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atzge

Erster Teil der Revanche gelungen (BaZ)

Startbeitrag von atzge am 10.03.2006 10:07






DER FCBASEL GEWINNT IM HINSPIEL DES UEFA-CUP-ACHTELFINALS GEGEN STRASBOURG MIT 2:0 (1:0)



Kampfbetont. Strasbourg-Keeper Puydebois faustet den Ball vor Smiljanic weg, links Sterjovski. Foto Stefan Holenstein

FLORIANRAZ


Der FC Basel schlägt den Racing Club Strasbourg mit dem selben Resultat, mit dem er noch in der Gruppenphase gegen die Elsässer verloren hatte.

Als er im vergangenen Oktober leicht geknickt in der Mixed Zone stand, da ärgerte sich Patrick Müller nicht nur über das 0:2 und die Art und Weise, wie es zustande gekommen war. Nein, es fuchste den Basler Verteidiger, der mit seinem Platzverweis grossen Einfluss auf den Ausgang des Spiels gehabt hatte auch die Tatsache, dass die Basler keine Chance zur Revanche hatten. «Bei einem Rückspiel hätten wir die Gelegenheit, unser wahres Gesicht zu zeigen.»
Nun, Müller spielt inzwischen mit Olympique Lyon in der Champions League. Doch sein ehemaliger Verein hat gestern Abend die Chance genutzt zur Revanche genutzt, die ihm die Auslosung im Uefa-Cup beschert hat. Und dieses 2:0 müsste mehr sein, als der «grosse Schritt» in Richtung Viertelfinal, den Mladen Petric im Resultat erkannte. Gegen dieses Racing Strasbourg, das Weiten vom überzeugenden Auftritt vom letzten Herbst entfernt war, können sich die Basler diese perfekte Vorlage im Rückspiel nur noch selber kaputt machen.

Erstes Tor. Es war in der «Saison der Jungen», die FCB-Trainer Christian Gross ausgerufen hat, ein 18-Jähriger, der den Baslern den beruhigenden 2:0-Vorsprung einbrachte. Zdravko Kuzmanovic gelang in der 89. Minute in seinem erst zweiten Uefa-Cup-Teileinsatz sein erstes Tor. Nach Abpfiff konnte er sein Glück «noch gar nicht richtig realisieren».

In der Nachbetrachtung wird auch ihm klar werden, dass das 2:0 ein guter Lohn für eine Basler Mannschaft war, die abgeklärt auftrat, aber vor allem nach dem Seitenwechsel keinesfalls drückend überlegen.
Natürlich hatte auch der sehr tiefe Rasen seinen Einfluss, der noch am Montag von 42 Zentimetern Schnee bedeckt gewesen war. Auch darum versprühte der gestrige Abend wenig Glanz, hatte der Betrachter mehr das Gefühl, einem europäischen Wettbewerb der Arbeiterklasse beizuwohnen. Wobei sich der FC Basel ausgezeichnet die Art von realistischem Fussball zu eigen gemacht hat, die in einem solchen Wettbewerb zum Erfolg führt. Bezeichnenderweise waren es zwei ruhende Bälle, die zur Entscheidung führten. Beide von Matias Delgado getreten, der einen grossen Schritt aus seinem Wintertief gemacht zu haben scheint.

Strasbourgs Tief. Noch etwas anderes kommt den Baslern entgegen: Sie treffen derzeit auf Mannschaften, die sich, nett ausgedrückt, nicht auf der Höhe ihrer Schaffenskraft befinden. In welcher Verfassung sich die Elsässer derzeit befinden, lässt sich am Beispiel von Arthur Boka ablesen. Der Torschütze vom 2:0 im Herbst betrat in der 63. Minute das Feld, obwohl er noch am Dienstag in den Nachwuchs verbannt worden war. Er hatte das Training auslassen wollen, um sich mit seinem Berater zu besprechen. Gestern nun musste ihn Trainer Jacky Duguépéroux begnadigen, weil ihm nach Ulrich Le Pens Verletzung die Verteidiger ausgegangen waren.

Die Verunsicherung auf Seiten des Racing Club geht derzeit so weit, dass Duguépéroux nach der Partie gar feststellen musste, «dass wir vor der Pause auf einem Niveau gespielt haben, der einem europäischen Wettbewerb unwürdig war». Dabei war der Uefa-Cup bisher der einzige Lichtblick in der Saison der abstiegsbedrohten Strasbourger. In acht Spielen hatten sie bis gestern Abend nie verloren und nur gerade drei Tore erhalten.

Chance gepackt. Eine Statistik, die die Leistung der Basler unterstreicht, die sich sowieso nicht dafür entschuldigen müssen, dass sie die ihnen gebotenen Chancen am Schopf packen. Viel mehr darf sich der FCB darüber freuen, dass er kurz davor steht, den Viertelfinal des Uefa-Cups zu erreichen. «Internationale Erfolge sind in der doch schon langen Geschichte des FC Basel sowieso nicht all zu häufig», erkannte Christian Gross. Am nächsten Donerstag in Strasbourg hat seine Mannschaft die Gelegenheit, den grössten Exploit der Vereinsannalen zu schaffen.

Antworten:

Bebbi schlugen ganz früh und ganz spät zu (Bligg)






VON ALAIN KUNZ UND EVA TEDESCO
10.03.2006 | 00:03:55




BASEL – Teil 1 des Basler Rachefeldzugs gegen Strasbourg ist gelungen. 2:0 siegten die Bebbi gegen die enttäuschenden Elsässer, die ihrerseits im Oktober an selber Stätte 2:0 gewonnen hatten. Das Resultat ist ein optimaler Lohn für eine durchzogene Leistung.


Trainer Christian Gross redete nicht um den heissen Brei herum: «Wir haben sehr diszipliniert, realistisch und resultatbezogen gespielt. Das war sicher nicht spektakulär. Doch jetzt ist unsere Ausgangsposition positiv.»

Damit fasste der Coach das Spiel eigentlich kurz und treffend zusammen. Es begann optimal, mit einem Traum-Freistoss von Matias Delgado aus 25 Metern ins Lattenkreuz (8.). Und es endete mit einem Traum, der Realität wurde: jenem des erst 18-jährigen Zdravko Kuzmanovic, der gerade mal elf Minuten im Spiel war, als er eine Delgado-Flanke unter die Latte köpfelte (88.).

Doch dazwischen lag viel Leerlauf. Vor allem in der 2. Halbzeit. «Zum Schluss standen wir zu tief», gestand auch Gross ein. Allerdings verschmitzt lächelnd und damit seiner Zufriedenheit Ausdruck verleihend.

«Das war ein grosser Schritt. Aber wir müssen im zweiten Rückspiel extrem aufpassen und erneut defensiv gut stehen. Und vor allem: Kein frühes Gegentor kassieren», schaute Mladen Petric bereits nach vorne. Doch klar ist: Wenn der FCB wieder derart «realistisch» auftritt wie beim 1:1 in Monaco, um dieses in Mode gekommene Wort erneut zu benutzen, dann müsste der Vorsprung reichen. Denn Strasbourg ist keinesfalls besser als Monaco. Die Ballstafetten der Elsässer im Mittelfeld waren wohl hübsch anzusehen, aber im Endeffekt brotlose Kunst.

Und vielleicht ist in einer Woche auch Delgado ein Schritt weiter. Der Regisseur ist zwar noch lange nicht wieder in der Form des Herbstes. Aber er war gestern an allen entscheidenden FCB-Szenen beteiligt. An beiden Toren, und an den beiden weiteren Chancen von Eduardo und Smiljanic. Auch das stimmt optimistisch, dass der FCB zum 2. Mal in der Klubgeschichte nach 1974 (Meistercup gegen Celtic) einen europäischen Viertelfinal erreichen kann.
Basel - Strasbourg 2:0 (1:0)
St.-Jakob-Park. - 14 243 Zuschauer. - SR Farina (It).

Tore: 8. Delgado 1:0. 88. Kuzmanovic 2:0.

Verwarnungen: 14. Pontus Farnerud, 22. Ba, 57. Lacour, 69. Deroff, 73. Abdessaki, 92. Bellaid (alle Foul).



von atzge - am 10.03.2006 10:10

«Freistösse sind für diesen Mann wie Penaltys» (BaZ)





DIE PRESSESCHAU NACH DEM 2:0 DES FCBGEGEN STRASBOURG - GELOBT WIRD VOR ALLEM DELGADO

MARCEL ROHR, ROLF KLOPFENSTEIN

Ernüchterung im Elsass, Freude in Basel mit kritischen Begleittönen - der FCB-Erfolg über Racing Strasbourg im Spiegel der Presse.

«Bien mal engagé. La Qualifikation est compromise!», titelte die französische Zeitung «L’Equipe» nach der 0:2-Niederlage der Strassburger, was übersetzt heisst: «Schön schlecht engagiert. Die Qualifikation ist nun sehr fraglich.»
Weiter schreibt das Fachblatt: «Strasbourg musste die Überlegenheit und den Realismus des FCBasel anerkennen. Im neunten Match die erste Niederlage im Uefa-Cup - der Sieg der Schweizer ist verdient. Überzeugt haben vor allem die Basler Mittelfeldspieler Mladen Petric und Matias Delgado, er mit seinem Freistosstor zum 1:0 sowie seiner Flanke vor dem 2:0 für Zdravko Kuzmanovic.»

Trainer enttäuscht. Trainer Jacky Duguépéroux wird wie folgt zitiert: «Ich bin sehr enttäuscht von meinem Team - vor allem hat man nicht alles gegeben, was in einer solch wichtigen Partie nicht vorkommen darf. Es fehlt uns die Erfahrung (der Altersschnitt der Racing-Spieler betrug am Donnerstag 23,5 Jahre; die Red.), dennoch habe ich nicht alle Hoffnungen für das Rückspiel aufgegeben.»

Kritisch fiel die Headline der «Neuen Zürcher Zeitung» aus: «Viel Murks, zwei Tore», hiess es trocken, «der FC Basel schuf sich mit Ach und Krach eine ansehnliche Ausgangslage für das Rückspiel vom nächsten Donnerstag in Strassburg».
Moderater analysierte der «Tages-Anzeiger»: «Wenn Matias Delgado den Ball in die Umlaufbahn kickt, spürt das Basler Publikum schon einmal Vorfreude. Freistösse sind für diesen Mann wie Penaltys.» Der «Blick» hielt fest, dass der «erste Teil der Revanche für den FC Basel gelungen ist».
Auch die «Basellandschaftliche Zeitung» mochte sich trotz des 2:0-Erfolges nicht richtig freuen: «Dennoch blieb auf dem sumpfigen Terrain die Begegnung auf einem durchgehend mittelmässigen Niveau.»



von atzge - am 11.03.2006 09:12
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