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atzge

FCZ - FCB oder: Abwehrnot gegen defensives Elend (BaZ)

Startbeitrag von atzge am 18.03.2005 23:09






Zürich/Basel. Si/baz. Paradoxe Situation in der Super League: Das Spitzenspiel der 25. Runde ist die Partie FCZ - FCB, das Duell zweier unbefriedigend ins neue Jahr gestarteten Teams.

Fünf Gegentore in 58 Minuten kassierte der FC Zürich am vergangenen Sonntag beim monumentalen 0:5 gegen die Young Boys; zehn Verlustreffer in vier Meisterschaftspartien lautet die schwache Defensiv-Bilanz des FC Basel in diesem Jahr. Wiedergutmachung ist deshalb am Sonntagnachmittag im Letzigrund für beide Equipen angesagt.

Unruhe im FCZ

Der FC Zürich erlebte nach der Pleite vom letzten Wochenende ungemütliche Tage. Trainer Lucien Favre stand zuvorderst auf der Anklagebank; sein Führungsstil wurde - offenbar nicht nur von aussen - kritisiert. Offiziell wurde dem Romand intern der Rücken gestärkt, doch die Stimmung rund um die hochgehandelte Equipe ist explosiv. Einen Ausrutscher wie gegen YB können sich Spieler und Trainer nicht mehr erlauben.

Das FCZ-Volk fordert eine Reaktion. Diese erwartet auch der Trainer. «Es muss eine starke Reaktion her. Es ist gut, dass der Gegner nun Basel heisst. Die Spieler erhalten so eine grosse Chance zur Wiedergutmachung.» Es steht daher zu vermuten, dass Favre die gleichen elf Akteure auf den Platz schickt wie vor Wochenfrist. Die Verursacher des historischen Debakels sollen Gelegenheit zur Rehabilitierung erhalten.

Favre selbst liess sich vom erhöhten Druck vor dem «Duell der Sorgenkinder» nichts anmerken. Er, der am Sonntag öffentlich die Hauptschuld für das 0:5 auf sich genommen hatte, blieb freundlich und sachlich wie eh und je. Aus FCZ-Kreisen wurde die Erklärung nachgeschoben, weshalb der sensible Favre (»seit Dienstag denken wir nur noch an den FC Basel») die medialen Angriffe scheinbar unverletzt überstand: Sein Deutsch ist noch nicht so gut, er liest fast keine Deutschschweizer Zeitungen.

Schon dreimal drei Gegentore für den FCB

Der FC Basel und sein Trainer Christian Gross haben sich am Mittwoch mit dem 4:3 gegen den Tabellenletzten Schaffhausen zumindest resultatmässig für die ebenfalls schwere Niederlage vom letzten Wochenende (0:3 in Thun) rehabilitiert. Drei Punkte gewann der Leader zwar, doch die Abwehr bereitet weiterhin Sorgen. Schon zum dritten Mal in diesem Jahr kassierten die Bebbi drei Gegentreffer. «Das sind Fehler und Mängel in der Konzentration», hat Gross erkannt.

Auch Gross will nicht mit personellen Mutationen reagieren. Philipp Degen, Marco Zwyssig, Patrick Müller und der Brasilianer Kléber werden demnach auch auf dem Letzigrund die Vierer-Abwehr bilden. Eine Änderung drängt sich jedoch auf der rechten Seite im Mittelfeld auf; der gegen Schaffhausen enttäuschende Reto Zanni dürfte Philipp Degens Zwillingsbruder David Platz machen müssen. Im Gegensatz zu Favre hat Gross immerhin in der Offensive Positives ausmachen können. «Die Bälle in die Tiefe waren gut. Das hat unser Spiel wieder gefährlicher gemacht», sagte der Zürcher.

Keine FCB-Fans im Letzigrund?

Während der Coach der Basler sein Glück wohl in der Offensive suchen wird, hat der Anhang des FCB für das Wochenende eine (scheinbar?) defensive Taktik gewählt. Nach den traumatischen Erlebnissen am Tag des letzten FCB-Auftritts in Zürich (am 5. Dezember gegen GC) mit dem massiven Polizeieinsatz am Bahnhof Altstetten hat das Basler Fuss(-ball)volk offenbar entschieden, diesmal nicht nach Zürich zu fahren.

Im St.-Jakob-Park wird die Partie auf einer Grossleinwand zu sehen sein; es werden rund 4000 Fans im «Joggeli» erwartet. Der FCZ darf daher diesmal nicht mit einem vollen Letzigrund rechnen. «Es dürften am Sonntag maximal 15'000 Zuschauer kommen», sagte FCZ- Sprecher Alexander Kuszka. Vor dem letzten Duell zwischen dem FCZ und dem FCB hatten mehr als 19'000 Fans die Drehkreuze passiert.


Vorschau Super League


Zürich - Basel
(bisherige Resultate 1:2, 0:0). -- Sonntag, 16.15 Uhr (TV/Sat.1). -- Absenzen: Capria, Petrosjan, Stanic und Hohl (alle verletzt); Petric, Smiljanic und Murat Yakin (alle verletzt). -- Statistik: Basel hat von den letzten acht Auswärtspartien fünf verloren; immerhin holte der Meister auf dem Platz Zürich im Herbst in zwei Partien vier Punkte. Der FCZ, am vergangenen Sonntag von YB mit fünf Gegentoren gedemütigt, hat gegen Basel auf dem Letzigrund seit 268 Minuten keinen Treffer mehr kassiert.

Aarau - GC
(bisherige Resultate: 1:1, 1:2). -- Sonntag, 14.30 Uhr. -- Absenzen: Bättig (gesperrt) sowie Colomba, König, Christ, Wardanjan, Schmid und Dugic (alle verletzt); Touré (verletzt). -- Fraglich: keiner; Hleb. -- Statistik: Aarau ist seit vier Partien ohne Sieg und wurde zuletzt zu Hause zweimal geschlagen. Im Dezember verloren die Aargauer gegen GC auf dem Brügglifeld 1:2.

Schaffhausen - Thun
(0:1, 1:2). -- Sonntag, 14.30 Uhr. -- Absenzen: Tsawa und Truckenbrod (beide gesperrt); Sinani (verletzt). -- Fraglich: Miladin; keiner. -- Statistik: Schaffhausens Neuverpflichtung Dos Santos spielte im Herbst noch mit Thun und erzielte im August für die Berner Oberländer in Schaffhausen den 1:0-Siegtreffer.

Young Boys - St. Gallen
(3:3, 0:1). -- Sonntag, 14.30 Uhr. -- Absenzen: Eugster (gesperrt) sowie Berisha und Aziawonou (beide verletzt); Wolf (gesperrt) und Agouda (verletzt). -- Fraglich: Sermeter und Steinsson; keiner. -- Statistik: St. Gallen kam ausgerechnet in Bern zum bisher einzigen Auswärtssieg (am 26. September 2004 mit 1:0). Die Young Boys sind mit sieben Punkten aus drei Partien (7:1 Tore) die erfolgreichste Equipe im neue Jahr.

Antworten:

Arbeitsgruppe prüft Fussball-Sommermeisterschaft (BaZ)





Muri. Si/baz. Der Wunsch weiter Kreise nach einer so genannten Sommermeisterschaft in der Schweiz könnte in Erfüllung gehen. Eine Arbeitsgruppe des Verbands unter Leitung des Technischen Direktors Hansruedi Hasler soll prüfen, ob und in welchem zeitlichen Rahmen die Meisterschaft zwischen Frühling und Spätherbst ausgespielt werden kann.



von atzge - am 18.03.2005 23:09

Marc Roger soll drei Monate in Haft bleiben (BaZ)





Genf. SDA/baz. Der Ex-Präsident des konkursiten FC Servette Genf, Marc Roger, soll noch drei Monate in Untersuchungshaft bleiben. Der Untersuchungsrichter will Roger vorläufig nicht auf freien Fuss setzten.

«Diese Angelegenheit kann einige Zeit in Anspruch nehmen», erklärte Richter Marc Tappolet am Freitag der Nachrichtenagentur sda. Das Gesuch auf Haftverlängerung soll der Anklagekammer am Freitag zugestellt werden.

Maus entlassen

Hingegen wurde der am Donnerstag verhaftete Olivier Maus noch am gleichen Tag nach einer Einvernahme entlassen. Dem Genfer Milliardär werden Mängel bei der Geschäftsführung vorgeworfen. Laut Tappolet handelt es sich beim Tatbestand um eine abgemilderte Form des betrügerischen Konkurses.

Der 60-jährige Olivier Maus ist in Genf eine bekannte Persönlichkeit. Die Maus Frères SA hält zusammen mit der Familie Nordmann die Aktien des Grossverteilers Manor. 2004 wurde das Vermögen der Familie auf 1,5 bis 2 Milliarden Franken geschätzt. Der FC Servette gehört seit 30 Jahren zu Olivier Maus' Hobbies.



von atzge - am 18.03.2005 23:11

Bei Gygax sieht Chipperfield rot (BaZ)






basel. Es sind keine schönen Erinnerungen, die Scott Chipperfield mit Daniel Gygax verbindet. Die ersten zwei Platzverweise in der Karriere des Australiers hat Gygax provoziert; beim 1:0-Sieg des FCBasel am 14. September 2003 und beim 0:0 am 30. September 2004 (beide Male auf dem Letzigrund). Chipperfield erinnert sich noch lebhaft: «Das erste Mal erhielt ich wegen zwei Fouls an ihm Gelb-Rot. Wobei er beide Male arg dramatisch geflogen ist. Und das zweite Mal wollte ich ihn abschütteln, traf ihn an der Brust - und er hält sich danach theatralisch das Gesicht...» Eine ironische Note hat, dass Chipperfield am Sonntag nur deshalb wieder auf Gygax trifft, weil der Rekurs gegen seine (diesmal gerechtfertigte) Rotsperre erst am Montag behandelt wird. Für den Mittelfeldspieler ist klar, dass er jetzt besonders vorsichtig auftreten muss, «vor allem bei den Tacklings». Und er belegt Gygax mit dem Spitznamen, den englische Fans Jürgen Klinsmann gaben, weil er für sie ein Schwalbenkönig war: «Diver». Für das Spiel hegt Chipperfield darum vor allem eine Hoffnung: «Dass der Schiedsrichter Gygax’ schauspielerische Leistung richtig zu würdigen weiss.»

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von atzge - am 18.03.2005 23:30

Ein 0:5 mit dem Effekt eines 1:8? (BaZ)






DER FCZ HAT EIN DEBAKEL ZU VERARBEITEN




Nicht gesetzt. Ob Daniel Gygax (hinten) gegen den FCBüberhaupt spielt, ist offen. Keystone

HANSJöRG SCHIFFERLI, Zürich


Der FCZ muss nach der Niederlage gegen die Young Boys aufpassen, nicht von seinem Weg abzukommen.

Ein 0:5 daheim ist nicht weit von einem 1:8 auswärts entfernt. Die Lage des FCZ vor dem Heimspiel gegen den FCB ist also durchaus vergleichbar mit jener des Stadtrivalen Grasshoppers im vergangenen Herbst nach dem Auswärtsspiel gegen den FCB. Es heisst also nicht die Situation des FCZ nach dem Debakel gegen die Young Boys am vergangenen Sonntag über Gebühr schwarz malen, wenn man ihn mal in den gleichen Topf wirft wie den ungeliebten Nachbarn.
Auch Fredy Bickel, dem Sportchef der Zürcher, kam nach dem völlig missratenen Auftritt seiner Mannschaft gegen YB in den Sinn, was den Grasshoppers vor einem halben Jahr widerfahren war. Er habe, sagt Bickel, im einen oder andern Gespräch mit Spielern in den vergangenen Tagen sehr wohl dieses 0:5 mit jenem 1:8 verglichen. Auch er habe darauf hingewiesen, wie schwer sich GC getan habe, von jener schweren Niederlage zu erholen. Das dürfe ihnen, den FCZlern, nicht passieren.
Lucien Favre, der als rhetorisch nicht eben stark bekannte FCZ-Trainer aus der Romandie, sitzt - natürlich - auch morgen auf der Zürcher Bank im Letzigrund. Aber ihm muss klar sein, dass eine unmissverständliche Reaktion seiner Mannschaft fällig ist. Denn die Ziele des Vereins, ein Uefa-Cup-Platz in der Super League, der Cupfinal, wenn nicht Cupsieg dazu, sind hoch, wirken im Verhältnis zum Potenzial, das dem Kader zumindest nachgesagt wird, aber absolut realistisch. Und je weiter sich der FCZ davon entfernt, umso mehr dürften die Meinungen jener Gewicht erhalten, welche die überraschende vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem Trainer im vergangenen Herbst nicht der Weisheit letzten Schluss fanden und noch immer finden…
Das 0:5 traf den FCZ auch deshalb wie ein Keulenschlag, weil er sich auf gutem Weg geglaubt hatte. Ein problemloses 2:0 im Cup-Viertelfinal in Bellinzona, in der Super League ein 2:0 gegen den FC Schaffhausen und ein 0:0 gegen Neuchâtel Xamax waren doch Ergebnisse, die zumindest auf defensive Stabilität hingewiesen hatten. Auf jedem Fall wäre der FCZ mit einem weiteren Heimsieg gegen die Young Boys in der Marschtabelle gewesen.
In den vergangenen Tagen wurde dann auch «viel gesprochen im Letzigrund», wie es Bickel formuliert. Die Spieler untereinander taten es, der Trainer trat vor die Mannschaft, auch Sven Hotz, der Präsident, und gestern übernahm Favre gleichsam den «taktischen Teil» der Mannschaftssitzung, Bickel danach jenen, in dem es nochmals darum ging, das 0:5 zu verarbeiten.
Für Favre musste die Kanterniederlage gegen YB auch deshalb besonders schmerzlich gewesen sein, weil sie von jener Mannschaft verantwortet wurde, die er als die zurzeit beste erachtete, auf die er in der Vorbereitung und den ersten Spielen hingearbeitet hatte. Nun fragt sich, wie er darauf reagieren soll. Die Indizien deuten auf Änderungen hin. Nur wie viele? Und was bringen sie?
Nicht mal der einzige Schweizer Nationalspieler des FCZ könnte davon verschont bleiben, denn Daniel Gygax hat nicht nur, wie alle andern auch, ein schwaches Spiel gegen YB, sondern überhaupt eine schwächere Phase hinter sich. Dabei weilte er in der Winterpause zu einem viertägigen Test beim Premier-League-Verein Crystal Palace; die Londoner beobachteten ihn später auch im Trainingslager und im einen oder andern Spiel. Zuletzt auch gegen YB. Danach, denkt Bickel, seien sie offenbar wieder unsicher, ob sie Gygax wirklich aus seinem bis 2008 gültigen Vertrag herauskaufen sollen.



von atzge - am 18.03.2005 23:32
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