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vor 11 Jahren, 9 Monaten
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Mayor

Versicherungen der Fussballer

Startbeitrag von Mayor am 10.01.2006 15:54

Isch letscht Wuche do inne mol e Thema gsi. Ha das jetzt grad im Fusifo gfunde. Isch ussem St.Galler Tagblatt vo geschter:

Montag, 9. Januar 2006
Wer Yakins Lohn zahlt
Ein Blick auf den Versicherungsmarkt für Spitzenfussballer

Sie kassieren hohe Löhne– doch können sie ihren Kollegen nur bei der Arbeit zuschauen. Die Rede ist von verletzten Spitzenfussballern. Versicherungen nehmen den Klubs Finanzrisiken von Spielerverletzungen ab – gegen hohe Prämien.

Hansueli Schöchli

Er kam als grosser Hoffnungsträger – und musste bisher vor allem zuschauen. Seit Profifussballer Hakan Yakin vergangenen Juni bei den Berner Young Boys einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat, ist er vor allem mit seinen Verletzungen aufgefallen. In der laufenden Saison 2005/06 war er bisher nur während gut einem Drittel der Spielzeit auf dem Platz. Der Argentinier César Carignano hatte diese Saison wegen Verletzungen noch keine einzige Einsatzminute – obwohl er mit geschätzten 4 Mio. Fr. Transfersumme der teuerste Einkauf in der Geschichte des FC Basel war.

Wer zahlt solchen langzeitverletzten Spielern ihre relativ hohen Löhne? Auch Profifussballer sind vor dem Gesetz normale Arbeitnehmer und müssen gegen Unfall versichert sein, laut Unfallversicherungsgesetz (UVG) bis zu einem Maximallohn von 106 800 Fr. im Jahr. Zu den versicherten Leistungen im Obligatorium gehören nebst den Heilungskosten 80% des versicherten Lohns – und dies bis zur Gesundung oder bis zur Ausrichtung einer IV-Rente.

Doch bei Spitzenfussballern können die Löhne ein Vielfaches des UVG-Maximums ausmachen. Dies dürfte für die genannten Spieler gelten und in der Schweiz auch noch für ein paar Dutzend andere. Manche Klubs decken sich daher noch mit Zusatzversicherungen ein (siehe Kasten). Bei den Young Boys gehe die Versicherungsdeckung in der Regel bis zu etwa 250 000 Fr. Jahreslohn, sagt Vereinspräsident Peter Mast.
Gerling als klarer Marktführer

Im Schweizer Profifussball dürften laut Schätzung eines Kenners etwa 15 bis 20 Spieler einen Basislohn von über 300 000 Fr. beziehen. Auch höhere Beträge werden zum Teil noch versichert. «Oft liegt die Grenze bei 350 000 Franken, allenfalls kann es bis 500 000 Franken gehen», sagt Ruth Meier, Spezialistin bei der Gerling-Versicherung in Zürich. Die Tochtergesellschaft des deutschen Konzerns ist unangefochtene Schweizer Marktführerin in diesem Nischengeschäft. Daneben seien noch Lloyds und einige grosse Schweizer Gesellschaften auf dem Markt – doch den Grossversicherern scheine das Geschäft zu risikoträchtig und zu wenig einträglich, weshalb ihr Interesse eher bescheiden sei.

Die Leistungen der Versicherung bei den Spitzenverdienern hängt von den Vertragsdetails ab. Oft zahlt die Versicherung auch hier «nur» 80% des versicherten Lohns – und der Klub zahlt je nach Vertrag oder Kulanz die restlichen 20%.
Bis zu 30 Prozent Prämien

Die Unfallversicherung für Spitzenfussballer ist enorm teuer. Der Grundtarif für Betriebsunfall liege in der Grössenordnung von 22% des versicherten Lohns, sagt Gerling-Spezialistin Ruth Meier. Zum Vergleich: Ein Bankangestellter zahle weniger als 0,1%.

Je nach Erfahrungswerten der Fussballklubs können die Tarife für Spitzenfussballer noch höher sein. Bei den Young Boys machen die Prämienzahlungen für die Betriebsunfall-Versicherungen «bis zu 30 Prozent» des Jahreslohns aus, wie Vereinspräsident Mast sagt.

Zur günstigsten Risikoklasse zählen die Spitzenfussballer (und generell Spitzensportler) dagegen bei der Nicht-Betriebsunfall-Versicherung (NBU): Sie sind körperlich fit und spielen keine Grümpelturniere.

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