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atzge

Zwei neue Rekorde - und die 53 steht (BaZ)

Startbeitrag von atzge am 27.02.2006 14:17





YVERDON LÄSST BASLER HEIMSPIEL-BESTMARKE KURZ WACKELN - MINUSKULISSE IM ST.-JAKOB-PARK



Alte und neue Rekordhalter. Gruppenbild mit Gigi Oeri (links von ihr Helmut Benthaus, rechts Ottmar Hitzfeld) nach dem 53. Heimspiel ohne Niederlage. Fotos Stefan Holenstein

Christoph Kieslich/Florian Raz

Hut ab vor diesem FCBasel: Der 2:1-Heimsieg bedeutete zwar lediglich die Erledigung einer Pflichtaufgabe auf dem Weg zum Titel-Hattrick. Mit 53 Heimspielen ohne Niederlage steht nun aber ein grossartiger Rekord, der die bisherige Bestmarke aus den 70er Jahren ablöst.

Nach einer guten Stunde, als der Ball dann endlich zum zweiten Mal hinter Sebastien Roth im Netz lag, als es 2:1 stand und Yverdon-Sport längst nicht mehr den Eindruck machte, noch einmal ernsthaft an der Bastion St.-Jakob-Park rütteln zu wollen, konnten sich die Ehemaligen langsam auf ihren Auftritt gefasst machen.
Trikots mit der Rückennummer 52 verteilte Vizepräsidentin Gigi Oeri nach Spielende an die früheren FCB-Spieler, die der Club in froher Erwartung eines grossen Moments geladen hatte - und mit der Überzeugung, dass es nicht schief gehen würde. Und es war ein schönes Bild, als die Benthaus, Hitzfeld und Ramseier, die Fischli, Laufenburger, Kiefer und Paolucci, die Rahmen, Wenger, Hauser und Hasler von den neuen Rekordhaltern eingerahmt wurden.
«Früher war das Joggeli eine Festung», sagte Christian Gross, «heute ist es der St.-Jakob-Park, der fast uneinnehmbar ist. Die Spieler können stolz auf das sein, was sie geleistet haben.» Für den aktuellen FCB-Trainer war es spätestens mit Beginn dieser Saison zur Mission geworden, die fast 34 Jahre alte Bestmarke zu durchbrechen, und dementsprechend zufrieden ist er auch, dass es jetzt vollbracht ist.

Stellenwert. Zu den ersten Gratulanten am Spielfeldrand gehörte sein Vorgänger Helmut Benthaus, jener Trainer und Spieler, der in seiner Dekade beim FCB jenen Virus in der Stadt verbreitete, der den Club bis in die Gegenwart in vielerlei Hinsicht zum aufregendsten in der Schweiz macht. «Für uns hatte die Heimspielserie längst nicht so eine grosse Bedeutung», schilderte Benthaus, «wir konnten damals ja keinen Rekord brechen, wir konnten niemanden überholen, und deshalb hat das heute für die Spieler und den Trainer einen ganz anderen Stellenwert.»

In dieser Stimmung spielte es auch nur eine untergeordnete Rolle, dass der FCBasel den «Rekord für die Ewigkeit» (Benthaus) in einem völlig unaufregenden Spiel aufstellte, in dem selbst die Führung Yverdon nur für sehr begrenzten Nervenkitzel sorgen konnte. Zu sehr limitiert war der Gegner, als dass mangelnde Basler Präsenz im Strafraum oder die Formschwäche einzelner Spieler ins Gewicht gefallen wären. «Es war eine Willensleistung», kommentierte Gross die Partie am Ende einer «hervorragenden Woche».
Dass der FCB in Monaco eine weitere Europacup-Stufe erklommen hat und drei Tage später einen beispiellosen (Schweizer) Rekord aufgestellt hat, schien indes die Wenigsten zu interessieren. Ausgerechnet an einem historischen Tag verzeichnete der FCB mit 12947 Zuschauern einen Minusrekord, seit er Liga-Heimspiele im St.-Jakob-Park austrägt. Der neuerliche Wintereinbruch sorgten aber auch dafür, dass die Super League insgesamt mit 32331 Schaulustigen den schlechtesten Wert dieser Saison verzeichnete.

noch nicht genug. Immerhin liess es sich ein FCB-Fan nicht nehmen, einen jener gelbblauen Bälle, mit denen der Rekord gestern aufgestellt wurde, für 2199 Franken per SMS zu ersteigern. Gross hat eine Rekordfeier mit seinen Spielern auf unbestimmtes Datum vertagt, weil er alle dabei haben will. Pascal Zuberbühler und Boris Smiljanic (mit der Schweiz am Mittwoch in Schottland) und Koji Nakata (mit Japan am Dienstag in Dortmund gegen Bosnien-Herzegowina) reisten unmittelbar nach Spielschluss zu ihren Nationalmannschaften. Aber die 53 steht, das nächste Heimspiel kommt bestimmt und Christian Gross hat noch nicht genug:«Wir wollen hier nicht aufhören.»

Antworten:

Der FCB hätte es sich einfacher machen können (BaZ)





Kein Schuss, ein Tor. Alles hätte an diesem frostigen Nachmittag einfacher sein können, wenn Koji Nakata in der 7. Minute die erste, zufällig zustande gekommene Chance freistehend vor Roth genutzt hätte. Stattdessen ging Yverdon in Führung, nach einem Freistoss von Milicevic aus dem Halbfeld und einem unhaltbaren Kopfball von - Boris Smiljanic. Ein Eigentor, auch wenn sich Vagner Gomes wie ein Torschütze feiern liess. Dann offenbarte sich, das ein 4-1-4-1, wie es FCB-Trainer Gross erneut praktizieren liess, erstens ohne Eduardo (verletzt) schlecht funktioniert, weil zweitens im Mittelfeld Delgado und Degen ihrer Form hinterher laufen und rutschen.Immerhin:Der starke Berner konnte eine Minute vor der Halbzeit ebenso unbedrängt flanken wie Nakata in der Mitte zum sehr schönen Kopfball hochsteigen konnte. Erstaunlich war dieses 1:1 deshalb, weil die Waadtländer in diesem Moment zu acht am eigenen Strafraum versammelt waren. Es war nicht so, dass der FCB ohne Chancen gewesen wäre, richtig gefährlich wurde es aber just, als Gross Ergic brachte und auf den Rhombus umstellte:Zannis weiterer Seitenwechsel erwischte den Gegner in einem naivem Augenblick, und Sterjovskis entschlossener Abschluss wurde von Malacarne in die kurze Torwartecke abgefälscht. Damit war die Hierarchie auf dem Feld auch resultatmässig hergestellt; Petric (nach Klassesolo) hätte ebenso erhöhen können wie Ergic, dessen 18-Meter-Schuss an die Lattenunterkante krachte. Da waren die wenigen Zuschauer, die gekommen waren, aber bereits in Feierlaune. Yverdon wird gegen andere Teams (als nächstes zum Beispiel gegen Schaffhausen oder Thun) punkten müssen, um in der Liga zu bleiben. In Basel kamen sie zu einem Treffer, ohne je einmal aufs Basler Tor geschossen zu haben. Und beim FCB bleibt Luft nach oben.

cok



von atzge - am 27.02.2006 14:18

Benotet (BaZ)







PASCALZUBERBÜHLER
l 5 l Der Basler Goalie wünscht sich wohl, er würde in der Super League wieder einmal ein paar Schüsse aufs Tor erhalten. Für das - unhaltbare - 0:1 war gestern Kollege Smiljanic zuständig.
reto zanni
l 5 l Schön sein Seitenwechsel, der Sterjovski das 2:1 ermöglichte. Ansonsten blieb er im Spiel nach vorne ohne grosse Impulse. Defensiv wurde der rechte Verteidiger kaum gefordert.
DANIELMAJSTOROVIC
l 6 l Der Schwede gewann alle seine Kopfballduelle und gefiel mit gutem Stellungsspiel. Seine weiten Pässe und Freistösse dürfen noch mit etwas mehr Zug gespielt werden.
BORIS SMILJANIC
l 4 l Das Kopfballduell gegen Vagner Gomes in der 17. Minute hätte der Innenverteidiger wohl besser verloren: Smiljanic drückte den Brasilianer weg und den Ball ins eigene Tor. Nicht die einzige Unsicherheit.
BRUNOBERNER
l 6 l Sein Assist zum 1:1 steht stellvertretend für einen Auftritt, bei dem der linke Verteidiger durch einige gelungene Offensivaktionen zu gefallen wusste.
malick ba
l 5 l Heftig gefordert wurde der Senegalese im defensiven Mittelfeld nicht. Was auf ihn zukam, stoppte er. Einmal ging er gar mit einem (guten) Schuss aus 20 Metern in den Abschluss.
david degen
l 4 l Der 23-Jährige verbuchte auf der Haben-Seite einige Ballgewinne in der Defensive. Dafür war sein offensiver Auftritt von vielen und viel zu einfachen Ballverlusten geprägt.
MATIASDELGADO
l 4 l Es ist noch nicht das Frühjahr des Matias Delgado. Er hatte kaum eine positive Szene, was auch, aber nicht nur mit dem rutschigen Boden zu tun hatte, der seinem Spiel nicht entgegenkommt.
MLADENPETRIC
l 6 l Die meisten Basler Offensivaktionen hatten bei ihm ihren Ursprung, auch das 1:1. Das Einzige, das der Nummer 10 derzeit noch abgeht, ist die Präzision im Abschluss.
KOJINAKATA
l 5 l Er ist noch auf der Suche nach seiner - für ihn neuen - Position im linken Mittelfeld. Immerhin gelang ihm sein erstes Kopftor in Rotblau; nachdem er mit dem Fuss alleine vor Roth gescheitert war.
MILESTERJOVSKI
l 5 l Yverdon scheint dem Australier als Gegner zu liegen: Gestern gelang ihm das dritte Tor im dritten Spiel gegen den Aufsteiger. Abgesehen von seinem Treffer blieb er diskret.
IVANERGIC
l 6 l Zehn Minuten spielte er auf der linken Flanke unauffällig, doch als er die letzte Viertelstunde im offensiven Mittelfeld spielen durfte, kam er in Fahrt: einige schöne Pässe und ein Lattenschuss zum Spielende.
BAYKAL
l - l Zu kurz im Einsatz, um benotet zu werden.
ZDRAVKOKUZMANOVIC
l - l Zu kurz im Einsatz, um benotet zu werden.



von atzge - am 27.02.2006 14:19
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