fussball-news

Startbeitrag von atzge am 09.02.2006 07:40





FCB bei 24000 Saisontickets
BASEL. Vier Tage vor der Fortsetzung der Super-League hat der FC Basel beim Verkauf der Saisonkarten fast die Zahl 24000 erreicht und liegt damit nur noch mit knapp 1500 Abos unter dem Wert des Vorjahres. Für das Uefa-Cup-Heimspiel gegen ASMonaco (Mittwoch, 15. Februar, 18.00 Uhr) läuft seit gestern der freie Verkauf. Zum Auftaktspiel am Sonntag beim FCZürich (16.00 Uhr) setzen die SBB einen Extrazug (Abfahrt 13.10 Uhr, 10 Franken mit Halbtax) bis zum Bahnhof Altstetten ein.

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FCZ-YB am 15. März
Bern. Der Halbfinal des Swisscom Cup zwischen dem FC Zürich und Young Boys wurde auf Mittwoch, 15. März (Anspielzeit noch offen), angesetzt.

Si

Streik bei Galatasaray
Istanbul. Die Spieler des türkischen Erstligisten Galatasaray Istanbul sind wegen seit Monaten ausstehender Löhne in den Streik getreten. Sie verweigerten am Mittwoch das angesetzte Training und verliessen das Gelände des mit 140 Millionen Euro verschuldeten Clubs.

SI

DFB-Präsident operiert
Frankfurt. Gerhard Mayer-Vorfelder (72), Präsident des Deutschen Fussball-Bundes (DFB), hat sich einer akut notwendigen Herzoperation unterzogen. Der Eingriff verlief nach offiziellen Angaben erfolgreich.

SI

2:3 gegen FCZ II
BASEL. Auf dem Kunstrasen der Schützenmatte unterlag der FC Concordia der U21 des FC Zürich (1. Liga) gestern Nachmittag mit 2:3 (Tore von Ursal Yasar und Giuseppe Morello). Am Samstag (St.-Jakob-Anlage) absolviert «Congeli» gegen die U21 des FCB einen letzten Test vor dem Start in zehn Tagen.

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Uruguayer bei YF
Zürich. Der Challenge-League-Verein YF Juventus Zürich hat den italienisch-uruguayischen Doppelbürger Bruno Piano, ein 29-jähriger Verteidiger, von Cerro in Uruguay verpflichtet. Lausanne-Sport, der Dritte der Challenge League, hat für dreieinhalb Jahre Goalie Anthony Favre (zuletzt Baulmes, ex Servette und Yverdon) verpflichtet.

Si

Weiser für Steingruber
Breitenbach. Nachfolger von Spielertrainer Ralph Steingruber beim 2. Liga-Inter-Verein FC Breitenbach wird kommende Saison Björn Weiser (35), der mehrere Jahre in der ersten Mannschaft der Schwarzbuben spielte und zuletzt Nachwuchsauswahlen trainierte.

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Midos Rauswurf
KAIRO. Gastgeber Ägypten wird den Final um den Afrika-Cup gegen den WM-Teilnehmer Elfenbeinküste (Freitag, 17.00 Uhr) definitiv ohne Ahmed Mido bestreiten. Der Starstürmer des englischen Premier League Clubs Tottenham Hotspurs wurde am Mittwoch mit sofortiger Wirkung für sechs Monate aus dem Kader ausgeschlossen, weil er sich im Halbfinal gegen den Senegal (2:1) mehrere Minuten gegen seine Auswechslung gewehrt hatte. Heftige Kritik der Senegalesen musste sich Schiedsrichter Evehe Divine aus Kamerun gefallen lassen, weil er in der letzten Minute ein Foul im ägyptischen Strafraum übersehen hatte. «Normalerweise bekommt man dafür einen Elfmeter. Aber die Ägypter sind hier die Ausrichter, und es ist besser für das Turnier, wenn sie im Endspiel sind», schimpfte Senegals Stürmer El Hadji Diouf von den Bolton Wanderers.

SI

Antworten:

Sammer wird DFB-Direktor (BaZ)





Pille für Klinsmann. Matthias Sammer wird vom 1. April an für fünf Jahre Sportdirektor beim DFB. Das beschloss das Präsidium des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) am Mittwoch auf einer ausserordentlichen Tagung. Dem von Bundestrainer Jürgen Klinsmann favorisierten Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters will der DFB ein Angebot machen, zum 1. Oktober beim Verband einzusteigen, mit welchen Aufgaben ist nicht bekannt.

Der 38-jährige Sammer soll als Junioren-Cheftrainer für alle Nationalmannschaften bis zur U 20 fungieren, den DFB- Nachwuchstrainerstab leiten, die Talentförderung optimieren und neue Trainings-Rahmenkonzepte erstellen. In enger Abstimmung mit Bundestrainer Klinsmann soll er ausserdem eine einheitliche Spielphilosophie für alle Junioren-Teams umsetzen.
Für die Mehrzahl dieser Aufgaben hatte Klinsmann seinen Kandidaten Peters vorgesehen. «Wir schlucken diese Pille», kommentierte Klinsmann diese personalpolitische Niederlage, «aber es ist enttäuschend, dass nicht über Inhalte gesprochen, sondern nur über Köpfe entschieden wurde.»

dpa



von atzge - am 09.02.2006 07:41

Ein wenig Nachdenklichkeit (BaZ)






DIE TÜRKEI EMPÖRT SICH ÜBER DAS FIFA-URTEIL - TERIM AUF DEM PULVERFASS

Jan keetman, Istanbul/Christoph Kieslich


Nach der Verurteilung durch die Fifa ging ein Aufschrei durch die Türkei.

Für ganz unschuldig halten nur wenige die eigene Seite, aber die harte Strafe fast alle für ungerecht. «Die Gewissenlosen!» titelte die Sportzeitung «Fanatik». Bei der Suche nach dem Hauptschuldigen machen es sich die türkischen Medien und Funktionäre einfach: dem Schweizer Fifa-Präsidenten Joseph Blatter, der unmittelbar nach dem Skandalspiel am 16. November seine tiefe Betroffenheit zur Schau gestellt hatte, wird Parteilichkeit vorgeworfen.
Der Sportfunktionär Hasan Dogan kritisierte die harte Strafe von sechs Spielen ohne Zuschauer mindestens 500 Kilometer entfernt im Ausland: «Wäre das Zentrum der Fifa in Istanbul, dann hätten wir diese Strafe nicht bekommen. Uns haben die Schweizer vor Gericht gestellt und die Schweizer haben diese Strafe verhängt.»
Doch gibt es nach dem Urteil auch nachdenkliche Stimmen. Der türkische Vizepräsident der Uefa, Senes Erzik, der auch dem Exekutivrat der Fifa angehört, sagte unmissverständlich, dass die Verantwortung eines Fussballverbandes sich nicht nur auf das Stadion beschränke, sie beginne bereits am Flughafen, wo die Schweizer am 14. November schon in einer aufgeladenen Atmosphäre empfangen worden waren. «Die Strafe macht eines ganz deutlich: Wir sind knapp an einem Ausschluss vorbeigekommen», betonte Erzik, «das heisst, die Fifa hätte uns genauso gut von den Ausscheidungsspielen für die WM 2010 ausschliessen können.»

schwierige Ermittlungen. Von Nachteil für die Türkei sei insbesondere gewesen, so Erzik, dass es sich nicht feststellen liess, wer die Schweizer Spieler im Korridor nach dem Verlassen des Spielfeldes geschlagen habe. Eine Einschätzung, die Lars-Ake Lagrell, schwedisches Mitglied der Fifa-Kommission, bestätigt. Es sei unglaublich schwierig gewesen festzustellen, was überhaupt passiert war, erklärte Lagrell der schwedischen Nachrichtenagentur TT. «Wir haben eine Unmenge Videoaufzeichnungen angeschaut. Es war uns klar, dass sich noch zahlreiche weitere Zwischenfälle ereignet hatten. Wir nahmen aber nur das auf, was wir sicher nachweisen konnten. So wissen wir zum Beispiel nicht, wer Stéphane Grichting in den Unterleib getreten hat.»

Im allgemeinen Aufschrei in der Türkei räumt das Massenblatt «Hürriyet», das das Verdikt auf dem Titel als «unbillig» bezeichnete, einer selbstkritischen Einschätzung grossen Platz ein. «Wir haben geerntet, was wir gesät haben», heisst es in einem Kommentar, «wir werden Einspruch einlegen und vielleicht werden die Strafen ein wenig abgemildert. Aber Tatsache ist, dass unser Image am Boden zerstört ist.»
Die Türkei solle sich endlich auf guten Fussball besinnen, lautete die Empfehlung im Sportblatt «Fotomac»: «Wenn wir 2008 in der Schweiz dabei sein wollen, müssen wir lernen, Spiele fair und dank unseres Könnens auf dem Spielfeld zu gewinnen.»

Rücktritt gefordert. Ob dannzumal Fatih Terim noch dabei sein wird, erscheint ungewisser denn je. Dem Nationaltrainer, der «wahre, wenn nicht einzige Brunnenvergifter in dieser Sache» («Neue Zürcher Zeitung»), wird vom landesweit bekannten TV-Kommentator Erhan Törüglu, ein ehemaliger Fifa-Schiedsrichter, in einer Kolumne in «Hürriyet» der Rücktritt nahe gelegt: «Die Zeche zahlt das arme türkische Volk. Spieler wurden bestraft, nicht aber der Trainer, der immer noch im Amt ist. Terim soll zurücktreten. Er hat das Image unseres Landes schwer angekratzt.»

Der neue Verbandspräsident Haluk Ulusoy, angesprochen auf die Gerüchte um Terim, sagte nur, dass man sich zusammensetzen und eine Entscheidung treffen werde. Das klingt nicht wie ein klares Bekenntnis zum einst gefeierten Nationaltrainer.



von atzge - am 09.02.2006 07:42

Resultate (BaZ)



Fussball

Deutschland, Bundesliga, 20. Runde
Nürnberg-Frankfurt 0:1 (0:1)
Frankenstadion. - 22 621 Zuschauer. - Tor: 43. Amanaditis 0:1.- Bemerkungen: Nürnberg ab 67. mit Cantaluppi. Frankfurt ab 69. mit Huggel, ohne Spycher (verletzt).

Hannover-Hamburg 2:1 (0:0)
AWD-Arena. - 40 053 Zuschauer. - Tore: 48. Zuraw 1:0. 72. Hashemian 2:0. 80. Barbarez 2:1. - Bemerkungen: Hamburg ohne Wicky (Ersatz).
Stuttgart-Bremen 0:0
Gottlieb-Daimler-Stadion. - 30 000 Zuschauer. - Bemerkungen: Stuttgart mit Magnin.

Leverkusen-Wolfsburg 4:0 (1:0)
BayArena. - 20 000 Zuschauer. - Tore: 44. Berbatov 1:0. 55. Barnetta 2:0. 71. Schneider 3:0. 75. Madouni 4:0. - Bemerkungen: Leverkusen bis 77. mit Barnetta.
Mönchengladbach-Schalke 0:0
Borussia Park. - 51 026 Zuschauer.

Die Tabelle

1. Bayern München 20 16 3 1 39:13 51
2. Werder Bremen 20 13 4 3 51:23 43
3. Hamburger SV 20 12 5 3 32:14 41
4. Schalke 04 20 9 9 2 22:12 36
5. Hertha Berlin 20 7 8 5 29:26 29
6. Dortmund 20 7 7 6 28:26 28
7. VfB Stuttgart 20 5 12 3 21:18 27
8. Hannover 96 20 5 11 4 30:26 26
9. M’gladbach 20 6 8 6 25:26 26
10. Leverkusen 20 6 7 7 30:28 25
11. Frankfurt 20 7 4 9 27:30 25
12. Arminia Bielefeld 20 5 6 9 23:29 21
13. Wolfsburg 20 5 6 9 21:36 21
14. Mainz 20 5 5 10 31:33 20
15. Nürnberg 20 4 6 10 21:33 18
16. MSV Duisburg 20 3 7 10 18:35 16
17. 1. FC Köln 20 3 5 12 28:45 14
18. Kaiserslautern 20 3 5 12 27:50 14

Italien

Serie A, 24. Runde. Chievo Verona-Sampdoria Genua 1:1. Fiorentina-Inter Mailand 2:1. Ascoli-Livorno 0:0. Milan-Treviso 5:0. Roma-Cagliari 4:3. Palermo-Lazio 3:1. Udinese-Reggina 1:2. Messina-Siena 0:0. Juventus-Parma 1:1. Lecce-Empoli 1:2. -

Rangliste: 1. Juventus 63. 2. Inter 54. 3. Milan 51. 4. Fiorentina 50. 5. Roma 45. 6. Livorno 39. 7. Chievo 35. 8. Sampdoria 34 (37:31). 9. Lazio 34 (30:29). 10. Palermo 30. 11. Siena 26 (29:38). 12. Udinese 26 (24:35). 13. Reggina 26 (25:39). 14. Ascoli 25. 15. Messina 23. 16. Cagliari 22 (27:39). 17. Parma 22 (27:43). 18. Empoli 22 (27:44). 19. Treviso 14. 20. Lecce 13.

Frankreich

Ligue 1: Strasbourg-Paris St-Germain 1:1. -

Rangliste: 1. Lyon 24/55. 2. Bordeaux 25/46. 3. Auxerre 25/42. 4. Lille 25/40. 5. Paris St-Germain 25/39 (31:25). 6. Marseille 25/39 (26:27). 7. Lens 25/37. 8. Monaco 24/36. 9. Le Mans 25/36. 10. St. Etienne 24/34. 11. Nice 24/33 (19:19). 12. Toulouse 25/33. 13. Nancy 24/32. 14. Rennes 25/32. 15. Nantes 24/30. 16. Sochaux 25/27. 17. Troyes 24/25. 18. Ajaccio 25/20. 19. Strasbourg 25/16. 20. Metz 24/14.

Ligacup, Halbfinal: Nancy-Le Mans (mit Chiumiento) 2:0 (1:0). - Nancy trifft im Final im Stade de France (22. April) auf Nice.

U21-Europameisterschaft

Auslosung der Endrunde in Portugal (23. Mai-4. Juni). Gruppe A: Portugal, Deutschland, Frankreich, Serbien-Montenegro. - Gruppe B: Italien, Dänemark, Holland, Ukraine.



von atzge - am 09.02.2006 07:44

Stolpert Terim heute über seine Arroganz? (Bligg)





VON EVA TEDESCO UND ERHAN KABATAS
09.02.2006 | 00:42:25


ISTANBUL – Bei der Fifa kam Nationaltrainer Fatih Terim (55) ungeschoren davon. Der Zorn auf den unantastbaren Imperator im eigenen Land ist dennoch enorm. Jetzt verurteilen ihn die Türken!

Heute um 11 Uhr tagt die Verbandsspitze um den neuen Präsidenten Haluk Ulusoy. Das brisante Traktandum: Die Zukunft von Naticoach Terim! Stolpert der Eroberer (Fatih) heute über seine Arroganz?

Eine lebende Legende war der in Adana geborene Terim schon, bevor er Naticoach wurde. Als Galatasaray-Verteidiger und Nati-Abwehrchef (76 Länderspiele) machte er sich zum Kaiser vom Bosporus. Im Sommer 2000 ging er als Gott von Galatasaray in die Landesgeschichte ein, als er mit dem Uefa-Cup erstmals eine internationale Trophäe in die Türkei holte.

1993 übernahm der einstige Kettenraucher das Amt des Nationaltrainers und führte das Team 1996 erstmals an eine EM. Sein diktatorischer Stil, die Kritikunfähigkeit und Arroganz brachten ihm den Übernamen Imperatore ein. Den Spielern sitzt der gnadenlose Disziplinfanatiker stets im Nacken, und oft schiesst er dabei jähzornig über das Ziel hinaus.

Auch in den Partien gegen die Schweiz hat Terim weit übers Ziel hinausgeschossen. Die Aggressionen gegen das Team von Köbi Kuhn soll Terim mitverantwortet haben. Deshalb habe sich die Einstellung von Ulusoy nach dem Urteil gegenüber dem Naticoach verändert.

Ulusoy soll in der Tageszeitung Sabah geäussert haben: «Trainer Fatih hat sich bei den Qualifikationsspielen gegen die Schweiz gegenüber den Refs unflätig geäussert. Das lässt uns bei den Unparteiischen schlecht dastehen und erschwert die EM-Quali zusätzlich.» Um die Fifa-Rekurskommission und die Refs positiv zu stimmen, denkt Ulusoy ernsthaft über einen Trainerwechsel nach.

Einen Rücktritt des Diktators fordert auch der bekannte Kolumnist und ehemalige Fifa-Ref Erman Toroglu in der auflagenstarken «Hürriyet»: «Terim hat das Image unseres Landes schwer angekratzt. Er soll zurücktreten!» Und für Onur Belge, Verbandschef der türkischen Sportjournalisten, ist klar: «Ein Trainer seiner Klasse weiss selber genau, was er jetzt machen muss...»

Bei der Fifa kam der Brandstifter aus Mangel an Beweisen ungeschoren davon – jetzt verurteilen ihn die Türken.



von atzge - am 09.02.2006 07:46

Türken schiessen gegen Blatter (Bligg)






09.02.2006 | 00:13:07


ZÜRICH – Das Fifa-Urteil ist draussen – und die Türkei schimpft über die unverhältnismässige Strenge. Der Schuldige für die türkischen Blätter: Fifa-Boss Sepp Blatter.

Das Fifa-Urteil nach dem Barrage-Skandal von Istanbul wird in der Türkei allgemein als überhart und ungerecht kritisiert. Die Tageszeitungen haben auch schon einen Schuldigen hierfür ausgemacht: Den Schweizer Fifaboss Sepp Blatter.

Ein Blick auf die türkischen Schlagzeilen:

Türkspor: «Die Fifa hat die Türkei gekreuzigt!»


Aksam: «Sepp Blatter hat den Abzug gedrückt. Die Fifa hat uns allen einen Sack über den Kopf gezogen!»


Hürriyet: «Dann hättet Ihr uns auch gleich aufhängen können! Eine Strafe der von dem Schweizer Präsidenten Blatter geleiteten Fifa hatten wir erwartet, aber so dann doch nicht. Mit diesem gnadenlosen Urteil hat uns die Fifa förmlich zu verstehen gegeben: ´Euch wollen wir nicht.´ Am bedauerlichsten an dem Urteil ist, dass die türkischen Fussballfans, die das besagte Spiel fair und ohne allzu übermütig zu werden verfolgt haben, des Fussballs beraubt werden. Die Fifa hat den Türken praktisch verboten, ihrer Nationalmannschaft zuzusehen.»


Milliyet: «Die Fifa hat den Tränen in unseren Augen keine Beachtung geschenkt. Wir sind nur knapp am Ausschluss vorbei gekommen. Nach diesem überraschenden Urteil der Fifa sind unsere Chancen auf ein Weiterkommen in der Gruppe ziemlich in Gefahr.»


Fanatik: «Haben die denn überhaupt kein Gewissen? Was vorgefallen ist, war hässlich und falsch, aber so schwerwiegend denn doch nicht.»


Fotomac: «Skandalöses Urteil. Angeblich ist dieses Urteil gefällt worden, um uns an der Teilnahme der von Österreich und der Schweiz 2008 ausgerichteten Europameisterschaft zu hindern.»


Sabah: «Was sind denn die Zuschauer daran schuld? Die Fifa hat ein gnadenloses Urteil gefällt. Platzsperre bis 2008 und ohne unsere Zuschauer. Die Strafe, die die Fifa wegen des Schweiz-Spieles verhängt hat, kam härter als erwartet.»
«Die härteste Strafe»
Nach der Eröffnung des Urteils der Fifa-Disziplinarkommission äusserte sich ihr Mitglied Lars-Ake Lagrell in der schwedischen Presse. Er sprach von der «härtesten Strafe, die ich je ausgesprochen habe». Es sei unglaublich schwierig gewesen festzustellen, was überhaupt passiert war, erklärte Lagrell. «Wir haben eine Unmenge Videoaufzeichungen angeschaut. Es war uns klar, dass sich noch zahlreiche weitere Zwischenfälle ereignet hatten. Wir nahmen aber nur das auf, was wir sicher nachweisen konnten. So wissen wir zum Beispiel nicht, wer Stéphane Grichting in den Unterleib getreten hat.»


Schweizer Reaktionen gemischt
In den Schweizer Zeitungen waren die Kommentare zum Fifa-Urteil bunt gemischt und reichten von «angemessen» bis zu «unfair und ungerecht.»


Berner Zeitung: «Dieses Urteil der Fifa ist hart. Doch es ist angemessen. Die Strafe sollte den Türken nach ähnlichen, folgenlosen Vorfällen eine letzte Warnung sein.»


Neue Zürcher Zeitung: «Die Verdikte sind ebenso streng und massvoll ausgefallen; das braucht in diesem Fall kein Gegensatz zu sein. Als massvoll kann man die Urteile deshalb interpretieren, weil man das verwerfliche Verhalten einer Sportmannschaft und ihrer gesamten Betreuung auch exemplarischer hätte ahnden können.»


Basler Zeitung: «Sechs Spielsperren Strafe (für den Schweizer Huggel) sind unverhältnismässig viel und unfair. Der frühere FCB-Spieler ist ein besonnener Mensch, der in seiner Profikarriere noch nie eine rote Karte kassiert hat.»


Tages-Anzeiger: «Um die Strafe gegen den türkischen Verband zu verstehen, braucht es kaum eine schriftliche Begründung der Fifa. Er hat das erhalten, was er verdient hat.»

Streller und Alpay: Versöhnung
Zweieinhalb Monate nach ihrer Auseinandersetzung beim Skandalspiel in Istanbul haben sich die Kölner Söldner Özalan Alpay und Marco Streller öffentlich versöhnt. «Er ist ein feiner Kerl, wir haben mittlerweile ein prima Verhältnis», sagte Alpay. Am Tag nach dem Fifa-Urteil, in dem Alpay mit einer Sperre von sechs Pflichtspielen zur Rechenschaft gezogen worden war, trat der türkische Abwehrspieler Arm in Arm mit Streller vor Mikrofone und Kameras, um sich zu entschuldigen: «Es tut mir unheimlich leid.»



von atzge - am 09.02.2006 07:47

Könige als Bettelbueben (Bligg)






09.02.2006 | 07:45:24


SARAGOSSA – Real Madrid blamierte sich im Halbfinal-Hinspiel des spanischen Cups gegen Real Saragossa bis auf die Knochen.

Sieg historischen Ausmasses Real Saragossa besiegt seinen berühmten Namensvetter 6:1!


Nach dem Coup gegen den FC Barcelona, den unangefochtenen Leader der Primera Division, eine Runde zuvor stoppte Saragossa nun auch Real, das in der Meisterschaft zuletzt siebenmal in Serie gewonnen hatte.

Man muss kein Prophet sein, wenn man davon ausgeht, dass das 1:6 in Saragossa in und ausserhalb des madrilenischen Lagers noch zu reden geben wird. Die Show des Abends bot der Argentinier Diego Alberto Milito, welcher die ersten vier Treffer Real Saragossas markierte. Seinen Teil zum halben Dutzend steuerte auch der Ex-Dortmunder Ewerthon mit einem Doppelpack bei. Den Ehrentreffer der Madrilenen fixierte Baptista.



von atzge - am 09.02.2006 07:49

Fiorentina sorgt für Langeweile (Bligg)






08.02.2006 | 23:41:27


FLORENZ – Inter Mailand verpasst es gegen den Tabellenvierten Fiorentina, Leader Juventus näherzurücken. Valon Behrami sieht bei seinem Comeback für Lazio Gelb-Rot.


Obwohl Juventus Turin gegen Parma nur 1:1 spielte, baute der Leader seinen Vorsprung in der 24. Runde auf neun Punkte aus. Der erste Verfolger der Turiner, Inter Mailand, unterlag der Fiorentina 1:2. Der Heimklub legte bis zur 60. Minute durch Brocchi und Jimenez auf 2:0 vor; Inter gelang lediglich Resultatkosmetik in Form eines Treffers von Recoba zehn Minuten vor Ende der Partie.

Die AC Milan, die zuletzt zweimal unentschieden gespielt hatte, meldete sich mit Johann Vogel anstatt Andrea Pirlo im defensiven Mittelfeld mit dem eindrücklichen 5:0 gegen Treviso zurück. Kaka in der ersten Halbzeit und Filippo Inzaghi, Alberto Gilardino sowie zweimal Andrej Schewtschenko schossen die Tore. Vogel, der erst zum vierten Mal in der Meisterschaft von Beginn weg eingesetzt wurde, stand am Ursprung des dritten Treffers durch Gilardino.

Die AS Roma kam dank dem 4:3 gegen Cagliari zum achten Sieg in Folge und stellte damit einen neuen Klubrekord auf. Den Ligarekord halten Juventus (Saison 1931/32), Milan (1950/51) sowie Bologna (1963/64) mit jeweils zehn Siegen in Folge. Allerdings sicherten den Römern erst zwei Penaltytore durch Captain Francesco Totti in der Schlussviertelstunde den Sieg.

Für den Schweizer Internationalen Valon Behrami endete das Comeback nach wochenlanger Verletzungspause beim 1:3 von Lazio Rom in Palermo nach 61 Minuten. Innerhalb von 11 Minuten sah der Behrami wegen Reklamierens und wegen eines Foulspiels zweimal die gelbe Karte und musste vorzeitig zurück in die Kabine.



von atzge - am 09.02.2006 07:50



Bayerns Verfolger patzern

08.02.2006 | 23:20:11


HANNOVER – Werder Bremen und Hamburg konnten vom Punktverlust von Leader Bayern München nicht profitieren. Werder spielte nur Unentschieden, der HSV verlor gar.

Der Pechvogel der Runde: Werder-Goalie Reinke erlitt im Spiel gegen Stuttgart schwere Kopfverletzungen.




Enttäuschend ereignislos verlief das Duell zwischen Stuttgart und Bremen. Nach dem torlosen Remis bleibt der Rückstand der Bremer auf Bayern München mit acht Punkten beträchtlich. Beunruhigender ist aber die Lage der von Giovanni Trapattoni trainierten Stuttgarter: Das Team von Ludovic Magnin wartet in diesem Jahr weiter auf den ersten Treffer.

Doppeltes Pech für Werder: Goalie Andreas Reinke schied elf Minuten vor Schluss nach einem unglücklichen Zusammenprall mit einer schweren Kopfverletzungen aus. Die Ärzte diagnostizierten beim 37-Jährigen ein Schädel-Hirn-Trauma mit diversen Frakturen. Reinke, der vom Knie Stranzls oberhalb der Augenbraue mit voller Wucht getroffen worden war, musste in Stuttgart operiert werden.

Hamburg verzichtete zum zweiten Mal in der Rückrunde auf Raphaël Wicky und erneut resultierte eine Niederlage. Trainer Thomas Doll vertraut stattdessen dem neuverpflichteten Holländer Nigel de Jong Wickys Platz im defensivem Mittelfeld an. Mit mässigem Erfolg: In den drei Spielen der Rückrunde verlor der HSV öfter als in der gesamten Hinrunde.

In Hannover sorgten der Pole Dariusz Zarew und der Iraner Vahid Hashemian für eine 2:0-Führung der Gastgeber; Sergej Barbarez gelang der Anschlusstreffer erst in den Schlussminuten. Zusätzlich zur Niederlage musste Hamburg auch den Ausfall von Stürmer Ailton verkraften, der mit einem Kieferbruch ausfiel.

Für das positive Ausrufezeichen aus Schweizer Sicht sorgte Tranquillo Barnetta. Der Leverkusener traf in der 55. Minute gegen Wolfsburg (4:0) zum 2:0. Vom Schweden Fredrik Stenman an der Grenze zum Abseits angespielt, überwand der 20-jährige Internationale Wolfsburgs Keeper Simon Jentzsch mit einem überlegten Lob. Es war der vierte Saisontreffer Barnettas.



von atzge - am 09.02.2006 07:52

Re: Türken schiessen gegen Blatter (Bligg)

Zitat

Dann hättet Ihr uns auch gleich aufhängen können!


Wenni die TK-Reaktione zum Teil alueg wär das allwä die besti Lösig gsi.... Uneinsicht und e dummi Schnure über e sone milds Urteil... Sorry, aber d'Bedänke in Sache EU-Bitritt vo däm Land wärde so sicher nid kleiner.



von Tuborg - am 09.02.2006 08:32

Re: Türken schiessen gegen Blatter (Bligg)



Zwei Tage nach dem Fifa-Urteil die neuste Provokation der Türken
Brandstifter Terim darf weiter zündeln

VON EVA TEDESCO UND ERHAN KABATAS
10.02.2006 | 00:16:32


ISTANBUL – Der Imperator bleibt unantastbar! Der türkische Nati-Trainer Fatih Terim (52) ist nicht nur bei der Fifa ungeschoren davongekommen. Auch der türkische Verband lässt den Brandstifter weiter zündeln und provoziert damit Fussball-Europa.

«Wir haben volles Vertrauen in unseren Trainer», bestätigte der neue Verbandspräsident Haluk Ulusoy gestern nach einer zweieinhalbstündigen Sitzung Terim im Amt. «Wir haben einstimmig entschieden, dass die Nationalmannschaft mit Terim an die EM 2008 in der Schweiz und Österreich geführt werden soll.» Der Zick-Zack-Kurs des Verbandes geht also weiter!

Noch am Mittwoch sprach Ulusoy von einer Entlassung des Imperators, um bei der Fifa-Rekurskommission Signale zu setzen und positive Zeichen nach Fussball-Europa auszusenden. Gestern war wieder alles anders, obwohl Terim mittlerweile auch in der Heimat als Brandstifter der skandalösen Vorfälle während der Barrage gegen die Schweiz ausgemacht worden ist.

«Es ist nicht einfach, einen Imperator zu stürzen», sagte gestern der türkische CNN-Journalist Cem zu BLICK, «auch wenn einige Verbandsmitglieder für den Rücktritt sind – Terims Einfluss ist zu gross.» Zudem befürchtet der Verband, dass er mit der Entlassung die Ausgangslage für einen Rekurs schwächt. Immerhin hätte man einen Nationaltrainer entlassen, gegen den nicht einmal der Weltverband ein Verfahren eröffnen konnte.

Nach der Bestätigung Terims bis 2010 konzentrieren sich die Türken nun auf den Fifa-Rekurs. Denn der WM-Dritte von 2002 will die sechs Auswärts-Geisterspiele nicht einfach so hinnehmen. Verbands-Boss Ulusoy: «Wir werden den juristischen Weg ausschöpfen. Unsere Hoffnung auf eine Strafreduktion konzentriert sich vor allem auf das unabhängige CAS, den internationalen Sport-Gerichtshof in Lausanne.»

Und teilte den nächsten Seitenhieb gegen die Schweiz aus: Heinz Tännler, ausserordentlicher Sekretär der Fifa-Disziplinarkommission, sei den Türken an den beiden Verhandlungstagen stets mit einem breiten Lächeln begegnet. Ulusoy: «Wir wussten nicht, wie wir das deuten sollten. Vor allem weil es Tännler war – ein Schweizer.»
Klare Haltung der Leser zum Fifa-Urteil
Das Ergebnis der BLICK-TED-Umfrage ist deutlich.

84 Prozent der BLICK-Leser sind der Meinung, dass das Urteil gegen den Schweizer Mittelfeldspieler Benjamin Huggel zu hart war.

67 Prozent der BLICK-Leser fanden, dass die Strafe gegen den türkischen Verband zu mild ausfiel.

Nur jeweils rund 5 Prozent glauben, dass Huggel zu milde und der türkische Verband zu hart bestraft worden seien. Das Huggel-Urteil empfanden 12 Prozent als korrekt, 28 Prozent jenes gegen den türkischen Verband.



von atzge - am 10.02.2006 10:23
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