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Red Blue Devils Poeten Forum
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
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atzge, Mahatma, Tuborg_home, Zuschauer

So ein Tag....

Startbeitrag von atzge am 15.01.2006 11:39





..........so wunderschön wie heute!


Meine Ausnahmsweise nicht das Wetter, auch steht keine Vertragsverlängerung oder Neuverpflichtung eines Spieler's beim FCB bevor, ich hab nicht im Lotto gewonnen und GC hat noch nicht konkurs gemacht, aber........, laut Sonntagsblick soll Tararache Zürich in Richtung Duisburg verlassen.

Antworten:

:D



von Tuborg_home - am 15.01.2006 11:42

Starker Text




Aus der NZZ:


Mehr als ein Klub und seine Adresse

ZSC-Lions-Pläne für viele Fans ein Affront

Von Thomas Renggli

Im Zürcher Sport regiert die Stadtflucht. Den Trend setzten die Fussballer der Grasshoppers. Sie expandierten nach Niederhasli. Dort ist das Vogelgrippe-Risiko tiefer als in der Südtürkei. Ausserdem entspricht die Kapazität der Tribüne (400 Sitzplätze) dem Zuschaueraufkommen an Meisterschafts- und Uefa-Cup-Spielen ziemlich exakt.

Haben die GC-Kicker nur ihre Trainingsaktivitäten in die Agglomeration verlagert, gehen die ZSC Lions einen Schritt weiter. Nach bloss einem halben Jahr ist ihre Liebe zum renovierten Hallenstadion schon so stark abgekühlt, dass sie nichts mehr in Oerlikon hält. Ihr neues Paradies liegt ausgerechnet in Kloten - irgendwo zwischen Pannenstreifen und Rollfeld, dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen würden, wenn der Fluglärm nicht so laut wäre. Behauptet Lions-Verwaltungsrats-Präsident Walter Frey, dieser Standort gehöre fast zur Stadt, ist ein gewisser Erklärungsnotstand vorhanden. Denn bis ins neue Löwen-Revier fährt nicht einmal die Glatttalbahn.

Noch ist das letzte Wort aber nicht gesprochen. Doch für Eishockey-Traditionalisten ist allein die Absicht ein Schlag ins Gesicht, der stärker schmerzt als jeder Crosscheck. Der ZSC und das Hallenstadion - das ist mehr als ein Klub und seine Adresse. Da besteht eine emotionale Bindung, die sportliche Totalschäden überlebt hat, der weder der Katzenjammer des Zürcher SC noch die Geburt der Lions etwas anzuhaben vermochte. Wo sonst war der Name der Spielstätte das Einzige, das die Fans während Jahrzehnten mit gutem Gewissen skandieren konnten, ohne an das permanente Missmanagement erinnert zu werden?

Die Präsidenten kamen und gingen. Sie versprachen das Blaue vom Himmel und produzierten rote Zahlen. Vor allem setzten sie schon auf den freien Personenverkehr, als das Vereinigte Europa noch kaum ein Thema war. Kein Schweizer Klub hat in den letzten 30 Jahren mehr Trainer und Ausländer verbraucht als der ZSC. Namen und Nationalitäten wechselten, nur das Stadion blieb. Ursula Koch («Zürich ist gebaut») schickte den Denkmalschutz vorbei.

Nirgends wurde das Verlieren konsequenter kultiviert als im Hallenstadion und nirgends die eigene Mannschaft gnadenloser ausgepfiffen. Es gab Zeiten, da jubelten hier alle, von A wie Ajoie bis Z wie Zug; nur der ZSC stand im Regen - trotz Dach über dem Kopf. In den siebziger Jahren spielte er in Grün. In den achtziger Jahren pendelte er zwischen den Ligen. Seine Derbys fanden gegen Wetzikon und Dübendorf statt. Der Blick aufs Eis war stets durch den legendären Dunst getrübt, der sportliche Horizont lag irgendwo zwischen Olten und Langenthal.

Dann kam der 17. März 1992: 12 000 Zuschauer füllten die altehrwürdige Arena bis auf die letzte Treppenstufe - die Feuerpolizei war gerade in den Ferien. Und der HC Lugano wurde dahin verabschiedet. Bis heute ist es die grösste Überraschung seit Einführung der Play-offs geblieben. Und ihre Entstehungsgeschichte liess kein Auge trocken: Wladimir Krutow, das russische Genie mit den Massen eines Weight-Watchers-Kunden, hatte auf dem Weg zum entscheidenden Penaltytreffer fast einen Kreislaufkollaps erlitten, doch seine Handgelenke versagten den Dienst nicht. So ekstatisch wie damals wurde im Hallenstadion nie mehr gejubelt; und mitten drin stand ein Mann, der zur Symbolfigur einer neuen Zürcher Eishockey-Dynastie hätte werden können - wäre er nicht anderthalb Jahre später von einem Hobby-Funktionär in die Wüste geschickt worden: Arno Del Curto.

Acht Jahre später trugen die Zürcher Helden andere Namen: Sulander hiess die finnische Bank und Plavsic der kanadische Meisterschütze. Bei 59:50 im sechsten Play-off-Finalspiel gegen Lugano stoppte die Uhr. Es war noch nicht das Ende des Spiels, aber der Anfang der längsten Nacht - mit dem Hallenstadion als einzigartigem Tatort, der dem Sport eine Bühne gab, auf der sich auch Nichtsportler wohl fühlten.

Und jetzt soll das alles zu Ende gehen und die Eiszeit in Oerlikon nach fast 60 Jahren dem ewigen Tauwetter weichen? Ja sagen ein Stadion-Bauer aus Bern und ein Manager aus Trubschachen. Doch Hand aufs Herz: Könnten die sich vorstellen, dass der SCB seine Heimspiele in Langnau austrägt?

:spos:

Stadion-Bauern? :D Bei GC gibt's die ja schon länger, nun wissen wir endlich was es zu bedeuten hat ;-)

Da scheint man neue Wege gehen zu wollen bei GC. Anstatt einer Rasenheizung wird auf die Bepflanzung des Spielfeldes und der Ränge gesetzt, die Abfälle der gepflanzten Köstlichkeiten werden kompostmässig die Funktion dieser übernehmen(das kann einem gepflegten Spielaufbau der Heimmannschaft nur zu Gute kommen, wenn ab und zu ein Ball verspringt und so völlig überraschend einen eigenen Mitspieler erreicht), eine Ökoheizung quasi.
Die so gewonnenen Produkte werden in der Pause an die Konsumenten weitergereicht- so wird es in Zukunft keine der sonst handelsüblichen Bratwürste oder Pommes frites mehr geben, sondern es wird ein Schaf-Schüblig kreiert, der von den Schafen stammt, die für die exakte Höhe des Geläuf's zeichnen, und den Platzwart überflüssig machen, die Kartoffeln für die Pommes Niederhasli werden auf dem Spielfeld angepflanzt und geerntet(immer Mittwoch's wenn andernort's internationale Spiele anstehen.....).
Last but not least wird auch das Alkoholverbot elegant umgangen bei Risikospielen, man braucht nur sein kastriertes Hürlimaa in den Himmel zu strecken, in der Hoffnung das gerade wieder ein Jet irgendeiner Never-Comeback Airlines Sprit ablassen muss um zu einer Notlandung anzusetzen. Bei Abendspielen ist so auch die Beleuchtung des Tempels gewährleistet, Man flambiert sein Kerosingetränktes Becherchen und nebst der Beleuchtung hat man dann sowas ähnliches wie ne Choreo light.


Momoll! lachen:



von atzge - am 15.01.2006 12:41

Re: Starker Text

so geil...



von Zuschauer - am 15.01.2006 20:26
Tararache dürfte den Zürchern fehlen ...


Vogelgrippe als Vorwand um Geld zu sparen ...

Und der Schwank den sie in der Zürcher Provinz aufführen ist ein richtiger Schenkelklopfer. Im Klub brennts und der Präsident weilt im Fernen Osten in der Hängematte. Der Pressechef verdrückt sich im Süden Afrika's und ein loyaler Angestellter verweigert die Führung der ersten Mannschaft. Fehlt nur noch, dass sich der Hitzkopf, der regelmässig die Verbundenheit für "seinen" Klub lautstark ausspricht, auch noch geht ...

:)



von Mahatma - am 16.01.2006 06:12
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