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vor 11 Jahren, 8 Monaten
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Welle der Solidarisierung mit Eto'o

Startbeitrag von Betty Bossi am 28.02.2006 08:27

URL: [www.fr-aktuell.de]

Welle der Solidarisierung mit Eto'o

Madrid (dpa) - Nach den rassistischen Schmährufen gegen den Kameruner Samuel Eto'o hat der Fußballstar des FC Barcelona eine Welle der Solidarisierung erfahren. Die spanische Regierung forderte ein schärferes Vorgehen gegen Rassisten in Fußballstadien.

"Wir dürfen die Augen nicht länger verschließen", sagte Sportminister Jaime Lissavetzky nach Presseberichten. Eto'o war beim Ligaspiel Real Saragossa gegen FC Barcelona (0:2) von einem Teil der Zuschauer mit Affengeschrei verhöhnt worden. Afrikas Fußballer des Jahres 2005 wollte das Spielfeld 15 Minuten vor dem Abpfiff verlassen, konnte aber vom Schiedsrichter zum Weiterspielen bewegt werden.

Der spanische Fußballverband (RFEF) und die staatliche Anti-Gewalt-Kommission kündigten die Einleitung von Untersuchungen gegen Real Saragossa ein, das in dieser Saison schon zwei Mal wegen rassistischer Zwischenfälle zu Geldstrafen verurteilt worden war.

Die spanische Kommission gegen den Rassismus (CECRA) schlug vor, aus Protest gegen die Vorkommnisse am kommenden Spieltag alle Partien fünf Minuten später anzupfeifen. Die Bewegung gegen die Intoleranz forderte ein Eingreifen der Regierung. "Der spanische Fußball erlebt die größte Rassismus-Welle seiner Geschichte", betonte der Präsident der Organisation, Esteban Ibarra. "Dieses Problem wird man erst in den Griff bekommen, wenn man energischer gegen radikale Fangruppen vorgeht und die Ultras aus den Stadien vertreibt."

Das Sportblatt "Marca" startete eine Initiative, den kommenden Spieltag der Primera División zum "Tag des Kampfes gegen den Rassismus" zu erklären. "Wir haben lange genug still gehalten, nun ist die Zeit des Handels gekommen", schrieb Spaniens auflagenstärkste Zeitung. Der Brasilianer Ewerthon, der bis Ende der vorigen Saison bei Borussia Dortmund gekickt hatte und jetzt für Saragossa spielt, betonte: "Unsere Fans vergessen bei ihren rassistischen Schmährufen, dass mit Alvaro, Toledo und mir auch bei uns dunkelhäutige Profis spielen. Die Schiedsrichter sollten mehr Mut haben und Spiele gegebenenfalls abbrechen." In Spanien liegt es im Ermessen der Unparteiischen, ob ein Spiel wegen rassistischer Zwischenfälle abgebrochen wird.

Antworten:

ultras und rassisten, jetzt ist das bereits das gleiche :rolleyes:

raus mit den rassisten!!!!!!!!

von Faninho - am 28.02.2006 09:20
Betty Bossi schrieb:

Zitat

"Dieses Problem wird man erst in den Griff
bekommen, wenn man energischer gegen radikale Fangruppen
vorgeht und die Ultras aus den Stadien vertreibt."

vyllicht kriegt me das problem (und vyyli anderi) au erscht in griff, wenn die offizielle ändlig drzue bereit sin, sich mit de fans wirklich usenander z setze, und emol aaföhn differenziere.

arsch das !



von Latteknaller - am 28.02.2006 10:12
da muss ich den herrn ibarra ein bisschen in schutz nehmen: spaniens ultras sind in der mehrheit rechtsradikal, da kann einem sowas schon einmal rausrutschen. aber wie gesagt: in der mehrheit; will heissen, dass es auch andere gibt, die der verband und die öffentlichkeit aber nicht wahrnehmen.



von tafkap - am 28.02.2006 11:26
tja, andere Länder andere Sitten. In Spanien sind Ultras Nazis, bei uns sind es Huuuuligäääns.

von Stavia - am 28.02.2006 11:48

Geldstrafe für Saragossa wegen Rassismus im Stadion (BaZ)




Schiedsrichter Victor Esquinas Torresversucht Samuel Eto'o beim Verlassen des Platzes zu hindern. Foto Keystone

Madrid. DPA/baz. Der spanische Fussballerstligist Real Saragossa muss wegen rassistischer Zwischenfälle beim Punktspiel gegen den FC Barcelona (0:2) eine Geldstrafe von 9000 Euro zahlen. Dies ist nach Presseberichten vom Mittwoch die höchste Strafe, die der spanische Fussballverband (RFEF) jemals wegen Vorfällen dieser Art verhängt hat. Barcelonas dunkelhäutiger Torjäger Samuel Eto'o war von Saragossa-Fans am Samstag mit Affengeschrei verhöhnt worden. Der Kameruner wollte den Platz vorzeitig verlassen, konnte aber zum Weiterspielen bewegt werden.

Saragossa war vom RFEF zuvor schon zwei Mal wegen rassistischer Vorfälle im Romareda-Stadion zu Geldbussen von je 6000 Euro verurteilt worden. Der Club bezeichnete die erneute Strafe als zu hoch. Er habe alles getan, um Zwischenfälle dieser Art zu unterbinden, erklärte die Vereinsführung. Sie rief die Polizei auf, die Urheber rassistischer Verhöhnungen namhaft zu machen. Der Club werde die Verantwortlichen dann zur Rechenschaft ziehen.



von atzge - am 01.03.2006 15:57
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