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Red Blue Devils Poeten Forum
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Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Tuborg_home, Rotblau, Betty Bossi, Chrättli, maischter proper

«...birgt Konfliktpotenzial»

Startbeitrag von maischter proper am 29.01.2005 07:23

CHRISTIAN GROSS NACH DEM ABSCHLUSS DES ZWEITEN TRAININGSLAGERS

«Dieser Frühling wird für Matias Delgado wegweisend sein.»

Knapp drei Wochen vor dem Hinspiel im Uefa-Cup-Sechzehntelfinal gegen Lille spricht der Trainer des FC Basel im Trainingslager in der Südtürkei über den Stand der Vorbereitung und über den unrühmlichen Zwischenfall beim verlorenen Testspiel gegen Torpedo Moskau (vgl. Text auf dieser Seite).




baz: Christian Gross, das zweite Trainingslager endete beim 2:4 gegen Torpedo Moskau mit einem heftigen Wortgefecht zwischen Julio Hernan Rossi und Benjamin Huggel sowie mit einem Gerangel zwischen Huggel und Christian Gimenez. Gibt es interne Spannungen, die jetzt aufbrechen?


Christian Gross: Nein. Ich werde diesen Vorfall noch heute (Freitag, Red.) ansprechen, möchte ihn jedoch nicht überbewerten. Es ist klar, dass innerhalb der Mannschaft grosse Nervosität herrscht, weil der Konkurrenzkampf gross ist und keiner seinen Platz auf sicher hat. Aber ich lasse mir den guten Eindruck der ersten drei Wochen Vorbereitung durch dieses Spiel nicht kaputtmachen.


Wie zufrieden sind Sie sonst mit dem Stand der Dinge?


Bis Mittwoch waren wir im Fahrplan, dann mussten wir wegen dem Wind improvisieren. Wir werden die letzten zwei Wochen Vorbereitung in Basel verbringen. Das wurde ganz bewusst gewählt, damit wir die Bodenverhältnisse gewöhnt sind, auf denen wir unsere beiden ersten Partien gegen Lille und St. Gallen haben werden. Auf diese Matches müssen wir auch vom System her gut vorbereitet sein.


Wenn Sie das System ansprechen: Werden Sie wieder derart flexibel spielen lassen wie im Herbst? Immerhin haben Sie bis jetzt in den Vorbereitungsspielen bereits drei verschiedene Systeme angewandt.


Wir müssen variabel sein. Gerade, wenn es einem das vorhandene Personal aufzwingt, wie gegen Feyenoord oder jetzt gegen Belgrad, als wir mit nur drei Verteidigern gespielt haben. Allerdings haben wir unsere stärksten Spiele mit vier Verteidigern gemacht, weil wir so über die Flügel mehr Druck erzeugen können.


Wovon hängt Ihre Anordnung im Mittelfeld ab?


Wie Sturm und Mittelfeld aufgestellt werden, liegt vor allem an Matias Delgado. Dieser Frühling wird für ihn wegweisend sein. Es wird sich zeigen, ob er die Anforderungen erfüllen kann, um alleine hinter zwei Spitzen zu spielen. Ich habe ihm genügend Zeit gegeben, sich auf dieser Position durchzusetzen. Er hat sicher die Anlagen dazu, steht aber unter meiner besonderen Beobachtung. Vor allem muss er seine Effizienz steigern und lernen, auch einmal den einfachen Ball zu spielen.


Sie haben in den Vorbereitungsspielen stets Neuzugang Reto Zanni als rechten Aussenverteidiger beginnen lassen und nicht den bisherigen Stammspieler Philipp Degen…


Reto ist der Mann für die Zukunft des FCB, weil Philipp den Club im Sommer in Richtung Dortmund verlassen wird. Wir waren also gezwungen zu handeln. Ich werde Philipps Verhalten mit sehr viel Sorgfalt beobachten, auch wenn ich überzeugt bin, dass er bis zum Schluss alles für den FCB geben wird. Aber die Situation birgt Konfliktpotenzial. Philipp muss damit rechnen, dass er nicht von Beginn weg spielen wird. Und bisher bin ich mit Reto sehr zufrieden.


Und der zweite Transfer, Patrick Müller? Sein Können ist über alle Zweifel erhaben. Aber ist er mit seiner ruhigen Art auch der Mann, der die Mannschaft führt?


Patrick ist einer, der mehr während den Spielen oder während den Trainings führt und weniger neben dem Platz. Doch ich werde ihn in die Verantwortung nehmen. Vielleicht in einem Masse, wie er sich das bisher gar nicht gewöhnt war. Er mit seiner Klasse muss einfach noch mehr Einfluss auf seine Mitspieler nehmen.


Wie sieht es mit Transfers im Sommer aus? Mit dem defensiven Mittelfeldspieler Baykal vom FC Thun wurden ja Gespräche geführt.


Das stimmt. Baykal ist ein hoffnungsvoller, junger Schweizer Spieler, den wir weiter sehr intensiv beobachten werden. Bei dem sich aber auch noch weisen muss, ob er den hohen Ansprüchen des FCB genügen kann.


Während in Basel aufgerüstet wird, steht beim Rest der Super-League-Clubs Sparen auf dem Programm. GC hat sein Budget reduziert, bei Servette droht der Konkurs.


Das ist eine Situation, die beunruhigend ist. Wir können uns nicht allzu viele solcher Negativschlagzeilen leisten, weil wir in Konkurrenz mit anderen Sportarten stehen, vor allem Eishockey. Gerade weil die Schweiz 2008 die EM austragen darf, ist es wichtig, dass alle alles dafür tun, dass wir eine attraktive Liga haben.


Bestehen in der Schweiz nicht zu viele strukturelle Probleme, die kaum zu lösen sind?


Wir bleiben ein kleines Land mit entsprechend kleinem Werbemarkt. Aber wenn ich sehe, dass in Frankreich jeder Zweitligaverein ein Budget von 30 Millionen Franken hat, mit Unterstützung durch Gemeinden und Städte... Vielleicht sind wir hier eines Tages auch so weit. Ich hoffe, dass die Wirtschaft ebenfalls dazu beiträgt, den Schweizer Fussball konkurrenzfähig zu halten.

Antworten:

Sie haben in den Vorbereitungsspielen stets Neuzugang Reto Zanni als rechten Aussenverteidiger beginnen lassen und nicht den bisherigen Stammspieler Philipp Degen…


Reto ist der Mann für die Zukunft des FCB, weil Philipp den Club im Sommer in Richtung Dortmund verlassen wird. Wir waren also gezwungen zu handeln. Ich werde Philipps Verhalten mit sehr viel Sorgfalt beobachten, auch wenn ich überzeugt bin, dass er bis zum Schluss alles für den FCB geben wird. Aber die Situation birgt Konfliktpotenzial. Philipp muss damit rechnen, dass er nicht von Beginn weg spielen wird. Und bisher bin ich mit Reto sehr zufrieden.


Das wird ein schwieriges Jahr für Degen! Mit grosser Wahrscheinlichkeit mehrheitlich auf der Bank bis Sommer und dann ab in die Bundesliga.. Wenn das mal gut geht.. ?!?

von Chrättli - am 29.01.2005 10:05
Sehe das auch so. Für Degen wäre es besser gewesen, wenn er schon im Winter zu Dortmund gewechselt hätte. Aber wir kennen ja die Hintergründe nicht.

von Betty Bossi - am 29.01.2005 10:40
Er hätte eben beim FCB bleiben sollen. In einem Telebasel-Interview sagte er einmal, er habe ein rotblaues Herz. Offenbar war sein Herz rotblau bis zum Zeitpunkt, als schwarzgelb mit fremdem Geld wedelte.



von Rotblau - am 30.01.2005 08:48
Rotblau, du hast doch rotblaues Blut in den Adern. Warum arbeitest DU denn nicht beim FcB ? ;)



von Tuborg_home - am 30.01.2005 12:58
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