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Red Blue Devils Poeten Forum
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Mätzli, Betty Bossi

WM: Noch 3000 km zum Pokal

Startbeitrag von Betty Bossi am 18.01.2006 15:18

WM: Noch 3000 km zum Pokal

Wir sind Papst. Bundeskanzlerin. Und wir sind Forrest Gump. Denn ein Hamburger Fußballanhänger latscht noch vor der WM zu allen WM-Stadien und holt sich dort eine Deutschlandfahne mit Stadtwappen ab, 5 hat er schon. Und das alles nur, damit es bald heißt: "Wir sind Weltmeister."

Der Vergleich zu Forrest Gump hinkt. In dem mit sechs Oscars ausgezeichneten Kino-Meisterwerk entschließt sich der geistig zurückgebliebene Forrest Gump alias Tom Hanks, ein wenig zu laufen. Er läuft von einer Küste zur anderen und gewinnt Fans, die sich ihm anschließen und davon überzeugt sind, dass es einen tieferen Sinn im Laufen gibt, den die Hauptfigur für sich gar nicht in Anspruch nimmt. Der Weg von Sebastian Schweppe hat durchaus einen Sinn. Und der steht in großen weißen Buchstaben auf seinem einzigen Reisebegleiter, einem Wanderrucksack: `Wir glauben dran: Deutschland wird Weltmeister!´ Der 28-Jährige geht zurzeit 5000 Kilometer quer durch Deutschland, von einem der zwölf WM-Stadion zum anderen, um dem Land mit seiner verrückten Aktion die Zuversicht in das `liebste Kind der Deutschen´ zurückzugeben. `Wenn jemand an Dich glaubt, schaffst Du alles´, sagt Sebastian Schweppe und ist von der Wichtigkeit seiner Aktion überzeugt: `Und wenn alle an die Nationalmannschaft glauben, dann werden wir Weltmeister.´ Bislang hat Sebastian 2160 Kilometer Fußmarsch hinter sich und gleichzeitig auch eine Menge für sein Selbstvertrauen getan: `Ich habe das Urvertrauen zu mir selbst wiedergefunden.´ Und das war nach einigen Schicksalsschlägen auch bitter nötig. Der gelernte Koch wollte sich in Hamburg selbstständig machen, wurde stattdessen aber arbeitslos, verschuldete sich und stand kurze Zeit später sogar ohne Wohnung da. Er ergab sich der Lethargie der Arbeitslosigkeit, einigermaßen abgesichert durch die Arbeitslosenhilfe. Um die Kleidung für seinen Fußmarsch zu finanzieren, verkaufte Schweppe seinen Laptop und startete Anfang November mit 2,31 Euro in der Tasche in Hamburg. `Ich muss doch verrückt sein´, schrieb Schweppe bei seinem ersten Eintrag in das Online-Tagebuch auf seiner Homepage Link `Man, geht es mir dreckig.´ Doch die Ernüchterung der ersten Kilometern weicht mehr und mehr der Zuversicht. Schon jetzt, nach 2160 Kilometern und dem fünften Stadion, zieht Schweppe ein positives Fazit: `Was für eine Reise. Ich bin dankbar, das alles erleben zu dürfen.´ Auf jeder seiner Stationen kauft er eine Deutschland-Flagge mit dem jeweiligen Stadtwappen und lässt die Leute, denen er begegnet, unterschreiben. Die zwölf Fahnen will er am Ende seiner Reise der deutschen Nationalmannschaft übergeben. Von Jörg Soldwisch

Quelle: 11 Freunde.de

Links zum Online-Tagebuch:
[www.ichglaubdran.de.]

Antworten:

Und wenn d'Schwoobe in dr Vorrundi uusefliege, hängt er denn mitsamt sym Ruggsagg im Estrich. Zwäggoptimischt!



von Mätzli - am 18.01.2006 15:30
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