Der FCB und das liebe Geld

Startbeitrag von SMD am 24.02.2005 17:12

Der FCB und das liebe Geld

fcl. Damals, in der sagenumwobenen Champions- League-Saison 2002/03, war anhaltend warmer Geldregen auf den FC Basel niedergeprasselt. Unglaubliche 26 Millionen Franken hatte der Schweizer Meister eingenommen. Allein die Zuschauereinnahmen hatten sich auf 13 Millionen belaufen, die andere Hälfte war dem FCB von der Uefa überwiesen worden (Startgelder, TV- Einnahmen, Werbung). Der Uefa-Cup spiegelt heute ganz andere Realitäten. Der Fernseh- und Werbebereich lässt sich nur schwer bewirtschaften. Die TV- Einnahmen aus dem Heimspiel gegen Lille haben dem FCB wenige hunderttausend Franken eingebracht, die Partie gegen Heart aus Schottland gar noch weniger. Lospech, dass der FCB in der Gruppenphase das Spiel gegen Schalke nicht im St.-Jakob-Park austragen durfte; ein tiefer siebenstelliger Betrag wäre ihm im deutschen Fernsehmarkt gewiss gewesen - mehr als dem Schweizer Meister vom heimischen TV-Markt für eine ganze Saison (900 000 Franken) ausbezahlt wird.

Der Finanzchef des FC Basel, Mathieu S. Jaus, plädiert denn auch dafür, dass die Uefa den Wettbewerb (wie die Champions League) zentral vermarktet: «Die Zentralisierung ist für Vertreter kleinerer Ligen von Nutzen, weil sie auf diese Weise vermutlich höhere Einnahmen erzielen könnten.» Verdient hat der FCB in dieser internationalen Saison vor allem an den Zuschauereinnahmen aus den vier bisherigen Heimspielen. Jaus schätzt sie auf rund 5 Millionen Franken. Allerdings war keine einzige Uefa-Cup-Partie bisher ausverkauft: Den kleinsten Zuspruch fand Ende September das Spiel gegen Terek Grosny (15 895), das grösste Interesse rief Mitte Dezember das Entscheidungsspiel gegen Feyenoord Rotterdam (25 660) hervor.


24. Februar 2005, Neue Zürcher Zeitung

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