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Spanien: Noch mehr Rote Karten

Startbeitrag von Betty Bossi am 17.01.2006 05:04

Spanien: Noch mehr Rote Karten

Spanien, Land der Ideen: Pablo Alfaro hat sich den Rot-Rekord gesichert, das weitaus kuriosere Kartenfestival jedoch veranstaltete Schiedsrichter Miguel Gámez in Sevilla. Während der Partie Betis gegen Atletico Madrid zeigte Gámez acht Balljungen Rot - Begründung: Zeitspiel.

Die Partie Betis Sevilla gegen Atletico Madrid vom vergangenen Samstag wird wohl in die Annalen des spanischen Fußballs eingehen - allerdings weder wegen des Ergebnisses (1:0) noch wegen überragender spielerischer Leistungen. Vielmehr hat sich Schiedsrichter Miguel Angel Ayza Gámez mit einer ebenso spektakulären wie fragwürdigen Kartenparade in den Vordergrund gedrängt. Gámez war der Überzeugung, dass die Balljungen nach dem Führungstreffer von Betis versucht hatten, das Spiel massiv zu verzögern. In der 48. Spielminute schließlich platzte dem Referee der Kragen. Kurzerhand schmiss er sämtliche acht Balljungen vom Platz. 45 000 Zuschauer wurden Zeuge, wie die Kinder weinend das Stadion verließen. Wann ihre Tränen trocknen, steht noch nicht fest, da der Platzverweis für Balljungen in den Statuten des spanischen Verbands nicht vorkommt - die Konsequenzen für Club und Kinder sind demnach noch nicht absehbar.

Quelle: 11 Freunde.de

Antworten:

Das habe ich gestern auch im Teletext von RTL gelesen. Hier der Artikel von ihrer Homepage.

Langsame Betis-Balljungen als 'Wiederholungstäter'
Nach dem erneuten kollektiven Platzverweis für 14 Balljungen steht der spanische Fußball-Erstligist Betis Sevilla unter dem Verdacht des systematischen Zeitschindens.

Die Jungen im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren hatten in der Partie der Primera División gegen Atlético Madrid (1:0) die Rote Karte gesehen, weil sie ihr Werk betont langsam versehen hatten. Sie mussten den Innenraum des Stadions verlassen. Nach einem Bericht der Zeitung 'El Pais' handelten die Jungen auf Anweisung. 'Man hat uns gesagt, dass wir uns Zeit lassen sollen, wenn Betis in Führung liegt', sagten sie.

Der Verein bestritt, eine solche Anordnung gegeben zu haben. 'Es sind die Spieler, die den Balljungen zurufen, langsam zu machen', betonte ein Verantwortlicher. Bereits im Mai 2005 waren die Betis-Balljungen im Lokalderby gegen den FC Sevilla (1:0) vom Schiedsrichter aus dem Stadion gewiesen worden. Konsequenzen müssen aber wohl weder der Verein noch die jungen 'Rot-Sünder' fürchten, da eine entsprechende Bestrafung in den Statuten nicht vorgesehen ist. In der Kabine waren einige in Tränen ausgebrochen. 'Dürfen wir jetzt nicht mehr ins Stadion?', fragten sie. Zuvor waren sie vom Publikum mit Beifall verabschiedet worden.



von Swiss_Rincewind - am 17.01.2006 05:55
Für mich ist as bis zu einem gewissen Grad normal, dass die Balljungen ihr Arbeitstempo dem Resultat anpassen. So etwas gehört doch einfach zum Heimvorteil...

von Captain Sky - am 17.01.2006 07:55
Kommt auf das Ausmass an. In Basel jedenfalls ist man zu dumm dafür, Heimvorteil auch da ein wenig zu leben.



von Tuborg_home - am 17.01.2006 08:38
Zitat

Kommt auf das Ausmass an. In Basel jedenfalls ist man zu dumm dafür, Heimvorteil auch da ein wenig zu leben.

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Pro Zubi!


Ist dir schon mal aufgefallen, dass Zubi die Bälle persönlich beim Balljungen hinter dem Tor abholt, wenn der FCB in Führung liegt? A propos Heimvorteil


Abgesehen davon, dass Fussball in dieser Hinsicht der S%*ç"&-Sport per se ist regt mich als Zuschauer Zeitspiel extrem - ja extreeeeeeeem - auf und zwar in beide Richtungen.

Ich plädiere schon lange für effektive Spielzeit im Fussball. Dann würden alle Mätzli (nid Du, Mätzli ;-)) wie IchbitodundmuessmitemHeliborgewärde-ahneijetztgohtsschowider, IchbinidsoguetimwärfeundschmeissdorumdrBall4mwiterhindere, ..... endlich aufhören und wir könnten uns wieder mehr auf Fussball konzentrieren.



von It`s in the game - am 17.01.2006 09:00
:spos: genau!

Natürlich würde das den "Charkter" des Spiels beeinflussen, aber mich ärgert die Schauspielerei auch.

Andererseits ist genau der entstehende Ärger das, was Otto-Normalzuschauer (solche wie ich halt ;) ) dazu bringt zu schreien, pfeiffen und schlussendlich auch zu singen.



von Don Daniel - am 17.01.2006 09:15
Ja klar, bei Führung macht Zubi 2 Schrittlein mehr. Das ist auch normal. Was mühsam ist, sind Dinge wie 5x Anlauf nehmen, Schuhe binden, usw.

Dennoch: Die Balljungen sollen normal handeln. Sprich bei Heimführung kurz vor Schluss muss der Ersatzball nicht nach 0.1 Sekunden mit Tempo 100 rausgeschmissen werden, sondern vielleicht nach 1 Sekunde "bodenauf" zugeworfen reicht auch. Klar, dass man nicht 5 Sekunden warten und den Ball dann aussen an der Bande zu Boden legen und auf Holprinzip verweisen sollte. Aber manchmal...

Nettospielzeit? Naja. Ich finde, man sollte das Spiel möglichst wenig verändern, und ein Eingriff in die Spielzeit wäre schon massiv. Ausserdem heutzutage aus TV-Gründen kaum möglich. Die wollen ihre Werbeblöcke planen.



von Tuborg_home - am 17.01.2006 09:16
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