feuer reissen, und ein Spiel dauert 90 Minuten», erklärte Carlos Alberto Parreira. Kritik gab es dagegen aus der Heimat. «In der ersten Hälfte hat gar nichts geklappt. Und danach gab es Tore, aber keinen Glanz», klagte die Zeitung «Estado». Die Mittelfeldakteure seien «richtige Faulpelze» gewesen, hiess es weiter.


Mann des Abends war in Abwesenheit der Stars um Ronaldo und Ronaldinho Inter Mailands Stürmer Adriano. Der 21-Jährige traf vor der mageren Kulisse von 10 000 Zuschauern in Arequipa gleich drei Mal (45./54./67.). «In Brasilien gibt es so viele tolle Stürmer, dass ich nur mit vielen Treffern einen Platz im Team erkämpfen kann», betonte Adriano. Bayer Leverkusens Verteidiger Juan (49.) steuerte den vierten Treffer bei.


Copa America, Gruppe C


Brasilien-Costa Rica 4:1 (1:0)


Estadio de la Universidad Nacional San Agustin, Arequipa. - 10 000 Zuschauer. - Tore: 45. Adriano 1:0. 49. Juan 2:0. 54. Adriano 3:0. 67. Adriano 4:0. 81. Luis Marin 4:1.


Paraguay-Chile 1:1 (0:0)


Estadio de la Universidad Nacional San Agustin, Arequipa. - 10 000 Zuschauer. - Tore: 71. Sebastian Gonzalez 0:1. 78. Ernesto Cristaldo 1:1.



von atzge - am 13.07.2004 14:20

Eine Schweizer Tournee vor der U19-EM





Die Schweizer U19-Nationalmannschaft startet heute (19.00 Uhr, Brügglifeld, Aarau) mit dem Spiel gegen Italien zur EM im eigenen Land. Im Kader, dem mehrheitlich die U17-Europameister von 2002 angehören, stehen auch Christian Schlauri und Diego Würmli von der U21 des FCB.



U17-Europameister auf Abruf. Christian Schlauri vom FC Basel wird an der U19-EM in der Schweiz geduldig auf Einsatzchancen warten. Repro-Foto Zbinden

Nottwil. In den letzten Wochen hat Christian Schlauri die Schweiz kennen gelernt. Ein Trainingslager in Ovronnaz, eines in Avenches, dann ein Zusammenzug in Les Diablerets, eine Übungswoche in Weggis und seit Samstag bereitet sich die U19-Auswahl in Nottwil auf die Europameisterschaft im eigenen Land vor. Heute endet die Zeit des Vorlaufs, Pierre-André Schürmanns Team trifft in Aarau in seinem ersten EM-Spiel auf den letztmaligen Sieger Italien. Schlauri sagt, sie würden sich nicht gross um den Gegner kümmern, «wir müssen unser eigenes Spiel aufziehen, dann ist es egal, wer auf der anderen Seite steht».


Christian Schlauri ist im aktuellen Kader einer von elf Schweizer Spielern, die im Jahr 2002 in Dänemark sensationell Europameister geworden waren. In der 100-jährigen Geschichte des Schweizerischen Fussballverbandes war das der einzige Titel. Schürmann, der Trainer, der damals Assistent von Markus Frei gewesen war, will daraus abgeleitete Erwartungen vor der U19-EM dämpfen. «Es geht nicht um Ränge, sondern um Leistung», erklärt der Romand mit dem markanten Brustkasten. Schlauri - ganz Profi - lässt sich ebenso wenig auf eine konkrete Zielsetzung behaften: «Wir müssen als Mannschaft auftreten und Spiel für Spiel nehmen.» Beim Phrasenschwein des DSF hätte er ein paar Euro einwerfen müssen.


Der Kontakt mit Knäbel


Seit Januar gehört der linke Mittelfeldspieler dem U21-Kader des FC Basel an. Als 14-Jähriger hatte er vom FC Frauenfeld zum FC Winterthur gewechselt. Damals kreuzten sich erstmals die Wege mit dem dortigen Sportchef Peter Knäbel. Und als Christian Schlauri sich bei Winterthur im letzten Herbst «nicht mehr so wohl gefühlt» hatte, nahm er Kontakt zu Knäbel auf, der seit vergangenem Sommer Nachwuchschef beim FC Basel ist. «Ich trainierte, es gefiel mir und wir wurden uns einig.» Mit einem Nachwuchsvertrag ist er bis zum Sommer 2005 an den FCB gebunden, doch das soll nicht das Höchste seiner Karrieregefühle sein. Er will sich im professionellen Fussball durchsetzen, «doch zuerst muss ich in der U21 Leistung abliefern.» Der FCB hat ihm eine Wohnung im Lehrlingsheim in Muttenz besorgt, begleitend will er an der Akad-Privatschule das Handelsdiplom erwerben. Doch im Zentrum seines Lebens steht der Fussball.
Die Stärken sind «die Technik und der linke Fuss.» In der U19-Nationalmannschaft besetzt er den Posten im linken Mittelfeld. «Mein Konkurrent ist Reto Ziegler von GC.» Mit anderen Worten: Schlauri ist in der U19 nicht erste Wahl, er ist die Nummer 2 auf der Position, die dem schon mit Erfahrung in der Super League ausgestatteten Zürcher angediehen ist. «Ich hoffe auf ein paar Einsätze», sagt Schlauri bloss.


Als Dritter an die U20-WM


Dasselbe gilt für Diego Würmli, der seit gestern ebenfalls zum Aufgebot der Schweizer Nationalmannschaft gehört. Der U21-Torhüter des FC Basel wurde nachnominiert, weil sich Daniel Lopar von Cupsieger FC Wil im Training einen Bänderanriss im linken Fussgelenk zuzog und mehrere Wochen ausfallen wird. Nummer 1 im Schweizer Tor ist Aaraus U17-Europameister Swen König. Fabrizio Zambrella, Arnaud Bühler und Sandro Burki sind weitere bekanntere Namen im Schweizer Kader. Nicht dabei sind Philippe Senderos (Arsenal), Johan Vonlanthen (PSV Eindhoven), Tranquillo Barnetta (neu bei Hannover), die zwar vom Alter her noch spielberechtigt wären, aber innerhalb der SFV-Auswahlen schon in die nächsthöheren Teams nachgerückt sind. Die U19-Mannschaft der Schweiz ist ein multikulturelles Gebilde - die Hälfte der Spieler ist mit einer Doppelbürgerschaft ausgestattet, mit Pässen aus neun verschiedenen Ländern.
Minimalziel der Schweizer wird der dritte Gruppenrang sein, denn jener würde noch zur Teilnahme an der U20-WM im nächsten Sommer in Holland berechtigen. Realistisch ist aber ebenso eine Halbfinalqualifikation. Damit die dritte Endrunde einer Schweizer Auswahl in diesem Sommer in Schwung kommt - und sich die Vorbereitungstournee durchs Land für Christian Schlauri und seine Kollegen auch gelohnt hat. Daniel Schaub


U19-EM in der Schweiz


Das Schweizer Kader


Torhüter: 1 Swen König (Aarau), 12 Diego Würmli (Basel). - Verteidigung: 3 Arnaud Bühler (Aarau), 15 Michael Diethelm (Luzern), 2 Stefan Iten (GC), 5 Veroljub Salatic (GC), 13 Henri Siqueira (GC), 8 Reto Ziegler (GC). - Mittelfeld: 7 Valon Behrami (Genoa/It), 14 Sandro Burki (YB), 6 Blerim Dzemaili (Zürich), 18 Christian Schlauri (Basel), 10 Fabrizio Zambrella (Ex-Servette). - Angriff: 17 Afonso Guilherme (Twente Enschede/Ho), 9 Goran Antic (Ex-Winterthur), 11 Slavisa Dugic (Aarau), Milos Malenovic (GC). - Trainer: Pierre-André Schürmann (44).


Der Spielplan


Gruppe A. Schweiz-Italien (heute, 19.00 Uhr, Brügglifeld Aarau). Belgien-Ukraine (heute, 19.00 Uhr, Kriens). Italien-Ukraine (Do, 19.00 Uhr, Kriens). Schweiz-Belgien * (Do, 20.00 Uhr, Aarau). Italien-Belgien * (So, 20.00 Uhr, Aarau). Ukraine-Schweiz (So, 20.00 Uhr, Kriens).
Gruppe B. Deutschland-Spanien * (heute, 18.00 Uhr, Fribourg). Polen-Türkei (heute, 19.00 Uhr, Lausanne). Deutschland-Polen * (Do, 18.00 Uhr, Fribourg). Spanien-Türkei (Do, 18.00 Uhr, Lausanne). Türkei-Deutschland * (So, 18.00 Uhr, Fribourg). Spanien-Polen (So, 18.00, Lausanne).
Halbfinals. Mittwoch, 21. Juli, 18.00 Uhr: 1. Halbfinal in Fribourg *; 2. Halbfinal in Lausanne.
Final. Samstag, 24. Juli, 18.00 Uhr in Nyon *.


* = Livespiel auf Eurosport



von atzge - am 13.07.2004 14:25

Frag-würdig






Hanspeter Latour. Jetzt kommt «Premiere» schon wieder ins Lachen. Die sind jetzt richtig «giggerig» auf Thun. Foto Keystone

Hanspeter Latour


Thun. Am Wochenende sorgte der FC Thun im Fussball-Uefa-Intertoto-Cup für Schlagzeilen. Mit einem 3:2 im Hinspiel in Wolfsburg und einem 4:1 zu Hause gegen den Bundesligisten zog der Club aus dem Berner Oberland in die 3. Runde des UIC ein. Trainer Hanspeter Latours Laune könnte im Moment nicht besser sein.


BaZ: Hanspeter Latour, woher kamen mehr Reaktionen nach dem unerwarteten Thuner Erfolg - aus der Schweiz oder aus Deutschland?



Hanspeter Latour: Mehr aus Deutschland, dort sind die beiden Spiele ja auch live auf «Premiere» gezeigt worden. Auch im Internet war viel zu lesen. Wissen Sie, wir haben ja kein «Spionagereisen-Budget» beim FC Thun, also haben wir uns unter anderem im Internet über den Gegner informieren müssen. Ich habe bei diesen Recherchen festgestellt, dass gegen uns neun Wolfsburger Spieler zum Einsatz gekommen sind, die auch das letzte Spiel der vergangenen Bundesliga-Saison gegen Schalke bestritten haben. Schon vor dem ersten Match in Wolfsburg habe ich meinen Spielern gesagt, sie müssten keine Angst haben vor der VW-Arena. Wir sind es uns ja von Basel her gewöhnt, vor grosser Kulisse zu spielen.


Haben Sie, wie vor dem Hinspiel im ZDF-Teletext, nochmals vom «FC Thunfisch» lesen müssen?



Nein, aber das war beste Motivation für uns. Auch die Aussage vom Wolfsburger Stefan Schnoor, der da erklärt hat, im Rückspiel «putzen wir die von der Platte», kam mir sehr gelegen. Die Deutschen haben ja mehrheitlich wirklich nur von den Provinzkickern aus der Nähe von Bern berichtet. Aber jetzt kommt «Premiere» am Samstag schon wieder ins Lachen und überträgt unser Spiel gegen den HSV (15 Uhr; Red.). Die sind jetzt richtig «giggerig» auf Thun.


Ist denn der FC Thun jetzt Favorit gegen den HSV?



Nein, das nicht. Aber was für den HSV die Champions League darstellt, das ist für uns dieser UIC. Wir werden alles geben, und hoffentlich kommen auch 5000 Leute zu dieser Partie. Für einmal ist es richtig schön, dass wir das erste Spiel zu Hause austragen dürfen.
mm



von atzge - am 13.07.2004 14:30
Sali Atzge

Du bist spät dran :-)
Keine Nachtschicht eingelegt ?
:joke:

von Betty Bossi - am 13.07.2004 14:33


Hatte gestern die Ehre und das Vergnügen mit Sir Mätzli nach einem währschaften Nachtessen, einen kleinen Ausflug in die Highland's zu machen und mich durch unzählige edle Tropfen hindurch zu probieren. Durfte meiner Leber sogar einen Malt-Whisky mit meinem Jahrgang zuführen!
Danach war mir nach allem zu Mute, nur nicht nach gedruckter Realität, deshalb entfiel der Presseservice aus gutem Grund. ;-)



von atzge - am 13.07.2004 14:40
Komisch, ich dachte geistige Getränke beflügeln. Das ist wohl ein Irrtum. :)



von Mahatma - am 13.07.2004 14:54
Recht hast Du, Alter. Geniesse das Leben.
:cheers:

von Betty Bossi - am 13.07.2004 14:55

No-ne mimpfeli-Klassiker


Bi däm Wätter, leehn mr halt virtuell d Sunne ine!


Von der Muttenzer Kurve und einem Weihnachtstisch

Freitag - Blumenmann Ernst löchert mich, einen Tisch für ihn zu decken: «Also - du dekorierst für unsere Weihnachtszauberschau einfach einen Tisch ins Schaufenster, so wie du ihn auch für den Heiligen Abend zu Hause deckst...» Für den Heiligen Abend?

Der Ahnungslose weiss nicht, was sich an einem 24. Dezember bei uns so abspielt! O. k. Früher wars Zampas hoch zehn. Mit Nervenflattern und dem ewigen unguten Gefühl, wir können Tante Berthie nicht neben meinen Vater sitzen lassen, weil sie dann wieder wegen der Teller anfängt, die ihr bei der Erbschaft durch die Latten gingen.

Wir haben alles genau organisiert: den Schnaps vor Onkel Alphonse versteckt, Tante Gertrude und Tante Lilli so weit als möglich auseinander platziert - und der Kembserweg-Omi Witzeverbot gegeben.

Dazu gabs dann eben den grossen Tisch mit Flimmerengeln, Goldkerzen, Damast und dem ganzen Zauber. Alles umrahmt von Lindas ewigem Genörgel: «Ich hassig Weihnacht... weshalb muss machen so dummig Theater, wo alles nur will schönes Geschenk... gib Leuten vieles Paket und lieb Linda dreifaches Lohn dann alles gut... aber nein. Linda schaffig wie letztes Sklave von Eidgenossiglan mit offig Beinen nur damit nachher gross Krach!» Na ja - so Unrecht hatte sie nicht. Und deshalb habe ich vor drei Jahren die Fahnen gestreckt: «Aus! An Weihnachten fahren Innocent und ich auf die Insel - wir wollen endlich auch einmal den Frieden auf Erden und nicht immer Schüfeli auf Bohnen!».

Mein lieber Vater müffelte zwar ein bisschen, erklärte dann aber, er habe Schüfeli eh nie gemocht und werde sich jetzt vor der Mitternachtsmesse ein Schweinskotelett in die Pfanne hauen.

So reisen Innocent und ich also ein paar Tage vor Weihnachten auf die Insel, um unsere Ruhe zu haben. UND DESHALB WÄRE ES NICHT GUT, WENN ICH DEN TISCH SO DECKEN WÜRDE, WIE ER AM HEILIGEN ABEND GEDECKT IST - NÄMLICH GAR NICHT.

Wir ziehen uns beide vor der Glotze einen Teller Spaghetti rein und zappen durch die weihnachtsklingenden, halleluja singenden Sender. Ich meine: so etwas kann ich doch beim Blumen-Ernst nicht zeigen! Man stelle sich die Schaufensterdekoration «Weihnachten daheim» vor: eine Fernsehkiste mit zwei Suppentellern davor - und auf dem Fernseher ein Stöckchen mit dem leicht lampenden Weihnachtsstern.

«Dann lüg ihnen etwas vor!», knurrte Ernst, «Weihnachten ist eh immer ein bisschen Schmu...» EIN BISSCHEN?! - Ich habe alle Register gezogen: Lebkuchenherzen gebacken und Zuckerblumen gezogen, Servietten gestärkt und das alte Meissen hervorgeholt. Wenn schon eine Weihnachtslüge, dann soll sie auch hochkarätig sein...

*

Samstag - wer wissen will, was die Schweiz ist und was die Schweiz isst, der lässt sich auf der rollenden Treppe igehoch führen. Ich meine: in der Halle 1, erster Stock, zeigt unser Helvetien, wes Genusses Kind es ist. Oder anders: hier demonstriert unser Land seinen kulinarischen Schliff und Pfiff.

Um ehrlich zu sein und auch auf die Gefahr hin, mich sehr unbeliebt zu machen: es stinkt zum Himmel. Und es stinkt nach Fritten und Fertigsüppchen, nach Halbfertig-Produkten und Stangeneiern.

Ich wandle durch die kulinarischen Höhen und bekomme Hühnerhaut, dass mir fast die Federn wachsen: der Frass, der aus der Kälte kam. Die kulinarische Schweiz taut oder wellt auf. Sie steamert und beamert - aber nirgendwo wird auch nur noch etwas ganz normal gekocht. Oder von A bis Z so zubereitet, dass man die Grundprodukte zumindest ein einziges Mal natüre vor die Augen bekommt. Nein. Die Schweizer Küche ist fixfertig angerührt und durchgeknetet - ein Knopfdruck mit Elektroanschluss. Hokuspokus. Schon ist die Pizza fertig.

Franco, mein Portiere von Rom, ein Kochteufel und Pasta-Spezialist, hat mich angerufen: «Ihr habt doch diese Gastronomie-Messe - die will ich sehen. Ich komme übermorgen - also leg mir ein paar heisse Ragazze auf Eis!»

Auf Eis? Die heissen Mädchen werden bei uns wie der Rosenkohl eisgeschockt, vakuumiert und dann unter Dampf wieder regeneriert.

«Es ist eine Frittenmesse», erkläre ich Franco. « Pasta gibts nur ab Meter - entsprechend sieht auch das kulinarische Fachpublikum aus: gemischter Salat mit Einheits-Tattoo!»

Daraufhin hat Franco die Pferde gedrosselt, ist in Rom geblieben und hat sich zum Trost eine Lasagne sowie seine Mimma reingenudelt. Beide hausgemacht.

*

Sonntag - Silva will, dass ich mit ihr das Spiel der Spiele besuche. «Der FCB wird GC plattblochen - die haben nach der Cup-Niederlage doch eine Riesenwut im Ranzen und...» Dann habe ich gelesen, dass Yakin fehlt. Irgendetwas ist bei ihm gerissen. Emine pflasterts und schmiert Honig drauf - aber meine Vorfreude ist dahin. Immerhin ist Yakin mein Idol. Keiner hat einen bessern Schuss - und nun also war meine Freude ein Gaudium praecox, viel zu früh und alles umsonst.

Natürlich bin ich trotzdem gegangen. Man bekommt ja nicht alle Tage die Gelegenheit, in einem Aquarium zu dinnieren und dabei noch die Degen-Zwillinge synchron springen zu sehen. Das Synchronspringen bringt mich auf die Idee, dass die beiden im Synchron-schwimmen auch noch einiges Potenzial offen hätten.

Das Essen hoch über diesem Rasen, der die Fans rasend macht, ist einmal mehr hochrangig. Einen Stock tiefer schieben sich die Lounge-Gäste Sushis rein und manchmal fällt eines auch ins Out, weil der Pass mit den beiden Stäbchen ein gewisses Training erfordert.

Im Aquarium stellt mir Silva einen weitern Gast vor: «Das ist Iwan. Politologe und Professor - schrecklich gescheit!», flüstert sie mir zu.

Iwan sieht auch schrecklich nett aus - allerdings ist sein politisches Denken ziemlich nach Zürich und auf GC ausgerichtet. Er kommt aus Schwyz und das sagt ja alles.

Endlich drücken wir uns an diesen Scheiben, die uns vom Pöbel und der Stimmung trennen, die Nasen platt, und während Iwan bereits die ersten Analysen über den Schiesdrichter anstellt, überlege ich mir fieberhaft, wie die all dieses Glas mit den Nasenabdrücken wieder sauber kriegen. Dann ist 0:1 und die Stimmung fällt in sich zusammen, wie ein Soufflé, das im Durchzug steht.

Was mich immer wieder tief bewegt an diesen Fussballspielen, ist die Stimmung im Hexenkessel. Das fängt schon beim «z Basel an mym Rhy» an. Also ehrlich - da kullern die Tränen runter wie die Schweizer National-Slalomfahrer am Hang. Und Gigi hat mir erklärt, dass in Turin, als die Basler Fans das Basel-Lied anstimmten, alle Italiener die Hand ans Herz gehalten hätten, weil sie dachten, das sei die Schweizer Nationalhymne. Na ja - die Basler ist es auf jeden Fall. Ämmel besser als «Trittst im Joggeli daher...».

Irgendjemand ruft nun «Goal!» aber Iwan winkt ab: «Das war keines - der Ball ging nicht hinter die Linie!»

Später beweisen ihm alle auf dem Bildschirm, dass der Ball ganz klar hinter diesem weissen Strich war. Aber Iwan schüttelt nur den Kopf: «Ich sehe,was ich sehe und ich weiss, was ich weiss!», Politiker eben.

Plötzlich wieder ein Goal. Und die Menge schreit im Chor: BASEL ZWEI - GC NULL!» «Weshalb null?», frage ich. Da war doch ein Goal.

Silva grinst das überlegene Lächeln des FCB-Fans: «Die Goals der Gegner zählen nie. Gegner sind immer Nullen!» Die Muttenzer Kurve hebt nun zur Welle an. Ich liebe diese Muttenzer Kurve. Hier zieht Basel mit der Landschaftseite für einmal am selben Strick. In der Muttenzer Kurve sind wir alle eins: ob Landei oder überheblicher Städter, ob aus dem Volk der Kebabs oder der Gelati - gegen den Feind sind wir ein einig Volk von Wellenbrüdern. Und wir freuen uns, dass da nächste Saison die Stühle wegstuhlen und wieder zu Stehplätzen werden. Denn was lese ich da auf dem Spruchband der Muttenzer Kurve? - «SINGEN IM SITZEN IST WIE SCHEISSEN IM STEHEN!»

Das ist die Sprache, die alles eint.



von atzge - am 13.07.2004 14:58

Re: No-ne mimpfeli-Klassiker

der "allerliebste" -minu.
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Vorgestern haben wir Käse-Fondue gegessen.
Schon etwas "speziell" im "Sommer".

von Betty Bossi - am 13.07.2004 15:05
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