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Red Blue Devils Poeten Forum
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vor 11 Jahren, 7 Monaten
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vor 11 Jahren, 7 Monaten
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atzge, Latteknaller, Faninho, Rotblau, Fanti, Droopy, Spitzkick, Mayor, Tuborg_home, Lemieux, Captain Sky

Schottland - Schweiz

Startbeitrag von Rotblau am 01.03.2006 17:43

Wir wissen es alle, die Schweiz ist im Fussball nicht vorne dabei. Jedoch sind die Schotten noch eine Spur schwächer. Deshalb wird heute derjenige gewinnen, der mehr kämpft. Das werden die Schotten sein. Mein Tipp: 2:1.

Da ich wegen Grippe seit Montag zu Hause bin, schaue ich das Spiel am TV. Sonst wäre ich ins Joggeli zu Argentina - Hrvatske gegangen.

Antworten:

Argentinien hätte mich auch intressiert, egal ob Schnee oder warm oder kalt, Fussball ist Fussball. Nur hab ich absolut keinen Bock, für ein Testspielchen Preise ab 60.-- zu bezahlen. Diese Preispolitik ist nicht nur jenseits von gut und böse, sie ist geradezu gehirnamputiert. Hoffentlich ist den Vermarktern das Cupli aus den Pfötchen gefallen, als sie beim Anblick des leeren Stadions an die Ertragslage dachten. Verlanged doch nägscht Mol grad 250.-- ufwärts, denn wüsse mir Normalfuessballfans ändgültig, dass mer die Dame und Herre V.I.P. nume störe und dehai blibe sotte...


Zum CH-Kick


Spielstarke Schweizer. 3 blitzsaubere Tore bisher. Trotz vielen Rochaden.

Coltorti: Ein Zubi-Hasser würde jetzt schreiben (wenns Zubi wäre) "Erste Aktion eine Flanke nicht gesehen, dann mit Glück Ball auf der Linie gefunden, danach einen Tunello kassiert, Scheissgoalie".
Ein Neutraler würde schreiben "Perfide Flanke, beim Tor chancenlos".

Nur so als Gedankenanstoss an die Allgemeinheit ;)



von Tuborg_home - am 01.03.2006 21:39
CH schuttet wiirgglig stargg. Losst hoffe fir d WM, 1/8-Final liigt mit e bitzli Glygg dinne.

Dr Hammer dunggt mi aifach wievyyl Jungi in dääre Mannschaft spiile. Und die wäärde nit schlächter - EM 08 kaa koo...



von Fanti - am 01.03.2006 21:48
Coltorti hat nicht überzeugt beim Gegengoal. Sollte nicht passieren.
Die Schweiz deutlich besser als Schottland. Nur Grichting hat mir nicht gefallen. Dank ihm waren die Schotten ab und zu gefährlich. Bei den Schotten gefiel mit McFadden.

Die Franzosen scheinen nicht in Form zu sein. Kann sich noch ändern bis zur WM.



von Rotblau - am 01.03.2006 21:58
Zitat

Die Franzosen scheinen nicht in Form zu sein.

Die Dytsche au nit...



von Fanti - am 01.03.2006 22:07
Wieso nicht? Habe nur kurz vor Schluss reingeschaut, da stand es 1:4. Rein vom Resultat her müssten die Deutschen doch in topform sein ;)

von Captain Sky - am 01.03.2006 22:16

resultattipp us em fusifo

tipp vom green_day. abgäh am 1/4 ab 6i zobe

1:3 für CH

Zubi bekommt 45 Min lang kein Gegentor, als Coltorti dann nach der Pause ran darf kriegt er nach 5 Min (und einem guten Start der Schotten) eine reingewürgt..


:eek:



von Latteknaller - am 01.03.2006 23:21


Meine Wenigkeit war eingeladen zum Spiel Argentinien-Kroatien. Als ich den aufgedruckten Preis von Fr. 99.- im C4 Parkett sah, hatte ich dann gelinde ausgedrückt ein wenig Mühe, die nur durch die Tatsache gelindert wurde, das es gesponserte Tix' waren.


Der Anfang war ganz passabel, denn nach 06:12 Minuten stand es 2:1 für die Albiceleste, was auch völlig in Ordnung ging. Kroatien hatte nach der frühen und eher überraschenden Führung, die durch einen Torhüterfehler des Argentinischen Ersatzkeeper's Abbondanzieri(Leute, wer auch immer auf die Idee gekommen ist, diesen alten Mann als ernst zu nehmende Alternative für Zubi in Betracht zu ziehen, sollte dringendst den Dealer wechseln!) in der 2. Spielminute eingeleitet wurde, schon den Schongang eingelegt und wurde dafür im Eiltempo bestraft. Lionel Messi, der als Jahrhunderttalent angepriesene Spieler des FC Barçelona, leitete den Ausgleich postwendend in der 4. Minute ein, erzielt durch Tevez, ein ebenso vielgepriesener Spieler, nach dem auch schon der FC Bayern München die Fühler ausgestreckt hatte, obwohl dieser gar nicht mehr einzugreifen gebraucht hätte. Messis Schuss?(Pass?) hätte den Weg ins Kroatische Tor auch von alleine gefunden. Nur zwei Minuten später vollbrachte Messi das was ihm zuvor von Tevez "gestohlen" wurde: Sein erstes Tor für die Argentinische Nationalmannschaft. Ein sehr sehenswertes dazu. Danach flachte das Spiel zunehmend ab, es war einfach zu kalt, die Kroaten konnten nicht mehr zulegen, die Argentinier wollten anscheinend nicht. Eine Ausnahme war die Augenweide Lionel Messi, der seinen Vorschusslorbeeren mehr als gerecht wurde in der ersten Hälfte.
Da wir im C4 sassen, waren wir umgeben von lauter ehemaligen Bewohnern des Balkans. Höchststrafe war derjenige der im Karo-Shirt und gebrochenem Zürcher Dialekt seine aus drei Sätzen bestehenden Weisheiten zum Besten gab, die allesamt das Gleiche bedeuteten, und das direkt hinter mir, was uns dann auch dazu verleitete, dieser Partie in der Pause den Rücken zu kehren, das nächste Taxi zu entern um den Match Schottland-Schweiz in der gut beheizten Stube bei edelstem schottischen Malt zu verfolgen.

Moderner Technik sei Dank, konnten wir trotz laufender Aufnahme das zu diesem Zeitpunkt schon erzielte Führungstor der Schweizer in Realtime erleben, ebenso das 0:2. Nach der Pause, waren wir wieder live dabei und sahen den Tunnel, der dem Insektengoalie verabreicht wurde(wäre das Zubi passiert, kenne ich den ungefähren Wortlaut der Headlines der Zi!rücher Trottoirjournis!!!). Ebenso das vollgeil herausgespielte 1:3 mittels zweifachem Doppelpass. Auch wenn's der grösste Kotzbrocken nördlich des Gotthard's erzielt hat, bleibt mir nix anderes als meinen nicht vorhandenen Hut zu ziehen, das war allererste Sahne.

Der absolute Höhepunkt des Abend's aber war das Resultat der teutonischen Himmelsstürmer und der darauffolgende Abgesang von Delling und Netzer, der dringendst seinen Modeberater wechseln sollte.



Alles in allem ein gelungener Abend. Noch zu erwähnen wäre das zuerst ratlose Gesicht des Steward's, als wir ihn zur Pause baten uns doch raus zu lassen, das sich aber blitzartig in ein schelmisches Grinsen umwandelte, als wir ihm erklärten, das wir die Balkanfreie Innenstadt geniessen wollten, wenn sich schon die Möglichkeit ergebe......;-)


That's it, Folks!



von atzge - am 02.03.2006 00:13

Der Grund für Netzer's Tambourmajor-Outfit



Gold-Günter!
So wurde Netzer zum Gottschalk


Schrille Nummer: Günter Netzer im Gold-Sakko von Thomas Gottschalk. So zeigte sich der Fußball-Experte gestern in der ARD

So haben wir Günter Netzer (61) noch nie gesehen!

Die Fußball-Legende im Glitter-Outfit. Gestern moderierte der ARD-Experte im goldenen Sakko, bunt-bestickter Weste und Cowboy-Stiefeln das Italien-Länderspiel. Zuvor gab’s für BILD ein Foto-Shooting in den



Gold für Netzer! Grund für den Mode-Schocker: Eine verlorene Wette bei „Wetten, dass..?“ im Dezember (BILD berichtete). Einsatz damals: Einmal Original-Klamotten von Thomas Gottschalk (55) tragen. Gestern war’s soweit.

Netzer zu BILD: „Die Kleidung ist fast so verrückt, wie das, was ich in den Siebzigern getragen habe. Aber ganz ehrlich: Ich weiß nicht, wie man so was anziehen kann...“

Gottschalk: „Ich hab‘ mich bei der Auswahl noch zurückgehalten, damit es nicht zu flippig wird. Günter ist schließlich ein Freund von mir. In dem Jackett leuchtet er wie ein Adventskranz.“

Netzer in Gold. Nur die Schuhe machten gewaltig Probleme: „Die sind so eng geschnitten, daß ich bestimmt Blut in den Socken habe. Darin laufe ich nun wirklich nicht rund.“

Sehen wir den Kult-Kommentator nun immer so? Eher nicht! Netzer: „Diese Kleidung schicke ich mit den besten Grüßen zurück an Thomas Gottschalk...



von atzge - am 02.03.2006 00:26

Messis Show und Kroatiens Antwort (BaZ)





ARGENTINIEN VERLIERT IN DER NACHSPIELZEIT




CHRISTOPHKIESLICH

Furios eröffnete Argentinien gestern das Freundschafts-Länderspiel gegen Kroatien im Basler St.-Jakob-Park. Das bessere Ende hatte allerdings Kroatien mit dem 3:2-Siegtreffer in der Nachspielzeit für sich.

Freundschaftsspiele der argentinischen Nationalmannschaft in der Schweiz garantieren offenbar Spektakel. So war es vor vier Jahren, als im Vorfeld der WM 2002 in Genf gegen Kamerun nach hinreissenden 90 Minuten ein 2:2 herauskam, und nicht weniger atemberaubend war vor vier Monaten das Duell gegen England an gleichem Ort, das die Argentinier in der Nachspielzeit 2:3 verloren.
Gestern Abend knüpfte der zweifache Weltmeister aus Südamerika in jeglicher Hinsicht an dieses Versprechen an: furchterregend sein Offensivpotenzial, noch besorgniserregender aber sein Defensivverhalten. Wer den Eintrittspreis nicht gescheut hatte, dürfte nach sechs Minuten schon einigermassen bedient gewesen sein. Drei Tore innerhalb weniger Augenblicke - und Kostproben der hochgelobten Kunst des jungen Lionel Messi.
Beide Trainer hatten kurzfristig ihre Verteidigung umstellen müssen. Bei den Kroaten fiel Robert Kovac aus, für den Luka Modric von Dinamo Zagreb ein gutes Debüt im Nationaltrikot gab. Gar unmittelbar vor dem Anpfiff musste José Pekerman umdisponieren, weil Captain Juan Pablo Sorin nicht zur Verfügung stand.

start-furioso. Das Start-Furioso, das im St.-Jakob-Park gar keine Zeit liess, die beissende Kälte hochkriechen zu lassen, eröffneten die Kroaten mit einem Freistoss Kranjcars aus dem Halbfeld, den Abbondanzieri nach vorne abprallen liess. Der Boca-Junior-Keeper, der in Kontakt mit dem FC Basel steht, machte beim Versuch, diesen Fehler auszubügeln, alles falsch, rutschte in Walter Samuel hinein und den herrenlosen Ball staubte Bremens Goalgetter Ivan Klasnic in der dritten Minute ab.

Für die Antwort benötigte Argentinien 45 Sekunden, oder besser gesagt: Lionel Messi brauchte einen Doppelpass, um in den kroatischen Strafraum einzudringen. Mit dem linken Aussenrist zirkelte er den Ball an Pletikosa vorbei ins lange Eck, wo Carlos Tevez die Kugel zur Sicherheit über die Linie drückte.

unfassbare leichtigkeit. Zwei Augenblicke später zog Messi wieder vom rechten Flügel zur Mitte, schüttelte den überforderten Verteidiger Tomas ab und traf mit einem wunderschönen halbhohen Linksschuss von der Strafraumgrenze aus. Zwei Aktionen von unfassbarer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, die klar machten, warum der erst 18-Jährige nicht nur als die Hoffnung des FC Barcelona, sondern als die Zukunft des argentinischen Fussballs gilt. Die Fans der Albiceleste dokumentierten dies in Basel mit einem Transparent: «Messi ist der legitime Nachfolger von Maradona».

Crespo, der den ständig rochierenden Dreierangriff vervollständigte, bot sich in der 31. Minute, als er schon am Torhüter vorbei war, die beste Chance, um zu erhöhen. Das erhöhte Engagement der Kroaten und das geradlinigere Spiel nach dem Wechsel wurde mit dem Ausgleich belohnt. Aussenverteidiger Simic von der AC Milan, mit fünf Treffern an der WM-Qualifikation beteiligt, vollendete eine Prso-Flanke von der Grundlinie mit einem Kopfball gegen die Laufrichtung Abbondanzieris (52.). Ein Tor, «dass uns viel Selbstsicherheit gegeben hat», wie Trainer Zlatko Kranjcar nach dem Spiel feststellte.

kroatiens ausrufezeichen. Das Ausrufezeichen hinter eine über weite Strecken intensive Begegnung setzten die Kroaten in der Nachspielzeit. Sekunden nach der Einwechslung des FCB-Stürmers Mladen Petric führte der letzte Eckball zum Siegtreffer. Nach einem 1:1 gegen Brasilien - dem ersten WM-Gegner der Kroaten - hat sich der WM-Dritte von 1998 mit diesem enormen Prestigeerfolg gegen einen der Favoriten beim bevorstehenden Turnier in Deutschland nachhaltig in Erinnerung gerufen.



von atzge - am 02.03.2006 06:45

Schlägerei nach Kroaten-Spiel in Basel (BaZ)





Basel. baz. Am Mittwochabend um 22.30 Uhr kam es nach dem Fussballländerspiel Kroatien gegen Argentinien auf dem Parkplatz der St. Jakobshalle zu einer Schlägerei. Erste Abklärungen ergaben, dass mehrere kroatische Fans auf vier argentinische Fans einschlugen.

Dank mehreren Zeugen konnte der mutmassliche Anstifter der Schlägerei, ein 26-jähriger Kroate, kurze Zeit später auf dem Parkplatz angehalten werden. Ein Test zeigte, dass der Mann alkoholisiert war. Das zuständige Statthalteramt Arlesheim hat eine Untersuchung eingeleitet. Die argentinischen Fans wurden glücklicherweise nur leicht verletzt und konnten das Spital noch am selben Abend wieder verlassen.



von atzge - am 02.03.2006 06:46

Schweiz siegt erstmals in Schottland - 3:1 (BaZ)








Marco Streller verfehlt mit seinem Schuss das schottische Tor. Foto Keystone

Glasgow. Si/baz. Das Schweizer Fussball-Nationalteam demonstrierte bei erster Gelegenheit WM-Format. Im ersten von vier Test für die Weltmeisterschaft besiegte die SFV-Auswahl in Glasgow Schottland auf überzeugende Art 3:1.

Tranquillo Barnetta und Daniel Gygax legten die Basis zum ersten Auswärtserfolg der Länderspielgeschichte gegen die Schotten in den ersten 41 Minuten. Die Hoffnung der Gastgeber, die unerhört cleveren Schweizer in Bedrängnis zu bringen schwand nach dem 1:2 innert Kürze - Ricardo Cabanas, der smarte Regisseur der überlegenen Schweizer, versetzte den "Brave Hearts" in wunderbarer Kooperation mit Stürmer Streller mit dem dritten Treffer den endgültigen Knock-out.

100 Tage vor dem Start zum weltweit wichtigsten Sportevent präsentierten sich die Schweizer in beneidenswerter Verfassung. Sie erbrachten auch ohne den verletzten Topskorer Alex Frei den Nachweis, unter personell anspruchsvollen Voraussetzungen mehr als nur respektable Leistungen bieten zu können. Die Schweizer waren mit der Zielvorgabe angetreten, künftig nicht mehr unter ein gewisses Mindestlevel zu fallen. An diesem bitterkalten Abend in Glasgow erfüllten sie den selber formulierten Anspruch ohne Makel.

Bewährte und gesetzte Titulare gefielen mit einer grundsoliden (Vogel) bis starken (Barnetta) Vorstellung. Die drei Debütanten Djourou in der Verteidigung, Coltorti im Tor und Dzemaili, der allerdings allerdings erst in der 81. Minute Neuland betrat, packten die Chance zur Werbung in eigener Sache. Das offenkundig begrenzte Potenzial der Schotten, die seit 1998 nicht mehr in Erscheinung traten, spielt bei der Beurteilung der Schweizer keine grundlegende Rolle.

Barnettas brillanter Auftritt

Im Hampden Park staunten die schottischen Supporter nicht nur über die technischen Defizite ihrer Equipe, sondern vor allem über den brillanten Auftritt der Schweizer Nummer 16. Tranquillo Barnetta, der auf wie neben dem Platz gleichermassen unbekümmerte 20-jährige Ostschweizer, lieferte einen weiteren Beweis seines immensen Potenzials. Jener Mann, der erst im Herbst 2004 beim 1:1 gegen die Iren im Nationalteam debütierte, brachte die entscheidenden Komponenten ins Schweizer Spiel.

Auf dem Weg zum 1:0 (21.) verwertete Barnetta mit der Grandezza eines künftigen Champions die präzise Flanke Cabanas´ volley. Craig Gordon blieb nicht einmal ansatzweise die Zeit zu einer Parade. Die Tor-Premiere im Kreis der A-Auswahl ist auch als Bestätigung des bereits wochenlangen Formhochs. In der Bundesliga ist der Leverkusener seit geraumer Zeit kaum zu stoppen; den Schotten widerfuhr nun ähnliches wie ihren Berufskollegen in Deutschland. Die Präzision, mit welcher der St. Galler den kursweisenden Kopfballtreffer von Daniel Gygax vier Minuten vor der Pause vorbereitete, passte zur glänzenden Vorstellung Barnettas.

Der frühe Vorteil der Gäste hinterliess im Team der Schotten bis am Schluss tiefe Spuren. Ihnen entglitt nun auch das letzte Quäntchen Sicherheit. Die Schweizer kontrollierten den im Hampden Park seit zehn Jahren sieglosen Kontrahenten sicht- und spürbar. Der Ballsicherheit des WM-Teilnehmers hatten die zwar leidenschaftlichen, aber kaum einmal kreativen Einheimischen während der ersten 45 Minuten nichts Konzeptionelles zu entgegnen.

Kuhns Risiko belohnt

Mehrheitlich wirkte sich nur marginal aus, dass Köbi Kuhn im Vergleich zur erfolgreichen WM-Qualifikations-Kampagnne vor allem in der Defensive diverse Umstellungen vorgenommen hatte. Anstelle des gesundheitlich leicht angeschlagenen Patrick Müller verteidigte in der ersten Halbzeit Stéphane Grichting erstmals von Beginn weg zentral neben Arsenals Jungstar Philippe Senderos. Und zur Überraschung vieler setzte Kuhn in Abwesenheit der verletzten Linksverteidiger Spycher und Magnin auf Valon Behrami.

Behrami, Rom für die Lazio zumeist im rechten Mittelfeld engagiert, löste die ungewohnte Aufgabe mit Bravour. Obschon der gebürtige Kosovare erst seine vierte Partie im SFV-Dress bestritt, strotzte er vor Selbstvertrauen. Seine Präsenz und Clerverness vermissten die Schweizer nach der Pause vorübergehend, als sich Kuhn entschloss, Behrami durch Grichting zu ersetzen und dem "Gunner" Johan Djourou die ersten 45 Minuten im Nationalteam zu gewähren.

Mit dem Experiment einer im Schnitt 20-jährigen Innenverteidigung riskierte der Schweizer Selektionär, den Schotten vermehrte Angriffsflächen zu bieten. Es war zumindest damit zu rechnen, dass die Kommunikation der abermals veränderten Abwehrachse nicht auf Anhieb perfekt funktionieren würde. Und eine solche Abstimmungspanne ermöglichte dem Gastgeber in der 55. Minute, die Offsidefalle zu umgehen -- Kenny Millers 1:2 war auch vom nach der Pause eintretenen Keeper-Debütanten Fabio Coltorti nicht mehr zu verhindern.

Es ist den vorwiegend sehr jungen Schweizern indes hoch anzurechnen, wie sie auf das erste negative Erlebnis an einem ansonsten durchwegs gelungenen Abend reagierten. Trotz mehreren taktisch bedingen Rochaden - Barnetta links, Gygax rechts und Vonlanthen im Sturm - bewahrten die Spieler Kuhns ihre Stilsicherheit. Keiner, schon gar nicht das jugendliche Zentrum, verlor den Kopf, keiner liess sich beruhigen. Sie setzten mit letzter Konsequenz fort, was sie bereits auf dem Weg zur 2:0-Führung demonstriert hatten.

Köbi Kuhn (Trainer Schweiz): «Wir spielten ausserordentlich gut. Ich bin sehr zufrieden. Überrascht hat mich das nicht. Ich weiss, dass diese junge Mannschaft sehr weit kommen kann. Die Partie zeigte, dass wir über eine sehr breite Palette an Spielern verfügen, die auf diesem Niveau bestehen kann. Wenn ich daran denke, dass einige Verletzte noch zurückkehren, werden wir künftig eher noch stärker sein. Es war heute vieles eine Frage der Spielfreude und der Spielintelligenz, wie wir die Räume ausfüllten.»


WM-Test in Glasgow

Schottland - Schweiz 1:3 (0:2)
Hampden Park, Glasgow. - 20 952 Zuschauer. - SR Coué (Fr). - Tore: 21. Barnetta 0:1. 41. Gygax 0:2. 55. Miller 1:2. 69. Cabanas 1:3.
Schottland: Gordon (46. Neil Alexander); Gary Caldwell, Weir (46. Steven Caldwell), Webster; Dailly, Ferguson (46. Teale), Quashie, Graham Alexander; Fletcher, Miller; McFadden.
Schweiz: Zuberbühler (46. Coltorti); Philipp Degen, Senderos (73. Smiljanic), Grichting, Behrami (46. Djourou); Vogel (81. Dzemaili); Barnetta, Cabanas, Wicky (46. Vonlanthen); Gygax; Streller (73. Lustrinelli).
Bemerkungen: Schweiz ohne Frei, Magnin und Spycher (alle verletzt). Länderspieldebüts von Coltorti, Djourou und Dzemaili.



von atzge - am 02.03.2006 06:49

Klatsche für Deutschland, Rückschlag für Frankreich






Michael Ballack (links) gegen den Italiener Alessandro Nesta. Foto Keystone

Florenz. Si/baz. Der erste Test im WM-Jahr wurde für WM-Gastgeber Deutschland zum absoluten Debakel. Beim 1:4 in Florenz gegen Italien wurde die Equipe von Trainer Jürgen Klinsmann von den Azzurri teilweise richtiggehend zur Schau gestellt.

Schon nach sieben Minuten stand es 2:0 für Italien, nachdem Alberto Gilardino und Luca Toni getroffen hatten. Später erhöhten die Italiener durch Daniele De Rossi (39.) und Alessandro Del Piero (57.) scheinbar mühelos auf 4:0.

Die Deutschen konnten den Vergleich zwischen zwei WM-(Mit- )Favoriten erst ausgeglichen gestalten, als die Italiener in der letzten halben Stunde im Tempo und Engagement nachliessen. Das Ehrentor schoss Verteidiger Robert Huth in der Schlussphase. Mehr als ein Muster ohne Wert in einem traurigen Bild war dies jedoch nicht.

Für tiefe Sorgenfalten auf Klinsmanns Stirn sorgte die Abwehr. Das Quartett um die Innenverteidiger Mertesacker und Huth versuchte, den Italienern mit der Abseitsfalle beizukommen. Hochkarätige Chancen der Gastgeber quasi im Minutentakt waren das Ergebnis dieses untauglichen Versuchs.

Während Klinsmann 100 Tage vor der WM wohl einen Tiefpunkt erlebte, gab der Test dem italienischen Coach Marcello Lippi eine wichtige Erkenntnis in einer sensiblen personellen Frage. Alessandro Del Piero ersetzte den verletzten Francesco Totti als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Sturm hervorragend und krönte seine famose Leistung mit dem sehenswerten Tor zum 4:0. Der Juve- Edelreservist traf mit einem Hechtkopfball nach einer Kombination über Gilardino und Camoranesi.

Frankreichs Heimniederlage

Rund drei Monate vor der Weltmeisterschaft ist der erste Schweizer WM-Gegner Frankreich noch weit von seiner Bestform entfernt. Er bezog gegen die Slowakei eine empfindliche 1:2-Niederlage.

Die Franzosen verloren vor 70'000 Zuschauern im Stade de France erstmals in der Ära von Nationalcoach Raymond Domenech. In der ersten Halbzeit gab die Equipe tricolore unter der Leitung von Zinédine Zidane den Ton an und war krass überlegen, doch wie schon in der WM-Qualifikation kam sie kaum zu torgefährlichen Aktionen. Nach dem Seitenwechsel und der Auswechslung von Zidane kam zwar der eingewechselte Thierry Henry zu zwei guten Möglichkeiten, doch die Slowaken zeigten sich deutlich effizienter.

Nach einer guten Stunde traf Szilard Nemeth mit einem Sonntagsschuss zur 1:0-Führung. Nemeth, der mit Strasbourg im UEFA-Cup auf den FC Basel treffen wird, war nur drei Minuten zuvor eingewechselt worden. Der Ausgleich von Silvain Wiltord nach einem sehr umstrittenen Penaltypfiff in der 74. Minute hielt nur bis zehn Minuten vor Schluss. Dann hatte der slowakische Nationalcoach Dusan Galis erneut ein gutes Händchen: Josef Valachovic verwertete einen Freistoss drei Minuten nach seiner Einwechslung zum Sieg.

Südkorea stärker als Angola

Südkorea, der andere Schweizer WM-Gruppengegner, der am Mittwoch im Einsatz stand, konnte hingegen überzeugen. Die Asiaten waren dem afrikanischen WM-Debütanten Angola klar überlegen und hätten im Schneetreiben in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul weitaus höher gewinnen müssen. Das Siegestor schoss der 20-jährige Chu-Young Park schon in der 23. Minute. Der holländische Coach Südkoreas, Dick Advocaat, war hinterher zufrieden: «Wir haben bei diesen schwierigen Bedingungen ein sehr gutes Spiel gezeigt. Einzig die Chancenauswertung war mangelhaft.» Südkorea lud Angola, das beim Afrika-Cup Anfang Februar wie der Schweizer WM-Gegner Togo schon in der Vorrunde ausgeschieden ist, zum Testspiel ein, um die afrikanische Spielweise kennenzulernen. Die Asiaten treffen am 13. Juni in ihrem ersten WM-Spiel in Frankfurt auf Togo.

England in letzter Minute

Chelseas Joe Cole sicherte England in der 90. Minute den 2:1-Erfolg gegen Uruguay. Der zweifache Weltmeister aus Südamerika war in der ersten Halbzeit in Führung gegangen. Eine Viertelstunde vor Schluss ebnete Peter Crouch in seinem Liverpooler Heimstadion den Erfolg der Engländer.

Brasilien dank Ronaldo

Bei minus 17 Grad und vor halbleeren Rängen kam Weltmeister Brasilien in Moskau zu einem knappen 1:0 gegen Russland. Nach einer Viertelstunde lenkte Ronaldo einen Weitschuss von Roberto Carlos mit der Brust ins Tor ab. Den Brasilianern reichte ohne den angeschlagenen Spielmacher Ronaldinho eine disziplinierte Leistung zum Sieg. Nationalcoach Carlos Parreira war nach der Partie vor allem von den tiefen Temperaturen beeindruckt: «Das war das kälteste Spiel meiner Karriere.»

Schneefälle in Luxemburg

Nicht nur Brasilien und Südkorea hatten mit unangenehmen Witterungsverhältnissen zu kämpfen. USA - Polen (1:0) fand genauso unter heftigem Schneefall statt wie Luxemburg - Belgien (0:2). In Luxemburg musste die Partie in der 64. Minute sogar abgebrochen werden.


Testspiele

Italien - Deutschland 4:1 (3:0)
Artemio Franchi, Florenz. - 28 317 Zuschauer. - SR Gonzalez (Sp). - Tore: 4. Gilardino 1:0. 7. Toni 2:0. 39. De Rossi 3:0. 57. Del Piero 4:0. 82. Huth 4:1.
Italien: Buffon; Zaccardo, Nesta (81. Materazzi), Cannavaro, Grosso; Camoranesi (87. Pasqual), Pirlo (74. Barone), De Rossi; Gilardino (64. Perrotta), Toni, Del Piero.
Deutschland: Lehmann; Friedrich, Mertesacker (46. Metzelder), Huth, Lahm; Deisler, Frings (67. Borowski), Ballack, Schneider (67. Schweinsteiger); Klose, Podolski (46. Asamoah).
Bemerkung: Italien ohne Zambrotta, Gattuso, Totti und Vieri (alle verletzt), Deutschland ohne Kahn (verletzt) und Kuranyi (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 32. Frings (Foul). 54. Nesta (Foul). 68. Ballack (Foul).

Frankreich - Slowakei 1:2 (0:0)
Stade de France, Paris. - 70 000 Zuschauer. - Tore: 62. Nemeth 0:1. 74. Wiltord (Foulpenalty) 1:1. 82. Valachovic 1:2.
Frankreich: Barthez; Sagnol, Thuram, Boumsong, Silvestre (63. Abidal); Dhorasoo, Diarra, Vieira; Zidane (46. Malouda); Anelka (46. Wiltord), Trezeguet (46. Henry).

England - Uruguay 2:1 (0:1)
Anfield Road, Liverpool. - 40 013 Zuachauer. - Tore: 26. Pouso 0:1. 75. Crouch 1:1. 90. Cole 2:1.
England: Robinson; Gary Neville, Ferdinand, Terry (46. King), Bridge (31. Carragher); Beckham (64. Wright-Phillips), Gerrard (46. Jenas), Joe Cole, Rooney; Bent (82. Defoe), Carrick.

Russland - Brasilien 0:1 (0:1)
Lokomotive-Stadion, Moskau. - 19'300 Zuschauer. - Tor: 15. Ronaldo 0:1.
Brasilien: Rogerio Ceni; Cicinho, Lucio, Juan (46. Cris), Roberto Carlos (60. Gustavo Nery); Emerson (70. Gilberto Silva), Ze Roberto; Kaka (70. Juninho), Ricardinho (46. Edmilson); Ronaldo (60. Fred), Adriano.
Bemerkung: Brasilien ohne Dida, Gomes und Ronaldinho (alle verletzt). Die Partie wurde bei minus 17 Grad ausgetragen.

Südkorea - Angola 1:0 (1:0)
Seoul. - Tor: 23. Chu-Young Park 1:0.

Iran - Costa Rica 3:2 (3:1)
Teheran. - Tore: 10. Ali Karimi 1:0. 15. Ali Daei 2:0. 34. Vahid Hashemian 3:0. 44. Hernandez 3:1. 60. Fonseca 3:2.

Türkei - Tschechien 2:2 (0:1)
Izmir. - Tore: 20. Poborsky (Foulpenalty) 0:1. 61. Stajner 0:2. 89. Ümit Karan 1:2 90. Ümit Karan 2:2.

Tunesien - Serbien-Montenegro 0:1 (0:1)
Tunis. - Tor: 12. Kezman 0:1.

Holland - Ecuador 1:0 (0:0)
Amsterdam ArenA. -- 35 000 Zuschauer. -- Tor: 48. Kuyt 1:0.
Holland: Van der Sar; Jaliens, Mathijsen, Opdam, Van Bronckhorst; Van Bommel, Cocu (46. Maduro), Boateng (61. Hofs); Meerdink, Kuyt, Robben.

Portugal - Saudi Arabien 3:0 (2:0)
Düsseldorf. - Tore: 31. Ronaldo 1:0. 45. Maniche 2:0. 86. Ronaldo 3:0.

Wales - Paraguay 0:0
Cardiff.



von atzge - am 02.03.2006 06:52

Re: Messis Show und Kroatiens Antwort (BaZ)

War ein Hammerspiel, der Bericht aus der BaZ dagegen wenig sinnvoll. Ich fand den Goalie der Argentinier auch nicht wirklich toll, aber beim 0:1 schlägt ihm der Verteidiger den Ball quasi aus den Händen, sodass der Kroate nur noch einzuschieben braucht. Zudem war der Pass Messis nicht per Aussen-, sondern per Innenrist.

Mein Fazit: Zu teure Eintrittspreise verhinderten ein noch grösseres Spektakel. Für ein Freundschaftsspiel wurde einem unheimlich viel geboten, beide Teams gingen mit zwei Pausen à 10 Minuten Vollgas. Und: So viel Klasse habe ich im Joggeli noch selten auf dem Platz gesehen...

Lemieux

PS: So viel Pyro gabs im übrigen auch schon lange nicht mehr. Die Kroaten haben ziemlich Gas gegeben...

von Lemieux - am 02.03.2006 07:00
Uiiii, pass uff mit emene Gedankeaastoss! Do bini im Fusifo mol bös yynegloffe!

"Mach Dr um mini Gedanke kaini sorge" hetts unter anderem gheisse...

Aber jo, ych weiss: Anderes Forum, andere Sitten...:D



von Mayor - am 02.03.2006 09:09

Re: Schweiz siegt erstmals in Schottland - 3:1 (BaZ)

habe nur etwa 25 minuten des spiels gesehen.

aber was ich in dieser zeit gesehen habe, super! top organisation, enorm viel speed und wille :spos:

besonders barnetta, senderos und behrami gefielen mir!!

:-) die schotten dachten wohl tranquillo sei der nachname von barnetta :-)

von Faninho - am 02.03.2006 09:24

Re: Schweiz siegt erstmals in Schottland - 3:1 (BaZ)

Faninho schrieb:

Zitat

:-) die schotten dachten wohl tranquillo sei der nachname von
barnetta :-)

und sy hän e biz mieh rächts und links usenander z halte. (dorum fahre sy wohrschyyns au uf dr faösche strossesyte)



von Latteknaller - am 02.03.2006 09:54

Re: Schweiz siegt erstmals in Schottland - 3:1 (BaZ)

Wenn man nur die Namen der Clubs liest, wo die Schweizer die gestern auf dem Platz standen angestellt sind, könnte man meinen es handelt sich um die Brasilianische oder Argentinische Nationalmannschaft.

Von einer solchen "Europaweiten Vertretung" können 99% aller deutsche Profis nur träumen... :D

von Droopy - am 02.03.2006 10:16
Taktisch, technisch sind manche Jungs von uns trotz des jugendlichen Alters so weit, wie es Klinsis Junge kaum je sein dürften..

von Spitzkick - am 02.03.2006 11:07

Re: Schweiz siegt erstmals in Schottland - 3:1 (BaZ)

Droopy schrieb:

Zitat

Wenn man nur die Namen der Clubs liest, wo die Schweizer die
gestern auf dem Platz standen angestellt sind, könnte man
meinen es handelt sich um die Brasilianische oder
Argentinische Nationalmannschaft.


isch wirklig dr hammer:

fc basel
borussia dortmund
arsenal
lazio rom
bayer leverkusen
ac milan
1. fc köln
HSV
osc lille


und die meiste stammspyyler by ihrne vrein. schappo.



von Latteknaller - am 02.03.2006 11:08

Re: Schweiz siegt erstmals in Schottland - 3:1 (BaZ)

vorallem natürlich der 1. genannte verein :spos: :-)

von Faninho - am 02.03.2006 12:41
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